Vom alltäglichen Leiden und bayrischen G'schichten

Moderator: void

Ich bin ein einfacher Mensch mit entsprechend einfachem Begehren. Steckerlfisch, Hendl und 'ne Brezn. Fertig. Himmel der Bayern. Momentan ist wieder Dorffest und als Integrationsnachweis geht's jährlich hin. Vorm Zelt hört man schon die Blasmusik und das bedingte Entstehen - falsche Ansicht, Durst, Ergreifen - nimmt Fahrt auf läuft Kreise um einen.

Im Festzelt merke ich gleich, irgendetwas ist anders. Kann aber noch nicht zuordnen, was es ist. Und dann, haltet euch fest, wird mir klar: kein Steckerlfisch, kein Hendl, nicht einmal eine Brezn gib's. Man feiert bayrisch-italienische Freundschaft und es gibt nur Antipasti und ein paar Pastagerichte. An einem schönen Sonntag, in Bayern, auf einem Dorffest, so feiert man keine Freundschaft. Wäre ich ein Wutbürger, würde ich jemanden zum Rücktritt auffordern. Manche, die noch starrer an ihrem Festzelt-Skript festhängen, trinken ihre Maß dann nüchtern.

Leiden ist überall. Lasst es euch gesagt sein. Und es schlägt dann zu, wann man es wenigsten erwartet. :eek:
Sehr schön, danke... :D
Eine Maß Chianti muß bei dem Wetter ganz schön reinhauen 8)
Gibt's doch nicht, und das ohne Vorwarnung? Und kein Stand wo's was anderes gab? Bei der Enttäuschung hätt' ich dann zu Hause aber den Grill angeschmissen!!!

:lol:

Alles eine Frage der eigenen Erwartung, kenn' ich auch sehr gut. :mrgreen:
Aber geteiltes Leid ist halbes Leid. :like:
Klasse geschrieben - hast mein vollstes Mitgefühl :hug: (und damit nur noch´n 1/4 Leid :wink: ).

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