Memoiren gefunden in der Badewanne

Moderator: void

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Ellviral hat geschrieben:
Grenzenlose Gleichgültigkeit kann sich nicht äußern, mit Worten.

Da liegst du wohl falsch, weil grenzenlose Gleichgültigkeit nur in der Sphäre bewußten Seins beheimatet sein kann, aber die Natur bewußten Seins der Ausdruck ist, also notwendigerweise auch der sprachliche Ausdruck.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Wie in allen Fällen ist Gleichgültigkeit wohl das probateste Mittel gegen Konditionierung ... also die Konditionierung zu grenzenloser Gleichgültigkeit. Aber wie sollte diese Konditionierung gelingen? Und wie sollte sie ohne Worte gelingen können? Sie kann gar nicht ohne Worte gelingen. Aber welche Worte müssen es sein?

Also erstmal das in Worte fassen, was man will und nicht das was man nicht will - die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Sagst du einem Kind "lauf nicht auf die Straße" setzt du ihm das Bild "auf die Straße laufen" in den Kopf. Sagst du "bleib auf dem Fußweg" hat es dieses Bild im Kopf. Willst du grenzenlose Gleichgültigkeit konditionieren, kannst du das mit Begrifflichkeiten grenzenloser Gleichgültigkeit tun. :wink:

Die Worte sind nicht die Begrifflichkeiten. Es müssen also Worte sein, die entsprechende Begrifflichkeiten verursachen. Und diese Begriffliichkeiten müssen demzufolge eine Nicht-Involviertheit auslösen oder erkennen lassen, ein Nicht-Involviertheit in Wahrnehmung, Gefühl, Wollen, Wünschen, Begehren, Hassen, Lieben, Ablehnen, Bejahen, eine Nicht-Involviertheit in sich selbst also. Welche Worte müssen es also sein?

Hab' ich verstanden. Aber warum fragst du uns - das kannst du doch selber am besten - wer ein Zielbild sieht, hat doch auch die richtigen Worte, dieses zu beschreiben.

Nach dem was Helmut schrieb, benötigt absolute Gleichgültigkeit wohl keine Worte mehr...

...dann ist alles egal... löst sich in Wohlgefallen auf...

:om:

P.S.: da werd' ich ja müde von... ^^
Carneol hat geschrieben:
Und ich bezweifle auch ob das hier der richtige Thread ist... nach dem was Helmut schrieb, benötigt Gleichgültigkeit wohl keine Worte mehr...

Nun dem erwiderte ich ja Folgendes
Stero hat geschrieben:
Da liegst du wohl falsch, weil grenzenlose Gleichgültigkeit nur in der Sphäre bewußten Seins beheimatet sein kann, aber die Natur bewußten Seins der Ausdruck ist, also notwendigerweise auch der sprachliche Ausdruck.

Der entscheidende Punkt scheint in deinem "benötigen" zu liegen. Wenn etwas die Natur von etwas ist, dann benötigt das etwas das etwas ja nicht, sondern es ist seine Natur.
Die Blume benötigt nicht, dass sie ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang öffnet. Es ist die Natur der Blume ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang zu öffnen.
Nein sind da nicht, "grenzenlose Gleichgültigkeit" ist eine Neuschöpfung die so sinnlos ist wie ein Kropf. Allein grenzenlos ist irrational und dann noch Gleichgültigkeit?!?!
Hatte ich schon Streitereien im Zen.de vor langer langer Zeit. Was kam dabei raus: Gleichwertigkeit reicht aus. Oder noch einfacher Mitgefühl durch bedingungslose Liebe. Aber auch nur Memoiren die den Abfluss der Badewanne entgegen strömen wenn man sich lange genug darin gesudelt hat. Einzig erfrischend ist das betrachten der entstehenden Strudel.
Ellviral hat geschrieben:
Nein sind da nicht, "grenzenlose Gleichgültigkeit" ist eine Neuschöpfung die so sinnlos ist wie ein Kropf. Allein grenzenlos ist irrational und dann noch Gleichgültigkeit?!?!
Hatte ich schon Streitereien im Zen.de vor langer langer Zeit. Was kam dabei raus: Gleichwertigkeit reicht aus. Oder noch einfacher Mitgefühl durch bedingungslose Liebe. Aber auch nur Memoiren die den Abfluss der Badewanne entgegen strömen wenn man sich lange genug darin gesudelt hat. Einzig erfrischend ist das betrachten der entstehenden Strudel.

Ist mir alles egal, Wobei ich auf eine der Rationalität gemäße Ausrucksweise schon Wert lege. Also: Da alles nur durch Zuschreibung existiert, gibt es da nichts mehr, das psycho-mental involviert sein könnte. understand?
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...
Carneol hat geschrieben:
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...

Du verstehst die areligiöse Essenz der Dzogchen Philosophie nicht. Da ist der Raum und die Manifestationen des Raumes. Der Raum ist die Gleichgültigkeit der Sinnlosigkeit bzw Sinnfreiheit. Dennoch sind die Manifestationen die Natur der Raumes.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...

Du verstehst die areligiöse Essenz der Dzogchen Philosophie nicht. Da ist der Raum und die Manifestationen des Raumes. Der Raum ist die Gleichgültigkeit der Sinnlosigkeit bzw Sinnfreiheit. Dennoch sind die Manifestationen die Natur der Raumes.

Von den Manifestationen haben wir hier aber nicht gesprochen sondern von der Gleichgültigkeit.
Carneol hat geschrieben:
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...

Ich habe noch nie etwas erlebt oder erfahren wo ich wirklich sagen konnte: ist egal. Wenn nichts mehr die Aufmerksamkeit festhalten kann bin ich sicher tot. Ich habe viel gelernt durch Gleichwertigkeit. Was ich nie lernen werde ist mich auf die Wortgewalt von Stero einzulassen. Der ist mir einfach zu abgehoben undeutlich in irren Sphären gefangen. Der kann garantiert auch im normalen Leben mit keinem normalen Menschen mehr sprechen, doch das schon, aber der andere wird von ihm nur verstanden und nicht mehr korrigiert wenn er nicht endlich seine bescheuerte Sprache lernt.
Das sind jetzt Memoiren gefunden aus einem Buch: Manipulation durch die Sprache." noch nie habe ich ein Fremdwörterbuch und zwei Wörterbücher der Psychologie gebracht um ein Buch zu verstehen. Da brauch ich keinen Stero, mein Bedarf an elitär erscheinendem Geschwafel ist gedeckt für alle Zeiten.
Wobei Manipulation durch die Sprache relativ leicht zu verstehen und anzuwenden war.
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...

Du verstehst die areligiöse Essenz der Dzogchen Philosophie nicht. Da ist der Raum und die Manifestationen des Raumes. Der Raum ist die Gleichgültigkeit der Sinnlosigkeit bzw Sinnfreiheit. Dennoch sind die Manifestationen die Natur der Raumes.

Von den Manifestationen haben wir hier aber nicht gesprochen sondern von der Gleichgültigkeit.

Guter Punkt. "Manifestationen" betrifft philosophisch analytischen sprachlichen Ausdruck, "Geichgültigkeit" betrifft sprachlichen Ausdruck von psycho-mentalen Phänomenen, verursacht von philosophisch analytischem sprachlichen Ausdruck.
Ellviral hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Wofür sollte absolute Gleichgültigkeit Worte haben - ist doch alles egal - nichts hält mehr die Aufmerksamkeit fest - nichts mehr im Fokus um erkannt und interpretiert zu werden - nur noch Rauschen...

Ich habe noch nie etwas erlebt oder erfahren wo ich wirklich sagen konnte: ist egal. Wenn nichts mehr die Aufmerksamkeit festhalten kann bin ich sicher tot. Ich habe viel gelernt durch Gleichwertigkeit. Was ich nie lernen werde ist mich auf die Wortgewalt von Stero einzulassen. Der ist mir einfach zu abgehoben undeutlich in irren Sphären gefangen. Der kann garantiert auch im normalen Leben mit keinem normalen Menschen mehr sprechen, doch das schon, aber der andere wird von ihm nur verstanden und nicht mehr korrigiert wenn er nicht endlich seine bescheuerte Sprache lernt.

:lol: Probier's mal weiter mit Gleichwertigkeit - hat doch ganz gut geklappt bisher. Und ein bisschen Gleichmut dazu. Vielleicht noch etwas Experimentierfreudigkeit? Oder auch nicht...
Ellviral hat geschrieben:
Das sind jetzt Memoiren gefunden aus einem Buch: Manipulation durch die Sprache." noch nie habe ich ein Fremdwörterbuch und zwei Wörterbücher der Psychologie gebracht um ein Buch zu verstehen. Da brauch ich keinen Stero, mein Bedarf an elitär erscheinendem Geschwafel ist gedeckt für alle Zeiten.
Wobei Manipulation durch die Sprache relativ leicht zu verstehen und anzuwenden war.

Ein paar Beispiele von "Manipulation durch die Sprache" - wo du meintest das war aber leicht anzuwenden - wie hat das denn funktioniert?? :mrgreen:
Ist doch schon lange im Abfluss. Viel zu viele Bücher, alles vermischt, keine Quellen, nur noch Ego das weiß, nicht mich betreffend und ich werde dem Ego keine Chance geben anzugeben mit seiner Großartigkeit. Gleichmut macht Schutzlos gegenüber Egos.
Stero hat geschrieben:
Die Blume benötigt nicht, dass sie ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang öffnet. Es ist die Natur der Blume ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang zu öffnen.

Schönes Beispiel. :) :rose:

Es ist ihre Natur - aber würdest du das mit "Konditionierung" bezeichnen oder "Karma"?

Oder würdest du eher die Einstellung zum "benötigen" mit "Konditionierung" bezeichnen oder "Karma"? Also die Blume denkt nicht darüber nach und bildet sich keine Meinung - wird auch nicht wütend wenn etwas anders ist als erwartet. Anders der Mensch...
Ellviral hat geschrieben:
Ist doch schon lange im Abfluss. Viel zu viele Bücher, alles vermischt, keine Quellen, nur noch Ego das weiß, nicht mich betreffend und ich werde dem Ego keine Chance geben anzugeben mit seiner Großartigkeit. Gleichmut macht Schutzlos gegenüber Egos.

"Gleichmut macht Schutzlos gegenüber Egos" ah verstehe, Weil für dich der Sinn deines Daseins darin besteht, mit deinen Griffeln über das Fleisch von anderen zu streichen (und ich erspare mir die Mühe genau dies zu zitieren), deshalb macht Gleichmut dich schutzlos gegenüber dir selbst. Genau deswegen lehnst du Gleichmut ab ..du willst dich nicht vor dir selbst schützen, sondern dich selbst kultivieren. Ok?
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Die Blume benötigt nicht, dass sie ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang öffnet. Es ist die Natur der Blume ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang zu öffnen.

Schönes Beispiel. :) :rose:

Es ist ihre Natur - aber würdest du das mit "Konditionierung" bezeichnen oder "Karma"?

Ich würde das als der Natur (der Manifestation) eines spezifischen Seins inhärent bezeichnen. Darauf kann sich allerdings - im Falle bewußten Seins - das niederschlagen, was ich mit "Konditionierung" bezeichnen würde.
Ellviral hat geschrieben:
Ist doch schon lange im Abfluss. Viel zu viele Bücher, alles vermischt, keine Quellen, nur noch Ego das weiß, nicht mich betreffend und ich werde dem Ego keine Chance geben anzugeben mit seiner Großartigkeit. Gleichmut macht Schutzlos gegenüber Egos.

Gleichwertigkeit vielleicht in ihrer Offenheit.

Gleichmut erkennt Egos und deren Spielfeld. Uns lässt sie spielen bis sie müde sind.

Experimentierfreude spielt auch mal mit. :wink:
Neti Neti
Ich bin nicht etwas, ich bin. Ich bin nicht "ich bin nicht", ich bin. Ich bin ist ohne Identifikation mit, nur ich bin, nicht nichts sonder alles ohne Identifikation bin ich.
Ellviral hat geschrieben:
Neti Neti
Ich bin nicht etwas, ich bin. Ich bin nicht "ich bin nicht", ich bin. Ich bin ist ohne Identifikation mit, nur ich bin, nicht nichts sonder alles ohne Identifikation bin ich.

MannOMann. Du existierst auch nur durch Zuschreibung. Diese Information bringt dir aber gar nichts, solange du das Objekt als welches du dich seit Geburt wahrnimmst nicht identifiziert hast und über rationale Analyse die Nicht-Auffindbarkeit von dir selbst als dieses Objekt irreversibel geschlussfolgert hast. Die Schlussfolgerung ist wie ein Schwerthieb, der die Fehlwahrnehmung präzise abtrennt, ein für alle Mal. Sie muss und kann nur einmal zu neuer Erkenntnis führen. Prasangika halt. Da bleibt kein Zweifel zurück. Das bedeutet nicht, dass die angeborene Konditionierung nicht auch nach dieser Einsicht immer wieder mal "durchbrechen" könnte. Aber das beeindruckt dich* dann nicht mehr, weil du* es besser weißt.

* "du" und "dich" hier dann nur mehr als abhängig von Zuschreibung existent erfahren, als spezifische Leerheit also
Stero hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Neti Neti
Ich bin nicht etwas, ich bin. Ich bin nicht "ich bin nicht", ich bin. Ich bin ist ohne Identifikation mit, nur ich bin, nicht nichts sonder alles ohne Identifikation bin ich.

MannOMann. Du existierst auch nur durch Zuschreibung. Diese Information bringt dir aber gar nichts, solange du das Objekt als welches du dich seit Geburt wahrnimmst nicht identifiziert hast und über rationale Analyse die Nicht-Auffindbarkeit von dir selbst als dieses Objekt irreversibel geschlussfolgert hast. Die Schlussfolgerung ist wie ein Schwerthieb, der die Fehlwahrnehmung präzise abtrennt, ein für alle Mal. Sie muss und kann nur einmal zu neuer Erkenntnis führen. Prasangika halt. Da bleibt kein Zweifel zurück. Das bedeutet nicht, dass die angeborene Konditionierung nicht auch nach dieser Einsicht immer wieder mal "durchbrechen" könnte. Aber das beeindruckt dich* dann nicht mehr, weil du* es besser weißt.

* "du" und "dich" hier dann nur mehr als abhängig von Zuschreibung existent erfahren, als spezifische Leerheit also
Wie sie meinen. Besten Dank!
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Neti Neti
Ich bin nicht etwas, ich bin. Ich bin nicht "ich bin nicht", ich bin. Ich bin ist ohne Identifikation mit, nur ich bin, nicht nichts sonder alles ohne Identifikation bin ich.

MannOMann. Du existierst auch nur durch Zuschreibung. Diese Information bringt dir aber gar nichts, solange du das Objekt als welches du dich seit Geburt wahrnimmst nicht identifiziert hast und über rationale Analyse die Nicht-Auffindbarkeit von dir selbst als dieses Objekt irreversibel geschlussfolgert hast. Die Schlussfolgerung ist wie ein Schwerthieb, der die Fehlwahrnehmung präzise abtrennt, ein für alle Mal. Sie muss und kann nur einmal zu neuer Erkenntnis führen. Prasangika halt. Da bleibt kein Zweifel zurück. Das bedeutet nicht, dass die angeborene Konditionierung nicht auch nach dieser Einsicht immer wieder mal "durchbrechen" könnte. Aber das beeindruckt dich* dann nicht mehr, weil du* es besser weißt.

* "du" und "dich" hier dann nur mehr als abhängig von Zuschreibung existent erfahren, als spezifische Leerheit also
Wie sie meinen. Besten Dank!

Der Dank gebührt Ihnen, weil Ihre Worte mich zu den meinen inspiriert haben, welche mir großes Vergnügen bereiteten 8) ;)
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Die Blume benötigt nicht, dass sie ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang öffnet. Es ist die Natur der Blume ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang zu öffnen.

Schönes Beispiel. :) :rose:

Tatsächlich ist es ein Beispiel der Verführung mit Worten. Warum? Ich hätte auch ein Beispiel wählen können, welches bei auf Emotionalität Konditionierten Widerwillen, Abneigung, vielleicht sogar Empörung o.ä. hervorgerufen hätte, welches aber nicht weniger angemessen gewesen wäre. Aber "Blume", "Blüte", "Sonnenaufgang" ... wer kann da widerstehen? ;)
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Die Blume benötigt nicht, dass sie ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang öffnet. Es ist die Natur der Blume ihre Blüte des Morgens bei Sonnenaufgang zu öffnen.

Schönes Beispiel. :) :rose:

Tatsächlich ist es ein Beispiel der Verführung mit Worten. Warum? Ich hätte auch ein Beispiel wählen können, welches bei auf Emotionalität Konditionierten Widerwillen, Abneigung, vielleicht sogar Empörung o.ä. hervorgerufen hätte, welches aber nicht weniger angemessen gewesen wäre. Aber "Blume", "Blüte", "Sonnenaufgang" ... wer kann da widerstehen? ;)

Dafür galt das Kompliment. :wink:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Schönes Beispiel. :) :rose:

Tatsächlich ist es ein Beispiel der Verführung mit Worten. Warum? Ich hätte auch ein Beispiel wählen können, welches bei auf Emotionalität Konditionierten Widerwillen, Abneigung, vielleicht sogar Empörung o.ä. hervorgerufen hätte, welches aber nicht weniger angemessen gewesen wäre. Aber "Blume", "Blüte", "Sonnenaufgang" ... wer kann da widerstehen? ;)

Dafür galt das Kompliment. :wink:

Das ist aber nicht angemessen, weil die Verführung mit Worten das Metier der religiösen und politischen Prediger ist. Diese Rationalität aber ist das, was diesen Verführungskünsten ihr verdientes Ende bereitet.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Tatsächlich ist es ein Beispiel der Verführung mit Worten. Warum? Ich hätte auch ein Beispiel wählen können, welches bei auf Emotionalität Konditionierten Widerwillen, Abneigung, vielleicht sogar Empörung o.ä. hervorgerufen hätte, welches aber nicht weniger angemessen gewesen wäre. Aber "Blume", "Blüte", "Sonnenaufgang" ... wer kann da widerstehen? ;)

Dafür galt das Kompliment. :wink:

Das ist aber nicht angemessen, weil die Verführung mit Worten das Metier der religiösen und politischen Prediger ist. Diese Rationalität aber ist das, was diesen Verführungskünsten ihr verdientes Ende bereitet.

Es geht darum, die Leute sprachlich dort abzuholen wo sie sich gerade befinden, wenn man über etwas kommunizieren möchte. Bei den einen ist es die bunte Blumenwiese, bei den anderen das Nebeltaal oder der Geisterwald. Bei dir vielleicht gerade das Nebeltaal. Aber du bist an den RationalitätsFelsen festgekettet und kommst jetzt irgendwie nicht weiter... Den Schlüssel hast du selber aber ich glaube den siehst du nicht... willst ihn nicht sehen... fühlst dich ja doch ganz gut an deinem Felsen, so festgekettet gibt auch Sicherheit...
Carneol hat geschrieben:
Es geht darum, die Leute sprachlich dort abzuholen wo sie sich gerade befinden, ...

Nein, es geht nicht darum Leute abzuholen. Es geht darum Leute sich selbst zu überlassen, weil sie selbst am besten wissen, was gut für sie ist. Was ist das für eine Arroganz der Ignoranz, die von "Leute abholen" spricht? Der Umstand, dass deine Kinder dir ausgeliefert sind, scheint dich nicht zufrieden zu stellen. Du willst noch mehr Unterdrückung, Macht, Erziehung, Autorität praktizieren.
Diese Rationalität ist der Tod aller Mütter ... und aller Väter. ;)

Carneol hat geschrieben:
Bei dir vielleicht gerade das Nebeltaal. Aber du bist an den RationalitätsFelsen festgekettet und kommst jetzt irgendwie nicht weiter... Den Schlüssel hast du selber aber ich glaube den siehst du nicht... willst ihn nicht sehen... fühlst dich ja doch ganz gut an deinem Felsen, so festgekettet gibt auch Sicherheit...

:lol:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Es geht darum, die Leute sprachlich dort abzuholen wo sie sich gerade befinden, ...

Nein, es geht nicht darum Leute abzuholen. Es geht darum Leute sich selbst zu überlassen, weil sie selbst am besten wissen, was gut für sie ist. Was ist das für eine Arroganz der Ignoranz, die von "Leute abholen" spricht? Der Umstand, dass deine Kinder dir ausgeliefert sind, scheint dich nicht zufrieden zu stellen. Du willst noch mehr Unterdrückung, Macht, Erziehung, Autorität
praktizieren.
Diese Rationalität ist der Tod aller Mütter ... und aller Väter. ;)


Abholen bedeutet, jemanden der einem eine Frage stellt, in der Sprache zu antworten die er versteht. Wenn es sein muss mit Händen und Füßen.
Statt zu sagen : " Schwachkopf...lerne erstmal deutsch wenn du mit mir reden willst!"... An so einer Antwort erkennt man sicher einen Idioten und Aufschneider...
Sunu hat geschrieben:
Abholen bedeutet, jemanden der einem eine Frage stellt, in der Sprache zu antworten die er versteht. ...

Das ist im Kontext des hier Behandelten falsch, weil es den Fragesteller in seiner irrationalen Annahme bestätigt, dass jemand anderes wissen könnte, was er selbst bereits weiß.
Im Kontext z.B. des Maschinenbaus dagegen ist es durchaus angemessen einem Auszubildenden Fragen bzgl. Maschinenbau zu beantworten in der Sprache des Maschinenbaus.
Oder im Kontext der Kindererziehung, da ist es natürlich auch richtig eine dem Kind angemessen Sprache zu finden.
Wer aber Ausbildung oder Erziehung auf Individuen projiziert, die weder eine berufliche Ausbildung bei ihm machen noch seine Kinder sind, der hat einen an der Waffel und überschätzt sich maßlos.
Stero hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Abholen bedeutet, jemanden der einem eine Frage stellt, in der Sprache zu antworten die er versteht. ...

Das ist im Kontext des hier Behandelten falsch, weil es den Fragesteller in seiner irrationalen Annahme bestätigt, dass jemand anderes wissen könnte, was er selbst bereits weiß.

@ Sunu: genau das hab ich gemeint. :)

@ Stero: es geht um den Ausdruck im Dialog, mit dem man einen Inhalt rüberbringen möchte. Nicht darum, ob man den Inhalt bereits kennt. Du selbst hast früher schon erkannt, dass eine unterschiedliche Wissensbasis die Kommunikation eher fördert. Man kann dann emotional annehmend oder emotional abwertend kommunizieren, je nachdem ob man Gesprächspartner anziehen oder fernhalten will. Letzteres fördert dann eher das monologisieren. Das geht dann aber auch in einem Blog - dazu braucht man kein Forum.
Carneol hat geschrieben:
@ Stero: es geht um den Ausdruck im Dialog, mit dem man einen Inhalt rüberbringen möchte.

Das ist schon mal falsch. Wer die areligiöse Prasangika Philosophie versteht und praktiziert, der weiß, dass es unmöglich ist, sich etwas auszudenken und das Ausgedachte dann mitzuteilen (Achtung: ich schreib hier "der weiß" aber es handelt sich lediglich um einen umgangssprachlichen Ausdruck, weil es sich nicht um Wissen handelt, das mit Worten übertragen werden kann). Das Einzige, das möglich ist, ist sich selbst auszudrücken und als Medium des Ausdruckes a priori bedeutungslose Zeichen zu verwenden. Was dann passiert ist Gegenstand der Beobachtung.

Carneol hat geschrieben:
Nicht darum, ob man den Inhalt bereits kennt.

Wenn du von "jemanden abholen" sprichst, dann sprichst du aus einer doppelt irrationalen Perspektive, weil du erstens offensichlich glaubst, du wüßtest, was der Abzuholende noch nicht weiß, und weil du zweitens weiterhin glaubst, dass du das, was du zu wissen glaubst, "rüberbringen" könntest. Du sprichst deshalb aus einer Perspektive irrationalen Hochmutes wie du es dir im Kontext mit deinen Kindern wenn nicht erst ankonditioniert, so doch eine bereits vorhandene Konditionierung weiter vertieft hast.

Carneol hat geschrieben:
Du selbst hast früher schon erkannt, dass eine unterschiedliche Wissensbasis die Kommunikation eher fördert.

So habe ich dies sicher nicht ausgedrückt, denn das gilt nur z.B. im Maschinenbau also nur bzgl. übertragbaren Wissens, und nur dies verdient die Bezeichnung "Wissen", weil es mit Worten übertragen werden kann, da es unmittelbar auf Sinneswahrnehmung der 5 Sinne beruht. Aber bei all dem was hier im Forum ausgedrückt wird, geht es eben nicht um Wissen, weil sich der sprachliche Ausdruck in diesem Forum eben nicht unmittelbar auf Sinneseindrücke der 5 Sinne bezieht. Hier in diesem Forum wird nirgendwo Wissen kommuniziert, sondern es erfolgt lediglich Selbstausdruck des jeweiligen Individuums und dieser ist entweder irrational oder rational.

Carneol hat geschrieben:
Man kann dann emotional annehmend oder emotional abwertend kommunizieren, je nachdem ob man Gesprächspartner anziehen oder fernhalten will.

Die Worte enthalten keine Emotion, aber die durch Worte verursachten Objekte affizieren oder sie affizieren nicht. Affizieren tun sie, wenn sie von Gehirnen verarbeitet werden, die nicht auf diese Rationalität konditioniert sind.

Carneol hat geschrieben:
Letzteres fördert dann eher das monologisieren. Das geht dann aber auch in einem Blog - dazu braucht man kein Forum.

Da muss man unterscheiden zwischen dem Gedankensystems als Basis, welches unter Laborbedingungen entwickelt werden kann, und seiner Anwendung bzw Erprobung, der Praxis des Gedankensystems also. Das ist wie die Blaupause für die Konstruktion eine Autos und das Zusammensetzen des Prototypes auf der einen Seite und der Erfahrung des Herumfahrens mit dem Prototypen auf Landstraße und Autobahn auf der anderen Seite.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Letzteres fördert dann eher das monologisieren. Das geht dann aber auch in einem Blog - dazu braucht man kein Forum.

Da muss man unterscheiden zwischen dem Gedankensystems als Basis, welches unter Laborbedingungen entwickelt werden kann, und seiner Anwendung bzw Erprobung, der Praxis des Gedankensystems also. Das ist wie die Blaupause für die Konstruktion eine Autos und das Zusammensetzen des Prototypes auf der einen Seite und der Erfahrung des Herumfahrens mit dem Prototypen auf Landstraße und Autobahn auf der anderen Seite.

Wenn du nicht ab und zu eine emotionale Reaktion im Dialog zeigen würdest, könnte man annehmen da diskutiert eine Maschine mit (natürlich lernfähigem) neuronalen Netzwerk. Neuronale Netze hat mein Bruder zum Spaß als Jugendlicher mal programmiert...
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