Wellness Buddhismus

Moderator: void

Samten hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Samten hat geschrieben:
er hat aber wohl nen "buddhistischen Hintergrund


Wen meinst Du? Joseph Parent ? Der Autor von dem von mir verlinkten Buch?
Lt. Googel hat er keinen "buddhistischen Hintergrund".

"Nachmeditation" ist etwas völlig anderes wie das was hier diskutiert wird.


sag ma....
liest/checktst du eigentlich, was du verlinkst...oder was??

nachmeditation is was völlig anderes ?...ich kann mich an Zeiten erinnern, da kanntest du noch nicht mal den Begriff ,als ich den dir gegenüber erwähnte:P:P:P


Was soll das? Deine Art der Diskussion ist nicht konstruktiv!
Hast Du das Buch gelesen? Mir reicht die Beschreibung des Buches sowie einige Rezensionen völlig aus! Du behauptest da Sachen, die für mich nicht nachvollziehbar sind.
Wie wäre es: Mach doch einfach einen neuen Thread auf mit dem Titel "Nachmeditation". Dann können wir dort darüber reden. Aber hier passt es wirklich nicht, denn eine "Nachmeditation" setzt doch voraus, dass man überhaupt praktiziert bzw, eine formale Praxis macht u.s.w.. Und das kann ich bei dem Autor bzw. bei der Zielgruppe des Buches nicht erkennen.
Die Yogas und Tantras, die wir so praktizieren sind ja nun auch mentales Training. Ohne das kommt man in wenigen Sportarten voran.
Wir hatten doch schon öfter Themen, die die Verbindungen zwischen Sport und Geistestraining auf mehrere weisen aufgezeigt haben. ...
Insofern warum nicht Golf, statt immer Bogenschiessen?

Sportler, die nicht aus einer solchen 'buddhistischen' Ecke kommen, lernen dennoch ihren Geist so gut kennen wie ein meditationsanfänger. Dünkel sind hier völlig unangebracht.

Und die Amazon Angaben zur Biografie des Autoren hast du wohl überlesen.



Mit Geschwistern ist es schon manchmal so eine Sache, was? :kiss:
Lucy hat geschrieben:
Die Yogas und Tantras, die wir so praktizieren sind ja nun auch mentales Training. Ohne das kommt man in wenigen Sportarten voran.
Wir hatten doch schon öfter Themen, die die Verbindungen zwischen Sport und Geistestraining auf mehrere weisen aufgezeigt haben. ...
Insofern warum nicht Golf, statt immer Bogenschiessen?

Sportler, die nicht aus einer solchen 'buddhistischen' Ecke kommen, lernen dennoch ihren Geist so gut kennen wie ein meditationsanfänger. Dünkel sind hier völlig unangebracht.

Und die Amazon Angaben zur Biografie des Autoren hast du wohl überlesen.



Mit Geschwistern ist es schon manchmal so eine Sache, was? :kiss:


Das " langjähriger Schüler des tibetischen Meditationsmeisters Chögyam Trungpa" hatte ich tatsächlich übersehen. Allerdings bleibe ich bei meiner Ansicht, dass man in diesem Fall nicht von Nachmeditation sprechen kann, da die Zielgruppe eben Golfspieler sind und keine Buddhisten, die Golf spielen. Na ja, mögen sie sich trotzdem inspiriert fühlen :sunny:
Es ist wohl doch nicht erlaubt die Erkenntnisse des Buddha, ohne Lizenz, an andere Fremde, Geld bezahlenden weiter zu geben. Wieviel Lizenzgebühr nimmt eigentlich der Buddhismus?
Ellviral hat geschrieben:
Es ist wohl doch nicht erlaubt die Erkenntnisse des Buddha, ohne Lizenz, an andere Fremde, Geld bezahlenden weiter zu geben. Wieviel Lizenzgebühr nimmt eigentlich der Buddhismus?


Die Lizenzgebühr des Buddhismus bist Du, mit allem was Du zu sein denkst. Am Ende bleibt Dir nicht einmal mehr ein 'Ich' übrig :mrgreen:

Die Lizenzgebühren einzelner Schulen für Zusatzkurse sind unterschiedlich. Wellness Buddhismus ist da relativ preiswert. Da reichen ein paar Bücher, 2-3 kleine Buddhastatuen und ein paar Räucherstäbchen.
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)

:lol:
Wie wäre es mit: ZEN UND DIE KUNST ACHTSAM ZU DAMPFEN
Frieden-und-Freude hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)

:lol:
Wie wäre es mit: ZEN UND DIE KUNST ACHTSAM ZU DAMPFEN

Das klappt schon ganz gut.
Vielleicht besorg ich mir noch "Räucherstäbchenaroma", dann könnte ich die Mitsitzer in der Zen-Gruppe vielleicht überzeugen, dass ich auch im Zendo dampfen darf :mrgreen:
Holzklotz hat geschrieben:
Frieden-und-Freude hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)

:lol:
Wie wäre es mit: ZEN UND DIE KUNST ACHTSAM ZU DAMPFEN

Das klappt schon ganz gut.
Vielleicht besorg ich mir noch "Räucherstäbchenaroma", dann könnte ich die Mitsitzer in der Zen-Gruppe vielleicht überzeugen, dass ich auch im Zendo dampfen darf :mrgreen:


Gute Idee, das ist dann also Wellness-Zazen?
:D
Ich hätte da auch was zur Nachmeditation

Ein leidenschaftlicher Schachspieler (in) Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker

Bitte den ganzen thread lesen - ist nur eine Seite.
Tychiades hat geschrieben:
Ich hätte da auch was zur Nachmeditation

Ein leidenschaftlicher Schachspieler (in) Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker

Bitte den ganzen thread lesen - ist nur eine Seite.

Wow, damals gabs noch richtig lustige Threads :)
Sherab Yönten hat geschrieben:
Monikadie4. hat geschrieben:
Vor einigen Jahren beklagte sich mal ein User, dass auch Manager sich jetzt in Achtsamkeitsmeditation üben.


Ich glaube das war ich. Manager könnten dank der Achtsamkeitsmeditation mit einem völlig ruhigen Geist unsoziale Maßnahmen im Betrieb durchführen, Gesetze ignorieren, Arbeitnehmer entlassen u.s.w.

Ebenso könnten Soldaten mit Hilfe der Achtsamkeitsmeditation völlig ruhig und achtsam andere Menschen umbringen.

Buddhismus ist ein Gesamt- Konzept aus Ethik, Meditation und Weisheit.. Ethik gehört genauso dazu wie Mitgefühl und Weisheit.

Das US-Militär (und vermutlich wohl auch ähnliche Organisationen und Einrichtungen in anderen Ländern) nutzt wohl schon seit einigen Jahren Methoden des von Jon Kabat-Zinn entwickelten Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR, damit die Soldaten ihre Aufgaben effektiver und stressreduizierter umsetzen können und sich nach den Kampfeinsätzen die Posttraumatischen Belastungsstörungen (PBTS) reduzieren. Untersuchungen mit der vom Inder Maharishi Mahesh Yogi gelehrten Transcendental Meditation (TM) finden auch regelmäßig statt.
https://www.army.mil/article/43269/Mind ... iers_cope/
https://www.salon.com/2014/03/17/abusin ... ndfulness/
http://www.fakten-transzendentale-medit ... ndheit.htm

In den 1980er Jahren gab es u.a. auch ein Geheimprojekt namens "Project JEDI" bei dem verschiedene Methoden des Geistestrainings, u.a. auch Neuro-Linguistische Programmieren (NLP), mit verschiedenen Soldaten und Nachrichtendienstlern der CIA und NSA getestet wurden.
http://www.dailymail.co.uk/news/article ... iment.html
https://www.washingtonpost.com/archive/ ... b995d9c1fe

Anwendungsbereiche von Achtsamkeit
http://www.achtsamleben.at/anwendung/
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)


Torre - macht der noch Kampfsport?

Ich hab' auch mal geraucht - und bin jetzt runter auf Atem. Das bringt auch nichts, außer "Leben-geht-weiter" - aber Rauchen hat da schon was gebracht - man nennt das Schaden oder so.

Solange wir noch Verspannungen in unserem Körper haben, wollen wir immer noch etwas anders haben
Solche “Zen und …”-Bücher (möglichst noch ZEN großgeschrieben) schlagen nach meinem Eindruck Kapital aus einem grundlegenden Missverständnis der 'Zen-Übung', womit hier 修行 (shugyō) gemeint ist. 修 shu bedeutet (nach Irizarry, dem ich hier folge) "ausüben" und / oder "kultivieren" mit der Konnotation "korrigieren", "in Ordnung bringen". 行 gyō impliziert darüber hinaus körperliche Aktion.

Der entscheidende Punkt ist: durch shugyō wird im Zen nicht eine spezielle Aktivität "gemeistert", sondern vielmehr der shugyō ausübende shinjin (Geist-und-Körper). Die Art der Aktivität ist dabei ohne Belang - ob es sich nun um Golf oder Tennis spielen oder etwas traditioneller um Bogenschießen, Anfertigen von Blumengestecken oder Zubereitung von Tee handelt. Wasserholen und Holz hacken ist auch beliebt und hat darüber hinaus einen erheblichen praktischen Nutzeffekt. Einzelne, bestimmte Aktivitäten sind dabei lediglich Ansatzpunkte des Agierens - shugyō transformiert den Übenden, so dass seine ganze Präsenz zu shugyō wird. Anders gesagt: shugyō und shinjin werden eins.

Ich habe bewusst von einem "Ansatzpunkt des Agierens" gesprochen, denn im Zentrum des Agierens ist das Nicht-Agieren, ist Zazen als Nicht-Praxis. Aus diesem Zentrum erwächst shugyō erst die transformative Kraft - ohne Zazen kein shugyō als Zenpraxis. Ich vermute mal, das verschweigt man in der Regel den Menschen, denen man solche albernen Bücher andreht. Ja, natürlich kann Golf spielen shugyō sein - aber eben nur im Kontext eines umfassenden, im Zazen zentrierten shugyō. Und - als praktischer Hinweis - bevor man sich an Golfspielen, Bogenschießen, Tee zubereiten als "Ansatzpunkte des Agierens" wagt, ist es sinnvoll, zunächst einmal klein und bescheiden anzufangen. Zum Beispiel mit Gasshō, Sanpai, Kinhin ... Wenn man da verstanden hat, was shugyō ist, dann braucht man auch keine Bücher kaufen, um "besser" Golf zu spielen.

()
Tychiades hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)


Torre - macht der noch Kampfsport?

Ich hab' auch mal geraucht - und bin jetzt runter auf Atem. Das bringt auch nichts, außer "Leben-geht-weiter" - aber Rauchen hat da schon was gebracht - man nennt das Schaden oder so.

Solange wir noch Verspannungen in unserem Körper haben, wollen wir immer noch etwas anders haben

schön zu lesen, dass es auch perfekte Menschen gibt. Schreib doch auch mal ein Buch, oder hast Du schon?
Holzklotz hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Ich oute mich jetzt mal damit, dass ich mal "Zen oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen" gelesen habe.
Hat aber nichts gebracht (passt ja zum Zen).

Heute bin ich wenigstens runter auf E-Zigarette :)


Torre - macht der noch Kampfsport?

Ich hab' auch mal geraucht - und bin jetzt runter auf Atem. Das bringt auch nichts, außer "Leben-geht-weiter" - aber Rauchen hat da schon was gebracht - man nennt das Schaden oder so.

Solange wir noch Verspannungen in unserem Körper haben, wollen wir immer noch etwas anders haben

schön zu lesen, dass es auch perfekte Menschen gibt. Schreib doch auch mal ein Buch, oder hast Du schon?


Ich habe grade die Leserbriefe bei Thorre entdeckt
http://www.10lessons.com/leser.htm
und da geht es in seinem Buch ja um den Kampf gegen den Dämon. Ich will mir das Buch jetzt nicht gerade kaufen, weil ich weder rauche noch gegen Dämonen kämpfe - aber mich würde mal interessieren, wie er das sieht.
Ich hatte ziemlich lange gegen die Sucht gekämpft und war dann irgendwie gefrustet, weil es nicht ging - schließlich fehlte mir da die Disziplin dazu.
Also habe ich den Kampf dagegen aufgegeben.
Dann kam ich in eine Situation, durch die ich zwei Wochen nicht rauchen konnte - und als ich dann wieder Verlangen nach einer Zigarette hatte, machte es "klick" und eine Stimme sagte zu mir - wenn du jetzt wieder anfängst, dann kannst du deine ganze Intelligenz in die Tonne kloppen - da bist du bei mir unten durch - Tja, und da konnte ich nicht zur Zigarette greifen. Ich war wohl inzwischen Nicht-Raucher geworden. Dann ging das langsam vorbei mit dem Verlangen, es kam ja immer mal wieder, und Jahre später, die Zigaretten waren schon lange aus meinem Bewusstsein verschwunden, kam es zu einer Situation, in der mir so intensiv ein Verlangen nach einer Zigarette aufstieg, dass ich den Zusammenhang zum Rauchen erkannte. Ich schrieb damals dann auch ein Essay übers Rauchen.

NmM muss man erst einmal einen ernsten Willen haben, das Rauchen zu beenden und dann kommt auch mal eine Situation in der dieser Wille auch sich auswirken kann.
Tychiades hat geschrieben:
Ich habe grade die Leserbriefe bei Thorre entdeckt
http://www.10lessons.com/leser.htm
und da geht es in seinem Buch ja um den Kampf gegen den Dämon. Ich will mir das Buch jetzt nicht gerade kaufen, weil ich weder rauche noch gegen Dämonen kämpfe - aber mich würde mal interessieren, wie er das sieht.
Ich hatte ziemlich lange gegen die Sucht gekämpft und war dann irgendwie gefrustet, weil es nicht ging - schließlich fehlte mir da die Disziplin dazu.
Also habe ich den Kampf dagegen aufgegeben.
Dann kam ich in eine Situation, durch die ich zwei Wochen nicht rauchen konnte - und als ich dann wieder Verlangen nach einer Zigarette hatte, machte es "klick" und eine Stimme sagte zu mir - wenn du jetzt wieder anfängst, dann kannst du deine ganze Intelligenz in die Tonne kloppen - da bist du bei mir unten durch - Tja, und da konnte ich nicht zur Zigarette greifen. Ich war wohl inzwischen Nicht-Raucher geworden. Dann ging das langsam vorbei mit dem Verlangen, es kam ja immer mal wieder, und Jahre später, die Zigaretten waren schon lange aus meinem Bewusstsein verschwunden, kam es zu einer Situation, in der mir so intensiv ein Verlangen nach einer Zigarette aufstieg, dass ich den Zusammenhang zum Rauchen erkannte. Ich schrieb damals dann auch ein Essay übers Rauchen.

NmM muss man erst einmal einen ernsten Willen haben, das Rauchen zu beenden und dann kommt auch mal eine Situation in der dieser Wille auch sich auswirken kann.

Ich glaub ich hab sein Buch damals gar nicht ganz gelesen und meine es hatte was mit diesem Dämonen-Ding zu tun. Ich hab dann einfach weiter geraucht. Irgendwann bin ich in der Mittagspause in einen Tabakladen und hab mir statt ner Stange Kippen eine E-Zigarette gekauft. Das ist für mich jetzt so in Ordnung. Das längste "Ganz aufhören" waren mal knapp 2 Jahre.
Seit April pfuscht jetzt aber die EU ins Geschäft und man bekommt nikotinhaltiges Liquid nur noch in 10ml Fläschchen. Das ist mir zu umständlich und da gibts auch nen riesen Müllberg, deshalb werd ich das Nikotin dann weg lassen, sobald meine Reserven aufgebraucht sind :)
So gefühlt ist das Gieren nach dem Stoff bei der elektrischen Variante auch deutlich weniger als bei der Tabakzigarette. Mal schauen, wie der Entzug wird. Ich hab ja dann wenigstens immer noch was zum Inhalieren das im Hals kratzt ;)
Ich glaube, mal gelesen zu haben, dass die Suchtanfälligkeit auch stark genetisch vorprogrammiert ist und vermute mal, dass ich da eher im gefährdeteren Drittel anzusiedeln bin. Zum Glück ists "nur" Nikotin.
Der Buddhismus spricht ja vom Entsüchten, hat also vor allem mit Sucht zu tun. Und Gier ist in der Wurzel eine Sucht - weil man was sucht - man weiß nicht was und dann greift man zur Beruhigung, zum Ersatz. Erst wenn man unter der Gier, der Sucht leidet, d.h. auch, wenn andere leiden, kann man die Bereitschaft entwickeln sich davon zu lösen.
Und da helfen die ganz einfachen buddhistischen Verhaltensregeln: Achtsamkeit - ich habe mich dann beobachtet und festgestellt, dass ich auch nicht rauchen kann, wenn es sein muss - und mir da auch nichts fehlt. Wann ich rauche und wie ich rauche. Dabei spielt die Werbung auch eine Rolle.
Dann ewig dieses Zigarettenholen - wo ist ein Automat - ich hatte vor meinem Haus einen. Aber Nachts wollte ich da auch nicht runter. Und habe ich genug Kleingeld?
Das erniedrigt auch.
Dann gibt es bei den bojjhanga die Wirklichkeitsergründung dhammavicaya-sambojjhanga und ich begann langsam mich als Raucher nicht mehr wohl zu fühlen.
So entwickelt sich dann langsam auch die Kraft sich da abzuwenden - dabei hilft auch Ekel. Soviel am Tag zu rauchen, dass man einen Ekel entwickelt. Dann hatte ich einen Kollegen, der war echter Kettenraucher. Mit dem bin ich im Auto nach Stuttgart gefahren und diese Fahrt war ein Erlebnis. Mich kotzte das richtig an.
Aber erst als sich dann eine Situation ergeben hatte und ich zwangsweise Nicht-Raucher war, da konnte entscheiden. Mein Lehrer hat mir später mal gesagt, dass ich ja jeden Morgen als Nicht-Raucher aufwache und der Griff zur ersten Zigarette das Blatt dann wieder wendet. Aber auch zwischen zwei Zigaretten ist Raum für eine Entscheidung.
OT Warnung....

@Tychiades
ich hab auch Vieles darüber heraus gefunden und probiert, bis ich mich gefragt habe, warum ich erwarte, dass mich die Übung darüber hinaus führen sollte. Warum will ich das bestimmen?
Dann konnte ich's abgeben.
Jetzt ist es mir fast egal.
Entweder es bleibt und zeigt mir immer wieder, dass ich ein ganz normaler Mensch bin, oder es löst sich irgendwann und ich wäre froh drüber.
Ich will da keinen Unterschied mehr machen.
Ich dachte auch, es kommt jetzt in den OT-Modus, aber dem ist mMn so nicht.

Es geht ja im Buddhismus darum sich selbst zu erforschen und also den Weg zu erforschen. Und ein Aspekt des Weges sind die silas - aber auch alle anderen Fesseln. Ohne den unterscheidenden Geist geht es nicht, aber nur der unterscheidende Geist reicht auch nicht hin.
Sich also selbst anzunehmen, mit dem was man macht und ist, ist auch ok.
Sie wohl fühlen ist wichtig. Aber da kann man auch nicht stehen bleiben.
Nur gibt es solche, denen es genügt und andere eben nicht.
Tychiades hat geschrieben:
Ich dachte auch, es kommt jetzt in den OT-Modus, aber dem ist mMn so nicht.

Es geht ja im Buddhismus darum sich selbst zu erforschen und also den Weg zu erforschen. Und ein Aspekt des Weges sind die silas - aber auch alle anderen Fesseln. Ohne den unterscheidenden Geist geht es nicht, aber nur der unterscheidende Geist reicht auch nicht hin.
Sich also selbst anzunehmen, mit dem was man macht und ist, ist auch ok.
Sie wohl fühlen ist wichtig. Aber da kann man auch nicht stehen bleiben.
Nur gibt es solche, denen es genügt und andere eben nicht.

Ich empfinde es als das Gegenteil von stehen bleiben, wenn ich meine (natürlich immer vorläufigen) Grenzen anerkenne und keinen Wandel forciere, sondern geschehen lasse - wenn er denn sein soll. Natürlich muss man manchmal auch mit dem unterscheidenden Geist ackern, aber in diesem Bereich hat er sich bei mir die Zähne ausgebissen (uU vorläufig - man wird sehen).
Mein Lehrer sagte sogar mal, dass Süchte oft auch tiefer sitzen als jedes Erleuchtungserlebnis reichen kann. Das sollte man auch im Hinterkopf haben.
Wichtig finde ich eben nichts von der Frage ob so eine Sucht da ist oder nicht abhängig zu machen. Das wäre ja auch wieder eine Verspannung (um wieder auf das Zölls-Zitat zu kommen).

Ist eine Sucht ein Hindernis weil sie da ist, oder weil man sie weg haben will (schwierige Frage, die man vielleicht nicht immer auf die gleiche Weise beantworten kann)
Holzklotz hat geschrieben:
Ist eine Sucht ein Hindernis weil sie da ist, oder weil man sie weg haben will (schwierige Frage, die man vielleicht nicht immer auf die gleiche Weise beantworten kann)


Definitionsgemäß ist ein Hindernis da und soll nicht-da sein. Aber "Hindernis" ist ja immer nur etwas, in Bezug auf ein anderes, also mich.
Holzi, eine Sucht ist das Gegenteil von Freiheit, oder?
Lucy hat geschrieben:
Holzi, eine Sucht ist das Gegenteil von Freiheit, oder?

nicht unbedingt. Es gibt Freiheit VON ETWAS und Freiheit IN ALLEM.
Natürlich wünscht man sich immer zuerst Freiheit von etwas, aber oft muss man auch erstmal zur alternativen Freiheit finden, bis es egal ist, weil man ja schon frei ist.

Man soll ja auch nicht zu einem Punkt jenseits alles Störenden erwachen, sondern der Punkt ist mitten im Störenden, aber das Störende ist kein Fremdkörper mehr, sondern wird integriert. Dabei verbessern sich zwar die Chancen auf eine Freiheit der ersten Kategorie, aber sie ist nicht mehr zwingend - höchstens ein dankbar entgegen genommenes Zubrot.

Die Freiheit der ersten Art liegt immer irgendwo in der Zukunft. Die andere Freiheit kann immer jetzt sein. Sie ist quasi immer präsent und wartet darauf, dass man sich ihr öffnet. Deshalb heißt es im Zen auch "Es gibt nichts zu erreichen". Die zweite Freiheit ist vollkommen bedingungslos, wohingegen die erste Freiheit immer mit einem Fuß im berechnenden Ego verankert ist.

Unliebsame Eigenschaften oder auch Süchte können sogar zu einer Hilfe werden, weil sie eine Hürde zur Bedingungslosigkeit darstellen und wenn so eine Hürde genommen wird festigt sich das Vertrauen. Es handelt sich also um eine Art Prüfstein, wie ernst es einem mit der bedingungslosen Hingabe ist. So ganz ohne Stachel im Fleisch ist mMn auch kein Erwachen möglich, aber zum Glück hat jeder Mensch so einen Stachel (davon gehe ich zumindest fest aus und alles Andere würde mich doch sehr wundern).
Schön erklärt.
Hmmm, so habe ich über stoffgebundene Süchte noch nicht nachgedacht, über andere Gewohnheiten schon.
Vermutlich hatte ich Glück, schon vor vielen Jahren das Rauchen einzustellen. Wer weiß, ob ich es heute könnte...

Andererseits - der extreme suchtdruck beim Rauchen würde mich schon nerven! Wenn man erst mal klar sieht, wie einen ein Gift beim Wickel hat -

...aber was red ich, nach Zigaretten und Alkohol bleiben noch genug ungute Gewohnheiten, die ich weiter pflege.


Und nochmal weiter gedacht: Freiheit in allem, im Moment ist gegeben, wenn ganz solide und zuverlässig jeden neuen Moment ein Raucher erscheint?? you sure?
PS: immer, wenn die Gene ins Spiel gebracht werden, klingt es mir nach - gut begründeter - Ausflucht. Nach Konzept zur Relativierung von Gewohnheiten.
Sorry for being so honest. _()_
Lucy hat geschrieben:
PS: immer, wenn die Gene ins Spiel gebracht werden, klingt es mir nach - gut begründeter - Ausflucht. Nach Konzept zur Relativierung von Gewohnheiten.
Sorry for being so honest. _()_

wer weiß...
jetzt ists aber glaub genug OT.
Vielleicht hat ja noch jemand was zum Thema "Wellness".
Wellness Buddhismus ist in meiner Sicht eine Flucht, entweder in den Glauben das ich noch besser werden kann oder in den das es da einen Meister gibt der besser ist als ich. Beides ist ein hinterher rennen, entweder dem geglaubten Ziel oder einem von dem ich glaube das der was hat das ich nicht habe. Bei mir war das doch genau so und ist auch oft noch so. Noch ein Buch noch ein Vortrag, noch ein Beitrag. Eigentlich weiß ich das da nicht viel Neues ist, wenn überhaupt, doch warum geht es anderen scheinbar besser als mir? http://www.zentraleaufnahmepruefung.ch/ ... t_2016.pdf

Viele bunte Schmetterlinge muss Du auch gesehen haben. :rofl: :rofl: :rofl:
Tychiades hat geschrieben:
Ich dachte auch, es kommt jetzt in den OT-Modus, aber dem ist mMn so nicht.
A weng scho ... Ist aber jedenfalls ein wichtigeres Thema als Bücher darüber, wie man sein Handicap beim Golf mit 'Budhismus' verbessert. Da gibt es störendere Handicaps.
Tychiades hat geschrieben:
Es geht ja im Buddhismus darum sich selbst zu erforschen und also den Weg zu erforschen. Und ein Aspekt des Weges sind die silas - aber auch alle anderen Fesseln.
Um den Weg, um den es im Buddhismus geht, zu erforschen, muss man ihn erst einmal finden und dann nicht wieder verlieren. Die śila sind da zunächst einmal Wegweiser und dabei weist speziell die 5. śila - Körper-und-Geist nicht zu trüben - auf den Bereich der 'Entsüchtung' hin. Ich zumindest finde es recht passend, dass Wilhelm Geiger z.B. in seiner Übersetzung des Māra Sutta den Begriff 'Entsüchtung' für vimukti / vimutti einsetzt, das sonst in der Regel mit 'Befreiung' wiedergegeben wird. 'Befreiung' und 'Entsüchtung' kann man durchaus als Wechselbegriffe verstehen und von daher reibe ich mich etwas an Deiner Einordnung der śila unter "Fesseln".

Nebenbei angemerkt: im Māra Sutta geht es natürlich um die letzte Konsequenz der Entsüchtung - Entsüchtung von den skandhah. Aber dabei mit dem Rauchen anzufangen, ist gar nicht so verkehrt ... Um dazu ebenfalls einen Tip beizusteueren - in den ersten zwei Wochen des Nikotinentzugs hatte ich zuhause und am Arbeitsplatz einen vollen Aschenbecher stehen. Wenn die Gier aufstieg, schnüffelte ich daran, um den Ekel vor dem Objekt der Begierde aufzufrischen. So 'ne Art asubha bhavana :wink: .Ekel hilft ...
Tychiades hat geschrieben:
Ohne den unterscheidenden Geist geht es nicht, aber nur der unterscheidende Geist reicht auch nicht hin.
Um das aufzugreifen, was ich über shugyō geschrieben hatte: die Transformation durch die Übung macht den unterscheidenden Geist zunehmend überflüssig. Da greift dann Konditionierung, was ich in diesem Zusammenhang treffender finde als 'Fessel'. Es ist die Konditionierung durch das Gehen des Weges, die anderen Konditionierungen entgegen wirkt, insofern dekonditionierend (befreiend) ist. Auch der durch seine Sucht Konditionierte geht dieser Sucht ja nicht mit unterscheidendem Geist nach - er macht sich das allenfalls vor.

Jedenfalls - die dualistische Sicht von "Freiheit" und Sucht als "Gegenteil von Freiheit" (Lucy) ist eben "unterscheidender Geist", der bestenfalls als 'geschicktes Mittel' nur ein Stück weit trägt. Aber er ist wichtig in dem Moment der Umkehr, den Du angesprochen hattest. Da öffnet sich das Dharma-Tor sange (deśanā), zu dem die śila den Weg weisen.

()
Sudhana hat geschrieben:
'Befreiung' und 'Entsüchtung' kann man durchaus als Wechselbegriffe verstehen und von daher reibe ich mich etwas an Deiner Einordnung der śila unter "Fesseln".


Das war ja wohl auch etwas mißverständlich von mir. NmM sehe ich da zwei Arten von Fesseln - solche, die ich schon habe, nämlich das, was du unter Konditionierungen auch bezeichnest und was als 10 Fesseln samyojana ans Dasein fesselt und solche Fesseln, die man auch eher als Zügel bezeichnen könnte, die ich mir durch die Annahme der Gelübde selbst auferlege.

Beides wirkt aber ineinander. Und beides wirkt im alaya-Bewusstsein, in dem noch durch subtile Unterscheidungen die Prozesse wahrnehmbar sind, wie wenn man ein kleines Steinchen durch die Schuhsohle spürt.
Wobei mir gerade der Gedanke kommt, dass erst durch die Zügelung, also die Silas, und die damit verbundenen Schwierigkeiten die Daseinsfesseln spürbar werden, also da wo es bei einem so richtig hakt.

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