Mr.Paradise - stellt sich vor

Moderator: void

Einen wunderschönen Mittwoch Nachmittag wünsche ich euch!

Ich möchte mich einmal kurz vorstellen, aufmerksam auf euch bin ich durch
eine "ausgiebige" Recherche via Google geworden. Ich heiße Peter bin 21 Jahre alt
(Baujahr: 1995) und komme aus dem schönen Oberfranken (ja, wir haben hier auch so etwas
wie Internet :D ). Zu meinen Hobbys zählen vor allem sportliche Aktivitäten wie Kampfsport (Krav Maga) und dem Muskelaufbau im Hauseigenen Studio.

Ich beschäftige mich seit gut 1 Jahr mit dem Buddhismus, in den letzten Monaten aber sehr intensiv und habe mich daher entschlossen vom Christentum zum Buddhismus zu wechseln.
Ich hoffe ich werde hier einige anregende Unterhaltungen führen und mein Wissen über den Buddhismus, neben meinen Büchern, zu festigen und zu erweitern. Ebenfalls erwähnenswert, dass ich Fördermitglied bei DBU bin.

Für weitere Fragen zu meiner Person bin ich offen :)
Herzlich willkommen im Forum :)
451 hat geschrieben:
Herzlich willkommen : o )

Ich freue mich, dass du dich vorgestellt hast und von deinem Angebot nachzufragen, mache ich doch gleich mal Gebrauch : o )

Ich fange mal von hinten an. Die Fördermitgliedschaft der DBU ist bei mir auch der erste, konkretere Schritt gewesen. Mich interessieren da vor allem die Lernmodule, die nun online als Livestream verfügbar sind. Allerdings würde ich mir eine zeitlich unabhängige Nutzungsmöglichkeit wünschen. Diesbezüglich werde ich die DBU mal kontaktieren.

Wie konkret hast du dein Christsein bisher praktiziert?

Zu Krav Maga. Ein Freund von mir hat eine Kampfsportschule (Tae Kwon Do und Kickboxen). Von ihm weiß ich, dass Krav Maga eine besondere Kampfsport-Art ist. Sie wurde von der israelischen Armee entwickelt und zielt mehr als andere Kampfsportarten in letzter Konsequenz auf das Töten des Gegners.

Ist dir das bewusst?

Ich sage nicht, dass du ein "Killer" bist! Der Buddhimus ist eine Philosophie der Gewaltlosigkeit. Auf diesen möglichen inneren Konflikt, möchte ich dich aufmerksam machen.
Ich möchte nicht ein Gefühl in Dir erzeugt haben, dass dich zur Rechtfertigung "zwingt". Denk einfach für dich persönlich darüber nach. Mehr braucht es hier nicht.

Ansonsten wünsche ich dir eine erkenntnisreiche Zeit!


Genau aus den selben Gründen habe ich mich auch entschlossen der DBU beizutreten, vor allem weil es die einzige sage ich mal offizielle Vereinigung von Buddhisten in Deutschland ist und da leider bei uns hier der Buddhismus nicht so etabliert ist wie in anderen Großstädten. Wir haben hier zwar ein Waldkloster in der Nähe, dass ich vor allem wenn es nun auf Frühling / Sommer zugeht, besuchen werde vor allem am Samstag (Sutren Vorlesung) und Meditation.

Das Christstein, praktizierte ich seit meiner Geburt, da ich vor allem durch meine Großeltern zum Glauben hingeführt wurde (Römisch Katholisch), in frühen Jahre zeichnete sich das durch viele Kirchenbesuche aus. Jedoch merkte ich mit voranschreitenden Alter, dass man Kirche nicht unbedingt zum Glauben braucht und beschäftige mich viel mit außer biblischen Quellen sowie täglichem Beten. Es ist erstaunend wenn man teilweise Parallelen von der Lehre Jesu und Buddah entdeckt (Thomas Evangelium). Bei mir war lange Zeit dann als ich mich mit dem Buddhismus beschäftigte eine Doppel-Glaubensrichtung aus einer Mischung aus Christentum und Buddhismus an der Tagesordnung. Jedoch durch voranschreiten in den Lehren und dem studieren einiger Bücher, änderte sich meine Sichtweise von einem "einmaligen Leben" zum Samsara und der täglichen Meditation. Mir hilft der Buddhismus vor allem sehr, bei der Bewältigungen von Depressionen, an Stellen wo Therapeuten nicht helfen können finde ich, setzt der Buddhismus an und hilft mir deutlich.
Alleine das prüfen der Lehren und nicht dem blinden Vertrauen - wie es im Christentum oft vor kommt, festigte sich meine Einstellung ein Buddhist zu werden.

Ich finde es super, dass du vor allem auf dem Punkt meines Kampfsportes eingehst, diesen Inneren Konflikt merke ich bei jedem Training. Wir werden erzogen, in Notsituationen zu funktionieren und anderen Menschen in Not zu helfen, natürlich lernt man über die Jahre viele tödliche Methoden. Ich selbst vergleiche das immer mit einem Shaolin Mönch, viele praktizieren ja den Buddhismus sind aber gleichzeitig Kampfmaschienen.
Ich selbst denke das es da auf die Innere Einstellung ankommt und sehe das ganze als eine Heilmethode von Hass, da man viel Disziplin und Selbstbeherrschung lernt und man vor allem Mitgefühl für andere Menschen entwickelt - was an dieser Stelle ziemlich abstrakt einem vorkommen mag. Jedoch lernt man grundlegende Psychologie, im Wissen um seinen Gegner und das man nicht auf jede Beleidigung von einem Betrunkenen oder aus Gruppenverhalten heraus eingehen muss.

Ich danke dir tausendfach, dass du so ein Interesse an meiner Person und an meinem Text zeigst :)

LG

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