Liebesfilme zur emotionalen Entwicklung

Moderator: void

Meint ihr es ist sinnvoll Liebesfilme, oder generell traurige Filme zu schauen zur Weiterentwicklung? Tränen reinigen ja... :)
Lichtgestalt hat geschrieben:
Meint ihr es ist sinnvoll Liebesfilme, oder generell traurige Filme zu schauen zur Weiterentwicklung? Tränen reinigen ja... :)
Ich benutze die um meine Identifikationen mit Emotionen zu betrachten und sie so zu vermindern. Nicht in die erzeugten Gefühle reingehen aber die körperlichen Aktionen nicht verhindern. Gefühle zulassen Emotionen(durch Nachdenken/sich identifizieren erschaffen) erkennen und dieses Nachdenken vermindern.
Reicht Dir dazu nicht ein Blick aufs eigene Umfeld und das Lesen der Lokal-und Globalnachrichten? :wink:

LG mkha´
mkha' hat geschrieben:
Reicht Dir dazu nicht ein Blick aufs eigene Umfeld und das Lesen der Lokal-und Globalnachrichten? :wink:

LG mkha´
Hier spielt das nicht Wirkliche eine Rolle. Um in meiner Umwelt mit Gefühl, Mitgefühl, reagieren zu können muss ich gelernt habe was meine Gefühle sind und was Gefühle sind die andere erzeugen wollen.
Du schreibst:

Hier spielt das nicht Wirkliche eine Rolle.

Was meinst Du mit dieser Aussage?
...
Um in meiner Umwelt mit Gefühl, Mitgefühl, reagieren zu können muss ich gelernt habe was meine Gefühle sind und was Gefühle sind die andere erzeugen wollen.

Ich wurde in einem Internat zu rationalem Denken erzogen, dennoch weiß ich, welche Emotionen es gibt - und vor allem, was sie bei den von ihnen Gebeutelten bewirken. Es fällt mir nicht leicht, mich in die Gefühlswelt emotionaler Menschen hinein zu versetzen.

Für mich gilt: es lebt sich auch ohne überbordende Emotionen ganz komfortabel. :)
Zur Reflexion:

S.42.2 Tālaputo



Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Rājagaha im Bambusparke am Hügel der Eichhörnchen. Da nun begab sich Tālaputo, der Schauspieldirektor, zum Erhabenen, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach Tālaputo, der Schauspieldirektor, also zum Erhabenen:



"Gehört habe ich, o Herr, von den früheren Meistern und Altmeistern der Schauspielkunst, daß sie sagten: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder bei einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei Auflösung des Körpers, nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter'. Was sagt der Erhabene dazu?"



"Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht".



Doch ein zweites Mal stellte Tālaputo, der Schauspieldirektor, dem Erhabenen diese Frage und ein zweites Mal wies der Erhabene sie ab. Und ein drittes Mal stellte Tālaputo, der Schauspieldirektor, diese Frage. Da antwortete ihm der Erhabene:



"Hab ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht?' Doch ich will es dir erklären: Wenn ein Schauspieler auf der Bühne oder bei einer Versammlung den Wesen, die schon bisher nicht frei von Reiz, Abwehr und Verblendung waren, mit Banden von Reiz, Abwehr und Verblendung gebunden, Dinge mit Reiz, Abwehr und Verblendung vorführt, dann werden sie immer noch mehr zu Reiz, Abwehr und Verblendung geführt. Selber berauscht und leichtsinnig, macht er andere berauscht und leichtsinnig: So gelangt er bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, in die Gelächter Hölle. Hat aber einer die Ansicht: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder in einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei der Auflösung des Leibes nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter', dann ist das seine falsche Ansicht. Mit falscher Ansicht aber, Direktor, stehen ihm zwei Fährten bevor, sag ich: Hölle oder Tierreich".



Auf diese Worte weinte Tālaputo, der Schauspieldirektor, laut und brach in Tränen aus.



"Hab ich dir nicht ausdrücklich gesagt: 'Laß es gut sein, Direktor, frage mich das nicht'?".



"Nicht weine ich, o Herr, weil der Erhabene so zu mir sprach, sondern weil ich von den früheren Meistern und Altmeistern der Schauspielkunst so lange betrogen, getäuscht und verführt worden bin: 'Der Schauspieler, der auf der Bühne oder in einer Versammlung durch Verdrehung der Wahrheit die Leute zum Lachen bringt und sie erfreut, der gelangt bei der Auflösung des Körpers nach dem Tode zur Gemeinschaft der Lachenden Götter'.



Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr. Gleichwie man, o Herr, Umgestürztes aufstellte oder Verdecktes enthüllte oder einem Verirrten den Weg wiese oder ein Licht in die Finsternis brachte. 'Wer Augen hat, wird die Dinge sehen', ebenso hat der Erhabene gar vielfach die Lehre aufgezeigt. So nehme ich denn, o Herr, beim Erhabenen Zuflucht, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft der Mönche. Möchte mir der Erhabene Aufnahme gewähren, die Ordensweihe erteilen".



Aufgenommen wurde Tālaputo, der Schauspieldirektor, vom Erhabenen, erhielt die Ordensweihe. Nicht lange aber verweilte der Ehrwürdige Tālaputo einsam, abgesondert, unermüdlich, selbstentschlossen. Auch einer der Heiligen war er geworden.

http://www.palikanon.de/samyutta/sam42.html

Wie jeder mit Medien umgeht - das eben muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe genug Anlass zu praktizieren - auch ohne Filme. Wie immer, ist wohl die Intention wichtig. In Thailand war ich bei einigen Cremations im Kloster anwesend - das ist "reinigend"... so etwas erreicht m. E. kein Film.
@ Lichtgestalt

Mich macht es unglaublich traurig - echte Menschen nur in Filmen zu sehen und die Menschen in Realität sind nicht menschlich.

Ich würde an deiner Stelle mal den Unterschied analysieren - und realisieren das Filme reine Kunst sind die nichts mit der Realität zu tun haben. Ganz besonders Filme die ja Dramen nah an der Realität darstellen sind oft weit entfernt. Wobei "die Farbe Lila" vielleicht doch ein guter Film wäre um zu lernen ^^

Lg
mkha' hat geschrieben:
Du schreibst:

Hier spielt das nicht Wirkliche eine Rolle.

Was meinst Du mit dieser Aussage?
... :)
Das nicht Wirkliche sind meine Vorstellungen, Wertungen, Meinungen. Es gibt für diese nur eine Wirklichkeit in meinem Denken nicht in den Dingen die ich in meiner Umwelt sehe. Die Vorstellungen andere Menschen sind für mich auch keine Wirklichkeit die greifbar ist.
Ok - das verstehe ich.

LG mkha´
@Ellviral

die Vorstellung dass Schauspieler voller Eifer ihr Werk tun um ihren Lebensstandard zu maximieren ist recht greifbar.

So verhält es sich meistens auch mit Musik.

Wahre Leidenschaft findet man im Leben nur in Augenblicken die auch wieder vergehen. *Laut gedacht?*
@mkah'

es fällt mir unglaublich schwer zu verstehen, dass mir andere Menschen im Gespräch sehr gut folgen können.

Ich habe immernoch Probleme mit Kommunikation, weil die Auffassungsgabe von Menschen so unglaublich verschieden ist.

In meiner Familie ist die Auffassungsgabe nicht gegeben, daher dachte ich immer: Das sei allgemein gültig. Aber das ist ein sehr weitgehendes Thema: Ich habe eine zeitlang das Denken und Sprechen verlernt - aber was mir geholfen hat ist: Dass es auch Menschen gibt, die während einem Gespräch mitdenken können.
Decay hat geschrieben:
@Ellviral

die Vorstellung dass Schauspieler voller Eifer ihr Werk tun um ihren Lebensstandard zu maximieren ist recht greifbar.

So verhält es sich meistens auch mit Musik.

Wahre Leidenschaft findet man im Leben nur in Augenblicken die auch wieder vergehen. *Laut gedacht?*
Ich habe Hoffnungen, ich habe Erinnerungen und doch ist immer nur dieser Augenblick.
Sobald wir es erkennen und verinnerlichen, ist es uns, (unabhängig von unserem Clan und unserer Vergangenheit), möglich, uns weiterzuentwickeln. :wink:
mkha' hat geschrieben:
Sobald wir es erkennen und verinnerlichen, ist es uns, (unabhängig von unserem Clan und unserer Vergangenheit), möglich, uns weiterzuentwickeln. :wink:
Uns wie eine Mumie von den Bandagen entwickeln.
:like:
Zwei der schönsten Liebesfilme:

Harold und Maude

Mary & Max

:cry:

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