Palikanon, der mich inspiriert

Moderator: Jojo


Hier ist Raum für die die Stellen aus dem Tipiṭaka, die Dich zu mehr angeregt haben.
Fernerhin, Mahānāma, magst du der Gottheiten gedenken:

'Es gibt da die vier Großen Götterkönige, es gibt die Götter der Dreiunddreißig, es gibt die Yama-Götter, die Seligen Götter, die schöpfungsfreudigen Götter, die über die Erzeugnisse anderer verfügenden Götter, die Götter der Brahmawelt, und es gibt noch Götter darüber hinaus.

'Das Vertrauen, von dem erfüllt jene Gottheiten, von hier abgeschieden, dort wiedererschienen sind, ein solches Vertrauen eignet auch mir.'
'Die Sittlichkeit, von dem erfüllt jene Gottheiten, von hier abgeschieden, dort wiedererschienen sind, eine solche Sittlichkeit eignet auch mir.'
'Das Wissen, von dem erfüllt jene Gottheiten, von hier abgeschieden, dort wiedererschienen sind, ein solches Wissen eignet auch mir.'
'Die Freigebigkeit, von dem erfüllt jene Gottheiten, von hier abgeschieden, dort wiedererschienen sind, eine solche Freigebigkeit eignet auch mir.'
'Die Weisheit, von dem erfüllt jene Gottheiten, von hier abgeschieden, dort wiedererschienen sind, eine solche Weisheit eignet auch mir.'

Zu einer Zeit aber, Mahānāma, wenn der edle Jünger dieser Eigenschaften gedenkt, die ihm selber und den Gottheiten eignen,
da ist sein Geist weder von Gier umsponnen, noch von Haß und Verblendung umsponnen;
und angesichts der Gottheiten ist sein Geist zu solcher Zeit recht gerichtet. Recht gerichteten Geistes aber, Mahānāma,
gewinnt der edle Jünger Begeisterung für das Ziel, Begeisterung für die Lehre, gewinnt er Freude an der Lehre.
Im Freudigen aber erhebt sich Verzückung; verzückten Geistes beruhigt sich das Innere;
im Inneren beruhigt, empfindet er Glück, und des Glücklichen Geist sammelt sich.


A.XI.12-13 Rechte Betrachtungen für Hausleute
"Dies nun ... ist die edle Wahrheit von der Leidensauflösung"

(Quelle: http://palikanon.com/samyutta/sam56.html#s56_11)


Dies ist genug Inspiration für mich.

Gruß
Florian
41.
",Sāriputta, Roben sind von zweierlei Art, sage ich: die zu pflegen sind, und die nicht zu pflegen sind.‘ So wurde es vom Erhabenen gesagt. Und worauf bezog sich das Gesagte?" "Ehrwürdiger Herr, solche Roben, die die Zunahme unheilsamer Zustände und die Abnahme heilsamer Zustände in einem, der sie pflegt, verursachen, sollten nicht gepflegt werden. Aber solche Roben, die die Abnahme unheilsamer Zustände und die Zunahme heilsamer Zustände in einem, der sie pflegt, verursachen, sollten gepflegt werden." "Also geschah es in Bezug auf dies, daß vom Erhabenen gesagt wurde: ,Sāriputta, Roben sind von zweierlei Art, sage ich: die zu pflegen sind, und die nicht zu pflegen sind.‘"
MN114
A.VIII.1 Die Segnungen der Güte - 1. Mettā Sutta

Hat man ihr Mönche, die Güte, die gemütserlösende, gepflegt, entfaltet, häufig geübt, zum Förderungsmittel und zur Grundlage gemacht, sie gefestigt, gestärkt und zur rechten Vollendung gebracht, so hat man acht Segnungen zu erwarten: man schläft friedlich, erwacht friedlich, hat keine bösen Träume, ist den Menschen lieb, ist den Geistern lieb, die Gottheiten beschützen einen; Feuer, Gift und Waffen können einem nicht schaden; und sollte man nicht zu noch Höherem vordringen, so erscheint man in der Brahmawelt wieder.

Wer wohl bedacht in sich entfaltet
ein Herz voll unbegrenzter Güte,
dem lockern sich die Daseinsfesseln,
wenn er der Dinge Ende schaut.

Wenn einem einzigen Wesen nur, mit reinem Herzen,
man Güte gibt, so wirkt man Gutes.
Doch, wahrlich, wer da allen Wesen wohl will,
solch Edler wirkt gewaltiges Verdienst.

Einst haben weise Könige sich erobert
durch Gaben diese völkerreiche Erde.
Das Rosseopfer und das Menschenopfer,
der Reistrank, Bolzenwurf, das Barrenlose Opfer,

die rechnen nicht ein sechzehntel soviel
wie ein in Güte wohlerzogenes Herz,
gleichwie der Mond die Sterne überstrahlt.

Wer nicht mehr tötet, nicht mehr schlägt,
nicht mehr zerstört, zerstören läßt,
wer da in Güte allen zugetan,
den trifft fürwahr nichts Böses mehr.
'Wandel in Werken, sag' ich da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben':
das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden?
Wo man bei einem Wandel in Werken merkt: <Indem ich da diesen Wandel in Werken betreibe mehren sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mindern sich>: ein solcher Wandel in Werken ist nicht zu betreiben.
Wo man bei einem Wandel in Werken merkt: <Indem ich da diesen Wandel in Werken betreibe mindern sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mehren sich>: ein solcher Wandel in Werken ist zu betreiben.
'Wandel in Werken, sag' ich da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben': wurde das gesagt, so war es darum gesagt.

«'Wandel in Worten, sag' ich, da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben':
das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden?
Wo man bei einem Wandel in Worten merkt: <Indem ich da diesen Wandel in Worten betreibe mehren sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mindern sich>: ein solcher Wandel in Worten ist nicht zu betreiben.
Wo man bei einem Wandel in Worten merkt: <Indem ich da diesen Wandel in Worten betreibe mindern sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mehren sich>: ein solcher Wandel in Worten ist zu betreiben.

'Wandel in Worten, sag' ich da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben': wurde das gesagt, so war es darum gesagt.
«'Nachspüren, sag' ich da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben':
das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden?
Wo man bei einem Nachspüren merkt: <Indem ich da dieses Nachspüren betreibe mehren sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mindern sich>: ein solches Nachspüren ist nicht zu betreiben.
Wo man bei einem Nachspüren merkt: <Indem ich da dieses Nachspüren betreibe mindern sich mir die unheilsamen Dinge und die heilsamen Dinge mehren sich>: ein solches Nachspüren ist zu betreiben.
'Nachspüren, sag' ich da, Götterkönig, ist von doppelter Art: als zu betreiben, als nicht zu betreiben': wurde das gesagt, so war es darum gesagt. - So aber, Götterkönig, muß ein Mönch beflissen sein um sich der reinen Zucht gemäß wohl zu bewahren.»
Das ist der Dualismus.
Indem jedes Ding zwei Seiten hat, seine schöpferische und seine zerstörerische, entsteht die Welt und vergeht in sich.
Spacy hat geschrieben:
Das ist der Dualismus.
Indem jedes Ding zwei Seiten hat, seine schöpferische und seine zerstörerische, entsteht die Welt und vergeht in sich.

Die andere Sicht ist das es keine Zwei Seiten gibt sondern unzählbar viele. Es gibt nicht ein Dhamma sondern unzählbar viele, sich eine Sicht/Dhamma auszuwählen ist das Erscheinen des Dualismus.
Zwei Seiten erscheinen dann wenn der freie Wille ins Spiel kommt, wenn es Entschieden werden muss, das Handel/Karma.

Zum Thema:
ZU was hat der Palikannon denn nun inspiriert? Was hat der Poster denn nun für Eingebungen gehabt? Inspiration ist doch auch eine Form von Erfahrung mit Neuem, oder nicht?
Den Palikanon kann ich auch wo anders lesen.
liebe Grüße
HZelmut
Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also ansehen: Das gehört mir, das bin ich, das ist mein selbst.


Das ist mein absoluter Favorit!
Wie könnte man die drei Halbsätze verstehen?
Warum hat der Buddha den letzten Halbsatz nicht weggelassen?
Wohl aber ist es möglich, dass ein unkundiger Weltling irgendein Gebilde für beständig, i. G. f. erfreulich, i. G. f. das Selbst halten sollte.


Wesenlosigkeit, Flüchtigkeit, Nichtigkeit und Kernlosigkeit der Gebilde
Körper = Schaumgebilde
Gefühl = Wasserblase
Wahrnehmung = Luftspiegelung
Willensregung = Bananenstamm
Bewusstsein = Zaubertrug


Erfreulich ist aber ja die eigene innere Entwicklungsfähigkeit. :)
Was aber Geist, Denken und Bewusstsein heißt

E.A.: im Gegensatz zum Körper
Das entsteht bei Tag und Nacht als Eines und vergeht als ein Anderes.

E.A.: Denken.
Was die Ursache und Bedingung für das Entstehen des Sehbewusstseins ist, wenn diese Ursache und Bedingung ganz und gar völlig ohne Überrest verschwände, könnte dann wohl noch ein Sehbewusstsein in Erscheinung treten?

E.A.: Beobachter.

Körper, Denken und Beobachter sind das Nichtselbst.
Man soll alle Wesen mit Liebe, Mitleid, Mitfreude und Gleichmut durchdringen in Gedanken
"All diese Wesen sind wie ich"
nicht aber in Gedanken
"Diese Wesen und ich sind Eins".
gbg hat geschrieben:
Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also ansehen: Das gehört mir, das bin ich, das ist mein selbst.


Das ist mein absoluter Favorit!
Wie könnte man die drei Halbsätze verstehen?
Warum hat der Buddha den letzten Halbsatz nicht weggelassen?


Hallo gbg,

ich kenne den von dir zitierten Teil nur als Frage, also so:


Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also ansehen: Das gehört mir, das bin ich, das ist mein selbst?


Liebe Grüße
Hallo Raphy,

das Fragezeichen muss mir irgenwo zwischen schreiben und auf den Bildschirm gebracht werden runtergepurzelt sein. Danke.

Aber warum ließ der Buddha "das ist mein selbst" nicht einfach weg?
gbg hat geschrieben:
Hallo Raphy,

das Fragezeichen muss mir irgenwo zwischen schreiben und auf den Bildschirm gebracht werden runtergepurzelt sein. Danke.

Aber warum ließ der Buddha "das ist mein selbst" nicht einfach weg?


Ah ok, gerne. :)
Kommt vor.

Warum er das nicht wegließ, weiß ich leider nicht.
Aber ich finde die Frage auch sehr hilfreich und inspirierend die der Buddha hier stellt.

Liebe Grüße
gbg hat geschrieben:
Aber warum ließ der Buddha "das ist mein selbst" nicht einfach weg?


Ich nehme an damit ist gemeint was auch als "Seele" oder "Atman" bezeichnet wird, ein aus sich selbst heraus bestehendes ewiges Selbst, im Gegensatz zum zeitweiligen bedingten "Ich".

Schöne Grüße
mukti hat geschrieben:
gbg hat geschrieben:
Aber warum ließ der Buddha "das ist mein selbst" nicht einfach weg?


Ich nehme an damit ist gemeint was auch als "Seele" oder "Atman" bezeichnet wird, ein aus sich selbst heraus bestehendes ewiges Selbst, im Gegensatz zum zeitweiligen bedingten "Ich".

Schöne Grüße


Ich würde sagen ich kenne mich zwar nicht (Buddha) aber vielleicht bin ich ja als Selbst Liebe die sich als Selbst hingibt (Jesus). (OK, sagen wir mal lieber vielleicht hätten Buddha und Jesus das von sich gesagt...).

Liebe Grüße
gbg hat geschrieben:
Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also ansehen: Das gehört mir, das bin ich, das ist mein selbst.


Das ist mein absoluter Favorit!
Wie könnte man die drei Halbsätze verstehen?
Warum hat der Buddha den letzten Halbsatz nicht weggelassen?

Vielleicht so:
Das Ding, der Körper ist nicht mein, der ist einfach nur, kann als mein Körper bezeichnet oder geglaubt werden. Von was kann das geglaubt werden? Vom Ich.
Das Ich ist nicht mein Ich, es ist einfach so wie es erscheint, wie es jetzt ist oder das Ich glaubt so sein zu müssen weil es eben historisch so gebildet wurde. Wer kann das Ich erkennen? Das Selbst.
Das Selbst ist nicht mein, es ist einfach nur, kann als mein Selbst bezeichnet oder geglaubt werden. Das Selbst wird auch als Beobachter bezeichnet. Wer kann das erkennen? "ich".
Nun wirds kritisch. "ich" ist etwas das betrachtet aber selbst nicht betrachtet werden kann. Das was betrachtet ist nicht bezeichenbar aber doch da. Es kann nicht erkannt werden es kann nur sein ohne das sein sosein.
Um "Dies" geht es wenn Buddha sagt: das ist nicht mein Ich. Er aber nicht sagen kann was sein Ich ist. Dieses "ich" ist vollkommen ungebunden, ungeboren unsterblich, weil es eben keine Möglichkeit gibt irgendein Wort, Begriff, Ding, Dhamma darauf anzuwenden. Entweder bin ich "ich" oder es ist nicht, es ist dann hinter Selbst verborgen das glaubt "ich" zu sein. Der Beobachter ist fest davon überzeugt "ich" zu sein dieser Glaube ist der Geburtshelfer für alles Leiden des Menschen. Der Beobachter/Selbst/Wahrheitserkenner hat die ignorante Eitelkeit alles im Blick zu haben und so dem Ich sein Leben zu bestimmen. Ganz schlimm wird es wenn das Selbst fanatisch verblendet ist, dann kommt nichtmal das Ich darauf das es ein Attentäter wird der fremdgesteuert ist von seinem Selbst.
gbg hat geschrieben:
Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also ansehen: Das gehört mir, das bin ich, das ist mein selbst.


Das ist mein absoluter Favorit!
Wie könnte man die drei Halbsätze verstehen?


Was vergänglich, leidvoll, dem Wandel unterworfen ist, kann man das also verstehen: Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.
Hallo Freunde,

bei Zitaten bitte immer die Quelle (Stelle) angeben oder verlinken.

Also zum Beispiel so:

10. (I)"Wenn jemand sagt, 'Begehren ist Selbst', so ist das nicht haltbar.
Das Entstehen und Vergehen von Begehren wird deutlich, und da sein Entstehen und Vergehen deutlich wird,
würde daraus folgen: 'Mein Selbst entsteht und vergeht.'
Deshalb ist es nicht haltbar, wenn jemand sagt, 'Begehren ist Selbst.'

Daher ist das Auge nicht Selbst, Formen sind nicht Selbst, Sehbewußtsein ist nicht Selbst,
Sehkontakt ist nicht Selbst, Empfinden ist nicht Selbst, Begehren ist nicht Selbst."


22. "Nun, ihr Bhikkhus, ist dies der Weg, der zum Aufhören der Persönlichkeit führt.
(I) Man betrachtet das Auge so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'
Man betrachtet Formen so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'
Man betrachtet Sehbewußtsein so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'
Man betrachtet Sehkontakt so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'
Man betrachtet Gefühl so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'
Man betrachtet Begehren so: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'"

M148


Herzliche Grüße
Ellviral hat geschrieben:
ZU was hat der Palikannon denn nun inspiriert? Was hat der Poster denn nun für Eingebungen gehabt?


Zum Guten, lieber Helmut, zum Guten.
Nicht ein Wesen ist zu finden,

das nicht früher einmal Mutter, Vater, Bruder, Schwester, Sohn oder- Tochter gewesen wäre

während dieser langen Zeit [des Sansara].
hier
So sehr auch, ihr Mönche, ein Mönch, der keine Geistesschulung pflegt, den Wunsch hegen mag: "Ach, daß doch mein Herz von den Trieben haftlos befreit werde!", so wird es eben dennoch nicht befreit. Und warum nicht? "Weil er seinen Geist nicht entfaltet hat", wäre zu erwidern. Und worin?

In den vier Grundlagen der Achtsamkeit, den vier Rechten Anstrengungen, den vier Machtfährten, den fünf geistigen Fähigkeiten, den fünf geistigen Kräften, den sieben Gliedern der Erleuchtung und dem Edlen Achtfachen Pfade.

A.VII.67
Vacchagotta

Wie dem auch sei, jedenfalls ist Vacchagotta mehrmals auf seine unlösbaren Fragen zurückgekommen. Einmal wollte er wissen, woher es komme, dass man überhaupt über diese Fragen nachdenke. Der Buddha erwiderte darauf, es komme daher, dass man die fünf Gruppen, ihr Entstehen und ihr Vergehen nicht richtig erkannt habe und dass man über den achtfachen Weg im Unklaren sei. (S.33.1-5)

Das andere Mal wünschte Vacchagotta vom Buddha eine Antwort auf die Frage, ob das Ich sei oder nicht sei. Diese Frage beantwortete er überhaupt nicht, er verhielt sich schweigend, womit die Unterredung endete.

Danach fragte Ānanda, warum der Buddha nicht geantwortet habe, und nun erklärte der vollkommen Erwachte:
"Hätte ich gesagt: Das Ich ist vorhanden, so hätte ich denen recht gegeben, die an eine unsterbliche Seele glauben; hätte ich gesagt: Das Ich ist nicht, so hätte ich denen recht gegeben, die an eine absolute Vernichtung im Tode glauben. Im ersten Fall wäre Vacchagotta nicht zu der Erkenntnis gekommen, dass alle Dinge nicht sein Ich sind; im zweiten Fall wäre der verworrene Vacchagotta noch mehr in Verwirrung geraten, denn er würde denken:

Früher war doch mein Ich, und nun soll es nicht mehr sein?" (S.44.10


Quelle: Buddha und seine Jünger
http://www.palikanon.com/buddhbib/07budjng/budjng00.htm
mukti hat geschrieben:
So sehr auch, ihr Mönche, ein Mönch, der keine Geistesschulung pflegt, den Wunsch hegen mag: "Ach, daß doch mein Herz von den Trieben haftlos befreit werde!", so wird es eben dennoch nicht befreit. Und warum nicht? "Weil er seinen Geist nicht entfaltet hat", wäre zu erwidern. A.VII.67

abhāvita~ = gibt es einen Unterschied zwischen
entfalten und entwickelt? - ja, ja die Sprache....
accinca hat geschrieben:
abhāvita~ = gibt es einen Unterschied zwischen
entfalten und entwickelt? - ja, ja die Sprache....


Ob etwas gefaltetes entfaltet oder etwas verwickeltes entwickelt wird macht in der Bedeutung kaum einen Unterschied denke ich mal.
Hi,
sagt doch wenigstens wo eure Weisheiten enstammen, literarisch meine ich. Das ist einmal zum besseren Verstehen und in den Quellen kann man dann nachschauen.

Wie wärs mals mit den Begriffen auf Deutsch dann mäoßte mann nicht immer Wiki konsultieren.

sakko
sakko hat geschrieben:
Wie wärs mals mit den Begriffen auf Deutsch dann müßte man nicht immer Wiki konsultieren.

die Begriffe wurden und werden aber nicht einheitlich übersetzt. Von daher ist das Verwenden der Pali-Begriffe schon von Vorteil, wenn man nicht aneinander vorbeireden möchte...

Gruß
mukti hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
abhāvita~ = gibt es einen Unterschied zwischen
entfalten und entwickelt? - ja, ja die Sprache....


Ob etwas gefaltetes entfaltet oder etwas verwickeltes entwickelt wird macht in der Bedeutung kaum einen Unterschied denke ich mal.


Das kommt ganz darauf an welche Vorstellungen man jeweils damit verbindet.
*Weiter sodann ,Udayi,ich hab den Jüngern die Pfade gewiesen auf deren Steg meine Jünger die sieben Erweckungen wirken : da wirkt Udayi, der Mönch der Einsicht Erweckung , die abgeschieden gezeugte, aus gerodet gezeugte, die in Endsal übergeht.....*

Meine Frage wäre was hier mit Endsal gemeint ist ?
Was ist der Unterschied zwischen Erweckung und Endsal ?

LG :sunny:

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