Es gibt kein Leben in der Gegenwart

Moderator: void

Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
@void
Der Kandidat hat 100 Punkte … :D

Ja, so meinte ich es. Wir kennen die Gegenwart nicht. Weil unsere Körper, die Physik, keine Gegenwart erlauben. Wenn wir etwas berühren, dann benötigt es Zeit bis dieser Kontakt zum Hirn gelangt, und dann wiederum Zeit, bis das Gehirn aus dieser Berührung ein Bild erschafft.
Dieses Bild speist sich aus dem, was genetisch bedingt ist, also aus der Vergangenheit resultiert, und dem was wir erlernt haben, aus Erfahrungen der Vergangenheit. Wenn aus dieser kürzlichen Erfahrung ein neues Bild entsteht, ist auch dieses wiederum Teil der Vergangenheit.

Wir sind also ein Kontinuum, das aus Vergangenheit besteht und nur Vergangenheit kennt.

Ich finde das beruhigend. Auch in Bezug auf die Praxis.
Das bedingte Entstehen ist erst an seinen Erscheinungen erkennbar, es ist nicht für den "Geist" erkennbar. Der Geist erkennt die Erscheinungen des bedingten Entstehen immer aus der Sicht seiner Erfahrungen. Das bedingte Entstehen ist Zeit, seine Erscheinungen sind für uns Zeiten. Zeit selber ist nicht erkennbar eben weil wir in einer Dreidimensionalen Welt leben. Das Erreichen des nur Sitzen ist auch das fast Sein von Zeit.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Dieses Bild speist sich aus dem, was genetisch bedingt ist, also aus der Vergangenheit resultiert, und dem was wir erlernt haben, aus Erfahrungen der Vergangenheit. Wenn aus dieser kürzlichen Erfahrung ein neues Bild entsteht, ist auch dieses wiederum Teil der Vergangenheit.

Wir sind also ein Kontinuum, das aus Vergangenheit besteht und nur Vergangenheit kennt.

Ich finde das beruhigend. Auch in Bezug auf die Praxis.


Ja, ich finde das auch beruhigend.

Breitet nur eine Matte aus, auf der ihr still sitzen könnt.
Liegt euer Denken daniedeer wie ein schwrkranker Mann, hört alles Karma auf, und alle Vorstellungen schwinden.
Das ist es, was man als Bodhi bezeichnet.


Würdet ihr jetzt üben, eure Gedanken zu jeder Zeit ruhen zu lassen, sei es beim Gehen, Sitzen oder Liegen; und euch vollkommen auf das ziel konzentrieren, keine Gedanken, keine Dualität zu schaffen, euch nicht auf andere zu verlassen, an nichts zu haften, einfach den Dingen den ganzen Tag hindurch ihren Lauf zu lassen, als wäret ihr zu krank, euch um sie zu kümmern ...


Der Geist des Zen.

Im übrigen sieht man nur, was man weiß! Also alles Vergangenheit, angehäuftes Wissen.
Gestern habe ich "Toni Erdmann" gesehen. Zum Schluss bringt er seine Lebenserfahrung zum Ausdruck. Im Moment des Erlebens wissen wir nicht, was geschieht. Erst im Alter (in diesem Fall) wird uns das Glück bewusst, die Erinnerung an das Kind beim ersten Radfahren usw. Dann bekommt es Gewicht.
Die Gegenwart ist nicht erfahrbar - jedenfalls nicht so, wie wir es uns vorstellen.
Apropos vorstellen: Die Dinge sind sowohl schöner als auch schrecklicher in der Vorstellung. Die Realität ist ziemlich "nüchtern" bzw. leer. Zum Beispiel habe ich die Vorstellung immer geliebt, morgens auf der Terrasse allein den Kaffee zu genießen. Dieses Gefühl aus der Vorstellung suche ich seit Jahren vergeblich. Deshalb ist mir Dankbarkeit so wichtig, Bewusstmachung - und ich verstehe die Undankbarkeit vieler Menschen.
_()_ Monika

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