Zen für Manager

Moderator: void

Zen für Manager hat einen schlechten Ruf – und ich frage mich warum. Einige Manager sind reine Egomanen, die sich ständig unter Druck setzen, sich und andere hochpushen, die dann genauso handeln sollen wie sie. Früher hat mich das geärgert, heute empfinde ich für diese Personen eher Mitgefühl, denn ich sehe, dass ich früher ähnlich dachte wie sie. Ich erkenne den Druck, der auf sie lastet und sie so reagieren lässt und ich kenne das Leiden, das sie anrichten, bei sich und anderen.

Jeder, der diesen Menschen etwas Gelassenheit beibringt und eine andere Perspektive vermittelt, tut meiner Ansicht etwas Gutes. Und auch, wenn er die Manager dafür viel zahlen lässt, ist es was Gutes – vielleicht kann man mit dem Geld etwas Sinnvolles tun z.B. ein Dojo finanzieren. Eigentlich eine gute Sache, oder?
Im Buddhismus wird ein gesammelter Geist (Samadhi) angestrebt, aber eben als Teil des edlen achtfachen Pfades - also als Teil des Unterfangens dem Ursprung des Leidens und seiner Auflösung auf die Schliche zu kommen.

Allerdings kann ein gesammelter Geist auch im weltlichen Zusammenhang praktisch sein - ich denke es ist das, was die Samurai am Zen so toll fanden. Er wird hier als Mittel benutzt, um das was man tut effektiver und einspitziger zu tun. Und es muss nichts heilsames ( im Sinne der Relativierung des eigenen Egos) damit verbunden sein.

Die Gefahr beim Manager-Zen ist dass da "weltlicher Samadhi" verkauft wird. Und so wie die Samurais da "einsgerichtet" Leute getötet haben, da nun Manager in ihrem Handeln ein Stück weniger verfranst und damit effektiver gemacht werden.

Weil man Zen falsch in einer Weise auslegen kann, in der ersteinmal Samadhi, dann Satori angestrebt wird, und Ethik auf die lange Bank geschoben wird. Was natürlich eine grobe Verfälschung ist.
Ich frage mich dabei, ob Zen in solchen Fällen nicht ökonomisiert wird. Kauft sich der Manager damit nicht Entlastung, ohne wirklich "dahinter stehen" zu müssen?

Und der Gedanke, "dank Zen" gestärkt in die nächste Runde der Ausbeutung anderer Menschen und Lebewesen gehen zu können, ist kein schöner.

Zen ist ja nun mal doch mehr als "Entspannung", es fordert tiefere Konsequenzen, oder nicht?

Wird Zen durch so etwas nicht zu einer Art "Pille"? Und falls man diese Fragen mit Ja beantwortet: Ist das in Ordnung?

Ich weiss es nicht. Ich habe darauf keine Antwor. Aber das sind halt so die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich solche Angebote lese.

Und mir geht auch noch etwas anderes durch den Kopf: Warum bieten immer mehr Zentren solche Angebote an? Diese Angebote sind ja sehr teuer, und ich bin da etwas in Sorge, dass sich da Geschäft und Spiritualität vermischen könnten.

Aber vielleicht sehe ich das ja alles falsch. Ich komme ja nicht vom Zen her. Vielleicht ist das alles im Zen ja ganz anders.
Zen für Manager, für Hausfrauen, für Linke, für Fahrradfahrer.........
Je nach Bild, das wir von den einzelnen Gruppen haben, werden wir es als mehr oder weniger sinnvoll empfinden.
Und, nicht zu vergessen und äusserst wichtig, je nach Bild, das wir uns von dem Begriff Zen machen.
Es gibt Menschen die wollen erwachen und entscheiden sich deshalb für Zen und es gibt Menschen, die wollen einfach nur etwas ruhiger und fiter werden und glauben das mit Zen erreichen zu können. Oder sie üben Zen (besser gesagt, das was sie sich darunter vorstellen), weil es gerade schick ist.
Das ist so das Spannungsfeld, in dem aus meiner Sicht die Übung stattfindet.

Und derjenige welche, der hier ein Angebot macht, kann dafür Geld nehmen oder es lassen.
Das Thema wurde hier schon häufig diskutiert.

Zu den Arten des Zen habe ich bei Google unter anderem das hier gefunden.
https://books.google.de/books?id=mMCYDQAAQBAJ&pg=PT380&lpg=PT380&dq=fünf+arten+des+zen+bonpu&source=bl&ots=aGmvDYXzD3&sig=r_xjceKHdKaX3CO34MDayi4jR9A&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiRvZS4_9_SAhWubZoKHfpwBqQQ6AEIJjAD#v=onepage&q=fünf%20arten%20des%20zen%20bonpu&f=false

Und ob man Geld nehmen darf wurde hier diskutiert.
Geld verdienen mit Buddha (in) Buddhistischer Salon

daraus habe ich noch diesen interessanten Beitrag gefunden
nyalaana @ Re: besondere Beiträge (in) Allgemeines zum Buddhismus

Ein weites Feld für Meinungen und Diskussionen. :mrgreen:
void hat geschrieben:
Im Buddhismus wird ein gesammelter Geist (Samadhi) angestrebt, aber eben als Teil des edlen achtfachen Pfades - also als Teil des Unterfangens dem Ursprung des Leidens und seiner Auflösung auf die Schliche zu kommen.

Allerdings kann ein gesammelter Geist auch im weltlichen Zusammenhang praktisch sein - ich denke es ist das, was die Samurai am Zen so toll fanden. Er wird hier als Mittel benutzt, um das was man tut effektiver und einspitziger zu tun. Und es muss nichts heilsames ( im Sinne der Relativierung des eigenen Egos) damit verbunden sein.

Die Gefahr beim Manager-Zen ist dass da "weltlicher Samadhi" verkauft wird. Und so wie die Samurais da "einsgerichtet" Leute getötet haben, da nun Manager in ihrem Handeln ein Stück weniger verfranst und damit effektiver gemacht werden.

Weil man Zen falsch in einer Weise auslegen kann, in der ersteinmal Samadhi, dann Satori angestrebt wird, und Ethik auf die lange Bank geschoben wird. Was natürlich eine grobe Verfälschung ist.



Genau das ist der Punkt.

Ein gesammelter Geist, den die Zen Lehre vermittelt, wäre theoretisch auch für Manager von "Vorteil". Das Problem ist eher die Herangehensweise: Der Manager lässt ja viel Geld springen, um bei fadenscheinigen "Zen Lehrern" einen Kurs für sagen wir mal 2000€ zu belegen. Der Fakt, dass der Manager alleine schon so viel Geld hinlegen muss, führt zu einem typischen Mangerdenken:

"Dieser Workshop kostet viel Geld und ich denke, er wird sich lohnen für mich!"

Mit "lohnen" ist aber nicht gemeint, dass er einfach einen ruhigeren Geist erlangt. Nein, vielmehr möchte er damit "sein Geschäft" pushen. Es hat also völlig Falsche Bezugsgründe.

Natürlich habe ich jetzt "die Manager" alle über einen Kamm geschert. Aber ich denke, ich liege da so ziemlich richtig. Ein Manager ist eben sehr extrem weltlich eingebunden. Er muss abliefern. Zahlen, Progressionen, Neukunden usw.

Ich war selbst mal ein Manager, darum kann ich gut einschätzen, welche Motivation hinter allem steckt. Da der Manager stets enormen Druck hat sucht er nach "Ausflüchten". Da ist so ein "weltliches Samadhi" nicht schlecht, wenn auch nur, wenn er heimkommt und dann endlich "abschalten" kann. Das dies so nicht funktionieren kann...das weiß der richtige Zen Praktiker. Aber Zen ist schon seit mehr als 30 Jahren ein "Marketinggag". Von daher...
Festus hat geschrieben:
Es gibt Menschen die wollen erwachen und entscheiden sich deshalb für Zen und es gibt Menschen, die wollen einfach nur etwas ruhiger und fiter werden und glauben das mit Zen erreichen zu können. Oder sie üben Zen (besser gesagt, das was sie sich darunter vorstellen), weil es gerade schick ist.
Das ist so das Spannungsfeld, in dem aus meiner Sicht die Übung stattfindet.

Und derjenige welche, der hier ein Angebot macht, kann dafür Geld nehmen oder es lassen.
Das Thema wurde hier schon häufig diskutiert.


Ich wollte keine Endlosdiskussion erneut aufwärmen. Ich bin erst seit relativ kurzer Zeit auf dem Pfad und stelle mir eben solche Fragen. Aber diese Fragen sind nicht neu - sie gibt es seit Anbeginn der Menschheit. Ich hoffe, ich langweile niemanden damit.

Ich glaube auch, dass das Thema einfach lösbar ist nämlich durch Redlichkeit. Wenn der Lehrer dass, er die ersten Schritte auf einem sehr langen Pfad unterrichtet, der einem die Chance gibt, Erfahrungen zu machen, die einen verändern, dann finde ich es redlich. Wenn es lediglich als Technik verkauft wird, Meetings, Verhandlungen und Mitarbeitergespräche effektiver zu machen, ist es fragwürdig.

Waldler hat geschrieben:
der Gedanke, "dank Zen" gestärkt in die nächste Runde der Ausbeutung anderer Menschen und Lebewesen gehen zu können, ist kein schöner.


Das ist richtig, aber wohl unvermeidlich. Die ganze Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Ausbeutung. Ein gutes Beispiel sind die Sklavenhaltergesellschaften die es zu Buddhas Lebzeiten gab und sich bis lange in die Neuzeit durchsetzten. Jeder Patriarch, auch Buddha war auf das Wohl von Autokraten angewiesen. Das ist meiner Meinung alles ein Teil des Leidens der Menschheit. Wir schädigen uns und andere. Wir können nicht ewig innehalten und das Leiden beenden.

IkkyuSan hat geschrieben:
...und Ethik auf die lange Bank geschoben wird. Was natürlich eine grobe Verfälschung ist.


Genau, das ist das Bittere in der Pille. Aber der erste Schritt ist, sich des Leidens gewahr zu werden. Man erkennt den eigenen Schmerz, dann sieht man den Schmerz, den man anrichtet. Und dann hat die Chance innezuhalten.
Die Frage ist doch, was der Inhalt solchen "Zen"s ist. Ich wage zu behaupten: Ist es wirklich Zen, dann findet sich darin kein Fingerbreit Platz für Manager, Vermögensbildung, passives Investieren an der Börse oder gelassene Anlegestrategien. Das gilt natürlich ebenso für all die anderen Kurs- oder Buchtitel, die mit "Das Zen des/der ..." beginnen. Das Zen der Kreativität, das Zen der Ganzkörpermassage, Zen und die Kunst sich zu verlieben, das Zen des Westens usw. Gibt es darin West und Ost, ist es schlicht kein Zen mehr. Solche Etiketten samt konzeptioneller Ummantellung sind eher das genaue Gegenteil von dem, worauf die Zen-Lehre zielt.
Tai hat geschrieben:
...Ist es wirklich Zen, dann....


ist es auch eine konzeptionelle Ummantelung. :D :upsidedown:
Festus hat geschrieben:
Tai hat geschrieben:
...Ist es wirklich Zen, dann....


ist es auch eine konzeptionelle Ummantelung. :D :upsidedown:


Genau. 8)
Also ich finde es komisch, dass für die "Manager" da eine Extrawurst gemacht wird. Wenn sie sich für Zen interessieren, dann sollen sie einen ganz normalen Kurs besuchen. Mit dieser "Besonderheit" als Manager haben sie sonst einen ungünstigen Start.
Da die Seminarhäuser diese Unterscheidung aber machen habe ich schon auch den Eindruck, dass es vornehmlich darum geht, dass man für diese Kurse mehr Gebühren verlangen kann.
Zen ist für alle da und verträgt m.E. keine Unterscheidung nach Manager / Nicht-Manager. Die Übung ist doch für alle gleich, oder brauchen Manager goldene Matten und Kissen?
Die Übung ist doch für alle gleich, oder brauchen Manager goldene Matten und Kissen?


Das nicht, aber sie brauchen unhaltbare Versprechen und Lockmittel, etwa: "Mit einem reinen Geist den persönlichen Erfolg um ganze 200% optimieren - jetzt zum Zen Management kommen!"

Sie wollen minimale Anstrengung und maximalen Erfolg. Was natürlich ein Unding ist. Aber so funktioniert Bauernfängerei schon seit Jahrhunderten. Und Manager sind nichts anderes als Bauern. Wenn das nicht so wäre, dann wären sie vielleicht in einem Zen Zentrum an deiner Ecke zu finden. Oder sie sitzen für sich alleine daheim. Aber dort haben nun eben mal Zahlen und Geld keine Berechtigung, will man von der Übung wirklich profitieren.
So viele Vermutungen, Urteile, Spekulationen...

Schaut mal hier, was die Leute selber dazu berichten:

Meditation: Manager üben sich im Meditieren | ZEIT ONLINE
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011- ... ettansicht

LG :rainbow:
Carneol hat geschrieben:
So viele Vermutungen, Urteile, Spekulationen...

Schaut mal hier, was die Leute selber dazu berichten:

Meditation: Manager üben sich im Meditieren | ZEIT ONLINE
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011- ... ettansicht

Und? Bestätigt das nicht genau das, was Du "Vermutungen, Urteile, Spekulationen" nennst? Manager machen "Manager-Zen" um bessere Manager zu werden. Um zu lernen, "ohne Druck zu führen". Warum? Weil es effektiver ist. Weil "die klassische Form des Führens auf der Basis von Macht und Kontrolle [...] sich oft als ineffektiv erweist." Manager-Zen heißt, "Führungskräften mit erweiterter Bewusstseinsebene" "fest integriert im Geschäftsleben" "sowohl Austausch als auch Rückversicherung (zu) bieten".

Das ist der moderne westliche Manager-Wunschtraum. Die Leute, die man über den Tisch zieht, sollen die dabei entstehende Reibungshitze gefälligst als Nestwärme empfinden. Dann kann man - sich mit anderen effektiveren Führern mit erweiterter Bewusstseinsebene austauschend und sich durch sie rückversichernd - sich einbilden, man drehe da irgendwie ein spirituelles Ding und sei nicht einfach ein verkorkstes Arschloch.

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Es sieht so aus, als ob man alle Manager am liebsten los wäre, Führungskräfte generell äußerst negativ vorverurteilt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie größere Unternehmen ohne kompetente Führungskräfte arbeitsfähig wären... und warum sollten diese nicht meditieren - vielleicht nicht vorrangig um übermorgen das Nirvana zu erreichen - sondern erstmal heute nicht umzukippen und den hohen Anforderungen genügen zu können.
Carneol hat geschrieben:
Es sieht so aus, als ob man alle Manager am liebsten los wäre, Führungskräfte generell äußerst negativ vorverurteilt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie größere Unternehmen ohne kompetente Führungskräfte arbeitsfähig wären... und warum sollten diese nicht meditieren - vielleicht nicht vorrangig um übermorgen das Nirvana zu erreichen - sondern erstmal heute nicht umzukippen und den hohen Anforderungen genügen zu können.

Ist ja alles gut und schön und habe ja auch echtes Mitgefühl mit den armen gestressten Managern, wenn sie für den Bonus, um sich Drittfrau, Zweitmercedes und Golfklub leisten zu können, auf den nächsten Herzinfarkt hinarbeiten. Wobei mir die von ihnen Geführten und Gemanagten, die sich 'nur' für ein halbwegs menschenwürdiges Überleben ihrer Familien krummlegen, allerdings schon etwas näher stehen - und sei es nur hinsichtlich Lebensumstände. Aber was soll das nun eigentlich mit Zen zu tun haben? Es geht mir doch gar nicht darum, jemanden "generell äußerst negativ vorzuverurteilen". Ich habe nicht das geringste Problem damit, einzuräumen, selbst ein verkorkstes Arschloch zu sein. Aber - um auf den Punkt zu kommen - wenn es bei Zen um irgendetwas geht, dann darum, genau dies zu erkennen und zu erkennen, warum das so ist. Darin können sich zweifellos auch Manager üben, wenn sie denn mal so weit gekommen sind, sich mit dem, was sie tun und wie sie es tun, unwohl zu fühlen. Bei dem sog. Manager-"Zen" geht es jedoch um etwas völlig anderes - nämlich darum, ein effektiveres Arschloch zu werden. Nicht zuletzt dadurch, dass man solche aufkeimenden Selbstzweifel therapiert. Deswegen sind alle diese Kohtes, Polenskis und Konsorten nichts anderes als Etikettenschwindler, die ihren Kunden unter dem Label 'Zen' Psycho-Wellness verkaufen. Manager-Zen ist das Räucherstäbchen, das der Geschäftsführer des Schlachthofs in seinem Büro abbrennt, um den Gestank von Blut und Tod nicht riechen zu müssen.

Man sollte sich ruhig mal anschauen, welche Art von Tradition da weitergeführt wird. Daizen Brian Victoria formulierte es kurz so: Japans Niederlage im 2. Weltkrieg bedeutete "nicht der Untergang des Zen des kaiserlichen Wegs und des Soldaten-Zen, sondern lediglich seine Metamorphose und Wiedergeburt als Unternehmens-Zen". Es lohnt sich, bei Victoria (in 'Zen, Nationalismus und Krieg' und insbesondere 'Zen War Stories') zu studieren, was es mit dieser Art 'Zen' auf sich hatte und hat, um hinsichtlich des modischen Manager-'Zen' und seiner Profiteure zu einer Sichtweise jenseits von "Vermutungen, Urteilen, und Spekulationen" zu finden - nämlich einer historisch fundierten. Dass es dabei hilft, auch ein wenig von ganz stinknormalem Zen zu verstehen (was man Victoria als Zenpriester zugestehen darf), dürfte klar sein. Der von Dir verlinkte Werbeprospekt in der Zeit (dort bezeichnenderweise in der Rubrik "Karriere" veröffentlicht) leistet das eher nicht.

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Bisserl überspitzt vielleicht; "Manager" bezeichnet einen Berufstand, sind also auch nur Menschen. Die Frage ist u.a. warum ein Zen Lehrer ein Sonderabteil mit Spezialbehandlung aufmacht.
Es ist praxishalber vielleicht nicht unwichtig, was einer für einen Beruf hat, aber der Krankenschwestern und dem Busfahrer wird doch auch kein Special zuteil. Ein Zendo, ein Lehrer muss einfach auf gemeinsamer Praxis bestehen. Manager sind in der Leistungsgesellschaft gewohnt "oben drüber" und damit "aussen vor" zu stehen, anstatt ihm/ihr nun ganz normal wie einem jeden die Tür offen zu halten, rollt man den roten Teppich aus und er steht wieder "oben drüber-aussen vor". Kann das heilsam sein ? Also hat es bestimmte Gründe warum ein Manager- "Zen" angeboten wird. Er wird als von Elite verstanden und ich fürchte, ebenso versteht sich dann auch so ein "Zen Lehrer". Anders ist Sonderabteil wohl nicht zu erklären(?) Die Frage ist nun, was jene Fähigkeiten und Fertigkeiten sein sollen, die da so special bedacht werden und was das mit Zen zutun hat... - ja, das geht wieder Richtung: "Führende Schwerträger".
zum Glück sind Manager aber auch nur Menschen und nicht davor gefeit, in der Stille tatsächlich etwas dazu zu lernen. Auch wenn sich mir der Sinn spezieller "Zen for Leadership"-Kurse nicht erschließt halte ich es doch für möglich dass aus einem Effizienzsteigerungsprojekt etwas Tiefgründigeres entstehen kann.
Verteidiger oder Anbieter solcher Kurse werden vielleicht ins Feld führen, dass man diesen Menschenschlag nur durch solche Angebote überhaupt dazu bewegen kann aufs Kissen zu sitzen. Ich bezweifle trotzdem, dass das der richtige Weg ist.

Sudhana hat geschrieben:
Das ist der moderne westliche Manager-Wunschtraum. Die Leute, die man über den Tisch zieht, sollen die dabei entstehende Reibungshitze gefälligst als Nestwärme empfinden. Dann kann man - sich mit anderen effektiveren Führern mit erweiterter Bewusstseinsebene austauschend und sich durch sie rückversichernd - sich einbilden, man drehe da irgendwie ein spirituelles Ding und sei nicht einfach ein verkorkstes Arschloch.

:rofl:

edit:
lassen wir doch mal die Teilnehmer zu Wort kommen:

Der Kurs hat mir ein neues Lebensgefühl vermittelt und den Anstoß gegeben, weiterzumachen.

Ich habe neue Erfahrungen gemacht, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Ich habe Anregungen für Führungsfragen gewonnen, den Wert der Ruhe kennengelernt und nun eine Vorstellung, wie ich Zen in den Alltag integrieren kann.

Der Kurs hat mir Werkzeuge für meine berufliche Zukunft vermittelt. Ich kann die Dinge nun gelassener geschehen lassen.

Mir ist klar geworden, dass ich für die Seele des Unternehmens verantwortlich bin und ich auf den spirituellen Weg vertrauen kann.

Ich habe zu mehr Objektivität im Hinblick auf wichtige Entscheidungen gefunden und mehr Sensibilität im Umgang mit meinen Mitmenschen entwickelt.

Der Kurs hat mich motiviert, mich mehr um meine innere Ruhe zu kümmern. Ich habe erkannt, dass Denken nicht zwangsläufig zum Ziel führt.

Der Kurs hat mir Energie, Konzentration und Gelassenheit vermittelt. Ich habe neue Inspirationen für den privaten Alltag und für meine Arbeit im Unternehmen gewonnen.

Ich konnte den Zweifel, ob die spirituelle Ebene im Business wirklich wirksam ist, hinter mir lassen. Der Kurs hat mir gezeigt, dass ich nicht immer eine Lösung haben muss.

Ein exzellenter Kurs, um Laien eine neue „Methodik“ zum Erreichen von Gelassenheit zu präsentieren und eine neue „Sichtweise“ zur authentischen Führung zu vermitteln.

Mir hat es sehr gut gefallen und vor allem gut getan! Ich versuche die gute Energie, die ich mitgenommen habe, für lange Zeit zu erhalten.

Bin voller Dankbarkeit! Und freue mich, den Impuls weiterzugeben. Excellent!

Many, many thanks!

Ein sehr bereicherndes Seminar, das einen neuen Weg aufzeigt – vielen Dank dafür!

Viel, viel mehr als ein „Führungsseminar“.

Teilnehmerstimmen, Quelle: http://www.zenforleadership.com/teilnehmer.html (Paul Kohtes)
Auf Zen for Leaderhip (Paul J. Kohtes ) werden folgendes Ziel ( von mir in fett) genannt:


    Viele Menschen in verantwortlicher Position leiden unter der Spannung zwischen beruflichem Engagement und persönlicher Entwicklung. Die zentrale Frage lautet: Wie finde ich die Balance zwischen beruflichen Aktivitäten und eigenen Bedürfnissen, zwischen Stress und Entspannung, zwischen professioneller Entwicklung und Persönlichkeitsentfaltung?
    Spätestens ab dem.40. Lebensjahr denken viele Führungskräfte vermehrt über die Frage nach dem Sinn in ihrem Leben nach. Die Übungen des Zen können ein Tor öffnen, um die Lebensqualität sowohl in der Arbeit als auch im persönlichen Umfeld spürbar zu verbessern. Nachgewiesene Effekte der Zen- Praxis sind: Zunahme des klaren Denkens, höhere Energie, stärkere Konzentration, mehr Geduld, Abbau von Stress.


Es geht also ganz klar um weltliche Wirkungen im privaten und beruflichen Bereich. Auf buddhitische Inhalte wird auf der Internetseite nirgendwo eingegangen.

Auf /zen-leadership (Hinnerk Polesnki) schreibt man folgendes:

    Zen geht in seinen Ursprüngen auf die Lehren des historischen Buddha (Shakyamuni Buddha, geb. 563 v. Chr.) zurück, man spricht daher auch vom Zen-Buddhismus. Im 6. Jahrhundert gelangte Zen von Indien über China nach Japan. Es ist zwar keine Religion, schließt jedoch Religiosität nicht aus. So praktizieren viele Christen innerhalb christlicher Klöster Zen-Übungen.

    Zen war und ist auch immer eine geistige Schulung der Führungskraft: Fürsten, Kaiser und große Kriegsherren holten sich Rat bei den alten Zen-Meistern und nutzten die Weisheit und Zen-Praxis zur Verbesserung ihrer Führungsfähigkeiten. Zwischen 1950 und 1985 etablierte sich die Zen-Praxis in den meisten großen Konzernen Japans als ein fester Bestandteil der Führungskräfte-Schulung. Mehr und mehr ist dies auch in Europa, besonders in Deutschland zu beobachten.

    Nur wer sich selber führen kann, der führt auch andere gut. So ist Zen-Leadership ein Weg zur Selbstführung für Verantwortungsträger in der Gesellschaft. Durch die Zen-Meditation finden Sie einen individuellen Zugang zu den eigenen Potenzialen. Es geht um innere Orientierung, Kraft, Stille, Intuition und Klarheit. Das mag zunächst abstrakt klingen, der Weg dorthin wird sich aber durch die Zen-Übung wie von selber entfalten.

Interessant ist welche Ziele hier alle Fehlen: Ethik, Ego-Losigkeit, Mitgefühl. Wobei man bei Pollenski an anderer Stelle durchaus buddhitische Inhalte findet und er von Achtsamkeit, Weisheit und Mtgefühl und Shunyata spricht.
Die 'Softskills'( ausser Intuition und Geduld ) fehlen. Die würden bei der Sache auch nicht zu pass kommen.
Ein Basisproblem von "Zen-Training" ist Stoik und Ignoranz, sich also dahingehend einzustellen,
von jetzt auf jetzt auszuschalten, alles, was in einer Situation nicht "tauglich" gegenüber "Weisheit" und spontaner Stärke-Dynamik erscheint. Verworrenheit, Gemütsregungen, Gefühle, unzweckmäßige Gedanken bis hin zu Körperempfindungen. Das ist "maskulines Denken".
void hat geschrieben:

Es geht also ganz klar um weltliche Wirkungen im privaten und beruflichen Bereich. Auf buddhitische Inhalte wird auf der Internetseite nirgendwo eingegangen.



Interessant ist welche Ziele hier alle Fehlen: Ethik, Ego-Losigkeit, Mitgefühl. Wobei man bei Pollenski an anderer Stelle durchaus buddhitische Inhalte findet und er von Achtsamkeit, Weisheit und Mtgefühl und Shunyata spricht.



Festus @ Re: Zen für Manager (in) Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Es fehlt nichts, Void. Es ist Bonpu Zen.
https://books.google.de/books?id=mMCYDQ ... pu&f=false

Wenn du ein Fehlen empfindest, so liegt es an den Vorstellungen, die du dir in diesem Zusammenhang von Zen machst. Kein Drama. Man muss es nur wissen.

Und es liegt natürlich an den Vorstellungen, die wir uns von Managern machen.

Ich liebe Vorstellungen. Sie sind wie Raumteiler. Die stellt man ja auch vor irgend etwas. Geschickt genutzt sind sie ganz nützlich. :)

Und hin und wieder soll es ja geschehen, dass Menschen, die so mit Zen in Kontakt kommen, angefixt werden, sich näher damit zu beschäftigen. Ich betrachte es als niederschwelliges Angebot.
Festus hat geschrieben:
Wenn du ein Fehlen empfindest, so liegt es an den Vorstellungen, die du dir in diesem Zusammenhang von Zen machst. Kein Drama. Man muss es nur wissen.

... was ja nun gleich wieder (mE unnötig) irgendwelche 'Vorstellungen' unterstellt. Unterstellungen sind auch Vorstellungen ...

Da ich nicht an Seminaren von Kohtes oder Polenski und wen es da sonst noch in der Richtung gibt, teilgenommen habe, habe ich mir in dieser Hinsicht natürlich aus den mir zugänglichen Informationen Vorstellungen gebildet. Das ist also eine Vorstellung von "Manager-Zen". Zu dem Zen, das ich praktiziere, habe ich keine Vorstellung (eben weil ich es praktiziere, brauche ich das auch nicht) sondern eine Stellung.

Du nennst Deine Vorstellung dieses "Manager-Zens" Bompu Zen. Nun - diese Schublade, die Guifeng Zongmi im 9. Jahrhundert beschriftet hat, ist mir noch etwas zu groß. Es gibt auch bei Bompu Zen Unterschiede. Deswegen mein Verweis auf die Überlieferungstradition dieses speziellen Bompu Zen. Samurai-Zen, kaiserliches Soldaten-Zen, Unternehmens-Zen. Der Verweis auf das Ethik-Defizit ist mehr als nur berechtigt. Das ist nicht notwendig ein Kennzeichen von Bompu Zen.
Festus hat geschrieben:
Und es liegt natürlich an den Vorstellungen, die wir uns von Managern machen.

Auch da kann ich dir nicht ohne weiteresw zustimmen. Das liegt mnE vielmehr an den Verheißungen, mit denen für diese ja nicht gerade billigen Veranstaltungen geworben wird. Offensichtlich entsprechen diesen Verheißungen ja adäquate Motive der Teilnehmer. Und offensichtlich lassen sich die Teilnehmer auch gerne als 'Führungskräfte' wahrnehmen und ansprechen. Braucht es darüber hinaus - neben dieser Selbstwahrnehmung und diesen Motiven - noch irgendwelche Vorstellungen von Managern, um zu sehen, was da getrieben wird?

Da braucht man auch nicht Zongmis fünf Schubladen. Was es da zu sagen gibt, hat schon ein Älterer 200 Jahre früher gesagt, ohne dass dem irgendetwas hinzugefügt werden müsste: Der Elefant läuft nicht in der Spur des Hasen.

Festus hat geschrieben:
Und hin und wieder soll es ja geschehen, dass Menschen, die so mit Zen in Kontakt kommen, angefixt werden, sich näher damit zu beschäftigen. Ich betrachte es als niederschwelliges Angebot.

Das ist es im bestmöglichen Fall. Was ist es im schlechtestmöglichen? Um den Fall als 'erledigt' abzulegen, sollte man schon beides erwägen.

Unten im Salon läuft ja gerade eine Diskussion über Žižeks Buddhismus-Kritik, in die ich mich nicht einmischen will. Vor allem, weil Žižek (der sonst oft Bedenkenswertes zu sagen hat) nicht wirklich Ahnung von Buddhismus hat. Aber was er kritisiert, kritisiert er durchaus zu recht. Und dieses 'was' hat durchaus etwas mit "niederschwelligen Angeboten" speziell hier im Westen zu tun. Nicht mit allen, aber doch mit einigen. Etwas ausführlicher dazu Franz Johannes Litsch: http://www.buddhanetz.org/dharma/zizek.htm

()
Sudhana, ich glaube niemand oder die wenigsten von denen, die sich hier zu diesem Thema äussern, haben je einen oder mehrere Kurse in "Zen für Manager" besucht. Und die wenigsten von uns kennen den Beruf des Managers aus eigener Anschauung.
Also diskutieren wir hier auf Grund unserer Vorstellungen. Da gibt es nichts zu unterstellen.
Und jeder benutzt die Schubladen, die ihm in einem bestimmten Moment als hilfreich erscheinen. Bei mir sind es vielleicht andere als bei dir, aber welche ich benutzte, entscheide ich spontan selbst.
Und wenn ich beim Essen Messer und Gabel benutze, kann ich damit auch immer jemanden umbringen.
Festus hat geschrieben:
Wenn du ein Fehlen empfindest, so liegt es an den Vorstellungen, die du dir in diesem Zusammenhang von Zen machst. Kein Drama. Man muss es nur wissen.


Samsara wird ja öfter mal mit einem "brennenden Haus" verglichen, und Buddhismus ist dann sowas wie ein Notausgang oder ein Rettungboot. Für mich ist es eine Horrorvorstellung, dass jemand falsche Notausgänge aufmalt oder zur Deko Rettungsboot-Atrappen aufstellt.

Klar kann man da dann argumentieren, dass ein Notausgang ja nur ein Ausgang ist, und nichts darüber ausgesagt ist, dass dann hinter noch ne Wand kommen kann. Und das natürlich auch ein Styropor-Attrappenboot irgendwie ein Boot ist und man selber schuld ist, wenn man das nicht bedenkt.

    Wenn die Begriffe nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte.
    Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind die Taten nicht in Ordnung.
    Wenn die Taten nicht in Ordnung sind, dann verderben die Sitten.
    Wenn die Sitten verderben, dann ist die Justiz überfordert.
    Wenn die Justiz überfordert wird, dann weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll.
    Deshalb achte man darauf, dass die Begriffe stimmen.
    Das ist das Wichtigste von allem. (Konfuzius)

Natürlich übertreibt Konfuzius total, aber versteht man unter Zen nicht im Allgmeinen den Zen der Buddhas und Patriarachen und nicht so nen Globuli-Zen mit viel Zucker, der den Kindern die Medizin schmackhaft machen soll?
void hat geschrieben:
....aber versteht man unter Zen nicht im Allgmeinen den Zen der Buddhas und Patriarachen ......

Was "man" unter Zen versteht, kann ich dir auch nicht sagen.
Ansonsten habe ich schon einen Link zu den fünf Arten des Zen gesetzt. Eine von vielen Möglichkeiten Zen zu verstehen.
Hier noch mal etwas auf englisch dazu.
http://wwzc.org/dharma-text/begin-here-five-styles-zen
Auch hier noch mal etwas auf Englisch dazu. Thema des (ziemlich aktuellen) Sammelbandes, aus dem das Zitat stammt, ist zwar 'Achtsamkeit', aber das passt schon. 'Manager-Zen' ist nur ein Unterangebot des breiter aufgestellten 'Mindful Business', 'Corporate Mindfulness', 'Integral Business Leadership' usw. usf. - da die Namen meistens eingetragene Trademarks sind (bei 'Zen' kommt man da billiger davon) gibt es entsprechend viele. Ist ein bißchen wie bei Waschmittel - vor allem die Verpackungen unterscheiden sich. Wenn man meint, eine deutlichere "Vorstellung" davon zu benötigen, kann man sich im Juni mal da umsehen.

Der im folgenden zitierte Autor ist Leiter der zenbuddhistischen Gemeinschaft Viento del Sur (in Argentinien), die wiederum zur Diamond Sangha gehört. Er zitiert hier seinerseits David Loy und Bhikku Bodhi.

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The problem is when the teachings are compartmentalized and isolated, taking just one aspect that ends up betraying and threatening the whole body of them, which is the same as threatening life itself. This is what seems to be happening in the West with the boom of mindfulness in the corporate context. It is promoted as a way to sustain and perpetuate, without questionings, an intrinsically evil system that originates not only personal suffering but also social and ecological suffering.

Something that belongs to an ancient tradition of wisdom, as well as an ethical and spiritual path, is manipulated and cut out. It is turned into a technique for obtaining results. It’s promoted with the use of measurable scientific foundations. Beautifully packaged and sold as a consumer product. It’s encouraged by the promise of greater performance, efficiency and productivity. It’s all within an unchallenged and unconfessed system that exploits human life and nature basically for the benefit of a few; perpetuating an escalating spiral of unsustainable economic growth. Devoid of any sense linked to being and the mystery of life and existence. Foreign to any clear model of good living in harmony and solidarity with all other beings ... Welcome, at this point you have arrived to the dark, although irresistibly seductive, heart of Western modern culture: institutionalized greed and ignorance, and you have embraced its faith: The Market Religion.

Up to now, the mindfulness movement has avoided any serious consideration of why stress is so pervasive in modern business institutions. Instead, corporations have jumped on the mindfulness bandwagon because it conveniently shifts the burden onto the individual employee: stress is framed as a personal problem, and mindfulness is offered as just the right medicine to help employees work more efficiently and calmly within toxic environments. Cloaked in an aura of care and humanity, mindfulness is refashioned into a safety valve, as a way to let off steam - a technique for coping with and adapting to the stresses and strains of corporate life.
Ron Purser and David Loy, Beyond McMindfulness (http://www.huffingtonpost.com/ron-purse ... 19289.html)

The same author of this statement has written a letter to William George, an important figure in the “mindfulness in business” movement, a current Goldman Sachs board member, who has also been on the corporate board of Exxon Mobil since 2005. The letter was published with the title: Can Mindfulness Change a Corporation? In it, David Loy, with all respect and sincerity asks Mr. George:

I would like to learn how, in the light of your meditation practice, you understand the relationship between one’s own personal transformation and the kind of economic and social transformation that appears to be necessary today, if we are to survive and thrive during the next few critical centuries. How does your concern for future generations express itself in your activities as a board member of these corporations (among others)? (...) What I’m concerned about is the “compartmentalization” of one’s meditation practice, so that mindfulness enables us to be more effective and productive in our work, and provides some peace of mind in our hectic lives, but does not encourage us to address the larger social problems that both companies (for example) are contributing to. Today the economic and political power of such corporations is so great that, unless they became more socially responsible, it is difficult to be hopeful about what the future holds for our grandchildren and their grandchildren.
David Loy, Can Mindfulness change a corporation? (http://www.buddhistpeacefellowship.org/ ... rporation/)

He never received an answer. The dark side we are referring to and warning about, is clearly expressed in the admonition by Bhikkhu Bodhi, an outspoken western Buddhist monk: ”absent a sharp social critique, Buddhist practices could easily be used to justify and stabilize the status quo, becoming a reinforcement of consumer capitalism.(Quoted by Ron Purser and David Loy, Beyond McMindfulness)"

Ricardo Toledo, I vow with all beings: From McMindfulness to Bodhisattva Mindfulness
The Journal of the International Association of Buddhist Universities (JIABU)
Volume VIII, 2016 (Buddhism and Mindfulness)
S. 37 f

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