Widersprüche der TCM mit der westlichen Schulmedizin

Moderator: void

Die TCM und andere östliche Gesundheitssysteme gehen ganz natürlich von der Existenz von Energiezentren, den Chakren, oder "feinstofflichen" Energiekanälen aus. In der westlichen Schulmedizin wird die Existenz solcher Chakren u.s.w. bestritten. Die Krankenkassen ersetzen zwar mittlerweile Akupunktur oder Akupresssur, vermutlich tun sie das aber nicht aus wissenschaftlicher Überzeugung.

Wie kommt diese Diskrepanz zustande? Ist es lediglich die gute Lobby der pharmazeutrischen Industrie, die verhindern möchte, dass ihre Medikamente nicht mehr konsumiert werden oder sind es wirklich medizinisch wissenschaftliche Gründe? Oder gibt es gar in der westlichen Schulmedizin ähnliche Ansätze wie in der TCM, die nur anderes benannt werden?
Medizin ist ja keine "reine" Naturwissenschaft sondern etwas, was auch immer "pragmatisch" funktioniert hat. Man hat gemerkt, das was gegen etwas hilft, und es daraufhin verordent, ohne dass man im Detail die Wirkmechanismen verstand. Es gibt sehr viele sehr bekannte Arzneien, von denen man keinen Dunst hat wie die funktionieren.

Auch Krankenkassen denken vollkommen pramatisch: Da sie die Folgekosten tragen, wollen sie dass Patienten möglichst schnell wieder arbeitsfähig werden. Da viele Erkrankungen (gerade Rückenerkrankungen und Depressionen) sich aus einem zusammenspiel zwischen psychischen und körperlichen Mechanismen ergeben, macht es Sinn da auch Methoden zuzulassen, die hauptsächlich eine psychische Kompoenente haben. Wenn der Placeboeefekt einer Krankkasse helfen kann konkret Geld zu sparen, wird sie auch in diesen investieren.

Medizinkonzerne ist es vor allem wichtig, etwas zu verkaufen. Von daher spricht prinzipielle überhaupt nichts daegen, wenn das Globuli oder Segenssprüche sind oder ob die Theorie dazu, auf Energiekanälen basiert. Das Problem bei vielen alternativen Therapiemoethoden ist hier, dass da ganz viel Geld in Beratung/Amnamnese fliesst und nicht so sehr in die Herstellung des Medikaments. So ergibt sich nur eine kleine Gewinnmarge, was das überhaupt nicht attraktiv macht.

Sherab Yönten hat geschrieben:
Oder gibt es gar in der westlichen Schulmedizin ähnliche Ansätze wie in der TCM, die nur anderes benannt werden?


Es gibt auch eine traditionelle abandlänische Medizin, die ebenso wie die chninesische und ayurvedische Medizin auf Gleichgewichtsszuständen beruht. Darauf beszieht sich ja sowohl Homöpathie also auch z.B die Schüssler Salze.
Teilweise wird das auch von den Krankenkassen uebernommen.

https://www.krankenkassen.de/gesetzlich ... e-medizin/

Ich bin uebrigens froh bei manchen TCM-Methoden oder -Mitteln, dass die nicht gaengig sind.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Oder gibt es gar in der westlichen Schulmedizin ähnliche Ansätze wie in der TCM, die nur anderes benannt werden?


Es gab in der antiken westlichen Medizin die sogenannte Säftelehre, auch Humoralpathologie genannt.
Sie ähnelt der chinesischen Elementelehre, wird aber von heutigen Schulmedizinern wohl eher weniger beachtet.....

https://de.wikipedia.org/wiki/Humoralpathologie
Ich bezog mich in meinen Eingangsthread speziell auf Chakren, Energiekanäle u.s.w. Warum geht man in der westlichen Medizin nicht von solchen "Energiezentren" aus, gerade weil Medizin keine exakte Naturwissenschaft ist?
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ich bezog mich in meinen Eingangsthread speziell auf Chakren, Energiekanäle u.s.w. Warum geht man in der westlichen Medizin nicht von solchen "Energiezentren" aus, gerade weil Medizin keine exakte Naturwissenschaft ist?


Wahrscheinlich weil man sie nicht nachweisen kann. Wie ist diese Lehre der Chakren und Nadis überhaupt entstanden? Jemand wird sie wohl gesehen haben. Es sind ja keine physikalischen Phänomene die man mit dem Mikroskop sehen kann, es hängt mit der Lebenskraft, dem Prana zusammen. Das wird in die etablierte Medizin nicht einbezogen, weil es zu unsicher ist. Da steht man lieber vor einem Rätsel bei bestimmten Phänomenen der Shaolin Mönche, Akkupunktur usw.
Ganz einfach: weil man sie mit den bisherigen wissenschaftlichen Methoden nicht messen und nicht nachweisen kann, also ist die Existenz nicht belegt. (Allerdings auch nicht zwangsläufig widerlegt, das ist aber eher ein philosophischer Aspekt)

Es ist ein Erklärungsmodell, das mit der damaligen Weltsicht übereinstimmt. Da es sich um eine Erfahrungsheilkunde handelt, und das Modell nach funktionierenden Behandlungen gestaltet ist, kann man mit dem Modell auch umgekehrt wieder Erfolge erzielen. Das schliesst aber nicht aus, dass dahinter andere Wirkmechanismen stecken und modernere Erklärungsmodelle zumindest in der Theorie die alten Modelle ersetzen könnten.

Bei den Energiebahnen bin ich geneigt, sie auf verschiedene Informationsmechanismen im Körper zurückzuführen: 1. Nerven und Nervenbahnen 2. Lymphsystem 3. Blutkreislauf - im wesentlichen geht es also um zwei Methoden der Informationsübertragung: elektrische Impulse und Botenstoffe. Reize auf diese Informationswege wirken sich auf die Informationsverarbeitung aus, was Änderungen im System nach sich zieht.

Einige Mechanismen kann man vielleicht nur dann verstehen, wenn man die Systeme der Signalverarbeitung auf eine Gehirnaktivität zurückführt, die dann wieder auf den ganzen Körper zurückprojiziert wird. z.B. um Phantomschmerz zu erklären - da könnte man behaupten, dass ein feinstofflicher Körper an der Stelle weiter existiert, oder aber was ja der moderne Stand ist, dass die Signalverarbeitung im Gehirn weiter das alte Muster annimmt und daher den Schmerz, der an der Übergansstelle in den Nerven usw. ensteht weiter in den fehlenden Körperteil hineinprojiziert.
mukti hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ich bezog mich in meinen Eingangsthread speziell auf Chakren, Energiekanäle u.s.w. Warum geht man in der westlichen Medizin nicht von solchen "Energiezentren" aus, gerade weil Medizin keine exakte Naturwissenschaft ist?


Wahrscheinlich weil man sie nicht nachweisen kann. Wie ist diese Lehre der Chakren und Nadis überhaupt entstanden? Jemand wird sie wohl gesehen haben. Es sind ja keine physikalischen Phänomene die man mit dem Mikroskop sehen kann, es hängt mit der Lebenskraft, dem Prana zusammen. Das wird in die etablierte Medizin nicht einbezogen, weil es zu unsicher ist. Da steht man lieber vor einem Rätsel bei bestimmten Phänomenen der Shaolin Mönche, Akkupunktur usw.


Aber in der westlichen Medizin kann man doch auch viele (psychologische und geistige) Prozesse nicht nachweisen (siehe oben). Und selbst die Wirkung von Medikamenten ist nie eindeutig (Stichwort: Nebenwirkungen). Was genau ist Lebenskraft/ Prana? Und welches Phänomen der Shaolin Mönche meinst Du? Vielleicht ist es eher (mal wieder) die westliche Arroganz, die meint, die westliche Medizin wäre grundsätzlich besser geeignet wie andere Systeme?
kilaya hat geschrieben:
weil man sie mit den bisherigen wissenschaftlichen Methoden nicht messen und nicht nachweisen kann, also ist die Existenz nicht belegt


Unsere Beiträge haben sich überschnitten :)

Mein Einwand hierzu:

Sherab Yönten hat geschrieben:
Aber in der westlichen Medizin kann man doch auch viele (psychologische und geistige) Prozesse nicht nachweisen (siehe oben). Und selbst die Wirkung von Medikamenten ist nie eindeutig (Stichwort: Nebenwirkungen).


kilaya hat geschrieben:
Bei den Energiebahnen bin ich geneigt, sie auf verschiedene Informationsmechanismen im Körper zurückzuführen: 1. Nerven und Nervenbahnen 2. Lymphsystem 3. Blutkreislauf


Gut, das ist wohl unstrittig, dass es alle drei Bereiche gibt!
Ich glaube, die Idee eines feinstofflichen Körpers geht auf die Grunderfahrung des Traumes zurück. Im Traum ist es ja so, dass man einen anderen, feineren Körper mit anderen Augen, Ohren usw hat (Außerdem ist es im Traum so, dass man scheinbar mühelos von einem Ort zum anderen gelangen kann)

Modern würde man wohl sagen, dass es sich bei diesem "feinstofflichen Körper" um die interne Repräsentation des Körpers für Gehirn handelt. Also um so einen, eng mit dem Körper verbundenen Teil unsereres Geistes. Das dieser viel größer ist als gedacht, wird jetzt erst entdeckt:

    Mögen die Eingeweide auch hässlich erscheinen und von Wissenschaft und Gesellschaft tabuisiert werden - sie sind umhüllt von mehr als 100 Millionen Nervenzellen: mehr Neuronen, als im gesamten Rückenmark zu finden sind. Dieses "zweite Gehirn", so haben Neurowissenschaftler herausgefunden, ist quasi ein Abbild des Kopfhirns - Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich.

    Was aber macht dieses zweite Gehirn? Denkt und fühlt es, erinnert es sich?

    Neueste Forschungen zeigen, dass psychische Prozesse und das Verdauungssystem weitaus inniger gekoppelt sein könnten, als man bisher gedacht habe. Das Bauchhirn spielt eine große Rolle bei Freud und Leid, doch die wenigsten wüssten überhaupt, dass es existiert, sagt der 62-jährige Gershon, den seine jüngeren Kollegen als "Entdecker" bezeichnen.

    Geo: Wie der Buch den Kopf bestimmt
Sherab Yönten hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ich bezog mich in meinen Eingangsthread speziell auf Chakren, Energiekanäle u.s.w. Warum geht man in der westlichen Medizin nicht von solchen "Energiezentren" aus, gerade weil Medizin keine exakte Naturwissenschaft ist?


Wahrscheinlich weil man sie nicht nachweisen kann. Wie ist diese Lehre der Chakren und Nadis überhaupt entstanden? Jemand wird sie wohl gesehen haben. Es sind ja keine physikalischen Phänomene die man mit dem Mikroskop sehen kann, es hängt mit der Lebenskraft, dem Prana zusammen. Das wird in die etablierte Medizin nicht einbezogen, weil es zu unsicher ist. Da steht man lieber vor einem Rätsel bei bestimmten Phänomenen der Shaolin Mönche, Akkupunktur usw.


Aber in der westlichen Medizin kann man doch auch viele (psychologische und geistige) Prozesse nicht nachweisen (siehe oben). Und selbst die Wirkung von Medikamenten ist nie eindeutig (Stichwort: Nebenwirkungen). Was genau ist Lebenskraft/ Prana? Und welches Phänomen der Shaolin Mönche meinst Du? Vielleicht ist es eher (mal wieder) die westliche Arroganz, die meint, die westliche Medizin wäre grundsätzlich besser geeignet wie andere Systeme?


Bei den geistigen Prozessen geht man davon aus dass sie vom Gehirn erzeugt werden, so hat man Psychopharmaka erfunden um den Geist zu beeinflussen. Das ist dann ein Eingriff mit unerwünschten Nebenwirkungen.
Prana ist dasselbe wie das Qi (Chi) der Chinesen, Od oder Äther im Westen. Eine Lebenskraft die den ganzen Körper durchdringt https://de.wikipedia.org/wiki/Prana

Die Shaolinmönche erreichen durch Konzentration auf die Lebenskraft unfassbare Dinge wie Unverwundbarkeit bei einem Speerwurf, Spalten von dicken Platten mit der Handkante und sowas.
Arroganz - man verlässt sich halt auf die Sinne und den Verstand, und glaubt sich dann all dem ungewissen mystischen Zeugs überlegen.
Wenn man mal das Rahmenthema des Artikels weglässt, wo ich durchaus nicht mit allem einverstanden wäre, findet man hier einen interessanten Blickwinkel darauf, wie die Idee der reinen physiologischen "Gehirnkrankheiten" enstanden ist ;) http://harald-walach.de/2016/12/06/reze ... toerungen/

Als dann die Pharmafirma Eli Lilly in den 60er Jahren an selektiven Serotonin-Reuptake Inhibitoren (SSRIs – dt.: selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer) forschte, die das Serotonin-Niveau im Gehirn verändern sollen, wurden eine Reihe von Wirkungen entdeckt, u.a. die, dass Leute in Studien Gewicht verloren. Man entschied sich aber, eine Zulassung als Antidepressivum zu erreichen, wie der Whistleblower John Virapen, der damals für die Zulassung der Substanz in Schweden zuständig war, beschreibt [5], denn das schien lukrativer. Die Geschichte dieser ersten Zulassung eines SSRIs ist lesenswert. Virapen bestach den damaligen Meinungsführer der schwedischen Psychiater mit einem klitzekleinen Segelbötchen und ein paar hundertausend Forschungsdollars, schreibt er, und so erhielt Prozac in Schweden dessen Unterstützung und die erste Zulassung weltweit.

Weil die amerikanische FDA wusste, wie sorgfältig die Schweden sind, war dann die zweite Zulassung in den USA relativ einfach. Die Firma nahm außerdem noch viel Geld in die Hand, um die neue Substanz zu vermarkten und der postmoderne Mythos von den „Happy-Pills“, den Medikamenten, die auf direktem Weg in einen einfach zu verstehenden Mechanismus eingriffen war geboren: Serotonin rein, Depression raus. Klar, oder? Aber dummerweise falsch.

Viele Forscher haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es nie einen sauberen Beleg für die Richtigkeit dieser sogenannten Serotonin-Mangelhypothese der Depression gab, immer wieder und erst vor kurzem Healy, ein führender englischer Psychiater [6], Giovanni Fava, der eines der wenigen unabhängigen Journals in diesem Bereich herausgibt [7-10] und jüngst Peter Gøtzsche [1], dessen erstes Buch ich vor nicht allzu langer Zeit besprochen habe[2, 11].
void hat geschrieben:
Ich glaube, die Idee eines feinstofflichen Körpers geht auf die Grunderfahrung des Traumes zurück. Im Traum ist es ja so, dass man einen anderen, feineren Körper mit anderen Augen, Ohren usw hat (Außerdem ist es im Traum so, dass man scheinbar mühelos von einem Ort zum anderen gelangen kann)


Außer dem Traum spielen dabei auch die Erfahrungen der Extoriorisation eine Rolle denke ich. Z.B. wenn sich jemand bei einer Operation mit Narkose außerhalb des Körpers wiederfindet und nachher angeben kann was die Äzte gemacht und gesprochen haben. Oder bei Nahtodeserlebnissen. Soll auch absichtlich herbeiführbar sein, behauptet der Schamanismus und eigentlich so ziemlich alle Kulturen in der Menschheitsgeschichte. Steht auch im Palikanon.
Die Entscheidungen des Bauchhirns werden in 300 Millisekunden ans Hirn gesendet. Es ist die Entscheidung die am besten zum Körper passt, aber nicht immer zu dem sozialen Wollen des entscheidenden Menschen. Wenn Helmut sich unsicher ist ob das soziale besser ist oder nicht entscheide ich gegen das soziale für das ganze Mich. Denn soziale Verbindungen sind wesentlich Stress intensiver wenn Entscheidungen gegen den Bauch getroffen werden.
Eine interessante Lektüre ist mit dem Wissen aus dem Artikel viel besser zu verstehen. "Machen Sie doch was sie wollen." von Maja Storch. Jetzt bin ich mir auch einigermaßen sicher was das Schreibt wenn ich schreibe und nicht Ich. Es ist das "Unbewusste" Bauchhirn mit dem Nichtbewussten aus dem Hirn. Und, damit hab ich auch eine Erklärung dafür warum mich Texte von mir berühren alsob ich sie nicht geschrieben hätte, die Signaturen beweisen es aber.
mukti hat geschrieben:
void hat geschrieben:
Ich glaube, die Idee eines feinstofflichen Körpers geht auf die Grunderfahrung des Traumes zurück. Im Traum ist es ja so, dass man einen anderen, feineren Körper mit anderen Augen, Ohren usw hat (Außerdem ist es im Traum so, dass man scheinbar mühelos von einem Ort zum anderen gelangen kann)


Außer dem Traum spielen dabei auch die Erfahrungen der Extoriarisation eine Rolle denke ich. Z.B. wenn sich jemand bei einer Operation mit Narkose außerhalb des Körpers wiederfindet und nachher angeben kann was die Äzte gemacht und gesprochen haben. Oder bei Nahtodeserlebnissen. Soll auch absichtlich herbeiführbar sein, behauptet der Schamanismus und eigentlich so ziemlich alle Kulturen in der Menschheitsgeschichte. Steht auch im Palikanon.
Inspirierend.
Jiddu krishnamurti hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
das passt hier auch:
http://www.spektrum.de/kolumne/das-wund ... ie/1431755

Das mit informationen übertragen funktioniert aber :wink:

Ja? Woher weißt du das?
Oder fragen wir mal so: Es ist also wahr, dass Bärentatzen, Tigerpenisse und Nashorn-Hörner die in der TCM beschriebene Wirkung haben?
Beantwortet zwar nicht meine Frage - aber das ist natürlich ein schlagender Beweis, so ne Doku.
Es werden dir aber Millionen Chinesen versichern, dass die Kraft des Bären in seinen Tatzen ruht und diese Information (chi) durch das Verspeisen oder Einnehmen in Pulverform auf den Menschen übertragen wird. Sonst gäbe es auch keinen Markt für Bärentatzen.
Die "TCM" ist ohnehin eine moderne Erfindung, als man sich aus politischen Gründen auf die eigene Erfahrungsheilkunde konzentrieren wollte. Man muss da genau aussortieren, aber sollte auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. In China ist man heute so schlau, sinnvolle Aspekte der westlichen Medizin mit ausgesuchten Aspekten der TCM zu kombinieren. In vielen Krankenhäuser arbeiten Mediziner und TCM-Ärzte Hand in Hand.

Sowas ist hier auch gerade stark im Kommen und nennt sich "Integrierte Medizin" oder "Integrative Medizin". Das finde ich sehr sinnvoll: wenn ein gut ausgebildeter Arzt Naturheilkunde in Kombination mit der Medizin anwendet oder wenn in einer Ärztegemeinschaft Spezialisten aus beiden Bereich konstruktiv das Beste aus beiden Welten verbinden, kann man die Nachteile von beiden ausbügeln und das Beste für den Patienten herausholen. Und ein Patient der sich von der Medizin nicht gesehen fühlt, würde auch nicht weglaufen und versuchen, allein mit der Naturheilkunde auszukommen.

Unabhängig davon müssen Ärzte dringend kommunikative Aspekte, Empathie, den psychologisch richtigen Umgang mit den Patienten lernen. Im Medizinstudium kommt das bisher nicht vor. Dabei kann ein Arzt mit den richtigen Worten die Wirkung einiger Medikamente zunichte machen oder verstärken, oder sogar ein Medikament überflüssig machen.
kilaya hat geschrieben:
Dabei kann ein Arzt mit den richtigen Worten die Wirkung einiger Medikamente zunichte machen oder verstärken, oder sogar ein Medikament überflüssig machen.


Das erinnert mich an meine letzte Frage, die ich einem Arzt gestellt hatte:
Ich: "Herr Doctor, ist der Zusammenhang XY richtig?"
Arzt: "Hier muss ich mit einem klaren Jein antworten!" :lol:
mukti hat geschrieben:
Z.B. wenn sich jemand bei einer Operation mit Narkose außerhalb des Körpers wiederfindet und nachher angeben kann was die Äzte gemacht und gesprochen haben. Oder bei Nahtodeserlebnissen.


Beides sind für mich eindeutige Indizien, dass der Geist nicht vom Körper abhängig ist.
Sherab Yönten hat geschrieben:
kilaya hat geschrieben:
Dabei kann ein Arzt mit den richtigen Worten die Wirkung einiger Medikamente zunichte machen oder verstärken, oder sogar ein Medikament überflüssig machen.


Das erinnert mich an meine letzte Frage, die ich einem Arzt gestellt hatte:
Ich: "Herr Doctor, ist der Zusammenhang XY richtig?"
Arzt: "Hier muss ich mit einem klaren Jein antworten!" :lol:


Was gibts da zu lachen? Die Zusammenhänge (die Funktionszusammenhänge und Stoffwechseprozesse) sind sehr komplex und in jedem Fall nicht monokausal. Ein guter Arzt weiß darum und steht nun vor der schwierigen Frage, das im konkreten Fall einem Laien (der nicht einmal Kenntnis über die grundlegendsten Zusammenhänge hat - das merkt man schon an der Frage) zu erklären. Das geht einfach nicht. Abgesehen von der Zeitfrage.
Aber weil die Leute auf der irrigen Annahme von Monokausalitäten und darauf begründeten Antworten Ja/Nein beharren, gehen sie dann zu denen, die ihnen solche liefern :) Das ist auch nicht zum Lachen.
Moosgarten hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
kilaya hat geschrieben:
Dabei kann ein Arzt mit den richtigen Worten die Wirkung einiger Medikamente zunichte machen oder verstärken, oder sogar ein Medikament überflüssig machen.


Das erinnert mich an meine letzte Frage, die ich einem Arzt gestellt hatte:
Ich: "Herr Doctor, ist der Zusammenhang XY richtig?"
Arzt: "Hier muss ich mit einem klaren Jein antworten!" :lol:


Was gibts da zu lachen? Die Zusammenhänge (die Funktionszusammenhänge und Stoffwechseprozesse) sind sehr komplex und in jedem Fall nicht monokausal. Ein guter Arzt weiß darum und steht nun vor der schwierigen Frage, das im konkreten Fall einem Laien (der nicht einmal Kenntnis über die grundlegendsten Zusammenhänge hat - das merkt man schon an der Frage) zu erklären. Das geht einfach nicht. Abgesehen von der Zeitfrage.
Aber weil die Leute auf der irrigen Annahme von Monokausalitäten und darauf begründeten Antworten Ja/Nein beharren, gehen sie dann zu denen, die ihnen solche liefern :) Das ist auch nicht zum Lachen.


Ich erwarte schon von einer Ärztin/ von einem Arzt, dass sie/er in der Lage sein sollte, mir als Laie komplizierte Sachverhalte zu erklären. Gerade wenn es sich um "Aufklärungsgespräche" vor einer geplanten OP handelt.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ich erwarte schon von einer Ärztin/ von einem Arzt, dass sie/er in der Lage sein sollte, mir als Laie komplizierte Sachverhalte zu erklären. Gerade wenn es sich um "Aufklärungsgespräche" vor einer geplanten OP handelt.

In diesem Falle ist sie sogar gesetzlich verpflichtet, dich über die möglichen Risiken aufzuklären und dies zu dokumentieren - das mußt du dann sogar unterschreiben.
Das sind aber alles keine Ja/Nein Antworten.
Ob eine Erklärung den Adressaten erreicht, hängt einfach von dessen Vorkenntnissen ab. Auch seine Ansprüche an die Güte der Erklärung hängen davon ab - leider meist indirekt proportional.
Ich selbst habe solche Vorkenntnisse, kann aber die Güte der Erklärung nur grob qualitativ abschätzen. Bisher hab ich mit meinen Ärzten einfach Glück gehabt, wenn das nicht so gewesen wäre, hätte ich mir andere gesucht, aber es wäre kein Grund gewesen, prinzipiell an der Zunft zu zweifeln.
Früher, zur Zeit der TCM, wurde nicht zwischen Heiler/Arzt und Priester/Schamane unterschieden.

Erst als der Mensch begann sich mit Wissenschaft und Technik zu beschäftigen und so sein Handeln auf eine rationale Basis stellte, trennten sich der Weg des Heilers von dem des Priesters.

Vom Aberglauben befreit errang die "technische" Medizin mit der Zeit gewaltiges Wissen über Krankheiten, Krankheitsentstehung und Techniken zu deren Verhütung, Heilung oder Linderung.

Was bei all den technischen Errungenschaften aber auf der Strecke blieb, war der schamanische Aspekt des Heilens. Konkret, die Fähigkeit individuelle metaphysische Konzepte des Kranken zum Zwecke seiner Heilung auszunutzen.

Heutzutage ist dies leider schwierig, denn es existiert nicht mehr nur ein einziges metaphysisches Konzept sondern im Zuge der Individualisierung der Gesellschaft hunderte wenn nicht gar tausende verschiedene dieser Konzepte.

Leider favorisieren heutige Selektionsverfahren nicht prioritär diejenigen Kandidaten, die psychologische Talente besitzen um die erwähnt gewinnbringende Arzt-Patientenbeziehung zu erschaffen sondern in erster Linie solche die über technokratische Fertigkeiten verfügen.
void hat geschrieben:
Ich glaube, die Idee eines feinstofflichen Körpers geht auf die Grunderfahrung des Traumes zurück. Im Traum ist es ja so, dass man einen anderen, feineren Körper mit anderen Augen, Ohren usw hat (Außerdem ist es im Traum so, dass man scheinbar mühelos von einem Ort zum anderen gelangen kann)

Modern würde man wohl sagen, dass es sich bei diesem "feinstofflichen Körper" um die interne Repräsentation des Körpers für Gehirn handelt. Also um so einen, eng mit dem Körper verbundenen Teil unsereres Geistes. Das dieser viel größer ist als gedacht, wird jetzt erst entdeckt:

    Mögen die Eingeweide auch hässlich erscheinen und von Wissenschaft und Gesellschaft tabuisiert werden - sie sind umhüllt von mehr als 100 Millionen Nervenzellen: mehr Neuronen, als im gesamten Rückenmark zu finden sind. Dieses "zweite Gehirn", so haben Neurowissenschaftler herausgefunden, ist quasi ein Abbild des Kopfhirns - Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind exakt gleich.

    Was aber macht dieses zweite Gehirn? Denkt und fühlt es, erinnert es sich?

    Neueste Forschungen zeigen, dass psychische Prozesse und das Verdauungssystem weitaus inniger gekoppelt sein könnten, als man bisher gedacht habe. Das Bauchhirn spielt eine große Rolle bei Freud und Leid, doch die wenigsten wüssten überhaupt, dass es existiert, sagt der 62-jährige Gershon, den seine jüngeren Kollegen als "Entdecker" bezeichnen.

    Geo: Wie der Buch den Kopf bestimmt

Gibt’s auch ein Hirn der Harnblase? Heute Nacht schlief ich schlecht ein. Irgendwann dachte ich im Halbschlaf an die Möglichkeit, dass ich vielleicht aufs Klo müsse. Dabei lenkte ich meine Aufmerksamkeit jedoch nicht auf die entsprechende Körperregion. Dennoch entstand mit einem Mal das deutliche Bewusstsein von Harndrang. Und auch dieses deutliche Bewusstsein war eher nur im Hintergrund ein tatsächlich körperliches Empfinden.

Dass wir ein biologisches Gehirn haben, spielt für mich für die Meditation eine Rolle. Ich könnte mir vorstellen, dass die Meditation Liebevoller Güte sich dazu eignet, geistige Gesundheit auch in biologischer, hormoneller Hinsicht zu fördern.
Der gesamte Körper ist von Nerven durchzogen und kommuniziert darüber mit dem Gehirn. Folgendes ist sehr vereinfacht, laienhaft ausgedrückt usw, aber geht in die richtige Richtung. Es gibt zwei Nervensystem-Bereiche: das autonome (zentrale) Nervensystem das dem Denken nicht direkt zugänglich ist, weil wir sonst mit Gedanken lebenswichtige Funktionen stören könnten, und der Bereich, der uns direkt zugänglich ist und dazu führt, dass wir willentlich bestimmte Dinge mit dem Körper machen können. Die Blase ist z.B. wesentlich komplexer, als wir denken. Sie hat Teile, die zugänglich sind (z.B. äußerer Schliessmuskel) und Teile die nicht zugänglich sind (innerer Schliessmuskel). Die Blase zu entleeren ist ein komplexes Zusammenspiel von glatter Muskulatur der Blase, Ringmuskeln, gegenläufiger Spannung und Anspannung von Muskeln usw. Das alles steht mit dem Gehirn in Verbindung und wird dort koordiniert.

Wer ist online?

Insgesamt sind 2 Besucher online. Im Detail: 0 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 0 unsichtbare Mitglieder und 2 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 214 Besuchern, die am 27.02.2017 23:21 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste