Bundestagswahlkampf und Gesundheit

Moderator: void

Das Thema liegt mir aus persönlichen Gründen am Herzen:
Es gibt viele, die vom Pflegenotstand und Ärztemangel (auf dem Lande) reden.
Warum ist das Thema bisher nicht im Bundestagswahlkampf aufgetaucht?
Weil keine Partei Ideen hat, das Problem zu lösen?
Weil es verdrängt wird ?
Oder weil sich mit diesem Thema schlicht keine Wahl gewinnen lässt?

Stattdessen geht es um Autos, Sicherheit und ein bisschen um Flüchtlinge....
https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

Du hast die Wahl 8)

Ganz nebenbei - da sind auch irgendwo Links zu den Programmen der einzelnen Parteien vorhanden.
Jeder mag' prüfen. ob da die für den einzelnen relevanten Themen abgebildet werden.

(Bei mir sieht es so aus, daß ich immer wieder zu der einzigen Partei zurückverwiesen werde, die ich garantiert unter keinen Umständen jemals wieder wählen werde. LOL.. :rofl: . Aber ich bin sowieso Ausnahme..)
Man bemüht sich vor allem solche Themen zu Wahklampfthemen zu machen, bei der man sich nicht dazu verpflichtet, nach der Wahl viel Geld ausgeben zu müssen.

Am besten sind von daher solche Themen, wo man dann nach der Wahl "einfach ein Gesetzt" machen kann, dass den Haushalt nicht belastet. Auch für die innere Sicherheit wäre es ja vor allem gut mehr Politisten und Richter zu haben und diese gut zu bezahlen. Aber auch das ist teuer. Während es verglichsweise bilig ist, nach "härteren Gesetzten" zu verlangen.

Aber um etwas gegen den Plegenotstand zu tun, müsste einfach mehr Geld in Pflege investiert werden und auch gegen den Ärztemangel kann man vorgehen, in dem man entsprechende Anreize schafft. Mit "einfach ein Gesetzt erlassen" kann man da wenig bewegen, wesegen es als Wahlkampthema nicht geeignet ist.

Und es ist auch kein emotionalisierendes und polarisierendes Thema. Jeder von uns egal ob links oder rechts, kann zum Pflegenefall werden und will dann gut gepflegt werden. Von daher polarisiert das Thema nicht, und ist auch aus diesem Grund als Wahlkampthema nicht geeignet.
Nur zum Weiterdenken...

Bezahlung von Polizeibeamten ist zum allergrößten Teil Ländersache 40k Bundespolizei, 320k Länderpolizei. Damit auch die Anstellung neuer Polizisten.
Da können die Parteien im Bundeswahlkampf im Prinzp versprechen, was sie wollen :mrgreen:

Eigentlich gilt das auch für Pflegekräfte. Auch die werden nicht aus Bundesmitteln bezahlt.

Sicher sind bei uns die politischen Verantwortlichkeiten im Bund und auf den niedrigeren Ebenen eng verzahnt, aber vielleicht sollte man bei einem Bundestagswahlkampf darauf sehen, wofür die wirklich zuständig sind.
Wisst ihr eigentlich, wieso "Landärzte" fehlen? Das hat Def recht wenig mit Bezahlung zu tun, eher mit Berufsauffassung und "immer viel erleben wollen" in Großstädten. Auf dem Lande gibt es halt keine hippe Szene, Clubs, Discos sie. Und ein echter Lanarzt wird auch mal ausserhalb der Sprechzeiten angerufen.
Ausserdem ist der finanzielle Aufwand zur Ausstattung einer Praxis recht hoch.
Imho kann die Politik da recht wenig machen.

_()_
(Erfahrung eines Freundes, der Landarzt ist und nen angestellten Arzt sucht)
Sherab Yönten hat geschrieben:
Das Thema liegt mir aus persönlichen Gründen am Herzen:
Es gibt viele, die vom Pflegenotstand und Ärztemangel (auf dem Lande) reden.
Warum ist das Thema bisher nicht im Bundestagswahlkampf aufgetaucht?
Weil keine Partei Ideen hat, das Problem zu lösen?
Weil es verdrängt wird ?
Oder weil sich mit diesem Thema schlicht keine Wahl gewinnen lässt?

Stattdessen geht es um Autos, Sicherheit und ein bisschen um Flüchtlinge....


Vlt. weil sich die Parteien relativ einig sind, dass Problem lieber weiter auf die Wirtschaft zu verlagern...dann ist die Politik raus...man kann ja eh keinen Blumentopf damit gewinnen.
Man kann sich ja auch Gedanken zum 'Bundestagswahlkampf' und zu Politik allgemein machen, z.B.
Diem25.org
Es ist ja nicht so, dass bisher auf Bundesebene nichts getan wurde.

Siehe z.B. hier:

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... angel.html

Die Frage ob diese "Maßnahmen" nun effektiv genug sind, um den Pflegenotstand einzudämmen, könnte zumindest die Opposition nutzen. In diesem Bereich tut sich aber auch die Opposition schwer!

Ich finde schon, dass das Thema "emotionalisiert" (@ Void) Das sieht man zum Beispiel daran, wenn mit versteckter Kamera in den Krankenhäusern Hygienemängel festgestellt werden (Wallraff):

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokale ... 543329.htm

Die Patienten meiden kurzfristig dann diese Krankenhäuser, was das eigentliche Problem aber nicht löst.

Das Paradoxe daran ist: Jeder Mensch erwartet, dass er medizinisch und pflegerisch bestmöglich versorgt wird, wenn er ins Krankenhaus kommt. Da müsste es doch eine breite Patienten -Mehrheit geben, die eine Gesundheitsreform zu Gunsten der Patienten durchsetzt und nicht zugunsten von Lobbyisten wie die Pharmaindustrie oder von der privaten Versicherungswirtschaft.

Zum Ärztemangel auf dem Lande: Hier könnte die Politik auch Anreize schaffen, um Praxisübernahmen zu erleichtern! Die Kassenärztliche Vereinigung könnte reformiert werden, Hemmnisse abgebaut werden u.s.w.
Hat jemand gestern das Duell Merkel gegen Schulz gesehen?
Wurde dort das Thema Pflegenotstand, Gesundheit u.s.w. diskutiert?
Sherab Yönten hat geschrieben:
...
Zum Ärztemangel auf dem Lande: Hier könnte die Politik auch Anreize schaffen, um Praxisübernahmen zu erleichtern! Die Kassenärztliche Vereinigung könnte reformiert werden, Hemmnisse abgebaut werden u.s.w.


Das ist im Prinzip mit einem einfachen Bundesgesetz in 10 Minuten erledigt.

"Jeder Arzt, der sich in Deutschland mit einer Privatpraxis in einem städtischen Ballungsgebiet niederlassen möchte muß mindestens 3 Jahre niedergelassene Tätigkeit im ländlichen Raum vorweisen können."

Ein paar werden in diesen 3 Jahren schon genug Vorteile für sich entdecken können, auf dem Land zu bleiben, vielleicht eine Familie gründen und ähnliches.

Das so etwas nicht gemacht wird, zeigt welche Lobbies bei der Gestaltung von Gesetzen mitsprechen.
fotost hat geschrieben:
Das so etwas nicht gemacht wird, zeigt welche Lobbies bei der Gestaltung von Gesetzen mitsprechen.


Das ist das eigentliche Problem in der Politik. Es geht nicht um die Interessen der Mehrheit, sondern um die Interessen einer Minderheit, die in der Lage ist, ihre Interessen "effektiver" in der Politik durchzusetzen... Blöd nur, dass die Lobbyisten irgendwann auch mal krank werden.
Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Das so etwas nicht gemacht wird, zeigt welche Lobbies bei der Gestaltung von Gesetzen mitsprechen.


Das ist das eigentliche Problem in der Politik. Es geht nicht um die Interessen der Mehrheit, sondern um die Interessen einer Minderheit, die in der Lage ist, ihre Interessen "effektiver" in der Politik durchzusetzen... Blöd nur, dass die Lobbyisten irgendwann auch mal krank werden.


Es zeichnet Dich aus, daß Du dich auch um die Gesundheit von Lobbyisten sorgst. Diese Sorge dürfte unbegründet sein, die meisten von ihnen dürften ganz gut abgesichert sein :mrgreen:

Wer macht eigentlich die buddhistische Lobby im Land? Die DBU wirkt seltsam ausgetrocknet und kraftlos.

Der Thread hat mit Politik zu tun, also sind politische Themen erlaubt. Ich finde durchaus, daß es Themen gibt die schulenübergreifend politische Ziele buddhistischen Lebens darstellen, die auch im politischen Raum lobbymäßig vertreten sein sollten.

  • Darstellung der Lehre im Schulunterricht (ok, eher Ländersache)
  • Mitwirkung in Rundfunkräten etc.
  • Anerkennung als (Religions)Gemeinschaft
  • Regelung der Stellung buddhistisch motivierter Gruppen bei Steuervorteilen im EStG
fotost hat geschrieben:
Der Thread hat mit Politik zu tun, also sind politische Themen erlaubt.


Ein selbst erstellter Freibrief von Dir :lol:
Das Thema war von mir schon bewusst so formuliert, dass es um diesen einen Aspekt, nämlich um "Bundestagswahlkampf und Gesundheit" gehen sollte. Da hat die DBU ausnahmsweise mal nichts mit zu tun :lol:
Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Der Thread hat mit Politik zu tun, also sind politische Themen erlaubt.


Ein selbst erstellter Freibrief von Dir :lol:
Das Thema war von mir schon bewusst so formuliert, dass es um diesen einen Aspekt, nämlich um "Bundestagswahlkampf und Gesundheit" gehen sollte. Da hat die DBU ausnahmsweise mal nichts mit zu tun :lol:


Wie schade..
Sollten die sich nicht auch irgendwie um geistige Gesundheit im spezifischen und um Gesundheit (im Sinne von weniger Leiden) im allgemeinen kümmern? :clown:

Ist nicht ganz Ernst gemeint. Ich verstehe schon, wie sich die DBU selbst definiert und wo sie Schwerpunkte legt.
Ahja ... DBU hat nix mit Gesundheit zu tun, ergo quasi ungesund
:clown: :lol:

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