Spirituelle Geschichten

Moderator: void

Hier kann jeder spirituelle Geschichten posten, die aus dem Amitabha Buddhismus kommen oder dazu passen. Ich beginne mit einer Geschichte über Honen (nacherzählt aus Volker Zotz, Der Buddha im Reinen Land Shin-Buddhismus in Japan, Seite 112). Wir können auch gerne über die Geschichten diskutieren. Spirituelle Geschichten sind das Rückrat jeder Religion. Sie inspirieren uns. Sie motivieren uns unseren spirituellen Weg zu gehen.

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Meister Honen (Bildquelle https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... ida-orakel )

Honen Shinran wurde 1133 als Sohn eines kaiserlichen Beamten in Japan geboren. Im Alter von acht Jahren wurde er Mönch in einem buddhistischen Tempel. Er konnte aber nicht zur Erleuchtung gelangen. Im Alter von 41 Jahren gelang ihm der große Durchbruch. Er las einen Text von Shan-tao über den Buddha Amitabha. Und begriff den tieferen Sinn. Honen erklärte: "Der Anhänger der Schule vom Reinen Land muss der Narr werden, der er ist." Wenn wir allen Stolz auf unsere Gelehrsamkeit loslassen, alles Wissen vergessen, einfach nur das Amitabha Mantra wiederholen, dann werden wir der, der wir ursprünglich sind. Als Honen in der Nacht für sich alleine den Namen Amitabhas rezitierte, öffnete sein Schüler Shoshin-bo die Tür und sah, wie Licht von Honen ausging. Es breitete sich im ganzen Raum aus. Der Meister glich einer Sonne, die ihr Licht über die abendlichen Berge ausgießt. Licht strahlte aus seinen Augen. Als Shoshin-bo den Raum unbemerkt wieder verlassen wollte, sprach Honen zu ihm: "Ich wollte du wärest wie ich, und das bald."
sehr nette Idee, Nils
:-)
Mach weiter Nils :D

Für mich als eher säkularem Buddhisten ist das natürlich alles ganz fürchterlich, aber mit etwas 'Übersetzen' kann ich es gut verstehen.

... und sah, wie Licht von Honen ausging.

Nun, das wird keine Lösung für die Weltenergiekrise werden, aber kennen wir nicht alle Menschen (Buddhisten oder nicht) von denen etwas besonderes ausgeht? Ich würde es nicht Licht nennen, aber im Umkreis einiger Menschen ist mir einfach wohler als bei anderen.

Ich habe eine Zufallszahl in das von Dir verlinkte Orakel eingesetzt. Ergebnis:

Erkenne deine Welt als Paradies. Welcher Gedanke hilft dir in eine Paradiessicht zu gelangen? Verankere deinen Geist im Wesentlichen. Das Wesentliche ist der Weg des inneren Glücks und der umfassenden Liebe: "Ich nehme die Dinge so an wie sie sind. Ich fließe positiv mit dem Leben. Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.


'Mögen alle Wesen glücklich sein' - sieh Dir meine Signatur an :lol:
Und die Idee 'Erkenne deine Welt als Paradies' beschäftigt mich schon. Ergebnis: ich brauche kein Paradies und eine Hölle jagt mir keine Angst ein. Und '... im Umkreis einiger Menschen ist mir einfach wohler als bei anderen.'
fotost hat geschrieben:
Mach weiter Nils :D Für mich als eher säkularem Buddhisten ist das natürlich alles ganz fürchterlich, aber mit etwas 'Übersetzen' kann ich es gut verstehen.

Danke für de Ermutigung. Natürlich darfst du alles anders sehen. Damit habe ich keine Probleme. Ich war selbst früher ein Atheist. Und sehe immer noch sehr genau hin und denke gründlich nach. Ich bevorzuge wissenschaftliche Erklärungsansätze. Trotzdem haben viele Erfahrungen und nachweisbare Tatsachen meine atheistische Weltsicht erheblich verändert. Zum Beispiel die Tatsache, dass ich meine früheren Leben sehen und die Fakten teilweise überprüfen konnte. Und die Nahtodforschung. Und der Tod des 16. Karmapas. Meine Erkenntnisse habe ich hier zusammengefasst:
http://mystiker2.wordpress.com/2013/05/ ... h-dem-tod/

fotost hat geschrieben:
... und sah, wie Licht von Honen ausging.

Nun, das wird keine Lösung für die Weltenergiekrise werden, aber kennen wir nicht alle Menschen (Buddhisten oder nicht) von denen etwas besonderes ausgeht? Ich würde es nicht Licht nennen, aber im Umkreis einiger Menschen ist mir einfach wohler als bei anderen.

Es gibt Menschen, von denen etwas Besonderes ausgeht. So kann man sich als Atheist die Dinge erklären. Es ist Psychologie. Aber mein Erklärungsmodell ist anders. Nachdem ich ein halbes Jahr intensiv spirituelle Übungen gemacht hatte, konnte ich plötzlich die Energiedimension im Kosmos wahrnehmen. Ich konnte die Gefühle und Gedanken anderer Menschen wahrnehmen, nachgeprüft auch über weite Distanzen. Ich konnte anderen Menschen heilsame Energien senden und war auf einer höheren Ebene mit allem verbunden. Ich sah real das Licht in der Welt. Ich erfuhr auch, wie erleuchtete Meister mir diese Energie übertrugen. Ich habe so viele Wunder erlebt, dass mein atheistisches Weltbild nicht mehr haltbar ist. Aber für alle Menschen, die die Stufe des Energiegespürs nicht haben, ist das alles schwer nachzuvollziehen. Zum Glück bestätigt auch Buddha die Energieebene. Es war auch seine Erfahrung. Und er konnte auch frühere Leben und jenseitige Welten sehen.

fotost hat geschrieben:
die Idee 'Erkenne deine Welt als Paradies' beschäftigt mich schon. Ergebnis: ich brauche kein Paradies und eine Hölle jagt mir keine Angst ein.

Für mich geht es nicht um Angst, sondern um Fakten. Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, dann verändert das die Weltsicht. Wenn es ein Jenseits gibt, dann gibt es dort auch verschiedene Bereiche. Viele Menschen können mit ihrem Bewusstsein ins Jenseits reisen und berichten von Paradieswelten. Am genauesten hat das der erleuchtete Meister Swami Muktananda in seinem Buch "Spiel des Bewusstseins" beschrieben. Er hat das Paradies bereist. Er hat meine persönlichen Erfahrungen bestätigt.
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Mahasthamaprapta, Amitabha, Avalokitesvara Quelle: https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... natsseite/

Honen Shinran gilt als eine Inkarnation des Bodhisattva Mahasthamaprapta (japanisch Daiseishi). Mahasthamaprapta und der Bodhisattva Avalokiteshvara sind die beiden Begleiter des Buddhas Amitabha. Sie stehen links und rechts von ihm. Manchmal auch rechts und links. Oft sehen sie gleich aus. Manchmal ist Mahasthamaprapta an der blauen Farbe erkennbar. Im chinesischen Buddhismus werden beide meistens als Frauen dargestellt. Avalokiteshvara ist der Bodhisattva des Mitgefühls. Er hilft allen Wesen mit seiner Weisheit und seiner Liebe. Mahasthamaprapta ist der Bodhisattva der Kraft. Bei ihm verbindet sich Weisheit und Kraft. Wer ihn anruft, erhält Kraft und Weisheit in schwierigen Zeiten. Mahasthamaprapta gibt uns die Fähigkeit der Ausdauer und auf unserem spirituellen Weg zu siegen. Er macht uns zu Siegern. Wir finden intuitiv unseren Siegerweg und erlangen genügend Kraft um unser Ziel zu erreichen.

Einst, als Honen das Nembutsu sprach, erschien Mahasthamaprapta vor ihm. Ein anders Mal schwebte er zusammen mit Buddha Amitabha und Avalokitesvara mitten in seinem Zimmer. Als sein Schüler Shoho-bo ein Bild von Honen malte, segnete Honen dieses Bild mit einem Zitat aus dem Suramgama-Sutra: "Zuvor noch unerwacht, ließ ich nie vom Buddha-Namen ab. (...) Alle nehme ich bei der Hand, die dem Nembutsu vertrauen, um sie ins Reine Land zu führen." Oft erschien Honen seinen Schülern im Traum. Einer sah Honen auf einer Lotusblume sitzen und den heiligen Namen Amitabhas wiederholen. Einem andern erschien er umgeben von himmlischen Musikanten. Ein dritter sah ein Land voller Gewalt. Nur im Zimmer seines Schülers blieb es friedlich. Ein vierter hörte im Traum Buddha Sakyamuni sprechen: "Der spirituelle Weg von Honen ist wunderbar. Viele werden so ins Paradies gelangen."

(nacherzählt aus Volker Zotz, Der Buddha im Reinen Land Shin-Buddhismus in Japan, Seite 114 ff)

Mir sind ähnliche Dinge geschehen. Man kann sie als Spiel des Bewusstseins oder als reale Geschehnisse auf dem spirituellen Weg sehen. Mir erschien der Dalai Lama einige Male im Traum und gab mir Belehrungen in Form von Bildgeschichten. Er teilte mir Dinge aus meiner Zukunft mit, die sich später bewahrheiteten. Das kann man als ein Zeichen für die Echtheit der Vision ansehen. Jesus Christus (den man als eine Form von Avalokiteshvara sehen kann) erschien als menschengroße Lichtgestalt schwebend mitten in meinem Zimmer und floß in mich ein. Ich war danach lange Zeit erfüllt von Glückseligkeit. Der indische Meister Saythya Sai Baba segnete mich in einem Traum ähnlich Mahasthamaprapta mit der Kraft meine Ziele zu erreichen. Ein anderes Mal trat ich als Seele aus meinem Körper aus und wurde von meinem verstorbenen Vater bis zum Paradies gebracht. Ich sah dort in einem großen Energiemeer voller Glückseligkeit viele Heilige aus verschiedenen Religionen schweben. Sie kamen auf mich zu und wollten mich holen. Aber ich erklärte, dass ich auf der Erde noch viel zu tun habe. Dann floss ich schnell wieder in meinen Körper zurück. Noch drei Tage danach war ich in einem glückseligen Paradiesbewusstsein. Ich erkannte meine Welt als Paradies. Alles war lichtdurchflutet und strahlte Frieden und Glück aus.
Nils hat geschrieben:
...
Ich konnte die Gefühle und Gedanken anderer Menschen wahrnehmen, nachgeprüft auch über weite Distanzen.


Hallo Nils,

Du weißt, daß Du damit vielen Menschen helfen könntest? Du weißt, daß Du damit für die Lehre viel Anerkennung gewinnen könntest?

Kennst Du die Herausforderung ?

Ich vermute, Dir persönlich ist Geld egal, aber mit dem Nobelpreis Gewinn dazu könntest Du Tausenden helfen. Falls Du nur (über eine statistische Signifikanz) die Gedanken von Menschen im gleichen Raum wahrnehmen kannst, würdest Du einen unglaublichen Beitrag zur Forschung beitragen.
fotost hat geschrieben:
Du weißt, daß Du damit vielen Menschen helfen könntest? Du weißt, daß Du damit für die Lehre viel Anerkennung gewinnen könntest?

Danke für den Ratschlag. Ich kenne viele Menschen, die das auch können. Und es gibt bereits viele wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Ich kenne aber auch die Tricks der atheistischen Wissenschaftler, die Ergebnisse zu unterlaufen. Sich untersuchen zu lassen ist sehr unbefriedigend. Man kriegt sehr viel Ärger dadurch. Außerdem sind meine Fähigkeiten sehr begrenzt. Da sollten sich andere Menschen mit größeren Fähigkeiten untersuchen lassen. Mir persönlich genügt es, dass ich mich überzeuge. Das ist schon schwer genug. :D Denn letztlich sind die Dinge nach meiner Erfahrung nie völlig eindeutig. Man kann es immer so oder so auslegen.
"Die Fünf Übernatürlichen Kräfte"
aus Shigetsu Sasaki Sokei An Roshi: "Übertragung des Zen"

Ich beginne mit dem letzten Absatz dieses Kapitels,nicht nacherzählt und auch nicht "frei" zitiert:


"Der Dämon durchsuchte Himmel und Erde,das ganze Universum,doch er konnte den Mönch nicht finden.Nachdem dieser Erleuchtung erlangt hatte,war er vollkommen verschwunden,kein Engel des Himmels und kein Dämon der Hölle konnte ihn finden.Das ist die Kraft den eigenen Geist zu vernichten,ohne den physischen oder mentalen Körper zu verändern.Das ist eine merkwürdige Kraft.Wenn diese Kraft ( Gemüts/Geisterlösung-Hotei Anmerkung)gewonnen ist,ist das Studium des Buddhimus abgeschlossen.Bevor es soweit ist,kann man nicht sagen,man habe Erleuchtung erreicht."


Die 6.übernatürliche Kraft ( Hotei):

" Auch wenn ihr absolute Freiheit des Körpers und ALLE Stadien des samadhi erreicht habt und die fünf übernatürlichen Kräfte besitzt,so seid ihr trotzdem noch nicht in der Wirklichkeit ( Nirvana-Buddhaschaft- Hotei Anmerkung ).Eure Tugenden sind erst wahr(echt!-Hotei Anmerkung),wenn ihr den sechsten übernatürlichen Zustand erreicht habt.Dieser Zustand heißt: ashravasksa-jnana.In diesen Zustand fließt nichts mehr aus dem Geist aus.Das ist wahre Vernichtung ( der Skandha-Hotei Anmerkung)"

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Ein anderer Mönch von dem eine Geschichte in diesen Abschnitt eingeflochten ist,erlangte das 5.Jnana,man nennt es: arupadhatu,und entfaltetet alle 5 Siddhi-übernatürliche Fähigkeiten,doch er wurde als Tier wiedergeboren,da er in diesem Samadhi nur einen einzigen aversiven Gedanken aufkommen lies:

"Aber dieser Zustand ist,obwohl er der höchste von arupadhatu ist vorübergehend( (pādaka-jjhāna-(Pali)Erreichung der Höheren Geisteskräfte-Anmerkung von Hotei),er dauert nicht ewig ( ist den Entstehen und Vergehen unterworfen-Anmerkung von Hotei)....Doch er kommt zu einem Ende. Mit Hilfe seiner Konzentration gelang es dem Eremiten,sein Leben in diesem Samadhi zu beenden.Hier,an diesemPunkt des Samadhi,endete also das Leben des armen Eremiten,und er nahm eine neue Form an.Es war die Form eines Eichhörnchens.In dieser Form hüpft er nun von Baum zu Baum,lehrend,und über Himmel und Hölle sprechend.Ich kenne einige Lehrer,die wie von einem Thema zum anderen springen. Eines Tages muss er den wahren Boden seiner Seele berühren.Dann muss er seinen Körper als das sehen was er ist-..."


Es gibt viele Geschichten des Zen um dieses Scheitern der Erlösung trotz magischer Fähigkeiten und höherer Geisteskräfte.Im Zen sind sie deswegen "Makyo"( ma=akuma: Teufel/Mara; Kyo= Phänomene;objektive Welt)Immer noch eine (feinstoffliche)Trübung,Fessel,Verführung,Anhangen.

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Mögen alle Wesen im Frieden ruhen,frei von Leid.
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Hotei. Quelle: https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... ida-orakel

3. Der faule Buddha

Hotei war ein sehr fauler Zen-Meister. Er lebte während der Tang-Dynastie in China. Man nannte ihn auch den Lachenden Buddha oder den Glücklichen Chinesen. Hotei lebte konsequent das Nichtstun. Er genoß einfach nur das Glück seiner Erleuchtung. Er lebte im Sein-Bewusstsein-Glück (Sat-Chid-Ananda). Er lachte gerne, naschte gerne und spielte gerne mit den Kindern (also uns :lol: ). Hotei hatte immer einen großen Sack dabei, in dem viele schöne Sachen versteckt waren. Die verschenkte er an die Kinder. Er war bei allen Kindern sehr beliebt, weil er immer so freundlich war.

Einmal wurde Hotei gefragt, was Erleuchtung ist. Er streckte die Arme in die Höhe, lächelte glückselig und verschwand danach sofort in der Menschenmenge. Er lebte im Glück und als Nichts. Er lehnte es sogar ab ein Zen-Meister zu sein und eine Lehre zu haben. Er war einfach nur ein glücklicher dicker Buddha. Das genügte. Er ärgerte auch keine anderen Menschen. Er hatte so viel Licht in sich, dass er auch das Licht und das Positive in seinen Mitmenschen sehen konnte. Er lebte im Licht und sandte allen Wesen Licht. Mögen allen Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben. Mögen wir uns nicht über höhere spirituelle Fähigkeiten streiten. Sie sind nützlich, wenn man damit anderen Menschen helfen kann. Sie sind unnütz, wenn sie das Ego vergrößern. Ich wünsche allen Hoteis viel Licht, Frieden und Liebe. :idea: :idea: :idea: :badgrin:
Meine Argumente für ein Leben nach dem Tod

Es gibt einige Argumente für ein Leben nach dem Tod. Insbesondere weist die Nahtodforschung auf die Unabhängigkeit der Seele vom Körper und auf ein Leben nach dem Tod hin. 1969 veröffentlichte die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross ihr Buch “Interviews mit Sterbenden”. Die Ärztin traf auf die erstaunliche Tatsache, dass viele Menschen mit Nahtoderfahrungen während ihres kurzzeitigen Todes in das Jenseits blicken konnten. Während ihres Erdenlebens blinde Menschen konnten plötzlich im Jenseits sehen. Sie konnten vom Jenseits aus das Geschehen auf der Erde beobachten. Die angegebenen Tatsachen wurden überprüft und stellten sich als wahr heraus. Wie konnte ein Zeit seines Lebens blinder Mensch im Zustand der Bewusstlosigkeit nach einem Verkehrsunfall seine Mitmenschen sehen und nach seiner Wiederbelebung genau beschreiben? Die einzige vernünftige Erklärung ist, dass der Mensch eine Seele hat, die vom materiellen Körper unabhängig ist.

Besonders bekannt ist der sogenannte Gebissfall. Ein älterer Mann wurde in einem Krankenhaus in den Niederlanden operiert. Ihm wurde sein Gebiss herausgenommen, damit der Beatmungsschlauch gut eingeführt werden konnte. In der Hektik der Operation verlegte die Krankenschwester das Gebiss und konnte es nachher nicht wiederfinden. Zum Glück trat der Mann während der Operation aus seinem Körper aus und beobachtete von oben die Krankenschwester. Als er später wieder ins Bewusstsein kam, konnte er genau sagen, welche Krankenschwester das Gebiss wohin gelegt hatte.

1975 schrieb Raymond Moody sein Buch “Leben nach dem Tod”. Darin protokollierte er die Nahtoderfahrungen von 150 Menschen. Viele berichteten, dass sie nach ihrem Tod durch einen dunklen Tunnel geflossen und in eine Dimension des Lichts gekommen waren. In der Lichtwelt trafen sie auf heilige Lichtwesen und auf bereits verstorbene Verwandte. Sie erfuhren Dinge, die sie vorher nicht gewusst hatten.

Der große wissenschaftliche Durchbruch erfolgte 1991. Die 35-jährige Pam Reynolds musste am Gehirn operiert werden. Sie bekam eine Vollnarkose. Ihre Augen wurden verbunden und ihre Ohren verstöpselt. Und genau in dieser Zeit hatte Pam Reynolds ihre ersten außerkörperlichen Erfahrungen. Sie schwebte mit ihrer Seele aus dem Körper heraus. Sie beobachtete von oben herab alle Einzelheiten der Operation. Ihr Kopf wurde mit Messgeräten verkabelt. Ihr Blut wurde aus dem Gehirn abgeleitet. Es wurde festgestellt, dass in ihrem Gehirn keine Gehirnströme flossen. Die Denktätigkeit war blockiert. Eine Hormonausschüttung war nicht mehr möglich. Halluzinationen konnten nicht mehr geschehen. Sie aber spürte, dass sie durch einen Tunnel in eine Lichtwelt (ins Paradies) schwebte. Dort traf sie ihre verstorbene Großmutter und einige andere Menschen. In einem späteren, vom britischen Fernsehen (BBC) dokumentierten Interview erklärte Pam Reynolds, dass sie in der Lichtwelt den Atem Gottes wahrgenommen hatte.

Die Nahtodforschung beweist, dass es ein vom Körper unabhängiges Bewusstsein geben muss. Anders sind die Erkenntnisse der Wissenschaftler nicht erklärbar. Der Beweisweg ist einfach. Viele Menschen sehen bei ihrem Nahtoderlebnis Dinge in der Umgebung oder hören Gespräche, über die sie nachher Auskunft geben können. Obwohl sie diese Dinge eigentlich nicht hätten sehen oder hören können, weil zum Beispiel nachweisbar kein Gehirnströme flossen, das Gehirn also materiell ausgeschaltet war. Oder weil die Augen verbunden und die Ohren zugestöpselt waren (Pam Reynolds). Dafür gibt es nur eine logische Erklärung. Die Seele ist vom Körper unabhängig. Wenn die Seele vom Körper unabhängig ist, dann kann sie auch nach dem Tod weiterleben.

Die Argumente der Atheisten

Die Argumentation der Atheisten ist zu lesen in: Grenzerfahrung auf dem Operationstisch (Gerald M. Woerlee, 2005). Darauf verweist auch Wikipedia/Nahtod-Erfahrung. Ins Deutsche übersetzt wurde der Text von Woerlee von der GWUP (Atheistenorganisation) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21392/1.html

Das Hauptargument von Woerlee besteht darin, dass Pam während der Operation wach gewesen sein soll. Dieses Argument ist sehr fragwürdig. Bei einer derart schweren Hirnoperation ist man grundsätzlich nicht wach und kann nicht die Gespräche im Raum mitverfolgen und die Geschehnisse beobachten. Insbesondere wenn eine Vollnarkose besteht, die Ohren verstöpselt und die Augen verbunden sind. Es gibt viele Fälle von Nahtoderfahrung und sie alle durch ein Aufwachen bei der Operation zu erklären ist sehr fragwürdig. Ein Aufwachen in der Narkose kommt bei 1,3 von 1000 Menschen vor. Nahtoderfahrungen haben aber etwa 30 % der Menschen. Also können die Nahtoderfahrungen normalerweise nicht mit einem Aufwachen während der Operation erklärt werden.

Woerlee: Ich kann auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung als Anästhesist zurückblicken, und es hat mich immer fasziniert, auf welche Weise Körperfunktionen in der Lage sind, scheinbar paranormale Erfahrungen zu erzeugen. Deshalb weiß ich, dass diese Erfahrung durch das Zusammenwirken der Reaktionen von Pam Reynolds´ Körper und ihrem Bewusstsein auf ihre Situation und ihre Narkose hervorgerufen wurde. Bisweilen reicht die Konzentration der Anästhetika für eine narkotische Wirkung nicht aus. Diese Personen bleiben wach: Sie hören, was in ihrer Umgebung vorgeht, sie spüren die Arbeit des Chirurgen und anderer Personen und sehen auch, was geschieht, sofern ihre Augen geöffnet sind.

Nils: Ein Aufwachen in der Narkose kommt bei 1,3 von 1000 Menschen vor. Nahtoderfahrungen haben aber etwa 30 % der Menschen. Also können die Nahtoderfahrungen normalerweise nicht mit einem Aufwachen während der Operation erklärt werden. “Sofern ihre Augen geöffnet sind.” Pam Reynolds Augen waren verbunden.

Woerlee: Da Pam Reynolds während der Operation mehrmals bei Bewusstsein war, vermute ich jedoch, dass weder Isofluran noch Enfluran als zusätzliche Anästhetika verwendet wurden. Ohne Einsatz dieser Gase aber ist es wahrscheinlicher, dass der Patient während der Operation erwacht, und genau das geschah mit Pam Reynolds.

Nils: Woerlee behauptet einfach ohne Beweis, dass Pam Reynolds mehrmals während der Operation aufgewacht ist. Das ist sehr unwahrscheinlich.

Woerlee: Das Kreischen der Säge weckte Pam Reynolds auf.

Nils: Die Säge hat nicht die Lautstärke einer Motorsäge, sondern des Summens einer elektrischen Zahnbürste. In einer tiefen Narkose wird man davon nicht wach.

Woerlee: Sie hörte, wie Personen miteinander sprachen.

Nils: Die Ohren waren verstöpselt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie die Operationsgespräche genau verfolgen konnte.

Woerlee: Eine Fehlfunktion ihres Gehirns, ausgelöst durch das Zusammenspiel der Narkosemittel mit der abnormen Funktion ihrer Muskelfasern rief die außerkörperliche Erfahrung hervor.

Nils: Das ist eine Behauptung ohne ausreichende Belege.

Woerlee: Der Hochfrequenz-Ton des leerlaufenden, luftgetriebenen Motors der pneumatischen Säge hat gemeinsam mit dem anschließenden Gefühl, dass ihr Schädel aufgesägt wurde, sicher in ihrer Erinnerung das Bild eines Gerätes wachgerufen, das einem Zahnarztbohrer ähnelte.

Nils: Woerlee verwendet den Begriff “sicher”, wo er höchst spekulativ denkt. Er versucht dem Leser seine Sicht der Dinge einzureden. Pam Reynolds dagegen erklärte, dass sie eine Art Säge erwartet hatte. Und sie beschrieb ihr vorher völlig unbekannte Details: “Ich hatte angenommen, dass sie den Schädel mit einer Säge öffnen würden. Ich hatte den Begriff Säge auch gehört, aber was ich dann hier sah erinnerte mich mehr an eine Bohrmaschine. Da waren auch verschiedene kleine Bohrer in einem Kasten, der aussah wie der Werkzeugkasten meines Vaters, als ich noch ein Kind war.”

Bei genauerem Hinsehen lösen sich die Argumente von Woerlee weitgehend auf. Es gibt ja nicht nur die Beobachtungen von Sabom/Pam Reynolds. Es gibt noch tausende weiterer Forschungsergebnisse. Wer es genau wissen will, sollte sich selbst gründlich in die Forschungen einarbeiten. Das habe ich für mich getan. Und andere Menschen auch, die zu den gleichen Ergebnissen wie ich gekommen sind.

Die Fachleute sagen heute weitgehend übereinstimmend, dass es keine natürlichen Erklärungen gibt. Im Moment spricht die größere Wahrscheinlichkeit für die Dualität von Gehirn und Seele.

Zitat aus aus der Homepage des Human Basis Projektes vom Dezember 2009: (http://www.jenstein.de/pages/homo-sapie ... ynolds.php ): Der behandelnde Arzt Dr. Spetzler glaubt nicht, das Pam es von vorherigen Beobachtungen her wissen kann. Zitat: „Da waren die Geräte für sie einfach nicht sichtbar. Die Bohrer und die anderen Sachen waren abgedeckt oder eingepackt. Sie werden nicht aufgedeckt oder ausgepackt, bevor der Patient nicht vollständig eingeschlafen ist. Das ist notwendig, um die Umgebung steril zu halten.“

Sie hat auch während der Operation ein Gespräch wahrgenommen, das zwischen Dr. Spetzler und dem Herz- und Gefäßchirurgen, der sie an die Herz-Lungen-Maschine anschloss, stattgefunden hat. Als eine Chirurgin ihre Leiste geöffnet hatte, merkte sie, dass die Wehnen und Arterien zu eng waren. Sie musste es auf der anders Seite versuchen. In diesem Zusammenhang sprachen die Ärzte miteinander. Pam konnte sich präzise an dieses Gespräch erinnern. Zitat Dr. Spetzler: „In diese Phase der Operation kann niemand etwas beobachten oder hören. Es ist unvorstellbar, dass in dieser Phase normale Sinne wie das Gehör funktionieren. Abgesehen davon steckten Ohrhörer für die Klick-Tests in ihren Ohren. Es gab für sie keine Möglichkeit die Gespräche über ihr Gehör wahrzunehmen.“

–> Video Pam Reynolds
https://www.youtube.com/watch?v=QnzpsnBrkXs
Nils hat geschrieben:
...
Ich kenne aber auch die Tricks der atheistischen Wissenschaftler, die Ergebnisse zu unterlaufen.


Hallo Nils,

nimm es mir nicht übel, aber der Begriff 'atheistische Wissenschaft' ist für mich in ganz übler Nähe zum Begriff der 'jüdischen Wissenschaft' den die Nazis gebraucht haben, um störende Menschen in Lager zu verschleppen und zu töten.

Was soll 'atheistische Wissenschaft' sein? Ein Erklärungsversuch von Deiner Seite erscheint mir dringend notwendig.

Ich kenne eigentlich nur 'wissenschaftlich' oder 'nicht wissenschaftlich' und dabei ist für mich die Wiki Erklärung zu Wissenschaft ein guter Ausgangspunkt.

Die eigentliche Teilnahme am Wissenschaftsbetrieb ist grundsätzlich nicht an Voraussetzungen oder Bedingungen geknüpft

(C) Wiki


Was gibt es dagegen zu sagen? Oder dürfen wissenschaftliche Erkenntnisse nur von blauäugigen oder irgendwie religiösen Menschen kommen?
Namaste!

Hallo Hotei,
Hotei hat geschrieben:
Die 6.übernatürliche Kraft ( Hotei):

" Auch wenn ihr absolute Freiheit des Körpers und ALLE Stadien des samadhi erreicht habt und die fünf übernatürlichen Kräfte besitzt,so seid ihr trotzdem noch nicht in der Wirklichkeit ( Nirvana-Buddhaschaft- Hotei Anmerkung ).Eure Tugenden sind erst wahr(echt!-Hotei Anmerkung),wenn ihr den sechsten übernatürlichen Zustand erreicht habt.Dieser Zustand heißt: ashravasksa-jnana.In diesen Zustand fließt nichts mehr aus dem Geist aus.Das ist wahre Vernichtung ( der Skandha-Hotei Anmerkung)"


Ich erkenne hier zwar eine Anspielung auf Nils' Posts zuvor, aber darüber hinaus: Siehst Du die "Sechs Übernatürlichen Kräfte" als wahre [im Sinne von faktische] Gegebenheiten an, deren Erlangung für die Verwirklichung notwendig sind, oder als "Spirituelle Geschichten" [so ja auch der Titel dieses Treads], also sozusagen als Hilfreiche Konzepte [Hôben]?

Wenn ja, was ist dann mit der "Plötzlichen Erleuchtung" wie sie z. B. in den Lehren von Huangbo Xiyun [Ôbaku Kiun] erklärt und proklamiert wird?

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu

PS: Sorry, wenn es vielleicht etwas in die OT-Richtung führt :roll:
Ich wünsche allen Hoteis viel Licht, Frieden und Liebe. :idea: :idea: :idea: :badgrin:


Die glückseeligsten Esoteriker tragen gewöhnlich einen Sack voller Schatten mit sich und fühlen sich dann von Missgünstigen umzingelt.

Was Hotei betrifft,so sind so Sachen wie "Sack voller Geschenke","mit Kindern spielen", "auf den Marktplatz zurückkehren" "in der Menge verschwinden" und "dicker Bauch" natürlich Metaphern,der ganze Hotei ist ein volkstümliches Sinnbildfür einen Bodhisattva-Buddha.Aber wenn man nur die persönliche "Lehre" gelten lässt,weiss man das halt nicht und interessiert sich auch nicht,lieber verwursten Schein"Heilige" alles für ihr Einweckglas was ihnen unter die Finger kommt,gerne auch auf ihren unzähligen Web-Auftritten.

Ich wollte dir nur helfen Deinen spirituellen Stand objektiver zu betrachten,was ja auch andere schon versucht haben,damit du vielleicht wirkliche Erlösung erfahren kannst.Ich selber bin da über jeden Hinweis heil-froh und dankbar.Aber es ist eben karmisch nicht "an der Zeit".


Viele Grüße
Hotei
Ich selber bin da über jeden Hinweis heil-froh und dankbar.Aber es ist eben karmisch nicht "an der Zeit".

Beim ersten Satz wollte ich losprusten, aber der zweite hat ja gezeigt, dass Du Dich manchmal doch gut einschätzen kannst .... Nur sagen darf man Dir das nie :mrgreen:
Benkei hat geschrieben:
Namaste!

Siehst Du die "Sechs Übernatürlichen Kräfte" als wahre [im Sinne von faktische] Gegebenheiten an, deren Erlangung für die Verwirklichung notwendig sind, oder als "Spirituelle Geschichten" [so ja auch der Titel dieses Treads], also sozusagen als Hilfreiche Konzepte [Hôben]?


Wenn ja, was ist dann mit der "Plötzlichen Erleuchtung" wie sie z. B. in den Lehren von Huangbo Xiyun [Ôbaku Kiun] erklärt und proklamiert wird?


Ich sehe sie als gegeben an,es sind übersinnliche Geisteskräfte und für mich sind es auch keine Konzepte oder "Geschichten".Was sollte dann an der Belehrung über diese Dingehilfreich sein?Im Gegenteil würde man die Siddhi wohl aus der Lehre,auch der Zen-Lehre rausgehalten haben,wenn es nur Fantasien wären,es würde dann nur zu spekulaitven Spielereien führen.Sie werden aber gerade angesprochen,damit der Praktizierende sich nicht von "Macht" beeinflussen,ablenken lässt.Für die Verwirklichung sind sie nicht notwendig,bis auf das "6."Siddhi,das aber eher eine felsenfeste Kenntnis von der wirklichen Befreiung ist,wie hier angesprochen.Die Geste Buddhas wo er mit der Hand die Erde berührt zeigt das auf.Es gibt viele Nachfolger,die voll-erwachten ohne Siddhis erlangt zu haben,z.b.Shariputra,einer mit "plötzlicher Erleuchtung".
@ BEnkei:
Der Bhikkhu, welcher für den ewigen Segen der Heiligkeit den vergänglichen Freuden der Welt * entsagt, vollbringt das einzige Wunder, welches wirklich ein Wunder genannt werden kann.
Ein heiliger Mensch verwandelt den Fluch des Karma in Segen. Das Verlangen, Wunder zu tun, entspringt entweder der Habsucht oder der Eitelkeit.
Ein Bhikkhu, der da denkt ‚Die Leute sollen mich grüßen‘, ist nicht frei; wenn er aber, obwohl von der Welt verachtet, doch kein Übelwollen gegen die Welt hegt, so ist er in der rechten Verfassung.

Benkei @ Das Evangelium des Buddha (in) Amitabha Buddhismus

* das meint: aller "Welten"-Dharma s

Interessant wie sich das vom Thema her in versch.Feds oft überschneidet,auch was einem und anderen gleichzeitig so "gerade" an "Material" vor die Füße fällt,ob nun praktisch oder per Text oder beides.

Die Belehrung des Zen zu den magischen Fähigkeiten hat wiedrummit dem Kernholz des PK zu tun:
Zum Beispiel:
http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m030z.html

23. "Also, Brahmane, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung. Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung, die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende.
"

Die Siddhi -magische Fähigkeiten-gehören in diesem Schlussatz und der verlinkten Sutra zu "Zugewinn,Ehre und Ruhm und zu Wissen und Schauung".
Es gibt sicher noch sutren wo die Gefahren die in der Erlangung magischer fähigkeiten liegt noch direkter angesprochen werden.
fotost hat geschrieben:
Was soll 'atheistische Wissenschaft' sein? Ein Erklärungsversuch von Deiner Seite erscheint mir dringend notwendig. Ich kenne eigentlich nur 'wissenschaftlich' oder 'nicht wissenschaftlich' und dabei ist für mich die Wiki Erklärung zu Wissenschaft ein guter Ausgangspunkt. Was gibt es dagegen zu sagen? Oder dürfen wissenschaftliche Erkenntnisse nur von blauäugigen oder irgendwie religiösen Menschen kommen?

Da sind wir völlig einer Meinung. Ein Wissenschaftler sollte vorurteilsfrei über die Dinge nachdenken und offen für neue Erkenntnisse sein. Ich habe viele Jahre in der deutschen Wikipedia mitgearbeitet und bin da auf eine ganz andere Sorte von Wissenschaftlern gestossen. Sie hatten den Atheismus als Konzept und haben versucht, alle anderen Meinungen zu unterdrücken und unbequeme Fakten zu vernichten. Das zeigt sich gerade am Pam Reynoldsfall. Wenn man sich objektiv informieren will, muss man auf die amerikanische Wikipedia ausweichen. Dort darf zum Beispiel über Pam Reynolds berichtet werden. Obwohl auch dort seit kurzem manchmal unliebsame Fakten gelöscht werden. Jedenfalls sollten wir immer genau hinsehen, wenn wir uns eine eigene Meinung bilden wollen.
Hotei:
Die Siddhi -magische Fähigkeiten-gehören in diesem Schlussatz und der verlinkten Sutra zu "Zugewinn,Ehre und Ruhm und zu Wissen und Schauung".Es gibt sicher noch sutren wo die Gefahren die in der Erlangung magischer fähigkeiten liegt noch direkter angesprochen werden.


Die 5 magischen Fähigkeiten stellen erst dann keine verführerische Gefahr des "Abfalls" mehr dar,wie auch von SOKEI AN ROSHI (*) gelehrt,wenn sie mit sammā-vimuttiyā ( Geisterlösung) verbunden sind, der Triebversiegung (āsavakkhaya; siehe āsava):

(*)
"Dieser Zustand heißt: ashravasksa-jnana.In diesen Zustand fließt nichts mehr aus dem Geist aus.Das ist wahre Vernichtung"


Deswegen werden sie in A.III.144-146 Die höchste Vollendung - 11-13. Paṭhama-, Dutiya-, Tatiya-moranivāpa Sutta zwar ausdrücklich als Zeichen für "die höchste Vollendung" genannt,aber eben nur durch Verwirklichung der Leerheit.

Alles Gute! :)
Hotei
4. Der Bauer Genza

Genza (1842-1930) ist bekannter Heiliger des Shin-Buddhismus. Er lebte als einfacher Bauer, war verheiratet und hatte mehrere Kinder. Trotz schwerer Schicksalschläge blieb er immer glücklich und positiv. Er war für alles dankbar, was ihm widerfuhr. Er sah es als Hilfe auf seinem spirituellen Weg an.

Er liebte es seinen Mitmenschen zu helfen und ihnen Gutes zu tun. Da er sein Ich-Bewusstsein aufgelöst hatte, konnte er nicht mehr wirklich zwischen Mein und Dein unterscheiden. Das führte zu komischen Situationen. Einmal wollte er sein Feld düngen. Als er am Feld seines Nachbarn vorbei kam, merkte er, dass dieses Feld viel dringender Dünger brauchte. Also dünkte er das Feld seines Nachbarn. Als ein Dieb ihm etwas aus seinem Haus stahl, freute er sich mit ihm über den gelungenen Diebstahl.

Erleuchtung bedeutet Heilung. Es kam fast nie vor, dass Genza krank wurde. Aber einmal rutschte er mit Heu beladen am Fluss aus und brach sich einen Arm. Da lobte und pries er Buddha Amitabha. Die Leute wunderten sich sehr. Benza erklärte: "Der eine Arm ist gebrochen. Da kann man nichts ändern. Aber ich habe noch einen zweiten Arm. Damit kann ich weiterarbeiten. Ist das nicht wunderbar?" Des weiteren meinte er: "Auch wenn ich leide, ist es eigentlich kein Leid." Durch sein inneres Glück befand er sich in einer anderen Dimension, die ihn das äußere Leid kaum wahrnehmen ließ. Selbst als ein Sohn und seine Frau starben, blieb er in seiner Lebensfreude.

Oft besuchten die Menschen Genza. In seiner Nähe konnten sie an seiner positiven Energie teilhaben. Wer auch nur etwas mit Genza in Berührung kam, erfuhr den Segen des Buddhas Amitabhas. Eines Tages wurde Genza von einem fremden Dorf eingeladen. Als er kam, baten ihn die Leute etwas über seine Erleuchtung zu erzählen. Genza erklärte, dass es für ihn nichts besonderes dabei gibt: "Alles ist einfach wie es ist. Die Dinge sind so wie sie sind. Das ist alles." Er lebte im Sein, in der Einheit und in der Liebe. Er wurde gefragt, ob er sich nie ärgere. Er meinte, dass er nicht mehr die Fähigkeit habe sich richtig zu ärgern. Der Ärger sei verschwunden und es gäbe in ihm nur noch Frieden und Glück.

Seine Lieblingstätigkeit war es andere Menschen zu massieren und ihnen dabei von Buddha Amitabha und seinem Paradies zu erzählen. Einmal wurde er in einen Tempel eingeladen. Er massierte dem Priester die Füße und übertrug ihm dabei Erleuchtungsenergie. Er meinte: "Jetzt kannst du deine Aufgabe gut wahrnehmen." Dann verschwand er wieder. Sein Rat an seine Mitmenschen war: "Bist du in Schwierigkeiten, berate dich mit dem Nembutsu." Wir sollen zu Buddha Amitabha beten und dann der Stimme unser inneren Weisheit folgen.

Genza war bescheiden und demütig. Er sah sich als Fallenden in die Arme Amitabhas. Er vergaß nie, dass er nur ein einfacher Mensch, ein Armer, ein Nichts war. Er sah sich als Nichthandelnden und ließ das Licht Amitabhas durch sich wirken. Er lebte nicht aus der eigenen, sondern aus der anderen Kraft und hatte dadurch immer genug Kraft. Zur Erleuchtung war er gelangt, als er seinen Ochsen belud. Da begriff er, dass Buddha Amitabha uns durch unser Leben trägt und wir nichts tun müssen, als uns Amitabha (dem Leben) zu überlassen und anzuvertrauen. Wir werden in unserem Leben immer beschützt und geführt, wenn wir uns einmal ernsthaft Amitabha anvertraut haben.

(Frei nacherzählt aus Claudia Lenel, Lotusblüten im Sumpf)
Selbst als ein Sohn und seine Frau starben, blieb er in seiner Lebensfreude.


Wohl eher" in Gleichmut"? Was steht denn an der Stelle im Buch ?
Einfach abschreiben,scheint mir dann ein wahres Bodhisattva Geschenk. Was ist denn FREI daran, die Geschichten und Zitate nach eigenem Gutdünken-Gefühl-und BesserWissen? umzuschreiben? Was weiss ich jetzt,wie so ein Amitabha Anhänger lebt,praktiziert... ? Gar nicht weiss ich das dann !
Hotei hat geschrieben:
Wohl eher" in Gleichmut"? Was steht denn an der Stelle im Buch ? Einfach abschreiben,scheint mir dann ein wahres Bodhisattva Geschenk. Was ist denn FREI daran, die Geschichten und Zitate nach eigenem Gutdünken-Gefühl-und BesserWissen? umzuschreiben? Was weiss ich jetzt,wie so ein Amitabha Anhänger lebt,praktiziert... ? Gar nicht weiss ich das dann !

Nach meiner Erinnerung steht im Buch "Lebensfreude". Lieber Hotei, einfach abschreiben geht nicht. Das wäre eine Verletzung des Urheberrechts :lol: Man darf fremde Geschichten nur nacherzählen. Die Geschichten von Genza sind aber fast wörtlich aus dem Buch übernommen. Vertraue mir :lol: Das kannst du nicht? Dann kaufe dir das Buch selber. Anders geht es nicht. Wenn du die Geschichte über Genza liest, solltest du danach schon wissen wie ein Shin-Buddhist lebt. Sonst denke etwas länger nach. Das kannst du doch. Du bist doch sehr klug. :roll: Ich habe mich wirklich bemüht die Essenz aus dem Buch darzustellen. Leider bin ich nicht perfekt. Nimm mich einfach so wie ich bin. Das wäre dein erster Schritt zur Erleuchtung. :lol:

Mich würde noch interessieren, was die fünf übernatürlichen Kräfte sind. Kannst du mich aufklären? Ich stelle positiv fest, dass wir beide an übernatürliche Kräfte glauben. Hast du auch welche? Welche? Kennst du jemanden, der welche hat? Natürlich ist Erleuchtung das wichtigste. Aber übernatürliche Kräfte können eine große Hilfe auf dem spirituellen Weg sein. Es kommt darauf an richtig damit umzugehen. Es ist für einen erleuchteten Meister sehr günstig, wenn er mit übernatürlichen Kräften seinen Mitmenschen helfen kann. Aus meiner Sicht ist es die Basis des Bodhisattva Weges. Wir streben nach Buddhaschaft, um mit den besonderen Fähigkeiten eines Buddhas alle Wesen retten zu können. Die Essenz des Amitabha Buddhismus ist der Glaube, dass der Buddha Amitabha alle seine Anhänger mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten rettet und ins Paradies (zur Erleuchtung) führt. Wir streben letztlich danach so zu werden wie Buddha Amitabha.
Du schreibst nicht nur um, Du schreibst auch dazu:
Da begriff er, dass Buddha Amitabha uns durch unser Leben trägt und wir nichts tun müssen, als uns Amitabha (dem Leben) zu überlassen und anzuvertrauen. Wir werden in unserem Leben immer beschützt und geführt, wenn wir uns einmal ernsthaft Amitabha anvertraut haben.


Dieser Satz erweckt den Eindruck Genza habe ihn getätigt,wenn er in der Geschichte stünde,was er nicht tut.

Aber ich verstehe jetzt warum diese Täuschung die Leute von diesem Unterforum nicht juckt,nachdem ich ältere Beiträge durchgelesen habe.Sie haben das ganze Material im Original,auch Genza-der ganz und gar nicht eitel war wie es Deine Anfügungen bei mir,wo ich diese Geschichten und Zitate nicht kenne,an Eindruck hervorrufen,aber jetzt weiß ich:es ist nicht Amitabha Prakizierendender Eitelkeit-

Sie hatten wunderschöne,glasklare Dialoge hier denen nichts anzufügen ist oder wegzunehmen.Eine ganz wunderbare Tradition ist das !

Ich habe erst vor kurzem erkannt,dass Du die Zitate und Geschichten umschreibst,weil ich nicht den ganzen Fed verfolgt habe und bin eine Weile dieser Täuschung auch erlegen.Ich kam mir ganz und gar veräppelt vor als mir das klar wurde.Aber das macht ja nichts,ich bin ja einer von den missgünstigen,den Feinden,den dunklen Mächten gar :roll: Aber die einzige,wenn auch grauenvollste dunkle Macht sind unsere Klesha,ist Mara.

Wenn die Sonne hoch steht,ist der Schatten tief.

Mit der Eitelkeit dürfte es schon vorbei sein,wenn man ein paar Stunden nur rezitiert.Das ist auch meine Erfahrungen mit Darani.Wie also sollte Genza solche Sätze getätigt haben? Unmöglich ist das !!!

Ich fürchte imKonzept der "5 Tätigkeiten" solltest du eine ( momentan) ehrlichkeitshalber ersetzen: Geschichten umschreiben und Leute täuschen vom Amitabha Buddhismus.

Viele Grüße
Hotei

Hast du auch welche? Welche?


ja,ich kenne sie,einige habe ich angeschnitten.Aber man besitzt sie nicht,wir besitzen gar nichts,wir sind gar nichts.
Es sind universelle Kräfte,die menschliche Natur ist dazu fähig sie kennenzulernen und anzuwenden. Aber Buddha hat nur einige "genutzt", d.h er hat sie nicht genutzt,es sind einfach Merkmale desTathagata- ausschließlich aus Mitgefühl um genau die rechte Belehrung imMoment zu geben zum Wohle des wesens-zum Beispiel die Herzen anderer zu durchschauen-er wussste umdie karmische Tendenz seiner Hörer und auch heutige "große Lehrer" wissen darum.
Es ist aber besser sein eigenes Herz zu durchschauen und seine karmischhe Tendenz,denn nur ein wirklicher Arya und ein Buddha kann es wirklich wissen,ansonsten gibt es viele Verrückte,die so tun und den Leuten schaden in ihrem Egoismus.Aber diese fallen...

Ansonsten rät die Lehre davon ab,sie zu "nutzen".Weil es Fallen sein können,solange man nicht verwirklicht ist,wie ich oben ja schon verdeutlicht habe mit Ziaten des Roshi.Es sind sogar ganz schreckliche Fallen,die auf niedere Daseinsfährte führen können und wenn du glaubst du besitzt die Fähigkeit weise damit umzugehen, täuschst du dich.

Ich beteilige mich bestimmt nicht daran einen täuschenden Dharma zu verbreiten und weil du das tust,kaue ich Dir auch nichts vor zu den Siddhi,was Du dann in diesem Sinne verwendest!ich würde nicht sagen,dass ich ein Bodhisattva "bin",aber vorsichtshalber: Ein Bodhisattva tut so etwas nicht!Das gehört zumGelübde: Buddha,Dharma,Sangha nicht verleugnen,nicht schaden.

Mögest Du umkehren!
Hotei
http://de.wikipedia.org/wiki/Amitabha

Hast Du den letzten Abschnitt in Wiki auch auf Deine Kundalini Sprache umgeschrieben?! Aber die Quellenangaben von jemandem anderen stehen gelassen?!Welche Quellen belegen deinen letzten Absatz bei Wikipedia?

Wiki ist echt nicht mehr zu trauen.da sind zuviele Ich-AG s unterwegs in sämtlichen buddh. Sparten.Da wundert mich nicht,wenn keiner mehr Lust hat Informationen sachlich und objektiv zusammen,- und einzutragen.
Hotei hat geschrieben:
Es sind universelle Kräfte,die menschliche Natur ist dazu fähig sie kennenzulernen und anzuwenden. Aber Buddha hat nur einige "genutzt",(...) ausschließlich aus Mitgefühl um genau die rechte Belehrung im Moment zu geben zum Wohle des wesens

So ist es. :)
Bild
Bildquelle https://sites.google.com/site/nilshorn2 ... ida-orakel

5. Der alte Kang

Am Ende des 8.Jahrhunderts lebte in China der alte Bettelmönch Kang. Eines Tages kam aus einer Inschrift in einem Tempel ein heller Energiestrahl. Kurze Zeit später hatte der alte Kang eine Vision von dem vor vielen Jahren gestorbenen Amitabha-Meister Shan-tao, der aus dem leeren Raum heraus zu ihm sprach: "Shao Kang, gehe nach Yanzhou. Die Menschen dort brauchen dich und deine Weisheit vom Paradies-Weg. Wenn du nach meinem Vorbild tätig bist, wirst du nach deinem Tod in das Reine Land von Amitabha gelangen."

Shan Tao war ein chinesischer Amitabha-Meister, der etwa 200 Jahre vor dem alten Kang in China gelebt hatte. Shan Tao war zur Erleuchtung gelangt und nach seinem Tod in das Paradies von Amitabha aufgestiegen. Er besaß jetzt große spirituelle Kräfte und konnte von der Lichtwelt aus alle Menschen sehen, die an ihn dachten und die sich mit dem Buddha Amitabha beschäftigten. Er konnte insbesondere durch seine Bücher, Bilder und Namenszeichen Energie und hilfreiche Gedanken senden. Er konnte sich deshalb auch mit dem alten Kang verbinden. Hierbei handelt es sich vermutlich um eine historisch wahre Tatsache. Nils hat eine ähnliche Begebenheit im Jahre 2005 mit einem tibetischen Amitabha-Meister erlebt.

Der alte Kang wanderte nach seiner Vision in die Stadt Yanzhou. Die Menschen dort waren jedoch nicht an Spiritualität interessiert. Sie strebten nur nach äußerem Reichtum und Liebesbeziehungen. Was sie aber nicht wirklich auf Dauer glücklich machte. Kang überlegte sich, wie er den Menschen in Yanzhou am besten den Paradies-Yoga vermitteln kann. Er erbettelte etwas Geld und gab es den Kindern unter der Bedingung, dass sie das Mantra "Om Amitabha" sprachen und dabei Amitabha als goldenen Buddha im Himmel visualisierten. Das brachte den Kindern Spaß. Bald riefen alle Kinder immer "Om Amitabha", wenn sie den alten Kang sahen. Irgendwann begannen auch die Erwachsenen damit.

Einige Zeit später errichtete Kang auf einem Berg einen Amitabha-Tempel. Kang selbst strahlte immer mehr Licht aus, je älter er wurde. Viele Menschen kamen, um ihn zu sehen. Bei seinem Tod ging er in das große Licht ein. Er rief dabei: "Jeder der mich als erleuchtet sehen kann, wird nach seinem Tod ebenfalls ins Paradies gelangen!"

(Nacherzählt aus Karl-Heinz Golzio, Der Kaufmann, der eine bessere Predigt forderte. Lesebuch zum Buddhismus)
Nils hat geschrieben:
Es gibt einige Argumente für ein Leben nach dem Tod. Insbesondere weist die Nahtodforschung auf die Unabhängigkeit der Seele vom Körper und auf ein Leben nach dem Tod hin......


F: Einige sagten: "Niemand soll sich über den beständigen Wechsel von Leben und Tod grämen. Es gibt einen einfachen Weg, um sich vom Kreislauf von Leben und Tod zu befreien: durch das Wissen vom unveränderlichen, unwandelbaren Geist. Dies bedeutet, dass das wahre Wesen des Geistes niemals zugrunde geht, obgleich der Körper stirbt. Wenn du erkennst, dass das Wesen des Geistes nicht dem Zyklus von Leben und Tod unterliegt und nur zeitweise im Körper existiert, dann bemerkst du, dass es an verschiedenen Orten weiter lebt, ohne zu enden. Es verändert sich nie in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft — es ist konstant. Dann bist du erlöst vom Kreislauf von Leben und Tod. Dieser Kreislauf hört auf, und wenn dein Körper stirbt, betrittst du den Ozean der wahren Existenz. Wenn du in diesen Ozean des Seins hinein fließt, besitzt du die gleichen Haupttugenden wie die Buddhas und Tathagatas. Doch sogar wenn du dies in deinem gegenwärtigen Leben erfasst, unterscheidest du dich trotzdem noch von einem Heiligen, aufgrund deiner angesammelten Täuschungen in deinen früheren Leben. Wenn du die unwandelbare und unveränderliche Natur des Geistes nicht verstehst, kannst du niemals von der Wiedergeburt des Karma befreit werden. Wir sollten unverzüglich die Unwandelbarkeit des Geistes ergreifen. Was nützt es, wenn du dein ganzes Leben lang ruhig sitzt, ohne Etwas zu tun?"

Stimmt diese Darstellung mit deiner Auslegung des Weges der Buddhas und Patriarchen überein?

A: Was du da gerade gesagt hast, ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma, sondern eher die Ansicht des Ungläubigen Senika. Diese Ansicht behauptet, dass wir in unserem Körper einen Verstand oder Geist haben, der die Dinge als gut oder schlecht, falsch oder richtig, angenehm oder schmerzlich, bitter oder süß, unterscheidet. Wenn unser Körper stirbt, trennt sich der Geist vom Körper und wird an einem anderen Ort wiedergeboren. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist an einem anderen Ort weiter. So existiert er ewig. Dies ist die Lehre des Ungläubigen Senika.

Wenn du denkst, dass eine solche Theorie die buddhistische Lehre ausmacht, bist du noch verrückter als jemand, der einen Dachziegel aufhebt und denkt, es sei eine Goldmünze. Das ist Blödsinn! Nanyo Echu in der Tang-Dynastie warnte vor solchen falschen Ansichten. Es zeugt von einer großen Dummheit, wenn jemand die Ansicht, dass der Geist ewig ist, aber der Körper vernichtet wird, mit dem Wahren Dharma der Buddhas gleichsetzt. Eine solche Sicht verursacht wirklich den Kreislauf von Leben und Tod, von dem sie doch frei kommen wollten. Dies ist äußerst jämmerlich. Erkenne es als falsche Ansicht und lege sie beiseite.

Aus Mitleid will ich nun dein Missverständnis beseitigen. Von Anfang an lehrte der Buddhismus, dass Körper und Geist eins sind und, dass die Substanz und die Form nicht zwei verschiedene Dinge sind. So wurde es in Indien und in China gelehrt. Weiterhin wird im Buddhismus sowohl die Unvergänglichkeit, als auch die Vergänglichkeit nicht als Körper und Geist oder Substanz und Form getrennt. Wo stirbt der Körper, und wo bleibt der Geist? Im Buddhismus gibt es kein Nirvana außerhalb vom Kreislauf von Leben und Tod. Wenn du irrtümlich denkst, dass der Geist ewig ist und dies als wahre buddhistische Weisheit betrachtest, die jenseits von Leben und Tod liegt, musst du erkennen, dass es gerade dieser Geist ist, den du benutzt, der an den Kreislauf von Leben und Tod gebunden ist — das ist nutzlos. Im Buddhismus sind Körper und Geist eins; denn wie kann es geschehen, dass der Geist bleibt und der Körper vergeht? Wenn Körper und Geist ursprünglich eins sind, jedoch nun getrennt, dann wäre die Buddha-Lehre falsch. Denke nicht, dass der Kreislauf von Leben und Tod vernichtet werden sollte — das wäre ein großer Fehler. Erkenne, dass der Geist das ursprüngliche Tor zu den wahren Lehren des Buddhismus ist und das ganze Wesen der Erscheinungen einschließt und sich auf keine Weise in verschiedene Aspekte, wie z. B. Körper oder Geist, Leben oder Tod, Erleuchtung oder Nirvana, teilen lässt. Alle Erscheinungen, die Myriaden Formen der Existenz, sind nur dieser eine Geist; nichts ist davon ausgeschlossen. So sehen die Buddhisten den Geist. Unterscheide nicht zwischen Körper und Geist, Leben oder Tod und Nirvana. Wir alle sind im Grunde Schüler Buddhas, deshalb höre nicht auf das Geschwätz der Ungläubigen.


Quelle: http://www.zensite.de/jla/dogen/bendowa.html?start=1
kanshiketsu hat geschrieben:
F: Einige sagten: "Niemand soll sich über den beständigen Wechsel von Leben und Tod grämen. Es gibt einen einfachen Weg, um sich vom Kreislauf von Leben und Tod zu befreien: durch das Wissen vom unveränderlichen, unwandelbaren Geist. ..."
Stimmt diese Darstellung mit deiner Auslegung des Weges der Buddhas und Patriarchen überein?

Ja.

kanshiketsu hat geschrieben:
Diese Ansicht behauptet, dass wir in unserem Körper einen Verstand oder Geist haben, der die Dinge als gut oder schlecht, falsch oder richtig, angenehm oder schmerzlich, bitter oder süß, unterscheidet. Wenn unser Körper stirbt, trennt sich der Geist vom Körper und wird an einem anderen Ort wiedergeboren. ...Es zeugt von einer großen Dummheit, wenn jemand die Ansicht, dass der Geist ewig ist, aber der Körper vernichtet wird, mit dem Wahren Dharma der Buddhas gleichsetzt. Eine solche Sicht verursacht wirklich den Kreislauf von Leben und Tod, von dem sie doch frei kommen wollten.

Aus meiner Sicht trennt sich das Bewusstsein nach dem Tod von dem Körper. Körper und Bewusstsein können unabhängig von einander existieren. Darauf deuten die Nahtoderfahrungen hin. Und auch die Erfahrungen der Hellsichtigen, die mit den Verstorbenen kommunizieren können. Dazu gibt es gerade eine spannende Sendereihe auf Six (Long Island Medium). Diese Frau ist absolut authentisch und überzeugend. Das kann jeder für sich selbst überprüfen. Man kann die Angst vor dem Tod dadurch überwinden, dass man sich auf die ewige Seele konzentriert.

http://www.sixx.de/tv/long-island-medium

Wir müssen zwischen einem erleuchteten Bewusstsein und einem unerleuchteten Bewusstsein unterscheiden. Eine unerleuchtete Seele existiert als Einzelseele vor und nach dem Tod getrennt von den anderen Seelen. Sie ist deshalb nicht von dem Kreislauf von Geburt und Tod befreit. Ein erleuchtetes Bewusstsein hat das Ego (Ich-Bewusstsein, die Trennung) überwunden. Es erfährt sich als Einheitsbewusstsein (Nicht-Ich, Nicht-Einzelseele, Anatta). Dadurch überwindet es den Kreislauf des Lebens. Es lebt in einer Ebene darüber, weil es mit dem Gesamtbewusstsein verschmolzen ist.

Nach Ansicht einiger Quantenphysiker (Amit Goswami, Michael König ...) ist das Bewusstsein (Licht, Gott, NIrwana) die Basis des Universums. Aus dem kosmischen Bewusstsein bilden sich die Materie, das Jenseits und die vielen Einzelseelen. Das Urbewusstsein existiert ewig. Man kann es als Leere, Einheit, Frieden, Licht, Gott oder Nirwana beschreiben. Ein Erleuchteter verschmilzt mit diesem Urbewusstsein. Deshalb lebt auch er ewig. Man kann auch sagen, dass er erlöscht, weil sein Ich-Bewusstsein erlöscht.
A.IV.123 Weltling und Heiliger - 3. Paṭhama-nānākaraṇa Sutta

Vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche vier?

Da, ihr Mönche, gewinnt ein Mensch, ganz abgeschieden von den Sinnendingen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, die mit Gedankenfassen und Überlegen verbundene, in der Abgeschiedenheit geborene, von Verzückung und Glücksgefühl erfüllte erste Vertiefung. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Göttern der Brahmawelt [1] wieder. Deren Lebenszeit aber währt eine Weltperiode (kappa, Skr.: kalpa). Ein Weltling nun, der seine Lebenszeit dort abgelebt hat und so viele Jahre, wie eine Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, geht zur Hölle, zur Tierwelt oder ins Gespensterreich [2]. Ein Jünger des Erhabenen aber, der dort seine Lebenszeit abgelebt und so viele Jahre, wie die Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, er erreicht in eben jenem Dasein die völlige Wahnerlöschung. Das nun, ihr Mönche, ist der Unterschied, dies das Kennzeichen, dies die Verschiedenheit, die zwischen dem kundigen, edlen Jünger und dem unkundigen Weltling besteht, hinsichtlich der Daseinsfährte und der Wiedergeburt.


Der "kundige Jünger"/Der 'In den Strom Eingetretene' ( Verwirklichtes Satorie ), ist der "unterste" der Edlen Jünger (siehe ariya-puggala).
hat die ersten drei samyojana - Fesseln überwunden, nämlich:
sakkāya-ditthi - Falscher Glaube an ein Ich
vicikicchā - Zweifel bezüglich Buddha, Dhamma, Sangha
sīla-bbata-parāmasa - Hängen an Regeln und Riten

Der "kundige Jünger":

Rechte Erkenntnis (sammā diṭṭhi) ist die Einsicht in die Vier Edlen Wahrheiten vom Leiden, der Leidensentstehung, der Leidenserlöschung und des zur Leidenserlöschung führenden Achtfachen Edlen Pfades (D 22). Im weiteren Sinne umfasst rechte Erkenntnis die Einsicht in weitere zentrale buddhistische Lehrinhalte, insbesondere:

das Gesetz vom Bedingten Entstehen, das die Ursachen des Wiedergeburtskreislaufs (Samsara) und dessen Überwindung (Nirvana) aus buddhistischer Sicht erklärt (MN 9),
die Drei Daseinsmerkmale Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit und Nicht-Selbst, denen alle physischen und psychischen Phänomene unterworfen sind (MN 35),
das Karma-Prinzip, das zwischen heilsamen (kusala) und unheilsamen (akusala) Willenshandlungen unterscheidet (MN 117).
6. Der Meister des Karma

Der Karmapa ist neben dem Dalai Lama der zweite oberste Meister im tibetischen Buddhismus. Der erste Karmapa wurde 1110 in Tibet geboren. Als Kind hatte er eine Vision der schwarzen Göttin Kali, der Meisterin der Leidüberwindung. Im Alter von dreißig Jahren wurde der erste Karmapa ein Schüler des Arztes Gampopa. Gampopa besaß das Wissen von Naropa und Tilopa. Naropa war ein Meister des Kundalini-Yoga (Erzeugung der Erleuchtungsenergie durch Atemübungen, Mantras und Visualisierungen; innere Heilung) und Tilopa war ein Meister des Mahamudra (Gottesmeditation, Zen-Meditation, im Licht verweilen). Diese beiden Lehren waren durch den Übersetzer Marpa und den singenden Yogi Milarepa auf Gampopa übergegangen. Das Zentrum des Karmapa-Weges ist die Verbindung von Kundalini-Yoga (Aktivierung der Energie) und Meditation (Einheitsbewusstsein, Glück, Ruhe).

Als der Arzt Gampopa starb, wurde der erste Karmapa sein Nachfolger. Der erste Karmapa praktizierte viele Jahre als einsamer Yogi. Er erlangte die Erleuchtung durch den Traum-Yoga. Der Traum-Yoga besteht im Kern darin, dass man als Yogi meditierend in den Schlaf geht. So kann man auch die Schlafzeit für seine spirituelle Entwicklung nutzen. Wer sich vor dem Einschlafen als Buddha visualisiert, kann mit viel Glück durch die Kräfte des Unterbewusstseins am Morgen erleuchtet aufwachen. So geschah es dem ersten Karmapa. Als er erwachte, sah er geistig die schwarze Krone Kalis (der Leidüberwinderin) über seinem Kopf. Der erste Karmapa gelobte daraufhin sich als erleuchteter Karma-Yogi (davon kommt der Begriff Karma-Pa) immer wieder auf der Erde zu inkarnieren, um den leidenden Wesen spirituell zu helfen.

Der 16. Karmapa schenkte der westlichen Welt einen Beweis des Weiterlebens nach dem Tod. Er starb 1981 in einem Krankenhaus in Chicago. Für die behandelnden Ärzte erkennbar demonstrierte er das Sterben und die anschließende Rückkehr der Seele in den Körper. Bericht des behandelnden Arztes Dr. Mitchell Levy: "Er starb. Ich wusste es. Jeder im Team wusste es. Und dann wachte er wieder auf und setzte sich aufrecht. Er öffnete seine Augen und sein Wille brachte ihn wieder hoch. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Trungpa Rinpoche sagte später zu mir: "Jetzt sehen sie, was wirklich möglich ist." Es war fast, als hätte jemand die Messgeräte ausgesteckt, irgendwas mit ihnen gemacht, sie wieder angeschlossen - und sie zeigten einen Normalzustand. Einige Tage danach starb der Karmapa tatsächlich. 48 Stunden nach seinem Tod war seine Brust über seinem Herzen warm. Um es zu untersuchen, bewegte ich meine Hand zu jeder Seite seiner Brust, und es war dort kühl. Dann fühlte ich wieder in der Mitte, und dort war es warm. Ich kniff auch seine Haut, und sie war immer noch geschmeidig und völlig normal. Nach 36 Stunden ist die Haut eines normalen Toten wie Teig. Und hier war seine Haut nach 48 Stunden immer noch so wie meine oder Ihre. Es war, als ob er nicht tot wäre. Ich zwickte seine Haut und sie kehrte wieder in ihren vorherigen Zustand zurück. Der Spannungszustand war völlig normal.

Kurz nachdem wir das Zimmer verlassen hatten, kam der Chirurg und sagte: "Er ist warm, er ist warm." Und dann kam es so, dass das Pflegepersonal immer wieder fragte: "Ist er noch warm?" Es war in Übereinstimmung mit der traditionellen tibetischen Erfahrung. Verwirklichte Menschen wie Seine Heiligkeit bleiben, nachdem Atem und Herzschlag aufgehört haben, noch einige Tage in einem Zustand tiefer Meditation, ohne dass in dieser Zeit die Totenstarre eintritt. Nach drei Tagen endete der Samadhi. Man erkannte es, denn Seine Heiligkeit war nicht mehr warm und die Totenstarre setzte schließlich ein. Auch die Atmosphäre in dem Zimmer änderte sich, wurde normal."

http://www.buddhismus-heute.de/archive. ... _5.de.html
Namaste!

Hallo Hotei,
Hotei hat geschrieben:
@ BEnkei:
Der Bhikkhu, welcher für den ewigen Segen der Heiligkeit den vergänglichen Freuden der Welt * entsagt, vollbringt das einzige Wunder, welches wirklich ein Wunder genannt werden kann.
Ein heiliger Mensch verwandelt den Fluch des Karma in Segen. Das Verlangen, Wunder zu tun, entspringt entweder der Habsucht oder der Eitelkeit.
Ein Bhikkhu, der da denkt ‚Die Leute sollen mich grüßen‘, ist nicht frei; wenn er aber, obwohl von der Welt verachtet, doch kein Übelwollen gegen die Welt hegt, so ist er in der rechten Verfassung.

Benkei @ Das Evangelium des Buddha (in) Amitabha Buddhismus

* das meint: aller "Welten"-Dharma s

Interessant wie sich das vom Thema her in versch.Feds oft überschneidet,auch was einem und anderen gleichzeitig so "gerade" an "Material" vor die Füße fällt,ob nun praktisch oder per Text oder beides.

Die Belehrung des Zen zu den magischen Fähigkeiten hat wiedrummit dem Kernholz des PK zu tun:
Zum Beispiel:
http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m030z.html

23. "Also, Brahmane, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung. Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung, die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende.
"

Die Siddhi -magische Fähigkeiten-gehören in diesem Schlussatz und der verlinkten Sutra zu "Zugewinn,Ehre und Ruhm und zu Wissen und Schauung".
Es gibt sicher noch sutren wo die Gefahren die in der Erlangung magischer fähigkeiten liegt noch direkter angesprochen werden.

Ja, "Zufälle" gibt es, die sind wirklich beachtlich :!:

Schon seltsam, dass ich gerade über das Amitabha-Kapitel stolperte und das darin dann auch noch die "magischen Fähigkeiten" abgetan werden.
Aber da man immer die passende Belehrung zur genau rechten Zeit bekommt, sollte mich das eigentlich nicht mehr verwundern - dafür habe ich das schon zu häufig erlebt.
Allerdings - wo kommen wir hin, wenn man nicht einmal mehr erstaunt sein kann? :wink:

Aber natürlich hast Du absolut recht - wenn die "magischen Fähigkeiten" nur Hôben, wären dann wäre es eher schädlich sie überhaupt zu erwähnen.

Vielen Dank für diese Aufschlüsse!

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu

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