Diamantweg was haltet Ihr davon

Moderator: kilaya

Hallo Leute

ich beschäftige mich schon etwas mit dem Buddhismus und wollte jetzt mal um mehr zu erfahren und es auch mehr auszuleben mich mit anderen treffen und ich komme aus Krefeld und da haben wir ein Diamantweg Zentrum wie ja glaub ich in ganz Deutschland jetzt habe ich aber gelesen das dieser Weg nicht ganz so einen guten ruf geniest und manchmal auch als Sekte bezeichnet wird deshalb wollte ich hier mal fragen was Ihr davon halltet.
Zum Thema "Diamantweg" wirst Du hier im Forum schon einige kontroverse Diskussionen finden. Ein Sekte ist es sicher nicht, so ganz der traditionelle tibetische Buddhismus ist es aber auch nicht. Was man aber auch als Vorteil sehen kann. Besonders in der Kritik stehen die politischen Aussagen von Lama Ole Nydahl. Der von ihm vermittelte Buddhismus ist deswegen aber nicht schlecht oder falsch. Ob man das auseinander halten kann, ist eine persönliche Sache.

Ich denke den besten Eindruck bekommst Du, wenn Du es Dir - mit wachem kritischem Geist angeschaltet - einfach mal selbst anschaust. Genauso andere Möglichkeiten und vllt. buddhistische Richtungen, wenn Du da noch nicht festgelegt bist. Buddhistische Wege müssen zu einem individuell passen wie die richtigen Schuhe, nur weil jemand anders ein Schuh gut passt, passt er Dir noch lange nicht.
Ich habe ajung um Löschung meines accounts gebeten, aber bis das passiert ist, dürfte ich ja noch was schreiben dürfen.

Natürlich gibt es keinen objektiven Sekt-O-Meter, aber für viele Buddhisten (gerade auch solche, die tibetischen Schulen anhängen) ist der Diamentweg von Nydahl eine Sekte und auch kilaya weiss, dass die politischen (=antiislamischen) Äusserungen von Nydahl vermutlich nicht mal das grösste Problem sind.
Hallo tobimen,
ich empfehle dir das selbe wie kilaya. Außerdem empfehle ich dir Bücher von anderen Lehrern zu lesen und zu vergleichen. Wenn du das was Ole sagt gut findest wirst du dich wohl fühlen. Wenn du Abweichungen von dem was für dich guten Dharma ausmacht findest solltest du dir etwas anderes suchen. Manchmal ist es auch so, dass man auf der Suche nach den richtigen Unterweisungen reisen muss. Es gibt andere tolle Lehrer die vielleicht nicht in deiner Nähe sind, immer aber auch übernachtungsmöglichkeiten bieten oder man schläft halt Mal in einem Hostel. :)
Aber verlass dich vor allem bei dieser Frage auf deinen Verstand und auch dein Gefühl, dann wirst du schon sehen ob es für dich passt.
Liebe Grüße und viel Glück auf deinem Weg
Natürlich gibt es keinen objektiven Sekt-O-Meter, aber für viele Buddhisten (gerade auch solche, die tibetischen Schulen anhängen) ist der Diamentweg von Nydahl eine Sekte und auch kilaya weiss, dass die politischen (=antiislamischen) Äusserungen von Nydahl vermutlich nicht mal das grösste Problem sind.

Nein, weiss ich nicht und bitte behaupte sowas nicht einfach. Was ist denn Deiner Meinung nach das grösste Problem?

Und nein, die Bedingungen für eine Sekte erfüllt es nicht mal annähernd... Es gibt sowas wie objektive Sektenkriterien und nach denen wurde der Diamantweg z.B. in der Schweiz schonmal geprüft. Das Fazit der Prüfer: die christliche Kirche erfüllt mehr ihrer eigenen Kriterien für eine Sekte, als der Diamantweg.

Bei aller Kritikwürdigkeit sollte man vllt. besser nur das kritisieren, was auch wirklich problematisch ist und die Sache nicht unnötig aufblähen.

Disclaimer für die, die es nicht wissen, ich kenne den Diamantweg auch "von Innen" - ca. von 1993 bis 2001 - dann habe ich mich im Guten, aber aus guten Gründen, getrennt...

Im Rückblick hat mir die Zeit auf jeden Fall wesentlich mehr genutzt als geschadet und es war kein Problem, zu gehen. Es gibt aus meiner Sicht also keinen Grund, sich das nicht selbst anzuschauen und ein eigenes Urteil zu bilden, wenn man denn Interesse hat. Hat man keines, geht man eben gleich woanders hin.
Danke kilaya! Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich war im diamatweg und ich habe sehr gute Erinnerungen daran und habe viel Nutzen daraus ziehen können. Ich hoffe mein Post wurde nicht als Kritik aufgefasst. Trotzdem möchte ich hier anmerken, dass ich als ich wegging und andere Lehrer gesehen habe noch einmal einen ganz anderen Buddhismus mit anderen lehren vorgefunden habe. Ich weiß aber auch, dass bei Ole wirklich tolle Menschen sind, die ihr Leben komplett dem Dharma widmen und die meine vollste Bewunderung haben...
Das ist ein wichtiger Punkt: das Spektrum der Lehren und Methoden wurde sehr stark vereinfacht. Ein bischen nach dem Motto "one size fits all". Dadurch machen aber auch viele Leute gleichzeitig genau die gleiche Praxis, was auch viel ausmacht. Und in vielen Fällen braucht man auch nicht mehr - zumindest für eine sehr lange Zeit. Im Prinzip hat jede dieser Methoden das Potential, zur Buddhaschaft zu führen. Aber manchmal braucht man auch für bestimmte Hindernisse einen "Spezialreiniger"... Und: wenn die gelehrten Methoden für einen selbst nicht funktionieren, muss man eben ganz woanders hingehen. Andere wird man innerhalb des Diamantweg nicht bekommen.
Erstmal vielen Dank für die ganzen Meinungen dazu und so wie ich es Verstanden habe kann man damit auch die Vorteile des Buddhismus spüren wenn man sich mit dem gelernten einlassen kann und es einem zusagt und falls nicht habe ich hier raus gelesen das es auf jeden Fall für den Anfang gut ist.
Kann gut sein, wenn es für Dich passend ist. Alle Schulen haben Angebote für Leute, die neu anfangen...
tobimen hat geschrieben:
Erstmal vielen Dank für die ganzen Meinungen dazu und so wie ich es Verstanden habe kann man damit auch die Vorteile des Buddhismus spüren wenn man sich mit dem gelernten einlassen kann und es einem zusagt und falls nicht habe ich hier raus gelesen das es auf jeden Fall für den Anfang gut ist.

Vielleicht noch ein Tipp von meinem Lehrer für dich: "such dir nicht den Lehrer über die sangha, sondern die sangha über den Lehrer" (hier ist mit sangha eine meditationsgemeinschaft gemeint)... Das Problem ist wirklich das dir niemand diese Entscheidung abnehmen kann. Letztendlich musst du für dich schauen was brauchst du, was willst du und wo bekommst du das dann. Ole ist sehr gut für viele Leute und andere Lehrer sind sehr gut für andere :) ... Ist natürlich gemein da so alleine gelassen zu werden, aber schau es dir an. Die Leute sind sehr nett und du wirst nicht gebissen. Eine Sekte ist definitiv was anderes.
Aber wie kilaya sagt gibt es auch sehr gute Gruppen für Anfänger die nicht im diamantweg praktizieren.
Als Anfänger finde ich Einstiege gut, wo man erst mal shine oder zazen praktiziert. Wie soll man als Anfänger entscheiden, welcher Lehrer zu einem passt?

Also erst mal mit Praxis beginnen und dann weiter sehen, das kann auch eine thera Gruppe sein oder von mir aus tiratna, Shambhala etc.

Als Anfänger mit guruyoga auf den 16. karmapa zu beginnen, wenn man noch von nix ne Ahnung hat, erscheint mir doch ... seltsam.
Ich wäre einfach generell Leuten und Lehrern gegenüber skeptisch, die mir abraten, mich mit anderen buddhistischen Traditionen überhaupt zu befassen. Solche Ratschläge sind mir im Kontakt mit einer Ole Nydahl Gruppe begegnet.
Seitdem habe ich von Ole Gruppen Abstand gehalten. Ich weiß nicht, ob das in allen Diamantwegzentren so gehandhabt wird. Also, egal von wem solche Absolutheitsansprüche kommen, sie machen mich zu misstrauisch, um dort weiter zu praktizieren/studieren.
Lucy hat geschrieben:
Als Anfänger finde ich Einstiege gut, wo man erst mal shine oder zazen praktiziert. Wie soll man als Anfänger entscheiden, welcher Lehrer zu einem passt?

Also erst mal mit Praxis beginnen und dann weiter sehen, das kann auch eine thera Gruppe sein oder von mir aus tiratna, Shambhala etc.

Als Anfänger mit guruyoga auf den 16. karmapa zu beginnen, wenn man noch von nix ne Ahnung hat, erscheint mir doch ... seltsam.


Das ist ein sehr guter Rat! Als ich weggegangen bin habe ich auch erst wieder den Zugang zur Meditation durch Shine bekommen und ich finde es unerlässlich für die Praxis. Das war eine der lehren bzw eine Anwendung die ich so vom diamantweg nicht kannte und die die Qualität meiner Praxis erheblich gesteigert hat.
Ich wäre einfach generell Leuten und Lehrern gegenüber skeptisch, die mir abraten, mich mit anderen buddhistischen Traditionen überhaupt zu befassen. Solche Ratschläge sind mir im Kontakt mit einer Ole Nydahl Gruppe begegnet.

Das ist leider bei einigen Schülern tatsächlich so, das finde ich auch nicht gut. Direkt vom Lama kommt das nicht, aber tendenziell sollen wohl die Schüler vor Verwirrung geschützt werden. Viele die ich damals kannte kamen aus Bereichen, wo sie vorher alles kreuz und quer gemacht haben, für die war es wichtig, sich mal auf eine Sache zu fokussieren und durch ihre Neugier (Form von Begierde) ist es ihnen schwer gefallen, bei einer Sache zu bleiben. Bei denen war diese Einstellung goldrichtig. Aber für sich selbst eben, nicht um daraus ein Dogma für andere zu machen.

Für mich selbst war auch genau das eines der Probleme - ich hatte mich immer für viele andere Sachen interessiert und konnte damit im Zentrum nicht offen umgehen.

Generell fand ich das Auftreten der meisten Schüler oft zum ... - das bezieht sich aber selten auf die Schüler, die schon länger dabei sind und gar nicht auf die Reiselehrer etc. Das war für mich ein Anhaltspunkt zu sagen: ok, das sind halt Anfängermarotten. Dass gerade die Schüler, die noch relativ frisch sind, oft einen besonderen Eifer zutage legen nach Aussen hin, findet man aber auch bei anderen Schulen. Ich beziehe das daher nicht unbedingt auf den Lehrer.

Als Anfänger mit guruyoga auf den 16. karmapa zu beginnen, wenn man noch von nix ne Ahnung hat, erscheint mir doch ... seltsam.

Das war halt der Wunsch des 16. Karmapa - und die Kagyü-Tradition ist eine Tradition der Hingabe an den Wurzel-Lama und eine mündliche Übertragungslinie. Dieses Guru Yoga ist eine vereinfachte Form und soll die Energie der vielen Zentren und Schüler zusammenhalten. Wenn man sich für Guru Yoga als Hauptpraxis nach dem Ngöndro entscheidet, wird eine sehr viel komplexere Form des Guru Yoga auf den 8. Karmapa gegeben.

Das ist ein sehr guter Rat! Als ich weggegangen bin habe ich auch erst wieder den Zugang zur Meditation durch Shine bekommen und ich finde es unerlässlich für die Praxis. Das war eine der lehren bzw eine Anwendung die ich so vom diamantweg nicht kannte und die die Qualität meiner Praxis erheblich gesteigert hat.

Der Meinung war ja auch Shamarpa, bei dem Shine erstmal die Grundlage gebildet hat. Auch Karma Kagyü, Bodhipath.
@kilaya ja ich war auch zuerst bei sharmapa danach. Ich war sehr traurig als er starb.
Wo ich dir wiedersprechen muss ist, dass das mit den anderen Lehrern tatsächlich auch von Ole kommt. Ein guter Freund von mir hat deswegen dilgo kyentse rinpoche in den 80ern nicht gesehen und nimmt das Ole heute sehr übel. Ich kann mich auch an eine Zeit erinnern, in der alle Bücher von anderen Lehrern im Shop verbannt wurden und das ausdrücklich auf oles Wunsch hin.
Allerdings war das, was du schreibst, dass die Leute nicht verwirrt werden sollen, immer das Argument warum er das wünscht. Ob das richtig oder falsch ist muss da der einzelne entscheiden.
Ich finde Bücher sind ein sehr guter Lehrer gerade am Anfang. Deswegen empfehle ich immer viel zu lesen und in die Materie einzutauchen wenn man sich für Dharma interessiert.
Kann es sein dass er in der Hinsicht später relaxter wurde? Ich habe ihn schon zwischen 1995 und 2001 nicht so extrem abgrenzend erlebt.
kilaya hat geschrieben:
Kann es sein dass er in der Hinsicht später relaxter wurde? Ich habe ihn schon zwischen 1995 und 2001 nicht so extrem abgrenzend erlebt.

Ich glaube inzwischen ist das schon so. Hab aber zu wenig Einsicht in die Gruppe um das genauer zu sagen. Meine Erfahrung bezieht sich auf 1995-2004. Das war ja eigentlich fast die selbe Zeit. Ich müsste überlegen wann das mit den Büchern war. Ich meine es war kurz bevor ich gegangen bin. Kann es dir aber nicht genau sagen...
Ich glaube das mit den Büchern in den Shops ist weitestgehend immer noch so. Wir hatten damals eine Zentrumsbibliothek in der auch viele andere Sachen standen, z.B. vom Dalai Lama, aber auch Dilgo Khyentse usw. Also eigentlich durch alle tibetischen Schulen und auch Grundlagenmaterial. Einen grossen Teil der "anderen Sachen" hatte allerdings ich beigesteuert, teilweise leihweise, nachdem ich sie gelesen hatte. Eine Vorgabe dafür gab es aber nicht. Shop war auch wieder was anderes.
kilaya hat geschrieben:
Ich glaube das mit den Büchern in den Shops ist weitestgehend immer noch so. Wir hatten damals eine Zentrumsbibliothek in der auch viele andere Sachen standen, z.B. vom Dalai Lama, aber auch Dilgo Khyentse usw. Also eigentlich durch alle tibetischen Schulen und auch Grundlagenmaterial. Einen grossen Teil der "anderen Sachen" hatte allerdings ich beigesteuert, teilweise leihweise, nachdem ich sie gelesen hatte. Eine Vorgabe dafür gab es aber nicht. Shop war auch wieder was anderes.

Die Zentrumsbibliothek wurde damals auch "ausgemistet"... Dalai Lama, gendün rinpoche, dilgo kyentse rinpoche, patrul rinpoche und viele andere wurden damals daraus verbannt. Ich habe ein paar Bücher mit nach Hause genommen. Auch thangkas und Statuen wurden verschenkt und der Altar danach sehr schlicht gehalten. Allerdings fand ich das nicht so schlimm, weil das traditionelle sowieso keine Rolle spielt in der Gruppe.
Lucy hat geschrieben:
Als Anfänger finde ich Einstiege gut, wo man erst mal shine oder zazen praktiziert. Wie soll man als Anfänger entscheiden, welcher Lehrer zu einem passt?

Also erst mal mit Praxis beginnen und dann weiter sehen, das kann auch eine thera Gruppe sein oder von mir aus tiratna, Shambhala etc.......


:like:
Ich finde das schlimm mit dem Bücher verbrennen oder verbannen. Unvorstellbar für mich, einen solchen Lehrer zu haben. Mein Guru sagt nicht, dass es verwirrt, wenn man andere Lehrer hat. Er sagt sogar man kann Lehrer aus anderen Religionen haben. Und mehrere Gurus, sogar mehrere Wurzel-Gurus. Er sagt, man arbeite immer am eigenen Geist, deswegen sei das o.k.

Meine Freundinnen kommen gar nicht auf die Idee, dass es ein Problem sei, dass sie zu schamanischen Veranstaltungen gehen. Da mache eher ich mir einen Kopf. Schamanismus, Mooji... und alle Schulen sowieso, das wird alles kombiniert. Eigentlich hat niemand den ich kenne deswegen ein Problem. Wie gesagt, sie kommen ja gar nicht auf die Idee, es könnte ein Problem geben. Im Shop stehen allerdings nur tibetisch buddhistische Bücher.
Turmalin hat geschrieben:
Ich finde das schlimm mit dem Bücher verbrennen oder verbannen. Unvorstellbar für mich, einen solchen Lehrer zu haben. Mein Guru sagt nicht, dass es verwirrt, wenn man andere Lehrer hat. Er sagt sogar man kann Lehrer aus anderen Religionen haben. Und mehrere Gurus, sogar mehrere Wurzel-Gurus. Er sagt, man arbeite immer am eigenen Geist, deswegen sei das ok


Verbrannt wurden die Bücher Buddha sei Dank nicht :)
Inzwischen finde ich das allerdings auch alles sehr fragwürdig, weil ich finde, gerade bei der lehrerfrage muss man sich umschauen dürfen. Deswegen ist mein Rat auch immer, dass man einen kritischen Geist behält. Gerade im diamantweg. Aber wie gesagt kenne ich dort Menschen die wirklich glücklich sind und nichts anderes mehr brauchen. Ich bin mir auch absolut sicher, dass sie weiter kommen auf ihrem Weg.
Ich fühle mich auch bei den anderen Schulen sehr zuhause, fahre gerne nach Frankfurt z.b. ins tibethaus zu dagyab rinpoche und besuche auch gerne mal ngingma Gruppen. Die sind sehr klein und man ist den Lehrer sehr nah. Auch wenn es nicht meine wurzellehrer sind habe ich von ihnen allen viel gelernt. Das Angebot Muss für mich passen und der Lehrer authentisch sein. Ich fühle mich auch nicht verwirrt dadurch, muss allerdings sagen, dass ich ja bereits weiß was ich will und alles habe was ich brauche. Das ist natürlich auch ein großer Vorteil... Aber Belehrungen kann ich nie genug bekommen :upsidedown:
Ich bin von 1992- 2005 zu Diamond way gegangen. Meine Gefühle in den Zentren waren immer eine Mischung zwischen großartig und befremdlich.
Großartig war die Atmosphäre, die frische unbefangene Art von Ole und seine Erklärungen. Dieser Mann hatte in seinen Vorträgen immer etwas zu sagen für Anfänger, für Leute mitten auf dem Weg und für Fortgeschrittene.
Befremdlich fand ich schon 1992 sein Islambild, aber das hat mich nie davon abgehalten, die Dinge anders zu sehen, weil ich sie anders erlebt hatte.
Befremdlich fand ich auch die Betonung der Hingabe, aber das war eher mein Problem. Ich war damals zu verkopft, zu intellektuell und habe alles theoretisiert. Karmapas Weg hat mir die Augen (den Mind) dafür geöffnet, dass es hinter allen Theorien auch noch Raum gibt, indem man vorkommen und agieren kann. Was zu Anfang für mich eher abstoßend war, stellte sich im Nachinein als das Beste heraus, was mir passieren konnte.
Diamond Way hatte damals auch deshalb viel zu bieten, weil Shamarpa, Hannah Nydahl, Khenpo Tschödrak u.a. viel Dharma-Substanz hinter die attraktive Fassade gebracht haben. Inwiefern die heutigen Reiselehrer dieses Niveau erreichen, weiß ich nicht.
Glücklicherweise fand ich in den Gruppen auch immer Leute, die ganz unbefangen und souverän getrennt haben zwischen Dharma und Kult (Marotten von Lehrer und Schülern). Diese Leute waren zwar eher die Ausnahme, aber wichtig für meine eigene Entwicklung.

Insgesamt kann ich Shamarpa zustimmen, der sinngemäß gesagt hat: Den makellosen Lehrer werdet ihr nicht finden, in der Sangha wird es immer auch problematische Typen geben. Willkommen in Samsara. Na und? Gebraucht euren Verstand, lernt zu unterscheiden, geht den Weg des Dharma. Und eines Tages werdet ihr sehen, dass genau diese Unvollkommenheiten wichtige Dinge waren, an denen ihr gelernt habt und über die ihr hinausgewachsen seid.
Das haben wir dann sehr ähnlich erlebt alles :)

Ich glaube nicht, dass die Reiselehrer das Niveau von einem Shamarpa, von Hannah usw. erreichen, aber die aus der ersten Stunde haben ja auch immer mehr Erfahrung mit den Jahren.

Der Einzige, den ich in letzter Zeit mal gehört habe, ist einer von den Schülern aus der ganz frühen Zeit, der vor vielen Jahren zu den Nyingmapas gewechselt ist. Genau diese Mischung aus Nähe und Abstand fand ich spannend, so dass ich mir das anhören wollte. Die Zeit seines Wechsels war genau in der Zeit, als ich aktiv war und ich kannte ihn noch aus dem Diamantweg. Da war eine Menge Substanz, auch was die Ausstrahlung jenseits des blossen Wissens angeht.
Hallo ihr Lieben,

Als Diamantweg-Praktizierender der hier und da mal lesen möchte was andere Buddhisten so treiben kann ich den Vorrednern nur zustimmen. Den kritischen Geist sollte man auf jeden Fall mitbringen. Der Diamantweg war mein erster Kontakt zum Buddhismus und nachdem ich mich umgesehen habe bin ich mir sicher an den richtigen Ort gekommen zu sein. Das ist genau mein Ding, ich weiß aber, für jeden passt das sicher nicht.

Eine Sekte ist der Diamantweg nicht, dass die Mitglieder frei von menschlichen Schwächen sein sollen kommt glaube ich von der eigenen hohen Erwartungshaltung an den Buddhismus. Das ist sicher nicht so und wir sind in einer Sangha um uns gemeinsam bei der Entwicklung zu helfen.

Die Belehrungen, die Praxis, die ungebrochene Übertragungslinie und der Segen sind authentisch. Die kulturellen Aspekte des tibetischen Buddhismus gibt es zwar, werden aber nicht extra betont. Wir zielen direkt auf den Erleber hinter den Dingen, hinter den Räucherstäbchen und Zimbeln. Soweit mir eine Beurteilung möglich ist, kann ich berichten, dass die Mittel wirken.

Lasst euch nicht abhalten und schaut euch um. Manchmal dürfen die Neuen auch wieder gehen. :mrgreen:

Und stellt eure Fragen! :like: :wink:
Ich habe vor einigen Monaten doch mal mit eben dem kritischen Blick mehrere Wochen mal "mitgemacht", sehr viel gelauscht, beobachtet und auch Gespräche geführt, sofern das möglich war.

Komme ja eigentlich aus einer ganz anderen Richtung, aber bin in Frankfurt u. Umgebung mal durch die Sangha gehüpft, um zu sehen, ob ich da evtl. einfach Menschen kennenlernen kann, die eben ähnliche Interessen haben etc. Was mir liegt ist eben ein gewisser Fokus auf den PK und die direkte Lehre. Ich bin auch recht offen, da ich etwas länger Buddhismforschung studiert habe und so eigentlich sehr viele Traditionen, deren Inhalte, Symbolik etc. kennengelernt hatte.

Fazit: Meine Erfahrungen mit "Diamantweg" waren so kontrovers, wie die Inhalte dieser Gruppe selbst zu sein scheinen.

Was definitiv vorherrschte war ein gewisser Personenkult und auch eine gewisse "Lehrhörigkeit", die eigentlich kontroverse Gespräche sehr erschwert hat. Ich hatte nur sehr wenige Gespräche gehabt und mitgehört, die sich mit wirklichen Kerninhalten des Buddhismus beschäftigten - meistens war es sehr Abstraktes - Transformationen, Retreats und wieviele wer schon gemacht hatte, wo welche tollen Lehrer gerade unterwegs sind, was die angebliche Natur des Geistes ist etc.

Kenntnis bestimmter allgemeiner Inhalte habe ich eigentlich kaum beobachtet oder gehört. Mir wurde eigentlich sehr wiederholt versucht zu erklären, wie toll der Buddhismus ist und wie dankbar man Ole Nydahl ist, dass er ja lehrt und die Zentren erstellt etc.
Ich betonte aber früh, dass ich doch nicht ganz ungebildet in der Buddhistischen Lehre und dem PK bin und deswegen eben Bodhisattvas oder die vermeintlichen Lamas nicht derart exklusiv empfinde. Da waren die Gespräche dann auch meistens zu Ende. Mir kam es so vor, als möchte man nicht zwingend Inhalte diskutieren, die evtl. das Selbstbild auf Ole und die eigene Praxis berührten. Insofern doch sehr isolierend. Es war doch recht dogmatisch. Ich würde es fast "kirchlich" nennen, weil alles so bunt und symbolträchtig war, dass die Mitglieder selbst nicht genau durchschauten, was da eigentlich alles hängt etc. Aber toll fanden sie alles (ohne es hinterfragt zu haben)

Ein Beispiel:
Bei der Meditation wurde vorher stets eine 10-minütige Ansprache über ein bestimmtes Thema gehalten. In dem Fall war das Thema Karma und es kam eigentlich eine sehr flache und enorm abstrakte Erklärung dazu und das Ole ja mal dies oder das dazu gesagt hat. Meistens wenn er (ich muss das so unfreundlich sagen) einfach nur Quatsch erzählt hatte haben alle eben gelacht und fanden das ulkig. Er erklärte Karma anhand eines Mafiapaten, der einen Auftragskiller anheuert und wer da jetzt wie viel schlechtes Karma erzeuge.
Ich hatte dann den Redner nach der Meditation gefragt, weshalb man nicht einfach das wiedergebe was im PK steht, weil da doch sehr gut erklärt ist was im Buddhismus als Karma gilt und es nicht so abstrakt wäre. Er schaute mich ziemlich befremdet an und erklärte, dass ja der PK für ihren Buddhismus nicht so wichtig sei und das es eben so das ist wie er sich Karma "erdacht" hat und es um das "Erleben von Karma und Buddhismus" ginge.

Oder warum sie die dreifache Zuflucht (Buddha, Dharma, Sangha) um die Bodhisattvas und den Lama zu einer fünffachen Zuflucht erweitern hat man mir ebenfalls nur sehr abstrakt oder sehr flach erklärt.

Also was Buddhismus und bestimmte Grundannahmen anging habe ich dort doch einige Dinge mitbekommen, die ich persönlich jetzt nicht zwingend im Buddhismus, sondern eher in einem westlichen Tantrismus mit "Geheimlehren" und "Meistern die Geheimwissen haben" gesehen habe. Der Fokus lag definitiv auf bestimmten "geheimen Einsichten" und nicht auf Grundannahmen des PK.

Dazu sage ich aber ebenso: Es muss jeder selbst entscheiden, ob ihn das zum Glück führt. Ich finde halt viele Dinge dort nicht nötig, weil der PK es wesentlich undogmatischer beschreibt. Letztlich aus meinem Verständnis der Lehre sehe ich den Diamantweg aber eher als eine westlich-esoterische Interpretation, die mit Exotismus eine gewisse Faszination weckt und westliche Lebensart irgendwo integrieren möchte - auch dann wenn es total gegen Buddhas Lehre steht. Und da ist der Punkt wo ich mich eben nicht wohl fühle.
Ich finde es halt schade, dass da viele Menschen eigentlich das wunderbare Gesamtangebot der Lehre ausschlagen zu Gunsten eines Lehrers, der wie man offensichtlich an seinen politischen Statements erkennen könnte nicht ganz so weitsichtig und erleuchtet ist, wie er von seinen Anhängern gesehen wird.
Wiegesagt - ich lehne so was per se nicht ab, genauso wenig wie andere Religionen, aber meins ist es definitiv nicht. Es würde mir besser gefallen, wenn man auch mal PK Lesungen macht und progressiv darüber diskutiert "Wie/Was lehrt Ole - Wie/Was lehrt Buddha" und da dann seinen Weg findet.

Aber menschlich waren alle doch recht nett. Gerade die jüngeren hatten eine große Begeisterung, aber ich fand es immer schade, dass das Interesse von den älteren immer wieder auf Ole Nydahl oder wie sie ihn nennen "Lama Ole" gelenkt wurde. Ich habe dort auch längere Abende in netter Gesellschaft verbracht und habe mich mit den meisten gut verstanden - solange es eben NICHT, um PK oder dessen konkrete Inhalte ging. Das hat man scheinbar stets als Widerspruch zu der von Ole Nydahl vertretenen Lehrmeinung oder der Praxis empfunden und wollte da nicht großartig drüber reden.

Also:
Ich mag es nicht - aber es ist für viele sicherlich auch nicht schlecht.
Personenkulte oder Tantrismus liegen mir halt einfach nicht und wenn Menschen das nicht bewusst ist, obwohl es sehr offensichtlich ist bin ich mir immer unsicher was eigentlich deren Motivation ist.
Also es wundert Dich, wenn Du in einer Gruppe des tibetischen Buddhismus bist und die Leute auf Deine Gespräche in Bezug auf den Palikanon nichts anfangen können? Geh doch mal in eine Theravadagruppe und versuch mit ihnen den Kanjur zu diskutieren.

Ich für mich persönlich sehe es so, dass ich die verschiedenen Buddhismen als eigenständige Religionen behandle. Es gibt gemeinsame Wurzeln aber ich tue mich einfacher den Rest einfach mit einem :" Das ist jetzt deren Religion" stehen lassen zu können.
nyalaana hat geschrieben:
Also es wundert Dich, wenn Du in einer Gruppe des tibetischen Buddhismus bist und die Leute auf Deine Gespräche in Bezug auf den Palikanon nichts anfangen können? Geh doch mal in eine Theravadagruppe und versuch mit ihnen den Kanjur zu diskutieren.

Ich für mich persönlich sehe es so, dass ich die verschiedenen Buddhismen als eigenständige Religionen behandle. Es gibt gemeinsame Wurzeln aber ich tue mich einfacher den Rest einfach mit einem :" Das ist jetzt deren Religion" stehen lassen zu können.


Auch tibetische Buddhisten gehören zur Sangha - daher empfand ich es persönlich als Pflicht deren Schwerpunkte ebenfalls zu kennen und zu diskutieren. An unserem Bonner Stammtisch hat das auch alles funktioniert - da haben wir Unterschiede und Schwerpunkt sogar gerne besprochen, damit wir auch als Sangha gemeinsam auftreten und wahrgenommen werden können, trotz der Unterschiede.
Ein Gedanke wie "das sind die und wir sind die anderen" fand ich immer exklusivierend und das wollte ich nicht - der Rest des Stammtischs auch nicht.

Insofern - ich habe auch Vorträge in einer Theravada Gruppe über den tibetischen Buddhismus, Bön, Tantrismus etc. gehalten und nicht, damit man sagt "Ja hier und hier sieht man ja genau wie die vom PK abweichen" - eher als Verständnis wie deren System abläuft. Aber bestimmte Kernideen wie Samsara, Karma etc. sollten denke ich doch gleichförmig und normativ verstanden werden können, weil sonst die Idee bzw. der Zweck dessen wofür der Erwachte sie zur Verfügung stellte von vielen anderen Dingen überdeckt werden könnte. Das fände ich schade.
Emotional habe ich das auch so erlebt, wie du. Nachdem ich ein wenig länger dabei geblieben bin, habe ich zwei Punkte begriffen:
1. Ole Nydahl bedient eine bestimmte Zielgruppe. Ich habe Menschen kennengelernt, für die ist seine Herangehensweise genau passend und nicht selten sogar der einzige Zugang für sie zum Buddhismus. Manche wollen/können sich eben gar nicht mit dem PK auseinandersetzen, sondern sind vollauf glücklich mit Guruyoga, Vajrasattva und einigen Beschützern. Ich bin Ole heute dankbar dafür, dass er sich dieser Klientel annimmt. Die Leute, mit denen man tiefer diskutieren kann gibt es auch, aber es sind nicht so viele und die trifft man eher in Indien im KIBI. Man darf nicht aus den Macken der Leute in den Zentren verallgemeinern, wie gut oder fragwürdig die ganze Linie ist. Am Ende kommt es vor allem darauf an, wie leistungsfähig ich selber bin.

2. Bei Diamond Way ist mir klar geworden, dass neben dem Weg des Anhäufens und Diskutierens von Wissen eben auch andere Wege gangbar sind, um zu Buddhas Ziel, dem Ende des Leidens, zu kommen. Schaut man sich die Lebensgeschichten vieler Mahasiddhas an, dann hat ein beachtlicher Teil von ihnen wohl niemals über den PK diskutiert. Sie haben es statt dessen über bestimmte Meditationspraktiken zu Mahamudra Siddhi gebracht. Reicht. Diese Leute sind über die buddhistische Ziellinie gekommen. Im Gegensatz zu manchem Intellektuellen, der nur verbal zerpflückt, was andere vor ihm gesagt haben, dabei dem Ende des Leidens aber nur unwesentlich näher gekommen ist. Diamond Way hat sich für mich als eine sehr praktisch arbeitende Linie dargestellt, von der ich denke, dass sie für eine bestimmte Klientel ihre Berechtigung hat. Ich habe sehr viel Meditation dort gelernt und bin dankbar dafür. Für meine Exo-Tibetischen Bedürfnisse bin ich dann eben woanders hingegangen. Und heute gehe ich gar nicht mehr dort hin.
K-Dorje hat geschrieben:
Emotional habe ich das auch so erlebt, wie du. Nachdem ich ein wenig länger dabei geblieben bin, habe ich zwei Punkte begriffen:
1. Ole Nydahl bedient eine bestimmte Zielgruppe. Ich habe Menschen kennengelernt, für die ist seine Herangehensweise genau passend und nicht selten sogar der einzige Zugang für sie zum Buddhismus. Manche wollen/können sich eben gar nicht mit dem PK auseinandersetzen, sondern sind vollauf glücklich mit Guruyoga, Vajrasattva und einigen Beschützern. Ich bin Ole heute dankbar dafür, dass er sich dieser Klientel annimmt. Die Leute, mit denen man tiefer diskutieren kann gibt es auch, aber es sind nicht so viele und die trifft man eher in Indien im KIBI. Man darf nicht aus den Macken der Leute in den Zentren verallgemeinern, wie gut oder fragwürdig die ganze Linie ist. Am Ende kommt es vor allem darauf an, wie leistungsfähig ich selber bin.

2. Bei Diamond Way ist mir klar geworden, dass neben dem Weg des Anhäufens und Diskutierens von Wissen eben auch andere Wege gangbar sind, um zu Buddhas Ziel, dem Ende des Leidens, zu kommen. Schaut man sich die Lebensgeschichten vieler Mahasiddhas an, dann hat ein beachtlicher Teil von ihnen wohl niemals über den PK diskutiert. Sie haben es statt dessen über bestimmte Meditationspraktiken zu Mahamudra Siddhi gebracht. Reicht. Diese Leute sind über die buddhistische Ziellinie gekommen. Im Gegensatz zu manchem Intellektuellen, der nur verbal zerpflückt, was andere vor ihm gesagt haben, dabei dem Ende des Leidens aber nur unwesentlich näher gekommen ist. Diamond Way hat sich für mich als eine sehr praktisch arbeitende Linie dargestellt, von der ich denke, dass sie für eine bestimmte Klientel ihre Berechtigung hat. Ich habe sehr viel Meditation dort gelernt und bin dankbar dafür. Für meine Exo-Tibetischen Bedürfnisse bin ich dann eben woanders hingegangen. Und heute gehe ich gar nicht mehr dort hin.


Zu 1.:
Sehe ich ähnlich. Für mich als Theravadin sind halt einige Dinge befremdlich - bzw. dort gab es halt Dinge die ich bisher noch nirgendwo so gesehen habe. Persönlich habe ich halt den PK sehr wörtlich als Lehranweisung und neige zu einer gewissen Monastizität - von daher habe ich ohnehin oft so meine Differenzen mit westlichem Buddhismus, der gewisse Genüsse oder Materialismus versucht zu integrieren. Verallgemeinern kann ich meine Erfahrungen gar nicht, weil sie eben so divers waren. Es waren viele unterschiedliche Eindrücke.

Zu 2.:
Naja - es gilt ja auch dort das Ideal des Bodhisattva und Buddhanatur, dass für mich als Theravadin eben unnötig ist. Für mich ist Arhatschaft wichtig und daher ist der praktische Fokus ein anderer. Die Frage ist weniger die Meditation, als die Frage woraufhin man meditiert. Nach meinem Verständnis reicht das kultivieren der eigenen Buddhanatur, so wie es dort gelehrt wird nicht aus. Eine Qualität eines Erwachten, oder jemandem der dem sehr Nahe gekommen ist (wie du sagst die Ziellinie überschritten haben) äußert sich dann eben wieder Anhand von Dingen, die im PK beschrieben stehen. Ganz platt - wenn mir jemand etwas vom Mahamudra Siddhi erzählt, aber er bricht die Silas, dann ist das für mich halt erneut wie das was im PK steht:
Egal wie weit jemand gekommen ist, wer die 5 Silas wiederholt verschmäht, der vermag nicht aus dem Samsara auszusteigen, ganz gleich was er sonst noch tut.
Das meine ich mit Dingen, die in jeder Tradition irgendwie gelten sollten:
Auch wenn man kein PK Student ist sollte das Grundgerüst der Lehre ja doch irgendwo auch in anderen Traditionen zu finden sein - bzw. so habe ich das bisher auch immer erfahren.
Bsp - die Lehre Buddhas ergibt ohne Karma und den Konsequenzen, die er für bestimmte Handlungen/Anhaftungen/Wissentliches Wollen bereits benannt und erklärt hat irgendwie nicht mehr ganz so viel Sinn für mich. Im Sinne von wenn Buddha lehrt "das und das geht nicht egal wie man es dreht", dann sollte man nicht aus Eigennutz sagen "Doch das geht trotzdem"

Ansonsten wie ich schon sagte - Sangha ist für mich Sangha - Inklusion statt Exklusion.

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