Malas in Theravada-Ländern

Moderator: void

Hallo Buddhaland,

weiß irgendjemand, ob Malas eine und wenn ja welche Rolle in traditionellen Theravada-Ländern spielen? Ich glaube, mich daran zu erinnern, dass mir ein Mönch aus Burma erzählt hat, in seinem Land würden (meistens) alte Männer die Perlen abzählen und dabei "anicca anicca anicca" usw. murmeln. Hat noch jemand andere Erfahrungen/Infos/Beobachtungen?

lg Luki
Hallo looque,

Malas waren durchaus üblich in Südostasien und sind wahrscheinlich mit dem Vordrängen der "konservativen" Linie verdrängt worden. Dennoch werden diese Mala's, wenn auch eher abgelegen und nur vereinzelt meist von älteren Mönchen verwendet.
Ein volkstümlicher Grund (so wurde es uns z.B. von einem Mönch erzählt) ist hier in Kamodscha, dass die Leute es nicht gerne sehen, da Muslime ebenfalls Mala benutzen und in ihrer einfachen Denkweise oft und gerne behaupten, daß dies ein muslimischer Brauch sei.

Sie wurden und werden (nur mehr vereinzelt) in ähnlicher Weise wie in den tibetischen Traditionen verwendet. Einfach zum unterstützen im rezitieren und auch für tantrische Zwecke. Die Herstellung ist etwas einfacher.

hier ein Bild (Geschenk von einem jüngeren Mönch) die Herstellung ist etwas einfacher, diese wurde aus Kokosnusschale selbst hergestellt:
Bild
danke hanzze,
für die ausführliche antwort.
einen schönen abend noch allen.
looque hat geschrieben:
Hallo Buddhaland,

weiß irgendjemand, ob Malas eine und wenn ja welche Rolle in traditionellen Theravada-Ländern spielen? Ich glaube, mich daran zu erinnern, dass mir ein Mönch aus Burma erzählt hat, in seinem Land würden (meistens) alte Männer die Perlen abzählen und dabei "anicca anicca anicca" usw. murmeln. Hat noch jemand andere Erfahrungen/Infos/Beobachtungen?

lg Luki


In Thailand gibt es einige wenige Ajahns die Malas verteilen.
Sie benützen das Mantra Buddho.
Oder buddho, dhammo, sangho.

Man lässt es auch von verwirklichten Ajahns "aufladen".


Meistens bekommt man nur eine im Leben. Entsteht Anhaftung, dann wirft man sie weg.

Mögen alle Wesen frieden finden.
Im heutigen Birma wird die Verwendung einer Mala hauptsächlich mit den Samatha-Meditationstraditionen, und daher auch mit den weikza, assoziiert.

Dies führt dann auch schon einmal zu kuriosen Dingen. So hat Goenka, ein früherer Vipassana-Lehrer in der Traditionslinie von Ledi Sayadaw, ein Bild dieses Sayadaws gephotoshopped (?) und die Mala aus Ledis Händen entfernt.

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