Das Fass ohne Boden: Mahayana und die ursprüngliche Lehre

Moderator: void

Sherab Yönten hat geschrieben:
Fallen Blätter vom Baum, wenn es niemanden gibt, der dieses beobachtet?
Das ist schon eine alte, nicht-buddhistische philosophische Frage.


Ja. Das ist richtig.

Wie wichtig bist Du?
Sherab Yönten hat geschrieben:
kilaya hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Es bleibt aber eine Vermutung, dass da Schwingungen in der Luft existieren, solange sie nicht in irgendeiner Form wahrgenommen werden.

Beweisen kann man es zwar nicht direkt, aber man kann aus der früheren Messung der Schwingungen und dem Verständnis ihrer Ursachen doch recht sicher davon ausgehen, dass diese Schwingungen unter gleichen Bedingungen immer auftreten.


Fallen Blätter vom Baum, wenn es niemanden gibt, der dieses beobachtet?
Das ist schon eine alte, nicht-buddhistische philosophische Frage.


Man könnte auch fragen, fallen Blätter vom Baum wenn es Sherab nicht gibt...Kann niemand wahrheitsgemäß beantworten....weil nur ist was ist... Wenn etwas fehlt, dann wäre es etwas anderes. Die Bedingungen die zu fallenden Blätern geführt haben, sind ja auch die Bedingungen die zu Sherab geführt haben...Man kann nicht wissen was wäre wenn.
Auch wenn die Blätter schon fielen bevor es Sherab gab, kann man nicht wissen ob sie es auch schon vorher getan hätten, wenn Sherab heute nicht da wäre.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Fallen Blätter vom Baum, wenn es niemanden gibt, der dieses beobachtet?
Das ist schon eine alte, nicht-buddhistische philosophische Frage.


Ja. Das ist richtig.

Wie wichtig bist Du? Es ist Herbst, (wieder einmal und viel zu früh) die Blätter fallen von den Bäumen. Die, die wir in städtischen Ballungsräumen als störend beobachten müssen entfernt werden. (Die Blätter, nicht die Bäume!)

Sicher ist - jedes Blatt, das eine Gefährdung bedeutet ist irgendwann vom Baum gefallen.
Nicht jedes Blatt, das vom Baum fällt ist eine Gefährdung :)

Genießt die Jahreszeit - es wird bald Winter 8)
Sunu hat geschrieben:
Zu Zeiten Nagarjunas hatten sich viele unterschiedliche herausgebildet, sie alle nannten sich Buddhisten. Da gab es ua. Essentialisten, die Nirvana als Verdinglichung ansahen und daran hafteten.....und es gab auch Nihilisten, die jegliche Existenz für eine Illusion im absoluten Sinne ansahen und an dieser Ansicht hafteten.
Gegen beide wendete sich die Argumentation Nagarjunas.... Den Essentialisten, in dem er darauf hinwies, dass Nirvana nur ein Konzept ist , welches zwar wahr ist, im Rahmen einer weltlichen Sicht.... Jedoch keine Wahrheit im absoluten Sinne darstellt...wo jegliche Unterscheidung/ Ansicht hinfällig ist.
Die Nihilisten widerlegte er, in dem er darlegte, dass die 4 Wahrheiten ihre Gültigkeit innerhalb der konventionellen Welt haben und somit auch der Nihilismus nicht die absolute Realität wiederspiegelt.
Er wies auf den Mittleren Weg hin...der der sich aus dem rechten Verständnis von der Leerheit der Dinge, d.h. ihr bedingtes Entstehen ergibt.
Gleichzeitig wies er aber auch daraufhin, dass es sich bei der Leerheit auch nur um ein bedingt entstandenes Konzept handelt, welches nur dem Zweck dient, jegliche Ansicht zurückzuweisen ( Essentialismus, Nihilismus oder auch eine Mischung aus beiden)... Und also keine Wahrheit im absoluten Sinn darstellt.... Wenn daran angehangen wird, ist Befreiung nicht möglich.


Nagarjuna hat ja das was er geschrieben hat, geschrieben, um bestimmte Philsophien zurückzuweisen. Um ihre Anhängerr vom Wolkekuckucksheim in die Realität zurückzuholen.

Ein Konzept kann man dadurch dekonstruieren, indem man von den Wörtern zu dem Handeln vordringt, mit dem es in Beziehung steht also zu den Wirkungen und Ursachen. Diese Form der Dekonstruktion finde ich sehr sinnvoll.

Wenn man - wie wohl geschehen - Nagarjuna nicht negativ als eine zurückweisung von Spkulationen sieht, sondern als etwas von dem aus man zu noch ungezügelt spekulativen Denken kommt, handelt man ja nicht in seinem Geiste. Bei so einer Art der Dekonstruktion kommt man von den Wörtern zu noch mehr Wörtern und von den Spekulationen zu noch mehr Spekulationen. Und dann man kann vollkommen den Boden unter den Füssen verlieren und total abdriften.

Die heute existierenden Schulen des Mahayana waren in gewisser Weise Gegenbewegungen zu dem überbordernden Spekulationswut der Mahayana Literatur. Sowohl Tantra als auch Zen haben deswegen so einen Fokus auf die Praxis, weil die Mahayana-Literatur so krass abgedriftet ist. Im Lotussutra kommt irgendwann eine Pyramide aus dem Boden gewachsen kommt, in der sich ein ganz alter noch tollerer Buddha befindet, der dann die anderen belehrt. Das ist schon sehr phantastisch.
Warscheinlich wird es hier untergehen, aber ich möchte trotzdem erwähnen, dass Entsagung im Mahayana ein elementarer Bestandteil ist.

@accinca, Du schriebst hier irgendwo im Dialog mit Mukti, die Mahayanis würden Samsaro nicht verstehen - kann das Post leider nicht wiederfinden. Ich möchte das richtigstellen, rede aber natürlich jetzt nicht von den Mahayana-Personen, die Du vielleicht nur aus dem Internet kennst, sondern von der Mahayana-Lehre:

Entsagung ist die Voraussetzung, ohne die man den Pfad gar nicht betreten kann. Ohne die Erkenntnis, dass Samsara zu nichts Gutem führt, kann man kein Bodhicitta entwickeln (den Willen und Wunsch zum Wohle der anderen Buddhaschaft zu erlangen) und ohne Bodhicitta kann man nicht praktizieren.

Entsagung hat verschiedene Komponenten:
1. Dass man erkennt, dass Samsara ein unhaltbarer Zustand ist, aus dem man raus muss, sonst geht es ewig so weiter...
2. Wenn man davon ausgeht, dass man im Kreislauf der Wiedergeburten gefangen ist, wird einem klar, dass praktisch jedes einzelne Wesen in irgendeinem der unzähligen Leben einmal die eigene Mutter gewesen ist. Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass diese unzähligen eigenen Mütter unter Samsara genauso leiden, wie man selbst. Daraus entsteht der Wunsch, nicht allein Befreiung zu erlangen, sondern all diese mit einem selbst tief verbundenen Wesen mitzunehmen.
Man nimmt also Samsara auf sich, um sie nicht allein zu lassen.
3. Da ist noch eine weitere Art von Entsagung, die noch tiefer geht, nämlich das Haften an einem Selbst gänzlich aufzugeben. Schwerste Übung. Da das kaum einer richtig kontinuierlich hinbekommt, ist es allen angeraten, die anderen beiden Arten von Entsagung nicht aufzugeben.
(Näheres zu diesen drei Arten der Entsagung hier: https://multimedia.getresponse.com/725/ ... s/8770.pdf)

Ich weiß, ich rede hier gegen eine Wand. :-) Ich möchte nur verhindern, dass hier Internetmythen weiterverbreitet werden. Mahayana basiert auf Entsagung von Samsara. Es wird auch kein Nirvana zurückgehalten, sondern die Reinkarnation findet bei einem verwirklichten Meister aufgrund von Mitgefühl statt. Angestrebt wird die volle Buddaschaft, ohne irgendwas zurückzuhalten. :sunny:
void hat geschrieben:

Die heute existierenden Schulen des Mahayana waren in gewisser Weise Gegenbewegungen zu dem überbordernden Spekulationswut der Mahayana Literatur. Sowohl Tantra als auch Zen haben deswegen so einen Fokus auf die Praxis, weil die Mahayana-Literatur so krass abgedriftet ist. Im Lotussutra kommt irgendwann eine Pyramide aus dem Boden gewachsen kommt, in der sich ein ganz alter noch tollerer Buddha befindet, der dann die anderen belehrt. Das ist schon sehr phantastisch.


Ich kann dazu nicht viel sagen weil ich mich da nicht auskenne...aber das Lotussutra ist schon ein Einflussreiches im Mahayana denke ich. Und wenn die Mahayanaliteratur wie auch immer dazu geführt hat, dass der Fokus auf die Praxis gelegt wurde...dann scheint sie ja auch durchaus den "rechten Weg" zu weisen.
Sunu hat geschrieben:
void hat geschrieben:

Die heute existierenden Schulen des Mahayana waren in gewisser Weise Gegenbewegungen zu dem überbordernden Spekulationswut der Mahayana Literatur. Sowohl Tantra als auch Zen haben deswegen so einen Fokus auf die Praxis, weil die Mahayana-Literatur so krass abgedriftet ist. Im Lotussutra kommt irgendwann eine Pyramide aus dem Boden gewachsen kommt, in der sich ein ganz alter noch tollerer Buddha befindet, der dann die anderen belehrt. Das ist schon sehr phantastisch.


Ich kann dazu nicht viel sagen weil ich mich da nicht auskenne...aber das Lotussutra ist schon ein Einflussreiches im Mahayana denke ich. Und wenn die Mahayanaliteratur wie auch immer dazu geführt hat, dass der Fokus auf die Praxis gelegt wurde...dann scheint sie ja auch durchaus den "rechten Weg" zu weisen.
Ich hab den Beitrag so verstanden das dieses Sutra dazu geführt hat sich auf die Praxis zu konzentrieren und nicht mehr auf das nicht über Praxis Geschriebene.
Erscheint mir so wie ich das gemacht hab mit den Esoterischen und Religiösen Schriften, die Phantasien einfach überlesen, das kann da nicht stehen, das ist nicht Praxis.
Losang Lamo hat geschrieben:
Warscheinlich wird es hier untergehen, aber ich möchte trotzdem erwähnen, dass Entsagung im Mahayana ein elementarer Bestandteil ist.

@accinca, Du schriebst hier irgendwo im Dialog mit Mukti, die Mahayanis würden Samsaro nicht verstehen - kann das Post leider nicht wiederfinden. Ich möchte das richtigstellen, rede aber natürlich jetzt nicht von den Mahayana-Personen, die Du vielleicht nur aus dem Internet kennst, sondern von der Mahayana-Lehre:

Entsagung ist die Voraussetzung, ohne die man den Pfad gar nicht betreten kann. Ohne die Erkenntnis, dass Samsara zu nichts Gutem führt, kann man kein Bodhicitta entwickeln (den Willen und Wunsch zum Wohle der anderen Buddhaschaft zu erlangen) und ohne Bodhicitta kann man nicht praktizieren.

Entsagung hat verschiedene Komponenten:
1. Dass man erkennt, dass Samsara ein unhaltbarer Zustand ist, aus dem man raus muss, sonst geht es ewig so weiter...
2. Wenn man davon ausgeht, dass man im Kreislauf der Wiedergeburten gefangen ist, wird einem klar, dass praktisch jedes einzelne Wesen in irgendeinem der unzähligen Leben einmal die eigene Mutter gewesen ist. Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass diese unzähligen eigenen Mütter unter Samsara genauso leiden, wie man selbst. Daraus entsteht der Wunsch, nicht allein Befreiung zu erlangen, sondern all diese mit einem selbst tief verbundenen Wesen mitzunehmen.
Man nimmt also Samsara auf sich, um sie nicht allein zu lassen.
3. Da ist noch eine weitere Art von Entsagung, die noch tiefer geht, nämlich das Haften an einem Selbst gänzlich aufzugeben. Schwerste Übung. Da das kaum einer richtig kontinuierlich hinbekommt, ist es allen angeraten, die anderen beiden Arten von Entsagung nicht aufzugeben.
(Näheres zu diesen drei Arten der Entsagung hier: https://multimedia.getresponse.com/725/ ... s/8770.pdf)

Ich weiß, ich rede hier gegen eine Wand. :-) Ich möchte nur verhindern, dass hier Internetmythen weiterverbreitet werden. Mahayana basiert auf Entsagung von Samsara. Es wird auch kein Nirvana zurückgehalten, sondern die Reinkarnation findet bei einem verwirklichten Meister aufgrund von Mitgefühl statt. Angestrebt wird die volle Buddaschaft, ohne irgendwas zurückzuhalten. :sunny:
Danke! Hab deine Beitrag in mein Unterlagen kopiert um die Anregungen über Samsara nicht zu vergessen, den Begriff Samsara besser umfassen können. :like: :heart:
OT:

Ich habe die Brosamerausgabe des MMK nicht und grade jemand anderes gefragt und Kapitel 25 gelesen. Ich finde dass es unstimmig ist und in der Anmerkung in dieser Ausgabe steht auch, dass es einen Diskurs unter den Gelehrten gibt, ob die letzten beiden Kapitel von Nagarjuna sind. Hat jemand eine Quelle dazu? Also vllt zu einer Diskussion ueber diese Kapitel unter den Gelehrten (oder iwas)?
Losang Lamo hat geschrieben:
@accinca, Du schriebst hier irgendwo im Dialog mit Mukti, die Mahayanis würden Samsaro nicht verstehen - kann das Post leider nicht wiederfinden. Ich möchte das richtigstellen, rede aber natürlich jetzt nicht von den Mahayana-Personen, die Du vielleicht nur aus dem Internet kennst, sondern von der Mahayana-Lehre

Ja mit dem Mahayana ist das so eine Sache. Manchmal
ist etwas mehr vom Buddha drin und manchmal weniger.
Aber es ist keinesfalls so als wenn nur Mahayanas
Sansaro nicht verstehen. Trotzdem ist es bei denen
die Samsaro und Nibbana für identisch halten sehr
offensichtlich. Solche glauben an ein hinter der
Maya sich verbergendes, objektives Samsaro welches
ihrer Meinung nach das Nibbana sei.
Aber auch beim Buddha war es schon so, das das völlige
Durchschauen des Samsaro unmittelbar zu Nibbana führte.
Dieses lag aber nicht in der Erkenntnis Samsara sei Nibbana.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Aber es geht Dir eigentlich um bestimmte Begriffe im Mahayana, nicht wahr?

Sry, ich hatte das ueberlesen.

Nein, es ging mir um Ethik und Praxis.
Spock hat geschrieben:
OT:

Ich habe die Brosamerausgabe des MMK nicht und grade jemand anderes gefragt und Kapitel 25 gelesen. Ich finde dass es unstimmig ist und in der Anmerkung in dieser Ausgabe steht auch, dass es einen Diskurs unter den Gelehrten gibt, ob die letzten beiden Kapitel von Nagarjuna sind. Hat jemand eine Quelle dazu? Also vllt zu einer Diskussion ueber diese Kapitel unter den Gelehrten (oder iwas)?


Strittig ist dann ja nur Kapitel 26 und 27...
Meiner meinung nach will Nagarjuna im Kapitel 25 nur darstellen, dass nach der aufhebung vom Dualistischen denken unterscheidungen eben keine Gültigkeit mehr haben.
Das bedingte Entstehen besagt ja, dass das Gegenteil von etwas nur bedingt durch das jeweilige Gegenstück besteht...Gier besteht z.b. bedingt durch Hass..Nirvana würde bedingt durch Samsara bestehen, wenn Nivana das Gegenteil von Samsara wäre....aber Nirvana ist nichts bedingtes....kann deshalb auch nicht unterschieden werden von etwas, denn sonst wäre es ja etwas bedingtes....
"Samsara ist Nirvana" ist dann auch nicht korrekt formuliert und auch ein falscher Schluss der sich scheinbar aus Nagarjunas Satz :" Zw. Samsara und Nirvana besteht nicht der feinste Unterschied " ergibt...... Vielmehr besteht dann weder ein Unterschied....noch ist es das Gleiche wie Samsara.

Solange aber ein Unterschied gemacht wird zw. Nirvana und Samsara....Dann ist Samsara tatsächlich Nirvana...weil es sich dann ja im Bereich des dualistischen denken liegt... Im Samsara...
Sunu: so unverkuerzt klingt das anders... ABER trotzdem: du hast da nix zu ueber die Diskussion (insofern es da konkret eine/welche gab)?
Sunu hat geschrieben:
Solange aber ein Unterschied gemacht wird zw. Nirvana und Samsara....Dann ist Samsara tatsächlich Nirvana...weil es sich dann ja im Bereich des dualistischen denken liegt... Im Samsara...

Tüdelüt.
Sunu hat geschrieben:
Solange aber ein Unterschied gemacht wird zw. Nirvana und Samsara....Dann ist Samsara tatsächlich Nirvana...weil es sich dann ja im Bereich des dualistischen denken liegt... Im Samsara...


Die Bedeutung von Konzepten liegt in den Wirkungen mit denen sie einhergehen. Douglas Adam schrieb mal:

    Na, das war ja einfach«, sagt der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.
void hat geschrieben:
Die Bedeutung von Konzepten liegt in den Wirkungen mit denen sie einhergehen. Douglas Adam schrieb mal:

    Na, das war ja einfach«, sagt der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.

Jetzt is wieder stimmig. Danke Void.
Spock hat geschrieben:
void hat geschrieben:
Die Bedeutung von Konzepten liegt in den Wirkungen mit denen sie einhergehen. Douglas Adam schrieb mal:

    Na, das war ja einfach«, sagt der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.

Jetzt is wieder stimmig. Danke Void.


Selbst Zebrastreifen sind nicht mehr das, was sie früher mal gewesen sind

Bild
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Solange aber ein Unterschied gemacht wird zw. Nirvana und Samsara....Dann ist Samsara tatsächlich Nirvana...weil es sich dann ja im Bereich des dualistischen denken liegt... Im Samsara...

Tüdelüt.


Hat das der Buddha gesagt ?
Mir fällt da gerade ein das das eine typische Nagarjuna Diskussion ist, nur Nagarjuna macht das damit andere erkennen das es ein Ende der Differenziertem Sehen gibt. Wenn z.B. behauptet wird das weiß gleich schwarz ist, da macht der nicht mehr mit. Wie ich auch sehe braucht es Unmengen an Details um einen Theravada zu zerlegen. Er hat wohl nur aufgeschrieben in welchen Diskussionen er verwickelt war und damit auch wie er die Dinge sieht. Im Zen führte das zu Koan und nur SitZen.
Sunu hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Solange aber ein Unterschied gemacht wird zw. Nirvana und Samsara....Dann ist Samsara tatsächlich Nirvana...weil es sich dann ja im Bereich des dualistischen denken liegt... Im Samsara...

Hat das der Buddha gesagt ?

Nicht das ich wüste.
Ellviral hat geschrieben:
Mir fällt da gerade ein das das eine typische Nagarjuna Diskussion ist, nur Nagarjuna macht das damit andere erkennen das es ein Ende der Differenziertem Sehen gibt. Wenn z.B. behauptet wird das weiß gleich schwarz ist, da macht der nicht mehr mit. Wie ich auch sehe braucht es Unmengen an Details um einen Theravada zu zerlegen. Er hat wohl nur aufgeschrieben in welchen Diskussionen er verwickelt war und damit auch wie er die Dinge sieht. Im Zen führte das zu Koan und nur SitZen.


Die Essenz liegt weder an der Methode (Vipassana,Zazen, Koans etc) noch an den Texten dachte ich...
Wäre doch auch nur ein Anhaften.
Ellviral hat geschrieben:
Mir fällt da gerade ein das das eine typische Nagarjuna Diskussion ist, nur Nagarjuna macht das damit andere erkennen das es ein Ende der Differenziertem Sehen gibt. Wenn z.B. behauptet wird das weiß gleich schwarz ist, da macht der nicht mehr mit.


Genau...nur wer denkt zw. Samsara und Nirvana verhält es sich so wie zw. schwarz und weiß...der hängt im Samsara fest....
Sunu hat geschrieben:
Genau...nur wer denkt zw. Samsara und Nirvana verhält es sich so wie zw. schwarz und weiß...der hängt im Samsara fest....

Achja? Wie verhält es sich denn mit Weiß und Schwarz?
So wie Leiden und Leidfreiheit oder wie?
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Genau...nur wer denkt zw. Samsara und Nirvana verhält es sich so wie zw. schwarz und weiß...der hängt im Samsara fest....

Achja? Wie verhält es sich denn mit Weiß und Schwarz?
So wie Leiden und Leidfreiheit oder wie?


Weiß-Schwarz...Leiden und Leidfreiheit...
Haben gemeinsam, dass es alles bloß Ansichten sind.
Sunu hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Genau...nur wer denkt zw. Samsara und Nirvana verhält es sich so wie zw. schwarz und weiß...der hängt im Samsara fest....

Achja? Wie verhält es sich denn mit Weiß und Schwarz?
So wie Leiden und Leidfreiheit oder wie?

Weiß-Schwarz...Leiden und Leidfreiheit...
Haben gemeinsam, dass es alles bloß Ansichten sind.

Das Wort "bloß" in deiner Antwort soll wohl heißen
"außer Ansicht, die reine Spinnerei", nehme ich mal an.
Ist es so, dann ist ja klar das der Buddha das jedenfalls
nicht gelehrt hat. Davon kannst du ausgehen. Glaub es oder
glaub es nicht aber so ist es.
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Achja? Wie verhält es sich denn mit Weiß und Schwarz?
So wie Leiden und Leidfreiheit oder wie?

Weiß-Schwarz...Leiden und Leidfreiheit...
Haben gemeinsam, dass es alles bloß Ansichten sind.

Das Wort "bloß" in deiner Antwort soll wohl heißen
"außer Ansicht, die reine Spinnerei", nehme ich mal an.
Ist es so, dann ist ja klar das der Buddha das jedenfalls
nicht gelehrt hat. Davon kannst du ausgehen. Glaub es oder
glaub es nicht aber so ist es.


Nein, Leid wurde nicht als bloße Spinnerei gelehrt, aber das Ende vom Leiden besteht nicht darin, dass diese Ansicht durch eine andere Ansicht wie Leidfreiheit ersetzt wird. Sondern in der Aufgabe von jeglicher Ansicht...Natürlich auch von Ansichten wie schwarz ist gleich weiß. Solange Nirvana eine Ansicht ist, bleibt es in Wahrheit bloß Samsara.
Weder ist Nirvana Samsara, noch ist es das nicht, und auch ist es nicht beides zugleich und auch nicht beides zugleich nicht.
Sunu hat geschrieben:
Sondern in der Aufgabe von jeglicher Ansicht...Natürlich auch von Ansichten wie schwarz ist gleich weiß. Solange Nirvana eine Ansicht ist, bleibt es in Wahrheit bloß Samsara.
Weder ist Nirvana Samsara, noch ist es das nicht, und auch ist es nicht beides zugleich und auch nicht beides zugleich nicht.
Das trifft es. Danke.
Solange Nirvana eine Ansicht ist, bleibt es in Wahrheit bloß Samsara.
So lässt sich die Gleichheitsbehauptungen der Meister trennen. Solange es Meinungen sind und Samsara und Nirvana sind gleich ist Meinung, auch wenn sie von einem Meister als geschicktes Mittel eingesetzt wird. Nur das Problem ist das wenn Nirvana Nirvana ist und Samsara Samsara, also für mich keine Meinung mehr, verlieren Beide Extreme sofort alle Bedeutungen und werden leer. Mir eine Erklärung warum es mir mit vielen Begriffe so geht das ich nichts mehr über sie schreiben kann, Gedanken machen schon garnicht. Sie bleiben getrennte Vorstellungen, doch vom Leser werden sie oft unbewusst wieder zusammen geführt und darauf muss ich mehr achten.

Für mich sind Theravada und Mahayana zwei Schulen die sehr darauf achten die Lehre von der Verwässerung zu befreien. Theravada durch Palikanon, Mahayana führt durch geschickte Mittel auf den Palikanon. Gegenseitiges Unverstehen ist heute, weil bei dem einen angezweifelt wird ob das Buddha denn nun echt gesagt hat und bei dem anderen ist das geschickte Mittel nur schwer zu erkennen, weil der Ort im Palikanon meist nicht angegeben oder nachvollziehbar ist. Ich müsste die Texte des Palikanon kennen die den Meister der das geschickte Mittel anwendet kennen.

Theravada schmeißt immer mit dem Palikanon um sich und Mahyana versuche die Meinungen zu beseitigen.

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