Zeitgenössische Zen-Kunst?

Moderator: void

Ich lese gerade das Buch "Die Kultur des Zen" von Thomas Hoover. Die Darstellung endet 1865 mit der Tokugawa-Periode. Ist das wirklich das Ende? Gibt es zeitgenössische Kunst des Zen?
Inspiriert vom Zen ist der Film "Arrival". Bild Es geht um (grafische) Sprachen und wie diese Menschen verändern. Ich finde den Film absolut sehenswert.
man muss aber verstehen, dass es keine zen-(aus)form(ung) (kunst) geben kann. wer immer sich so versucht einen namen zu machen, praktiziert kein zen. ein zen praktizierender ist kein "künstler".
warum nich einfach so?:

https://shambhala-koeln.de/kunst/
Zitat:

"Praxis in den Shambhala-Zentren

In den Shambhala-Zentren finden viele Programme im Bereich der kontemplativen Künste statt. Diese Disziplinen sind kein Ersatz für den spirituellen Pfad, sondern sollen ihn ergänzen und bereichern. Jede Kunst, jede künstlerische Tradition kann eine kontemplative Kunst sein, wir müssen nur bereit sein, in sie hineinzutauchen und sie nicht als ein Mittel zu benutzen, unser Ego, unsere eigene konzeptuelle Version der Welt, zu verbreiten."
ebd:
Haben wir Kontakt zur erwachten Natur unseres Geistes gemacht – dies tun wir mit Hilfe der Achtsamkeits/Gewahrseins-Praxis – dann können wir die Dinge so sehen, wie sie sind. In der Kunst können wir Wege finden, diese Sicht ohne Kampf oder zielorientiertes Denken auszudrücken.


Ja, wenn.
Ansonsten bleibt der "künstlerische Ausdruck" einer der Subjekt-Objekt-(Ich-)Verhaftung. Wenn z.b. künstlerische, kunsthandwerkliche oder angewandte Kunst, wie Kochen, Gärtnern, Musik zum Zwecke zu ... und: im Speziellen, ausgeübt wird, ist das kein wirklichkeitsgetreuer Ausdruck. Und ich meine, da hilft es auch nicht, wenn Shambala die Kreativität seiner "Adepten" postneumodisch zu sg. "Dharma-Kunst" verklärt. Eine Kunstfertigkeit welche sich konform des WEGES (mit-)bewegt, (aus) gestaltet, wird nicht grundlos als 'Do' "klassifiziert", wie z.b. der Kadō (華道, dt. „Weg der Blumen“)
zum ein einen sind wir keine "Adepten"(sprich "Jünger")
zum anderen wird da nix zur postneumodischen "Dharma-Kunst" verklärt,wie kommstn dadrauf...??
was zb Kado anbelangt ist da die Ehefrau des verstorbenen Bogenmachers Kanjuro Shibata Sensei eine hervorragende "Lehrerin"bei Shambhala...und das seit Jahrzenten.
oder auch Kyudo:



Ich finde, du wirst gerne mal ganzschnell unterschwellig beleidigend, merkst du das?...und im Gegenzug wirfst du deinem Gegenüber dann genausoschnell "Übergiffigkeit"vor...muss das so??
Und zu Kado:




kado.shambhala.info hat geschrieben:
Shambhala Kado
Rigden School of Ikebana

One of the wishes of The Vidyadhara Chögyam Trungpa Rinpoche was to create a new school of Ikebana, in which the Shambhala and Buddhist dharma were transparently revealed and accessible to everyone.

In 2003 The Sakyong Mipham Rinpoche gave his blessings for Shambhala Kado to be established in the culture and arts of Shambhala. The school began with Marcia Wang Shibata, who continues teaching and expanding the school, along with some of her close students, many of who are Kado Instructor trainees.

The word Kado is Chinese, meaning “Way or Path of Flowers,” and is utilized to claim the Chinese cultural origin and lineage of the contemplative art and practice. Japan imported the way from China some 1600 years ago and eventually changed the name of the practice to Ikebana, meaning “Natural Flowers.”

Shambhala Kado is based on the truth of nature. The exercises, study, investigations, and practice reflect this view; the goal being that the practitioner him/herself will eventually manifest as naturally and with as much relaxation as the materials they handle, observe and place in arrangements. Through Kado, students practice intimacy with their own natures/minds and how they are interdependently related to the universe.
Samten hat geschrieben:
Ich finde, du wirst gerne mal ganzschnell unterschwellig beleidigend, merkst du das?...


Ich schrieb "zur Sache" und nicht zur Person. Wusste auch nicht, dass das deine Sangha ist, - stand ja nicht dabei.
wird da nix zur postneumodischen "Dharma-Kunst" verklärt
Die Website, auf die du verlinkt hast mal angucken ?
Dies ist die Praxis der „Dharma-Kunst“. So kann ein Dharma-Kunstwerk Gesundheit und Würde einer Situation zum Ausdruck bringen. Ehrlich gesagt, ich ahne es zwar, möcht aber gar nicht wissen, warum da ausgerechnet "Gesundheit" steht.
Es gibt wahrscheinlich viele Künstler, die Zen-Kunst machen ohne es zu wissen. Ich denke, dass viele Künstler zumindest in ihrem speziellen Bereich fähig sind, ihre Kunst unbeeinflusst geschehen zu lassen, selbst wenn sie sich nicht mit Spiritualität befassen. So entstandene Kunst spricht dann tiefere Ebenen an und der Betrachter/Zuhörer merkt das, ohne es beschreiben zu können, was diese Qualität ausmacht. Manche setzen dann eher auf Drogen, wenn sie merken, dass da zu viel blockierendes Ego im Spiel ist, aber das ist natürlich nur eine Notlösung.

Bei manchen Sportlern hat man ja auch den Eindruck, dass sie im entscheidenden Moment einfach nur da sind. Ich denke da z.B. ans Skispringen. Wieso springt da einer monatelang wie von einem anderen Stern und plötzlich ist die Luft wieder für lange Zeit raus und der Springer kann tun und machen was er will, aber es bringt nichts. Das können die auch nicht erklären, aber sie sprechen u.A. davon, dass ein guter Sprung einfach geschieht und das ganze Training und die Fitnesswerte sind nur die Basis, aber das Entscheidende kann man nicht machen, sondern kann es nur geschehen lassen. Ist ein gelungener Skisprung dann nicht auch Zen-Kunst?
@ samten:

ebd:

Wenn wir klar sehen, wissen wir, was gebraucht wird und was wir für die Situation tun können. Marcia Wang Shibata.
Teure Seminare ? :doubt:

Ps: Werbung bitte unter Veranstaltung posten. Shambala ist kein "Zen Verein".
shambala:

Vision
Im Laufe der Geschichte haben Frauen und Männer Immer wieder versucht, eine erleuchtete Gesellschaft zu schaffen,



mann oh mann. du traust dir was. :mrgreen:
Morpho hat geschrieben:
@ samten:

ebd:

Wenn wir klar sehen, wissen wir, was gebraucht wird und was wir für die Situation tun können. Marcia Wang Shibata.
Teure Seminare ? :doubt:

Ps: Werbung bitte unter Veranstaltung posten. Shambala ist kein "Zen Verein".




und, was is denn schon "teuer"? wem is was wert? sollte jeder für sich entscheiden
und Werbung hab ich keine gemacht.
kein "Zen-Verein"..hat das iwer behauptet...?
Morpho hat geschrieben:
shambala:

Vision
Im Laufe der Geschichte haben Frauen und Männer Immer wieder versucht, eine erleuchtete Gesellschaft zu schaffen,



mann oh mann. du traust dir was. :mrgreen:



wenndes mir nicht zutraust, dann nimm dir halt den Erwachten als Beispiel... :rose:
..oder einfach dich selbst...noch besser
Ich meinte, du traust dir ja was, so ne Inhalte hier im Forum zu verlinken. Könnte ja einer kommen und "auseinander nehmen". Aber wir sind ja faktisch unter uns. Und es ist dein Verein. Und gut is.
Morpho hat geschrieben:
Ich meinte, du traust dir ja was, so ne Inhalte hier im Forum zu verlinken. Könnte ja einer kommen und "auseinander nehmen". Aber wir sind ja faktisch unter uns. Und es ist dein Verein. Und gut is.


aah, ich hab dich wohl völlig falsch verstanden :)) :rose:
ich hab nix "zu verteidigen", mach mein "Ding" sogut es mir möglich scheint und das wars dann auch....eben, und gut is..
Samten hat geschrieben:
Shambhala Kado
Rigden School of Ikebana ...


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Auch ist Werbung für kommerzielle Angebote grenzwertig.
erstens hab ich den Text nicht "verfasst"
zweitens ist das keine Werbung für ein kommerzielles Angebot (lies einfach den Verlauf, um was es ging)
und drittens:bist du hier kein Mod...kannst es ja gerne melden wenns dir nicht passt!!!
keinen Arrsch juckt's wenn hier "tonnenweise" PK reinkopiert wird, oder??
könnte doch auch als "Werbung" verstanden werden....
Ich spring mal kurz ein, da void gerade krank ist und um Vertretung gebeten hat.

erstens hab ich den Text nicht "verfasst"

Da ist für die Regel völlig unerheblich, mit "verfassen" ist reinkopieren im Sinne des Erstellen eines Beitrags gleichermassen gemeint.

Aber: solange mal einzelne Abschnitte gepostet werden und nicht ständig alles auf Englisch erscheint, ist das i.O. - das haben wir ja schon öfter erklärt, dass es bei der Regel v.a. um zwei Dinge geht: Sprachen die die Moderatoren nicht verstehen, können nicht moderiert werden und werden daher eher gelöscht. Ansonsten sollte es Einzelfall bleiben, die Forensprache ist nun mal Deutsch und es sollte schon das Ziel sein, dass es jeder versteht.

zweitens ist das keine Werbung für ein kommerzielles Angebot (lies einfach den Verlauf, um was es ging)

Das sehe ich hier auch nicht. Es war im Kontext und es soll ja nun auch die Quelle angegeben werden. Natürlich war der letzte Satz werbeartig formuliert, aber das ist wohl eher flüchtig beim Reinkopieren passiert. Das habe ich jetzt entfernt und die Quelle anders kenntlich gemacht. Ob das OT war, kann ich nicht so recht beurteilen und überlasse das dann void, sollte das noch weiterhin akut sein.

und drittens:bist du hier kein Mod...kannst es ja gerne melden wenns dir nicht passt!!!

Solange Mitglieder auf freundliche Weise auf bestimmte Dinge mitachten und so vllt. sogar den Mods die Arbeit erleichtern, finde ich das völlig i.O. Ansonsten bringt es tatsächlich mehr, Sachen zu melden als sich öffentlich darüber zu beschweren, wo dann die Diskussion schnell mal ins OT über die Beschwerde abgleitet.
ich dank dir.. :like:
Trotzdem ist Shambala s "kontemplative Dharma-Kunst" Workshop kein Beispiel für eine von Zen geprägte "Kunst". Das hat sich noch nicht mal jemals Zen-Kunst genannt, grad weil sie ungekünstelt ist auch keinen Gewinn anstrebt. Ne Kontemplative (wiki: Betrachtung eines geistigen, ungegenständlichen Objekts...) seh ich da auch nicht.
http://www.artinfo24.com/pictures/hokus ... nagawa.jpg

Ich weiß nicht ob das Zen-Kunst oder Zen inspirierte Kunst ist.
Kennt ihr ähnliche Holzschnittkunst?

Oder wie steht es mit diesem:

https://data.ukiyo-e.org/mfa/images/sc129310.jpg

:?:
gbg hat geschrieben:
http://www.artinfo24.com/pictures/hokusai_welle_kanagawa.jpg
https://data.ukiyo-e.org/mfa/images/sc129310.jpg


Beides nicht. Das ist "Ukiyo-e". Heute würde man sagen Unterhaltungskunst - die auch ihre Themen vorwiegend in der Welt der Unterhaltungen ("Bewegte Welt") fand.
Gisela Drescher ist Zen-Lehrerin und Künstlerin. Ob sie aber Zen-Kunst macht, weiß ich nicht.
Moosgarten hat geschrieben:
gbg hat geschrieben:
http://www.artinfo24.com/pictures/hokusai_welle_kanagawa.jpg
https://data.ukiyo-e.org/mfa/images/sc129310.jpg


Beides nicht. Das ist "Ukiyo-e". Heute würde man sagen Unterhaltungskunst - die auch ihre Themen vorwiegend in der Welt der Unterhaltungen ("Bewegte Welt") fand.


Schönheit der Bewegung, das sehe ich auch im ersten Bild so.
Aber man beachte de rafinierten Standpunkt des Beobachters. Sehr in Ordnung. Wie das Bild selbst.

Alles Gute
gbg hat geschrieben:
Schönheit der Bewegung, das sehe ich auch im ersten Bild so.
Aber man beachte de rafinierten Standpunkt des Beobachters. Sehr in Ordnung. Wie das Bild selbst

Hat nur nix mit "Zen" zu tun.
Catherine Lee? Vielleicht...
Es gibt einige visuelle Grundlagen, die sich in den Kulturen sehr unterscheiden. Der Psychologe Richard Nisbett hat das in seinem Buch "The Geography of Thought" herausgearbeitet.

Eine verblüffende Sache dabei war, dass die Beziehung zwischen Vordergrund und Hintergrund anders gedacht wird. Im Westen überweiegt eine Denkeweise, in der man sich auf den Vordergrund konzentriert und sich z.B wenn man ein Bild aus dem Gedächtnis wiedergeben soll, sich besonders gut an den Vordergwrgund erinnert. Und auch besser erkennt, wo das selbe Vordergrgundelment vor unterschielichen Hintergründen zu sehen ist.

In Ostasien jedoch tritt der Hintergrund nicht zurück, man behandelt Hintergrund und Vordergrund nicht verschieden und kann sich genauso gut an den Hintergrund wie den Vordergrund erinnern.

Dieser Unterschied korrespondiert mit Unterscghieden in anderen Bereichen. So wird Kleinkinder in Japan die Welt eher über Verben nachegebracht während europäische Mütter dazu neigen, zusammen mit ihren Kindern Dinge zu bennenen ("Das ist ein Hund") - also von Nomen ausgehen.

Ich glaube, dass dies auch sehr eng mit den philosophischen und spirituellen Traditionen verknüpft ist. Nicht von "festen Ich-Kernen" auszugehen ist ja sehr verwandt damit ob sich der Vordergrund im Hintergrund auflöst.

In vielen Zen-Kallgraphien ist es so, dass das optische Spannungfeld zwischen Form und freien Raum, die Bedingtheit von Form insgesamt ausdrückt.

Auch bei japanischen Künstlern, die mit Zen so direkt nichts am Hut haben, spielen solche Themen mit rein. So mag ich Takashi Murakamis Superflat Idee, wo er in so einer Pop-Kultur-Oberflächlichkeit den Unterschied zwischen dem Bedeutenden und dem Belanglosen leugnet (The Meaning of the Nonsense of the Meaning).
Hier is n deutscher Artikel zum Thema unterschiedliche Wahrnehmung, usw.

http://www.deutschlandradiokultur.de/hi ... _id=318333

Ich sah auch mal eine Doku dazu, die ich ganz gut fand, aber ich finde sie leider nicht mehr.
Spock hat geschrieben:
Hier is n deutscher Artikel zum Thema unterschiedliche Wahrnehmung, usw.

http://www.deutschlandradiokultur.de/hi ... _id=318333

Ich sah auch mal eine Doku dazu, die ich ganz gut fand, aber ich finde sie leider nicht mehr.


Ja, wobei ich nicht weiss, ob das noch zum thema "Zeitgenössische Zen-Kunst?" passt, oder schon off-topic wird.

Mir geht es ja öfter mal umgekehrt: Bei manchen Zen-Texten hatte ich das Gefühl, dass das darin zum Ausdruck kommende Verhältnis zur Natur sehr anders ist. Also z.B zum Regen, zu Wolken usw. Und da hatte ich dann bei bestimmten japanischen Bildern (Kokusai, Hiroshige) ein Aha-Erlebnis des Wiederkennens.

Es drückt sich also nicht in diesen Bildern ( die ja ganz weltlich gedacht sind) Zen aus, sondern es ist so, dass beidem ein bestimmtes Weltverhältnis zugrude liegt, das öfter mal sehr anderes ist als das unsere.

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