Tango im Altersheim

Moderator: void

239 Beiträge
Donnerstag war ich wieder mit meiner Mutter Tangotanzen. Zuerst konnte ich sie nicht aus dem Bett herauskriegen. Aber dann kam sie doch langsam in Gang. Wir durften doch das Tangotanzen nicht versäumen. Es ist ein Highlight in ihrem Leben. Und mir tut die liebevolle Athmosphäre auch gut. Also los auf die Tanzfläche und abgerockt. Renate war auch da und führte mich in das Tangotanzen ein. Ich glaube in diesem Leben wird das nichts mehr mit mir. Egal. Irgendwie bewegen und Spaß haben. Die Lieder mitsingen kann ich auch schon. Weil bald Weihnachten ist sangen wir "Stille Nacht, Heilige Nacht." Meine Mutter war glücklich. Und ich auch, weil meine Mutter glücklich war. Das Fernsehen hat einen kurzen Film gedreht, bei dem auch meine Mutter und ich zu sehen sind. https://www.youtube.com/watch?v=qvWy9OhbP4k

Buddhistisch gesehen sind meine Besuche im Altersheim interessant, weil ich mir dort jedesmal der Vergänglichkeit des Lebens bewusst werde. Es gibt Alter, Krankheit und Tod. Und man kann auch dann noch viel Spaß haben. Am besten wäre es natürlich, wenn man die Zeit des Lebens nutzt um ein Buddha zu werden und um alle Wesen zu erleuchten. :D
Ich denke, Kontakt zu den alten Leuten ist auch für einen selber kostbar und wichtig. Es ist schade, dass das in unserer Gesellschaft nicht wirklich bekannt ist.
Spirituelles Singen mit meiner dementen Mutter. Ich tauche aus dem Nichts auf. Jedenfalls für meine Mutter. Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr. Sie kennt nur noch die Gegenwart. Sie sitzt auf ihrer Bank im Altersheim. Um sie herum ist alles weihnachtlich geschmückt. Sterne, Tannengrün, Engel. Ich übe mit ihr Weihnachtslieder. In einer Woche ist Weihnachten. Dann besucht die ganze Familie meine Mutter. Mein Geschenk ist das gemeinsame Singen zum Harmonium. Singen ist die Lieblingstätigkeit meiner Mutter. Dann tritt Freude und Glück in ihr Gesicht. Wir singen: "Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud." Andere Alte kommen mit ihren Rollatoren oder Rollstühlen vorbei, bleiben stehen, hören zu und singen mit. Es macht auch sie glücklich. Es öffnet auch ihre Herzen. Und auch mein Herz. Eine Verbindung von Herzenergien. Möge uns das allen zu Weihnachten geschehen. Falls nicht, kommt zu meiner Mutter ins Altersheim. Oder am 1. Weihnachtstag zu mir in den Yogiwald. Dann singe ich mit meinen Nachbarn Weihnachtslieder. Und bringe ihnen einige Äpfel als Geschenk mit. Meine Nachbarn wohnen 500 Meter von mir weg in einem kleinen Hexenhaus, aber modern renoviert. Es ist ein junges, kinderloses Ehepaar mit vier Hunden. Die Hunde sind ihre Kinder. Alle freuen sich schon auf mich. https://www.youtube.com/watch?v=FYwkGHxlEcE
Nils hat geschrieben:
Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr. Sie kennt nur noch die Gegenwart.

Danke für Deine Worte. Ich vergesse diese Selbstverständlichkeit manchmal...

Ich arbeite im Altenheim in einem 'beschützenden Wohnbereich' (moderner Euphemismus für 'geschlossene Station'), und manchmal hasse ich mich dafür, wie leicht ich solche einfachen Wahrheiten vergesse...

Neulich sagte eine Bewohnerin, die sonst eigentlich nur noch die gleichen vier oder fünf Sätze ständig wiederholt, aus heiterem Himmel:
'Ich bin so traurig wegen allem, das ich verloren habe. Aber noch trauriger bin ich wegen dem, was ich nie gefunden habe.'
Nils hat geschrieben:
Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr. Sie kennt nur noch die Gegenwart. Sie sitzt auf ihrer Bank im Altersheim.


Nur noch die Gegenwart kennen... Fluch oder Segen. Ich habe keine Möglichkeit, mir ein Leben ohne Vergangenheit vorzustellen.

Ich wünsche Deiner Mutter, daß sie noch möglichst oft die Erfahrung Deiner Gegenwart hat. Selbst wenn Du Harmonium spielst :D
Hallo Nils,
meine Schwester ist 94 und hat bis vor kurzer Zeit noch wie eine 70jährige agiert. Vor 3 Monaten ist sie schwer gestürzt, hat sich 2 Wirbel gebrochen, hat Wasser in den Beinen ...
Seit wenigen Wochen nun bemerke ich ihre geistige Veränderung. Ich finde es sehr schwierig, zu unterscheiden, ist sie jetzt dement oder ist das ein Missverständnis. Inzwischen bin ich mir aber aufgrund ganz bestimmter Ereignisse sicher, dass es "Einbrüche" sind. Ich musste mich erstmal auf die Situation einstellen, denn meine Schwester ist sehr streitbar und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen, so dass ich auch in ihr jetzt eine gute Übung für Mit-Gefühl und Gelassenheit finde.
_()_ Monika
Monikadie4. hat geschrieben:
Ich finde es sehr schwierig, zu unterscheiden, ist sie jetzt dement oder ist das ein Missverständnis. Inzwischen bin ich mir aber aufgrund ganz bestimmter Ereignisse sicher, dass es "Einbrüche" sind.


Hallo Monika,

kennst Du den Mini-Mental Status Test? Er wäre eine erste Möglichkeit.

http://www.pflegedienst-aml.de/media/mmst-test.pdf
Axel hat geschrieben:
kennst Du den Mini-Mental Status Test? Er wäre eine erste Möglichkeit.


Danke, Axel, für den Test. So weit ist es offenbar noch nicht. Eben habe ich mit ihr telefoniert, zunächst waren die Antworten ganz klar und sinnvoll, aber plötzlich kam dann wieder das Thema, das sie z.Z. am meisten beschäftigt. Sie lebt in einem Appartment für betreutes Wohnen innerhalb einer Seniorenresidenz und kommt plötzlich mit den Essensplänen und -zeiten nicht zurecht, obwohl sich nichts geändert hat. Sie hält alle für verrückt und kommt sich vor, als ob sie im Ohnsorgtheater wäre.
Und dann plötzlich ist sie wieder "voll da". So fing es meiner Mutter auch an.

Ich bin sowohl mit der Heimleitung als auch mit dem Pflegedienst in Kontakt, aber nochmals vielen Dank, Axel.
Liebe Grüße
Monika
Also am besten man erlebt das nicht (mehr). Was bei Alzheimer ja irgendwie der Fall ist. Also ohne Demenz wäre Alzheimer nicht zu ertragen. :wink:

Am schlimmsten ist wohl der Übergang von "normal" zu "voll ausgeprägtem Alzheimer". Da hat man noch die Möglichkeit auszusteigen. Später nicht mehr.
Monikadie4. hat geschrieben:
Sie lebt in einem Appartment für betreutes Wohnen innerhalb einer Seniorenresidenz und kommt plötzlich mit den Essensplänen und -zeiten nicht zurecht, obwohl sich nichts geändert hat.

Das Recht, mit sowas nicht mehr ganz klar zu kommen, hat sie sich in ihrem Alter ehrlich erworben - mir geht's genau so ('Doris? Was haben wir gesagt, was wir morgen kochen?')

Alles Gute für Euch beide und sorry, wenn ich Dich früher manchmal etwas genervt habe. Doris hält große Stücke auf Dich und ich höre immer mehr auf meine Frau... :D
Oh, herzlichen Dank. Darüber freue ich mich riesig, außerordentlich riesig. Herzhüpfherzhüpf :D
Kuscheln mit Hühnern im Altersheim.

http://www.tagesschau.de/videoblog/very ... n-101.html
Gestern war ich wieder bei meiner dementen Mutter im Altersheim. Tango mortale. Auf dem Hinweg geriet ich mit meinem Fahrrad in ein Schneegestöber. Ich konnte kaum die Autos auf der Straße sehen, die mir entgegenkamen. Da ich ein Elektorad fahre, bin ich ziemlich schnell. Die Schneeflocken peitschten mir in die Augen. Harte Männer lieben so etwas. Der Tag begann gut. Als ich im Altersheim ankam, sah ich mit meinem gefrorenen Bart wie ein starker Holzfäller aus dem Winterwald aus. Die schöne Tangofrau verliebte sich sofort in mich. Ein kleiner Scherz am Rande. Sie hat ja ihren Tangomann. Und ich habe meine alte Mutter.

Meine Mutter lag im Bett und machte gerade ihren Mittagsschlaf. Ich rief: "Auf, auf, es ist Tangozeit." Ohne mich würde sie sogar den Tango verschlafen. Was hat das Leben ohne Tango für einen Sinn? Ohne Lebensfreude? Ohne schöne Ereignisse? Ohne die Liebe? Diese Frage beschäftigte mich gestern. Der Saal war voll. Aber die Alten waren irgendwie müde. Vielleicht lag es am Wetter. Auch meine Mutter brauchte lange um wieder richtig wach zu werden.

Meine Lebensgeister dagegen waren durch das Schneegestöber geweckt worden. Ich tanzte wie ein junger Gott. Na gut. Eher wie ein alter Gott. Aber ich war in einer guten Energie und plötzlich erwachte die Tanzenergie in mir. Ich hatte nun schon einige Tanzabende im Altersheim besucht. Aber irgendwie gelang es mir bisher nicht Kontakt zur Musik zu finden. Ich bewegte mich eher unrythmisch von Fuß zu Fuß. Plötzlich floss die Musik durch mich durch und ich wurde eins mit der Musik. In meiner Jugendzeit war ich oft in Diskotheken zum Tanzen gegangen. Und im Schiurlaub hatte ich zum Schneewalzer die erste Frau geküsst. Sie war Österreicherin und konnte sehr gut küssen. Sie zeigte mir wie es geht. Das tauchte alles spontan in meiner Erinnerung wieder auf. Vielleicht lag es am Schneewalzer, den der Tangomann aus einer Laune heraus eingeschaltet hatte. Plötzlich konnte ich wieder tanzen. Ob ich auch wieder hätte küssen können, weiß ich nicht. Es fehlte die passende Frau.

Mir kam die Idee, dass ich jetzt gerne eine Frau durch die Luft wirbeln würde. Ein Yogi sollte keine Wünsche entwickeln. Sonst können Gedankenformen entstehen, die entsprechende Energien anziehen. Ich bemühe mich normalerweise wünschlos im anhaftungslosen Sein zu ruhen und einfach mit dem Leben zu fließen. Die Dinge kommen wie sie kommen. So kann man am besten seine Glücksenergie bewahren. Kaum hatte ich den Wunsch entwickelt, kam sofort eine alte Frau auf mich zu. Und zwar die einzige, die noch gut tanzen konnte. Sie zog mich auf die Tanzfläche. Wir tanzen wie die Götter. Und zum Schluss wirbelte sie mich sogar durch die Luft. Merkwürdige Dinge geschehen. Irgendwie entwickeln sich Wünsche manchmal anders als geplant.

Das dazu passende Video: Tango Roxanne https://www.youtube.com/watch?v=ic4PQ-tnwJw
Nils hat geschrieben:
Was hat das Leben ohne Tango für einen Sinn?

Nils hat geschrieben:
Ich bemühe mich normalerweise wünschlos im anhaftungslosen Sein zu ruhen und einfach mit dem Leben zu fließen.

:lol:
Dafür bekommtst du den goldenen Sinn verliehen. :lol: :wink:
In der Mitte des Altersheimes befindet sich ein Raum mit einem großen Vogelkäfig. In diesen Raum setzte ich mich und sah den Vögeln zu. Acht Wellensittiche in verschiedenen Farben, grün, gelb und blau, hockten über den Käfig verteilt und schimpften vor sich hin. Sie spiegelten die Energie im Altersheim. Die Alten hocken über das Heim verteilt in ihren Zimmern und haben schlechte Laune. In meinem Geist kreisten Gedanken über die Sinnlosigkeit des Lebens.

Ich beobachtete die Vögel eine Weile und kam dann auf die Idee meine spirituelle Energie auf den ganzen Raum auszudehnen und mich so auch mit den Vögeln zu verbinden. Kaum hatte ich das getan, kehrte Ruhe im Vogelkäfig ein. Die Vögel genossen die gute Energie. Ich hatte sie von der Hölle in den Himmel gebracht. So einfach geht das. Man hebt mit spirituellen Übungen den Energiezustand an und das Lebensgefühl verändert sich. Man lebt im Licht und empfindet auch seine Welt als Licht.

Ich holte meine Mutter, um mit ihr im Vogelraum zu singen und auszuprobieren, wie die Vögel darauf reagierten. Bei einigen Lieder hörten die Vögel still zu (Dat du mien Leevsten büst) und bei anderen sangen sie mit (Vogelhochzeit). Ihr Verhalten änderte sich völlig. Sie bildeten Paare, die sich gegenseitig liebkosten. Ihr Gesang war jetzt eher ein Gezwitscher als ein Geschimpfe. Das fand ich sehr erstaunlich. Sie schienen das Singen mögen. Genau wie meine Mutter. Ich spürte, wie sich ihre Energiekanäle reinigten und sich Glücksenergie in ihr entwickelte.

Nach einiger Zeit war die Energie im Raum so stark, dass wir zur Ruhe kamen und nur noch das Bedürfnis hatten in der Glücksenergie zu meditieren. So mache ich das zuhause als Yogi auch. Zuerst erwecke ich mit einigen Übungen meine Kundalini-Energie und dann meditiere ich im Zustand des Glücks. So ist die Meditation mühelos und genussvoll. Das Erstaunliche war, dass die Vögel die Energie zu spüren schienen. Sie wurden auch still und meditierten gemeinsam mit uns etwa eine Viertelstunde. So konnte ich heute acht Vögel und eine alte Mutter glücklich machen.
seufz....und wieder müssen Tiere als Beweis für irgendwas herhalten.
Und wie man sich mal wieder die Sachen so "hinbiegt" ohne die eigene Verblendung je zu erkennen.
Ok...dann ich mal:
Also,
Wellensittiche kommunizieren sehr vokal miteinander, sind soziale Tiere, Schwarmvögel, die mindestens mit einem anderen Artgenossen gehalten werden sollten.
Was der Mensch als "Schimpfen" empfindet, sind Lautäusserung bei oder nach Störungen. Sie haben so gar nichts mit "schlechtert Laune" zu tun.
Nils betrat den Raum, die Tiere fühlten sich gestört.Vermutlich beobachtete er sie, und sie fühlten sich durch seine "Energie" bedroht.
Als er dann mit einem anderen Menschen wiederkam, konnten die Vögel etwas entspannter sein, denn seine Energie/Aufmerksamkeit richtete sich nicht nur auf sie. Entspannen konnten sie sich, als eine Geräuschkulisse geschaffen wurde, die Aufmerksamkeit der Menschen dann dem Krachmachen/Singen galt...
So kann man die Dinge natürlich auch sehen. Atheisten würden das so interpretieren. Allerdings habe ich die Vögel ziemlich genau beobachtet. Sie meckert nicht wegen mir, als ich den Raum betrat. Und es war sehr deutlich, dass sie still wurden, als ich ihnen meine Energie schickten. Genau in dem Moment. Das ist atheistisch nicht wirklich erklärbar. Und vor allem kann ich Energien spüren und nehme deshalb wahr was geschieht. Mich wundert, dass du Tiere nur als kleine Materieansammlungen siehst. Du lebst doch mit Tieren zusammen. Ich dachte, dass du auch Energien spüren kannst. Ich bin sehr über dich verwundert. Vor allem über deine permanente aggressive und feindselige Art. Das ist völlig unbuddhistisch. Buddha lehrte die umfassende Liebe.

Buddha ging davon aus, dass es eine Ebene der Energie gibt. Von ihm werden viele übersinnliche Fähigkeiten berichtet. Ich akzeptiere den atheistischen Buddhismus. Ich habe kein Problem damit. Es gibt viele buddhistische Richtungen. Alle haben ihren Sinn. Ich habe schon zu viele Energieübertragungen erhalten, um diese Ebene verneinen zu können. Und vor allem traue ich meiner eigenen Wahrnehmung. Ich habe die Vögel genau beobachtet. Und du warst nicht dabei.
Nils hat geschrieben:
So kann man die Dinge natürlich auch sehen. Atheisten würden das so interpretieren. Allerdings habe ich die Vögel ziemlich genau beobachtet. Sie meckert nicht wegen mir, als ich den Raum betrat. Und es war sehr deutlich, dass sie still wurden, als ich ihnen meine Energie schickten. Genau in dem Moment. Das ist atheistisch nicht wirklich erklärbar. Und vor allem kann ich Energien spüren und nehme deshalb wahr was geschieht. Mich wundert, dass du Tiere nur als kleine Materieansammlungen siehst. Du lebst doch mit Tieren zusammen. Ich dachte, dass du auch Energien spüren kannst.


Der Vorwurf, man sei ein Materalist und sähe Tiere rein als Materiensammlung ist doch ein Hammervorwurf. Damit wird einem ja das ganze Mitgefühl mit Tieren abgesprochen.

Wenn Tara die Vögel als anders denkend und anders kommunizierend annimmt als uns Säugetiere, dann muss das doch in keinster Weise abwertend sein. Im Gegenteil kann es sogar Zeichen höchstens Respekts vor der ganz anderer Vogelhaftigkeit, mit ihrern anderen Traditionen und Kommunikationsweisen sein.

Vielleicht gehört sie ja zu den Leuten, die die Komunikation mit den Gefiederten Schritt für Schritt mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld lernen musste? So wie man die chinesischen Schriftzeichen Schritt für Schritt lernen kann und eher die "intuitive" Heranghensweise zu vermuten, dass seien einfach nur eine ganz komisch geschriebene Variante des ABCs seis, in die Irre führt.
Und vor allem traue ich meiner eigenen Wahrnehmung. Ich habe die Vögel genau beobachtet. Und du warst nicht dabei.


Alles klar, ja, das muss man wohl auch so schreiben, um der eigenen "Wahrnehmung" zu "trauen", um so etwas zu schreiben, vermeinen wahr zu nehmen.
Tatsachen ignorieren, weiter in der eigenen Realität leben, in der man Flüchtlingen Konsumgier, Streben nach dem schnellen Glück unterstellen, nur weil sie schrumplige Äpfel von einem hmmm "kleinen Yogi Nils" nicht annehmen möchten. Das muss ja sehr einfach sein, alles sich so zurecht zu biegen, nicht wahr, Nils?

Ja, ich war nicht dabei, Nils. Ich lebe nur seit 48 Jahren auch mit Vögeln wie Wellensittchen, Krähen, und grossen Papageien und 2 Raben zusammen...Und ich lebe auch mit vielen vielen anderen Tieren zusammen und münze das, was ich beobachte, nicht auf meine kleine Realität.
Was ist all das gegen Deinen eigenen Eindruck, gegen Deine "Faktengestaltung"...nichts...Ich weiss, es ist nichts gegen so eine Wahrnehmung, wie Du sie hier wieder propagierst, ständig propagieren musst, Deine Fähigkeit Licht und Energie zu schicken scheinbar.... naja, nur weil Du es dauernd behauptet wird, wird es nicht wahrer... Waum nur dieser Geltungsdrang, Nils?
Hättest Du diese Fähigkeiten, zu Orakeln, wirklich Liebe zu verbreiten denn Abneigung, Energie zu schicken denn Abwehr und Kopfschütteln zu provozieren...nun, dann würdest Du vielleicht ruhig sein, in der Stille wirken, nur im Sinne wirklich Gutes zu tun und nicht sich selbst ständig zu profilieren.... Das ist so, als ob jemand behauptet oder in sein Profil schreibt, er/sie es sei "Mystiker"...
Klappern gehört zum (unredlichem) spirituellem Handwerk....
Egal, Du wirst hier und anderorts weiter machen, und vermutlich ist das auch gut so, andere werden so irgendwann lernen, zwischen Trug und Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung und Wahn zu untescheiden.

ich bin keine Atheistin, Nils.
Ich lebe seit vielen Jahrten in der Natur und achte sie als das, was sie ist. Ich versuche sie nicht "zurecht zu dichten" nach meinen kleinen Bedürfnissen. Ich muss hier nicht meinen Eremitenstatus duaernd propagieren. Ich lebe ihn. Punkt.
Der Vorwurf, man sei ein Materalist und sähe Tiere rein als Materiensammlung ist doch ein Hammervorwurf. Damit wird einem ja das ganze Mitgefühl mit Tieren abgesprochen.


Danke, Void.


Wenn Tara die Vögel als anders denkend und anders kommunizierend annimmt als uns Säugetiere, dann muss das doch in keinster Weise abwertend sein. Im Gegenteil kann es sogar Zeichen höchstens Respekts vor der ganz anderer Vogelhaftigkeit, mit ihrern anderen Traditionen und Kommunikationsweisen sein.

Vielleicht gehört sie ja zu den Leuten, die die Komunikation mit den Gefiederten Schritt für Schritt mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld lernen musste? So wie man die chinesischen Schriftzeichen Schritt für Schritt lernen kann und eher die "intuitive" Heranghensweise zu vermuten, dass seien einfach nur eine ganz komisch geschriebene Variante des ABCs seis, in die Irre führt.


Was die Wellensittiche angeht...
Nun...ich nehme sie wohl nicht alleine so wahr, vermenschliche nicht ihr Verhalten..und schau mal...
hab ich grad im Netz gefunden...so mal ganz ohne Esosterik und Energiehokuspokus... einfach nur mal so beobachtet...
https://www.welli.net/sprache-wellensittiche.html

Ich weiss, ich werde einige Menschen halt nie erreichen, ist auch gar nicht meine Absicht...aber...wenn die Kirche im Dorf steht, kann man sie trotz aller Esoterik und Trug und Einfalt halt nicht wegzaubern...nach meiner bescheidenen Ansicht...
Tara4U hat geschrieben:
Deine Fähigkeit Licht und Energie zu schicken scheinbar.... .


Kann man das viellicht auf der grunsätzlichen Ebene diskutieren, statt das das zu sehr ins Persönliche abdriftet?

Du bist ja, soweit ich das verstanden habe, dem tibtischen Buddhismus zugetan, oder? Da geht es ja ganz häufig um heilsame Energie und Segen und es gibt auch allerlei Erzählungen von Übernatürlichem, oder? Und eben auch ganz einfältige Formen der Volksfrömmigkeit bis hin zur sprichwörtlichen Gebetsmühle.

Inweiweit unterscheidet sich denn das Segens-Verständnis des tibtischen Buddhismus von dem was Nils da propagiert?
( Jetzt ganz unabhängig davon, ob man ihn als selbstgefällig sieht oder nicht)

Kann man da eine klare Linie ziehen?

Ich habe da teilweise sogar das Gefühl, als sei die esoterische Auffassung, nach der Segen eine Energie, die man erzeugen kann, irgendwie "materialistisch".

So als wäre "Segen" eine Art Lebensenergie, die sich im Raum ausbreitet und Vögel und Mütter mit Freude erfüllt - so eine rosa Woke von Freude und Antrieb verleihendem Lachgas.
ok, void, was auch immer

und ja, ich bin der tibetischen Richtung sehr verbunden.
Und trotzdem, oder auch gerade deswegen, weiss ich, wie leicht man einen Trug aufsitzen kann.
Und ich werde niemals mich anmassen, etwas wie "Licht" und "Energie" jemanden zu senden.
Was ich mache, mache ich still, aus dem tiefen Wunsch heraus, jemanden gut sein zu dürfen.
Und...ich lasse die Kirche im Dorf.
:)
Karneval im Altenheim. Rosenmontag. Die Narren sind los. Die Polonaise tobt durch den Saal. Mittendrin meine Mutter und ich. Meine Mutter wird nächste Woche 92. Ich hatte etwas Angst um sie. Die Altenpflegerinnen hatten sich als Märchenfiguren verkleidet und waren ziemlich überdreht. Die Geschwindigkeit der Polonaise überstieg bei weitem die Schlurffähigkeit meiner Mutter. Aber irgendwie kamen wir ohne Sturz wieder bei ihrem Sitz an. Und es hatte ihr Spaß gebracht.

Obwohl ihr nicht ganz klar war, wo sie gelandet war. Schließlich war sie dement. Sie erkannte den festlich geschmückten Saal nicht wieder. Die laute Partymusik war ihr völlig fremd. Und dann waren da die vielen merkwürdigen Märchengestalten, Rotkäppchen, Schneewittchen, Dornröschen, ein schöner Prinz und jede Menge fellbekleidete Häschen. Das Altersheim hatte einen professionellen Kostümverleih engagiert. Demente Menschen kann das schon etwas in Verwirrung bringen. Zum Glück war ich da. Und mich kannte meine Mutter. Ich hatte mich auch nicht verkleidet. Ich sehe schon im Normalzustand wie ein als Yogi verkleideter Holzfäller aus. Langer Bart, drei Paar Hosen (weil es im Wald so kalt ist), dicke Wanderschuhe, eine dicke Wolljacke und ein glückselig grinsendes Gesicht.

Mir fiel es etwas schwer, aus meiner Yogi-Lichtwelt in der feuchtfröhlichen Gute-Laune-Partywelt anzukommen. Aber nach einigen Gläsern Bowle mit viel Alkolhol war auch das geschafft. Vor allem wenn man wie ich keinen Alkohol gewöhnt ist. Dürfen Alte so viel Alkohol trinken? Oder lag das daran, dass ich die vielen alkoholgetränkten Früchte gegessen hatte? Auch die meiner Mutter. Und meine Mutter hatte plötzlich viel Durst. Wir orderten immer wieder Nachschub bei Schneewittchen.

Schneewittchen war übrigens ziemlich dick und hatte große Power. Und sie hatte es auf mich abgesehen. Immer wieder forderte sie mich zum Tanzen auf und schleuderte mich durch den Saal. Meine Mutter erfreute das. Sie sah uns gerne zu. Aber ich kam schnell aus der Puste. Ich bin normalerweise gewohnt mich nur langsam zu bewegen. Wie es sich für einen halberleuchteten Yogi gehört. Aber Schneewittchen sah vermutlich nicht einen Yogi, sondern einen attraktiven Prinzen in mir. Und es gab nicht viele tolle junge Männer im Angebot. Jedenfalls nicht hier im Altersheim.

Das Programm war gut durchdacht. Die Altenheimmitarbeiter führten viele Märchensketche auf. Und zwischendurch wurde wild getanzt. Am besten war die dicke Ansagerin, die sich als Zauberin verkleidet hatte. Ein schwarzer Hut, ein schwarzer Umhang und ein Zauberstab. Damit zauberte sie immer wieder neue Märchenfiguren hervor, die dann aus dem Hintergrund in den Saal traten. Die Zauberin hatte eine sehr liebevolle Ausstrahlung und einen großen Humor. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können. Jedenfalls fuhr ich voller guter Laune wieder in meinen Märchenwald zurück. In meinem Kopf summte es: "Die Karawane zieht weiter, der Yogi hat Durst ..."
https://www.youtube.com/watch?v=hdB3qqdRJfQ
Bei meiner Mutter war es gestern wieder sehr gut. Als ich kam, schlief sie. Ich bin dann erst mal zum Altersheimcafe gegangen und habe mir den Bauch mit Kuchen vollgeschlagen. Kaum war ich satt, wachte meine Mutter auf und kam von alleine an. Wir sind dann mit einer anderen alten Frau zu unserer Bank zum Singen gegangen. Die Frau hatte gerade Geburtstag gehabt, ist 88 Jahre alt geworden und ich habe ihr Geburtstagslieder gesungen. Das hat sie glücklich gemacht.

Nach und nach kamen immer mehr alte Frauen hinzu. Ich sang zweieinhalb Stunden mit ihnen. Als ich alle Lieder aus meinem Liederbuch gesungen hatte, konzentrierte ich mich auf die Lieblingslieder der alten Frauen und wiederholte sie immer wieder. "Der Kuckuck und der Esel. Es klappert die Mühle am rauschenden Bach. Grün grün grün sind alle meine Kleider. Ein Vogel wollte Hochzeit feiern. Jetzt fahrn wir übern See. Drei Chinesen. Die kleine Wanze." Sie wirkten wie ein Mantra und reinigten sie spirituell.

Ich versuchte es auch mit einigen christlichen Liedern. "Gottes Liebe ist so wunderbar. Er hält die ganze Welt in seiner Hand." Meine Mutter kannte sie nicht und weigerte sich mitzusingen. Da sie sich nichts mehr merken kann, konnte sie die Lieder auch nicht mehr neu lernen. Einige andere Frauen mochte diese Lieder aber und sangen mit. Ich werde wohl in Zukunft ein bis zwei christliche Lieder einfügen. Das ist für meine Mutter noch akzeptabel und das Altersheim wird es freuen, weil es ein christliches Heim ist.

Das einzige christliche Lied, das alle lieben, ist "Der Mond ist aufgegangen." Sehr spirituell finde ich die Strophe: "Gott lass uns dein Heil erschauen, auf nichts Vergängliches trauen, nicht Eitelkeit uns freun. Lass uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein." Die Alten mochten vor allem die letzte Strophe: "So legt euch denn ihr Brüder in Gottes Namen nieder. Kalt ist der Abendhauch. Verschone uns mit Strafen und lass uns ruhig schlafen. Und unsern kranken Nachbarn auch." Es gibt viele körperlich und geistig kranke Menschen im Altersheim. Besonders berührte mich eine alte Frau in einem Rollstuhl, die kaum noch sprechen konnte, aber voller Begeisterung mitsang.

Einige noch nicht so alte Frauen interessierten sich für das indische Harmonium. Ich erzählte ihnen, dass christliche Missionare dieses Instrument für Indien entwickelt hatten. Es wurde in Indien so beliebt, dass es zu einem Hauptinstument für Yoga-Bhajans geworden ist. So kam es dann Ende letzten Jahrhunderts mit dem Yoga in den Westen. Daraufhin wollten die Frauen auch indische Lieder hören. Mein neustes Lied "Sita Ram" konnten sie sofort mitsingen. Es ist ein einfaches Mantra, dass uns an die große Liebe zwischen der schönen Prinzessin Sita und dem indischen Prinzen Ram erinnert.

Ich spürte, wie die Energie im Raum immer mehr gereinigt und von Frieden und Glück erfüllt wurde. War meine Mutter am Anfang noch sehr unruhig und wollte immer wieder aufstehen, saß sie zum Schluss glückselig auf ihrem Platz und war kaum dazu zu bewegen zum Essen zu gehen. Aber das Abendbrot wartete und so endete ein schöner Liederabend. Und ich fuhr mit dem Fahrrad beschwingt und voller Lieder zurück in meine Yogihütte im Wald.
Angehörigen-Versammlung im Altersheim. Der Heimleiter, ein smarter Intellektueller, und der Vorsitzende des Freundkreises, ein Macho mit Selbstdarstellungsdrang, redeten und redeten. Meine Mutter erklärte alle fünf Minuten: "Es ist langweilig. Warum reden die so viel. Ich will hier weg." Ich erklärte ihr, dass manche Männer sich gerne reden hören. Da müsse man jetzt durch. Zwischendurch gab es ja auch einige wichtige Informationen. Zum Beispiel stellte sich die neue Heimleiterin vor. Sie redete zwar nicht so viel wie ihre Vorredner, aber sie fand sich sehr witzig. Sie machte Witze, die nur sie selbst verstand. Und dann lachte sie als einzige darüber. Sie erinnerte mich an mich.

Beim Abendessen lernte ich die neue Tischnachbarin meiner Mutter kennen. Eine Christin. Worüber soll man mit einer Christin reden? Über das Paradies. Dazu wusste sie leider nicht viel zu sagen. Sie war zwar sicher, dass sie nach ihrem Tod ins Paradies kommen würde. Aber was das genau ist und wie es dort aussieht, konnte sie mir leider nicht sagen. Darüber scheint man in der evangelischen Kirche nicht viel zu sprechen. Wahrscheinlich weiß keiner etwas Näheres darüber. Es hat irgendwas mit Gott zu tun. Man lebt dann bei Gott. Die Christin wollte sich überraschen lassen.

Ich erinnerte sie an die Paradiesgeschichte in der Bibel. Dort wird das Paradies als ein schöner Garten voller Obst und nackter Menschen beschrieben. Bei den Evangelikalen tragen die Menschen dann schon moderne Kleidung und machen Picknick. Von Zeit zu Zeit kommt ein alter Mann zu Besuch, der sich Gott nennt. Vielleicht wohnt er auch im Paradies. Man weiß es nicht so genau. Der Christin fiel zum Paradies nur Adam und Eva ein. Aber das ist lange her. Mich erstaunte, dass sie sich das Paradies nicht bildlich vorstellte.

Im Yoga sieht man es als eine Bewusstseindimension. Es geht letztlich um die Erweckung des inneren Glücks. Dann kann sich das Paradiesbewusstsein entfalten. Bilder können dabei helfen. Bei Yoga Vidya las ich, dass die Seele eines Yogis nach dem Tod drei Ebenen durchquert. Zuerst gelangt sie in die erdnahe Energiespähre (Bhur). Von dort aus kann sie gut Kontakt zu den Mitmenschen aufnehmen. Viele erleuchtete Yogis erscheinen nach ihrem Tod ihren Anhängern. Mir ist zum Beispiel Swami Vishnudevananda erschienen und hat mich umarmt. Er wollte damit sagen, dass ich zu seinen Leuten gehöre, obwohl ich einen sehr eigenen Yogaweg gehe. Ich betone eher das intuitive Üben und die Sivananda Organisation den traditionellen Yoga. Seine Lehre war "Einheit in Vielfalt".

Nach der erdnahen Spähre gelangt die Seele in die Astrahlwelt (Bhuva). Dort können Gedankenformen existieren und den Menschen auf der Erde helfen. So erschien mir Swami Sivananda mehrmals viele Jahre nach seinem Tod im Traum und führte mich auf meinem Yogaweg. Er gab mir wichtige Informationen, die ich brauchte.

Die dritte Ebene ist dann Swaha, der Bereich des Glücks, das Paradies. Dort hin gelangte ich einmal in einer Meditation. Mein Ego löste sich auf und ich ruhte in tiefem Frieden und einem unermesslichen Glück. Ich erfuhr diesen Energiebereich als einen Ort der höchsten Wahrheit. Ich begriff tiefe psychische Wahrheiten und erkannte diesen Ort als das Ziel der Seeleninkarnationen.

Je nach Karma kann eine Seele kürzere oder längere Zeit in diesem Ort des höchsten Glücks im Jenseits verweilen. Dann muss sie sich entscheiden, ob sie sich auf der Erde reinkarnieren will (der Bodhisattva-Weg) oder ob sie völlig eins mit dem göttlichen Bewusstsein werden will. Im Buddhismus nennt man das das Eingehen ins Nirvana. Nach der Lehre des Yoga kann ein Yogi im Zeitpunkt seines Todes entscheiden, ob er wieder zur Erde zurückkommen oder ganz in Gott eingehen will.

Die große Frage ist, wie man ins Paradies im Jenseits kommen kann. Grundsätzlich durch ein spirituelles Leben. Hilfreich ist es einen erleuchteten Meister zu haben, der einem beim Tod aus einer höheren Dimension heraus helfen kann. Letztlich stärkt er einen in der Fähigkeit sich selbst zu helfen, ein Mantra zu denken, in die umfassende Liebe zu gelangen und zu meditieren. Wenn man beim Tod alle weltlichen Anhaftungen auflöst und sein Bewusstsein ruhig und positiv hält, steigt man mit seinem Geist ins Licht auf. Ein reines Bewusstsein ist der Weg ins Paradies. In der Bergpredigt steht: "Selig sind die im Herzen Reinen, denn sie werden Gott schauen."

Und wie kann man seinen Mitmenschen auf dem Weg ins Paradies helfen? Diese Frage stellt sich mir wieder einmal aktuell, weil die Zimmerkollegin meiner Mutter im Sterben liegt. Da meine Mutter dement ist, legt das Altersheim offensichtlich alle Menschen in ihr Zimmer, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Das ist für meine Mutter sicherlich keine einfache Sache. Aber sie ist stark genug damit umzugehen. Und ich kann eine Sterbebegleitung nach der anderen machen.

Die jetzige Zimmerkollegin meiner Mutter ist eine starke, schweigsame Frau. Sie hat viel gelitten und viele Jahre sehr alleine in ihrer Wohnung gelebt. Sie ist geistig noch wach, aber es ist schwer mit ihr in Kontakt zu kommen. Schickt ihr Licht, Liebe und Kraft, damit sie ins Licht aufsteigen kann.

http://www.yoga-aktuell.de/ck17-yoga-ma ... h-dem-tod/

https://www.yoga-vidya.de/reinkarnation ... h-dem-tod/

https://www.yoga-vidya.de/reinkarnation ... euchteten/
image.jpg

Quelle: Gonsar Rinpotsche - Tantra der 21 Taras

OM TARE TUTTARE TURE SOHA
_()_
Nils hat geschrieben:

...

Beim Abendessen lernte ich die neue Tischnachbarin meiner Mutter kennen. Eine Christin. Worüber soll man mit einer Christin reden? Über das Paradies. Dazu wusste sie leider nicht viel zu sagen. Sie war zwar sicher, dass sie nach ihrem Tod ins Paradies kommen würde. Aber was das genau ist und wie es dort aussieht, konnte sie mir leider nicht sagen. Darüber scheint man in der evangelischen Kirche nicht viel zu sprechen. Wahrscheinlich weiß keiner etwas Näheres darüber. Es hat irgendwas mit Gott zu tun. Man lebt dann bei Gott. Die Christin wollte sich überraschen lassen.

Ich erinnerte sie an die Paradiesgeschichte in der Bibel. Dort wird das Paradies als ein schöner Garten voller Obst und nackter Menschen beschrieben. Bei den Evangelikalen tragen die Menschen dann schon moderne Kleidung und machen Picknick. Von Zeit zu Zeit kommt ein alter Mann zu Besuch, der sich Gott nennt. Vielleicht wohnt er auch im Paradies. Man weiß es nicht so genau. Der Christin fiel zum Paradies nur Adam und Eva ein. Aber das ist lange her. Mich erstaunte, dass sie sich das Paradies nicht bildlich vorstellte.

...



Hallo lieber Nils.

Im Christentum wie ich es kenne wird eher vom Himmelreich, von Gott und Gottes Reich geredet, bzw. Jesus redete davon den Überlieferungen nach.
Es gibt zwar auch das Wort "Paradies" für Gottes Reich oder den Himmel, aber es kommt nicht so oft vor, denke ich.
Bekannt ist natürlich die Stelle bei Lukas:

Lukas, Kapitel 23

...

43 Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

...


Quelle: http://www.bibelwerk.de/home/einheitsuebersetzung - Die Bibel - Neues Testament - Lukas, Kapitel 23 - Einheitsübersetzung



Ansonsten kommt das Wort "Paradies" in den 4 Evangelien nichtmehr vor und auch in der Bibel insgesamt nur 9 Mal, der Begriffsuche nach.
Während man beim Wort "Himmel" 806 Treffer in der gesamten Bibel hat und beim Wort "Gottes Reich" sogar 2447 Treffer.

Quelle: http://www.bibelwerk.de/home/einheitsuebersetzung?mode=normal - Begriffsuche


Wie du richtig schreibst, gibt es die Paradiesgeschichte ganz am Anfang des alten Testaments.
Dieses Paradies dort, der Garten Eden, ist aber ein Ort auf der Erde wo Adam und Eva lebten und von dort dann verstoßen wurden.

Das ergibt sich für mich aus dem Gesamtzusammenhang der Geschichte, aber auch an diesen Stellen kann man sehen, dass das damalige Paradies ein Ort auf der Erde gewesen sein muß:

1. Buch Mose, 2. Kapitel

...

4b Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,

5 gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;

6 aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.

7 Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.

8 Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.

9 Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

10 Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert; dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen.

11 Der eine heißt Pischon; er ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo es Gold gibt.

12 Das Gold jenes Landes ist gut; dort gibt es auch Bdelliumharz und Karneolsteine.

13 Der zweite Strom heißt Gihon; er ist es, der das ganze Land Kusch umfließt.

14 Der dritte Strom heißt Tigris; er ist es, der östlich an Assur vorbeifließt. Der vierte Strom ist der Eufrat.

...


Quelle: http://www.bibelwerk.de/home/einheitsuebersetzung - Die Bibel - Altes Testament - 1. Buch Mose, 2. Kapitel - Einheitsübersetzung



1. Buch Mose, 3. Kapitel

...

23 Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.

24 Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.


Quelle: http://www.bibelwerk.de/home/einheitsuebersetzung - Die Bibel - Altes Testament - 1. Buch Mose, 3. Kapitel - Einheitsübersetzung



Nur mal so, falls es dich oder andere interessiert.

Und alles nur meine Meinung. Ich bin kein Profi.

Und danke für deine Beiträge Nils, auch wenn ich nicht immer alles lese. Aber ist mal eine andere Herangehensweise und schöne Abwechslung. :)

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Wie du richtig schreibst, gibt es die Paradiesgeschichte ganz am Anfang des alten Testaments. Dieses Paradies dort, der Garten Eden, ist aber ein Ort auf der Erde wo Adam und Eva lebten und von dort dann verstoßen wurden. Das ergibt sich für mich aus dem Gesamtzusammenhang der Geschichte, aber auch an diesen Stellen kann man sehen, dass das damalige Paradies ein Ort auf der Erde gewesen sein muß:
1. Buch Mose, 2. Kapitel 4b Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,. Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
8 Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. 9. Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. 10 Ein Strom entspringt in Eden, der den Garten bewässert; dort teilt er sich und wird zu vier Hauptflüssen. ...23 Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war. 24 Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Nur mal so, falls es dich oder andere interessiert. Und alles nur meine Meinung. Ich bin kein Profi. Und danke für deine Beiträge Nils, auch wenn ich nicht immer alles lese. Aber ist mal eine andere Herangehensweise und schöne Abwechslung. :) Liebe Grüße

Lieber Raphy, gerne sorge ich hier mal für Abwechslung. Es sind nur Diskussionsanregungen. Jeder kann darüber seine eigene Meinung haben. Ich bevorzuge das rationale wissenschaftliche Denken, verbunden mit meinen spirituellen Erfahrungen. Danach halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass die Erde nicht durch die Evolution, sondern durch einen Schaffensakt eines Wesens namens Gott entstanden ist. Nach der wissenschaftlichen Forschung gab es keinen Ort auf der Erde wie der von Moses beschriebene Garten Eden. Die Erde ist vermutlich auch älter als 6000 Jahre, dem Zeitpunkt der Erschaffung nach der Bibel. Aus meiner Sicht machen die meisten Geschichten in der Bibel nur Sinn, wenn man sie symbolisch versteht. Die Verfasser der Bibel besaßen das Wissen von der Erleuchtung, vermutlich von den alten Ägyptern. Sie drückten es in symbolischen Bildern aus. Genauso wird in östlichen Religionen wie dem Hinduismus vorgegangen. Die Paradiesgeschichte ist visualisiert ein Weg die Kundalini-Energie zu erwecken. Dadurch gelangt man in das Paradies, weil sich durch das innere Glück das Bewusstsein ändert.
Nils hat geschrieben:
...

Nach der wissenschaftlichen Forschung gab es keinen Ort auf der Erde wie der von Moses beschriebene Garten Eden.

...



Es ging mir weniger darum, ob das alles wahr ist und wirklich so passiert ist. Sondern in der Geschichte über den Garten Eden wird aus meiner Sicht klar deutlich, dass es um ein Paradies auf der Erde geht.
Ob diese Geschichte stimmt oder nicht oder symbolisch zu sehen ist, ist eine andere Frage, würde ich sagen.

Ich wollte damit nur deutlich machen, dass aus meiner Sicht das Paradies aus dieser Geschichte nicht gleich der Himmel ist oder das Reich Gottes von dem Jesus sprach. Auch wenn dafür manchmal das Wort Paradies benutzt wird. Und es vielleicht auch Ähnlichkeiten gibt.

Aber wenn du auf die symbolische Sichtweise dieser Geschichte festgelegt bist, stellt sich dir vielleicht garnicht die Frage. Dann ist es wohl eher wie eine Meditation oder Meditationsanleitung. Vermute ich mal.

:)

Liebe Grüße
Nils hat geschrieben:
... Ich bevorzuge das rationale wissenschaftliche Denken, verbunden mit meinen spirituellen Erfahrungen.

:lol:
Was wohl bedeuten soll, dass du je nach Opportunität auf die Wissenschaft zurückgreifst, um Irrationalitäten, die nicht die deinen sind, zurückzuweisen.
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