Off Topic: Bardo des Leben ( war Kammatthana Leichenbetrachtung)

Moderator: void

320 Beiträge
Raphy hat geschrieben:
Hauptsache es geht dann nicht in die Richtung die man wohl Nihilismus nennt.

Nihilismus ist wenn man glaubt nach dem Tode wäre nichts mehr.
Moosgarten hat geschrieben:
So kann man das nicht sagen, weil keine Fähigkeiten überdauern (die entwickeln sich neu) sondern nur (karmisch neutrale) Objekte, die beim erneuten Ergreifen (einer karmisch geprägten Fähigkeit) zu Sinnesobjekten werden - damit ist dann die Grundlage für das weitere Anfeuern in paticcasamuppada gegeben.


Ich will deiner Sichtweise gar nicht wiedersprechen.
Allerdings sollte der Begriff „Fähigkeit“ in dem vorliegenden Fall vorerst geklärt werden:

Aus meiner Sicht setzt die Fähigkeit eine entsprechende Funktionalität voraus, um eine Funktion ausführen zu können.

Im Falle des Sinnenorganes Auge bedeutet dies, dass das Auge zunächst die Funktionalität/Fähigkeit von Sehen besitzen muss, um die Funktion des Sehens ausüben zu können
Moosgarten hat geschrieben:
Da lebt nicht "sein Geist" fort, sondern das was er gesagt hat (ein sprachliches Objekt) hast du ergriffen und es dir "zu eigen gemacht" (Geistesobjekt) - deshalb bleibt es auch, sofern du nicht zu anderen Schlüssen kommst, in dir erhalten.

Das sind nur die äußeren Wirkungen.
Diese sind am wenigsten von Bedeutung.
Entscheidend sind die Wirkungen auf sich.
D.h. auf den Geist, das Bewußtsein und die damit
einher gehenden Veränderungen der Psyche b.z.w
deren Reinheit oder Befleckungen. Insbesondere
diese Befleckungen machen nämlich nach der Lehre
die Lebensqualität nach diesem Leben aus.
hedin02 hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
So kann man das nicht sagen, weil keine Fähigkeiten überdauern (die entwickeln sich neu) sondern nur (karmisch neutrale) Objekte, die beim erneuten Ergreifen (einer karmisch geprägten Fähigkeit) zu Sinnesobjekten werden - damit ist dann die Grundlage für das weitere Anfeuern in paticcasamuppada gegeben.


Ich will deiner Sichtweise gar nicht wiedersprechen.
Allerdings sollte der Begriff „Fähigkeit“ in dem vorliegenden Fall vorerst geklärt werden:

Ja, da wäre ich dankbar, du hast ihn ja eingeführt.

Aus meiner Sicht setzt die Fähigkeit eine entsprechende Funktionalität voraus, um eine Funktion ausführen zu können.

Ja. Wobei das hier für mich im vorliegenden Fall identisch wäre.

Im Falle des Sinnenorganes Auge bedeutet dies, dass das Auge zunächst die Funktionalität/Fähigkeit von Sehen besitzen muss, um die Funktion des Sehens ausüben zu können

Das ist evident. Aber streng genommen kann man nicht von "Auge" sprechen, wenn da kein Organ ist, dass die Fähigkeit zum Sehen hat (najut, vllt n bissel zu "zen")
Anyway, und worauf willst du jetzt hinaus?
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Hauptsache es geht dann nicht in die Richtung die man wohl Nihilismus nennt.

Nihilismus ist wenn man glaubt nach dem Tode wäre nichts mehr.

Nihilismus ist ein westlicher Begriff, der nur Verwirrung stiftet.
Wie hier.
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Vor allem kann nicht geschlossen werden, dass nach dem Zerfall der rupa-khandha irgendwas von den nama-khandha übrig bleibt, weil diese eben von rupa bedingt, davon getragen, damit aufs engste verbunden sind.


Mein Opa hat mich u.a. gelehrt, wie die Dinge, die meine Sinne wahrnehmen zu benennen sind. Dieser Geist lebt auch nach seinem Tod in mir fort, solange ich innerhalb der selben Rahmen lebe.


Da lebt nicht "sein Geist" fort, sondern das was er gesagt hat (ein sprachliches Objekt) hast du ergriffen und es dir "zu eigen gemacht" (Geistesobjekt) - deshalb bleibt es auch, sofern du nicht zu anderen Schlüssen kommst, in dir erhalten.


Mehr als das bloße lernen von Worten ging es mir darum, wie bestimmte Dinge zu sehen sind. Welches Gefühl ein Ding hervorruft. Die Art und Weise, wie es wahrgenommen wird und wie es sich gestaltet. Das unterbewusst weitervermittelte, welches dann bedingt durch Geistobjekt und Aufmerken schließlich zum Geistbewusstsein führt.
Natürlich ist da nicht nur "Opas Geist" beteiligt, sondern alle möglichen Geister fließen da unbewusst mit ein....die in meiner Person kombiniert wirken und die entsprechend meine Taten bestimmen...falls es mir nicht gelingt, mich davon zu befreien.
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Mein Opa hat mich u.a. gelehrt, wie die Dinge, die meine Sinne wahrnehmen zu benennen sind. Dieser Geist lebt auch nach seinem Tod in mir fort, solange ich innerhalb der selben Rahmen lebe.

Da lebt nicht "sein Geist" fort, sondern das was er gesagt hat (ein sprachliches Objekt) hast du ergriffen und es dir "zu eigen gemacht" (Geistesobjekt) - deshalb bleibt es auch, sofern du nicht zu anderen Schlüssen kommst, in dir erhalten.

Mehr als das bloße lernen von Worten ging es mir darum, wie bestimmte Dinge zu sehen sind. Welches Gefühl ein Ding hervorruft. Die Art und Weise, wie es wahrgenommen wird und wie es sich gestaltet. Das unterbewusst weitervermittelte, welches dann bedingt durch Geistobjekt und Aufmerken schließlich zum Geistbewusstsein führt.

Ich hab das bewußt verkürzt dargestellt, um das Wesentliche sichtbar zu machen, natürlich sind das nicht nur Worte, sondern "Vorbild" das sich über alle Sinne vermittelt.

Natürlich ist da nicht nur "Opas Geist" beteiligt, sondern alle möglichen Geister fließen da unbewusst mit ein....die in meiner Person kombiniert wirken und die entsprechend meine Taten bestimmen...falls es mir nicht gelingt, mich davon zu befreien.

Weiß gar nicht was du immerzu mit Geistern hast - es sind, wenn schon, deine, sonst wird das mit "Befreiung"
Moosgarten hat geschrieben:
Weiß gar nicht was du immerzu mit Geistern hast - es sind, wenn schon, deine, sonst wird das mit "Befreiung"


Das ist nicht mein...das bin nicht ich.
Da ist nur ein sich wandelnder Bewusstseinstrom, dessen mehr oder weniger unmittelbaren Ursprung man vlt. noch erkennen kann.... "Das kommt aus dieser Richtung, hat seinen unmittelbaren Ursprung dort...ist Geist von jener Person".
Ein letztendlicher Ursprung kann aber natürlich nicht aufgefunden werden.
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Weiß gar nicht was du immerzu mit Geistern hast - es sind, wenn schon, deine, sonst wird das mit "Befreiung"


Das ist nicht mein...das bin nicht ich.
Da ist nur ein sich wandelnder Bewusstseinstrom, dessen mehr oder weniger unmittelbaren Ursprung man vlt. noch erkennen kann.... "Das kommt aus dieser Richtung, hat seinen unmittelbaren Ursprung dort...ist Geist von jener Person".
Ein letztendlicher Ursprung kann aber natürlich nicht aufgefunden werden.


Is leider immer wieder das selbe mit dir, nach einer anfänglich halbwegs vernünftig klingenden Einlassung, machste in der nächsten auf Bodhidharma-Nagarjuna für Minderbemittelte. Man kann nur hoffen, dass du nicht so mit deiner unmittelbaren Umgebung "kommunizierst".
Moosgarten hat geschrieben:

.... machste in der nächsten auf Bodhidharma-Nagarjuna für Minderbemittelte.


Da steckt mehr Potenzial in dir, als du glaubst. Da bin ich mir sicher.
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
... machste in der nächsten auf Bodhidharma-Nagarjuna für Minderbemittelte.

Da steckt mehr Potenzial in dir, als du glaubst. Da bin ich mir sicher.

Ich fühlte mich auch nicht angesprochen.
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
... machste in der nächsten auf Bodhidharma-Nagarjuna für Minderbemittelte.

Da steckt mehr Potenzial in dir, als du glaubst. Da bin ich mir sicher.

Ich fühlte mich auch nicht angesprochen.


Falls das wirklich so ist, dann war die ganze Mühe zwar umsonst...aber nicht vergebens :kiss:
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Da steckt mehr Potenzial in dir, als du glaubst. Da bin ich mir sicher.

Ich fühlte mich auch nicht angesprochen.

Falls das wirklich so ist, dann war die ganze Mühe zwar umsonst...aber nicht vergebens :kiss:

Sicher, irgendein Topf wird sich schon finden, auf den genau dieser Deckel passt, sag ich mir jedenfalls immer.
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Ich fühlte mich auch nicht angesprochen.

Falls das wirklich so ist, dann war die ganze Mühe zwar umsonst...aber nicht vergebens :kiss:

Sicher, irgendein Topf wird sich schon finden, auf den genau dieser Deckel passt, sag ich mir jedenfalls immer.


Mhhh...sei nicht traurig, aber so eine Art Beziehung möchte ich nicht. :rose:
Sunu hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Falls das wirklich so ist, dann war die ganze Mühe zwar umsonst...aber nicht vergebens :kiss:

Sicher, irgendein Topf wird sich schon finden, auf den genau dieser Deckel passt, sag ich mir jedenfalls immer.

Mhhh...sei nicht traurig, aber so eine Art Beziehung möchte ich nicht. :rose

Natürlich nicht. Ist ja keine Beziehung, zumindest keine persönliche.
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Hauptsache es geht dann nicht in die Richtung die man wohl Nihilismus nennt.

Nihilismus ist wenn man glaubt nach dem Tode wäre nichts mehr.

Nihilismus ist, wenn man glaubt, dass im Leben nichts wäre!
Mit dem Begriff Nihilismus (lateinisch nihil, „nichts“) wird allgemein eine Weltsicht bezeichnet, die die Möglichkeit jeglicher objektiven Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung verneint.
Nihilismus – Wikipedia
Mit der Definition kann man was anfangen.

Der Zustand oder Bardo des Lebens ist ja nun objektiv feststellbar, jeder macht die Erfahrung dass er lebt, auch das Träumen ist objektiv gesichert und sogar das luzide Träumen wurde bewiesen (von Steven La Berge). Das ist also alles eine objektive Seins-und Erkenntnisvorstellung, bzw. allgemein verifizierbare Tatsache.

Mit dem Bardo des Todes oder dem sogenannten Zwischenzustand ist es mysteriöser, man sagt ja nicht zu unrecht, es ist noch keiner zurückgekommen nach dem Tod. Dennoch gibt es verschiedene Berichte darüber, und auch der Buddha soll über die Grenze des Todes hinausgesehen haben. Es hat einen Einfluss auf Wert- und Gesellschaftsordnung ob man das glaubt oder nicht. Falls nicht, wäre das nach dieser Definition kein Nihilismus, denn Werte und Ordnung lassen sich auch anderweitig finden. Nihilismus wäre es für unmöglich zu halten, die Existenz von irgendetwas zu erkennen, mithin die Eigene, was natürlich eine Absurdität ist.

Sogar wird manchmal der Buddhismus als nihilistisch bezeichnet, aufgrund der Lehre dass ein Ich und ein Selbst nicht erkennbar wäre. Dabei wird übersehen dass es wohl erkennbar, aber von Bedingungen abhängig ist. Etwa wie bei einer Fata Morgana: Wasser in der Wüste ist erkennbar, hängt aber von der Luftspiegelung ab. Es ist also nicht als Wasser vorhanden, nur das Bild davon. Wenn nun einer sagt das Bild von Wasser ist nicht erkennbar, dann ist er ein Nihilist. Der Buddha hat ja nicht gesagt die Vorstellung eines Ich wäre nicht erkennbar, würde nicht existieren. Es ist eine Täuschung die von bestimmten Bedingungen abhängt. Wenn durschaut ist dass Wasser in der Wüste nicht wirklich existiert, verschwindet deshalb nicht das Bild des Wassers. Ebenso verschwindet nicht das Ich nachdem es als Täuschung durchschaut ist, es verliert nur den Wert der ihm zuvor beigemessen wurde.
mukti hat geschrieben:
Mit der Definition kann man was anfangen.

Der Zustand oder Bardo des Lebens ist ja nun objektiv feststellbar, jeder macht die Erfahrung dass er lebt, auch das Träumen ist objektiv gesichert und sogar das luzide Träumen wurde bewiesen (von Steven La Berge). Das ist also alles eine objektive Seins-und Erkenntnisvorstellung, bzw. allgemein verifizierbare Tatsache.
...

Objektiv feststellbar? Was bedeutet das für Dich in diesem Zusammenhang?

Objektiv meint doch eigentlich nur, daß die Wahrnehmung (Feststellung) nicht von Dir abhängig ist. Ich habe wenig Probleme mit solchen Ideen, eher mehr mit solchen pompösen Benennungen. Was soll 'Zustand oder Bardo des Lebens' bedeuten außer Leben?

Ich lebe
Du lebst
Er, sie es lebt....

ok. Hast Du eine besondere Botschaft darüber hinaus :wink:
fotost hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Mit der Definition kann man was anfangen.

Der Zustand oder Bardo des Lebens ist ja nun objektiv feststellbar, jeder macht die Erfahrung dass er lebt, auch das Träumen ist objektiv gesichert und sogar das luzide Träumen wurde bewiesen (von Steven La Berge). Das ist also alles eine objektive Seins-und Erkenntnisvorstellung, bzw. allgemein verifizierbare Tatsache.
...

Objektiv feststellbar? Was bedeutet das für Dich in diesem Zusammenhang?


Wie geschrieben, was jeder erfährt und was sonst am Menschen nachweisbar ist.

fotost hat geschrieben:
... Ich habe wenig Probleme mit solchen Ideen, eher mehr mit solchen pompösen Benennungen. Was soll 'Zustand oder Bardo des Lebens' bedeuten außer Leben?

Das ist der Threadtitel, die Bedeutung ist schon erklärt worden und pompös finde ich es gar nicht, das ist ein subjektiver Eindruck und dein subjektives Problem.


fotost hat geschrieben:
ok. Hast Du eine besondere Botschaft darüber hinaus :wink:

Nö, hab nur ein paar Gedanken hingetippt. :)
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