Tages-Orakel

Moderator: void

1191 Beiträge
Ich liebe Orakel. Sie sind ein wesentlicher Teil meiner spirituellen Praxis. Ich verbinde mich jeden Tag mit dem Buddha Amitabha und ziehe dann eine Orakelkarte. Ich empfinde mich dabei als von Amitabha geführt. Das kann man anders sehen. Es gibt viele Wege mit Buddha Amitabha zu praktizieren. Die Essenz meiner Orakelpraxis ist es jeden Tag über sich selbst nachzudenken. Als Inspiration dienen dabei die Orakelsprüche. Ein Orakel hilft uns positive Eigenschaften zu entwickeln. Es inspiriert uns auf dem spirituellen Weg.

Wir können hier gerne über die einzelnen Orakelsprüche und Geschichten diskutieren. Jeder darf auch eigene Sprüche einfügen. Was ist dein positiver Satz für den Tag? Was könnte für andere Menschen hilfreich sein? Möge das Tagesorakel hilfreich für uns auf dem spirituellen Weg sein.
Sieger. Du hast gesiegt oder wirst siegen. Ein großer Erfolg. Ein großer Sieg. Die Buddhas jubeln dir zu. Was ist dein großer Sieg heute? Feier den Tag. Freue dich über deinen Sieg. Genieße deinen Erfolg. :D :!:

Die fünf Grundsätze der Gesundheit

Die wichtigsten Grundsätze der Gesundheit sind gesunde Ernährung, Schadstoffe vermeiden, regelmäßig Sport, ausreichende Entspannung und positives Denken. Wir können sie leicht in unseren Alltag integrieren, wenn wir es wollen. Diese fünf Grundsätze der Gesundheit schenken uns ein langes, gesundes und glückliches Leben. Wenn wir nach diesen Grundsätzen leben, können wir die meisten Krankheiten vermeiden. Wenn wir trotzdem einmal krank sind, werden wir erheblich schneller gesund.

1. Ernähre dich gesund. Es wird empfohlen wenig oder kein Fleisch zu essen und sich zur Hälfte von Rohkost (rohem Obst und Gemüse) zu ernähren.

2. Vermeide Schadstoffe. Drogen, Rauchen und Alkohol verursachen viele Krankheiten und verkürzen normalerweise das Leben erheblich.

3. Bewege dich ausreichend. Ein- oder zweimal am Tag eine halbe bis eine Stunde Ausdauersport (Gehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen) halten den Körper stark und gesund. Notfalls reicht auch eine halbe Stunde auf dem Heimtrainer (Rad, Laufband) oder dynamischer Yoga. Wenn es gar nicht anders geht, bewege dich mindestens am Wochenende eine Stunde.

4. Entspanne dich ausreichend. Stress schadet der Gesundheit. Stress sollte immer wieder durch ausreichende Erholungsphasen, Yoga oder Meditation abgebaut werden. Für das innere Glück ist es wichtig im persönlich richtigen Verhältnis von Aktivität (Arbeit) und Ruhe zu leben.

5. Denke positiv. Vermeide Stressgedanken. Positive Gedanken führen zu positiven Gefühlen und zu einem glücklichen Leben. Motiviere dich mit positiven Sätzen und Vorstellungen. Lies positive Bücher und habe eine positive Aufgabe (Hobby). Pflege einen positiven Umgang mit deinen Mitmenschen.

Zitat Welt online (Mai 2011): „Wer sich richtig ernährt, darf auf einen Zuschlag von bis zu 20 Jahren hoffen„, sagt der Jenaer Ernährungswissenschaftler Michael Ristow. Zitat Focus online (2008): "Vier einfache Verhaltensregeln verlängern das Leben durchschnittlich um 14 Jahre: nicht rauchen, etwas Sport treiben, nur mäßig Alkohol trinken und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen. Das berichten britische Forscher, die seit 1993 das Schicksal von mehr als 20 000 Probanden im Alter von über 45 Jahren verfolgt haben. Die Studie ist den Autoren zufolge Teil der größten Untersuchung zu Ernährung und Gesundheit, die jemals unternommen worden sei. Die Untersuchung EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) erstreckt sich insgesamt über zehn europäische Länder."
Namaste!

Vor etwa 20 Jahren hatte ich mal das Taschenbuch "Arbeitsbuch zum I-Ging" geliehen, es durchgelesen und damit etwas herumexperimentiert.
Da das I-Ging die Eigenschaft hat, Antworten auf Fragestellungen zu geben (stets passend, aber vage und mystisch und auch häufig zweideutig, bzw. offen auf zwei Möglichkeiten verweisend), behielt ich es in Erinnerung als Möglichkeit, es irgendwann, wenn mal schwierigere Entscheidungen anstehen, zu konsultieren.

Vor ein paar Jahren dann hatte ich mir eine umfassendere Ausgabe davon selbst gegönnt und es erstmal beiseite gelegt.

Als dann wirklich mal eine wichtige Entscheidung zu treffen war und ich das I-Ging dann zur Hand nahm um "seine Meinung" zu lesen, die enthaltene Tüte mit den Orakel-Münzen anstand auszupacken, da überlegte ich kurz und stellte das ganze Werk wieder zurück ins Regel. Die Münz-Tüte blieb ungeöffnet. Ich traf meine eigene Entscheidung. Ohne Orakelspruch.
Und ich denke ich habe mich dabei richtig entschieden. Ohne Aberglaube, Wahrsagerei und "kosmische Mystik" - einfach nur durch gründliches Abwägen und wohl auch aus "Bauchgefühl".
Seither steht ein Orakelspruch nicht mehr zu Disposition. Stand er nie.

Shinran Shonin hatte seinerzeit Wahrsagerei, Orakelsprüche und Aberglaube als unvereinbar mit seinem Nenbutsu-Weg angesehen und auch seine Schüler dazu angehalten, davon abzusehen.
Andere buddhistische Schulen, die auf Buddha Amida vertrauen, mögen das vielleicht anders sehen, und in ihren Tempeln Orakelsprüche zulassen (in vietnamesischen und in chinesischen Tempeln erlebt).
Trotzdem sollte man als Buddhist bedenken, dass die Zufluchtnahme in Buddha, Dharma und Sangha erfolgt, und nicht etwa in Wahrsager und Orakelsprüche.

Natürlich geht jeder seinen eigenen Weg so, wie er es für richtig hält, bzw. wie es ihm gelehrt wurde.
Folglich spricht im Grunde genommen erstmal (abgesehen von Shinrans Abneigung) nichts gegen das Orakeln, solange man darauf nicht mehr vertraut als auf Buddha, Dharma und Sangha.

Was aber das Beschreiten des Weges selbst angeht, so spricht aber grundsätzlich auch nichts für das Orakeln. Es ist in diesem Zusammenhang weder notwendig noch zweckdienlich.

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Es gibt ja anscheinend so eine Art "positives Denken" Tarot, aber ich weiß nicht was einem das sagen soll. Dagegen finde ich ein klassisches Deck sehr anspruchsvoll. Die Besonderheit ist dass diese die Licht und Schattenseiten ausleuchten - in Verbindung mit dem jeweiligem Bewusstseinszustand und Archetyp. Manchmal, sehr selten noch, lege ich Crowley. Ich habe früher auch mal mit dem I Ging gearbeitet. Früh wurde mir dabei klar, dass diese auf kurzfristige Zeitdistanz, nach karmischer Gegebenheit, wahre Aussagen machen ( wenn dieses ist ist jenes ), aber auch, dass diese Sachen sehr tiefgründig sind, und eine wirklich wasserdichte Deutung ein lebenslanges Studium erfordern dürfte. Was bringt es einem zu wissen wie was ist, es ist auf jeden Fall multiplex und vielschichtig, so wie Materie und Bewusstsein halt. Sobald man zu wissen meint so und so gestaltet sich etwas, wird sich gestalten, gestaltet es sich nicht genau in dieser Weise, im Moment der Bewusstwerdung greift der Geist für gewöhnlich ein und die Dinge verändern sich. Deswegen legt man in zwei Minuten nicht dieselben Karten oder "Stäbchen". Über sich, andere oder die Dinge nachzudenken ist auf jeden Fall Zeitverschwendung. denn das Denken ist vorgefärbt durch Gefühle und Vorstellungen und kein Moment gleicht dem nächsten oder vorherige, es gibt also keinen greifbaren Status Quo, der als Ausgangspunkt einer Analyse dienen könnte, zu mal das Denken ja selber im Fluss ist und wiederum verändernde Auswirkungen hat.
blue_aprico hat geschrieben:
Manchmal, sehr selten noch, lege ich Crowley. Ich habe früher auch mal mit dem I Ging gearbeitet.

Aha, auch ein Orakelfreund.

blue_aprico hat geschrieben:
dass diese Sachen sehr tiefgründig sind,

So ist es.

blue_aprico hat geschrieben:
und eine wirklich wasserdichte Deutung ein lebenslanges Studium erfordern dürfte.

Es gibt keine wasserdichte Deutung. Jeder hat seinen individuellen Weg. Jeder denkt entsprechend seinen Fähigkeiten. Ich bin für die Demokratisierung des Denkens. Jeder darf und sollte denken. Das ist sehr wichtig in der Politik. Aber auch Buddha fordert uns auf selbst zu denken.

blue_aprico hat geschrieben:
Über sich, andere oder die Dinge nachzudenken ist auf jeden Fall Zeitverschwendung.

Das sehe ich allerdings ganz anders. Denken kann oft hilfreich sein. Buddha war ein Weiser. Und er hat viel nachgedacht. Weise sind Denker. Durch Denken in Verbindung mit Meditation entsteht Weisheit.
Benkei hat geschrieben:
Vor etwa 20 Jahren hatte ich mal das Taschenbuch "Arbeitsbuch zum I-Ging" geliehen, es durchgelesen und damit etwas herumexperimentiert.

Warum auch nicht? Warum soll man nicht Orakel ausprobieren? Und herausfinden, ob es für einen hilfreich ist.

Benkei hat geschrieben:
Als dann wirklich mal eine wichtige Entscheidung zu treffen war und ich das I-Ging dann zur Hand nahm um "seine Meinung" zu lesen, die enthaltene Tüte mit den Orakel-Münzen anstand auszupacken, da überlegte ich kurz und stellte das ganze Werk wieder zurück ins Regel. Die Münz-Tüte blieb ungeöffnet. Ich traf meine eigene Entscheidung. Ohne Orakelspruch. Und ich denke ich habe mich dabei richtig entschieden. Ohne Aberglaube, Wahrsagerei und "kosmische Mystik" - einfach nur durch gründliches Abwägen und wohl auch aus "Bauchgefühl". Seither steht ein Orakelspruch nicht mehr zu Disposition. Stand er nie.

Natürlich kann man auch ohne Orakel seinen Weg finden.

Benkei hat geschrieben:
Shinran Shonin hatte seinerzeit Wahrsagerei, Orakelsprüche und Aberglaube als unvereinbar mit seinem Nenbutsu-Weg angesehen und auch seine Schüler dazu angehalten, davon abzusehen. Andere buddhistische Schulen, die auf Buddha Amida vertrauen, mögen das vielleicht anders sehen, und in ihren Tempeln Orakelsprüche zulassen (in vietnamesischen und in chinesischen Tempeln erlebt).

Viele Menschen arbeiten mit Orakeln. Für sie ist das hilfreich.

Benkei hat geschrieben:
Natürlich geht jeder seinen eigenen Weg so, wie er es für richtig hält, bzw. wie es ihm gelehrt wurde. Folglich spricht im Grunde genommen erstmal ... nichts gegen das Orakeln, solange man darauf nicht mehr vertraut als auf Buddha, Dharma und Sangha.

So ist es. Vorrangig sollte man seiner eigenen Weisheit vertrauen.

Benkei hat geschrieben:
Was aber das Beschreiten des Weges selbst angeht, so spricht aber grundsätzlich auch nichts für das Orakeln. Es ist in diesem Zusammenhang weder notwendig noch zweckdienlich.

Für dich vielleicht nicht. Für mich schon. Mich motiviert das Orakel jeden Tag meinen spirituellen Weg zu gehen. Es ist eine Stütze auf dem Weg. Neben anderen.
Nils:
Das sehe ich allerdings ganz anders. Denken kann oft hilfreich sein. Buddha war ein Weiser. Und er hat viel nachgedacht. Weise sind Denker. Durch Denken in Verbindung mit Meditation entsteht Weisheit.


Verstehst du das ?

"Früher, ihr Mönche, noch vor der vollen Erwachung, kam mir, dem unvollkommen Erwachten, Erwachung erst Erringenden, dieser Gedanke: 'Wie, wenn ich nun die Erwägungen nach der einen und nach der anderen Seite sonderte?' Und ich sonderte nun, ihr Mönche, die Erwägungen des Begehrens, Schadens und Wütens nach der einen Seite, und sonderte die Erwägungen des Entsagens, Nichtschadens, Nichtwütens nach der anderen Seite."


"Als mir nun, Mönche, bei diesem ernsten, eifrigen, heißen Mühen eine Erwägung des Entsagens aufstieg, sagte ich mir: 'Aufgestiegen ist mir da diese Erwägung des Entsagens; und sie führt wahrlich nicht zu eigener Beschränkung, nicht zu fremder Beschränkung, führt zu keines Beschränkung, fördert die Weisheit, bringt keine Verstörung mit sich, führt zur Wahnerlöschung.

Ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Nacht erwäge und überlege, ob ich sie nun, ihr Mönche, bei Tag erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden: ob ich sie gleich, ihr Mönche, Tag und Nacht erwäge und überlege, ich kann in ihr nichts Schreckliches finden.

Aber gäbe ich mich dem Erwägen und Überlegen zu lange hin, so würde mein Körper ermüden, bei müdem Körper das Herz matt werden, und das matte Herz ist fern von der Selbstvertiefung.' Da faßte ich denn, ihr Mönche, mein Herz innig zusammen, beruhigte es, einigte es, festigte es, und warum das ? Damit mein Herz nicht matt werde."


"Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Rinderhirt im letzten Monat des Sommers, wenn das Korn auf den Feldern ringsum in voller Reife steht, seine Herde hüten und im Walde wie auf der Wiese wohl achthaben muß: 'Die Rinder sind da': ebenso nun auch, ihr Mönche, mußte ich da wohl achthaben: 'Die Dinge sind da.'
MN19

Mich motiviert das Orakel jeden Tag meinen spirituellen Weg zu gehen.


Ein "Orakel" ist ein Spiegel, keine Verheisung.

_()_
blue_aprico hat geschrieben:
Nils:
Durch Denken in Verbindung mit Meditation entsteht Weisheit.

Verstehst du das ?

Mich motiviert das Orakel jeden Tag meinen spirituellen Weg zu gehen.

Ein "Orakel" ist ein Spiegel, keine Verheisung. _()_


Normalerweise verstehe ich, was ich schreibe ;-) Im Idealfall spiegelt das Orakel deine Situation und gibt dir Impulse für deinen Weg.

Heute das I Ging:

Unerwartete Energieschwäche (Probleme). Du kannst nichts dagegen tun. Mach dir den Tag schön. Bring viel Freude in dein Leben. Alles heilt von alleine. Langsam voran. Gelingen. :twisted: :D
Nils hat geschrieben:

Heute das I Ging:

Unerwartete Energieschwäche (Probleme). Du kannst nichts dagegen tun. Mach dir den Tag schön. Bring viel Freude in dein Leben. Alles heilt von alleine. Langsam voran. Gelingen. :twisted: :D
Wenn Du das I Ging benutzt wäre es schön Zeichen-Nr und Strichplatz zu nennen. Danke!
So wenig wie Nils Lehre irgendeine Ähnlichkeit zu Buddhismus im allgemeinen und Amidismus im besonderen haben (ich hab den verdacht, er nennt sein Ego Amitabha, daher denkt er, seine Verwirrungen hätten was mit Amitabha zu tun), so wenig haben seine "Orakel" etwas mit Orakeln gemein, eher mit den Sprüchen in chinesischen Glückskeksen.

Ein gutes I Ging-Scharfgarben-Orakel dauert mit Vorbereitung und Nachbereitung so an die 2-3 Stunden. Und entfaltet seine Wirkung so innerhalb eines halben Jahres. So gesehen ist tagesorakel ziemlicher Unsinn und Entwertung, und haben nichts mit den Orakeln zu tun. Und gerade beim I Ging gehört sehr viel Wissen sowohl des chinesischen Denkens als auch der chinesischen Kultur und der einzelnen Linien und deren Verwandlungen dazu. Dazu noch eine Kenntnis der dazugehörigen Rituale und Mudras etc.

Aber Nils will doch nur ein paar Beruhigungspillen. Dazu reicht sein Pseudoorakeln sicher aus.

Ansonsten hat Benkei recht, daß Orakel und die Jinen-Ansätze des Shin sich beissen. Aber Nils Ansätze des es gibt Gott, Seele, Selbst, Ich beissen sich ja eh mit dem buddhismus als solchen. Aber genauso sind seine "Orakel" eben auch keine Orakel im ernsthaften Sinn. Aber er hält hier erstaunlich lange durch.
Jinen hat geschrieben:
So wenig wie Nils Lehre irgendeine Ähnlichkeit zu Buddhismus im allgemeinen und Amidismus im besonderen haben (ich hab den verdacht, er nennt sein Ego Amitabha, daher denkt er, seine Verwirrungen hätten was mit Amitabha zu tun), so wenig haben seine "Orakel" etwas mit Orakeln gemein, eher mit den Sprüchen in chinesischen Glückskeksen.

Ein gutes I Ging-Scharfgarben-Orakel dauert mit Vorbereitung und Nachbereitung so an die 2-3 Stunden. Und entfaltet seine Wirkung so innerhalb eines halben Jahres. So gesehen ist tagesorakel ziemlicher Unsinn und Entwertung, und haben nichts mit den Orakeln zu tun. Und gerade beim I Ging gehört sehr viel Wissen sowohl des chinesischen Denkens als auch der chinesischen Kultur und der einzelnen Linien und deren Verwandlungen dazu. Dazu noch eine Kenntnis der dazugehörigen Rituale und Mudras etc.

Aber Nils will doch nur ein paar Beruhigungspillen. Dazu reicht sein Pseudoorakeln sicher aus.

Ansonsten hat Benkei recht, daß Orakel und die Jinen-Ansätze des Shin sich beissen. Aber Nils Ansätze des es gibt Gott, Seele, Selbst, Ich beissen sich ja eh mit dem buddhismus als solchen. Aber genauso sind seine "Orakel" eben auch keine Orakel im ernsthaften Sinn. Aber er hält hier erstaunlich lange durch.


Platt-Form,
Nils hält auf anderen Eben
genauso durch,
wer sonst hört ihm zu.
Wir anonymen Leser, die sich aufregen
und mal unbedingt da-gegen auf-stehen MÜSSEN


:evil: :twisted:
brigittefoe hat geschrieben:
Jinen hat geschrieben:
So wenig wie Nils Lehre irgendeine Ähnlichkeit zu Buddhismus im allgemeinen und Amidismus im besonderen haben (ich hab den verdacht, er nennt sein Ego Amitabha, daher denkt er, seine Verwirrungen hätten was mit Amitabha zu tun), so wenig haben seine "Orakel" etwas mit Orakeln gemein, eher mit den Sprüchen in chinesischen Glückskeksen.

Ein gutes I Ging-Scharfgarben-Orakel dauert mit Vorbereitung und Nachbereitung so an die 2-3 Stunden. Und entfaltet seine Wirkung so innerhalb eines halben Jahres. So gesehen ist tagesorakel ziemlicher Unsinn und Entwertung, und haben nichts mit den Orakeln zu tun. Und gerade beim I Ging gehört sehr viel Wissen sowohl des chinesischen Denkens als auch der chinesischen Kultur und der einzelnen Linien und deren Verwandlungen dazu. Dazu noch eine Kenntnis der dazugehörigen Rituale und Mudras etc.

Aber Nils will doch nur ein paar Beruhigungspillen. Dazu reicht sein Pseudoorakeln sicher aus.

Ansonsten hat Benkei recht, daß Orakel und die Jinen-Ansätze des Shin sich beissen. Aber Nils Ansätze des es gibt Gott, Seele, Selbst, Ich beissen sich ja eh mit dem buddhismus als solchen. Aber genauso sind seine "Orakel" eben auch keine Orakel im ernsthaften Sinn. Aber er hält hier erstaunlich lange durch.


Platt-Form,
Nils hält auf anderen Eben
genauso durch,
wer sonst hört ihm zu.
Wir anonymen Leser, die sich aufregen
und mal unbedingt da-gegen auf-stehen MÜSSEN


:evil: :twisted:


Die persönlichen Angriffe hätte sich Jinen sparen können, aber inhaltlich hat er Recht, was das I Ging betrifft.
Jinen hat geschrieben:
So wenig wie Nils Lehre irgendeine Ähnlichkeit zu Buddhismus im allgemeinen und Amidismus im besonderen haben (ich hab den verdacht, er nennt sein Ego Amitabha, daher denkt er, seine Verwirrungen hätten was mit Amitabha zu tun), so wenig haben seine "Orakel" etwas mit Orakeln gemein, eher mit den Sprüchen in chinesischen Glückskeksen.


Danke. Du hast mich durchschaut. :lol:

Jinen hat geschrieben:
Ein gutes I Ging-Scharfgarben-Orakel dauert mit Vorbereitung und Nachbereitung so an die 2-3 Stunden. Und entfaltet seine Wirkung so innerhalb eines halben Jahres. So gesehen ist tagesorakel ziemlicher Unsinn und Entwertung, und haben nichts mit den Orakeln zu tun. Und gerade beim I Ging gehört sehr viel Wissen sowohl des chinesischen Denkens als auch der chinesischen Kultur und der einzelnen Linien und deren Verwandlungen dazu. Dazu noch eine Kenntnis der dazugehörigen Rituale und Mudras etc. Aber Nils will doch nur ein paar Beruhigungspillen. Dazu reicht sein Pseudoorakeln sicher aus.


Du bist sehr freundlich zu mir. In Wirklichkeit bin ich noch viel dümmer als du denkst. :lol:

Jinen hat geschrieben:
Ansonsten hat Benkei recht, daß Orakel und die Jinen-Ansätze des Shin sich beissen. Aber Nils Ansätze des es gibt Gott, Seele, Selbst, Ich beissen sich ja eh mit dem buddhismus als solchen. Aber genauso sind seine "Orakel" eben auch keine Orakel im ernsthaften Sinn. Aber er hält hier erstaunlich lange durch.


Ja, ich bin ziemlich undogmatisch. Ich folge einfach meiner eigenen Weisheit. Eine meiner Eigenschaften, neben meiner Weisheit natürlich, ist meine Ausdauer. Ich bedauere, dass Shinran Shonin Orakel abgelehnt hat. Das war in der damaligen Zeit möglicherweise sinnvoll, weil viele Menschen damit Unfug getrieben haben (es zu kommerziellen Zwecken genutzt haben). Heute beobachte ich, dass es unterschiedliche Orakel und Anwender gibt. Manche mißbrauchen die Orakel aus spiritueller Sicht und manche gehen positiv damit um. Ich nehme für mich das Letztere in Anspruch, aber das darf man gerne anders sehen. Letztlich hilft nur eins. Jeder muss seinen eigenen Weg der Wahrheit finden. Nur so findet er zu sich selbst. Erleuchtung bedeutet spirituelle Selbstverwirklichung. Und manchmal entsteht dabei das große Lachen. :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Ellviral hat geschrieben:
Wenn Du das I Ging benutzt wäre es schön Zeichen-Nr und Strichplatz zu nennen. Danke!

Ich habe für mich das I Ging nummeriert, damit ich es mit einem Zufallgenerator spielen kann. Ich kann aber die Zahl gerne nennen. Heute war es Nr. 174. In meinem Orakel kann man dann zurückverfolgen, welche Zeichen-Nr. damit verbunden ist.

https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... rakel-buch

Elke hat geschrieben:
Die persönlichen Angriffe hätte sich Jinen sparen können, aber inhaltlich hat er Recht, was das I Ging betrifft.

Hier darf gerne diskutiert werden. Über das Orakel und auch über meinen Ansatz. Wer entscheidet, ob Jinen Recht hat? Das ist sehr subjektiv. Es gibt unterschiedliche spirituelle Wege. Viele Menschen finden meinen Ansatz gut, weil er heiter und undogmatisch ist. Und manchen gefällt das nicht. Damit kann ich leben. Das bin ich gewöhnt. Ich bin davon abgekommen, es allen Recht machen zu wollen. Und trotzdem. Ich liebe euch alle. Ich sehe das Licht im Chaos. :badgrin:
Erleuchtung bedeutet spirituelle Selbstverwirklichung.


Im Buddhismus nicht. Da gibt es kein Selbst, das verwirklicht werden könnte. Erleuchtung ist da eher die Verwirklichung, das es kein Selbst gibt. Und im Shin geht es außerdem noch um ein Wegfall der Eigenbemühung. Daher machen in einem nichtwillentlichen Leben Orakel auch wenig Sinn.
Jinen hat geschrieben:

Aber Nils will doch nur ein paar Beruhigungspillen.



Das könnte man auch von allen religiösen Menschen sagen, inklusive der Buddhisten.
Jinen hat geschrieben:
Erleuchtung bedeutet spirituelle Selbstverwirklichung.

Im Buddhismus nicht. Da gibt es kein Selbst, das verwirklicht werden könnte. Erleuchtung ist da eher die Verwirklichung, das es kein Selbst gibt. Und im Shin geht es außerdem noch um ein Wegfall der Eigenbemühung. Daher machen in einem nichtwillentlichen Leben Orakel auch wenig Sinn.

Dann nennen wir es die Verwirklichung des Nicht-Selbst. Das sind alles Begriffe. Wirklich begreifen tust du es erst, wenn du selbst die Erleuchtung kennst.

Im Shin geht es um den Wegfall der Eigenbemühung. Das ist wie bei den evangelischen Christen. Und genau das kritisiere ich. Hier habe ich einen anderen Weg. Hier folge ich Buddha und nicht Shinran.
(24) „Als wie etwa gar manche ehrsame Priester und Asketen, die von den dargebrachten Gaben der Gläubigen leben, durch eine derartige gemeine Wissenschaft auf unrechte Weise ihren Unterhalt erwerben, und zwar beistehen bei Heirat und Verheiratung, Bündnis und Fehde, Leihen und Verleihen, Wünschen und Verwünschen; sie vereiteln Empfängnis, lähmen die Zunge, sperren die Kinnbacken; sie beflüstern die Hände, flüstern ins Ohr; sie erforschen einen Spiegel, befragen eine Schlafseherin, erkunden Orakel; sie dienen der Sonne, dienen dem Großen, huldigen der Flamme, preisen die Glücksgöttin, und dergleichen mehr: eine derartige gemeine Wissenschaft mit unrechtem Unterhalt hat er verschmäht, der Asket Gotamo." So etwa schon, ihr Mönche, mag der gewöhnliche Mensch über den Vollendeten ein günstiges Urteil fällen.


1.2.3. Der Lange Teil der Sittlichkeit (mahāsīla)
1. Brahmajāla Sutta (Das Priesternetz)
http://www.palikanon.de/digha/d01_2.htm

Buddha war gegenüber Orakeln wohl eher skeptisch, auch wenn sich diese Textstelle mehr gegen die Kommerzialisierung des Orakelgeschäfts wendet. Trotzdem ist die Umgebung in der Auflistung in der hier das Erkunden von Orakeln steht schon bedenklich.

Ich habe nichts gegen die Textergebnisse von Orakeln. Da sie um zu funktionieren vage und mehrdeutig sein müssen http://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt bieten sie die interessante Möglichkeit der Projektion und des Nachsinnens. Problematisch wird es irgendwie dann, wenn man ernsthaft Lösungen für konkrete Probleme aus vermeintlich individuellen Horoskopen erwartet oder verspricht.
@ Nils:
Ich habe für mich das I Ging nummeriert, damit ich es mit einem Zufallgenerator spielen kann. Ich kann aber die Zahl gerne nennen. Heute war es Nr. 174. In meinem Orakel kann man dann zurückverfolgen, welche Zeichen-Nr. damit verbunden ist.


Ach, die Kommentare und Deutungen zu den Hexagrammen hier sind ein Nils` ches Werk ?

An sich müsste man ja eigentlich das Hexagramm erst bilden ( lassen ), glaube es waren 2 x 3 ( 3 x 2 ) Linien... ?
Einfach ne Nummer ziehen ist da nicht.

Egal. :D
blue_aprico hat geschrieben:
@ Nils:
Ich habe für mich das I Ging nummeriert, damit ich es mit einem Zufallgenerator spielen kann. Ich kann aber die Zahl gerne nennen. Heute war es Nr. 174. In meinem Orakel kann man dann zurückverfolgen, welche Zeichen-Nr. damit verbunden ist.


Ach, die Kommentare und Deutungen zu den Hexagrammen hier sind ein Nils` ches Werk ?

An sich müsste man ja eigentlich das Hexagramm erst bilden ( lassen ), glaube es waren 2 x 3 ( 3 x 2 ) Linien... ?
Einfach ne Nummer ziehen ist da nicht.

Egal. :D
Ich versteh schon was er gemacht hat und find das geht schon in Ordnung. Wenn es dir sowieso egal ist hättest du deinen Kommentar auch vergessen können.
Ich bin ein Fan von Orakeln, aber finde dass die klassischen Strukturen ihren Sinn haben. Also dass es z.B. auch die negativen Zeichen braucht, und dass der Prozess der Ermittlung von Zeichen eine Rolle spielt. Ich habe bei meinen im Internet umgesetzten Orakeln sogar die Zufallsgeneratoren nicht trivial programmiert, sondern so dass die klassische (oder eine klassische) Form der Ermittlung des Zeichens abgebildet wird.

Tagesorakel für viele Menschen auf einmal finde ich auch nicht sinnvoll, weil das dann sogar noch weniger spezifisch ist als ein Horoskop. Im tibetischen MO lernt man erstmal, dass man ein Orakel nicht für andere machen sollte, wenn man nicht schon in einem hohen Maße in der Lage ist, sich selbst beiseite zu stellen und die Person mitfühlend wahrzunehmen. Und in der Interpretation die Weisheit besitzt, die Lage gegen die Wünsche und Ängste von einem selbst und der fragenden Person klar zu erkennen.

Alles andere verdient meiner Ansicht nach nicht den Begriff "Orakel", man kann das machen, aber sollte es dann vielleicht besser anders nennen. Dann ermittelt man eben per Zufall eine Tagesinspiration, die aber nicht wie ein Orakel direkten Bezug zu den gerade ablaufenden Prozessen hat, sondern einfach eine Möglichkeit ist, irgend eine Inspiration aufzugreifen, oder man lässt es halt.

Bei den Tibetern sind Orakel vorbuddhistisch sehr verbreitet gewesen und MO ist einer der neun klassischen Wege des Bön. Gehört naturgemäß aber auch da schon nicht zu den höchsten Formen spiritueller Praxis. Der Buddhismus hat wie so vieles in Tibet auch das MO integriert, es ist eine Hilfe für den Alltag und das Handeln in der Welt, man sieht das Orakel als "Weisen Freund" der einen Rat gibt, mit diesen Rat geht man so um wie bei einem Freund auch, man bedankt sich und entscheidet selbst, was man machen will. Personifiziert ist dieser weise Freund in der Regel als Manjushri, der einem auch die Unterscheidungsweisheit vermittelt, das Orakel richtig und nutzbringend zu interpretieren.
Ellviral:
Ich versteh schon was er gemacht hat und find das geht schon in Ordnung. Wenn es dir sowieso egal ist hättest du deinen Kommentar auch vergessen können.


Mir ist es nicht egal, mir ist nämlich der Nils nicht egal.
Ich meinte, es ist "an sich" egal; dem Orakel"wesen" ist es völlig egal was wir damit anstellen, es verändert sich nicht dadurch.
I Ging heute 193. Lustprinzip = Du strengst dich zu sehr an. Du willst die Dinge erzwingen. Geh locker voran. Lebe mehr von innen heraus nach dem Lustprinzip. Überlaß dem Kosmos (Buddha Amitabha) die Ergebnisse deines Handelns. Wozu hast du jetzt Lust? Was brauchst du jetzt? Mit dem Lustprinzip voran. Gelingen.

Das passt sehr gut zu meinem Beitrag über das Lustprinzip, den ich gerade geschrieben haben. Zufall? :lol:
Nils @ Re: Kurzfassung des Shinbuddhismus? (in) Amitabha Buddhismus

Gestern kam das I Ging jedenfalls für mich gut hin. Vielleicht lag das daran, dass ich es gezogen habe. Aber ich habe es für alle gezogen. Insofern müsste es für alle irgendwie gepasst haben. Falls es aber nicht passt, kann jeder auch noch einmal für sich individuell das Orakel spielen. Ich gebe in Zukunft den Link des jeweiligen Orakels an. Es gibt viele kostenlose Orakel im Internet. Wir müssen nicht nur meine Orakel hier spielen.

Mein Kommentar zum I Ging beruht auf Richard Wilhelm und auf meinen Erfahrungen. Es gibt viele verschiedene Kommentare. Wenn ihr euch zu der Zahl die entsprechenden Zeichen heraussucht, könnt ihr sie in anderen Kommentaren nachlesen und auch gerne hier einstellen.

https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... rakel-buch

Ellviral hat geschrieben:
Ich versteh schon was er gemacht hat und find das geht schon in Ordnung.


Danke. :D

VOOM108 hat geschrieben:
Ich bin ein Fan von Orakeln...
Der Buddhismus hat wie so vieles in Tibet auch das MO integriert, es ist eine Hilfe für den Alltag und das Handeln in der Welt, man sieht das Orakel als "Weisen Freund" der einen Rat gibt, mit diesen Rat geht man so um wie bei einem Freund auch, man bedankt sich und entscheidet selbst, was man machen will. Personifiziert ist dieser weise Freund in der Regel als Manjushri, der einem auch die Unterscheidungsweisheit vermittelt, das Orakel richtig und nutzbringend zu interpretieren.


Sehr schön. :D

blue_aprico hat geschrieben:
mir ist nämlich der Nils nicht egal.


Danke. Du bist mir auch nicht egal. Buddhaland ist in gewisser Weise meine Sangha. Ihr seid wichtig für mich. Wir sollten alle konstruktiv zusammenwirken und ein gutes Energiefeld aufbauen.
Nils hat geschrieben:
Mein Kommentar zum I Ging beruht auf Richard Wilhelm und auf meinen Erfahrungen.


Im aktuellen Beispiel beruht er wohl eher ausschliesslich auf deinen Erfahrungen.
Bei Richard Wilhelm heisst es zu dieser Linie:

"Der Firstbalken biegt sich durch. Unheil.

Es ist eine Persönlichkeit gezeichnet, die in Zeiten des Übergewichts des Großen heftig durchfahren will.
Sie nimmt von den anderen keinen Rat, darum sind die anderen nicht zu ihrer Unterstützung bereit.
Dadurch wächst die Last und es kommt zum Biegen oder Brechen. In gefahrvollen Zeiten
beschleunigt eigenwilliges Zufahren nur den Zusammenbruch."


Lediglich eine Linie zu betrachten widerspricht im Übrigen fundamental den Prinzipien des I Ging.
Darauf haben hier ja auch schon andere verwiesen......
Und hier noch der Vollständigkeit halber der entsprechende Kommentar von Meister Yüan-Kuang:

Ein grosses Werk, eine große Unternehmung schaffen, verlangt ein gutes Gleichgewicht von Gerechtigkeit und Sanftheit,
und die Hilfe anderer. Also, das Übermaß von tatvoller Kraft macht die Wirkung auf die anderen Menschen unmöglich. Diese dritte Linie gebraucht die kraftvolle Festigkeit im Übermaß; im Handeln geht sie gegen die Übereinstimmung an und wird die Menge verdrießlich machen. Er kann das Gewicht dieser Last nicht tragen und führt den Einsturz des Hauses herbei; die Vorbedeutung ist ungut; er ist ohne Hilfe, und es ist unmöglich sie zu erhalten.



Ich fände es vergleichsweise seriös, beispielsweise "Winnetous Tod" als Orakelbuch zu nutzen.
Einfach durch Würfeln eine Seitenzahl ermitteln und den ersten Satz der Seite lesen.
Überlass dem Kosmos die Antwort........ :D
Da dieser Thread nix mit Amida-Buddhismus zu tun hat, wär es schön, wenn man ihn in den "Buddhistischen Salon" oder in "Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker" verschieben könnte.

Ja, eine einzelne Linie als Orakel zu deuten, ist ziemlich sinnlos und aus dem Zusammenhang gerissen. Es kommt doch drauf an, welches das Ausgangshexagramm war, und in welches es sich wandelt, also ob es auch noch andere Wandlungen gab.

Hier noch eine Deutung von einem Autor, der aus dem religiösen Taoismus, der Schule der vollkommenen Verwirklichung stammt, von Liu I-ming, der in eine ähnliche Richtung (und auch im Gegensatz zu Yogi Nils) interpretiert:
"Gebrauchst du Stärke auf starke Art und Weise und kannst nur vorwärts, nicht aber zurückgehen, verlierst du das Goldene Elixier, nachdem du es besessen hast, dann biegt sich der Firstbalken durch, und Unglück ist unabwendbar. Dies ist der maßlose Gebrauch der Stärke."
Nils hat geschrieben:
Gestern kam das I Ging jedenfalls für mich gut hin. Vielleicht lag das daran, dass ich es gezogen habe. Aber ich habe es für alle gezogen. Insofern müsste es für alle irgendwie gepasst haben. Falls es aber nicht passt, kann jeder auch noch einmal für sich individuell das Orakel spielen.

Ich habe heute eine Entscheidung getroffen, die kam gut für mich hin. Vielleicht lag es daran, dass ich sie getroffen habe. Aber ich habe sie für alle getroffen. Insofern müsste es für alle die richtige Entscheidung gewesen sein. Falls es aber nicht passt, kann ja jeder auch noch einmal für sich eine Entscheidung treffen.(Vorsicht, Ironie!)

Also diese Aussage kann doch niemand ernst meinen: "Aber ich habe es für alle gezogen. Insofern müsste es für alle irgendwie gepasst haben."

Da stehe ich mit offenem Mund da und frage mich, wie man sowas schreiben kann. Das zeigt aber auch genau meinen Haupt-Kritikpunkt an solchen "Tagesorakeln" auf. Wie und warum um alles auf der Welt sollte ein Orakel an einem Tag "für jeden irgendwie" passen? Dafür müsste es so allgemein gehalten sein, dass es schon wieder total beliebig ist. (So funktionieren ja die Horoskope in der Bildzeitung) Dann ist es aber auch witzlos. (Genauso wie die Horoskope in der Bildzeitung). "Stier: Heute morgen ist in ihrer Stadt die Sonne aufgegangen. Wenn sie aufstehen, sollten sie vorher die Augen aufmachen; alternativ: vorsicht, stolpern sie nicht über ihren blinden Hund."
Jinen hat geschrieben:
Da dieser Thread nix mit Amida-Buddhismus zu tun hat, wär es schön, wenn man ihn in den "Buddhistischen Salon" oder in "Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker" verschieben könnte.

Ja, eine einzelne Linie als Orakel zu deuten, ist ziemlich sinnlos und aus dem Zusammenhang gerissen. Es kommt doch drauf an, welches das Ausgangshexagramm war, und in welches es sich wandelt, also ob es auch noch andere Wandlungen gab.

Hier noch eine Deutung von einem Autor, der aus dem religiösen Taoismus, der Schule der vollkommenen Verwirklichung stammt, von Liu I-ming, der in eine ähnliche Richtung (und auch im Gegensatz zu Yogi Nils) interpretiert:
"Gebrauchst du Stärke auf starke Art und Weise und kannst nur vorwärts, nicht aber zurückgehen, verlierst du das Goldene Elixier, nachdem du es besessen hast, dann biegt sich der Firstbalken durch, und Unglück ist unabwendbar. Dies ist der maßlose Gebrauch der Stärke."


Es gibt hier keine Moderatoren mehr,
werter Jinen !
voom:
Also diese Aussage kann doch niemand ernst meinen: "Aber ich habe es für alle gezogen. Insofern müsste es für alle irgendwie gepasst haben."
Da stehe ich mit offenem Mund da und frage mich, wie man sowas schreiben kann.


Wie und warum um alles auf der Welt sollte ein Orakel an einem Tag "für jeden irgendwie" passen?



Echt ? So als Graf von und zu Anfängergeist-Forum- Mandala-Dingens ? :)
VOOM108 hat geschrieben:
...
Wenn sie aufstehen, sollten sie vorher die Augen aufmachen; alternativ: vorsicht, stolpern sie nicht über ihren blinden Hund."


Also wenn so ein Horoskop von jemandem kommen würde, der nicht wüßte, daß ich einen blinden Hund habe würde mich das schon ziemlich beeindrucken :lol: :lol:
VOOM108 hat geschrieben:

Also diese Aussage kann doch niemand ernst meinen: "Aber ich habe es für alle gezogen. Insofern müsste es für alle irgendwie gepasst haben."



Es passt ja auch für alle irgendwie - das ist das Schöne bei Horoskopen und Orakeln. :)
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