Der passende Lehrer

Moderator: void

Hier an alle, die Ihr mit einem bestimmten Lehrer zusammenarbeitet:

wie seid Ihr darauf gekommen, dass gerade dieser Lehrer der Richtige für Euch ist?

Mich würde interessieren, ob es in dem einen oder anderen Fall zum Beispiel ein Schlüsselerlebnis gegeben hat. Und wie es dazu kam.
Es könnte ja auch sein, dass nur die Umstände ergeben haben, auf diesen bestimmten Lehrer zu treffen, und dann das Schlüsselerlebnis später auftrat.

Ich bitte alle, die keinem bestimmten Lehrer folgen und hier einfach nur aus Neugier oder Interesse mitlesen, nicht zu antworten.

Liebe Grüße, Amdap
Ich prüfe meine Lehrer und überlege, ob sie passend zu mir sind. Ich lese ihre Bücher und ihre Lehren. Ich spüre ihre Energie. Ich verankere mich letztlich in meiner eigenen Weisheit und grenze mich von meinen Lehrer ab, wo sie einen anderen Weg haben als ich. Aber letztlich ist es wohl so, dass die Lehrer sich entscheiden mich zu wollen. Sie haben große spirituelle Fähigkeiten und ziehen mich mit ihrer Energie an. Und schicken mich weiter, wenn dafür die Zeit gekommen ist. Ein guter Meister hilft dem Schüler sich selbst zu verwirklichen. Er läßt ihn auch die Anhaftung an den Lehrer überwinden, wenn es notwendig ist. Das ist für den Schüler manchmal sehr schmerzhaft. Die Aufgabe des Schülers ist es sich selbst und seinem Weg treu zu bleiben.
Ich habe nicht eine allgemeine Beschreibung des Prinzips gemeint,

sondern Beispiele von Schlüsselerlebnissen.
Aber vielleicht gibt es ja in diesem Forum nicht so viele Kandidaten, die davon betroffen sind.

Meiner Meinung nach kann man hier gerne offen sein, schließlich sind wir durch unser Synonym weitgehend geschützt.

LG - Amdap
Mein erster Lehrer (Soto) war damals der einzige in der Stadt. Er hatte ein paar merkwürdige esoterische Theorien, aber andererseits war er kein Mann großer Worte, absolut aufrichtig und down to earth. Ausserdem waren seine Schüler eine schräge Truppe, da nahm keiner ein Blatt vor den Mund. Also blieb ich. Inzwischen ist er tot. Fast alle seiner Schüler praktizieren bis heute sehr ernsthaft. Erst rückblickend weiß ich, was ich ihm verdanke.

Meinen zweiten Lehrer (Soto) hörte ich bei einem Vortrag. Er war sehr charismatisch, ein kleines Energiebündel. Seine Präsenz haute mich um. Ich dachte: ah, ein Meister! und erwartete von ihm eine Art Wunder, bis ich was kapierte. Trotzdem schüchterte seine Gegenwart mich jahrelang ein. Im letzten Jahr hat es dann diesen Knacks gegeben, und jetzt kann ich mich normal mit ihm unterhalten. Ich glaube, er ist ganz froh darüber. Wir haben kein sonderliches Lehrer-Schüler-Verhältnis, aber bei den Soto-Sesshin gehts wohl auch nicht darum. Ich nehme zweimal jährlich an seinem Sesshin teil.

Zu meinem dritten Lehrer (Rinzai) bin ich durch Zufall gekommen. ich hörte, dass er Retreats macht mit viel Sitzen und ohne Rituale. Also ging ich vor drei Jahren mal hin. Auch so ein winziges Energiebündel (sind Zenlehrer immer so klein?). Eigentlich konnte ich mit ihm selbst nicht viel anfangen, aber das mit dem viel Sitzen stimmte, also blieb ich. bei ihm hatte ich dasselbe Phänomen, dass ich mich vor ihm fürchtete (ein Meister! ein Meister!), aber seit eben jenem letzten Jahr kann ich auch mit ihm normal reden. Er hat einen äh etwas bissigen Humor, und einen Haufen Macken. das hilft. Langsam fange ich an, ihn zu mögen. Sein Retreat ist auch zwei mal Jährlich.

So habe ich viermal jährlich intensives Sitzen mit zwei sehr unterschiedlichen Lehrern: der eine schärft uns dauernd ein, ohne Absicht zu sitzen, und der andere schärft uns dauernd ein, weiter, weiter, weiter. Das hilft auch. Man fängt an, die typischen Sprachbilder zu hinterfragen.
Amdap hat geschrieben:
sondern Beispiele von Schlüsselerlebnissen.

Das war ca. 2010. Ich bin über ein Video von gestolport. Ich fühlte mich sofort 'verstanden', es war wie, als wenn meine Fragen beantwortet würden, ohne dass ich sie gestellt hatte. Es war wie eine Erweiterung meiner selbst, als hätte er für mich weiter gedacht. Und da war diese Intuition, dass es genau so richtig war/ist.

Das war sehr ähnlich der Erfahrung, als ich ca. 1997 übers Lesen der Längeren Sammlung Vertrauen ins Buddha Dhamma fand.

Schöne Grüße
....es transportierte sich in einer Belehrung für mich so viel mehr, als der reine Inhalt. Das Riesen Mitgefühl für die Schüler und so weiter ließen spontan große Hingabe entstehen, die mir sehr auf meinem Weg geholfen hat und hilft.
Hallo Mirco,

was für ein Video war es denn?

A.
Hallo amdap,

verrätst du auch noch, warum dich das Thema interessiert?
Amdap hat geschrieben:
Hier an alle, die Ihr mit einem bestimmten Lehrer zusammenarbeitet:

wie seid Ihr darauf gekommen, dass gerade dieser Lehrer der Richtige für Euch ist?

Mich würde interessieren, ob es in dem einen oder anderen Fall zum Beispiel ein Schlüsselerlebnis gegeben hat. Und wie es dazu kam.
Es könnte ja auch sein, dass nur die Umstände ergeben haben, auf diesen bestimmten Lehrer zu treffen, und dann das Schlüsselerlebnis später auftrat.


Weil ich so weit wie möglich an den Ursprung herankommen wollte, habe ich mich näher für Theravada interessiert. Bei uns gibt es einen Theravada-Mönch aus Thailand, bei dem aber fast nur Thailänder verkehren, es wird auch immer in der Landessprache gesprochen. Dann gibt es noch einen Mönch aus Sri Lanka der perfekt deutsch spricht, also bin ich bei dem gelandet.
Tashili hat geschrieben:
Hallo amdap,

verrätst du auch noch, warum dich das Thema interessiert?


Hallo amdap,

magst du die Frage noch beantworten?
....wohl nicht?!
Tashili hat geschrieben:
....wohl nicht?!


Entschuldigung, ich hatte eine Stressphase und hatte daher dieses Thema ganz vergessen.
Kann mich ohnehin nur noch ab und zu in kurzen Phasen beteiligen.

Jetzt sehe ich auch noch mit Bedauern, Tashili, dass Du Dich abgemeldet hast. Das ist sehr schade.

Also: mein Schlüsselerlebnis liegt noch nicht so lange zurück, es war im März, und ich habe es im Forumsbereich für Tibetisch Praktizierende eingegeben als Antwort in dem Thema: "Rezitation als Meditation", am 11.07.
Das hat mehrere Tage lang niemand gelesen. Da kann man mal sehen, wie dürftig zurzeit dieses Forum bequotet ist.

Ich finde, mein Schlüsselerlebnis passt nicht so richtig in den Allgemeinbereich, weil vermutlich etliche Anfänger oder Nur-Besucher, sowie Mitglieder anderer buddhistischer Richtungen, nicht so klar etwas damit anfangen oder es nicht so richtig nachvollziehen können. - Hm . . . vielleicht aber doch?

Ich warte noch ab.

Liebe Grüße, Amdap
Ich habe meinen im Winter 2011 zufällig durch eine online Unterweisung zu Bodhicryavatara gefunden. Rückblickend war es meine dunkelste, verzweifelste Stunde. Ich war so voller Schuld, Schmerz und Trauer dass ich ohne diese Begegnung sicherlich etwas sehr schlechtes für mich selbst und andere getan hätte. Ich war immer sehr skeptisch und zurückhaltend gegenüber jeder Form von Religion, aber die Art und Weise wie dieser Meister und Lehrer die Grundideen und Lehren Buddhas erklärt hat, hat mir plötzlich unerwartet neue Hoffnung und Zuversicht gegeben. Bis zu diesem Tag, war ich so geprägt von der Vorstellung, dass alle Fehler und Dinge der Vergangenheit irgendwie meine Schuld waren und dass es nichts geben kann, um es zu ändern oder wieder gut zu machen. PLötzlich war da ein Weg und Licht in Mitten der Dunkelheit.

Jede Aufzeichnung gab mir mehr Kraft und Trost bis ich nach ca. 1-2 Wochen tief berührt und inspiriert war mit dem festen Wunsch diesen Lehrer eines Tages persönlich kennen zu lernen. Glücklichweise leitet er ein Zentrum in meiner Stadt und so kam es, dass ich ca. 2-3 Monate später bereits an einem ersten live Vortrag teilnehmen konnte. Man gab mir als Neuling den Rat, mich nicht sofort blindlings auf einen einzigen Lehrer zu konzentrieren und inzwischen habe ich diesen Rat befolgt und auch Belehrungen von einige anderen großen Lehrern (Lama Yesha, Mingyur Rinpoche, HH17 Karmapa, Dalai Lama,Thích Nhất Hạnh, Sogyal Rinpoche etc.) gehört. Jeder ist auf seine Art einzigartig und ich empfinde großen Respekt und Zuneigung, dennoch kann niemand von ihnen dieses unbeschreiblich tiefe Gefühl von Vertrauen, Liebe, Glück und Hingabe in mir hervorrufen, dass ich in Gegenwart "meines" spirituellen Lehrers empfinde. Ich betrachte ihn daher innerlich als meinen "Wurzel-Lama". Durch ihn habe ich den Weg zur Lehre Buddhas gefunden sowie neuen Mut und einen tatsächlichen Sinn, dieses Leben nicht leichtfertig wegzuwerfen. Ich habe mich früher, durch den negativen Einfluss meiner Familie und Bekannten immer als einen nutzlosen und schlechten Menschen betrachtet. Es gab unendlich viel Leid, Hass und Schmerz. Jetzt ist alles bereits viel erträglicher geworden und auch wenn es noch viele Probleme zu lösen gibt, habe ich jetzt ein Mittel durchzuhalten und niemals mehr aufzugeben. Durch diese Dankbarkeit und Freude hat sich ein unheimlich tiefes seelisches Band entwickelt.
Bei mir fing es bei einem „Tag der offenen Tür 2013“ in einem Diamantwegszentrum an. Ich fühlte mich sofort angesprochen an und war doch recht begeistert davon bis ich meinen jetzigen Job anfing. Doch dann fing es langsam an. Ich hatte keine Zeit mehr ins Zentrum für die tägliche Meditation zu kommen (Arbeitszeiten) und stockte da ziemlich schnell dann beim Ngöndro weil ich kaum Zeit dafür später hatte, wobei die Ratschläge von Reiselehrern per mail waren für mich auch nicht sonderlich hilfreich, die Zeit Lama Ole hinterher zu reisen für Fragen an den Lehrer hatte ich dann auch nicht und so fing ich an diese Richtung für mich als richtige in Frage zu stellen.

Also suchte ich weiter und fand schließlich die Videos von Rodrigo Gonzalez Zimmerling (Samadhi Sangha) auf Youtube und war sehr überrascht wie leicht ich es auf einmal verstand und merkte auch das ich das leichter in mein Leben mit einbinden konnte. Durch ihn fing ich auch an mich direkt mit den Lehrreden zu befassen und vor allem mich dafür zu interessieren was mir im Diamantwegszentrum fehlte. Ich merkte einfach das ich einen Lehrer direkt vor Ort brauchte den ich schnell und unkompliziert erreichen konnte. Was beim wöchentlichem Studium und Meditation natürlich dann sehr leicht war und so bin ich dort nun hängen geblieben und merke einfach „Das ist genau das richtige für dich“.

Natürlich weiß ich das es hier viele gibt die gewisse Probleme mit ihm haben und deshalb gab’s hier auch schon stress aber das hier ist nur meine Sichtweise / mein Weg dazu und jeder sieht es natürlich anders also fangt bitte nicht gleich wieder Stress an nur weil ich seinen Namen erwähnt habe. Ich rede ja schließlich auch nicht schlecht über andere Lehrer nur weil ich vielleicht eine andere meinung dazu habe als andere.

:)
Der passenste Lehrer/in bist du selber mit all deinen Sinnen -...........-
Dominanz und Unterwerfung sind Merkmale des sozialen Zusammenlebens. Im Beruf, der Partei, der Glaubensgemeinschaft, sogar im Kleintierzüchterverein. Immer ist da einer der sich aufspielt und andere die folgen. Gelernt wird das unweigerlich ab Geburt, durch die Abhängigkeit von der Mutter, den Eltern. Das bekommt man dann sein Leben lang entweder gar nicht mehr los oder nur sehr schwer. Lehrer-Schüler-Verhältnisse sind nur ein Beispiel dafür, egal ob in der Schule oder in der Religion, so wie hier. Das ist unausrottbar, das Gefühl, dass da jemand ist, der besser über einen Bescheid weiß als man selbst. So wie Mutti oder Papi damals. Ist gaaaaanz schwer loszuwerden. Aber es geht. "Leider" bekommen bei der Emanzipation alle "Autoritäten" ihr Fett ab :lol:

Nun den Bogen spannen zur buddhistischen Praxis ... hmh ... vielleicht den Leuten den Glauben an sich selbst schenken? Selbstvertrauen? Sei dir selbst eine Leuchte! Du kannst das! Du weißt es besser!
Ja, ich glaube fest daran, dass ihr es besser wisst, selbst wenn ihr es selbst nicht glaubt. Aber ich glaub an euch. Wirklich, ihr braucht keine Lehrer. :)
überall Unterwerfung - im Job in der schule im Tierreich den Eltern sogar bei freunden und vor Gott
und was fühlt sich verletzt - wenn es sich mal nicht unterwerfen will ???
hanujo hat geschrieben:
überall Unterwerfung - im Job in der schule im Tierreich den Eltern sogar bei freunden und vor Gott
und was fühlt sich verletzt - wenn es sich mal nicht unterwerfen will ???

Das liest sich als ob du glauben würdest, dass Unterwerfung etwas Natürliches sei und sich nicht zu unterwerfen ein Aufbegehren wider die eigene Natur sei.
Hoffentlich glaubst du das nicht.

Es ist ja auch so, dass das was ich hier in diesem Kontext "Unterwerfung" nenne, so eine mentale Haltung ist. Kennst du vielleicht, das Bedürfnis aufzuschauen zu jemandem und seine Hoffnung auf ihn zu projizieren, sein Wohlfühlen von ihm abhängig zu machen. Also ich assoziiere damit das typische Kleinkind-Eltern-verhältnis und bin davon überzeugt, dass man das in dieser Lebensphase lernt und sich das später immer wiederholt. Gottessehnsucht ist sowas. Oder die innere Haltung dem Buddha der Erzählungen gegenüber. Ein hetero- oder homosexuelles Verhältnis kann so sein ("kann", nicht "muss"). Du verstehst? Dieses Kind-Sein-und-aufschauen-Wollen?

Ein Verhältnis unter Freunden kann solche Züge haben, muss aber nicht. Es kann durchaus auch ein Verhältnis auf Augenhöhe sein. Also vielleicht meinen die Leute hier auch sowas, wenn sie von "Lehrer" reden: ein Verhältnis auf Augenhöhe, wo man sich anhört, was der andere zu sagen hat, man aber durchaus auch die Einstellung hat, es ggf. besser wissen zu können. Was der andere sagt muss also überzeugend sein, muss der Prüfung standhalten, kann auch verworfen werden ohne dass die Beziehung darunter leidet und ist nicht deshalb richtig, weil er "Lehrer" genannt wird.
Jon hat geschrieben:
Der passenste Lehrer/in bist du selber mit all deinen Sinnen -...........-

Der ist gut denn es stimmt, man kann Mama und Papa ersetzen für eine Weile aber letztendlich ist die Lösung in einem selbst oder nirgendwo...
Mein Schlüsselerlebnis war mein erstes Gespräch bei ihm während eines Retreats.
Er hörte mir zu!!! Wie ich es noch nie vorher erlebt habe, ich spürte ganz stark seine Empathie und wirkliches Interesse.
Nach dem Gespräch habe ich erst mal ne Stunde lang geheult.
Er hat mich damit tief berührt.
LG
Siopa
Nach dem Beitrag hätte ich - wenn früher - zwar korrekt auf dein Geschlecht schließen können, aber auf mögliche hormonelle Ursachen wäre ich in dem Wut-Thread trotzdem nicht gekommen. Bei Reizbarkeit schon eher. Frauen und Reizbarkeit sind wie H2O und Wasser :wink:
Hi,
es wäre schön, einen guten Lehrer, perfekten Meister, zu finden.
Falls das nicht geht, hat G. Buddho gesagt, dass man halt das Selbststudium beginnen soll, den Pali-Kanon studieren.
Dann hat man Gotamo Buddho als Lehrer.

sakko
Ein guter buddhistischer Lehrer hilft jemandem viel auf dem Weg zur Erleuchtung.
Also ich habe von acht verschiedenen Lehrern und von zwei Lehrerinnen Vajrayana-Übertragungen und/oder Belehrungen erhalten. Mit manchen hatte ich vorher interessante Erfahrungen mit anderen während der Übertragungen, mit anderen gar keine. Das ist aber auch nicht wichtig. Oft habe ich den Eindruck, dass das Charisma eines Lehrers für wichtiger gehalten wird als wie gut er die Lehre durchdrungen hat und diese als etwas lebendiges weitergeben kann. Von daher würde ich dazu raten, "Schlüsselerlebnisse" (falls etwas in der Art auftaucht) weder abzulehnen noch an diesen anzuhaften!
Oder wie es mein aktuell wichtigster Lehrer auszudrücken pflegt: Ob eine Lehre und ihr Vertreter authentisch und für einen selbst geeignet sind, merkt man dann, wenn man die übertragene Lehre gemäß der Unterweisungen praktiziert und sich die entsprechenden Resulate einstellen. Alles andere ist eher im Bereich Wunschdenken oder Schwärmerei anzusiedeln.

Yeshe
Ich habe mich zuerst für eine buddhistische Schule (Theravada) interessiert und in diesem Kontext angefangen, zu meditieren. Danach wollte ich erleben, wie so etwas "gelebt" aussieht, also innerhalb einer klösterlichen Gemeinschaft. Also ab ins Kloster (Dhammapala und Amaravati sowie Cittaviveka - thailändische Waldtradition) und angeschaut, wie authentisch das Ganze ist. Ich war beeindruckt. Dann habe ich nach ein paar Jahren den damaligen Abt Amaravatis Ajahn Sumedho persönlich kennen gelernt - seitdem bin ich sein Schüler. Schlüsselerlebnis? Seine Präsenz, sein Humor, seine Natürlichkeit. Und vor allem: dass er immer wieder betont, dass seine Darlegung des Dhamma der Reflektion dient - dass ich aufgefordert bin, zu schauen, ob das, was er vermittelt, der Realität entspricht und damit zu einer Minderung des Leidens und einer Zunahme von Einsicht und Weisheit führt.
Danke für deine schönen und positiven Beiträge Varadinno.
@mukti: vielen Dank! Ich bin froh über jeden Menschen, der willens ist, sich auf den Weg zu machen. Ich schreibe hier, weil ich dabei unterstützen möchte. Wenn jemand also etwas Heilsames für sich aus meinen Beiträgen mitnehmen kann: sehr gut. Ist das nicht der Fall: auch gut. Manchmal passt es - manchmal nicht. Spirituelle Freunde sind wichtig - egal in welcher Form. Ich verdanke dem Buddha mein Leben und meine Zufriedenheit - warum sollte ich das nicht teilen? Im Gegenteil: ich sehe es als meine Verantwortung (und auch als Geschenk an meinen Lehrer).
Ich sah 1987 in der Stadtbibliothek einer Grossstadt "zufällig" ein Buch auf einem Auslagetisch liegen, das ein deutscher buddhistischer Lehrer geschrieben hatte (frühbuddhistisch, Pâli-Kanon). Ich nahm es mit nach Hause und fühlte mich nach der Lektüre sowohl im Buddhismus, wie er dort beschrieben wurde, als auch bei diesem Autor "irgendwie zuhause".

Ich recherchierte und erfuhr, dass es diese Gemeinschaft nach wie vor gab. Dieser Lehrer/Autor war allerdings bereits gestorben. Ich schrieb an diese Gemeinschaft, die buddh. Leiterin antwortete mir, und nach kurzer Zeit wurde ich ihr Schüler. Sie hat mich fast 10 Jahre lang begleitet, aber dann wurde ich durch eine persönliche Erfahrung so sehr verunsichert, dass ich diese Gemeinschaft und "den" Buddhismus verlassen musste, um MEINEN Weg zu finden. Wie gut und verantwortungsvoll diese Lehrerin war, zeigt mir immer noch, dass sie mich ohne Druck, ohne Vorwürfe und ohne Enttäuschung gehen liess, obwohl sie sehr traurig war (ich auch).

Zwar stehe ich heute eher Mahayana-Traditionen nahe, aber letztendlich habe ich immer noch nicht gefunden, was ich suche. Es liegt sicherlich daran, dass ich es immer noch nicht weiss, WAS ich überhaupt suche (es wird langsam Zeit... :wink: ) Ich schliesse auch nicht aus, wieder zu meinem "alten" Weg zurückzukehren. Es ist schon seltsam. Obwohl ich in vielen anderen Dingen des Lebens so klar und eindeutig bin, so unsicher bin ich über meinen Weg...

Ich glaube, jetzt wird es langsam off-topic. Verzeiht...
Waldler hat geschrieben:
Ich sah 1987 in der Stadtbibliothek einer Grossstadt "zufällig" ein Buch auf einem Auslagetisch liegen, das ein deutscher buddhistischer Lehrer geschrieben hatte (frühbuddhistisch, Pâli-Kanon). Ich nahm es mit nach Hause und fühlte mich nach der Lektüre sowohl im Buddhismus, wie er dort beschrieben wurde, als auch bei diesem Autor "irgendwie zuhause".

Ich recherchierte und erfuhr, dass es diese Gemeinschaft nach wie vor gab. Dieser Lehrer/Autor war allerdings bereits gestorben. Ich schrieb an diese Gemeinschaft, die buddh. Leiterin antwortete mir, und nach kurzer Zeit wurde ich ihr Schüler. Sie hat mich fast 10 Jahre lang begleitet, aber dann wurde ich durch eine persönliche Erfahrung so sehr verunsichert, dass ich diese Gemeinschaft und "den" Buddhismus verlassen musste, um MEINEN Weg zu finden. Wie gut und verantwortungsvoll diese Lehrerin war, zeigt mir immer noch, dass sie mich ohne Druck, ohne Vorwürfe und ohne Enttäuschung gehen liess, obwohl sie sehr traurig war (ich auch).

Zwar stehe ich heute eher Mahayana-Traditionen nahe, aber letztendlich habe ich immer noch nicht gefunden, was ich suche. Es liegt sicherlich daran, dass ich es immer noch nicht weiss, WAS ich überhaupt suche (es wird langsam Zeit... :wink: ) Ich schliesse auch nicht aus, wieder zu meinem "alten" Weg zurückzukehren. Es ist schon seltsam. Obwohl ich in vielen anderen Dingen des Lebens so klar und eindeutig bin, so unsicher bin ich über meinen Weg...

Ich glaube, jetzt wird es langsam off-topic. Verzeiht...
genau jetzt interessiert es mich! Diese Suche kenn ich zur genüge. Sie begann vor 40 Jahren sehr weit von meinem Erfahren des Buddha. Ich kann dir sagen das Du nie wissen wirst was Du suchst. Es ist, auch für mich unmöglich Dir das zu beschreiben was es zu finden gibt. Auch kann ich Dir sagen das Du es schon lange gefunden hast. Du suchst nur nach Worten, Begriffen, Zeichen um es Dir, deinem Ego, zu erklären. Wo das Ego nicht mehr ist gibt es keine Worte die es versteht.
@Waldler: vielleicht liegt es gerade daran, dass du "suchst".
Ich habe damals keinen Lehrer gesucht und vielleicht deshalb einen gefunden. Wenn wir suchen, erwarten wir meist etwas (nämlich etwas zu finden, das unseren Erwartungen entspricht). Das ist natürlich nur meine Erfahrung.
Und einen Lehrer zu haben, bedeutet ja meistens auch, sich - zumindest ein Stück weit - festzulegen. Mit allen entstehenden Konsequenzen: Ich könnte ja die "falsche" Wahl getroffen haben. Zweifel, Bedauern um die "vergeudete" Zeit. Das ist natürlich reine Vermutung meinerseits. Nur ein wohlmeinender Versuch, dir eine andere - meine - Perspektive aufzuzeigen, weil ich meinem Lehrer sehr viel verdanke.

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