Angst vor der Erleuchtung

Moderator: Jojo

188 Beiträge
Hallo zusammen,

ich praktiziere für mich alleine und gehöre keiner Gemeinschaft an, deswegen kann ich niemanden privat fragen.

Ich habe endlich wieder die Zeit gefunden, öfter am Tag zu meditieren und ich genieße das sehr, weil es mir Ruhe verschafft und mein Geist endlich mal zur Ruhe kommt.

Natürlich lese ich dann viel über Meditation damit, ich nichts falsch mache. Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann. Dabei würde sich alle Bilder, die man über die weltlichen Dinge hat auflösen, z.B. das wir wissen, was ein Tisch ist.

Dieser Zustand, kann in eine Psychose führen, wenn man damit nicht richtig umgeht, bevor man die Erleuchtung bekommt.

Und wenn man dann doch die Erleuchtung bekommt, würde man grundlegende Verhaltensstrukturen von sich selbst ändern.

Ich weiß, dass das im Buddhismus ja auch gewünscht ist, aber ich höre total oft, dass z.B. Nonnen, bevor sie Nonnen werden, ihre Familien verlassen usw.

Und davor habe ich Angst.

Wahrscheinlich, werde ich niemals die Erleuchtung erhalten, weil ich in diesem Leben noch nicht bereit bin, aber was ist, wenn ich soweit komme, dass ich mir eine Psychose einhole oder auf einmal soweit komme, dass mir meine Familie egal wird. Ich möchte das nicht. Ich möchte meine Familie nicht im Stich lassen ... :cry:
Aha hat geschrieben:
Wahrscheinlich, werde ich niemals die Erleuchtung erhalten, weil ich in diesem Leben noch nicht bereit bin, aber was ist, wenn ich soweit komme, dass ich mir eine Psychose einhole oder auf einmal soweit komme, dass mir meine Familie egal wird. Ich möchte das nicht. Ich möchte meine Familie nicht im Stich lassen ... :cry:


Ich finde en Begriff "Erleuchtung" blöd. Es ist ja so ein Begriff aus der christlichen Mystik und ich verbinde ihn mit irgendwelchen "höheren Erfahrungen" wo dann so ein Licht erscheint und eine seltsame Musik ertönt und villeicht sogar ein Engel erscheint. Bei sowas hätte ich auch Angst um meinen Geisteszustand.

Im Buddhismus geht es ja um "Befreiung" und das ist immer Befreiung von Gier und Hass. Jeder Familie tut es gut, wenn es in ihr weniger Gier und weniger Hass und mehr Freiraum gibt. Mir kommt vor, deine Ängste sind unbegründet. Und sie haben weniger mit dem Buddhismus zu tun, sondern damit, dass du dir selber wohl nicht vertraust.

Vielleicht macht es viel mehr Sinn, dass du villeicht mit anderen gemeinsam praktizierst, als Bücher mit sich auflösenden Tischen und Familien zu lesen. Auch die Idee, innerhalb von Monaten Befreiung finden zu könnnen, erscheint mir eher unseriös.
Der Dalai Lama wurde mal in einem Interview auf Youtube gefragt, ob er erleuchtet sei. Mit ein bisschen Suchen kann man das Video dort wieder finden. Der DL antwortete ohne nachzudenken mit nein. Ich war mal an einem Vortrag von ihm, bei dem es anschließend eine Fragestunde gab. Eine Frage war wie sein Alltag so aussehen würde. Antwort war zunächst, dass er so um 4 h aufsteht und dann 5 Stunden meditiert. Das macht der DL wohl schon seit Jahrzehnten so ohne zu erwachen. Du wirst also nicht so schnell erwachen, auch wenn du sehr intensiv meditierst.
Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann.


Hallo,

die Erleuchtung lässt sich nicht finden. Um deinen Kopfstress mal runterzufahren empfehle ich dir dieses Werk:

Baboji - "Radikale Erleuchtung" und danach direkt Band 2.

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=baboji





Ich weiß, dass das im Buddhismus ja auch gewünscht ist, aber ich höre total oft, dass z.B. Nonnen, bevor sie Nonnen werden, ihre Familien verlassen usw.

Und davor habe ich Angst.


Deine Angst ist doch total unbegründet, oder möchtest du Nonne werden? Eben :o

Man erwartet am Anfang natürlich so ganz krasse erhebliche Einschnitte und eine völlige Transformation der eigenen Persönlichkeit und des Lebens. Das ist aber nicht der Fall, da können viele davon berichten. Klar ändern sich einige Dinge, aber nicht so, wie du glaubst, etwa, dass du dann keine Tische mehr sehen kannst^^. Also lese einfach mal in der empfohlenen Lektüre, entspanne und meditiere einfach, ganz zwanglos, ohne Vorschau in die Zukunft und was noch so passieren könnte mit dir und der Welt. Meditation findet im Augenblick statt. Nicht in einer erleuchteten Zukunft.

Viel Glück!
Aha hat geschrieben:
Hallo zusammen,

ich praktiziere für mich alleine und gehöre keiner Gemeinschaft an, deswegen kann ich niemanden privat fragen.

Ich habe endlich wieder die Zeit gefunden, öfter am Tag zu meditieren und ich genieße das sehr, weil es mir Ruhe verschafft und mein Geist endlich mal zur Ruhe kommt.

Natürlich lese ich dann viel über Meditation damit, ich nichts falsch mache. Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann. Dabei würde sich alle Bilder, die man über die weltlichen Dinge hat auflösen, z.B. das wir wissen, was ein Tisch ist.

Dieser Zustand, kann in eine Psychose führen, wenn man damit nicht richtig umgeht, bevor man die Erleuchtung bekommt.

Und wenn man dann doch die Erleuchtung bekommt, würde man grundlegende Verhaltensstrukturen von sich selbst ändern.

Ich weiß, dass das im Buddhismus ja auch gewünscht ist, aber ich höre total oft, dass z.B. Nonnen, bevor sie Nonnen werden, ihre Familien verlassen usw.

Und davor habe ich Angst.

Wahrscheinlich, werde ich niemals die Erleuchtung erhalten, weil ich in diesem Leben noch nicht bereit bin, aber was ist, wenn ich soweit komme, dass ich mir eine Psychose einhole oder auf einmal soweit komme, dass mir meine Familie egal wird. Ich möchte das nicht. Ich möchte meine Familie nicht im Stich lassen ... :cry:

Frage dich nicht was Du bist sonder Wo du jetzt bist. Was den Tisch angeht ist es ganz einfach. Der Tisch ist nicht da ganz egal was Du dir ausdenkst. Da ist aber unbezweifelbar ein sichtbares, hörbares, schmeckbares, riechbares, tastbares, als Gedanke erkennbares Ding, ein Tisch ist da nur dann wenn du es Tisch nennst und ich dir sagt: ja, das nenne ich auch "Tisch". Das ist dann eine Erleuchtung und diese kannst Du dann auf alle Dinge, auch auf das was Du dir ausdenkst anwenden, ist das Ausgedachte nicht mit Auge, Ohr, Zunge, Nase, Haut zu erfahren ist es garantiert nur eine Illusion zusammengesetzt aus Worten.
Das einzige was geschieht ist das du erkennst das dein Benennen, deine Bezeichnungen, deine Vorstellungen nicht zulassen das du da nicht ein Ding mit Funktionen siehst sonder einen, deinen Tisch. So schlimm kann das nicht sein die Welt, so nenne ich das Ganze das auch mich enthält, so zu erkennen wie sie wirklich ist und Neurosen, was immer das auch ist, können nur entstehen wenn du dich weigerst deine Vorstellungen über ein Ding über das stellst was da wirklich ist, etwas das DU so nennst weil auch ANDERE es so nennen. Erleuchtung ist auch so eine Vorstellung, das gibt es nur als Wort!
Du wirst deine Familie so oder so im Stich lassen, oder sie dich. Spaetestens beim Tod. Ich nenne das nicht Erleuchtung sondern Realismus. Der Vorteil von mir als Autist - Realistisch und sehr direkt. Wenn jemand durch Parfuem stinkt, dann sage ich, dass ES stinkt. Damit meine ich aber nicht die Person sondern das Stinken allgemein. Mit der direkten Art kommen viele nicht zurecht :-P

Meditiere doch ohne Buecher, die meisten Eso-Buecher beinhalten doch eh massenhaft Grammatikfehler weil keiner sie Korrektur liest :-P
Aha hat geschrieben:
Ich habe endlich wieder die Zeit gefunden, öfter am Tag zu meditieren und ich genieße das sehr, weil es mir Ruhe verschafft und mein Geist endlich mal zur Ruhe kommt.


Das ist ja auch zunächst einmal sinnvoll, wenn's denn was bringt.

Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann. Dabei würde sich alle Bilder, die man über die weltlichen Dinge hat auflösen, z.B. das wir wissen, was ein Tisch ist.


Schmeiß das Buch weg.

Dieser Zustand, kann in eine Psychose führen, wenn man damit nicht richtig umgeht, bevor man die Erleuchtung bekommt.


Psychosen gibt es. Es gibt sicher eine Menge "Leute", die in geschlossenen Anstalten behaupten, sie seien Gott o.ä. wie z.B. der Bruder von Ram Dass. Obwohl Ram Dass in indischen Gewändern rumlief und ziemlich high aussah, lief er "frei rum". Deshalb fragte ihn sein Bruder, wie das wohl komme. Ram Dass antwortete: Du behauptest, Du seist Gott. Ich schweige und unterscheide, wo ich mich befinde.

Und wenn man dann doch die Erleuchtung bekommt, würde man grundlegende Verhaltensstrukturen von sich selbst ändern.


"Man bekommt keine Erleuchtung". Wenn das so einfach wäre, würde die Welt eine andere sein. Für mich ist der Begriff annehmbar, weil es durchaus heller in der Birne wird. Aber bevor das stattfindet - und das ist auch keineswegs bei jedem so, werden sicherlich einige Illusionsmauern abgerissen.

Ich weiß, dass das im Buddhismus ja auch gewünscht ist, aber ich höre total oft, dass z.B. Nonnen, bevor sie Nonnen werden, ihre Familien verlassen usw.


Ja, das kann passieren. Aber doch nur diejenige, die auch wirklich diesen tiefen Wunsch in sich hat. Ich hatte auch schon öfter diesen Wunsch innerhalb der letzten 30 Jahre, aber davon bin ich geheilt. Hier - inmitten der Alltagswelt - gibt es genug Situationen, die den Blick nach innen fördern und läuternd wirken.

Wahrscheinlich, werde ich niemals die Erleuchtung erhalten, weil ich in diesem Leben noch nicht bereit bin, ...


Mit größter Wahrscheinlichkeit ist das so.

... aber was ist, wenn ich soweit komme, dass ich mir eine Psychose einhole oder auf einmal soweit komme, dass mir meine Familie egal wird. Ich möchte das nicht. Ich möchte meine Familie nicht im Stich lassen ... :cry:


Was ist, wenn die Weltwirtschaft zusammenbricht, alle leidenden Menschen aus Afrika Europa "überrollen", Trump Präsident der USA wird und falsche Knöpfe drückt, der Euro flöten geht, die Eisberge schneller ins Meer stürzen als gedacht ???
Wir sind Klimakatastrophen und Kriegen näher als der Erleuchtung.
_()_ Monika
Ich postete das Video vom Dalai Lama vor einiger Zeit in dem er sagte, er ist nicht erleuchtet. Ich tu es nicht nochmal da dann akm "das kann man so und so sehen" Nein kann man nicht da das eine klare Aussage war. Deswegen mag ich ihn, nicht abgehoben, sagt was er denkt und lebt froehlich sein Leben ohne Kindergartenerleuchtungsgeschwurbel.
:lol:
Vielen vielen Dank für eure Mühe ...

Während ich so die Antworten von euch lese, denke ich mir, mit was für eine Kacke ich die Leute hier belästige .... :lol:

Mit einer solchen Einstellung werde ich bestimmt rasend schnell die Erleuchtung erlangen ... :lol: :lol: :lol: :lol:

Oh man ...

Leider ist es bei mir öfter so, dass das Unterbewußt oder Ego sich durch irrationale Ängste äußert, die ich im ersten Moment nicht durchschauen kann ...

Es ist so bei mir, dass ich einen tiefen Wunsch, schon aus meiner Kindheit, hege eine Nonne zu werden. Jetzt da ich wieder intensiv meine Spiritualität auslebe, kommen diese Wünsche wieder hoch. Und ich habe anscheinend große Angst, vor dieser Seite in mir, die die eigene Spiritualität gleich stellen mit meinem anderen Lebensmodel "Familie".

Ausserdem scheine ich ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich mich jetzt mehrmals am Tag meine Familie "verlasse" zum meditieren, obwohl die es gewohnt sind, dass ich immer für sie da bin ...

Da habe ich wieder etwas gefunden um an mir zu arbeiten ...
@keks

Ich würde sehr gerne das Video sehen ... weißt du denn wie es heißt ...

Wenn der DL keine Erleuchtung gefunden hat, dann doch wohl nur durch seine Lebensumstände ... wie soll man loslassen können, wenn man sowas erlebt wie er ... bestimmt schafft er es dann im nächsten Leben ...

Ich habe gehört, dass "Erleuchtete/Buddhas" es nicht zugeben würden, dass sie erleuchtet sind ... aber Lügen darf man ja auch nicht, und wenn der DL das so überzeugt gesagt hat, wird es wohl stimmen ...

Würde es gerne sehen ... aber das Video kann ich nicht finden ...
Jetzt habe ich gelesen, wenn man alles richtig macht und regelmäßig übt, man recht schnell in ein paar Monaten, die Erleuchtung finden kann. Dabei würde sich alle Bilder, die man über die weltlichen Dinge hat auflösen, z.B. das wir wissen, was ein Tisch ist.


Im übrigen bin ich davon überzeugt, dass das eine falsche Lehre ist, die Du Dir da zusammengelesen hast. Es ging Buddha nicht um Erleuchtung oder darum, durch derartige Aussagen Verwirrung zu stiften, es ging um das Beenden des Leidens. Wenn es Dir also besser geht, wenn Du meditierst, dann ist das bereits ein Teil des Stücks, aber nur der 8. Teil, denn davor stehen noch andere Empfehlungen

Rechte Erkenntnis
Das Wissen um die „Vier Edlen Wahrheiten“ über das Leiden, die Ursachen für das Leiden, das Überwinden der Leiden und den Weg dahin.

Rechte Gesinnung
Der Begierde entsagen, keinen Groll, keine Wut und keine Rache hegen.

Rechte Rede
Nicht lügen, einen anderen verleumden, barsche und grobe Worte vermeiden, nicht schwätzen und plappern.

Rechte Tat
Kein Leben nehmen, nicht stehlen und sich keine Ausschweifungen hingeben.

Rechter Lebenserwerb
Nichts tun, was einem anderen schaden könnte, falschen Lebenswandel unterlassen.

Rechte Anstrengung
Mit dem eigenen festen Willen alle aufkommenden üblen und unheilsamen Dinge unterdrücken, vertreiben oder abschaffen.

Rechte Achtsamkeit
Auf den eignen Körper mit allen Sinnen und Gefühlen achten, damit alles Begehren mit klarem Geist überwunden werden kann.

Rechte Sammlung
Der Weg über die innere Versenkung (Meditation) zu Gleichmut, Heiterkeit, Klarheit und Begierdelosigkeit.

Quelle: kidsweb.de

Aus meiner heutigen Sicht geht es vor allem darum, nicht mehr Teil einer verblendeten Welt zu sein, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernimmt. Es geht darum, zu erkennen, wie sehr ich Ver-Ursacherin meiner eigenen psychischen und körperlichen Leiden bin, und darum - z.B. mittels Meditation und Reflexion - zu erkennen, wie ich das ändern kann. Dazu muss ich meine Familie nicht verlassen. Ganz im Gegenteil, ich kann ein wertvolles Mitglied werden, anstatt immer nur ICH-ICH-ICH zu denken.
_()_ Monika
Ich praktiziere seit 10 Jahren. Ich kenne die Lehre.

Ich hab am Anfang der Theorie mehr Beachtung geschenkt, weil sie mir in schwierigen Situationen erstmal mehr gegeben hat. Wen man Probleme hat, lässt es sich schwer meditieren. Mich und mein Leben ändern fiel mir viel leichter. Habe alles soweit es mir bisher möglich ist erfüllt. Habe meinen Job in der Bank gekündigt und arbeite jetzt in einem Intensivpflegedienst. Tue keinem Lebewesen was zu leide, trete niemals aus versehen auf ein Insekt ....kämpfe nicht mit anderen Menschen .... versuche jeden Augenblick voll einzufangen, angagiere mich ehrenamtlich, Lüge nicht und wähle bedachte Wort usw.

Jetzt bin ich schon sehr glücklich mit meinem Leben und sehr zufrieden mit mir, merke aber, dass da noch was fehlt .... weil ich häufig Angst habe vor der Zukunft, vor Verlusten und dem Tod.

Das meditieren fällt mir jetzt viel leichter und ich bin mir sicher, dass es jetzt genau das ist, was mir weiterhilft und mich wieder ein Stück weiter in ein leidloses Leben bringen wird.

Ehrlich gesagt, denke ich schon, dass es Menschen gibt, die es schnell zur Erleuchtung schaffen .... aber meiner Meinung nach muss man Mönch oder Nonne dafür werden. Man kann nicht die Erleuchtung finden im normalen Leben. Dafür haftet man zu sehr an dem Leben.

Und für mich ist es einfach verständlich , dass man die Leerheit der Dinge nur greifbar durch die Meditation machen kann. Und das man die Leerheit der Dinge erfährt, das ist glaube ich, dass A und O am Ende der Erleuchtung. Und dabei löst sich die Welt, die man einmal kannte auf, mit samT seines eigenen Ichs. Ich denke, dass ist eine sehr krasse Erfahrung. .. und wenn ich manchmal darüber nachdenke, macht es mir Angst, denn ich werde irgendwann in diesem oder in den folgenden Leben diesen Zustand erleben, aber so lange man ihn nicht kennt, hört er sich etwas gruselig an .... wie der Tod.

Empfindet das niemand so?
Das erinnert mich an meine Vorstellungen, dann geschah etwas und ich habe nie wieder darüber nachgedacht Mönch zu werden. Heute seh ich es sogar als Vorteilhafter an als Obdachloser zu leben. Da meine Rente sowieso nicht reichen wird bleibt das als Option erhalten doch sich in die Hände von irgendwelchen Heiligen zu begeben ist garantiert nicht mein Ding.
Ein Merkmal das etwas entscheidendes Geschehen ist, ist das da plötzlich keinerlei Angst mehr war, vor irgendwas. Solange ich mir Angst gemacht habe konnte auch nichts entscheidendes Geschehen.
Noch ein Merkmal: Das Erkennen das das was man als Person ist nur das ist was ich zeige um als Person gesehen zu werden. Ist da keiner, wie hier, dann ist da auch keine Person. Das war sehr merkwürdig, als mir klar wurde das ich nur das darstelle was mein Gegenüber von mir erwartet.
Glaube nicht deinen Vorstellungen oder denen Anderer. Sieh das Objekt das Tisch genannt wird das aber nie gesagt hat das es ein Tisch ist. Üb die Dinge zu sehen und nicht sie als Namen zu denken.
Du brauchst nicht zu antworten denn das was Du liest ist ja keine Person. Da ist kein Wesen da ist nur das was Schrift genannt wird.
Aha hat geschrieben:
Ich denke, dass ist eine sehr krasse Erfahrung. .. und wenn ich manchmal darüber nachdenke, macht es mir Angst, denn ich werde irgendwann in diesem oder in den folgenden Leben diesen Zustand erleben, aber so lange man ihn nicht kennt, hört er sich etwas gruselig an .... wie der Tod.

Empfindet das niemand so?


Ich nicht, muss ich sagen. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben noch Erleuchtung erfahre, lasse mich aber natürlich gern überraschen. :) Und an weitere Leben glaub ich nicht. Vielleicht gibt es ja auch sowas wie eine "schleichende" Erleuchtung, wo man irgendwann mal merkt, dass man es kapiert hat und nicht unbedingt den blitzartigen großen "Wooooom", einem Orgasmus ähnlich - jedenfalls stelle ich mir das so vor *schulterzuck*

Meine Ängste früher waren eher dahingehend, dass ich dann brav und gesittet werde, wenn ich mich mit Buddhismus beschäftige und meditiere und - scheiße, ja: ich werde immer braver und gesitteter :D

Nein, ich glaube nicht, dass ich die große Erleuchtete werde, aber ich merke, dass mir Meditation gut tut und das, obwohl ich wenig Zeit habe und nur 20 bis 30 Minuten meditiere und das auch nicht immer täglich. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich mich nicht mehr so leicht stressen lasse, dass ich nicht mehr so viel rumgrüble und dass sich meine Beziehungen verbessert haben. Eigentlich reicht mir das schon. :wink: Vielleicht liegt das aber auch nicht an der Meditation, sondern wäre auch so passiert, dank zunehmender Lebenserfahrung und Weisheit. 8) Auch egal.
Aha hat geschrieben:
Und das man die Leerheit der Dinge erfährt, das ist glaube ich, dass A und O am Ende der Erleuchtung.

Die Dinge oder Phänomen sind nur als Form erfahrbar. Wie soll also Leere erfahren werden?

Und dabei löst sich die Welt, die man einmal kannte auf, mit samT seines eigenen Ichs. Ich denke, dass ist eine sehr krasse Erfahrung. .. und wenn ich manchmal darüber nachdenke, macht es mir Angst, denn ich werde irgendwann in diesem oder in den folgenden Leben diesen Zustand erleben, aber so lange man ihn nicht kennt, hört er sich etwas gruselig an .... wie der Tod.


Es ist der Tod des "Ich" - in diesem Moment stirbt es und in diesem Moment ist es wieder auferstanden, bis es endgültig gestorben ist, d.h. bis die skandhas zerfallen. Was sich also auflöst bzw stirbt sind die Vorstellungen von Welt und Ich - ob das nun eine krasse Erfahrung ist, dass weißt du nicht, weil es auch nur wieder deine Vorstellung ist.
Empfindet das niemand so?

Ohne eine ernsthafte Beziehung zu einem Lehrer versteigst du dich im Nebel deiner Vorstellungen. Was du seit 10 Jahren selbstgestrickt praktizierst mag dir bisher ja gut getan haben, aber jetzt interessiert dich so was wie "Erleuchtung" und das kann man sich nur einbilden, wenn niemand da ist, der einen auf den Boden der Fakten zurückbringt. Erleuchtung ist nur ein anderes Wort für einen von Vorstellungen befreiten Geist. Und das ist immer von Moment zu Moment, denn bereits im nächsten Moment kannst du von deiner Gier (z.B. der Gier nach Erleuchtung) verschlungen werden.

Mal noch was zum Lesen:
Bassui Zenji, Den Menschen befreien.
Ich bin schon über den Titel gestolpert.
Angst vor etwas was man nicht kennt, verstehe ich und "Erleuchtung" ist sowas was man nicht kennt, aber was haben all die konkreten Argumente mit Erleuchtung zu tun..... verstehe ich nicht....nicht schlimm, geht mir in vielen Dingen so ;-)
.
_()_
Aha hat geschrieben:
Wenn der DL keine Erleuchtung gefunden hat, dann doch wohl nur durch seine Lebensumstände ... wie soll man loslassen können, wenn man sowas erlebt wie er ... bestimmt schafft er es dann im nächsten Leben ...

Ich habe gehört, dass "Erleuchtete/Buddhas" es nicht zugeben würden, dass sie erleuchtet sind ... aber Lügen darf man ja auch nicht, und wenn der DL das so überzeugt gesagt hat, wird es wohl stimmen ...


Der Dalai Lama lügt wahrscheinlich nicht, sondern ist sich der Tatsache bewusst, dass es eine Anmaßung ist, sich derartig über sich selbst zu äußern. Er ist - so sehe ich ihn jedenfalls - wohl eher ein bescheidener Mensch, der auf dem Teppich geblieben ist, trotz der vielen Menschen, die sich an ihn hängen und ihm diese Last der Verantwortung aufbürden.

Im übrigen halte ich gerade seine erlittenen schmerzhaften Verluste in Tibet und seine Lebensumstände für eine gute Voraussetzung, geistig frei zu werden bzw. zu sein.

_()_ Monika
So wie ihr es sagt, hört es sich so an, als würde es kein Nirvana geben ...

Ich weiß, dass es besser wäre einer Gemeinschaft anzugehören. Und natürlich ist es nur eine Vorstellung von mir! Bitte seid nicht böse auf mich, weil ich es nicht richtig mache .... Ich entschuldige mich dafür, dass ich mir nicht schon längst einen Lehrer gesucht habe ...

Aber ich habe bisher nichts böses getan ... ich gebe mir die größte Mühe, ein guter Mensch zu sein und nach dem zu leben, was ich unter der Lehre verstehe ...und da es mir gut tut, denke ich, liege ich nicht so sehr daneben.

Wenn ich sage, in diesem Leben, meine ich nur, in diesem oder in den folgenden, weil ich nicht weiß, was noch in diesem Leben auf mich zukommen wird ... das ich in meiner jetzigen Situation keine Erleuchtung erlangen kann, ist mir bewussz, aber ich hab mit dem Thema Nonne auch noch nicht abgeschlossen. Und wenn es so sein sollte, bin ich ja in guter Begleitung ...

Aber Fakt ist doch, dass von der großen Erleuchtung von Buddha erzählt wird, dass er davor die Atemmeditation gemacht hat und dass das ein sehr krasses Erlebnis für ihn war. Und das sind nicht meine Vorstellungen, sondern das was erzählt wird ....
Findest du nicht, dass er sehr an Tibet haftet?????

Ist das nicht eher kontraproduktiv für die Erleuchtung?
Aha hat geschrieben:
Findest du nicht, dass er sehr an Tibet haftet?????

Ist das nicht eher kontraproduktiv für die Erleuchtung?


Ich habe keine Ahnung, an was der Dalai Lama haftet. Und es ist mir auch egal.

Aber Fakt ist doch, dass von der großen Erleuchtung von Buddha erzählt wird, dass er davor die Atemmeditation gemacht hat und dass das ein sehr krasses Erlebnis für ihn war. Und das sind nicht meine Vorstellungen, sondern das was erzählt wird ....


Ich weiß nicht, ob der Buddha vor seiner "Erleuchtung" die Atemmeditation gemacht hat. Auch weiß ich nicht von krassen Erlebnissen. Ich weiß aber, dass er viele Jahre meditierte, fast zu Tode gefastet hat, sich wer weiß wie quälte, um sein Ich zu verlieren. Seine sogenannte "Erleuchtung" endete mit der Ein-Sicht, dass der Mittlere Weg der richtige ist. Ich bin sicher, dass er sich keiner besonderen Meditation mehr unterworfen hat, sondern sich einfach hinsetzte und tiefste Stille erfuhr.

_()_ Monika
Es tut mir leid Monikadie4, meine Frage war keine Provokation oder so. Sondern tatsächlich ernst gemeint, ich dachte du hättest eine Theorie bezüglich des Leid und der Anhaftung, des DL und deine Meinung hatte mich ernsthaft interessiert. Ich möchte nicht wie ein Unruhestifter wirken. ... :(

Ich glaube, ich schaffe zuviel Verwirrung ...

Ich wollte nur wissen, ob es noch jemanden gibt, der sich darüber Gedanken macht, dass das Erstreben nach der Erleuchtung Angst machen kann.

Ich wollte niemanden herausfordern oder hier irgendwie aufzeigen, wie weit ich es doch schon ohne Lehrer geschafft habe, oder wie toll meine Gedankengänge sind.
Oder wie verrückt.

Ich habe einfach eine Schwäche von mir offenlegen wollen und mit jemanden darüber reden wollen ...

:(


Hat jemand einen Lehrer?
Curiosity hat geschrieben:
Du kennst Buddha nicht persönlich, aber du weisst, dass seine Erleuchtung mit der Einsicht endete?


Lies doch mal hier:
http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m004z.html
Liebes Aha, das ist auf jeden Fall so. Alles Anhaften an vergänglichen Dingen geschieht aus Angst vor der Wahrheit/Leerheit/Erleuchtung. Dann eben droht der Verlust des Egos, der Ich-Illusion.
Im Text steht, er könne sich erinnern, dass das Universum sich ausdehnen und zusammenzog und sich wieder ausdehnen und wieder zusammenzog.

Ist das nachkorrigiert worden? Er konnte doch damals nicht wissen, dass das Universum sich ausdehnt ....
Danke Yofi!

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Aha hat geschrieben:
Im Text steht, er könne sich erinnern, dass das Universum sich ausdehnen und zusammenzog und sich wieder ausdehnen und wieder zusammenzog.

Ist das nachkorrigiert worden? Er konnte doch damals nicht wissen, dass das Universum sich ausdehnt ....


Johannes der Täufer wusste auch, dass wenn Jesus zunehmen (zunehmender Mond; zunehmender Verstand) sollte er abnehmen (abnehmender Mond; abnehmender Verstand) müsste. Jesus sollte zunehmen (zunehmender Mond; zunehmender Verstand), damit die anderen Menschen abnehmen (abnehmender Mond; abnehmender Verstand), damit sie gewahr werden wer sie sind (reine Sonne), reines allgemeines Gewahrsein. Denn im reinen allgemeinen Gewahrsein im Nirwana ist der Vater im Sohn und der Sohn im Vater, damit ist die Glückseligkeit im Nirwana in Realisiertheit des immer schon Einsseins mit dem Vater gemeint!

Jesus sagte auch: Seelig sind die arm sind im Geiste (Damit meinte er die seine Stimme hören und geistg verstummen; Denn geistge Stille ist Vorausbedingung für Glückseligkeit im Nirwana), denn ihnen gehört das Himmelreich. Damit meinte er sie haben sich ihr ewiges Bewusstsein d.h. Bewusstsein im ewigen (nicht zu verwechseln mit ewiger Widerholung des gleichen) Jetzt frei von Sorge um die Zukunft und frei von Trauer über die Vergangenheit und frei von Wut über die eigene Unerhörtheit als ihren Garten des Paradieses geerbt über dem das "Bin" eben das allgemeine Gewahrsein als weder alt noch jung ihr wahres Sein darstellend als Sonne glänz und leuchtet und strahlt, als mehr als die Summe aus den Bewusstseinen aus den "ich bins".

Herzlich
gbg
Liebes Aha, sicher. Man sagt wir wären alle in dieser Welt weil wir immer wieder die Erfahrung der Angst und der Anhaftung - das Eine bedingt das Andere und umgekehrt. Und es gibt einen Übungsweg, der diesen Kreis unterbricht und in dessen Namen versammeln wir uns auch hier - oder überwiegend. Dass man in der Meditation Angst vor der Leerheit hat, ist ziemlich verbreitet. Unterweisungen eines Lehrers, d. h. eines Menschen, der bereits einen längeren Weg als wir selbst zurück gelegt hat, sind auf jeden Fall hilfreich, denn man macht dabei u. a. die Erfahrung, dass viel mehr als man denken kann möglich ist.
@gbg
Seitdem ich mich mit Buddhismus auseinandersetze, verstehe ich das Christentum besser und sehe die Parallel der Religionen.

Schon allein der bekannteste Satz, wenn dich einer schlägt, dann halte ihm die andere Wange hin, hat erst Bedeutung gefunden, nachdem ich Buddhismus kennengelernt habe.

Viele Christen sagen, Jesus ist der Sohn Gottes gewesen, wir können nicht sein wie er. Aber gerade dazu hat er eingeladen! Ich verstehe nur nicht, warum andere Religionen den Inhalt so schwer verständlich machen ....

@ Yofi
Und wo finde ich einen Lehrer?

Die nächste Gemeinde ist mindestens 1 Stunde Fahrt entfernt.

Ich war bereits einmal bei dieser Gemeinde für eine Meditationsstunde. Und da War jemand der nach der Meditation viel geredet hat. Das war aber nicht der Meditationsleiter. Ich weiß nicht, ob er befugt war zu reden, es hörte sich aber so an. Jedenfalls war ich irgendwie peinlich berührt, von dem was er über seine Meditstionserlebnisse erzählte. Er war so euphorisch und erklärte, wie sehr er mit sich im Einklang ist und ich dachte mir, er interpretiert da zuviel rein ... und alles so öffentlich. Ich bin da nicht mehr hin. Ich bin da ein anderer Mensch.

Auch habe ich auf der Arbeit immer mal wieder Menschen kennengelernt, die sehr offen mit Meditstionserlebnissen umgegangen sind. Als sie gefragt wurde, was ihr schönstes Erlebnis war, redeten sie über Meditationen im Wald mit mehreren Leuten ....

Sowas würde ich niemals anderen Leuten erzählen, die nicht meditieren. Und ich würde es wahrscheinlich auch nicht als mein schönstes Erlebnis ever sehen.

Ich bin nicht so ein Mensch. Ich finde sowas sehr privat und gehe damit nicht hausieren. Aber anscheinend sind viele Menschen in Gemeinden so ... da passe ich irgendwie nicht rein :(... ich bin Viel stiller und in mich gekehrter.

Das hier war mein erster "Seelenstripp" überhaupt. Aber auch nur, weil ich hier inkognito bin. ;)

Ich wüsste auch nicht, ob ich mich nur einen Menschen so von Angesicht zu Angesicht offenbaren könnte ... auf jeden Fall wäre es mir sehr unangenehm ....
Verständlich. So kenne ich das auch gar nicht.

In den größeren Zentren - je nach Richtung, die darf man sich selbst aussuchen bzw. mehrere ausprobieren - geben Lehrer in größeren Räumen Unterweisungen. Es sind viele Menschen anwesend, die einfach zuhören, mitrezitieren, mitmeditieren. Es finden dabei keine Einzelgespräche mit dem Lehrer statt, außer man vereinbart einen Termin vor oder nach der Veranstaltung bzw. irgendwann. Eine andere Situation ergibt sich bei Retreats, Kursen und Klausuren, an denen meistens eine kleinere Gruppe teilnimmt, und sich dann auch eine Gelegenheit bietet in und mit der Gruppe sowie mit dem Lehrer zu diskutieren.

Ich fahre übrigens mit dem ICE knapp 6 Stunden, und finde das sehr gut, weil ich u. a. so viel Zeit und Ruhe zum Lesen in einem Stück daheim selten habe.

Was man in der Meditation erlebt - am Anfang erscheint es einem höchst privat und man scheut auch meistens Vergleiche mit Erfahrungen anderer. Das ist eine ganz normale Entwicklung. Mit der Zeit ergeben sich aber so viele Parallelen zu den erzählten oder schriftlich überlieferten Berichten, dass dieses Gefühl allmählich schwindet. Vor allem ist Meditation nach einem bestimmten Schema etwas zunehmend Unpersönliches - die Illusion der eigenen Person tritt dabei immer mehr in den Hintergrund.

Wie findet man ein Zentrum? Am besten im Internet. Wenn man die erwünschte buddhistische Richtung eingibt, kommen einige Angebote im deutschprachigen Raum zusammen. Man wählt und entscheidet selbst, macht Erfahrungen, aus denen man die besten auswählen kann.

Grüße, Yofi
Aha hat geschrieben:
Es tut mir leid Monikadie4, meine Frage war keine Provokation oder so. Sondern tatsächlich ernst gemeint, ich dachte du hättest eine Theorie bezüglich des Leid und der Anhaftung, des DL und deine Meinung hatte mich ernsthaft interessiert. Ich möchte nicht wie ein Unruhestifter wirken. ... :(

Ich glaube, ich schaffe zuviel Verwirrung ...

Ich wollte nur wissen, ob es noch jemanden gibt, der sich darüber Gedanken macht, dass das Erstreben nach der Erleuchtung Angst machen kann.

Ich wollte niemanden herausfordern oder hier irgendwie aufzeigen, wie weit ich es doch schon ohne Lehrer geschafft habe, oder wie toll meine Gedankengänge sind.
Oder wie verrückt.

Ich habe einfach eine Schwäche von mir offenlegen wollen und mit jemanden darüber reden wollen ...

:(
Das war große Angst! Da waren ja auch genug Texte die die Angst schürten. Das Ich zerstören, die Persönlichkeit aufgeben. All dieser Kram. Ich hab einfach weiter meditiert, Yoga gemacht und gearbeitet. Irgendwann habe ich beim meditieren nicht mehr gedacht und nicht mehr beobachtet, saß einfach nur ohne Sinn und Verstand, stand auf und machte weiter mit Leben. Da war kein Lehrer, da war auch nicht jemand mit dem ich darüber sprechen konnte, allein schon die Andeutung von Meditation hat schon Abwehr ausgelöst, also machte ich einfach weiter. Dann traf ich auf eine Organisation und da wurde mir ohne deren Wollen geholfen. Dann verließ ich diese wieder und lebte Angstfrei und machte weiter wie bisher. Bis zu diesem Ereignis war da immer große Angst und großer Zweifel. Ich glaube heute das das normal ist. Damals gab es keinen Buddhismus in meiner Nähe und ich wäre auch garnicht auf die Idee gekommen das da was sein könnte, denn ich wusste ja nicht was ich da tat. Nach meinen Erwachen dauerte es noch 7 Jahre bis ich auf Zen gestoßen bin und da, durch Bücher, endlich erkennen konnte was ich über 20 Jahre gemacht habe. Du hast ein großes Glück das Du schon in einer Zeit lebst in der es Kontakte ohne Grinsen gibt, doch wie Du festgestellt hast helfen die dir auch nicht. Ja, das war große Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit, na und ich hab alles überstanden aus eigenem Willen und eigener Kraft. Heute verstehen selbst die Zen-Leute nicht mehr was ich sage. :)
liebe Grüße
Helmut
188 Beiträge

Wer ist online?

Insgesamt sind 2 Besucher online. Im Detail: 0 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 0 unsichtbare Mitglieder und 2 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 214 Besuchern, die am 27.02.2017 23:21 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste