Gerüchte

Moderator: void

Im Rahmen der buddhistischen Praxis gibt es die Übung der Rechten Rede.

Das ist manchmal gar nicht so einfach!

Denn im "Informationszeitalter" des Internets verbreiten sich Informationen wesentlich schneller als in einer Zeit vor dem Internet (ja, die gab es auch mal :lol: ). Hier ein Link gesetzt, dort ein Eintrag bei Twitter u.s.w.

Lt. Wikipedia wird ein Gerücht wie folgt beschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%BCcht

Im Journalismus gibt es meines Wissens so etwas wie eine "gesicherte Quelle". Aber auch diese Quelle kann manipuliert worden sein.

Wenn wir uns, als Buddhist, ernst nehmen, dann müssten wir jede Quelle zunächst prüfen bevor wir von deren Wahrheitsgehalt ausgehen können. Doch das übersteigt manchmal unsere Möglichkeiten.
Der "gesunde Menschenverstand" sollte genutzt werden, doch auch er ist manchmal überfordert, weil die Informationen zu komplex sind oder die Quellen nicht hinreichend bekannt sind.

Wie ist Eure Herangehensweise? Schweigen, d.h. sich aus jeder kritischen Diskussion heraushalten ? Oder: Vermutungen äußern? Meinungen äußern?

Mir persönlich fehlt, ehrlich gesagt, die Zeit, um jede Information ins Detail zu prüfen. Dann sage ich lieber nichts dazu, bevor ich aus Unwissenheit noch Öl ins Feuer des Gerüchtes schütte!
3 .. 4 .. 5 verschiedene Quellen ... und dann 1. Immer Fragen "cui bono" und 2. Die Logic nicht vergessen.

Und dann in Ruhe abwarten, was die eigenen Gefühle sagen und mit vorhandenen Erfahrungen abgleichen.

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jianwang hat geschrieben:
3 .. 4 .. 5 verschiedene Quellen ... und dann 1. Immer Fragen "cui bono" und 2. Die Logic nicht vergessen.

Und dann in Ruhe abwarten, was die eigenen Gefühle sagen und mit vorhandenen Erfahrungen abgleichen.

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Machst Du das so? 3,4,5 verschiedene Quellen prüfen bevor Du hier im Buddhaland eine Antwort auf einen eingestellten Link postest?
Ja.
Oder ich kenne die Thematik schon.

Ich handle aus einem Satz des bushido "Wichtige Dinge entscheide innerhalb von 3 Atemzügen. Bei unwichtigen Dingen lass Dir Zeit"
(Wenn auch 90% das missverstehen ... :clown: )

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Wenn ich eine Mitteilung mache, dann bin ich die Quelle, ganz gleich aus welcher weiteren Quelle meine Mitteilung sich schöpft.
Und für mich gibt es dann die Regel des Sokrates von den drei Sieben:
Wahrheit; Güte; Notwendigkeit
http://arbeitsblaetter-news.stangl-tall ... endigkeit/

Dann bleibt meistens nicht viel mehr übrig, außer mein Drang mich mitzuteilen. Und wenn ich diese Begierde gezähmt habe ....
jianwang hat geschrieben:
3 .. 4 .. 5 verschiedene Quellen ... und dann 1. Immer Fragen "cui bono" und 2. Die Logic nicht vergessen.

Und dann in Ruhe abwarten, was die eigenen Gefühle sagen und mit vorhandenen Erfahrungen abgleichen.

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Ein problematisches (und damit für ein Forum zu buddhistischen Themen dankbares) Thema 8)

"cui bono" wem nutzt es? Zu wessen Nutzen ist es?

Die neudeutsche Übersetzung lautet; "Follow the money!"

Bei religiösen Themen immer eine sehr angebrachte Methode...
Drei Siebe
Zu Sokrates kam ein Mann und sagte: "Höre, ich muss dir etwas Wichtiges über deinen Freund erzählen!" "Warte ein wenig", unterbrach ihn der Weise, "hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?" "Welche drei Siebe?" fragte dieser.
"So höre: Das erste Sieb ist das der Wahrheit. Hast du dich von der Wahrheit der Sache vergewissert?" "Nein, ich habe es von anderen gehört", erwiderte der Mann.
"Nun denn, das zweite Sieb ist das der Güte. Ist die Ursache dafür, dass du diese Nachricht weitergeben willst, einem gütigen Motiv deines Herzens entsprungen?" Der Mann musste schweigen.
"Das dritte Sieb schließlich ist das der Nützlichkeit. Glaubst du, dass diese Nachricht meinem Freund oder mir von Nutzen sein wird?" Der Mann drehte sich wortlos um und ging.

Find ich gut!
LG
Im Thread über Sogyal Rinpoche hat zum Beispiel der "Unbuddhist" im Laufe der Diskussion eine deutschsprachige Übersetzung des in englischer Sprache verfassten Briefes eingestellt. Ich möchte hier nicht den Thread wieder aufrollen und auch nicht bezweifeln, dass der Unbuddhist in der Lage ist, solche Texte zu übersetzen: Aber im Sinne der Rechten Rede hätte man doch zumindest fragen müssen, was ihn dazu qualifiziert, solche Texte zu übersetzen.
So wurde stillschweigend (bei denen, die den Originaltext nicht verstanden haben) ohne Prüfung vorausgesetzt, dass die Übersetzung korrekt sei.
Solchen Quatsch les ich gar nicht erst.
Monikadie4. hat geschrieben:
Solchen Quatsch les ich gar nicht erst.


Was jetzt nicht? Den ganzen Thread oder die Übersetzung ?

EDIT: Das war ja nur ein Beispiel, das sich auf das ungeprüfte Übernehmen von Übersetzungen bezieht.
Rechte Rede zu brechen ist mMn eher eine schädliche Intention vorauszusetzen
kal hat geschrieben:
Rechte Rede zu brechen ist mMn eher eine schädliche Intention vorauszusetzen


Wenn man Gerüchte und deren Verbreitung billigend in Kauf nimmt ist das schädlich!
Sherab Yönten hat geschrieben:
Monikadie4. hat geschrieben:
Solchen Quatsch les ich gar nicht erst.


Was jetzt nicht? Den ganzen Thread oder die Übersetzung ?

EDIT: Das war ja nur ein Beispiel, das sich auf das ungeprüfte Übernehmen von Übersetzungen bezieht.


Ja, Gerüchte interessieren mich überhaupt nicht. Das ist Sensations-Gier. Deshalb lese ich bestimmte Threads überhaupt nicht.
Meinungen über Meinungen ...
Sherab Yönten hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Rechte Rede zu brechen ist mMn eher eine schädliche Intention vorauszusetzen


Wenn man Gerüchte und deren Verbreitung billigend in Kauf nimmt ist das schädlich!


Wenn man Gerüchte ständig in sich aufnimmt, ist das schädlich!

Das Problem ist, dass wir ununterbrochen an allem teilhaben können, wenn wir denn Langeweile und keine vernünftigen Beschäftigungen haben oder uns nicht einfach so genügen. Ich muss mich doch nicht mit jedem in die Welt gesetzten Gerücht auseinandersetzen, um zu wissen, wie es in der Welt aussieht. Und schon gar nicht hier im Forum. Wenn also hier im Forum so etwas geschieht, dann sollten Moderatoren für "Sauberkeit" sorgen.
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Ich denke das Philosophieren über "rechte Rede" schweift gerne mal in hypothetische Bereiche ab..
Es liegt an jedem selbst - und das ist das was zu reflektieren gilt - in wie weit man anderen durch sein Handeln (im Kontext der rechten Rede) schadet. Rechte Rede umfasst ja nicht nur Lügen und Gerüchte, gerne wird Tratsch und inhaltlose Gespräche, aufgeführt.. da ist oft keine Trennschärfe um klar zu sagen was nun noch im Rahmen rechter Rede ist und was rausfällt. Daher verwies ich auf die eigene Intention. Wenn ich bewusst Gerüchte in die Welt setze oder Gerüchte oder Tratsch über eine Person, welche auch noch in der Regel nicht anwesend ist, teile, dann ist das m.E. schon ein Bruch der rechten Rede. Dass ich es als Bruch der rechten Rede bezeichnen würde, wenn ich Informationen über Nachrichten aus einer relativ seriösen Informationsquelle teile, welche ich nicht zigfach auf ihre Echtheit überprüfe (was oftmals nicht möglich ist) ist für MICH! schon wieder Spinnerei und geht zu weit.. Fakenews um Menschengruppen zu diffamieren, sollte man mit einem gesunden Menschenverstand in der Regel schon erkennen oder hinterfragen...
Mir fallen immer wieder mancher User auf (bitte nicht persönlich nehmen oder als Angriff werten), welche "Mit Metta" in der Signatur stehen haben. Egal welchen Inhalt ihre Beiträge haben, wird also suggeriert dass Metta mitschwingt... DAS! stellt für MICH! wiederum einen möglichen Bruch der rechten Rede dar! Auch wenn es nur in Schriftform ist (natürlich kann man nun auch diskutieren, ob Schrift in rechter Rede beinhaltet ist, was ich mit einem klaren Ja beantworten würde)...blabla.. kurz: jeder sollte sich selber fragen, was man erzählt, schreibt, weiterträgt. Es gibt keine objektive Registrierungs- und Verwaltungsstelle für Karma. Man sollte sich den möglichen Konsequenzen halt bewusst sein.

Man kann über so viel philosophieren, z.B. in wie weit "Nicht Töten" umsetzbar ist, wo ich doch mit jedem Schritt mehrere Ameisen zertreten kann oder sämtliche Mikroorganismen beim Händewaschen umbringe... :P
Sherab Yönten hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Rechte Rede zu brechen ist mMn eher eine schädliche Intention vorauszusetzen


Wenn man Gerüchte und deren Verbreitung billigend in Kauf nimmt ist das schädlich!


Ja, das stimmt.
A.IV.83 Lob und Tadel - 3. Avaṇṇāraha Sutta
Im Besitze von vier Eigenschaften, ihr Mönche, verfällt man, wie man sich's erwirkt, der Hölle. Welches sind diese vier Eigenschaften?
Ohne verstanden und geprüft zu haben, lobt man den, dem Tadel gebührt;
ohne verstanden und geprüft zu haben, tadelt man den, dem Lob gebührt.
Ohne verstanden und geprüft zu haben, billigt man, was man mißbilligen sollte;
ohne verstanden und geprüft zu haben, mißbilligt man, was man billigen sollte.
Im Besitze von vier Eigenschaften, gelangt man, wie man sich's erwirkt, in himmlisches Dasein. Welches sind diese vier Eigenschaften?
Nachdem man verstanden und geprüft hat, tadelt man den, dem Tadel gebührt;
nachdem man verstanden und geprüft hat, lobt man den, dem Lob gebührt.
Nachdem man verstanden und geprüft hat, mißbilligt man, was man mißbilligen sollte;
nachdem man verstanden und geprüft hat, billigt man, was man billigen sollte.


Loben und Tadeln kann man auch in der "passiven Variante": Also 'schweigende' Billigung, schweigende Missbilligung verstehen, würde ich mal sagen.
Buddha legt auch an die Art und Weise von Kritik ( also Tadel) hohe Maßstäbe an !
aber Annehmen sollte man Halb und Unwahrheiten nicht (unbegründete Behauptungen)- im Zweifelsfall ( Begründet/Unbegründet ? ) besser nicht 'Annehmen'; 'nur prüfen'( gegebenenfalls man sieht Relevanz); nicht angenommen verhindert natürlich auch verbreiten.

Ich weiß die Sutta ist harter Tobac.
Aber sie spricht halt von Verantwortung allenthalben, deswegen hab ich sie trotzdem gepostet. ()
Ihr habt Alle sehr eindeutig über die Verbreitung von Gerüchten geschrieben.
Doch es gibt imho noch etwas Anderes:
Ich höre/lese irgendwo etwas, kann aber den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen.
Nun schreibe ich dies z.B. hier, gekennzeichnet als eventuell nicht wahr und stelle dann die Frage, wer mir dabei weiterhelfen kann, es als wahr oder falsch zu erkennen.
Eventuell habe ich ein Gerücht "verbreitet", doch aus dem Grund der Wahrheitsfindung.

Wie seht ihr das dann?

_()_

PS:Für jeden Neuling könnte eine Frage sich als falsch herausstellen. Er weis ja nicht, das z.B. die 4 Edlen Wahrheiten keine Gerüchte sind :mrgreen:
Wieso ? Wenn du sagst du weisst nicht ob da was dran ist oder aufrichtigerweise den Eindruck vermittelst dich mit etwas nicht oder nicht genug auszukennen und das machen hier in der Regel alle " Einsteiger", wo wäre dann ein Fehler ?
[quote="jianwang"]Ihr habt Alle sehr eindeutig über die Verbreitung von Gerüchten geschrieben.
Doch es gibt imho noch etwas Anderes:
Ich höre/lese irgendwo etwas, kann aber den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen.
Nun schreibe ich dies z.B. hier, gekennzeichnet als eventuell nicht wahr und stelle dann die Frage, wer mir dabei weiterhelfen kann, es als wahr oder falsch zu erkennen.
Eventuell habe ich ein Gerücht "verbreitet", doch aus dem Grund der Wahrheitsfindung.

Wie seht ihr das dann?

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Wer es so kennzeichnet, der stellt von vornherein klar, dass er den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen kann und um mithilfe bittet. Das ist für mich legitim. Letztlich muss er aber selbst entscheiden ob die angebotene Hilfe für seine Frage nützlich ist oder nicht.
Sagen wir, ein Gerücht handelt von sexuellem Fehlverhalten, etwa in einem Heim. Hier sehe ich drei Möglichkeiten.

Das Gerücht handelt von strafbaren Fehlverhalten, Vergewaltigung, Missbrauch von Unmündigen. Dies sollte umgehend an die zuständige Stelle geleitet werden, um untersucht zu werden, weiteren Schaden zu vermeiden, gegebenenfalls angezeigt zu werden. Dabei ist jedoch Diskretion erforderlich, um nicht den Ruf eines möglicherweise Unschuldigen völlig zu zerstören, eventuell auch, um emotionalen Druck auf die möglichen Opfer zu verhindern.

Zweitens kann das Gerücht schwerwiegendes Fehlverhalten meinen, beispielsweise sexuelle Ausbeutung durch einen Vorgesetzten (oder Guru :wink: ). Dies ist kein Verhalten, über dessen Qualität sich streiten ließe. Es ist klar zu verurteilen, wenn Menschen sich solche „Dienstleistungen“ rausholen, indem sie was versprechen, Druck ausüben, betrügen. Sofern die interne Kontrolle einer Institution nicht ohnehin greift, sollten die Vorwürfe öffentlich gemacht werden: Make it public...

Häufig betreffen solche Gerüchte vermutlich jedoch Verhalten, das bloß manche Menschen für unangemessen halten: Sie hat Sex mit ihm, obwohl sie verheiratet ist, er hat Sex mit ihr, obwohl er ihr Vorgesetzter ist, er hat Sex mit ihm, obwohl er ein Mönch ist usw. Hierzu wäre es nobel, den Mund zu halten, würde ich meinen.
Karnataka hat geschrieben:
Dies ist kein Verhalten, über dessen Qualität sich streiten ließe.


Solange es aber keine (juristischen) Beweise über ein solches Verhalten gibt, lässt sich aber doch darüber streiten.

Wie kompliziert die vorschnelle Verurteilung von angeblichem Fehlverhalten ist, zeigt der Fall Kachelmann:

http://uebermedien.de/14792/kachelmann- ... erurteilt/
Hallo miteinander, hallo Sherab Yönten

Sherab Yönten hat geschrieben:
Wie ist Eure Herangehensweise? Schweigen, d.h. sich aus jeder kritischen Diskussion heraushalten ? Oder: Vermutungen äußern? Meinungen äußern?

Mir persönlich fehlt, ehrlich gesagt, die Zeit, um jede Information ins Detail zu prüfen. Dann sage ich lieber nichts dazu, bevor ich aus Unwissenheit noch Öl ins Feuer des Gerüchtes schütte!


Jede Quelle zu überprüfen ist - glaube ich- gar nicht möglich und auch zu aufwendig.

Ich habe mir folgendes angewöhnt (bzw. übe ich weiterhin darin):

1. das was ich aus eigener Wahrnehmung weiß, gebe ich möglichst wortgetreu und faktengenau wieder.
Wenn möglich lasse ich Interpretationen und Bewertungen weg.

2. das was meine Interpretationen sind begründe ich und
mache damit klar das es meine subjektive Wahrnehmung ist und warum ich diesen Eindruck gewann.

Kurzum, wenn ich klar mache was die Fakten sind/ die Beobachtung ist und was meine Interpretation/Meinung, kann sich mein Gegenüber selber daraus den Eindruck erstellen.

Und wenn ich Jemanden zitiere wird damit auch klar das eben der Zitierte dies geäußert hat und es keinerlei Interpretation von mir enthält.

Hab ich mir so angewöhnt weil ich im medizinischen Bereich arbeite. Da dort aus
den Interpretationen der Eindruck entsteht der dann in die Diagnose einfließt finde ich
es sehr wichtig da sehr genau und detailgetreu zu sein.

Generell finde ich das sehr befreiend für mich. Es vereinfacht einfach ebendieses Dilemma von dem der Thread handelt... 8)

LG Rolf
@ Karnataka
Du schilderst hier den Umgang mit Gerüchten über vermeidliches Fehlverhalten, Gerücht über strafbares Verhalten--> Polizei, Gerücht über Fehlverhalten--> öffentlich machen, der übliche Klatsch und Tratsch--> Schweigen.
Du gehst also direkt und ohne Prüfung davon aus, dass das Gerücht der Wahrheit entspricht; du weißt nicht, ob es sich um die Wahrheit handelt, möchtest aber, wie von dir geschildert, tätig werden. Das führt zu Denunziantentum und genau solch ein Umgang mit Gerüchten ist nicht konstruktiv. Du förderst sogar deren Verbreitung. Aufgrund von unbewiesenen Behauptungen tätig zu werden, kann nicht sinnvoll sein und ist auch sicher kein geeigneter Umgang mit Gerüchten. Im Gegenteil, es kann zu falschen Verdächtigungen etc. führen, was im Übrigen auch eine Straftat ist. Von meiner Tätigkeit als Mobbingbeauftragter kann ich berichten, dass das von dir beschrieben Verhalten gerne von "Mobbern" angewendet wird :(
Mit Gerüchten geh ich meist so um das ich erstmal warte bis ich eine zweite Quelle hab die nicht zu dem Kreis gehört aus dem das Gerücht kommt, bevor ich eine Info, auch Trasch weiter trage. Wenn ich mit Grüchte über mich konfrontiert werde und es wahr ist bestätige ich das und trage es selber mit weiter, ich lasse die Gerüchte über mich die nicht wahr sind einfach weiter laufen. Wenn ich mich nicht so verhalte wie das Gerücht es aussagt gibt es immer Menschen die es bereinigen, das kann ich selber ja nicht machen, ein Dementi ist eine Bestätigung. Wenn das so läuft wie bei Wulff hab ich auch schon meinen Arbeitsplatz aufgegeben. Ich hab die Erfahrung gemacht das eine gut aufgebaute Lüge die eben auch einen winzigen Kern Wahrheit hat, die immer weiter ausgeschmückt wird mit glaubhaften Lügen mehr Macht hat als jede Wirklichkeit.

Da war ich ein perverser Schwuler der Aids verbreitet und Jugendliche verführt. Obwohl der Erzeuger genau wusste wo ich mit niemanden war. Er wusste das das alles Lügen sind, die einzige Wahrheit die darin war, ist das schwul sein, das ich selber als Gerücht zur Wahrheit gemacht hatte, aber auch das wusste er. Ich bin nie schwul gewesen und nie heterosexuell doch schwul sein war mir lieber als Tarnung. Es gibt heute noch welche die die Gerüchte glauben. Und doch gibt es nur 5 Menschen mit denen ich kurzzeitgen sexuellen Kontakt hatte, nie länger als wenige Monate. Mit Arnold ist das in beiderseitigem Einverstehen das wir das Sexuelle einstellen, Geilheit erzeugende Handlungen. Er sagte mal zu mir: Ich wusste garnicht das ich so glücklich sein kann ohne Sex.

Als die Zeit von "Wildwasser" war habe ich meiner Nichte, damals 10, Nachhilfe gegeben und ich merkte das sie die Idee das ich ihr sexuell was angetan habe gegen diese Nachhilfe einsetzen wollte, habe ich das sofort abgebrochen, nie wieder war ich mit ihr allein in einem Zimmer.
Tulamben hat geschrieben:
@ Karnataka
Du schilderst hier den Umgang mit Gerüchten über vermeidliches Fehlverhalten, Gerücht über strafbares Verhalten--> Polizei, Gerücht über Fehlverhalten--> öffentlich machen, der übliche Klatsch und Tratsch--> Schweigen.
Du gehst also direkt und ohne Prüfung davon aus, dass das Gerücht der Wahrheit entspricht; du weißt nicht, ob es sich um die Wahrheit handelt, möchtest aber, wie von dir geschildert, tätig werden. Das führt zu Denunziantentum und genau solch ein Umgang mit Gerüchten ist nicht konstruktiv. Du förderst sogar deren Verbreitung. Aufgrund von unbewiesenen Behauptungen tätig zu werden, kann nicht sinnvoll sein und ist auch sicher kein geeigneter Umgang mit Gerüchten. Im Gegenteil, es kann zu falschen Verdächtigungen etc. führen, was im Übrigen auch eine Straftat ist. Von meiner Tätigkeit als Mobbingbeauftragter kann ich berichten, dass das von dir beschrieben Verhalten gerne von "Mobbern" angewendet wird :(


Findest du? Ich schrieb: Das Gerücht handelt von strafbarem Fehlverhalten, Vergewaltigung, Missbrauch von Unmündigen. Dies sollte umgehend an die zuständige Stelle geleitet werden, um untersucht zu werden, weiteren Schaden zu vermeiden, gegebenenfalls angezeigt zu werden. Dabei ist jedoch Diskretion erforderlich, um nicht den Ruf eines möglicherweise Unschuldigen völlig zu zerstören, eventuell auch, um emotionalen Druck auf die möglichen Opfer zu verhindern.

Soviel zu Formen der Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen.
Die anschließende Stellungnahme zum schwerwiegenden Fehlverhalten war allerdings als Anspielung auf den Spezialfall Sogyal zum Vorwurf der sexuellen Ausbeutung erwachsener Anhänger gedacht, der an anderer Stelle im Forum diskutiert wird. Sorry, dass ich das nicht genügend kenntlich gemacht habe. Dabei geht es um die Frage, warum diese Kritikpunkte offenbar über Jahrzehnte vertuscht wurden.

Allgemein schätze ich, dass man ein Gerücht, das schwerwiegendes Fehlverhalten unterstellt, mutig unter vier Augen ansprechen sollte. In meinem beruflichen Bereich der Betreuung behinderter Menschen meint solches Fehlverhalten beispielsweise: Echte Respektlosigkeit, Grobheit und Sadismus, Vernachlässigung, ungerechtfertigte Maßnahmen der Freiheitsbeschränkung, Trunkenheit. Von Zeit zu Zeit liest man, dass solche Dinge in manchen Institutionen vorkommen sollen.

Entsteht der Eindruck berechtigter Kritik an einem Kollegen und fruchtet das Gespräch nicht, sollte man sich Unterstützung holen, meine ich als theoretische Überlegung.

Den vielleicht häufigsten Fall bildet die üble Nachrede, die du ja ansprichst, und die wir wohl alle gut kennen. Oft trifft es die schwächsten Glieder der hierarchischen Kette, bei uns die Zivildienstleistenden. Hierzu wäre schon die Neigung zu Hass und Spaltung der mobbenden Kollegen zu nennen, auch wenn die Boshaftigkeit nicht bewusst geschieht. Dies anzusprechen ist schwierig, denn meist gibt es gewisse berechtigte Kritikpunkte, die aber übermäßig aufgebauscht und bei jedem denkbaren Anlass eingestreut werden. Mach das mal jemanden im Gespräch klar!

Schließlich die aller-aller-meisten Gerüchte: Nobel den Mund halten, schrieb ich. 8)
Karnataka hat geschrieben:
Tulamben hat geschrieben:
@ Karnataka
Du schilderst hier den Umgang mit Gerüchten über vermeidliches Fehlverhalten, Gerücht über strafbares Verhalten--> Polizei, Gerücht über Fehlverhalten--> öffentlich machen, der übliche Klatsch und Tratsch--> Schweigen.
Du gehst also direkt und ohne Prüfung davon aus, dass das Gerücht der Wahrheit entspricht; du weißt nicht, ob es sich um die Wahrheit handelt, möchtest aber, wie von dir geschildert, tätig werden. Das führt zu Denunziantentum und genau solch ein Umgang mit Gerüchten ist nicht konstruktiv. Du förderst sogar deren Verbreitung. Aufgrund von unbewiesenen Behauptungen tätig zu werden, kann nicht sinnvoll sein und ist auch sicher kein geeigneter Umgang mit Gerüchten. Im Gegenteil, es kann zu falschen Verdächtigungen etc. führen, was im Übrigen auch eine Straftat ist. Von meiner Tätigkeit als Mobbingbeauftragter kann ich berichten, dass das von dir beschrieben Verhalten gerne von "Mobbern" angewendet wird :(


Findest du? Ich schrieb: Das Gerücht handelt von strafbarem Fehlverhalten, Vergewaltigung, Missbrauch von Unmündigen. Dies sollte umgehend an die zuständige Stelle geleitet werden, um untersucht zu werden, weiteren Schaden zu vermeiden, gegebenenfalls angezeigt zu werden. Dabei ist jedoch Diskretion erforderlich, um nicht den Ruf eines möglicherweise Unschuldigen völlig zu zerstören, eventuell auch, um emotionalen Druck auf die möglichen Opfer zu verhindern.

Soviel zu Formen der Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen.
Die anschließende Stellungnahme zum schwerwiegenden Fehlverhalten war allerdings als Anspielung auf den Spezialfall Sogyal zum Vorwurf der sexuellen Ausbeutung erwachsener Anhänger gedacht, der an anderer Stelle im Forum diskutiert wird. Sorry, dass ich das nicht genügend kenntlich gemacht habe. Dabei geht es um die Frage, warum diese Kritikpunkte offenbar über Jahrzehnte vertuscht wurden.

Allgemein schätze ich, dass man ein Gerücht, das schwerwiegendes Fehlverhalten unterstellt, mutig unter vier Augen ansprechen sollte. In meinem beruflichen Bereich der Betreuung behinderter Menschen meint solches Fehlverhalten beispielsweise: Echte Respektlosigkeit, Grobheit und Sadismus, Vernachlässigung, ungerechtfertigte Maßnahmen der Freiheitsbeschränkung, Trunkenheit. Von Zeit zu Zeit liest man, dass solche Dinge in manchen Institutionen vorkommen sollen.

Entsteht der Eindruck berechtigter Kritik an einem Kollegen und fruchtet das Gespräch nicht, sollte man sich Unterstützung holen, meine ich als theoretische Überlegung.

Den vielleicht häufigsten Fall bildet die üble Nachrede, die du ja ansprichst, und die wir wohl alle gut kennen. Oft trifft es die schwächsten Glieder der hierarchischen Kette, bei uns die Zivildienstleistenden. Hierzu wäre schon die Neigung zu Hass und Spaltung der mobbenden Kollegen zu nennen, auch wenn die Boshaftigkeit nicht bewusst geschieht. Dies anzusprechen ist schwierig, denn meist gibt es gewisse berechtigte Kritikpunkte, die aber übermäßig aufgebauscht und bei jedem denkbaren Anlass eingestreut werden. Mach das mal jemanden im Gespräch klar!

Schließlich die aller-aller-meisten Gerüchte: Nobel den Mund halten, schrieb ich. 8)


Wir reden doch hier über Gerüchte, also über unbewiesene Behauptungen. Wieso sollte man wie von dir beschrieben tätig werden? Die Art oder der Inhalt des Gerüchts sind weitestgehend irrelevant, es bleiben unbewiesene Behauptungen. Daher schließe ich mich deinem Schlusswort an...Nobel den Mund halten :om:
Es gibt genügend Beispiel, wo die Leute bei Gerüchten geschwiegen haben. Mit katastrophalen Folgen.
So einfach finde ich das also nicht.
Dann war es kein Gerücht...
Die wussten nicht, dass das Gerücht kein Gerücht war.
Das ist typisch für ein Gerücht, dass man nicht weiß ob es wahr ist oder nicht.

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