Ausgaben des Zenrin-kushū?

Moderator: void

Hallo zusammen, was für Ausgaben des Zenrin-kushū lest ihr und könnt ihr empfehlen?
mogun hat geschrieben:
Hallo zusammen, was für Ausgaben des Zenrin-kushū lest ihr und könnt ihr empfehlen?
Lesen: die hier https://terebess.hu/zen/ZenForest.pdf und die hier:https://terebess.hu/zen/Zen-Sand.pdf. Wer's ganz genau wissen will, sollte sich vorher unbedingt noch diese Einführung in das Thema mit schlappen 450 Seiten :eek: antun: https://terebess.hu/zen/Zengo.pdf.

Mit empfehlen tue ich mich bei so etwas grundsätzlich schwer. Denn vom kulturhistorischen Interesse abgesehen: Warum sollte man denn sowas lesen? Weil da die Lösungen zu all den Koans drinstehen? :D

Spicken gilt nicht.

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Sudhana hat geschrieben:
Mit empfehlen tue ich mich bei so etwas grundsätzlich schwer. Denn vom kulturhistorischen Interesse abgesehen: Warum sollte man denn sowas lesen? Weil da die Lösungen zu all den Koans drinstehen? :D

Spicken gilt nicht.

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"Spicken" setzt voraus, dass ich nach Antworten suche. In Ermangelung der Möglichkeit, Rinzai-Shu zu praktizieren, übe ich mich in Hwadu-Meditation, suche also keine Antworten sondern frage und erfahre "nur". Ich glaube, dass die Sprache des Zenrin-Kushu geeignet ist, meine Erfahrung in Worte zu fassen. Ob das nun eine "korrekte" Antwort ist, ist mir eigentlich egal. Zudem kann ich es ohne Zuordnung zum Koan auch nicht herausfinden, oder? :) :upsidedown:
mogun hat geschrieben:
Ich glaube, dass die Sprache des Zenrin-Kushu geeignet ist, meine Erfahrung in Worte zu fassen.
Für wen bzw. warum?

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Sudhana hat geschrieben:
Für wen bzw. warum?

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Ich praktiziere für mich. Wenn es mir nützt, nützt es mir und ich mache es weiter, sonst nicht.
mogun hat geschrieben:
Wenn es mir nützt, nützt es mir und ich mache es weiter, sonst nicht.
Welchen Nutzen soll es haben, seine Erfahrung in Worte zu fassen? Noch dazu in die eines Anderen?

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Sudhana hat geschrieben:
mogun hat geschrieben:
Wenn es mir nützt, nützt es mir und ich mache es weiter, sonst nicht.
Welchen Nutzen soll es haben, seine Erfahrung in Worte zu fassen? Noch dazu in die eines Anderen?

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Es ist der Nutzen seine eigenen Worte zu sehen, die dann zu dem sprechen der sie geschrieben hat. Einen anderen Nutzen gibt es nicht. Ein Nutzen ohne Erklärungen und Ausdifferenzieren der geschriebenen Worte ist mühsam und zäh, wenn nicht beide davon getragen sind das es immer die fremden Worte sind. Auch das jetzt ist dem Schreiber schon unbekannt, ihm entfremdet.
Ellviral hat geschrieben:
Sudhana hat geschrieben:
Welchen Nutzen soll es haben, seine Erfahrung in Worte zu fassen? Noch dazu in die eines Anderen?
Es ist der Nutzen seine eigenen Worte zu sehen, die dann zu dem sprechen der sie geschrieben hat.
Einverstanden. Man kann es als eine Überprüfung der eigenen Konzeptualisierung sehen - beobachten, wie sich Vorstellungen entfalten. Einen (etwas zweifelhaften) Nutzen hat das nur, wenn dies mit einem Wissen um die Natur der entfalteten Vorstellung verbunden ist. Dann kann kann man sie als geschicktes Mittel nutzen. Nur - Mittel wozu? Doch lediglich dazu, solche Mittel überflüssig zu machen. Da beisst sich Katze in den Schwanz ...

Davon abgesehen - dieser Nutzen (wenn man denn einen darin sehen will) liegt, wie Du richtig schreibst, darin "seine eigenen Worte zu sehen". Warum sich dazu erst fremde Worte zu eigen machen? Um von der Katze auf den Hund zu kommen - da liegt er bei einer formalisierten Koan-Praxis begraben. Man eignet sich fremde Worte an, um sich seine Erfahrung bestätigen zu lassen. Dazu muss man die richtigen fremden Worte finden, die als Ausweis der Erfahrung gültig sein sollen. Und deswegen gibt es solche Spickzettel mit passenden, fremden Wörtern. Nach ishin denshin hört sich das für mich nicht an - nur nach vielen Worten.
Ellviral hat geschrieben:
Ein Nutzen ohne Erklärungen und Ausdifferenzieren der geschriebenen Worte ist mühsam und zäh, wenn nicht beide davon getragen sind das es immer die fremden Worte sind.
Wat dem eenen sin Uhl ... Mir zumindest fällt es leichter, meine eigenen Worte zu erklären und auszudifferenzieren (was sie wenigstens für mich verständlicher macht) :)
Ellviral hat geschrieben:
Auch das jetzt ist dem Schreiber schon unbekannt, ihm entfremdet.
Wenn der Schreiber zum Leser wird - gar mit "Erklärungen und Ausdifferenzieren" zum Exegeten - dann ist er dem Schreiber in der Tat entfremdet. Aber unbekannt? Hoffentlich nicht 8)

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"unbekannt" ist auch mir aufgefallen, doch weil es da steht hab auch ich was zum :mrgreen: . Es stand da und wie mach ich es das etwas das da ist zu etwas zu machen das da nicht sein soll, sollte? Löschen geht nicht denn ich weiß ja das es da ist, das ungewollte geschickte Mittel 8)

Wenn Du mir Antwortest begegnet mir dein Leben, schön das es sowas gibt, ein anderes Leben das wirklich ein vollkommen anderes ist.

Wieder was dem Verbinden entbunden: Zazen ist Leben, Zen ist mein Leben das alle anderen Leben erkennt. Zazen mach ich, da ist keine Zeit für Zen. Wenn ich hier schreibe gibt es kein Zazen, hier geht es um Gedanken die ich da nie haben würde. Alles Mein Leben dem allem, ihr Leben, begegnet. Ohne Respekt geht garnichts! Wenn das nicht ist begegnen sich Vorstellungen die glauben das es ein fremdes Leben gibt, es gibt aber vollkommen unterscheidbares Leben, vollkommen unterscheidbar von meinem doch immer bedingt durch alle anderen Leben. Ein Leben, Zazen. Uchiyama Kosho war wohl tödlicher als ich glaubte. ^^
Interessant zu lesen, was für Assoziationen eine einfache Frage nach einem Buch auslösen kann. :)
Festus hat geschrieben:
Interessant zu lesen, was für Assoziationen eine einfache Frage nach einem Buch auslösen kann. :)
Meine auf die Frage war ganz einfach. Wenn ich auch noch so viele Antworten lerne mein Meister wird den Betrug merken, ich werde verzweifeln an meiner eigenen Arroganz. Wenn mein Lehrling glaubt eine Antwort gefunden zu haben merke ich sofort ob es seine Antwort ist oder eine Antwort.
Ellviral hat geschrieben:
... Wenn ich auch noch so viele Antworten lerne mein Meister wird den Betrug merken,...


mogun hat geschrieben:
...
"Spicken" setzt voraus, dass ich nach Antworten suche. In Ermangelung der Möglichkeit, Rinzai-Shu zu praktizieren, übe ich mich in Hwadu-Meditation, suche also keine Antworten sondern frage und erfahre "nur". Ich glaube, dass die Sprache des Zenrin-Kushu geeignet ist, meine Erfahrung in Worte zu fassen. Ob das nun eine "korrekte" Antwort ist, ist mir eigentlich egal. Zudem kann ich es ohne Zuordnung zum Koan auch nicht herausfinden, oder? :) :upsidedown:


Mogun hat nach einem Text gefragt. Der ganze Rest wird reininterpretiert. Aber wenn's Spass macht... :mrgreen:
Festus hat geschrieben:
Mogun hat nach einem Text gefragt. Der ganze Rest wird reininterpretiert. Aber wenn's Spass macht... :mrgreen:


Nach einem Text - er fragte, was für Ausgaben des Textes wir lesen. Zenrin kushu "liest" man nicht, sondern es dient der Vertiefung z.B.der Koan Praxis - vor allem nach dem Koan-Studium. Es ist natürlich nicht verboten es auch vorher oder während zu nutzen. Hilft aber mMn nicht viel, verwirrt eher.

Seine weiteren Erläuterungen zur Hwadu Meditation werfen andererseits Fragen auf, zum Verständnis seiner Praxis. Man übt das mit einem Lehrer aus. Hat sonst wenig Sinn. Und es reicht EINE Frage. Diese Frage steht in keinem Katalog, sondern ist die eigene, existentielle Frage. Auf die sollte man selbst kommen.
mogun hat geschrieben:
In Ermangelung der Möglichkeit, Rinzai-Shu zu praktizieren, übe ich mich in Hwadu-Meditation, suche also keine Antworten sondern frage und erfahre "nur". Ich glaube, dass die Sprache des Zenrin-Kushu geeignet ist, meine Erfahrung in Worte zu fassen. Ob das nun eine "korrekte" Antwort ist, ist mir eigentlich egal. Zudem kann ich es ohne Zuordnung zum Koan auch nicht herausfinden, oder? :) :upsidedown:


Sehen wir seine Eingangsfrage in diesem Kontext, dann will er "nur" erfahren. Das geschieht gerade jetzt. Und er erfährt hier "nur". Er fragt, sucht aber keine Antworten.
Dann will er seine Erfahrung in Worte fassen - und ob das dann - die Worte - korrekt seien, wären ihm egal.

Mir auch. Nur - ist das ein Troll? Mir egal.

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