Kann man sich einfach auf die Stille konzentrieren?

Moderator: Jojo

Hallo, ich wollte mich erkundigen, ob man sich beim Meditieren auch einfach darauf konzentrieren kann eine Stille und Leere in seinem Kopf zu erzeugen und die einfach halten und aufpassen dass nicht wieder neue Gedanken kommen und halt diese innere Stimme. Instinktiv wäre mir das eigentlich am liebsten.
Irmin82 hat geschrieben:
Hallo, ich wollte mich erkundigen, ob man sich beim Meditieren auch einfach darauf konzentrieren kann eine Stille und Leere in seinem Kopf zu erzeugen und die einfach halten und aufpassen dass nicht wieder neue Gedanken kommen und halt diese innere Stimme.

Ja, kann man.

Irmin82 hat geschrieben:
Instinktiv wäre mir das eigentlich am liebsten.

Dann mach's halt.
Klar kannst du das machen. Du kannst alles machen was du willst.
Würde mich interessieren, ob und wie es funktioniert. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Wenn ich mich konzentriere, ist die innere Stimme weg, aber ich hör natürlich noch die Leute auf der Straße, aber es ist keine innere Stimme da, die es bewertet. Wenn ich nicht aufpasse, tauchen wieder Gedanken auf und ich konzentriere mich halt dann wieder drauf diese Stille zu halten.
Na dann viel Vergnügen, Irmin. Dann bist du ja beschäftigt und kommst nicht auf dumme Gedanken.
Irmin82 hat geschrieben:
Wenn ich mich konzentriere, ist die innere Stimme weg, aber ich hör natürlich noch die Leute auf der Straße, aber es ist keine innere Stimme da, die es bewertet. Wenn ich nicht aufpasse, tauchen wieder Gedanken auf und ich konzentrier halt dann wieder drauf diese Stille zu halten.

ja und? Wenn's dir gefällt, dann mach das so.
Ja, ich wollte mich erkundigen, ob man es als Meditationstechnik statt der Atembeobachtung machen kann. Oder ob ihr davon abratet, aber ich seh schon, ihr schreibt, mach was du willst ...
Du willst machen, was dir am liebsten ist. Also mach es. Mach deine Erfahrungen und sie was passiert.

Was soll eigentlich passieren? Was wünschst du dir?
Ruhe, Frieden, Erleuchtung ... :rainbow:
Hast du schon mal versucht, so für den Anfang, nicht zu hören oder für 20-30 Minuten nicht zu verdauen?
Irmin82 hat geschrieben:
Ja, ich wollte mich erkundigen, ob man es als Meditationstechnik statt der Atembeobachtung machen kann. Oder ob ihr davon abratet, aber ich seh schon, ihr schreibt, mach was du willst ...

Du musst wissen ... nein du musst nicht ... du bist intelligent genug, um zu wissen was gut für dich ist ... ok?
Wieso? Kannst du nicht nichts denken? Ich kann das aber, sorry. Ich nehme zwar z. B. den Boden wahr, aber ich denke nicht Boden oder gar schöner Boden, sondern ich sehe ihn halt einfach.
Edit: Stereo, wenn du mir keinen Ratschlag geben kannst, außer "mach was du willst", dann poste doch einfach gar nichts. Dass ich das machen kann, weiß ich sowieso.
Na dann ist doch alles gut, für dich. Mach einfach weiter so.
Warum reagiert ihr denn so komisch?
:mrgreen:
Ich möchte dir nicht vorsagen müssen. Ich denke, du bist durchaus in der Lage, auf einige Dinge allein zu kommen.
Wenn du also so davon überzeugt bist, das "nichts zu denken" der Schlüssel zu Glückseligkeit ist, dann versuch es.
Ich bin der letzte, der versucht, dir deine Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, wegzunehmen.
Ich halte nichts von deiner Idee. Aber wenn du es versuchen willst, warum nicht.

Was stört dich denn am Denken?
Hey, Festus, der beschreibt das, was ich mein, http://www.osho.com/de/read/osho/osho-o ... o-thinking
Man kann sehr wohl nichts denken! 8)
Irmin82 hat geschrieben:
Hey, Festus, der beschreibt das, was ich mein, http://www.osho.com/de/read/osho/osho-o ... o-thinking
Man kann sehr wohl nichts denken! 8)

Schade ... du bist offensichtich nicht intelligent genug.
Ich kann das schon viele Jahre und es ist ein guter Weg. Es ist der Weg des mit allen Sinnen Wahrnehmen ohne sich Gedanken zu machen, eben nur wahrnehmen. Es kann noch so laut sein die Welt ist still. Das ganze Getöse hier ist zum Glück nicht hörbar. Eine stille Welt nur hörbar durch sich Gedanken machen.
Bitte Stereo lass mich einfach in Ruhe, keiner deiner Kommentare war bis jetzt eine Hilfe.
Danke Ellviral ...
Irmin82 hat geschrieben:
Bitte Stereo lass mich einfach in Ruhe, keiner deiner Kommentare war bis jetzt eine Hilfe. ...

Dann ist ja alles gut.
Die Frage: was willst Du erreichen - ist durchaus interessant. Was gibt Dir die Stille? Ist diese Stille dumpf und leer, oder leuchtend und klar?

Im Grunde ist das, was Du beschreibst, der Kern einer Shine bzw. Vipassana-Praxis. Bei Shine-Lagthong geht es darum, dass wenn die diskursiven Gedanken zu Ruhe kommen, Einsicht und Weisheit aus dem und in dem so frei werdenden Raum von selbst auftauchen. Einfach nur "gar nichts denken" wäre nicht unbedingt ein Ziel.

Osho ist sehr extrem darin, Gedanken und das Denken zu "verteufeln". Ich würde das nicht unbedingt mit dem Buddhismus vermischen. Gedanken sind nicht gut oder schlecht, sie sind an und für sich leer von einer Eigennatur, entstehen in Abhängigkeit und lösen sich wieder in den Raum hinein auf, aus dem sie aufgestiegen sind und (in) dem sie sich gezeigt haben.

Interessanter als die vielfältigen Erscheinungen zu sortieren und einige abzulehnen und andere anzunehmen ist vielleicht das Bewusstsein "drumherum" das diese Erscheinungen möglich macht und sie wahrnimmt.

kilaya
Die Stille gibt mir Ruhe und Frieden. Ich kann natürlich diese Stille erzeugen und dann noch auf den Atem achten, aber wozu? Ich denke es ist ein ähnlicher Frieden, wie vor der Geburt oder nach dem Tod. Da hat man auch nichts gedacht und hatte Frieden, wobei dieser Frieden elementarer war. Das ist nur ein Versuch.
Hallo Irmin82,

meinst Du das?

https://de.wikipedia.org/wiki/Shikantaza

Gruß. Mai
Bei einer buddhistischen Meditation geht es im allgemeinen nicht darum, "Stille" im Sinne von "ich leere meine Gedanken" im Geiste zu erzeugen. Es gibt für Anfänger normalerweise immer ein Meditationsobjekt auf das man sich konzentriert (Konzentration bedeutet hier: Achtsamkeit) Z.B. den Atem. Dabei ist es wichtig, die Gedanken, die kommen und gehen wie Wolken am Horizont nicht zu bewerten, Gleichmut zu kultivieren und immer wieder zurückzukehren auf das gewählte Meditationsobjekt. Das Erkennen, das der Geist abgelenkt ist und das Zurückkehren zum Objekt macht eine buddhistische Meditation aus :)
Ich merke hier ja auch wenn der Geist abgelenkt ist, da dann wieder Gedanken kommen oder man wegdriftet. Eigentlich ist mein Meditationsobjekt diese geistige Stille. Die anderen Geräusche hör ich. Es ist eigentlich das gleiche wie mit dem Atem, nur erzeug ich eine Stille im Kopf und achte dann darauf die zu halten.
Irmin82 hat geschrieben:
Hey, Festus, der beschreibt das, was ich mein, http://www.osho.com/de/read/osho/osho-o ... o-thinking
Man kann sehr wohl nichts denken! 8)


Ich kann mich da nur wiederholen. Wenn du glaubst, es ist dein Weg, dann geh ihn.
Nur, wenn du so überzeugt bist, warum fragst du dann?
Hallo Irmin,

du kannst es ja versuchen und schauen, ob es funktioniert. Ich vermute, dass es nicht gut gehen wird. Wenn ich mich statt auf Atem oder Herzschlag oder sowas auf meinen Tinnitus konzentriere, wird der Tinnitus mit der Zeit lauter. Wenn man auf ihn hört, frist er sich mit der Zeit eben immer weiter ins Gehirn rein. Deswegen vermute ich, dass analog aus der Stille schrittweise immer mehr die Stille verschwinden wird. Eine Idee wäre es vielleicht mit offenen Augen zu meditieren, die Stille aufzunehmen und dabei einem Zweig eines baumes im Wind zuzuschauen. Dann hast du wieder was, was die Funktion des Atems aufnimmt. Aber mit offenen Augen zu meditieren habe ich eingestellt. Ist mir zu schwierig ... Du kannst es ja mal probieren und uns berichten ;-).

Grüße, Anandasa
Anandasa hat geschrieben:
... Aber mit offenen Augen zu meditieren habe ich eingestellt. Ist mir zu schwierig ...

Man muss nur drauf achten, nichts zu fokusieren. Das geht am Besten, wenn nichts im Blickfeld ist, das Konturen eines Gegenständlichen hat.
Ich meditiere immer mit offenen Augen, ich hab den Eindruck, dass es einfacher ist, weil ich nicht so leicht abdrifte, bzw. hab ich die Augen halt zur Hälfte geöffnet.
Das ist ja alles nichts Festes, ich stelle eine Frage hier, weil mich die Meinung der anderen intetessiert. Diskutieren bedeutet immer, gemeinsam an einem Ergebnis zu arbeiten, das für beide befriedigenden ist und es geht nie darum wer recht hat.
Irmin82 hat geschrieben:
Ich meditiere immer mit offenen Augen, ich hab den Eindruck, dass es einfacher ist, weil ich nicht so leicht abdrifte, bzw. hab ich die Augen halt zur Hälfte geöffnet. (...)

Ich frage mich wie man das mit dem Blinzeln macht, wenn man mit offenen Augen meditiert. Man blinzelt einfach normal wie sonst auch und versucht sich davon nicht ablenken zu lassen? Hatte früher mal hier im Forum gefragt, aber keine Antwort bekommen ...

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