Hallo an alle lieben Mitschreiber...

Moderator: void

Ich habe mich bereits vor zwei Wochen angemeldet, komme aber erst heute dazu mich vorzustellen.

Ich heiße Karsten und beschäftige mich seit meiner Jugend mit dem Buddhismus, wenn auch mehr oberflächlich. Ich habe in Deutschland studiert, lebe aber seit 2009 in Vietnam. 2012 habe ich mich entschlossen, meine akademische Karriere zu beenden und arbeite seitdem als Übersetzer für Japanisch und Vietnamesisch/Deutsch.

Seit dem Tod meines Vaters beschäftige ich mich nicht mehr nur oberflächlich mit dem Theravada-Buddhismus und dem vietnamesischen Thien, sondern auch praktisch. In der Stadt, in der ich lebe, gibt es neben zahlreichen Mahayana-Pagoden auch zwei Theravada-Tempel der Khmer-Minderheit sowie ein Thien-Meditationszentrum. Ich bin dort nicht so aktiv, versuche aber, die Uposatha-Tage in Pagoden beider Richtungen zu verbringen. Ich habe kein Interesse daran, Mönch zu werden. Ich verstehe mich als aktiver Laie.

Ich interessiere mich vor allem für Theravada sowie den vietnamesischen Thien, allerdings mehr in der traditionellen Ausrichtung. Ich lese zwar die Bücher von Thich Nhat Hanh, finde aber seine Interpretationen oftmals sehr "westlich" oder vielleicht besser gesagt "modernistisch". Ich werde später in meinen Forenbeiträgen vielleicht einmal darlegen, was ich darunter verstehe. Ich habe mich angemeldet, weil vieles für mich im Buddhismus verwirrend ist oder sogar widersprüchlich (für mich derzeit) ist. Aber auch das werde ich versuchen in Beiträgen auszuführen.

Ich freue mich auf nette Bekanntschaften hier. Wer Interesse an Buddhismus in Vietnam hat, kann mich gerne anschreiben - ich bin allerdings wirklich kein Experte, werde aber versuchen so gut es geht zu antworten.
Liebe Grüße Rudravarman (Karsten),

danke für Deine einführenden Worte. Das liest sich faszinierend 8)

Du hast auf jeden Fall nichts vollkommen falsch gemacht. Wenn ich aus dem Fenster sehe (Hamburg, 12:o5) - es ist bleigrau draußen, der Himmel kann Menschen erschlagen. An den meisten Bäumen hängt kaum noch ein Blatt; es nieselt so bei 6°C vor sich hin und es war die letzten Tage so und wird noch lange so bleiben :mrgreen:

Ich finde es toll, ein weiteres Mitglied hier im Forum zu haben, das in einer durch die buddhistische Kultur mit-geprägten Gesellschaft lebt. Einige der Diskussionen hier sind doch ziemlich verkopft und da kann eine gute Portion von 'aber in der gelebten Realität sieht das so aus...' nicht schaden
Deine Vorstellung erweckt mein Interesse, gerne möchte ich mehr davon lesen, was du widersprüchlich findest und inwiefern Thich Nhat Hanh modernistisch ist. :)

Manche Innovationen von ihm finde ich hervorragend. Beispielsweise hat mich sehr beeindruckt, dass das Musizieren eine große Rolle in seiner Praxis spielt, gemeinsam mit der Sangha. Und dass er versucht hat, körperliche Berührungen (Umarmungen) zwischen Ordinierten als Meditationsform einzuführen.
Solche Dinge sind vielleicht "westlich-modernistisch", aber ich kann sie gut nachvollziehen.
Boah, tolle Lebensgeschichte!

In der Stadt, in der ich lebe, gibt es neben zahlreichen Mahayana-Pagoden auch zwei Theravada-Tempel der Khmer-Minderheit sowie ein Thien-Meditationszentrum.

Mein Traum :-). In meiner Stadt (hier in D) gibt es ein kleines thailändisches Kloster, in dem nur Thai geredet wird (sogar die Homepage ist auf Thai) ...

Ich habe mich angemeldet, weil vieles für mich im Buddhismus verwirrend ist oder sogar widersprüchlich (für mich derzeit) ist.

Oh ja, das geht mir auch so. Es gibt hier im Forum Threads über Wiedergeburt ohne Ende. Und wenn man sie nicht beendet, gehen sie weiter ohne Ende ;-). Ich bin mal beim Stöbern auf die Texte von Ajahn Buddhadasa aus Thailand gestoßen. Er hat den Theravada in Thailand von über in Jahrhunderten gewachsenen Fehlinterpretationen von verschiedenen grundlegenden Texten "entschlackt" und neu interpretiert (nicht einfach auf moderne Art). Bei vielen Sachen habe ich mich wiedergefunden und war ganz happy, dass hier jemand eigentlich etwas schreibt wie ich es auch sehe.

Willkommen im Forum!
Herzlich Willkommen, Rudravarman,

Ich habe mich angemeldet, weil vieles für mich im Buddhismus verwirrend ist oder sogar widersprüchlich (für mich derzeit) ist.

Du wirst bemerken, es entwirrt sich proportional zum tieferen Verständnis der Lehre, verbunden mit der Zunahme einer inneren Gelassenheit, die das Annehmen dessen, was ist, so, wie es seiner Natur gemäß ist, ermöglichṭ.

LG mkha'

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