Erfahrungen aus Kursus über Sterben u. Sterbebegleitung aus buddhistischer Sicht

Moderator: kilaya

Hallo Sherab,
ich verstehe Deinen Einwand nicht. Beziehst Du Dich hier auf dieses Thema?

Die Rede war von Aufgaben, die mit Sterbebegleitung zusammenhängen.
Losang Lamo hat geschrieben:
Hallo Sherab,
ich verstehe Deinen Einwand nicht. Beziehst Du Dich hier auf dieses Thema?

Die Rede war von Aufgaben, die mit Sterbebegleitung zusammenhängen.


Ach so, das war mir nicht klar, dass "nur" davon die Rede war,
In dem Zusammenhang kann ich die Aussagen nachvollziehen.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Losang Lamo hat geschrieben:
Amdap hat geschrieben:
...

Es gibt keine unterschiedlichen Wertigkeiten, jede Tat ist gleich wichtig, wenn sie in aufrichtiger Motivation ausgeführt wird. Und die vielen kleinen Teile ergeben ein Ganzes.


Ay, danke Amdap. Das finde ich jetzt gerade sehr hilfreich, denn es ist ja wirklich so, dass Hilfe nicht nur an einer bestimmten Stelle stattfindet und dass die verschiedenen Aufgaben im Grunde gleichwertig sind.



Hallo LL, was genau meinst Du mit "Aufgaben"?
Hallo Amdap, was meinst Du mit Tat?

Wenn eine Tat/Handlung eine spirituelle Dimension hat (z.B. Motivation u.s.w.) dann ist das für mich etwas anderes wie eine Tat ohne spirituelle Dimension (z.B. Hobby/ Arbeit), also nicht "gleichwertig". Wären alle Taten gleichwertig, dann könnte man sich auch völlig unethisch verhalten, die Meditationspraxis und Leerheit vernachlässigen u.s.w. Es gäbe keinen Unterschied zwischen heilsamen und unheilsamen Handlungen...


Hallo Sherab,

das ist ganz einfach zu verstehen: die Betonung soll dabei auf "Motivation" liegen, mit der die Tat ausgeführt wird.
Man muss z. B. "Hobby/Arbeit" nicht zwingend als nicht-spirituell betrachten und von "spirituellen" Taten abgrenzen, das wäre auch zu kompliziert. Äußerlich ist meist nicht erkennbar, von welcher Qualität eine Tat ist. In meinem Fall zum Beispiel bleibt mir nichts anderes übrig, als abzutackern, was zu tun ist. Eine rituelle/meditative Praxis ist zurzeit nicht möglich. Dazu riet mir mein Lehrer, mir den Guru über dem Kopf vorzustellen, so oft es mir nur einfällt, nicht eingegrenzt auf die Lebenslage. Im Normalfall fällt einem das immer viel zu selten ein. Aber durch stetes Üben lässt es sich steigern.

Liebe Grüße, Amdap
Amdap hat geschrieben:
Man muss z. B. "Hobby/Arbeit" nicht zwingend als nicht-spirituell betrachten und von "spirituellen" Taten abgrenzen, das wäre auch zu kompliziert.


Finde ich gar nicht kompliziert. Solange ich es direkt mit Menschen (oder Tieren) zu tun habe, kann ich jede Tat als spirituell ansehen, denn Bodhicita wäre die Motivation :)

Wenn ich es aber mit Maschinen (der PC auf der Arbeit oder der Fernseher zu Hause) zu tun habe, dann kann ich zwar meinen Geist im Umgang mit diesen Maschinen beobachten, eine Dateneingabe am PC (auf der Arbeit) oder der Genuss eines Fußball Spiels im Fernsehen hat für mich eher nicht spirituelle Aspekte.

Amdap hat geschrieben:
In meinem Fall zum Beispiel bleibt mir nichts anderes übrig, als abzutackern, was zu tun ist. Eine rituelle/meditative Praxis ist zurzeit nicht möglich


In Deinem Fall kannst Du auch beides sehr gut miteinander verknüpfen. Aber da war wohl mein Missverständnis, denn ich bezog Deine Aussage ja auf alle Taten.

Könnten wir alle Taten nicht bewertend (gleichwertig) als spirituell betrachten, wären wir erleuchtet.

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