Tages-Orakel

Moderator: void

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Neubeginn. Was beginnt neu? Gelingen. Mit Optimismus voran.

Inneres Glück entsteht durch die Entwicklung der positiven Eigenschaften (Liebe, Frieden, Selbstdisziplin, Klarheit) und durch den Abbau der negativen Eigenschaften. Alle negativen Eigenschaften beruhen letztlich auf Anhaftung (an äußere Genüsse, andere Menschen, an sein Ego) oder auf Ablehnung (von Leidsituationen, Schmerz, Unglück). Wenn wir das Leid in unserem Leben annehmen und unsere weltlichen Süchte und Sehnsüchte loslassen, lösen sich die Verspannungen in unserem Geist auf. Wir gelangen in ein Leben im Licht.

Die gefährlichste negative Eigenschaft eines spirituellen Menschen ist der Stolz. Stolz kann selbst erleuchtete Yogis tief fallen lassen. Stolz ist eine Egoverspannung, die einen an der Erkenntnis der Einheit (des Einsseins) aller Wesen hindert. Stolz kann überwunden werden durch Karma-Yoga (als Diener aller Wesen leben), durch das Üben von Demut (Unauffälligkeit, Bescheidenheit) und durch das Leidbewusstsein. Wer im Leid lebt, wird demütig. Sei dir beständig des Leides in deinem Leben bewusst und wachse daran ins Licht.

Der Hauptweg zur Überwindung der negativen Eigenschaften besteht darin, sich auf die Eigenschaften Weisheit, Liebe, Frieden, Selbstdisziplin und Lebensfreude zu konzentrieren. Es ist aber auch hilfreich, direkt an den negativen Eigenschaften zu arbeiten. "Meine negative Eigenschaft ist ... (Stolz, Wut, Angst, Trauer, Neid, Sucht, Sehnsucht oder Unweisheit). Mein hilfreicher Gedanke ist ..."
Amitabha segnet dich. Mit Optimismus voran. Großes Gelingen.

Genza (1842-1930) ist bekannter Heiliger des Shin-Buddhismus. Er lebte als einfacher Bauer, war verheiratet und hatte mehrere Kinder. Trotz schwerer Schicksalschläge blieb er immer glücklich und positiv. Er war für alles dankbar, was ihm widerfuhr. Er sah es als Hilfe auf seinem spirituellen Weg an.

Er liebte es seinen Mitmenschen zu helfen und ihnen Gutes zu tun. Da er sein Ich-Bewusstsein aufgelöst hatte, konnte er nicht mehr wirklich zwischen Mein und Dein unterscheiden. Das führte zu komischen Situationen. Einmal wollte er sein Feld düngen. Als er am Feld seines Nachbarn vorbei kam, merkte er, dass dieses Feld viel dringender Dünger brauchte. Also dünkte er das Feld seines Nachbarn. Als ein Dieb ihm etwas aus seinem Haus stahl, freute er sich mit ihm über den gelungenen Diebstahl.

Erleuchtung bedeutet Heilung. Es kam fast nie vor, dass Genza krank wurde. Aber einmal rutschte er mit Heu beladen am Fluss aus und brach sich einen Arm. Da lobte und pries er Buddha Amitabha. Die Leute wunderten sich sehr. Benza erklärte: "Der eine Arm ist gebrochen. Da kann man nichts ändern. Aber ich habe noch einen zweiten Arm. Damit kann ich weiterarbeiten. Ist das nicht wunderbar?" Des weiteren meinte er: "Auch wenn ich leide, ist es eigentlich kein Leid." Durch sein inneres Glück befand er sich in einer anderen Dimension, die ihn das äußere Leid kaum wahrnehmen ließ. Selbst als ein Sohn und seine Frau starben, blieb er in seiner Lebensfreude.

Oft besuchten die Menschen Genza. In seiner Nähe konnten sie an seiner positiven Energie teilhaben. Wer auch nur etwas mit Genza in Berührung kam, erfuhr den Segen des Buddhas Amitabhas. Eines Tages wurde Genza von einem fremden Dorf eingeladen. Als er kam, baten ihn die Leute etwas über seine Erleuchtung zu erzählen. Genza erklärte, dass es für ihn nichts besonderes dabei gibt: "Alles ist einfach wie es ist. Die Dinge sind so wie sie sind. Das ist alles." Er lebte im Sein, in der Einheit und in der Liebe. Er wurde gefragt, ob er sich nie ärgere. Er meinte, dass er nicht mehr die Fähigkeit habe sich richtig zu ärgern. Der Ärger sei verschwunden und es gäbe in ihm nur noch Frieden und Glück.

Seine Lieblingstätigkeit war es andere Menschen zu massieren und ihnen dabei von Buddha Amitabha und seinem Paradies zu erzählen. Einmal wurde er in einen Tempel eingeladen. Er massierte dem Priester die Füße und übertrug ihm dabei Erleuchtungsenergie. Er meinte: "Jetzt kannst du deine Aufgabe gut wahrnehmen." Dann verschwand er wieder. Sein Rat an seine Mitmenschen war: "Bist du in Schwierigkeiten, berate dich mit dem Nembutsu." Wir sollen zu Buddha Amitabha beten und dann der Stimme unser inneren Weisheit folgen.

Genza war bescheiden und demütig. Er sah sich als Fallenden in die Arme Amitabhas. Er vergaß nie, dass er nur ein einfacher Mensch, ein Armer, ein Nichts war. Er sah sich als Nichthandelnden und ließ Amitabha durch sich wirken. Er lebte nicht aus der eigenen, sondern aus der anderen Kraft und hatte dadurch immer genug Kraft. Zur Erleuchtung war er gelangt, als er seinen Ochsen belud. Da begriff er, dass Buddha Amitabha uns durch unser Leben trägt und wir nichts tun müssen, als uns Amitabha (dem Leben) zu überlassen und anzuvertrauen. Wir werden in unserem Leben immer beschützt und geführt, wenn wir uns jeden Tag mit Buddha Amitabha verbinden.

Gutes Karma. Mit Kraft voran. Gelingen auf dem Weg der umfassenden Liebe. Der Gewinn durch deine spirituelle Praxis und durch deine guten Taten (Karma-Yoga) wird groß sein. Der Segen des Kosmos und der erleuchteten Meister (Buddhas und Bodhisattas) ist mit dir. Vorwärts. Gelingen.


Der Meister des Karma

Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der erste Karmapa wurde 1110 in Tibet geboren. Das Zentrum des Karmapa-Weges ist die Verbindung von Kundalini-Yoga (Aktivierung der Energie) und Meditation.

Der erste Karmapa praktizierte viele Jahre als einsamer Yogi. Er erlangte die Erleuchtung durch den Traum-Yoga. Der Traum-Yoga besteht im Kern darin, dass man als Yogi meditierend in den Schlaf geht. So kann man auch die Schlafzeit für seine spirituelle Entwicklung nutzen. Wer sich vor dem Einschlafen als Buddha visualisiert, kann mit viel Glück durch die Kräfte des Unterbewusstseins am Morgen erleuchtet aufwachen. So geschah es dem ersten Karmapa. Als er erwachte, sah er geistig die schwarze Krone Kalis (der Leidüberwinderin) über seinem Kopf. Der erste Karmapa gelobte daraufhin sich als erleuchteter Karma-Yogi (davon kommt der Begriff Karma-Pa) immer wieder auf der Erde zu inkarnieren, um den leidenden Wesen spirituell zu helfen.

Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper. Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: "Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: "Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist."

Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen - und sie zeigten einen Normalzustand. Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm.

Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: "Er ist warm, er ist warm." Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: "Ist er noch warm?" Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation in ihrem Körper."

Aus meiner Sicht hat sich der Karmapa dann zweimal inkarniert. Es gibt zwei 17. Karmapas. Beide streiten natürlich darüber, wer der richtige Karmapa ist. Beide haben eine große Anhängerschaft hinter sich gebracht. Urgyen Trinley Dorje wird vom Dalai Lama und der Mehrheit im tibetischen Buddhismus unterstützt. Er verkörpert den Weg des traditionellen asketischen Mönchtums. Thaye Dorje wird insbesondere vom Shamarpa und vom Diamanwegbuddhismus um Ole Nydahl gefördert. Am 30. März 2017 wurde bekannt, daß Thaye Dorje seine Jugendfreundin Rinchen Yangzom geheiratet hat. Mögen sie glücklich sein. Mögen alle Buddhisten zum Wohle der Welt positiv zusammenarbeiten.

Besinne dich auf deine positiven Ziele. Wer große Ziele erreichen will, muss dafür etwas opfern. Er muss auf etwas verzichten und mit Selbstdisziplin seinen Weg gehen. "Meine Ziele sind ... Mein Weg ist... Mein Opfer (Einsatz) ist ..." Vorwärts mit Kraft. Gelingen.

Chinesische Weisheiten

Willst du Erfolg haben, so bitte drei alte Menschen um Rat.
Fürchte nicht das langsame Vorwärtsgehen, fürchte nur das Stehenbleiben.
Mit Reden kocht man keinen Reis.
Wer wütend ist, verbrennt oft an einem Tag das Holz, das er in vielen Jahren gesammelt hat.
Ein freundliches Wort kann drei Wintermonate erwärmen.
Es ist schwer in einem Jahr einen Freund zu gewinnen, es ist leicht, ihn in einer Stunde zu verlieren.
Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.

Tempelmeditation

Wir atmen tief in den Bauch. Alle Gedanken kommen langsam zur Ruhe. Wir spüren Frieden in uns. Wir entspannen uns. Vor unserem geistigen Auge taucht eine schöne Insel auf. Sie ist von einem großen Meer umgeben. Das Wasser plätschert sanft am Strand. In der Mitte der Insel erhebt sich ein großer Berg. Seine Hänge sind mit würzig riechenden Sträuchern bewachsen. Oben auf dem Berg steht ein Tempel. Es ist der Tempel deiner inneren Weisheit.

Du gehst den Weg vom Strand hinauf zum Tempel. Wie sieht dein Tempel aus? Du trittst durch die Tür ein. Im Tempel ist es halbdunkel und sehr ruhig. In der Mitte sitzt auf einem Lotus-Thron der Buddha Amitabha. Er ist die Verkörperung deiner eigenen inneren Weisheit. Du kannst jetzt dem Buddha Amitabha eine Frage stellen.

Stelle deine Frage. Meditiere über die Frage, bis du deinen Weg ganz klar siehst. Horche innerlich auf die Antwort. Finde deinen Siegerweg. Was sagt dir deine innere Weisheit? Denke über dein Leben nach. Welche Erfahrungen hast du in deinem Leben gemacht? Wie ist deine momentane Situation? Was sind deine Ziele? Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was ist dein Lebensplan? Was ist dein Weg eines weisen Lebens? Besinne dich auf deine Lebensziele, deine Aufgabe und deinen Weg. Was antwortet dir Amitabha? Lass die Antwort in dir wirken. Formuliere einen positiven Satz. Denke die Antwort mehrmals als Mantra.

Der Weg der Liebe (Gutes tun) bringt dich ins Licht.
Was ist heute deine Tat der Liebe?

"Gib dem Herzen den höheren Platz, der Praxis den niedrigeren." (Sprüche der Hijiri, der buddhistischen Heiligen aus Gerhard Marcel Matin, Buddhismus krass, Seite 171)

Kommentar = Die Liebe ist wichtiger als das Sprechen des Mantras von Buddha Amitabha. Der indische Yogi Sathya Sai Baba erklärte: "Helfende Hände sind heiliger als Lippen die beten." Im Mahayana Buddhismus nehmen wir unsere Mitwesen wichtiger als uns selbst. Wir konzentrieren uns darauf allen Wesen auf dem spirituellen Weg zu helfen. Wir wünschen, dass alle Wesen glücklich sind. Wir wünschen, dass alle Wesen ins Paradies kommen. Wir wünschen, dass alle Wesen gerettet werden (die Erleuchtung erlangen). Wir tun das uns Mögliche. Wir leben vorrangig als Bodhisattvas auf dem Weg der umfassenden Liebe. Wir vernachlässigen nicht unsere spirituelle Praxis, die uns zur Erleuchtung bringen soll. Wir leben im Gleichgewicht von Liebe und Meditation. Aber im Zweifel geben wir der Liebe den Vorrang.

Erwecke deine innere Kraft durch deine spirituellen Übungen (Mantra, Yoga, Lesen, Meditation). Gelingen.

Meditation für innere Kraft

Diese Meditation speichert die Energie in unserem Körper, zentriert uns und gibt uns innere Kraft.

1. Körperbewegen = Wir machen Grimassen mit dem Gesicht, bewegen den Kopf, die Schultern, die Arme, die Hände, die Beine und die Füße. Wir drehen uns in der Wirbelsäule hin und her. Wir entspannen uns.

2. Innere Organe = Wir visualisieren unser Gehirn und denken mehrmals das Mantra “Hirn”. Wir denken das Mantra “Hirn” so lange, bis wir das Gefühl haben, dass unser Gehirn gut mit Heilenergie aufgeladen ist. Ebenso laden wir nacheinander alle anderen inneren Organe mit Energie auf: “Lunge, Magen, Darm, Blase, Füße, Po, Nieren, Leber, Milz , Solarplexus, Herz.” Zum Schluß spüren wir alle Organe auf einmal und denken mehrmals: “Alle inneren Organe”.

3. Knochen = Wir visualisieren nacheinander unsere Knochen und denken solange den Namen des Knochens, bis der jeweilige Knochenbereich mit Energie aufgeladen ist: “Schädel, Wirbelsäule, Brustkorb, Arme, Hände, Becken, Beine, Füße, ganzes Gerippe.”

4. Sonne = Wir stellen uns eine schöne Sonne in unserem Bauch vor. Wir denken das Mantra “Sonne” und strahlen dabei Licht in unseren ganzen Körper. Wir massieren Licht in unseren ganzen Körper ein und denken dabei weiter das Mantra "Sonne"".

5. Das Sonnenlicht wird stärker und füllt den ganzen Kosmos um uns herum mit Licht. Wir machen große Kreise mit den Armen, sehen den ganzen Kosmos voller Sterne und denken das Mantra “Sterne”.

6. Blasebalgatmung = Wir legen eine Hand auf den Bauch und praktizieren eine Minute die Blasebalgatmumg. Dabei denken wir das Mantra "Om". Wir atmen in erhöhter Geschwindigkeit mit den Bauchmuskeln und füllen unseren ganzen Körper bewusst mit Energie (Prana, Licht).

7. Wechselatmung = Wir drücken mit dem Daumen das rechte Nasenloch zu, atmen mit der Blasebalgatmung durch das linke Nasenloch und denken das Mantra "Om" im Körper. Wir drücken mit dem Zeigefinger das linke Nasenloch zu, atmen mit der Blasebalgatmung durch das rechte Nasenloch und denken "Om" im Körper. Wir wechseln mehrmals zwischen dem linken und dem rechten Nasenloch hin und her, bis ein Gefühl der inneren Ruhe und Harmonie entsteht.
8. Wir reiben kreisend mit den Händen den Bauch und konzentrieren uns auf den Bauch. Das zentriert die Energie im Bauch und stabilisiert uns innerlich. Wir denken dabei das Mantra "Om" im Bauch. Wir legen die Hände in der Zen-Haltung vor dem Bauch zusammen. Wir kreisen mit den Daumen. Wir visualisieren uns als Buddha und denken: "Ich bin ein Buddha der Ruhe. Ich lebe in der Ruhe. Ich gehe den Weg der Ruhe."

9. Wir bewegen segnend eine Hand und senden allen Wesen Licht. Wir denken: "Ich sende Licht zu ... ( Name). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

10. Wir reiben die Handflächen vor dem Herzchakra und denken: "Om Buddha Amitabha. Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg."

11. Wir bringen unsere Gedanken zur Ruhe. Wir verweilen entspannt in der Meditation. Gedanken können kommen und gehen wie sie wollen. Wir haften an nichts an. Wir sind einfach nur ein gelassener Beobachter des Geschehens in uns und um uns. Wir entspannen uns.

12. Was ist heute dein positiver Satz? Mit Optimismus voran.

Gutes Karma. Mit Optimismus voran.

Das jetzige Lebens ist das Ergebnis des Karmas aus den vergangenen Leben. Das zukünftige Leben wird bestimmt durch das Karma, das man im jetzigen Leben anhäuft. Denke gut, rede gut und handele gut. Setze gute Ursachen, dann bekommst du gute Ergebnisse. Pflanze Blumen der Liebe, der Weisheit und des Glücks. Dann bekommst du eine gute Zukunft.
Der Weg des inneren Glücks besteht aus drei Schritten. Wenn wir entspannt in der Ruhe leben, wendet sich unsere Energie nach innen. Mit unseren spirituellen Übungen (Yoga, Meditation, Gedankenarbeit) können wir die Kundalini-Energie aktivieren. Wenn wir allen Wesen Licht senden (Gutes wünschen), gelangen wir in die Liebe und in ein Einheitsbewusstsein. Vorwärts. Gelingen.

"Lass dich nicht da nieder, wo andere bereits ihre Hütten errichtet haben. Zwei Hijiris sollten nicht einen Raum miteinander teilen. Sie werden sich gegenseitig stören. Strebe nach dem Paradies mit dem Geist dessen, der auf ein Ziel ausgerichtet ist. (Frei zitiert aus Buddhismus krass, Seiten 34, 41 und 144)

Kommentar = Warum ist viel Ruhe auf dem spirituellen Weg wichtig? Im tibetischen Buddhismus heißt es, dass man die Häfte des Weges zur Erleuchtung bereits gegangen ist, wenn man abgeschieden als Yogi lebt. Swami Sivananda lehrte: "Die erste Hälfte des Weges erfolgt durch ein Leben in der Ruhe. Die zweite Hälfte geht man durch die spirituellen Übungen. Durch das große Tor schreitet man durch den Weg der umfassenden Liebe." Der optimale Weg der Erleuchtung besteht nach ihm aus der Verbindung von viel Ruhe, effektiven spirituellen Übungen und darin, im Schwerpunkt als Karma Yogi (Bodhisattva, Helfer aller Wesen) zu leben.

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Meister Om Om:

Beginne den Tag mit einer Besinnung auf die vor dir liegenden Aufgaben.Verbinde dich mit den erleuchteten Meistern und bitte sie um Führung und Hilfe. Dann starte in den Tag. Denke positiv. Arbeite für das Glück aller Wesen und mache zwischendurch ausreichende Erholungspausen. Treibe etwas Sport (Spazierengehen, Yoga), meditiere etwas und ernähre dich gesund. Meditiere vor dem Einschlafen. Geh mit spirituellen Gedanken in den Schlaf. Wenn du so lebst, wirst du optimal deine körperliche Gesundheit fördern, deine innere Energie entwickeln und einen positiven Geist bewahren.

"Ein Hijiri (Heiliger) weiß, dass es gut ist ein Nichtsnutz zu sein." (Buddhismus krass, Seite 51)

Kommentar = Ein Heiliger (Erleuchteter) lebt im erleuchteten Sein. Er lebt in der Ruhe und aus der Ruhe heraus. Er lebt im Licht (Einheitsbewusstsein, Nirwana, Gott) und aus dem Licht heraus. Er ist ein Nichtsnutz in Bezug auf weltliche Ziele. Weltliche Ziele ziehen ihn in die Anhaftung und blockieren sein inneres Glück. Er folgt spirituellen Zielen. Spirituelle Ziele bringen ihn auf dem Weg der Erleuchtung voran. Spirituelle Ziele sind das Glück aller Wesen, das Wachsen der Erleuchtungsenergie und der Aufstieg in immer höhere Bewusstseinsebenen. Wir müssen zwischen einem erleuchteten Nichtsnutz und einem weltlichen Nichtsnutz unterscheiden. Beide können äußerlich gleich aussehen. Aber innerlich gibt es einen großen Unterschied. Der weltliche Nichtsnutz versinkt auf die Dauer in seinen weltlichen Genüssen, der Trägheit und dem inneren Unglück. Der spirituelle Nichtsnutz dagegen wächst immer weiter in seinem Frieden, seinem Glück, seiner Kraft und seiner Liebe.

Sei ein Meister des Lebens. Besinne dich auf deine Lebensziele, mache jeden Tag deine spirituellen Übungen und gehe kraftvoll deinen Weg. Finde deinen Weg des täglichen Pilgerns und wachse daran ins Licht. Sieh dein Leben als einen Pilgeweg. Pilger ins Licht. Lebe positiv und glücklich. Vorwärts mit Kraft. Gelingen.


Die 24 Orte der Kraft

Ein junger Mann in Indien wollte gerne das Ziel der Erleuchtung erreichen. Er sehnte sich danach, sein inneres Glück zu entwickeln, dauerhaften inneren Frieden zu haben und in der umfassenden Liebe zu leben. Leider hatte er viele Verspannungen in seinem Körper und seinem Geist. Er war innerlich sehr unruhig. Er wechselte beständig seine Wohnorte, seine Beziehungen und seinen Beruf. Er konnte nicht längere Zeit im Sitzen meditieren und auch nicht über Jahre hinweg an einem Ort Yoga machen. Sein Meister gab ihm deshalb als Übung das Pilgern zu den 24 Orten der Kraft.

Zwölf Jahre wanderte der junge Mann von einem Ort zum anderen. Er blieb immer mit innerem Gespür auf dem für ihn persönlich richtigen Grat zwischen zu viel Ruhe und zu viel Handeln. Während des Gehens sprach er Mantras oder dachte über das Leben nach. Während des Sitzens betete oder meditierte er. Er verehrte alle heiligen Statuen am Wegesrand. Er erkannte in ihnen sein höheres Selbst und identifizierte sich mit ihnen.

Die vielen leidenden Menschen in seinem Land berührten ihn. Er sah nicht weg, sondern half ihnen, soweit er konnte. Er teilte sein Essen mit ihnen und seine Weisheit. Er stärkte sie materiell und geistig. Er wurde eins mit der Freude und dem Leid seiner Mitmenschen. So wuchs er langsam immer mehr in ein kosmisches Bewusstsein. Damit er an den Schwierigkeiten auf seinem Weg nicht zerbrach, übte er sich beständig im positiven Denken. Nach zwölf Jahren ausdauernder Pilgerschaft erwachte in ihm das Licht. Das kluge Pilgern zu den 24 äußeren Orten der Kraft hatte seine 24 inneren Kraftquellen geöffnet.

Pilgern ist für viele Menschen eine hilfreiche Übung. In Indien existieren 24 offizielle Orte der Kraft. Viele liegen am heiligen Fluss Ganges, wie Benares, Allahabad und Rishikesh. Es gibt den heiligen Berg Kailash und den Geburtsort Buddhas. Sehr gut ist es jedes Jahr eine spirituelle Reise zu machen, an einem spirituellen Retreat teilzunehmen, einen erleuchteten Meister zu besuchen oder sich auf eine andere Weise spirituell zu inspirieren.

Im Inneren eines Menschen befinden sich nach der Yogalehre 24 Orte der Kraft. Je weiter man spirituell entwickelt ist, desto besser kann man sie spüren. Versuche sie in deinem Körper zu finden. Wenn aus einem Punkt Energie sprudelt, ist es eine innere Kraftquelle. Wenn du sie regelmäßig alle besuchst, versorgen sie dich jeden Tag mit Glücksenergie und bringen dich eines Tages ins dauerhafte Licht. Die bekanntesten Orte der Kraft sind die sieben Chakren (Scheitel, Stirn, Kehle, Herz, Solarplexus/Nabel, Unterbauch, Beckenboden/Wurzelchakra). Es gibt aber auch Chakren am Hinterkopf, auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule, im mittleren Energie-Kanal, in den Händen und in den Fußsohlen. Es gibt sogar Chakren außerhalb des Körpers über dem Kopf, im Himmel, direkt unter den Füßen, einen halben Meter unter dem Sitz und tief in der Erde. Das größte Chakra ist die Einheit. Wer auf die Gesamtheit des Kosmos meditiert, erweckt am schnellsten seine innere Kraft.
Definiere deinen Genugpunkt. Bringe das Wachstum deiner weltlichen Wünsche zum Stillstand. Sei zufrieden mit dem was du hast. Lebe äußerlich bescheiden und innerlich reich.

Eine Nachbarin von Nils veranstaltete ein Afrikafest. Afrikanische Frauen kochten leckeres Essen aus gebratenen Bananen, Bohnen, Fladenbrot und irgendetwas Fleischigem. Afrikaatmospäre. Schwarze Frauen beim Reden und Kochen. Schwarze Kinder wuselten überall herum. Schwarze Männer waren wenig zusehen. Dafür gab es Meister Om Om, der seine Tarotkarten mitgebracht hatte und allen eine glückliche Zukunft vorhersagte. Jeder durfte eine Karte ziehen. Wahrsagen ist bei afrikanischen Frauen sehr beliebt. Wie Meister Om Om. Ein Scherz.

Da begann schon das Trommeln. Alle strömten zum Versammlungsplatz und begannen zu tanzen. Ein kleiner Junge übte seine ersten Trommeltöne. Eine dicke schwarze Mutti tanzte und begeisterte alle mit ihrer Lebensfreude. Davon können die Deutschen noch viel lernen. Sie standen steif um die Trommelgruppe herum. Wenigstens die Sonne lachte vom Himmel herab. Und so wurde es ein schönes Treffen der Kulturen und ein gelungener Beitrag zur Integration.

Die schöne Türkin vom Fest vor zwei Jahren war auch wieder da. Nils hatte ihr einen Traummann geweissagt. Jetzt hatte sie zwei Kinder und ihr Traummann war verschwunden. So ist das manchmal mit Traummännern. Zum Orakel kam sie vorsichtshalber nicht mehr. Sie wollte wohl die nächste Enttäuschung vermeiden. Aber die Zukunft läßt sich nicht vermeiden. Mit oder ohne Orakel. Am besten geht man mit Weisheit, Liebe und Erleuchtung durch das Leben. Dann hat man immer eine glückliche Zukunft.
Feier den Tag und dein gesegnetes Leben. Was ist heute deine Tat der Freude?

Nils: Irgendwie bin ich heute in meinem Leben angekommen. Alles ist gut so wie es ist. Das äußere Leben ist gut so wie es ist. Ich habe verschiedene Phasen durchlebt. Zuerst war ich Student und politisch aktiv. Dann war ich Rechtsanwalt und hatte eine Familie. Dann wurde ich Yogi, strebte nach Erleuchtung und arbeitete als Yogalehrer.

Dann schrieb ich mein spirituelles Wissen auf und fand einen Weg es erfolgreich zu veröffentlichen. Inzwischen wurden meine Bücher weltweit fast 400 000 mal heruntergeladen. Mein Bestseller ist mein Buch über positives Denken in Amerika mit 111 000 Verkäufen. Es folgen meine Bücher in Deutschland über Yoga (67 000) und über den Buddhismus (50 000). Ich bin glücklich, dass ich durch meine Bürcher vielen Menschen auf dem spirituellen Weg helfen kann.

Jetzt bin in in die dritte Phase gelangt. Ich habe mein Haus modernisiert und kann es jetzt als Retreathütte verwenden. Ich gebe Ausbildungen in Yoga und spiritueller Therapie. Das erste Seminar habe ich erfolgreich durchgeführt und demnächst kommt das zweite Seminar. Das Wetter ist gut, die Natur um mich herum herrlich und ich bin optimistisch.

Und dann habe ich einen kleinen Freundeskreis. So ist mein Leben als Eremit nicht mehr so einsam. Alles ist im richtigen Gleichgewicht, das Leben in der Ruhe, in der umfassenden Liebe als Bodhisattva, das spirituelle Üben und der Genuss des Lebens. Ich lebe im Frieden und im Glück. Was will man mehr von seinem Leben?

Wie kann ich meine Dankbarkeit ausdrücken und mein glückliches Leben feiern? In dem ich meine Ukulele nehme und spirituelle Lieder zu Ehren Buddhas, Shivas und meiner erleuchteten Meister singe. Sie haben mir das größte Geschenk gemacht, was man auf der Erde erhalten kann. Sie habe mir das Wissen vom spirituellen Weg geschenkt und führen mich beständig weiter ins Licht.

Gestern Abend saß ich mit meiner Ukule draußen vor dem Haus. Es war dunkel, die Temperatur angenehm und ich sang "Ganga Ma)". Schließlich wohne ich am Fluss. Symbolisch ist das ganze Leben ein Fluß, der von Quelle (Geburt) bis in den großen Ozean (die Einheit) fließt. Einige Vögel gesellten sich zu mir und zwitscherten laut von den Bäumen herab. Ein idyllischer Abend.

Wandlung. Bringe dich mit deinen spirituellen Übungen ins Licht. Erwecke deine Energie des inneren Glücks (die Kundalini-Energie). Welche Übungen brauchst du? Yoga, Meditation, Lesen, Gehen, Gutes tun, etwas Genuß? Gelingen!
Erkenne deine Welt als Paradies. Welcher Gedanke hilft dir in eine Paradiessicht zu gelangen? "Positiv in meinem Leben ist ... Ich bin dankbar für ..."

Drukpa Künleg: Gedicht über das Glück

Ich bin glücklich, dass ich als freier Yogi lebe.
So wachse ich immer weiter in meinem inneren Glück.

Äußerlich lebe ich als Narr nach meinem Vergnügen
und innerlich nach einem klaren spirituellen System.

Äußerlich genieße ich Wein, Weib und Gesang.
Und innerlich wirke ich zum Wohle aller Wesen.

Äußerlich scheine ich maßlos zu sein
und innerlich tu ich alles im richtigen Moment.

Äußerlich bin ich ein zerlumpter Bettler
und innerlich ein glückseliger Buddha im ewigen Licht.

Wem möchtest du heute etwas verzeihen (einem Freund, dem Leben, dir selbst)?
"Ich verzeihe ..." Bewege segnend eine Hand und denke das Mantra: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

Ho'oponopono

Sage oder denke das Mantra
für dich, deinen Freund, deinen Feind, das Leben
(jeden Satz jeweils so lange, bis du ein echtes Gefühl spürst)
1. Ich liebe dich (I love you)
2. Bitte verzeih mir (Please forgive me)
3. Es tut mir leid (I am sorry)
4. Ich danke dir (Thank you)

Frau: Verzeihen ist etwas für Heilige. Es genügt, dass ich mir selbst verzeihe. Was mir andere angetan haben, mögen sie mit sich selbst ausmachen. Das muss genügen.

Nils: Das genügt nicht. So bleibst du innerlich verhärtet. Du blockierst deine Glücksenergie. Du belastest alle deine zukünftigen Beziehungen. Es ist sehr wichtig zum Verzeihen zu gelangen. Auch wenn es manchmal sehr schwierig ist. Verzeihen ist etwas für Heilige und für Unheilige, damit sie innerlich heil (ganz, gesund) werden. Wer Frieden in sich möchte, sollte es lernen zu verzeihen.
Wer segnet, positioniert das Gegenteil der Segnung - die Schuld.
Hast du "Schuld" verstanden?
Lebe heute bewusst deine Trauer. Lass deine Trauer zu. Blockiere sie nicht. Es gibt heute einen wichtigen Grund für deine Trauer. Gönne dir heute viel Ruhe. Gehe sanft mit dir um. Denke über das Leben nach und mache hilfreiche spirituelle Übungen (Yoga, Gehen, Lesen, Meditation).

Es ist wichtig, dass wir ausreichend unsere Trauer leben. Trauer löst Verspannungen im Körper und im Geist. Diese Verspannungen sind oft durch andere Übungen nicht erreichbar. Der Weg der Trauer ist nicht leicht zu verstehen. In unserer heutigen Gesellschaft neigen wir dazu, die Trauer und alles Leid in unserem Leben zu verdrängen. Oder wir gehen zu stark in die Trauer und verlieren uns in der Trauer. Beides ist falsch. Der richtige Weg ist es, die Trauer angemessenen zu leben. Und uns gleichzeitig oder danach im Akzeptieren des Leides zu üben und uns auf das Positive im Leben zu besinnen.

Gotami war eine Schülerin von Buddha. Sie hatte ein Kind, das sie sehr liebte. Eines Tages starb ihr Kind. Gotami lief weinend mit ihrem toten Kind auf dem Arm durch ihr Dorf. Sie konnte keinen inneren Frieden finden. Sie konnte den Wunsch ihr Kind zurück zu haben nicht loslassen. Sie wandte sich an Buddha, damit er sie von ihrem seelischen Leid befreit. Buddha beauftragte sie ihm ein kleines Senfkorn zu bringen. Es musste aber aus einer Familie des Dorfes kommen, in der noch nie ein Mensch gestorben war. Gotami machte sich auf die Suche. Sie fand keine Familie ohne Sterbefall. Gotami begriff dadurch, dass Leid zu jedem Leben dazugehört. Über das Leid des Lebens kann sich nur erheben, wer sich im inneren Glück verankert. Letztlich ist nur der vom Leid befreit, der erleuchtet ist. Das wird im Yoga Moksha (Erlösung) genannt. Ein vom Leid Befreiter ist ein Jivanmukta, eine befreite Seele.

Spacy hat geschrieben:
Wer segnet, positioniert das Gegenteil der Segnung - die Schuld.
Hast du "Schuld" verstanden?

Christlich gesehen sind wir durch unsere Schuld aus dem Paradies gefallen. Wir haben vom verbotenen Apfel gegessen. Aus der Sicht des Buddhismus ist nicht der Apfel das Problem, sondern die Anhaftung an den Apfel. Wenn wir an äußere Genüsse anhaften, verlieren wir unseren inneren Frieden und die Erleuchtung. Wer erleuchtet ist, hat eine Paradiessicht der Welt. Wir kommen ins Paradies zurück, wenn wir die Erleuchtung verwirklichen. Unsere Schuld besteht darin den Weg des Egos und der äußeren Genüsse und nicht den Weg des inneren Glücks und der Erleuchtung zu gehen. Wenn wir das erkennen, können wir die Schuld auflösen und dauerhaft im Paradies leben. Der wahre Grund der Trauer ist es nicht erleuchtet zu sein. Der wahre Weg besteht darin einfach die Erleuchtung (Gott, das anhaftungslose Sein und die umfassende Liebe) in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen. Wir sollten spirituell und nicht weltlich leben. Die erleuchteten Meister (Buddha, Jesus, Sokrates, Krishna) haben es uns vorgelebt.
Viele kleine Probleme. Halte dich im Licht. Fließe geschickt mit den Dingen. Suche das Hauptglück innen und nicht außen. Lebe in der Ruhe (im Sein, in Gott). Gehe den Weg der Ruhe (eher langsam). Sei ein Buddha der Ruhe und der Gelassenheit.

Amitabha-Gehmeditation

In fünf Minuten aktivieren wir jeden Tag unsere innere Kraft und bringen uns ins Licht. Du kannst in deinem Zimmer, auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der freien Natur gehen. Du kannst überall gehen. Du musst es nur tun. Und es ist ganz einfach.

1. Konzentriere dich beim Gehen auf die Erde und die Fußsohlen. Spüre wie die Füße die Erde berühren. Denke in den Füßen das Mantra A-Mi-Ta-Bha. Das sind drei Schritte. Dann beginne mit dem Mantra neu. Du kannst das Mantra mit dem Atem verbinden. Aktiviere so deine Fuß-Chakren und erwecke die Kraft in dir.

2. Konzentriere dich beim Gehen auf deinen Körper und denke das Mantra A-Mi-Ta-Bha in deinem Körper. Fülle so deinen Körper mit Energie, Kraft und Glück.

3.Mache beim Gehen die drei Gesten und denke das jeweilige Mantra.
a) Gebetsgeste (Handflächen vor dem Herzchakra aneinander legen) = "Om Buddha Amitabha. Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg."
b) Meditationsgeste (Hände vor dem Bauch zusammen) = "Ich bin ein Buddha des Lichts. Ich lebe im Licht. Ich gehe den Weg des Lichts."
c) Segnen (Hand hin und her bewegen, allen Wesen Licht senden) = "Ich sende Licht zu ... (Name). Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

4. Verweile beim Gehen in der Ruhe. Bringe deine Gedanken zur Ruhe.

5. Gehe positiv in dein Leben. Was ist dein positiver Satz? Mit Optimismus voran.
Bringe heute viel Freude in dein Leben. Was brauchst du, damit du deinen Weg positiv gehen kannst? Geh mit dem Lustprinzip durch den Tag. Folge deinen spontanen Bedürfnissen. Was brauchst du jetzt? Wozu hast du jetzt Lust?

Hotei war ein Zen-Meister. Er lebte während der Tang-Dynastie in China. Man nannte ihn auch den Lachenden Buddha oder den Glücklichen Chinesen. Hotei lebte konsequent das Nichtstun. Er genoß einfach nur das Glück seiner Erleuchtung. Er lebte im Sein-Bewusstsein-Glück (Sat-Chid-Ananda). Er lachte gerne, naschte gerne und spielte gerne mit den Kindern. Hotei hatte immer einen großen Sack dabei, in dem viele schöne Sachen versteckt waren. Die verschenkte er an die Kinder. Er war bei allen Kindern sehr beliebt. Und die Erwachsenen liebten es in seiner guten Energie zu verweilen und sich von dem Stress des Lebens etwas auszuruhen. Einmal wurde Hotei gefragt, was Erleuchtung ist. Er streckte die Arme in die Höhe, lächelte glückselig und verschwand danach sofort in der Menschenmenge. Er lebte im Glück und als Nichts. Er folgte seinen spontanen Bedürfnissen. Er lehnte es sogar ab ein Zen-Meister zu sein und eine Lehre zu haben. Er war einfach nur ein glücklicher dicker Buddha. Das genügte.
Es war einmal ein Sufi-Meister, der schenkte seinen Schülern einen Apfel mit einer schlechten Stelle und erklärte: "Das ist der Paradiesapfel." Die Schüler konzentrierten sich auf die schlechte Stelle und waren unzufrieden. Der Meister sah vorwiegend den ganzen Apfel und lebte dadurch im Licht. Alles ist gut so. Erkenne deine Welt als Paradies und sei glücklich. "Ich lebe im Paradies, weil ich ... (im Wesentlichen lebe)."


Der alte Weber

In Indien lebte einmal ein alter Mann, der hieß Tantipa. Von Beruf war er ein Weber gewesen. Er hatte viele schöne Teppiche und Tücher in seinem Leben gewebt. Aber jetzt im Alter waren seine Hände steif geworden. Er konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben. Ihm fehlte jetzt eine Aufgabe.

Tantipa saß einsam in seiner Hütte. Seine Frau war vor einigen Jahren gestorben. Sein Beruf und seine Frau waren sein Lebenssinn gewesen. Er hatte zwar Kinder, aber die Kinder gingen ihre eigenen Wege und wollten nichts mehr von ihm wissen. Das Einzige, was sie für ihren alten Vater taten, war, ihm jeden Tag etwas zu essen zu bringen. Äußerlich hatte Tantipa genug zum Leben, und innerlich langweilte er sich. So lebte Tantipa viele Jahre traurig vor sich hin. Lauthals beklagte er sein grausames Schicksal.

Da kam eines Tages ein Yogi vorbei und hörte Tantipa klagen. Er sprach zu ihm: “Du bist ein Dummkopf. Du siehst den großen Schatz in deinem Leben nicht. Du könntest gut als Yogi leben und dein inneres Glück entwickeln. Durch deine täglichen Yoga-Übungen könntest du ein sinnerfülltes Alter erhalten. Statt die große Chance zu nutzen, die dir ein gütiges Schicksal gegeben hat, verbringst du deine Tage damit zu jammern und dein Leid immer weiter zu vergrößern.”

Tantipa wußte, dass es das innere Glück gibt. Das Lebensideal des Hinduismus besteht darin, in der Jugend fleißig zu lernen, als Erwachsener einen guten Beruf zu ergreifen, eine Familie zu gründen, und am Ende seines Lebens als Yogi zur Erleuchtung zu gelangen. Tantipa begriff, dass der Yogi recht hatte. Er fragte den Yogi nach den zu ihm passenden Übungen, entwickelte einen guten Tagesplan und begann sofort mit einer intensiven spirituellen Praxis.

In seinem Beruf als Weber war Tantipa sehr fleißig gewesen. Er hatte sein Leben lang Fleiß und Ausdauer trainiert. Diese Eigenschaften brachten ihn jetzt auf seinem Yogaweg schnell voran. Tantipa praktizierte jeden Tag fleißig Lesen, Gehen, Gedankenarbeit, Yoga und Meditation. Und er erreichte nach zwölf Jahren die Erleuchtung. Alle inneren Verspannungen lösten sich auf, und seine Kundalini-Energie begann zu fließen. In ihm und um ihn herum war eine starke Erleuchtungsenergie. Sein Körper war voller Kraft und sein Geist voller Glück. Er strahlte Liebe und Licht aus. Alle Leute kamen, um ihn zu sehen, seine Weisheit zu hören. Er hatte nie mehr Langeweile.
Nimm das Leid in deinem Leben an. Erwecke dein inneres Glück durch deine spirituellen Übungen (Amitabha-Yoga, Meditation, positives Denken). Finde den für dich effektiven Weg. Vom Leid ins Licht. Gelingen.

Zuflucht. Formuliere deinen Satz der Zufluchtnahme: "Ich suche Zuflucht bei ... (mir selbst, meiner innen Weisheit, bei meinem spirituellen Ziel)." Vorwärts auf deinem Weg der Wahrheit und Weisheit. Gelingen.

Manche Menschen nehmen Zuflucht zum Essen, zur Arbeit oder zu einer Beziehung. Alle äußeren Dinge können einem Menschen aber nur begrenzt einen Halt in seinem Leben geben. Den Haupthalt muss man in sich selbst suchen. Man sollte in sich selbst sein Zentrum haben, damit einen die Stürme des Lebens nicht umwehen. Jeder Buddhist besinnt sich jeden Tag auf das Wesentliche. Er sucht Zuflucht beim Buddha (spirituellen Vorbild), beim Dharma (der Lehre, seinem spirituellen Weg) und beim Sangha (der buddhistischen Gemeinschaft).

Chang Khong rettet sich durch die Spiritualität

Thich Nhat Hanh und Chan Khong sind zwei bekannte Zen-Meister. Thich Nhat Hanh stammt aus Vietnam und hat sich dort während des amerikanischen Vietnamkrieges sehr für den Frieden engagiert. 1982 gründete er zusammen mit der Nonne Chan Khong in Südfrankreich das spirituelle Zentrum "Plum Village". Dort können Menschen aus aller Welt die buddhistische Achtsamkeitsmeditation lernen.

Chan Khong wurde 1938 in Vietnam geboren, traf Thich Nhat Hanh im Alter von 21 Jahren und wurde seine enge Weggefährtin. Chan Khong ist eine promovierte Biologin. In Vietnam leitete sie einen Kindergarten für Waisenkinder. 1968 wurden während eines amerikanischen Bombenangriffes fast alle ihre Kinder getötet. Chan Khong war verzweifelt. Sie konnte lange Zeit nichts als Reis zu sich nehmen. Wie konnte sie ihren inneren Frieden wiedergewinnen?

Sie suchte Zuflucht in der Spiritualität. Mit Hilfe der Meditation gelang es ihr das innere Gleichgewicht wiederfinden. Sie strahlt heute viel Kraft und Liebe aus. Chan Khong ist erleuchtet und hat mit ihrer inneren Kraft vielen westlichen Frauen sehr geholfen. Sie managt klug den Ashram Thich Nhat Hanhs und organisiert seine vielen Reisen. Über ihr Leben gibt es das wunderschöne Buch "Aus Liebe zu allen Wesen" (2005).
Betrachte genau deine Situation. Nimm die Gegebenheiten so an, wie sie sind. Finde flexibel deinen Weg durch das Chaos. Gelingen.

Der Begründer des tibetischen Buddhismus ist Padmasambhava. Er lehrte eine Mischung aus Buddhismus und Yoga (Hatha Yoga, Karma Yoga, Mantra Yoga, Tantra Yoga und Guru Yoga). Er erklärte: "Praktiziere so, dass du dich wohl fühlst. Wann immer ein Zweifel auf deinem Weg auftaucht, bete zu den erleuchteten Meistern. Dann denke selbst nach und folge der Stimme deiner inneren Weisheit. Das ist die Stimme der erleuchteten Meister. Wenn du so vorgehst, wirst du auf deinem spirituellen Weg siegen."

Es gibt heutzutage drei Hauptrichtungen des Buddhismus (Theravada, Mahayana und Vajrayana) und viele Unterformen (zum Beispiel den Amitabha-Buddhismus und den Zen-Buddhismus). Der Theravada-Buddhismus konzentriert sich auf die ursprüngliche Lehre Buddhas. Dabei geht es vor allem um die eigene Erleuchtung. Das Hauptziel ist es ein Heiliger (Arhat) zu werden und im Nirwana (Einheit) zu leben.

Der Mahayana-Buddhismus ist der Weg der umfassenden Liebe. Das Hauptziel ist nicht die eigene Erleuchtung, sondern das Glück aller Wesen. Ein Mahayana-Buddhist sieht sich nicht getrennt von seinen Mitwesen, sondern empfindet sich als Teil der Welt. Er möchte alle Wesen auf dem Weg zur Erleuchtung mitnehmen. Er wünscht eine glückliche Welt und einen glücklichen Kosmos. Das Ideal im Mahayana ist es als Bodhisattva zu leben. Ein Bodhisattva arbeitet gleichzeitig für die eigene Erleuchtung und für die Erleuchtung aller Wesen. Wenn ein Bodhisattva die Erleuchtung erlangt hat, verzichtet er so lange auf das große Erlöschen im Parinirwana nach dem Tod, bis er alle seine Mitwesen auch gerettet hat. Er inkarniert sich grundsätzlich öfter auf der Erde.

Der Vajrayana („Diamantfahrzeug“) ist im Westen als Tibetischer Buddhismus bekannt. Er beruht auf den philosophischen Grundlagen des Mahayana, ergänzt diese aber um vielfältige Techniken. Dazu gehören Körperübungen (Niederwerfungen), Visualisierungen (Gottheiten-Yoga), Mantras, spezielle Meditationen und Einweihungen (Energieübertragungen). Beim Vajrayana finden wir am stärksten eine Vermischung von Buddhismus und Hinduismus. Viele spirituelle Techniken des Vajrayana stammen aus dem Hinduismus und wurden mehr oder weniger verändert in den Buddhismus einfügt. Dieses bezieht sich insbesondere auf den Vorbild-Yoga (Gottheiten), die Yoga-Techniken (Hatha-Yoga, Mantra-Yoga, Karma-Yoga, Tantra-Yoga) und die Verehrung des erleuchteten Meisters (Guruyoga, Lamaismus).
Wem möchtest du heute etwas verzeihen (einem Freund, dem Leben, dir selbst)?
"Ich verzeihe ..." Bewege segnend eine Hand und denke das Mantra: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

Gerade schreibe ich ein Buch für die Rettung der Welt (Weltretter Grundwissen). Dazu gibt es dieses Lied. Im indischen Yoga gibt es den Weg der umfassenden Liebe. Der Gott Vishnu inkarniert sich immer wieder auf der der Erde, wenn die Welt bedroht ist. Er kam als Rama, Krishna, Buddha, Jesus und in vielen anderen Formen (Sai Baba, Amma). Rama besiegte zu seiner Zeit den bösen Herrscher Ravanna. Dabei halfen ihm seine Frau Sita und der starke Krieger Hanuman. Im Buddhismus gibt es entsprechend die Lehre des Bodhisattva (Amitbha, Tara, Dalai Lama). Wer sich für die Rettung der Welt einsetzt, wird spirituell belohnt. Er wächst ins Paradies und in ein Leben der Liebe und des Glücks. Mögen wir alle Weltretter werden. Möge unser Leben gesegnet sein.

Mache aus der Welt ein Paradies. Werde aktiv. Engagiere dich für eine Welt des Friedens, der Liebe und des Glücks. Lebe als Weltretter (Bodhisattva, Karma-Yogi).

In Hamburg geht es rund. Der G 20 Gipfel findet am 7. und 8. Juli statt. Die Weltregierung tagt. Die Mächtigen der Welt verabreden, wie sie die Welt am besten ausbeuten und beherrschen können. Zahlreiche Organisationen und Gruppen haben Gegenproteste angekündigt. Es wird hart darum gerungen, wo sie protestieren können. Der Staat fürchtet eine Eskalation der Gewalt. Es ist genau die richtige Zeit mein Weltretterbuch zu schreiben. Dort befürworte ich den gewaltlosen Protest und die Verbindung von innerem Frieden und politischer Aktion. Nur wer Frieden und Liebe in sich hat, kann erfolgreich eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/G20-Gipfe ... mburg_2017
Lebe als Mutter und Vater aller Wesen. Engagiere dich für die Armen, Leidenden und Unterdrückten. Du bist gut. Sehe dich stark, klug und erfolgreich. Gelingen!!

Hier ist ein gutes Interview von Jean Zieger zum G 20 Gipfel. Zitat:
"tagesschau.de: Herr Ziegler, die G20 werden sich in wenigen Tagen in Hamburg treffen. Was halten Sie von diesem System? Ist das gerecht?

Jean Ziegler: Es ist eine total illegitime und illegale Zusammenkunft. Es gibt eine Organisation, die Vereinten Nationen, die das öffentliche Interesse der Völker wahrnimmt. Für eine Herrschaftszusammenkunft von einigen mächtigen Staatschefs, die 85 Prozent des Weltbruttosozialprodukts kontrollieren, die hinter 20.000 Polizisten hinter Stacheldraht zusammenkommen in der Weltstadt Hamburg, gibt es keine Legitimation. Sie fassen Beschlüsse, über deren Ausführung keine Kontrolle besteht. Und das geht nicht. Das ist gegen den Willen dessen, was die Gründer der Vereinten Nationen gewollt haben. Und dieser G20-Gipfel unterminiert die Demokratie.

tagesschau.de: Am Ende der Gipfel gibt es ja immer dieses schöne Foto, alle stehen zusammen. Wie geht es Ihnen, wenn Sie das sehen? Was geht Ihnen da durch den Kopf?

Ziegler: Das ist zwar eine idyllische Postkarte, aber sie erweckt in mir Zorn. Das sind die Menschen, die die Strukturreformen der kannibalischen Weltordnung durchführen müssten. Ich gebe ein Beispiel: Alle fünf Sekunden verhungert nach UN-Statistik ein Kind unter zehn Jahren. Ein Kind, das jetzt, wo wir reden, an Hunger stirbt, wird ermordet. Und dieses tägliche Massaker des Hungers ist das schlimmste unserer Zeit. Wenn ich da eine Postkarte sehe mit lächelnden Staatschefs am Rande dieser Massengräber, die man ja nicht sieht auf dem Foto, dann kommt in mir Zorn hoch."

http://www.tagesschau.de/inland/g20-ziegler-101.html
Wer genau sich selbst lebt, lebt entspannt und glücklich. Lebe heute genau dich selbst. Lebe von innen heraus. Lebe auf deine Art. Verankere dich in der Weisheit. Und dann folge deinen spontanen inneren Impulsen. Frage dich immer wieder: "Wozu habe ich Lust? Was brauche ich jetzt?"

Nils: Wie lebe ich genau mich? Früher war ich den Zwängen eines normalen Berufs- und Familienlebens ausgesetzt. Ich hatte eine so dominante Frau, dass ich im Laufe der Jahre das Gespür für mich selbst verloren hatte. Ständig gab es Anweisungen, die ich zu befolgen hatte. Ich stand ständig unter Stress und versuchte mein Leben einigermaßen zu meistern.

Dann gab ich meinen Beruf auf, zog in die Abgeschiedenheit und wurde Yogi. Jetzt konnte ich den ganzen Tag tun was ich wollte. Ich brauchte vier Jahre, um ein Gespür für mich selbst zu entwickeln. Ich probierte vieles aus und fand langsam immer mehr heraus, was mir entspricht. Ich lebte ein sehr selbstbestimmtes Leben. Ich machte meine spirituellen Übungen, arbeitete als Yogalehrer und hatte auch viel Spaß.

Aber letztlich war auch das nur ein Weg. Jetzt erkenne ich, dass es darauf ankommt sein Energieniveau anzuheben, in der Erleuchtungsenergie zu leben, in der Einheit, im Frieden, in der Liebe und auch etwas im äußeren Genuss. Der Mensch braucht einen guten Energiezustand (nennen wir es im Licht leben, in der Einheit, im entspannten Sein), eine positive Aufgabe (als Bodhisattva leben, für das Glück aller Wesen arbeiten), etwas Liebe (gute Freunde) und etwas Spaß. Man muss auch locker sein können und darf die Dinge nicht zu ernst nehmen.

Ich lebe also in der Ruhe, im inneren Glück und in der Liebe. Meine Liebe bringt mich dazu, mich für die Protestaktionen zum G 20 Gipfel in Hamburg zu engagieren. Dadurch kommt im Moment viel Dynamik in mein Leben.

https://www.tagesschau.de/inland/g-zwan ... t-103.html
Schwierigkeiten sind für einen spirituellen Menschen Herausforderungen. Er wächst daran zur Erleuchtung. Meistere dein Leben. Gelingen.

Nils: Morgen gehe ich zur Veranstaltung des Gipfel für globale Solidarität (beim G 20 Gipfel in Hamburg) mit Vandana Shiva. Sie ist meine Heldin. Sie kämpft ihr Leben lang gegen die multinationalen Konzern (Monsanto) und für eine bessere Welt). Ihr Leben ist voll von Schwierigkeiten, aber sie gibt nie auf. Sie sieht sich als Mutter der Welt, die die Leidenden, Hungernden und Verzweifelten (insbesondere die indischen Bauern) nicht im Stich läßt.

Vandana Shivas Rede auf dem G8-Alternativgipfel 2007

Heute begehen die Bauern zu Tausenden Selbstmord. Ich war dort, um kostenlos ökologisches Saatgut zu vertreiben, denn als ich letztes Jahr in die Gegend reiste, wurde klar, dass einer der Gründe für die Verzweiflung der Bauern ist, dass die multinationalen Agrarkonzerne dafür gesorgt haben, dass sie jedes Jahr wieder Saatgut zu hohen Kosten kaufen müssen. (Nils: Ökologisches Saatgut kann jeder Bauer selbst produzieren. Er bewahrt einfach etwas Saatgut von dem Ernteertrag auf.)

Allein durch ein Saatgutmonopol erwarten die Unternehmen Profite von einer Billion Dollar im Jahr, wenn jeder Bauer dazu gezwungen werden könnte, immer wieder neu Saatgut zu kaufen. Das Saatgutmonopol der großen Agrarkonzerne tötet die afrikanischen Bauern, es tötet die indischen Bauern. Das ist die Art von Druck, durch den eine große Zahl von Menschen getötet wird: um den globalen Supermarkt am Laufen zu halten. Patente auf Saatgut und Patente auf Lebensformen wurden eingeführt durch das WTO-Abkommen auf geistiges Eigentum. Es tötet unsere Bauern, es verwehrt Millionen den Zugang zu preisgünstiger Medizin.

Die Bauern in Indien konnten vor zehn Jahren noch für ihren Lebensunterhalt aufkommen, ihre Kinder ins College schicken. Meine Mutter war eine Bäuerin und schickte mich auf die besten Schulen und Colleges in England. Heute kann ein Farmer nicht überleben. Nicht in Europa, nicht in Amerika, nicht in Mexico, und dieses System, das Tausenden keine Möglichkeit zum Überleben lässt, ist das System, gegen das wir sind. Das Herz dieses Systems ist die Privatisierung, Ausbeutung und Zerstörung der Ressourcen dieses Planeten, auf die jeder ein Anrecht hat.

Die multinationalen Agrarkonzerne stehlen die Gene für Dürreresistenz und Salzverträglichkeit, die unser Saatgut hat, damit sie sie patentieren können für die Folgen des Klimawandels. Denn Klimawandel bedeutet mehr Dürren, mehr Überschwemmungen. Wir brauchen diese Artenvielfalt, um mit dem Klimawandel zurecht zu kommen. Die multinationalen Agrarkonzerne hätten gerne das Monopol über diese Vielfalt, um Geld zu verdienen, während Menschen durch den Klimawandel sterben.

Das Gleiche mit Wasser: Die größten Wasserunternehmen der Welt möchten das Wasser der Welt privatisieren. Zwischen 2002 und 2005 haben wir eine Wasser-Demokratie-Bewegung aufgebaut. Unser Wasser ist nicht zu verkaufen, es ist keine Ware. Das weltbankgesteuerte Projekt zur Wasserprivatisierung wurde abgelehnt durch die Mobilisierung der Bürger.

Unser Saatgut, unser Wasser, unsere Luft sind Gemeingüter. Gemeingüter, die wir schützen müssen. Sie werden in das Eigentum der Konzerne gedrängt, was bedeutet, dass das Wasser, das wir trinken, die Saat, die wir säen, die Nahrung, die wir essen bei jedem Schritt Profite generiert für eine Hand voll Konzerne. Die Gemeingüter müssen zurückgefordert werden. Ich glaube, das ist der wichtigste ökonomische Kampf, das ist die wichtigste Nachhaltigkeitsfrage. Und um das zu können, müssen wir die ökonomischen Regeln verändern, die die Mächtigen machen.

Gandhi hat uns eine enorme Inspiration hinterlassen. Die Briten wollten das Salz monopolisieren. Er ging zum Strand, hob das Salz auf und sagte: “Die Natur gibt es umsonst, wir brauchen es für unser Überleben, wir werden damit fortfahren, unser Salz herzustellen.” Er bezwang die Salzgesetze. Das war der erste Satyagraha, wie sie es nannten, der Kampf für Wahrheit. Heute ist der Satyagraha zum Kampf für die Zukunft des menschlichen Lebens auf der Erde geworden.

Die Konzerne und die G8 haben eine Wirtschaft der Einseitigkeit geschaffen, damit sie wachsen können. Was wir brauchen ist eine Ökonomie der Fülle, damit das Leben wachsen kann. Das kapitalistische Patriarchat hält sich für intelligent, während es die dümmste Ökonomie geschaffen hat, zu der der menschliche Verstand in der Lage ist.

Wenn Gesetze gemacht werden, um den Menschen die Freiheit zu nehmen, ist der einzige Weg, um frei zu bleiben, diese Gesetze zu brechen. Martin Luther King musste es tun, Gandhi musste es tun, wir müssen es tun. Und je gewaltfreier wir es tun, je solidarischer wir es tun, je mehr Mitgefühl wir dabei zeigen, desto stärker werden wir sein, um diese Ökonomie des Diebstahls und der Vernichtung umzustürzen und stattdessen Ökonomien und Demokratien zu errichten, die allen Land garantieren. Samen um Samen, Hof um Hof, werden wir eine ökologische Landwirtschaft wieder aufbauen, die alle Menschen ernährt

Zufriedenheit. Sei mit dem zufrieden, was du hast. Übe die große Zufriedenheit. Laß deine weltlichen Wünsche los. Gelange zur Wunschloskeit. Freue dich über das, was dir das Leben geschenkt hat. Verlange nicht mehr. Komme dadurch zum inneren Frieden und in die Ruhe. Was ist heute dein Grund der Zufriedenheit?

Gestern war ich auf dem Gipfel für internationale Solidarität. Er fand zwei Tage vor dem Treffen der 20 Staatschefs in Hamburg in der Kampnagelfabrik statt. Hauptrednerin war Vandana Shiva, die berühmte indische Menschen- und Umweltschutzaktivistin. Desweiteren sprachen ein brasilianischer und ein südafrikanischer Gewerkschaftsvertreter und zwei deutsche Menschenrechtsaktivistinnen.

Der Tag begann glücklich. Ich wachte rechtzeitig auf, fuhr sofort los und kam eine halbe Stunde vor Beginn am Veranstaltungsort an. Eine riesige Menschenschlange erwartete mich. Sehr viele Menschen wollten Vandana Shiva sehen. Die Halle war überfüllt und wer später kam, bekam keinen Platz mehr. In der Vorhalle gab es Stände der verschiedensten Organisationen. Ich versorgte mich ausreichend mit Flugblättern und Broschüren. Darin stand, wie man den Kapitalismus überwinden und eine bessere Weltordnung aufbauen kann. Ich muss mir das noch gründlich durchlesen. Es scheint ziemlich kompliziert zu sein. Einfache Rezepte zur Weltrettung gibt es nicht. Und vor allem sind alle Rezepte nur schwer umsetzbar, weil die Reichen und Mächtigen natürlich dagegen sind. Vanadana riet uns, unsere Stimme zu erheben und uns nicht den Mund verbieten zu lassen.

Alle Weltretter sollten zusammenarbeiten und gemeinsam eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen. Und da fingen schon die Schwierigkeiten an. Bei den Teilnehmern dieses Forum handelte es sich hauptsächlich um Sozialisten und linke Umweltaktivisten. Sie glauben nicht an die Erleuchtung, den inneren Frieden und das innere Glück. Sie sind deshalb unfähig eine echte Perspektive für eine glückliche Welt aufzubauen. Sie können nur die Probleme der Welt wie Hunger, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und Krieg kritisieren und kurzfristige Lösungen anbieten.

Vor allem können sie das Problem der Gewalt nicht lösen, weil sie nicht in der Lage sind in sich selbst Frieden zu schaffen. Deshalb zerstreiten sie sich ewig und können letztlich nicht zu einem gemeinsamen Handeln finden. Und natürlich können sie keine glückliche Welt aufbauen, weil sie die Gesetze des Glücks nicht kennen. Kaum jemand beschäftigt sich mit seiner eigenen Psyche. Keiner kennt die wissenschaftliche Glücksforschung. Keiner kennt sich mit inneren Energien und hilfreichen spirituellen Übungen aus.

Christen fehlten hier, weil Christen und Sozialisten wie Katze und Hund zueinander sind. Dabei leben beide Gruppen auf dieser Welt und können nur gemeinsam Frieden schaffen. Um in der Gesellschaft Mehrheiten zu finden, müssen spirituelle und soziale Menschen zusammenarbeiten. Um die Probleme der Welt lösen zu können, müssen beide Gruppen voneinander lernen. Ich war wohl der einzige Spiri auf dieser Veranstaltung. Ich vereine soziales und spirituelles Denken in mir. Aber auf das Podium hätte ich mich nicht gewagt und wäre sicherlich auch nicht eingeladen worden.

Obwohl auch Vandana Shiva nicht unspirituell ist. Sie ist eine Hindufrau, was man schon äußerlich an ihrem Sari erkennen kann. Und ihr großes Vorbild ist Mahatma Gandhi. Darauf nahm sie in ihrer Rede immer wieder Bezug. Mahatma Gandhi war ein spiritueller Mensch, der sich sozial und politisch engagierte. Er lebte in einem Ashram nach den Grundsätzen des Yoga wie Wahrhaftigkeit, umfassende Liebe und Gewaltlosigkeit. Er war sogar ein extremer Asket und lehrte die Einfachheit und Rückkehr zu einer natürlichen Lebensweise.

Vandanas Vision ist auch durchaus spirituell. Sie meinte, dass wir von einer Weltwirtschaft der Gier (ich nenne es Egoismus) zu einer Weltwirtschaft der Liebe kommen müssen. Das sind richtige Worte, nur leider fehlt ihr eine klare Perspektive der Umsetzung. Sie meint, dass wir alle indische Bauern werden sollten und dem weltlichen Konsum abschwören müssen. Händis, Autos und Fernseher gehören abgeschafft. Keine schlechte Idee, aber sie wird bei den meisten Menschen nicht auf Begeisterung stoßen. Meine Idee ist es Spiritualität, Gerechtigkeit, Umweltschutz und moderne Lebensweise zu verbinden.

Wir dürfen moderne Kleidung tragen, fernsehen und auch Auto fahren. Aber wir sollten es sozial und umweltverträglich tun. Wir sollten den Grundsätz der Genügsamkeit beachten und unseren Genugpunkt kennen. Das Wachstumsprinzip als Zentrum des globalen Kapitalismus wurde zu recht von den Teilnehmern kritisiert. Es ist eine falsche Ideologie, die zu sinnlosem Reichtum bei einer Minderheit und zur Verelendung der Mehrheit und zur Umweltzerstörung führt.

Deutlich können wir beobachten, dass der weltweite Kapitalismus große Slums, viel Arbeitslosigkeit und viel Hunger hervorbringt. Und bei den Arbeitenden zu übergroßem Stress, psychischen Problemen bis hin zu Depressionen. Die kapitalistische Wachstumsideologie macht die Mehrheit der Menschen unglücklich und eine Minderheit nicht wirklich glücklich. Weil man Geld nicht essen kann, beziehungsweise durch viel Geld das innere Glück nicht wesentlich ansteigt. Nach der Glücksforschung braucht man genug Geld um zu leben, aber weitere Anhäufung von Reichtum macht dann nicht glücklicher. Im Gegenteil verstärkt es oft den Egoismus und macht die Menschen zu charakterlichen Fehlentwicklungen. Das kann man deutlich bei den meisten Dikatoren und Machthabern der Welt beobachten. Sie rasten bei den kleinsten Angriffen aus und haben keine Hemmung Kriege zuverbreiten und ihre Mitmenschen foltern zu lassen. So verhält sich kein normaler Mensch.

Nach der Veranstaltung fuhr ich mit der U-Bahn nach Hause. Und da traf ich sie wieder, die normalen Menschen. Total unpolitisch, nur mit sich und ihrem Konsum beschäftigt. Was interessiert sie der Hunger in Afrika? Wen kümmert es, dass weit weg große Wüsten entstehen, Länder vom Meer verschlungen werden und Kriege mit deutschen Waffen geführt werden? Hauptsache wir können billige Nahrung und Kleidung kaufen, auch wenn dafür die Bauern und Textilarbeiterinnen in fernen Ländern leiden müssen und Hungerlöhne kriegen. Der erste Schritt zu einer gerechten Welt ist es sich umweltbewusst und fair im Alltag zu verhalten. Da bin ich leider auch nur begrenzt ein Vorbild, weil ich gerne billig im Supermarkt einkaufe und zu selten in den Bioladen gehe.
Der kluge Tänzer mit dem Leben. Schwierigkeiten. Es gibt etwas Leid in deinem Leben. Fließe flexibel durch die Situation. Folge konsequent deiner inneren Weisheit (dem Gefühl der Richtigkeit). Stabilisiere deinen Geist durch Amitabha-Yoga, Meditation und positives Denken. Stopp deine negativen Gedanken. Denke das Mantra: "Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg." Optimismus. Gelingen! Alles geht gut.

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