Memoiren gefunden in der Badewanne

Moderator: void

207 Beiträge
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Letzteres fördert dann eher das monologisieren. Das geht dann aber auch in einem Blog - dazu braucht man kein Forum.

Da muss man unterscheiden zwischen dem Gedankensystems als Basis, welches unter Laborbedingungen entwickelt werden kann, und seiner Anwendung bzw Erprobung, der Praxis des Gedankensystems also. Das ist wie die Blaupause für die Konstruktion eine Autos und das Zusammensetzen des Prototypes auf der einen Seite und der Erfahrung des Herumfahrens mit dem Prototypen auf Landstraße und Autobahn auf der anderen Seite.

Wenn du nicht ab und zu eine emotionale Reaktion im Dialog zeigen würdest, könnte man annehmen da diskutiert eine Maschine mit (natürlich lernfähigem) neuronalen Netzwerk.

Da ist die Frage, woran du das festmachst meine vermeintliche emotionale Reaktion. Sehen kannst du nur Worte, die a priori keine Bedeutung haben. Dann schreibst du Bedeutung zu und färbst die ggf. emotional ein. Es ist z.B. gar kein Problem aus dem Studium von Kommunikation bestimmten Worten oder Redewendungen eine Wahrscheinlichkeit zuzuschreiben mit der sie emotionale Reaktionen entweder ausdrücken oder provozieren oder beides und diese Worte oder Redewendungen dementsprechend strategisch bzw experiementell einzusetzen. Dies wäre auch kompatibel mit künstlicher selbstlernender Intelligenz bzw Bots. Und nicht nur das. Um strategischen Umgang mit Sprache zu lehren, Kommunikation also zB zum Zwecke emotionaler Manipulation einzusetzen, gibt es gut ausgebildete Coachs, die in Politik und Wirtschaft tätig sind. Im Bereich Religion ist es Gang und Gäbe derart manipulativ zu kommunizieren.
Vielleicht ist dieses Forum ja bloß mein Versuchslabor? Vielleicht bin ich ein Bot? Vielleicht eigne ich mir hier Kenntnisse an oder vertiefe sie, weil ich im Bereich Politik oder Wirtschaft oder Religion Großes vorhabe?

Diese Rationalität beseitigt alle Emotionalitäten und macht dadurch gegen jegliche Manipulation immun. Da sie von Emotionalitäten befreit, ist auch Parteinahme nicht mehr möglich, weil Selbst-Identifikation mit diesem oder jenem entfällt.
Wahrscheinlicher finde ich, dass eine Rationalisierung dahinter steckt.

wiki hat geschrieben:
Psychoanalyse

In der Psychoanalyse ist Rationalisierung ein Abwehrmechanismus des Ichs, nämlich der Versuch, Handlungen, die durch unbewusste Motive gesteuert werden (z.B. durch verdrängte Triebimpulse), nachträglich einen rationalen Sinn zu geben.
............
......

In der Psychopathologie gilt die Rationalisierung als der bevorzugte Abwehrmechanismus bei der antisozialen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörung.[1]
Sunu hat geschrieben:
Wahrscheinlicher finde ich, dass eine Rationalisierung dahinter steckt.

Rationalität beruht auf Rationalisierung, nur auf welcher Rationalisierung?
Rationalisierung

Rationalisierung bedeutet etwa „vernünftig machen“, „einen Sinn geben“ und wird verwendet in der

Mathematik, siehe Rationalisierung (Bruchrechnung)
Wirtschaft, siehe Rationalisierung (Ökonomie)
Psychologie und Psychoanalyse, siehe Rationalisierung (Psychologie)
Soziologie, wo der Begriff die im Rahmen des langfristigen Zivilisierungsprozesses zunehmende Fähigkeit bezeichnet, Ursache-Wirkung-Ketten vorauszuberechnen.
Gesundheitswesen siehe Rationalisierung (Gesundheitswesen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Rationalisierung

Diese Rationalität hat als Zweck die Anwendung von Sprache als Sprache und nicht die Anwendung von Sprache als Wahrheit und als Ziel konsistentes vernunftgeleitete Denken als begriffliches Denken und Handeln. Letzteres als Sprechen, Schreiben und Handeln auf der Grundlage solchen begrifflichen Denkens.
Damit ist sie Rationalisierung im Sinne der Ökonomie: Vermeidung von Gedankenleistung, die nicht zielführend ist wie z.B. Spekulation.

Deine Vorauswahl aus der Psychoanalyse kann es nicht treffen. Warum?

Sunu hat geschrieben:
wiki hat geschrieben:
Psychoanalyse

In der Psychoanalyse ist Rationalisierung ein Abwehrmechanismus des Ichs, nämlich der Versuch, Handlungen, die durch unbewusste Motive gesteuert werden (z.B. durch verdrängte Triebimpulse), nachträglich einen rationalen Sinn zu geben.
............
......

Diese Rationalität erkennt 'ich, mich, mir, mein' als unwahr, als nicht inhärent existent. Damit entfällt Abwehr, weil Emotionlität erloschen ist.

Sunu hat geschrieben:
wiki hat geschrieben:
Psychoanalyse
In der Psychopathologie gilt die Rationalisierung als der bevorzugte Abwehrmechanismus bei der antisozialen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörung.[1]

Hier das Gleiche: Diese Rationalität erkennt 'ich, mich, mir, mein' als unwahr, als nicht innhärent existent. Damit entfällt Abwehr, weil Emotionlität erloschen ist.

Daneben ist aber auch die grundsätzliche Inkompatibilität von klassischer Psychoanalyse und Prasangika festzuhalten:

Es ist doch so, dass die nicht-essentialistische Prasangika Einsicht im Besonderen, und die buddhistische Anatta Einsicht im Allgemeinen, notwendigerweise von einer essentialistisch-philosophisch geprägten psychotherapeutischen Wissenschaft, die von der inhärenten Existenz von 'ich' und Personen bzw Persönlichkeiten ausgeht, als pathologisch eingestuft werden muss. Das woran von der Psychoanalyse herumgedoktert wird, wird ja sowohl von Prasangika als auch von der buddhistischen Anatta-Philosophie negiert.

Es ist also immer wichtig, aus welcher Perspektive der sprachliche Ausdruck erfolgt.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Es geht darum, die Leute sprachlich dort abzuholen wo sie sich gerade befinden, ...

Der Umstand, dass deine Kinder dir ausgeliefert sind, scheint dich nicht zufrieden zu stellen. Du willst noch mehr Unterdrückung, Macht, Erziehung, Autorität praktizieren.
Diese Rationalität ist der Tod aller Mütter ... und aller Väter. :wink:  

...wie kommst du z.B. denn darauf? Dies erscheint mir z.B. eine rein emotionale Reaktion. :wink:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:

Da muss man unterscheiden zwischen dem Gedankensystems als Basis, welches unter Laborbedingungen entwickelt werden kann, und seiner Anwendung bzw Erprobung, der Praxis des Gedankensystems also. Das ist wie die Blaupause für die Konstruktion eine Autos und das Zusammensetzen des Prototypes auf der einen Seite und der Erfahrung des Herumfahrens mit dem Prototypen auf Landstraße und Autobahn auf der anderen Seite.

Wenn du nicht ab und zu eine emotionale Reaktion im Dialog zeigen würdest, könnte man annehmen da diskutiert eine Maschine mit (natürlich lernfähigem) neuronalen Netzwerk.

Da ist die Frage, woran du das festmachst meine vermeintliche emotionale Reaktion. Sehen kannst du nur Worte, die a priori keine Bedeutung haben. Dann schreibst du Bedeutung zu und färbst die ggf. emotional ein. Es ist z.B. gar kein Problem aus dem Studium von Kommunikation bestimmten Worten oder Redewendungen eine Wahrscheinlichkeit zuzuschreiben mit der sie emotionale Reaktionen entweder ausdrücken oder provozieren oder beides und diese Worte oder Redewendungen dementsprechend strategisch bzw experiementell einzusetzen. Dies wäre auch kompatibel mit künstlicher selbstlernender Intelligenz bzw Bots. Und nicht nur das. Um strategischen Umgang mit Sprache zu lehren, Kommunikation also zB zum Zwecke emotionaler Manipulation einzusetzen, gibt es gut ausgebildete Coachs, die in Politik und Wirtschaft tätig sind. Im Bereich Religion ist es Gang und Gäbe derart manipulativ zu kommunizieren.
Vielleicht ist dieses Forum ja bloß mein Versuchslabor? Vielleicht bin ich ein Bot? Vielleicht eigne ich mir hier Kenntnisse an oder vertiefe sie, weil ich im Bereich Politik oder Wirtschaft oder Religion Großes vorhabe?

Diese Rationalität beseitigt alle Emotionalitäten und macht dadurch gegen jegliche Manipulation immun. Da sie von Emotionalitäten befreit, ist auch Parteinahme nicht mehr möglich, weil Selbst-Identifikation mit diesem oder jenem entfällt.

Da hab' ich wohl zuviele Sciencefiction Filme geschaut - oder du - wer weiß? :lol:

Stargate SG1 war meine Lieblingsserie. Aber da kam sowas glaub' ich nicht vor...
Stero hat geschrieben:
Diese Rationalität hat als Zweck die Anwendung von Sprache als Sprache und nicht die Anwendung von Sprache als Wahrheit und als Ziel konsistentes vernunftgeleitete Denken als begriffliches Denken und Handeln. Letzteres als Sprechen, Schreiben und Handeln auf der Grundlage solchen begrifflichen Denkens.
Damit ist sie Rationalisierung im Sinne der Ökonomie: Vermeidung von Gedankenleistung, die nicht zielführend ist wie z.B. Spekulation.


Was aber als konsistent und vernunftgeleitet gilt, unterliegt allein deinem persönlichen Urteil... alles was du sagst wird somit von dir rationalisiert, um nicht den "Verdacht" zu erregen, dass dein Handeln emotionsgeleitet sein könnte.Gerade weil du dich aber als unabhängig von Emotionen wahrnimmst, bist du ein " Sklave" deiner Emotionalität.
Sunu hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Diese Rationalität hat als Zweck die Anwendung von Sprache als Sprache und nicht die Anwendung von Sprache als Wahrheit und als Ziel konsistentes vernunftgeleitete Denken als begriffliches Denken und Handeln. Letzteres als Sprechen, Schreiben und Handeln auf der Grundlage solchen begrifflichen Denkens.
Damit ist sie Rationalisierung im Sinne der Ökonomie: Vermeidung von Gedankenleistung, die nicht zielführend ist wie z.B. Spekulation.


Was aber als konsistent und vernunftgeleitet gilt, unterliegt allein deinem persönlichen Urteil...

Die Definition besagt zwar
...Der Begriff beinhaltet die absichtliche Auswahl von und die Entscheidung für Gründe, die als vernünftig gelten, ...

aber von "persönlichem" Urteil würde ich nicht reden.

Sunu hat geschrieben:
alles was du sagst wird somit von dir rationalisiert, um nicht den "Verdacht" zu erregen, dass dein Handeln emotionsgeleitet sein könnte.Gerade weil du dich aber als unabhängig von Emotionen wahrnimmst, bist du ein " Sklave" deiner Emotionalität.

Deine Welt ist wohl die Welt von wahren Personen, und wahrem ich und wahrem du, sonst würdest du dich nicht in solch spekulativem Dünkel ergehen.
Personen, ich und du sind so wahr, wie meine Worte die hier stehen.
Stero hat geschrieben:

Diese Rationalität beseitigt alle Emotionalitäten und macht dadurch gegen jegliche Manipulation immun. Da sie von Emotionalitäten befreit, ist auch Parteinahme nicht mehr möglich, weil Selbst-Identifikation mit diesem oder jenem entfällt.
Wie recht du hast. Ich muss sogar Emotionen starten, also wollen, um emotional zu reagieren. Ist oft anstrengend darum bleibe ich meist in der Emotionslosigkeit. Die wirkliche "Entdeckung" ist das ich meinen Gefühlen viel besser "zuhören" kann. Emotionen sind mir lästig, Gefühle ganz normal doch meist ohne Wortschöpfung im Sinn von Gesang der Buchstaben.
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:

Diese Rationalität beseitigt alle Emotionalitäten und macht dadurch gegen jegliche Manipulation immun. Da sie von Emotionalitäten befreit, ist auch Parteinahme nicht mehr möglich, weil Selbst-Identifikation mit diesem oder jenem entfällt.
Wie recht du hast. Ich muss sogar Emotionen starten, also wollen, um emotional zu reagieren. Ist oft anstrengend darum bleibe ich meist in der Emotionslosigkeit. Die wirkliche "Entdeckung" ist das ich meinen Gefühlen viel besser "zuhören" kann. Emotionen sind mir lästig, Gefühle ganz normal doch meist ohne Wortschöpfung im Sinn von Gesang der Buchstaben.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte ich vielleicht mal wieder klarstellen wie ich das Wort "Emotionalität" verwende, weil in dieser Rationalität "Gefühl" per definitionem ein Aspekt von "Emotionalität" ist, während du es als unterschiedliche Kategorie zu betrachten scheinst:
Emotionalität soll als Sammelbegriff für die dem Subjekt zuzuordnenden Gemütszustände verwendet werden. Ein Gemütszustand ist gekennzeichnet von einer grundlegenden aber veränderbaren Stimmung (Stimmungslage, Befindlichkeit) und einem in ihr entstehenden objektbezogenen Gefühl als Vorbedingung einer subjektbezogenen Emotion. Gefühl und Emotion sind Komponenten des von einem Objekt verursachten Affektes im Subjekt, der idR mit dem gleichen sprachlichen Ausdruck bezeichnet wird wie die entsprechende Emotion, der jedoch eine zusätzliche motivationale Komponente enthält (u.a. körperlich und/oder sprachlicher Ausdruck der Emotion oder Handlungsimpuls). Da eine Emotion also immer auch ein Affekt ist und ein Gefühl als Ursache voraussetzt, umfasst die mit Affizieren bezeichnete Wirkung die Auslösung von Gefühl, Emotion und Affekt und die Affiziertheit subsumiert Gefühl, Emotion und Affekt.
Bsp.: Meine Stimmung ist gutgelaunt und ich nehme ein Objekt wahr, welches ein angenehmes Gefühl verursacht. Daraus entsteht die Emotion der zugeneigten Freude, deren Affektanteil dazu führt, dass ich meine Auferksamkeit auf das Objekt richte und anderes ausblende und sich mein Gesichtsausdruck aufhellt.
Während sich Gefühl also auf einer Skala zwischen angenehm – neutral – unangenehm oder attraktiv – neutral – abstoßend bewegt, kann Emotion daraus folgende Phänomene wie Angst, Ärger, Komik, Ironie sowie Mitleid, Eifersucht, Furcht, Hoffnung, Freude, Hass und Liebe beinhalten. Da die sprachliche Bezeichnung einer Emotion nicht nur mit der des Affektes identisch ist, sondern auch der einer Stimmung gleichen kann – Bsp. „Freude“ – ist zur Unterscheidung zwischen Stimmung und Emotion zu beachten, dass Stimmung breit und horizontal angelegt ist und keinen bestimmbaren Objektbezug aufweist, während Emotion eher vertikal ist und immer einen peak-ählichen Verlauf des Erscheinens und Vergehens hat und einen Objektbezug aufweist.
Wahrnehmung, Emotionalität und Befreiung


Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:

Diese Rationalität beseitigt alle Emotionalitäten und macht dadurch gegen jegliche Manipulation immun. Da sie von Emotionalitäten befreit, ist auch Parteinahme nicht mehr möglich, weil Selbst-Identifikation mit diesem oder jenem entfällt.
Wie recht du hast. Ich muss sogar Emotionen starten, also wollen, um emotional zu reagieren. Ist oft anstrengend darum bleibe ich meist in der Emotionslosigkeit. Die wirkliche "Entdeckung" ist das ich meinen Gefühlen viel besser "zuhören" kann. Emotionen sind mir lästig, Gefühle ganz normal doch meist ohne Wortschöpfung im Sinn von Gesang der Buchstaben.

Gemäß der Definition bedeutet "von Emotionalitäten befreit" also notwendigerweise auch auch "von Gefühlen befreit". Nun ist es aber so, dass "von Gefühlen befreit" nicht notwendigerweise bedeutet, dass sich nicht das, was zu "Gefühl" erst werden müsste, nicht doch noch erscheinen könnte, so eine Art "Keim" also, eine "Regung", die aber noch nicht "Gefühl" ist, die aber im hier referenzierten Kontext auch nicht zu Gefühl wird, weil sie sich vorher in sich selbst auflöst. "in sich selbst auflöst" kann nun, da die areligiöse Essenz der Dzogchen Philosophie integriert wurde, auch ausgedrückt werden mit "sich in lichter Leerheit auflöst".
Das ist ja auch alles ganz gut zerlegt. Ich kann dir nicht schriftlich mit deine Worten antworten, das heißt aber nicht das ich dich nicht verstehe.
Ja das ist so. Emotionen, durch Nachdenken erzeugte Gefühlsregungen, lösen sich in Gefühle, durch neuronale Verarbeitung erzeugte Anregungen, auf und die Gefühle verschwinden durch Betrachtung ihrer Wirkungen in Empfindungen die wiederum auf die Wahrnehmungen der Sinneskontakte reduziert werden. Es werden keine Gefühle mehr wahrgenommen sonder nur noch Empfindungen durch Sinne an Sinnesobjekten.
Wann ich also von Gefühlen spreche ist das eine Lüge weil es das nur noch sehr selten gibt, wenn ich ganz konzentriert arbeite und Kontrolle des bedingten Entstehens halten muss, aber dann ist das eine gut erprobte Persona die mit der zu machenden Arbeit entsteht. Ich bin dann nicht da und kann in die Person auch nicht eingreifen sie macht ihre Arbeit. Wird der Prozess unterbrochen kann es sein das ich wiedermal was gut zu machen habe was die Person(Koch) ausgelöst hat während sie im Einsatz der Katastrophen Verhinderung und Bereinigung war. Im Gegensatz zu anderen bin ich dann nur Koch, der denkt in ganz und gar anderen Systemen als ich, der nicht nachdenkt, muss der Koch ganz aus Handlungsdenken bestehen. Ich kann mich auf den Verlassen er weiß was er tut es ist durch Jahrzehnte lange Übung jemand geworden der auch in Situation weiß in denen ich keinen Bestand haben kann. Im nach hinein ist es für mich sehr interessant was dieser da alles hinbekommt, manchmal erschrecken was der als Ausbilder alles weiß und wie er genau das richtige tut um jemanden zu leiten auch eine Person zu werden die er Koch nennen kann.
Die Sinne nehmen Sinnesobjekte wahr und verarbeiten diese zu neuronalen Gefühlen die auch in Gedanken erscheinen. Das Nachdenken über diese erscheinenden Gedanken lösen eine Reaktion aus die die Gefühle zu etwas machen das schon mal empfunden wurde, ob das wirklich so ist wird nicht erkannt, so kommt es zu Emotionen die rein auf Nachdenken, Verknüpfen von einfachen Sinnes -wahrnehmungen entstehen und zu Reaktionen die meist nichts mit der Situation zu tun haben in der die Sinnes-wahrnehmung erschienen ist.
Mein Meditieren ist auch nur noch auf die reinen Sinnes-wahrnehmungen aufgebaut. Ich lasse keine Gedanken zu die nachgedacht sind. Was hier alles über Jhana Stufen der Vertiefung erzählt wird ist ganz einfach zu erreichen. Ich habe auch die Freude und Glückseligkeit empfunden, sie aber als Störung abgetan und sofort vergehen lassen. Glückseligkeit ohne wirklichen Sinnes erfahrenen Grund lehne ich ab, ergreife sie nicht, sie haben mich irgendwann schon mal süchtig, verlangen danach, gemacht. Alle Regungen die meinen Herzschlag oder meine Atmung unangemessen bewegen, Koch sein, Helmut sein, oder sonstige Rollen auch der hier Schreiber, sind sicher nur Illusionen ausgelöst.
Der Ort der alles im Sein hält ist der der durch Meditation erreicht werden kann, die Wahrnehmung der Nicht- Wahrnehmung. Doch das wird dort auch nicht wahrgenommen, nur eine im Nachhinein entstandene Wortwahl. Da ist ein Sein das nicht beschrieben werden kann alle Worte versagen. Mach ich das im Bus gibt es kein Verstehen mehr es ist das erkennen des Gesangs der Welt, mein Gesang, Sprache ist nur noch Töne ohne jede Bedeutung, alles singt nur, es gibt da nichts zu verstehen da der Verstehende nicht da ist.
Für die die glauben das das im Bus nicht gehen kann rate ich mal als eine Persönlichkeit 11 Stunden lang fast ununterbrochen Koch zu sein. Dann geht das sehr schnell im Wahrnehmen der Nichtwahrnehmung zu sein. Braucht nur Minuten. Auch brauch ich nur Sekunden um Die Person ganz auszuschalten um mal eine Minute vor der Person Ruhe zu haben um sie sofort wieder neu entstehen zu lassen um das bedingte Entstehen erfassen zu können, ich nenn das Reset, alle Programme werden heruntergefahren um sie neu starten zu können. Zum Erschrecken mach ich das genau dann wenn ich weiß das alles getan ist um Katastrophen zu verhindern in der Andere glauben das sie in vollen Gang ist.
Habt ihr das schon mal erlebt wenn die Arbeit mit Kollegen ins schwimmen gerät wenn es dazu kommt das nichts mehr rund läuft weil es keine Konzentration mehr gibt, wie man einfach fertig ist aber nicht aufhören kann? Bei dem Laden in dem ich arbeite kommt dieser Punkt meist ab 90-100 Essen, dann sind aber noch mindestens 20-30 zu machen, da kann ich nicht als ich rangehen sonder muss mich auf den Verlassen der nur Koch ist und Chef der Köche und Kellner. Sehr schön und sehr anstrengend der ganze Betrieb zu sein ohne das es andere merken müssen. Alle dann dort arbeiten zu lassen, einschließlich mich, das ist einfach fantastisch alle diese tausende von Fäden zu sehen und genau zu wissen welcher gezogen werden muss um alles zum Erfolg zu bringen. Da kann es Geschehen das der Koch auch mal beleidigend, ja verletzend wird, muss sein, immer unpersönlich, ja man kann unpersönlich beleidigen und verletzen. Der Koch verletzt den Koch, den Kellner, die Abwaschfrau, die Küchenhilfe, doch nie den Menschen. Es ist schön wenn danach besprochen wird was geschehen ist und wenn es dann Menschen gibt die erkennen das ich nur die Person verletzt habe das was sie darstellte und nicht sie.
Die machen sich im Service eine Witz daraus wenn es Umbestellungen gibt schicken sie einen Neuen in die Küche um das mitzuteilen und ich spiele mit und reagiere wie immer mit Ablehnung. Das erschreckt die erst mal. Meine schnellste Art Programme runter zu fahren um sofort das Neue aufnehmen zu können. Während ich scheinbar fluche mache ich schon das Gewünschte. Köche die kein Zen machen werden Säufer oder andere Abhängige. Für Religion hat ein Koch keine Zeit, seine Kirche ist die Küche. Der Tenzo hat keine Zeit für Rituale er ist Ritual.
@Ellviral: Kennst du den Begriff "flush"? Ich war beim Programmieren einige male in diesem Zustand.
Viva la endorphinas! 8)
Man empfindet es als Umlegen eines Schalters.
Spacy hat geschrieben:
@Ellviral: Kennst du den Begriff "flush"? Ich war beim Programmieren einige male in diesem Zustand.
Viva la endorphinas! 8)
Man empfindet es als Umlegen eines Schalters.
Ich nenne das meistens "Flow". Der Fluss in den Flüssen. Das geht bei mir zu jederzeit nur nicht wenn ich z.B. Alkohol oder zuviel Kaffee habe. Da reicht wirklich nur ein bisschen Alkohol und es ist vorbei dann ist es nur die Nerven einschränken. Ganz weit in der Vergangenheit sind da Erfahrungen mit Shit, weil es meinen Gedankenfluss beeinträchtigt hab ich seit über dreißig Jahren die Finger davon gelassen. Den Gedankenfluss brauch ich den Nachdenkenfluss hab ich mit abschalten beendet auf beide wirken sich Drogen behindernd aus. Wenn auch ein Bier so schön entspannen kann, das Entspannen geht schnell die "blödheit" dauert langer und nervt mich dann.
Wo ich das schreibe kommt mir der Gedanke: Was glaubst Du denn warum ich andere Wege gesucht haben? Meditation versprach das, auch Autogenes Training, usw, Zazen war kein Versprechen.
Ellviral hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
@Ellviral: Kennst du den Begriff "flush"? Ich war beim Programmieren einige male in diesem Zustand.
Viva la endorphinas! 8)
Man empfindet es als Umlegen eines Schalters.
Ich nenne das meistens "Flow". Der Fluss in den Flüssen. Das geht bei mir zu jederzeit nur nicht wenn ich z.B. Alkohol oder zuviel Kaffee habe. Da reicht wirklich nur ein bisschen Alkohol und es ist vorbei dann ist es nur die Nerven einschränken. Ganz weit in der Vergangenheit sind da Erfahrungen mit Shit, weil es meinen Gedankenfluss beeinträchtigt hab ich seit über dreißig Jahren die Finger davon gelassen. Den Gedankenfluss brauch ich den Nachdenkenfluss hab ich mit abschalten beendet auf beide wirken sich Drogen behindernd aus. Wenn auch ein Bier so schön entspannen kann, das Entspannen geht schnell die "blödheit" dauert langer und nervt mich dann.
Wo ich das schreibe kommt mir der Gedanke: Was glaubst Du denn warum ich andere Wege gesucht haben? Meditation versprach das, auch Autogenes Training, usw, Zazen war kein Versprechen.

Der Zustand der gefühlt absoluten Konzentration auf einen "Punkt". Alle Dimension drumherum verschwindet - man IST der Fokus. Manchmal Sekunden, manchmal eine halbe Stunde (nachher sehr erschöpfend - aber lächelnd - man schafft mehr, also sonst in einer Woche) ... ach, waren das noch Zeiten.
Nein, für mich liegen diese "Meditationen" hinter mir. Das ist ein Irrweg (für mich). Im seienden Erkennen, Realisieren, Verstehen, und, als letztliche Erlösung, Vergessen liegt der Schlüssel für mich, um ... zu lächeln.

Gruß

PS: Kann sein, dass das Wort "flow" hieß - ich bin halt schon im Zustand des Vergessens - entschuldige. Aber du wußtest , was ich meine - :hug:
Spacy hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
@Ellviral: Kennst du den Begriff "flush"? Ich war beim Programmieren einige male in diesem Zustand.
Viva la endorphinas! 8)
Man empfindet es als Umlegen eines Schalters.
Ich nenne das meistens "Flow"....
..
... PS: Kann sein, dass das Wort "flow" hieß - .


Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust. Der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie, die er aus der Beobachtung verschiedener Lebensbereiche, u. a. von Chirurgen und Extremsportlern, entwickelte und in zahlreichen Beiträgen veröffentlichte. Heute wird seine Theorie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen.

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen. Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell unterschiedlich. Auf der Basis qualitativer Interviews beschrieb Csíkszentmihályi verschiedene Merkmale des Flow-Erlebens.[1]

Flow-Zustände können bei entsprechenden Bedingungen in hypnotische oder ekstatische Trance übergehen. Manche Wissenschaftler verstehen den Flow selbst bereits als Trance.[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
Spacy hat geschrieben:

Der Zustand der gefühlt absoluten Konzentration auf einen "Punkt". Alle Dimension drumherum verschwindet - man IST der Fokus. Manchmal Sekunden, manchmal eine halbe Stunde (nachher sehr erschöpfend - aber lächelnd - man schafft mehr, also sonst in einer Woche) ... ach, waren das noch Zeiten.
Nein, für mich liegen diese "Meditationen" hinter mir. Das ist ein Irrweg (für mich). Im seienden Erkennen, Realisieren, Verstehen, und, als letztliche Erlösung, Vergessen liegt der Schlüssel für mich, um ... zu lächeln.

Gruß

PS: Kann sein, dass das Wort "flow" hieß - ich bin halt schon im Zustand des Vergessens - entschuldige. Aber du wußtest , was ich meine - :hug:
Der eine nennt es so der andere so, Schall und Rauch, doch kein Brand.
Meditation ist für mich auch beendet, eben ein Irrweg voller Fesseln, doch sehr wichtig denn die Fesseln sind erst dadurch erkennbar. Ich kann groß Reden, was hilft es dem Meditierenden? Die meisten sollten sowieso besser versuchen einen Ziegel zu einem Spiegel zu schleifen. Dann stellt sich das von ganz alleine ein was sie mit Willen erreichen wollen, kein Spiegel aber das ganz und gar aufgehen ins lebend sein.
Danke @stero - es ist immer gut, wenn sich die Alten auf eine community stützen können... :oops:
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Ich nenne das meistens "Flow"....
..
... PS: Kann sein, dass das Wort "flow" hieß - .


Flow (englisch „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust. Der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie, die er aus der Beobachtung verschiedener Lebensbereiche, u. a. von Chirurgen und Extremsportlern, entwickelte und in zahlreichen Beiträgen veröffentlichte. Heute wird seine Theorie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen.

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen. Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell unterschiedlich. Auf der Basis qualitativer Interviews beschrieb Csíkszentmihályi verschiedene Merkmale des Flow-Erlebens.[1]

Flow-Zustände können bei entsprechenden Bedingungen in hypnotische oder ekstatische Trance übergehen. Manche Wissenschaftler verstehen den Flow selbst bereits als Trance.[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
Ich sehe das als hellwach und jedes abgleiten in Trance oder gar hynotische Zustände verhindernde Wachsamkeit. Steh mal in der Küche an den gefährlichen heißen Orten und komme in den Zustand. Dann geschieht dir das was einem gedopten Kollegen oft geschieht, Verbrennungen und Schnittwunden, aber er glaubt immer ganz bei der Sache zu sein.
Flow ist für mich Fluss im Fluss der Flüsse des bedingten Entstehens zu sein. Trance ist da sehr gefährlich wie auch ohne Herd.
flow entspricht oder ist verwandt mit den Bewußtseins-Modi, die im Palikanon mit den ersten Vertiefungen gemeint sind. Die werden ja auch unterteilt nach subjektiven Erfahrungen.
Ich hatte mal einen "rush of blood" in brain, als ich ein Datenbankmodul programmierte, welches 20 Mio. Euro einziehen sollte - hinterher hab ich mich eingekaxxkt. ob das, woran ich mich nur noch im Dunst erinnern konnte, auch das tat, was es sollte. Es tat es - aber als ich mir den Quellcode nochmal angeschaut hatte, habe ich wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut (fast).
Trance bei hellem Bewußtsein, kann auch gut ausgehen *seufz* - aber man muss es nicht provozieren...
Stero hat geschrieben:
flow entspricht oder ist verwandt mit den Bewußtseins-Modi, die im Palikanon mit den ersten Vertiefungen gemeint sind. Die werden ja auch unterteilt nach subjektiven Erfahrungen.
Nach dem was ich hier immer so über die Vertiefungen gelesen habe gebe ich keine detaillierten Erfahrungen preis, so schlimm möchte ich mich nun doch nich über die Dörfer treiben lassen. Meist finden die ja auch in durch mich für mich selbst-gesperrten Forumabteilungen statt.
Spacy hat geschrieben:
Ich hatte mal einen "rush of blood" in brain, als ich ein Datenbankmodul programmierte, welches 20 Mio. Euro einziehen sollte - hinterher hab ich mich eingekaxxkt. ob das, woran ich mich nur noch im Dunst erinnern konnte, auch das tat, was es sollte. Es tat es - aber als ich mir den Quellcode nochmal angeschaut hatte, habe ich wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut (fast).
Trance bei hellem Bewußtsein, kann auch gut ausgehen *seufz* - aber man muss es nicht provozieren...
Wenn es läuft wie es Erfolg bringt geht es mich nichts an wie ich das gemacht habe, führt nur zu Eitelkeiten und Ruhmverlangen.
Ellviral hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Ich hatte mal einen "rush of blood" in brain, als ich ein Datenbankmodul programmierte, welches 20 Mio. Euro einziehen sollte - hinterher hab ich mich eingekaxxkt. ob das, woran ich mich nur noch im Dunst erinnern konnte, auch das tat, was es sollte. Es tat es - aber als ich mir den Quellcode nochmal angeschaut hatte, habe ich wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut (fast).
Trance bei hellem Bewußtsein, kann auch gut ausgehen *seufz* - aber man muss es nicht provozieren...
Wenn es läuft wie es Erfolg bringt geht es mich nichts an wie ich das gemacht habe, führt nur zu Eitelkeiten und Ruhmverlangen.

Für mich war es ein Schock....
Spacy hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Ich hatte mal einen "rush of blood" in brain, als ich ein Datenbankmodul programmierte, welches 20 Mio. Euro einziehen sollte - hinterher hab ich mich eingekaxxkt. ob das, woran ich mich nur noch im Dunst erinnern konnte, auch das tat, was es sollte. Es tat es - aber als ich mir den Quellcode nochmal angeschaut hatte, habe ich wie ein Schwein ins Uhrwerk geschaut (fast).
Trance bei hellem Bewußtsein, kann auch gut ausgehen *seufz* - aber man muss es nicht provozieren...
Wenn es läuft wie es Erfolg bringt geht es mich nichts an wie ich das gemacht habe, führt nur zu Eitelkeiten und Ruhmverlangen.

Für mich war es ein Schock....
Für mich auch! Doch es war gut so und wurde dann von mir geübt.
Genau - man muss es kennen, um darüber zu reflektieren!
Allerdings relativiert das alles Denken darüber hinaus.
Spacy hat geschrieben:
Genau - man muss es kennen, um darüber zu reflektieren!
Allerdings relativiert das alles Denken darüber hinaus.
Ich könnte auch sagen: Ich hab keine Lust darüber nachzudenken, über was wäre wenn und überhaupt ist das noch im Regelwerk dem ich glaube zu folgen. All dieses Denken verschwimmt zu jetzt nicht ich seh fern oder was auch immer jetzt angesagt ist.
Reaktionen auf:
Einstellung zu anderen Menschen (in) Anfängerbereich
Klar bringt mich das zu Gedankengebäude abreißen.
Einstellung zu anderen Mensch?
Was hab ich als Kind gelernt? Nicht angenommen sein. Leben wie ein Objekt, ein Tätiger für andere, durch Reaktionen der Betroffenen, immer wieder auf den Erfüller von Wünschen wie was zu tun ist von der Individuellen Handlungsweise abgebracht. Ein Fehler war ein Maschinenschaden der repariert werden muss. Ich wurde zum Familien Pfleger der geübt hat die Wünsche der Mitglieder zu beachten und danach zu handeln. Folge war allein-sein, Vermeidung von privatem Kontakt, sogar schon in der Familie, ich machte nichts auffälliges und die Ergebnisse meines Denkens wurden nicht mehr kommuniziert. Meine Liebe zu Dingen, wie Geschenke, wurde schnell zum gehen in Bücher, die wollte nur meine Mutter lesen. Bücher waren das was ich nicht mit meiner Familie teilen musste, vor allem nicht die die ich zu finden begann. Ich bin als 13 jähriger in den Buchclub eingetreten und habe mir ein Bücherpaket zur Ansicht bestellt, natürlich wurde der Vertrag für ungültig erklärt, aber ich hatte 14 Tage Zeit mich durch meine Schätze zu schmökern.

Heutige Sicht: Es fällt mir nicht schwer private Kontakte zu knüpfen, doch kann ich sie nicht aufrecht erhalten. In meiner ganzen Schulzeit hatte ich drei Freunde bei denen ich auch in ihrem Zuhause war, nur zwei davon waren auch bei mir(es waren wirklich nur drei?!?!). Das ist echt ein Witz! Seit 1971, als ich mit meiner Lehre begann habe ich 8 private Bereiche betreten, darunter die meiner drei Geschwister. Ich hatte und habe immer noch Scheu in private Bereiche einzutreten. Keine Bedenken habe ich gegenüber Menschen die in meinen Bereich kommen. Da gibt es mehr. Zum Thema Einsamkeit. Da ich mich immer allein gefühlt habe gibt es da nur eine kurze Phase die ich mit Yoga, Meditation, ganz in Arbeit aufgehen beseitigt habe. Für mich war es leicht Einsamkeit zu beenden. Ich bin nie Einsam aber immer allein.

Nur bei Arnold war sogar das allein-sein weg. Das war der Mensch den ich gesucht habe, der der mir sogar das allein sein teilt. Er war nicht mehr schwul und ich konnte es nie sein und wurde es auch nicht. Liegt aber nur daran das ich Berührungen von Menschen nur schwer ertragen kann, bei ihm sind sie notwendig. Einsamkeit war selten mein Thema, eher das in der Gemeinschaft mit Menschen sein. Die Anforderung die die Familie stellte konnte ich nur erfüllen weil ich allein wurde und Einsamkeit nicht erlaubte, denn Einsamkeit nachgeben bedeutete neue Anforderungen, Neues so sein wie ich sein sollte. Privat war mir das ganz einfach zu viel. Mein Beruf und die anderen Aktivitäten die nicht privat waren schützten mich davor privat werden zu müssen. Die andere Seite ist: ich habe keine Ahnung wie andere Familien funktionieren, ich hab sie einfach nicht kennengelernt und habe nur ganz selten nur ganz kurz darunter gelitten.
Bei meinem Beruf ging es ja auch nur um die Erfüllung von Wünschen und Forderungen, das kenn ich das kann ich, doch nicht außerhalb dieser Tätigkeit, nicht im privaten, das hätte mich im wahrsten Sinn das Leben gekostet. Ich war auch mal Selbständig weil ich glaubte das ich dann besser integriert bin, doch die 'Erkenntnis das das eine vollkommener Bindung ist als Familie habe ich das wieder aufgegeben. Wenn mir die Arbeitsstelle an die Nieren ging habe ich gewechselt bis es wieder soweit war. Das hat mir vor fünf Jahren einen Burnout beschert und das komplette aussteigen aus dem Krieg der Gaststätten. Vor dreieinhalb Jahren bin ich wieder so angefangen wie ich auch meinen Beruf angefangen bin sogar endlich wieder mit Auszubildendem.

Bis dahin hatte ich das nicht mehr allein und nicht mehr einsam sein können nicht erkannt. Heute ist es tatsächlich so das ich ""glücklich"" bin. Es ist so wie es ist schön. Da ist die Arbeit ohne privates(Ihr wisst mehr über mich als sie :) ) Hier ist meine "Ehe" ohne weitere privaten Kontakte, eine Katze ist da und diese Familie ist für mich perfekt. Die Frage was ich mache wenn Arnold irgendwann zerfällt ist auch beantwortet: Ich werde ganz und gar zu mir Zuflucht nehmen ohne je wieder persönlich privat zu werden, auch wenn das meine Mitmenschen glauben mögen.

Ich kann also keinem Raten wie Einstellung zu Menschen geht, ich habe es nicht gelernt und werde es auch nicht mehr lernen schon weil ich keine Freude daran habe andere Fesselsysteme kennen zu lernen. Darum keine Kontakte zu Gruppen, Organisationen, Parteien, doch habe ich gelernt so zu sein wie andere glauben das ein Mitglied zu sein hat, bis zu dem Grad wenn es darum geht mich nach ihrer Vorstellung hin zu brechen.
Sich dem hier seiendem Universum verweigern ist Einsam-sein.
Ellviral hat geschrieben:
Sich dem hier seiendem Universum verweigern ist Einsam-sein.


1. Ich finde das letzte "sein" ist ok, aber letzendlich ist es ja genau unser Versuch zu "sein", der das Problem ist.

EllvirEll hat geschrieben:
Sich dem hier wandelnden, windenden, wedelnden, wundelnden Universum verweigern ist Einsam-sein.


3. Besser als Universum gefällt mir "Wirklichkeit", weil da klar ist, das das nur so versammelte Wirkungen und Nebenwirkungen sind. Von Ärzten wechselweise dringend empfohlen oder verworfen.

4. Mein Wortebuch sagt, dass das deutsche Wort "öd" dem griechischen "auto"(selbst) verwand ist. "Selbtsein" ist "ödsein". Oder als Verb? öden? Selbstisch öden?

ViralEll hat geschrieben:
Sich dem hier wuselnden, warzenden, wandelnden, wedelnden, windenden Wirklichkeit entzieht heisst öden!
void hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Sich dem hier seiendem Universum verweigern ist Einsam-sein.


1. Ich finde das letzte "sein" ist ok, aber letzendlich ist es ja genau unser Versuch zu "sein", der das Problem ist.

EllvirEll hat geschrieben:
Sich dem hier wandelnden, windenden, wedelnden, wundelnden Universum verweigern ist Einsam-sein.


3. Besser als Universum gefällt mir "Wirklichkeit", weil da klar ist, das das nur so versammelte Wirkungen und Nebenwirkungen sind. Von Ärzten wechselweise dringend empfohlen oder verworfen.

4. Mein Wortebuch sagt, dass das deutsche Wort "öd" dem griechischen "auto"(selbst) verwand ist. "Selbtsein" ist "ödsein". Oder als Verb? öden? Selbstisch öden?

ViralEll hat geschrieben:
Sich dem hier wuselnden, warzenden, wandelnden, wedelnden, windenden Wirklichkeit entzieht heisst öden!
Gefällt mir nicht mehr. Zu Dick!
Das Hier-sein vergessen ist Einsam-sein.
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