kal

Moderator: void

kal

Moin,
ich habe mich entschieden, mich hier anzumelden.
Ich bin kein Buddhist, auch wenn ich mich seit einigen Jahren für Buddhismus interessiere.
Vielmehr ist der spirituelle, mystische Kern aller Religionen, egal wie er genannt wird, ob Zen, Taoismus, christliche Mystik, Tasawwuf/Sufismus, Kabbala..., das was im Fokus meines Interesses steht. Dogmen, Rituale etc. stehen eher im Hintergrund und mögen für viele eine Hilfe oder Orientierung sein, aber der wesentliche Kern wird niemals getroffen.

Gautam Buddha, Jesus, Mohammed,... all die, die Erkannt haben, haben meiner Meinung nach nichts mit dem zu tun, was später aus ihren Überlieferungen gemacht wurde: Religiöse Institutionen. Sie waren frei von jedem Etikett, frei von Dogmen.
Dennoch erhoffe ich mir einige spannende Unterhaltungen und einen guten Austausch mit den Thematiken des Buddhismus, ich bin dafür offen. :)
Beste Grüße,
kal
Herzlich Willkommen, kal.
Akurat sitzende Etiketten sind nicht das wichtigste. :) Ich hoffe, Du kommst hier gut klar. In diesem Pool schwimmen viele verschiedene buddhistische Traditionen und vielleicht noch mehr deutsche Freigeister. Da sollte für Dich auch noch Platz sein.
Tsu Mie hat geschrieben:
Willkommen im Forum, kal. :-)

Du startest mit einer steilen Behauptung: "Die Religionen" fischen Deiner Meinung nach alle im Trüben?
"... der wesentliche Kern wird niemals getroffen." :?

Was ist für Dich der "wesentliche Kern"?


Erst einmal Danke.
Nein ich sage, dass die Überlieferungen missverstanden werden, sie werden nicht erlebt und auf diese Weise verstanden, sondern oft nur rein intellektuell. Das macht sie zu Dogmen, Glaubenssätzen.
Eine tiefe Erkenntnis neutralisiert das Festhalten an heiligen Schriften, Überlieferungen, Glaubenssätzen.
Der wesentliche Kern ist nicht beschreibbar mit Worten, Gedanken, weil er das einzige ist, was existiert und alle Beschreibung nur ein Fragment, im besten Fall ein Fingerzeig sein kann.


@ Losang Lamo: Vielen Dank, wir werden sehen:-)
kal hat geschrieben:
Nein ich sage, dass die Überlieferungen missverstanden werden, sie werden nicht erlebt und auf diese Weise verstanden, sondern oft nur rein intellektuell. Das macht sie zu Dogmen, Glaubenssätzen.
Eine tiefe Erkenntnis neutralisiert das Festhalten an heiligen Schriften, Überlieferungen, Glaubenssätzen.

Da würde Dir z.B. der Dalai Lama herzlich beipflichten.


Der wesentliche Kern ist nicht beschreibbar mit Worten, Gedanken, weil er das einzige ist, was existiert und alle Beschreibung nur ein Fragment, im besten Fall ein Fingerzeig sein kann.


Ich denke, es hapert nicht am Beschreiben - das ist schon möglich - aber am Verstehen. Erkennen kann man diesen wesentlichen Kern nur durch direkte Erfahrung. Auf dem Weg dahin muss intellektuelle Betrachtung mit meditativer Praxis gekoppelt sein, sonst ist es nicht so nützlich, weil der Intellekt eben nicht ausreicht. Also: auf die Karte gucken (einer Tradition folgen), dann ohne etwas vor der Nase weiterfahren. Das kann Hand in Hand gehen.

Wenn jemand sagt: „Mein Weg trifft es am besten," so hat er Recht - für sich und in diesem Moment (in diesem Leben?). Für andere kann er nicht sprechen.
Für mich war es so, als ich mein erstes Buch aus der buddhistischen Richtung las, bei der ich jetzt geblieben bin, war ich überaus erstaunt. Ich hatte den Eindruck, jemand hätte meine eigenen Gedanken, Auffassungen und die Schlussfolgerungen meines Lebens in Worte gefasst. Geht das? Ja, ich habe es jetzt schon sehr oft von anderen Buddhisten gehört, dass ihre eigene erste Begegnung mit dem Dharma ganz ähnlich war.
kal hat geschrieben:
ich habe mich entschieden, mich hier anzumelden.
Ich bin kein Buddhist, auch wenn ich mich seit einigen Jahren für Buddhismus interessiere.
Vielmehr ist der spirituelle, mystische Kern aller Religionen, egal wie er genannt wird, ob Zen, Taoismus, christliche Mystik, Tasawwuf/Sufismus, Kabbala..., das was im Fokus meines Interesses steht. Dogmen, Rituale etc. stehen eher im Hintergrund und mögen für viele eine Hilfe oder Orientierung sein, aber der wesentliche Kern wird niemals getroffen.

Gautam Buddha, Jesus, Mohammed,... all die, die Erkannt haben, haben meiner Meinung nach nichts mit dem zu tun, was später aus ihren Überlieferungen gemacht wurde: Religiöse Institutionen. Sie waren frei von jedem Etikett, frei von Dogmen.
Dennoch erhoffe ich mir einige spannende Unterhaltungen und einen guten Austausch mit den Thematiken des Buddhismus, ich bin dafür offen. :)


Lieber kal,

Willkommen im Forum.

Da du dich als jemand vorstellt, der nicht Buddhist im engeren Sinne ist sondern konfessions- und religionsübegreifend denkt, möchte ich noch was zur Forenaufteilung sagen:

Die meisten Unterforen ("Allgemines zum Buddhismus", "Anfängerbereich", usw.) funktionieren innerhalb des buddhitischen Rahmens oder sogar innerhalb des Rahmens einzelner buddhitische Traditionen. Was natürlich auch bedeutet, dass da die jeweilige Überlieferung und ihre Institutionen respektiert werden sollen.

Für den interreligiösen Austausch und die traditionsungebundenen freien Geister haben wir das Unterforum Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker, wo man sich auch jenseits von Etiketten unterhalten kann.

Nur so zur Orienetierung.

Gruss,

void
Losang Lamo hat geschrieben:
Ich denke, es hapert nicht am Beschreiben - das ist schon möglich - aber am Verstehen. Erkennen kann man diesen wesentlichen Kern nur durch direkte Erfahrung. Auf dem Weg dahin muss intellektuelle Betrachtung mit meditativer Praxis gekoppelt sein, sonst ist es nicht so nützlich, weil der Intellekt eben nicht ausreicht. Also: auf die Karte gucken (einer Tradition folgen), dann ohne etwas vor der Nase weiterfahren. Das kann Hand in Hand gehen.

Wenn jemand sagt: „Mein Weg trifft es am besten," so hat er Recht - für sich und in diesem Moment (in diesem Leben?). Für andere kann er nicht sprechen.
Für mich war es so, als ich mein erstes Buch aus der buddhistischen Richtung las, bei der ich jetzt geblieben bin, war ich überaus erstaunt. Ich hatte den Eindruck, jemand hätte meine eigenen Gedanken, Auffassungen und die Schlussfolgerungen meines Lebens in Worte gefasst. Geht das? Ja, ich habe es jetzt schon sehr oft von anderen Buddhisten gehört, dass ihre eigene erste Begegnung mit dem Dharma ganz ähnlich war.


Es ist so, dass Verstehen, wie du geschrieben hast intellektuell ist. Das Erkennen, dessen was unsere wahre Natur ist, ist jedoch nich intellektuell begreifbar: es ist etwas, was jenseits der Gedanken ist, aber Gedanken, so wie alle anderen Wahrnehmungen beinhaltet. Es ist beschreibbar aber nicht treffbar! Es ist wie, bereits geschrieben, bestenfalls ein Fingerzeig. Es ist das was wir sind, es ist nichts anderes, nichts was erreicht wird, es ist aber durch die Gewohnheit und die Verwirrung verdeckt. Es wird der Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen! Weiter werde ich am Ende dieses Postings weiter dazu schreiben.

void hat geschrieben:
Lieber kal,

Willkommen im Forum.

Da du dich als jemand vorstellt, der nicht Buddhist im engeren Sinne ist sondern konfessions- und religionsübegreifend denkt, möchte ich noch was zur Forenaufteilung sagen:

Die meisten Unterforen ("Allgemines zum Buddhismus", "Anfängerbereich", usw.) funktionieren innerhalb des buddhitischen Rahmens oder sogar innerhalb des Rahmens einzelner buddhitische Traditionen. Was natürlich auch bedeutet, dass da die jeweilige Überlieferung und ihre Institutionen respektiert werden sollen.

Für den interreligiösen Austausch und die traditionsungebundenen freien Geister haben wir das Unterforum Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker, wo man sich auch jenseits von Etiketten unterhalten kann.

Nur so zur Orienetierung.

Gruss,

void

Vielen Dank für die Begrüßung.
Danke auch für die Informationen. Ich respektiere andere Religionen, ihre Sekten und Traditionen, Philosophien etc. Ich unterhalte mich sehr gerne mit deren Angehörigen und informiere mich somit über ihre Ansichten und Einstellungen.
Ich habe mich in der Tat nicht als Buddhist vorgestellt, denn ich lehne eine Etikettierung grundsätzlich ab. Dennoch finde ich mich im Zen und im Taoismus am ehesten wieder, durch die Bodenständigkeit und die Losgelöstheit von Glaubenssätzen. Dennoch sehe ich auch speziell im Buddhismus wundervolle Ideale wieder.
Noch einmal zur Erkenntnis und dem ERLEBEN von Erkenntnis wächst aus dem eigenen Wesen (intrinsisch) eine Einsicht wie den 5 Silas, welche nicht mehr abhängig sind von außen aufgetragenen Regeln oder Empfehlungen, sondern eben aus dem eigenen Wesen, allerdings nicht als Grundsatz, entspringen.

Einen schönen Abend euch:-)

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