Zen-Priester unter Missbrauchsverdacht

Moderator: void

Ah ja, ich hatte vergessen, dass er sich im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen (Schlaganfall im Vorjahr?) beurlaubt hatte, er war aber im Sommer im Jotoku-ji, hab ihn da also nur knapp verfehlt.
Moosgarten hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Hozumi Gensho Roshi hat doch bereits entschieden und den - von ihm eingesetzten Leiter wieder abgesetzt bzw. gestrichen.

Wie kommst du denn darauf? Setz bitte keine Gerüchte in die Welt. Hozumi Gensho Roshi residiert in Japan, Kameoka.


Im Februar kannst du ihn ja fragen -
http://www.zen-meditation-dinkelscherbe ... ho-roshi-2

Und wenn du auf der Seite mal hinschaust, da findest du kein Bild mehr, auf dem er zu sehen ist. Er existiert da nicht mehr.
Morpho hat geschrieben:
tychiades:
Hozumi Gensho Roshi hat doch bereits entschieden und den - von ihm eingesetzten Leiter wieder abgesetzt bzw. gestrichen.


Davon hat man auch nix gehört. Richtig ist, dass Genpo seit Frühjahr 16 keine Arbeit mehr übernommen hat. Hattest du nicht von einem Termin der Verhandlung im November gesprochen ?


Ja - das war von der Augsburger Staatsanwaltschaft bzw. dem Landgericht. Das scheint noch zu laufen, bis Ende Januar.
Tychiades hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Hozumi Gensho Roshi hat doch bereits entschieden und den - von ihm eingesetzten Leiter wieder abgesetzt bzw. gestrichen.

Wie kommst du denn darauf? Setz bitte keine Gerüchte in die Welt. Hozumi Gensho Roshi residiert in Japan, Kameoka.

Im Februar kannst du ihn ja fragen -
http://www.zen-meditation-dinkelscherbe ... ho-roshi-2

Ich bin im Frühjahr wieder in Kameoka, da werde ich ihn sicher treffen.
Bis dahin wird auch hoffentlich das Gericht zu einem Ergebnis gekommen sein.

Tychiades hat geschrieben:
Und wenn du auf der Seite mal hinschaust, da findest du kein Bild mehr, auf dem er zu sehen ist. Er existiert da nicht mehr.

Das sind lediglich die Verlautbarungen der "Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V." und nicht des Myōshin-ji oder von Hozumi Gensho Roshi.
https://twitter.com/doringenpo?lang=de

Vielleicht kann ja jemand mal retweeten - auf twitter ist noch was aktiv.
Auf fb offenbar auch, geht wohl schlecht ausm Knast.
hatte ich nicht gelesen, aber was auf Wiki steht, läßt sich ja wohl kaum verbergen.
Dann bitte ich darum in meinem post und auch im Zitat den Namen zu streichen. Danke.
Moosgarten hat geschrieben:
verrückter-narr hat geschrieben:
Für mich sind dies klare Indizien, dass die Vorwürfe stimmen. Wären sie unbegründet, würden sich sowohl die Ehefrau, sein Lehrer Hozumi Gensho Roshi als auch seine Schüler, sich nicht von ihm distanzieren, sondern wohl zu ihm halten.

Darüber entscheiden im Rechtsstaat Deutschland immer noch die Gerichte und nicht die Ehefrau, oder irgendwelche privatrechtlichen Organisationen.
Und wo distanziert sich denn Hozumi Gensho Roshi?

Nein, die Gerichte entscheiden letztendlich nur darüber, ob eine möglicherweise begangene Tat auch strafrechtlich zu bewerten ist und ob die betreffende Person möglicherweise für die angelastete Tat strafrechtlich zu belangen ist und in welchem Ausmass. Die Gerichte entscheiden aber nicht darüber, ob die betreffende Person die Tat auch wirklich begangen hat. Dies könnte aber womöglich eine Ehefrau, oder die Schüler eines Zen-Priesters besser entscheiden und beurteilen, da sie die betreffende Person besser kennen und eher merken, wenn diese die Unwahrheit sagt, was die allermeisten Täter auch nach erwiesener Tat immer noch tun bzw. die Taten immer verharmlosen und kleinreden. Generell werden in Deutschland und in den meisten anderen Länder dieser Welt, sexuel unheilsame Handlungen wie sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch sehr selten überhaupt zur Anzeige gebracht und danach auch selten wirklich strafrechtlich verfolgt, auch wenn der Täter die Taten nachweislicht begangen haben.
Hier einige Beispiele:
http://www.spiegel.de/spiegel/sexueller ... 23230.html
http://blog.buddhistische-sekten.de/?p=396
https://buddhism-controversy-blog.com/2 ... ual-abuse/
https://buddhism-controversy-blog.com/2 ... er-dakini/
verrückter-narr hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
verrückter-narr hat geschrieben:
Für mich sind dies klare Indizien, dass die Vorwürfe stimmen. Wären sie unbegründet, würden sich sowohl die Ehefrau, sein Lehrer Hozumi Gensho Roshi als auch seine Schüler, sich nicht von ihm distanzieren, sondern wohl zu ihm halten.

Darüber entscheiden im Rechtsstaat Deutschland immer noch die Gerichte und nicht die Ehefrau, oder irgendwelche privatrechtlichen Organisationen.
Und wo distanziert sich denn Hozumi Gensho Roshi?

Nein, die Gerichte entscheiden letztendlich nur darüber, ob eine möglicherweise begangene Tat auch strafrechtlich zu bewerten ist und ob die betreffende Person möglicherweise für die angelastete Tat strafrechtlich zu belangen ist und in welchem Ausmass. Die Gerichte entscheiden aber nicht darüber, ob die betreffende Person die Tat auch wirklich begangen hat.

Sie entscheiden unter Würdigung der Beweislage. Diese vorzubringen, ist Job der Ermittlungsbehörden.

Dies könnte aber womöglich eine Ehefrau, oder die Schüler eines Zen-Priesters besser entscheiden und beurteilen, da sie die betreffende Person besser kennen und eher merken, wenn diese die Unwahrheit sagt,

Dann entscheiden sie nach Gefühlslage - und das ist der entscheidende Unterschied.

was die allermeisten Täter auch nach erwiesener Tat immer noch tun bzw. die Taten immer verharmlosen und kleinreden.

Das wissen ja wohl auch die Gerichte.
Buddhismus Aktuell berichtet nun auch über die Vorfälle
http://buddhismus-aktuell.de/meldungen/ ... ndern.html

Tenzin Peljor meldet sich auch zu Wort
worin besteht der Neuigkeitswert? Dass die sich "zu Wort melden"? Mit Infos, die 3 Monate alt sind?
Moosgarten hat geschrieben:
worin besteht der Neuigkeitswert? Dass die sich "zu Wort melden"? Mit Infos, die 3 Monate alt sind?


Braucht es für "Zwischenträgerei" irgendeinen Neuigkeitswert oder gar Fakten?

ABSTEHEN VON ZWISCHENTRÄGEREI
2. Zwischenträgerei hat er verworfen, von Zwischenträgerei steht er ab. Was er hier gehört hat, erzählt er dort nicht wieder, um jene zu entzweien; und was er dort gehört hat, erzählt er hier nicht wieder, um diese zu entzweien. So einigt er Entzweite, ermutigt die Geeinigten, an Eintracht hat er Freude und Gefallen, und Eintracht fördernde Worte spricht er.


Ein Zwischenträger ist ein solcher, der es mit zwei Parteien zugleich hält und zwischen beiden das, was er in Erfahrung gebracht, gewöhnlich ausspioniert hat, hin und her trägt. Auch wenn jemand das, was über eine Person in deren Abwesenheit Übles gesagt worden ist, dieser hinterbringt, so nennt man das Zwischenträgerei. Zuträger heißt der, welcher einer Person, namentlich einem Vorgesetzten alles hinterbringt, was, namentlich von seinen Untergebenen, gesprochen oder getan wird. Während der Zwischenträger hin und her trägt und so beiden Parteien schadet, überbringt der Zuträger seine Nachrichten nur einer Partei: dem Vorgesetzten oder der Person, von der er als Dank für seine Zuträgerei Förderung erwartet. Teilt jemand den Behörden oder Vorgesetzten solche Dinge mit, die dem, der sie begangen hat, durch das Bekanntwerden Schaden bringen, z. B. Übertretung irgend einer Verordnung, tadelnde Reden über den Vorgesetzten usw., so nennt man einen solchen Zuträger einen Angeber oder Denunzianten. Ein starkes deutsches Sprichwort sagt: "Der schlimmste Schuft im ganzen Land, das ist fürwahr der Denunziant." Geschieht dieses Angeben in hinterlistiger und hetzerischer Weise, um die Behörde oder den Vorgesetzten nach und nach gegen jemand einzunehmen, so nennt man einen solchen Angeber einen Zubläser, oder, wenn man die Heimlichkeit seines Treibens noch stärker hervorheben will, einen Ohrenbläser. Auch das Fremdwort Sykophant (von gr. sykon, die Feige, und phainein, anzeigen, also eigentl. der Feigenangeber, d. i. der, welcher in Athen anzeigte, wenn jemand gegen das Verbot Feigen unverzollt oder unversteuert ausführte oder verkaufte) wird für Denunziant zuweilen verwendet; doch ist es nicht so üblich wie Denunziant.


Solange der Betreffende nicht verurteilt wurde, gilt die Unschuldsvermutung. Wenn er aus Mangel an Beweisen frei gesprochen wird, ist er unschuldig. So ist die Rechtslage. Jeder kann natürlich einen anderen moralisch verurteilen, besonders diejenigen, die sich für moralisch besser ansehen.
Moosgarten hat geschrieben:
worin besteht der Neuigkeitswert?

1. darin, dass der Verdächtigte nach wie vor in U-Haft ist, 2. dass die Ermittlungen noch andauern und frühestens "in wenigen Wochen" abgeschlossen sein könnten (! - es war letztes Jahr noch von November '16 die Rede) und 3. dass die Staatsanwaltschaft keine Angaben macht (oder machen darf) ob mittlerweile ein Geständnis vorliegt oder nicht. Das Andauern von Ermittlungen und U-Haft lässt da allerdings eine naheliegende Vermutung zu. Sodann, dass er 4. nicht mehr Vizepräsident des Weltverbandes der Buddhisten (WFB) ist, was der Webseite der WFB nur indirekt zu entnehmen war.

Eher kyptisch ist die Formulierung "ehemaliger Vorstand und Ehrenrat der Deutschen Buddhistischen Union" - ob das sich "ehemaliger" lediglich auf "Vorstand" (Vorstands- bzw. Ratsmitglied war er 1985 bis 2008) oder auch auf "Ehrenrat" bezieht, ist unklar. Das Ehrenamt wurde 2008 von der Mitgliederversammlung verliehen und kann mE auch nur von ihr entzogen werden - was beim derzeitigen Stand (nicht einmal eine Anklageerhebung) einer Vorverurteilung gleich käme. MV ist ohnehin erst Ende April. Möglicherweise gab es aber auch einen Rücktritt vom Ehrenamt. Aber da bin ich dann schon wieder im Bereich blanker Spekulation.

()
zu 1/2/3
Woher weißt du das? Steht im Artikel der buddhismus-aktuell nicht drin.
zu 4.
m.W. ist er vor seiner Japanreise im Mai von allen Ämtern zurückgetreten.
Moosgarten hat geschrieben:
zu 1/2/3
Woher weißt du das? Steht im Artikel der buddhismus-aktuell nicht drin.

Das steht in dem verlinkten Online-Artikel:
1.: "Seit einem halben Jahr sitzt ein Zen-Priester aus der Region Augsburg nun bereits in Untersuchungshaft." - mit Datum 02.02.2017
2.: "In einem Telefonat mit „BUDDHISMUS aktuell“ erklärte der Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft, Matthias Nickolai, dass die Schwere der Tatvorwürfe die Untersuchungshaft unabdingbar gemacht habe. Aus diesem Grund seien auch die mehrere Monate dauernden gründlichen Ermittlungen notwendig gewesen. Diese seien zur Zeit noch nicht abgeschlossen, könnten es jedoch möglicherweise in wenigen Wochen sein." (Unterstreichung von mir)
3.: "Ob ein Geständnis vorliegt, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft aus Gründen der Geheimhaltungspflicht nicht sagen."

Kann es sein, dass ich einen anderen Artikel gelesen habe als Du? Oder dass Du das Datum der Meldung übersehen hast?

Moosgarten hat geschrieben:
zu 4.
m.W. ist er vor seiner Japanreise im Mai von allen Ämtern zurückgetreten.

Von allen Ämtern in der Hakuin Zen Gemeinschaft - die übrigens schon seit einigen Jahren nicht mehr in der DBU ist. Der Mann ist seither Einzelmitglied der DBU.

Einen Rücktritt von den DBU-Funktionen (Delegierter bei der WFB, Ehrenrat) und dem WFB-Amt gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

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Sudhana hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
worin besteht der Neuigkeitswert?

1. darin, dass der Verdächtigte nach wie vor in U-Haft ist,

Wie kommst du darauf?
2. dass die Ermittlungen noch andauern und frühestens "in wenigen Wochen" abgeschlossen sein könnten (! - es war letztes Jahr noch von November '16 die Rede) und 3. dass die Staatsanwaltschaft keine Angaben macht (oder machen darf) ob mittlerweile ein Geständnis vorliegt oder nicht. Das Andauern von Ermittlungen und U-Haft lässt da allerdings eine naheliegende Vermutung zu.

Aus der Gerichtstafel des Landgericht Augsburg , die online ist, lässt sich kaum genaues entnehmen. Es gibt da ein verfahren, das nun bis Ende Februar läuft, aber ob das nun das entsprechende ist, lässt sich nur vermuten. Ob man Auskunft z.B. telefonisch bekommt, ist zweifelhaft. Es ist ja auch eine Verhandlung vor der Jugendkammer, die dann auch nicht öffentlich sein dürfte.

Wenn man die Stellungnahmen der links ansieht, so nehmen sie nur den Fall auf, um dann ihre Ansichten zu Mißbrauch allgemein oder in anderen Fällen auszubreiten - man bringt sich also am Beispiel dieses Falles mit seinen Sachen ins Spiel und hat als Grundlage nach wie vor einen alten Artikel der Ausgsburger Nachrichten vom Oktober. Seither ist nichts dazu gekommen.

Ich verlinke nochmal den Artikel vom Oktober. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft hat da nichts neues erzählt.
http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 96982.html
Sudhana hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
zu 1/2/3
Woher weißt du das? Steht im Artikel der buddhismus-aktuell nicht drin.

Das steht in dem verlinkten Online-Artikel:
1.: "Seit einem halben Jahr sitzt ein Zen-Priester aus der Region Augsburg nun bereits in Untersuchungshaft." - mit Datum 02.02.2017

Aha. Aber die Quelle ist nicht genannt

2.: "In einem Telefonat mit „BUDDHISMUS aktuell“ erklärte der Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft, Matthias Nickolai, dass die Schwere der Tatvorwürfe die Untersuchungshaft unabdingbar gemacht habe. Aus diesem Grund seien auch die mehrere Monate dauernden gründlichen Ermittlungen notwendig gewesen. Diese seien zur Zeit noch nicht abgeschlossen, könnten es jedoch möglicherweise in wenigen Wochen sein." (Unterstreichung von mir)
3.: "Ob ein Geständnis vorliegt, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft aus Gründen der Geheimhaltungspflicht nicht sagen."

Ok, hab ich überlesen, war etwas irritiert, dass da ein alter Link auf die Augsburger kam, dachte die hätten das daher.

Sudhana hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
zu 4.
m.W. ist er vor seiner Japanreise im Mai von allen Ämtern zurückgetreten.

Von allen Ämtern in der Hakuin Zen Gemeinschaft - die übrigens schon seit einigen Jahren nicht mehr in der DBU ist. Der Mann ist seither Einzelmitglied der DBU.
Einen Rücktritt von den DBU-Funktionen (Delegierter bei der WFB, Ehrenrat) und dem WFB-Amt gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

OK
Morpho hat geschrieben:
vr:
was haltet ihr von diesen Pressemeldungen?


bis jetzt noch gar nix.
unter ausreisepflichtigen flüchtlingen sprechen sich auch diverse verhinderungsgründe rum.


Gibt es irgendeinen Anhaltspunkt, dass die besagte Flüchtlingsfamilie ausgewiesen/abgeschoben werden sollte?
mogun hat geschrieben:
Gibt es irgendeinen Anhaltspunkt, dass die besagte Flüchtlingsfamilie ausgewiesen/abgeschoben werden sollte?

Siehe Eröffnungsposting - die ersten beiden verlinkten Meldungen (wobei die zweite lediglich eine gekürzte / redigierte Version der ersten ist).

()
Anfang 2016 wurde den nächsten Angehörigen des kleinen ermordeten Mohamed aus humanitären Gründen unfristetes Aufenthaltsrecht zugestanden. Es sind Menschen aus den Balkanstaaten, die "unmittelbar von Abschiebung bedroht sind" (nach meiner Kenntnis)- doch ich warte Informationen zur Nationalität der Ankläger ab.
Das Telefonat der "Buddhismus aktuell" mit dem Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft hat ja nun nichts neues erbracht - wir kommt man überhaupt dazu zu fragen, ob ein Geständnis des Angeklagen vorliege? Und wenn das so wäre, dann wäre der Prozess ja bereits schnell zu Ende und man könnte auch die U-Haft beenden. Der Fall wäre ja klar. Da aber offensichtlich noch weitere Ermittlungen ausstehen, wie Zeugenvernehmungen, scheint hier nichts so klar zu sein.

Wer den Artikel der "Buddhismus aktuell" geschrieben hat, ist auch nicht klar. Vielleicht hat ja niemand mit dem Sprecher der Staatsanwaltschaft telefoniert?
Die BS Gelübde wären wohl dazu da, dass sich Zen Mönche nicht an die Gurgel gehen, sachte mal ein Bikkhu zu mir, und, dass wir Bilderstürmer wären, mit "Devotionalien" respektlos, ist auch verbreitet, und klar, wo will so ein Buddhist z.b. einen wie Warner einordnen, und heutzutage hat s ja auch so viele Säkulare, und dann laufen noch welche rum, tun wie sonst was, in Dauerschleife Opposition zur Sangha.
Tychiades hat geschrieben:
Das Telefonat der "Buddhismus aktuell" mit dem Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft hat ja nun nichts neues erbracht

Ich gehe davon aus, dass dieses Telefonat den aktuellen Sachstand - soweit in der Meldung dargestellt - wiedergibt. 'Aktuell' heisst am 02.02. (letzten Donnerstag) oder wenige Tage davor. Die Nachricht ist, dass Sachstand abgesehen davon, dass die Ermittlungen (vielleicht) igendwelche Fortschritte machen, über die man aber nichts verlauten lässt, seit einem halben Jahr unverändert ist. Diese Nicht-Nachricht ist auch eine Nachricht. Z.B. in Bezug auf die wohl noch bestehende U-Haft, die ja hier auch in Zweifel gezogen wurde. Wenn da steht, dass die jetzt (02.02.) seit einem halben Jahr andauert und die Verhaftung Ende Juli erfolgte, kann man sich das ausrechnen.
Tychiades hat geschrieben:
- wir kommt man überhaupt dazu zu fragen, ob ein Geständnis des Angeklagen vorliege?

Ich frage mich eher, wie die Staatsanwaltschaft dazu kommt, hier die Auskunft zu verweigern. Ich wüsste nicht, was an einer Auskunft "der Beschuldigte hat ein volles / ein Teilgeständnis abgelegt" oder "der Beschuldigte äußert sich nicht zu den Vorwürfen" oder "der Beschuldigte bestreitet die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe" rechtswidrig sein soll.
Tychiades hat geschrieben:
Und wenn das so wäre, dann wäre der Prozess ja bereits schnell zu Ende und man könnte auch die U-Haft beenden. Der Fall wäre ja klar. Da aber offensichtlich noch weitere Ermittlungen ausstehen, wie Zeugenvernehmungen, scheint hier nichts so klar zu sein.

Das hatte ich auch mit "naheliegende Vermutung" andeuten wollen. Um mal wieder zu spekulieren: die mangelnde Auskunftsfreudigkeit und die immer noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft deuten für mich darauf hin, dass man da nicht weiter kommt, aber noch nicht bereit ist, das Handtuch zu werfen. Aber vielleicht war ja der Staatsanwalt auch nur wegen einer länger andauernden Erkältung krank geschrieben ...

"Grundsätzlich beträgt die maximale Dauer der Untersuchungshaft sechs Monate. Eine Fortdauer über sechs Monate darf nur erfolgen, wenn die besondere Schwierigkeit oder der besondere Umfang der Ermittlungen oder ein anderer wichtiger Grund die Fortdauer rechtfertigen. Wurde die Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr angeordnet, liegt die maximale Grenze, unabhängig vom Umfang der Ermittlungen, bei 12 Monaten."
(Zitat von hier.)
Von Wiederholungsgefahr war nach meiner Erinnerung nicht die Rede - nur von Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Tychiades hat geschrieben:
Wer den Artikel der "Buddhismus aktuell" geschrieben hat, ist auch nicht klar. Vielleicht hat ja niemand mit dem Sprecher der Staatsanwaltschaft telefoniert?

Ich habe die Online-Redaktion per Email um Auskunft gebeten, an welchem Datum das Telefonat geführt wurde, so dass man die Aktualität des Sachstandsberichtes auch beurteilen kann. Das hätte eigentlich Bestandteil der Meldung sein müssen (wie auch die Kennzeichnung zumindest durch ein Autorenkürzel). Außerdem habe ich angefragt, ob bestätigt werden kann, dass die U-Haft zum Zeitpunkt des Telefonats noch andauerte - dass die Quelle dieser Information das Telefonat war, geht aus der Meldung nicht eindeutig hervor, was hier ja auch angemerkt wurde. Wenn ich Antwort erhalte, gebe ich die Info hier weiter.

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Tychiades hat geschrieben:
Das Telefonat der "Buddhismus aktuell" mit dem Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft hat ja nun nichts neues erbracht - wir kommt man überhaupt dazu zu fragen, ob ein Geständnis des Angeklagen vorliege? Und wenn das so wäre, dann wäre der Prozess ja bereits schnell zu Ende und man könnte auch die U-Haft beenden. Der Fall wäre ja klar. Da aber offensichtlich noch weitere Ermittlungen ausstehen, wie Zeugenvernehmungen, scheint hier nichts so klar zu sein.

Wer den Artikel der "Buddhismus aktuell" geschrieben hat, ist auch nicht klar. Vielleicht hat ja niemand mit dem Sprecher der Staatsanwaltschaft telefoniert?
Tatsachen gegen alternative Tatsachen, wer hat die Mehrheit oder schreit am lautesten nach Gehör. Nur die alternativen Tatsachen. Tatsachen sind nur, die brauchen nicht schreien.
Warum können wir uns da nicht gedulden, bis es eben keine Vorverurteilungen und Spekuationen sind, sondern etwas offiziell verlautbart wird?

Was speicht denn da- ausser Neugierde - dagegen?
Sudhana hat geschrieben:
Wenn ich Antwort erhalte, gebe ich die Info hier weiter.

Gerade eingegangen (leider nicht ganz so exakt, wie erhofft): Das Telefonat "fand wenige Tage vor Veröffentlichung der Meldung statt und tatsächlich befand sich der Zen-Priester zu dem Zeitpunkt nach wie vor in Untersuchungshaft."

()
void hat geschrieben:
Warum können wir uns da nicht gedulden, bis es eben keine Vorverurteilungen und Spekuationen sind, sondern etwas offiziell verlautbart wird?

Wo hast Du hier "Vorverurteilungen" wahrgenommen? Die telefonische Auskunft des Sprechers der Staatsanwaltwaltschaft bringt zwar wenig Neues und Konkretes (immerhin z.B. dass die Ermittlungen - nach einem halben Jahr U-Haft - in wenigen Wochen abgeschlossen sein könnten), aber das ist genau das, was man eine offizielle Verlautbarung nennt.

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Was mich sehr nachdenklich macht, ist der "Umgang" mit einem Ehrenmitglied der DBU, das man ja persönlich kennt und da würde ich mir doch auch einen persönlichen Besuch in Augsburg denken können. Aber offenbar denkt die DBU an so etwas nicht, oder?

Hat die DBU mal mit dem Anwalt reden können? Gab es ein Gespräch mit dem Verein der Hakuin Gemeinschaft?
Ellviral hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Das Telefonat der "Buddhismus aktuell" mit dem Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft hat ja nun nichts neues erbracht - wir kommt man überhaupt dazu zu fragen, ob ein Geständnis des Angeklagen vorliege? Und wenn das so wäre, dann wäre der Prozess ja bereits schnell zu Ende und man könnte auch die U-Haft beenden. Der Fall wäre ja klar. Da aber offensichtlich noch weitere Ermittlungen ausstehen, wie Zeugenvernehmungen, scheint hier nichts so klar zu sein.

Wer den Artikel der "Buddhismus aktuell" geschrieben hat, ist auch nicht klar. Vielleicht hat ja niemand mit dem Sprecher der Staatsanwaltschaft telefoniert?
Tatsachen gegen alternative Tatsachen, wer hat die Mehrheit oder schreit am lautesten nach Gehör. Nur die alternativen Tatsachen. Tatsachen sind nur, die brauchen nicht schreien.


Auch Tatsachen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern letztlich auch Ansichtssache und insofern ist der Begriff der alternativen Fakten garnicht so blöd.

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