Patientenverfügung

Moderator: void

Es gibt viele "Muster - Patientenverfügungen" im Internet.

Hier

http://www.rheingau-taunus.de/fileadmin ... mplett.pdf

steht u.a. folgendes:


Für die Situation des Komas bestimme ich: (eine zeitliche Begrenzung?
(z.B. 1 Jahr), Soll eine lebensbedrohliche Zweiterkrankung behandelt werden?):


Die Frage verstehe ich nicht. Kann man im Falle von Koma überhaupt eine zeitliche Begrenzung abschätzen? Wären da andere Formulierungen nicht sinnvoller?
Sherab Yönten hat geschrieben:
..
Kann man im Falle von Koma überhaupt eine zeitliche Begrenzung abschätzen? Wären da andere Formulierungen nicht sinnvoller?


Gutes Thema, das man nicht verdrängen sollte. Ich muß mich unbedingt mal dran setzen.

Zum Thema Sinnhaftigkeit einzelner Formulierungen. Über das Thema Sinn hatten wir hier doch in verschiedenen Zusammenhängen schon viele Einzeldiskussionen.

Sinn ist nichts, das man findet - Sinn gibt man :angel:
Zur Frage einer möglichen zeitlichen Begrenzung könnte man etwa darüber nachdenken hier eine Formulierung zu finden, die sich am Lebensalter orientiert oder die medizinische Ursache des Koma mit einbezieht.

Solche Mustererklärungen sind wohl eher eine Anleitung zum selber denken, damit man bei einem Thema, das für die meisten sicher unangenehm sein wird keine wichtigen Punkte vergißt.
Hier habe ich meine Patientenverfügung erstellt.
Hier kann man sich bei den einzelnen Fragen beraten lassen.

https://www.dipat.de
Festus hat geschrieben:
Hier habe ich meine Patientenverfügung erstellt.
Hier kann man sich bei den einzelnen Fragen beraten lassen.

https://www.dipat.de



:like:

Danke, Festus 8)
Festus hat geschrieben:
Hier habe ich meine Patientenverfügung erstellt.
Hier kann man sich bei den einzelnen Fragen beraten lassen.

https://www.dipat.de


Vielleicht sollten wir in unserem Linkbereich etwas aufnehmen, das man ganz grob mit dem Begriff Lebensbewältigung bezeichnen könnte.

Der Gedanke dahinter - ich lebe hier und jetzt. Ich bin kein Mönch in Burma.

Auch wenn ich ich ziemlich regelmäßig in einem Forum zu buddhistischen Fragen unterwegs bin ist mein Alltag doch anders gestrickt. Ich vermute bei anderen liegt das ähnlich.
Eine gute Linkliste mit vegetarischen Kochrezepten, Tips zu umweltfreundlichem Verhalten oder ein guter Link zur Erstellung einer für mich zutreffenden Patientenverfügung wäre vielleicht wichtiger als Links zu Literatur zu einzelnen Schulen.

Ich werde das mal anregen... 8)
Aus aktuellem Anlass ist die obige Frage brandaktuell geworden.

@ Festus, kannst Du Dich erinnern, wie die Frage des Komas in Deinem Link behandelt wurde?

Wurde da unterschieden zwischen künstlichem und nicht künstlichem Koma?

Was genau sind die Unterschiede?
Sherab Yönten hat geschrieben:
Aus aktuellem Anlass ist die obige Frage brandaktuell geworden.

@ Festus, kannst Du Dich erinnern, wie die Frage des Komas in Deinem Link behandelt wurde?

Wurde da unterschieden zwischen künstlichem und nicht künstlichem Koma?

Was genau sind die Unterschiede?
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 55364.html
Sherab Yönten hat geschrieben:
Aus aktuellem Anlass ist die obige Frage brandaktuell geworden.

@ Festus, kannst Du Dich erinnern, wie die Frage des Komas in Deinem Link behandelt wurde?

Wurde da unterschieden zwischen künstlichem und nicht künstlichem Koma?

Was genau sind die Unterschiede?


Grenzüberschreitende Diagnosen

Beim Vorliegen einer der folgenden Diagnosen gilt oben beschriebene absolute Therapiegrenze. Bei diesen Krankheiten ist es unerheblich, welcher Pathogenese sie sind und ob grundsätzlich eine Aussicht auf relative Besserung besteht. Nach meiner Überzeugung ist auch im besten Falle mit keinem Verlauf zu rechnen, der für mich noch akzeptable Lebensqualität bedeuten würde. Bestehen Zweifel über das Vorliegen einer Diagnose, so soll die Beurteilung zweier Fachärzte maßgeblich sein, die einer klinischen Fachrichtung angehören, welche üblicherweise mit Diagnostik und Therapie der fraglichen Diagnosen befasst ist:
Apallisches Syndrom (Wachkoma)
Anderen metastasierten Krebserkrankungen mit Manifestationen in: Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Knochen, Haut.

Das apallische Syndrom (Wachkoma) ist durch schwerste Schädigung des Gehirns gekennzeichnet. Dabei besteht ein funktioneller Ausfall des gesamten Großhirns, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und keine herkömmlichen Möglichkeiten der Kommunikation mit ihrer Umwelt. Die übrigen Organe des Körpers arbeiten vorerst meist normal weiter, so dass die Patienten jahrelang in diesem Zustand existieren können. In Deutschland wird von ca. 10.000 Betroffenen ausgegangen.

Das künstliche Koma ist eine reversible Behandlungsform. Aber auch hier gibt es Risiken.

Außerdem habe ich in einer Vorsorgevollmacht festgelegt, wer im Falle eines Falles für mich und in welchem Umfang Entscheidungen treffen darf.
Somit ist alles, was nicht explizit in der Patientenverfügung erwähnt wird, abgedeckt.
Aber auch hier gilt, shit happens. Wir können nicht alles voraussehen und uns davor schützen. So ist das Leben.

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