Mein Umgang mit dem Forum

Moderator: void

mukti hat geschrieben:
mkha' hat geschrieben:
Zwei Sätze meines Lehrers, die ich mir gut gemerkt habe; sie sind sehr nützlicḥ:
"Ich bin Schüler - mein Leben lang." und "Alles und jeder ist mir Lehrer."
LG mkha'


Das finde ich sehr interessant, kannst du das vielleicht noch näher erklären?


das kann "man" nicht erklären weil: das muss "man" verinnerlichen ....und es gibt nicht mal "'n Rezept zum nachkochen"......man kanns nur leben.
das hat was mit kultivieren von Gewahrsein im Alltag (auch Nachmeditation genannt) durch Sitzpraxis zu tun....(also doch was erklärt..:)...)

dieses:
"Ich bin Schüler - mein Leben lang."
kenn ich zB von Pema Chodron....
Tychiades hat geschrieben:
cinnamon hat geschrieben:
Ich sehe das Problem nicht in den Ansichten, sondern eher in den Gefühlen. Diese müssen nicht einmal unmittelbar mit der Ansicht selbst zusammenhängen.


Gefühl entsteht durch Kontakt bzw. Berührung und da uns eben JEDE Ansicht berührt, so wie jede Wahrnehmung, ist mit Ansicht auch Gefühl verbunden. Es erzeugt also ein Gefühl,....


Wenn ich aber den Gefühlen folge, kann ich in dem Moment nicht zuhören.
Meine Ansicht ist da und verändert sich nicht unbedingt, aber in vielen Situationen entstand bei mir so meist ein gegenseitiges Verstehen oder eine Nachvollziehbarkeit trotz der teils gegensätzlichen Ansichten.

Sorry jetzt zu OT.
@Samten danke für die Antwort, das Thema hat mich schon öfter beschäftigt aber es ist hier vermutlich eher OT.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Vielleicht kann man sich hier mal insoweit einigen, dass wir alle beides sind: Lehrer und Schüler. Man kann das an einem Äußeren festmachen und das mit einer Tradition verbinden, aber es ist letztlich nicht äußerlich, sondern wir lernen voneinander und sind auf jeden hier auch angewiesen, so wie er ist und nicht so, wie wir ihn gern gebacken haben wollen.


Und wenn Du schon dafür bist, dass wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten sollen, dann müsstest Du auch akzeptieren, dass wir uns gegenseitig über mangelnde Höflichkeit, Taktlosigkeit und Übergriffigkeit belehren, oder? Dann musst Du das aushalten, so wie ich es aushalten muss, dass Dir das auf den Senkel geht, was ja auch eine Art der Belehrung ist. Du berichtetst über Deine Befindlichkeiten, ich über meine. :D


Ich habe nicht geschrieben, dass wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten sollen - sondern, dass wir beides sind, Schüler und Lehrer. Wengistens lesen solltest du können, wenn du liest. Aber wir lesen ja auch selektiv, weil Wahrnehmung so funktioniert. Deshalb habe ich dir das Steinchen, den Senkel mal hingelegt, um dich und deine Reaktion zu testen. Und da kommt reflexartig dein Beitrag - man muss dich nur anpicksen.
Hallo Mukti,

Du möchtest die Aussagen meines Lehrers: "Ich bin Schüler - mein Leben lang." und "Alles und jeder ist mir Lehrer." näher erklärt habeṇ.

Dazu vorweg noch eine Anmerkung: Drei weitere Aussagen, die mich, da ich sie als äußerst hilfreich im Miteinander erkannt habe, seit vielen Jahren täglich begleiten, eignen sich hervorragend als Grundlage weiterer Erklärungen:
Tilopa: “Naropa, mein Sohn - es sind nicht die Erscheinungen, die unser Leiden bedingen, es ist unsere Anhaftung an diese Erscheinungen…”

Kôdô Sawaki:„Wenn du aufhörst, so ein Theater um dich selbst zu machen, wirst du sehen, dass alles ganz einfach ist.“

Aus den Therigatha, (Khuddaka Nikaya, Sutta pitaka): „Als ich die Dinge gemäß ihres wahren Wesens sah, als bedingt entstanden und dem Verfall unterworfen, war aller Dünkel beseitigt, ich wurde leidenschaftslos und gelassen.“

Nun versuche ich mich in einer kurzen Erklärung mit eigenen Worten, die dem Umfang und der Tiefe des Themas gewiss nicht gerecht wird. Ich hoffe, ich kann Dir dennoch damit vermitteln, was mein Lehrer mit zwei Sätzen zum Ausdruck bringen wollte:

Jeder Mensch könnte, (sofern Potential und Offenheit vorhanden), täglich lernen: aus seinen eigenen Fehlern, aus jeder alltäglichen Begebenheit, aus allen Situationen, in die er involviert ist, von jedem Menschen - sehr jung bis hochbetagt, der ihm begegnet, von jedem Lebewesen, mit dem er zu tun hat, das er aufmerksam beobachtet.

Ein offener „Herzgeist“, geboren aus der Einsicht, nicht der Nabel der Welt und gewiss nicht vollkommen zu sein, ist dem zuträglich.

Nicht nur mit den Sinnen zu hören, zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu tasten, sondern tatsächlich „wahr“-zunehmen, ist eine der Herausforderungen unseres lebenslangen Schülerdaseins; es ist eine der Lektionen in achtsamem Sein und Wertschätzung unseres jeweiligen Gegenübers - u.a. in seiner Eigenschaft als Lehrer, gleich, welcher Couleur; ... und ehret eure „Feinde“ - nur sie können euch geistige Disziplin lehren, :wink:

(… z.B. (irgendwann) das (eingestandene) Wahrnehmen der bunten Palette „geistiger Erscheinungen“ (wie z.B. Emotionen infolge „inkorrekter Vorstellungen bezüglich dessen, was ist“ als etwas, das (irgendwann) unaufgeregt erkannt, registriert und (nach diesem Aha-Effekt) losgelassen wird. 8) )

LG mkha'
Vielen Dank für die Erklärung mkha', das lasse ich erstmal sacken.
Ich habe nicht geschrieben, dass wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten sollen - sondern, dass wir beides sind, Schüler und Lehrer. Wengistens lesen solltest du können, wenn du liest. Aber wir lesen ja auch selektiv, weil Wahrnehmung so funktioniert. Deshalb habe ich dir das Steinchen, den Senkel mal hingelegt, um dich und deine Reaktion zu testen. Und da kommt reflexartig dein Beitrag - man muss dich nur anpicksen.

Schön, dass Du jetzt nicht reflexartig geantwortet hast … :D
Ich tu Dir den Gefallen, und reagier so, wie Du es vielleicht gerade von mir erwartest. Denn mit Deiner Aussage, würde jede Reaktion, wozu ich auch die vermeintliche Nicht-Reaktion zähle, gegen mich sprechen (upps, auch das ist eine verblendete Reaktion). Ich kann es also gar nicht richtig machen.

Wenn wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten, dann impliziert das auch stets die Schülerposition. Wenn ich in Dir gerade die Lehrerin sehe, dann bin ich automatisch gerade in der Position der Schülerin.
Gehst Du davon aus, dass mir Dein Senkel auf meinen Senkel geht? Ich kenn Dich doch. :)
Was mich bewogen hat zu schreiben, war die "Doris". Du hast mich angesprochen und ich wollte so höflich sein, mich auf Dein Gesprächsangebot einzulassen und Deiner Lehrstunde aufmerksam zu folgen.

Merkst Du nicht, dass Du was in mich hineinprojizierst? Du müsstest mich doch über die Jahre hinweg schon kennen. Aber vielleicht liest Du zu wenig von mir oder vergisst, was ich schreibe.
Ist ok. Ich jedenfalls lese Deine Sachen gerne und merke mir sehr viel, weil da viel kommt, von dem ich lerne.

Im üblichen Umgang der Menschen miteinander, wechseln diese Positionen ständig. Man kann sich dessen bewusst sein, und dieses Changieren begrüßen. Dann gibt es den Kontext, der vorher festgelegt wurde, hier also, dass jemand Meister Yoda als seinen Lehrer annimmt, und dieser einen als Schüler. Meister Yoda ist so klug, dass er weiß, auch er lernt durch seinen Schüler. Dennoch gibt es einen äußeren Rahmen. Meister Yoda neigt dazu, manchmal seinem begriffsstutzigen Schüler mit einem Lappen über den Schädel zu fahren. Der Schüler kennt den Kontext, und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich verletzt fühlt geringer als wenn das eine vorbeikommende Bäuerin macht. Dennoch kann der Schüler aus beiden Vorfällen lernen. Auch wenn die Bäuerin das macht, weil sie gerne andere Leute verdrescht.
Wenn z.B. jemand in seinem Leben viel Gewalt erfahren musste, dann kann er was daraus lernen. Aber das macht die Taten nicht besser und ist kein Grund, dem Täter das durchgehen zu lassen. Denn nicht seine Tat war eine Lehre, sondern das was der andere aus dem Erlittenen für sich gezogen hat. Wär es anders, müssten wir uns bei einigen Leuten tief verneigen, z.B. vor Stalin. Denn natürlich gibt es Leute, die haben was Nützliches daraus erlernt.
Liebe Doris,
ich will nochmal explizit auf deinen Beitrag eingehen, weil ich darin ein grundlegendes Mißverständnis in der Kommunikation sehe.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Ich frage mich, ob Du gelesen hast, was ich den Thread über geschrieben habe?
Wenn Du gelesen hättest, dann hättest Du mehrfach finden können, dass ich von allen hier lerne und dies wiederholt geschrieben habe, und dass das der Grund ist, warum ich noch hier bin. Und ich weiß, dass jeder nur so kann, wie er eben kann, also aus seiner Soheit handelt. Was für mich nicht bedeutet, dieses Soheit immer unkommentiert sein zu lassen. Schließlich sollen wir einander voneinander lernen – ich beziehe mich auf den oberen Absatz von Dir :mrgreen:

Entweder es ist Soheit, dann hat es überhaupt keinen Sinn, dies zu kommentieren oder zu beurteilen. Wenn du also weißt, dass jeder nur aus seiner Soheit handelt, weshalb dann den Senf dazu? Und nochmals - ich habe nicht geschrieben, dass wir voneinander lernen sollen - das hat du aber heraus gelesen. Ich trete nicht mit einem Anspruch hinsichtlich Lehre an andere - es ist einfach nur ein Beitrag hier in einem Forum - also ein Angebot, eine Ansicht. Die muss keiner lesen, keiner kommentieren, keiner annehmen.
Tychiades hat geschrieben:
Liebe Doris,
ich will nochmal explizit auf deinen Beitrag eingehen, weil ich darin ein grundlegendes Mißverständnis in der Kommunikation sehe.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Ich frage mich, ob Du gelesen hast, was ich den Thread über geschrieben habe?
Wenn Du gelesen hättest, dann hättest Du mehrfach finden können, dass ich von allen hier lerne und dies wiederholt geschrieben habe, und dass das der Grund ist, warum ich noch hier bin. Und ich weiß, dass jeder nur so kann, wie er eben kann, also aus seiner Soheit handelt. Was für mich nicht bedeutet, dieses Soheit immer unkommentiert sein zu lassen. Schließlich sollen wir einander voneinander lernen – ich beziehe mich auf den oberen Absatz von Dir :mrgreen:

Entweder es ist Soheit, dann hat es überhaupt keinen Sinn, dies zu kommentieren oder zu beurteilen. Wenn du also weißt, dass jeder nur aus seiner Soheit handelt, weshalb dann den Senf dazu? Und nochmals - ich habe nicht geschrieben, dass wir voneinander lernen sollen - das hat du aber heraus gelesen. Ich trete nicht mit einem Anspruch hinsichtlich Lehre an andere - es ist einfach nur ein Beitrag hier in einem Forum - also ein Angebot, eine Ansicht. Die muss keiner lesen, keiner kommentieren, keiner annehmen.


Ach, ist das spannend!

Klar, könnten wir aus der Soheit alles umkommentiert lassen. Wenn mir jemand eins über die Birne haut, könnte ich mein "Aua" auch lassen.
Ich weiß um meine Soheit. Dennoch trete ich ab und an mit meiner Soheit anderen auf die Füße. Das will ich nicht. Weil ich eigentlich nicht vorhabe, jemanden zu verletzen und weil ich das in einem äußeren Rahmen explizit verlautbart habe: Silas usw. Wenn mich jemand darauf hinweist, dann ist das in Ordnung. Ich kann das anschauen und mich überprüfen und mein Verhalten gegebenenfalls ändern. Also meine Soheit ein bisschen korrigieren. Was ich ja vorhabe, als Mitmensch im allgemeinen und als "Buddhistin" im speziellen. Tust Du bei mir doch gerade auch. Ich begrüße das.

Und nochmals - ich habe nicht geschrieben, dass wir voneinander lernen sollen - das hat du aber heraus gelesen.

Gut, da habe ich Dich wohl missverstanden.
Was mich anbelangt, ich sehe das halt so.

Ich denke oft darüber nach, hier nicht mehr zu schreiben, weil eigentlich alles schon gesagt ist. Nur geht es darum nicht.

Im übrigen, macht Senf für Manchen eine Wurst erst richtig lecker …
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Ich habe nicht geschrieben, dass wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten sollen - sondern, dass wir beides sind, Schüler und Lehrer. Wengistens lesen solltest du können, wenn du liest. Aber wir lesen ja auch selektiv, weil Wahrnehmung so funktioniert. Deshalb habe ich dir das Steinchen, den Senkel mal hingelegt, um dich und deine Reaktion zu testen. Und da kommt reflexartig dein Beitrag - man muss dich nur anpicksen.

Schön, dass Du jetzt nicht reflexartig geantwortet hast … :D
Ich tu Dir den Gefallen, und reagier so, wie Du es vielleicht gerade von mir erwartest. Denn mit Deiner Aussage, würde jede Reaktion, wozu ich auch die vermeintliche Nicht-Reaktion zähle, gegen mich sprechen (upps, auch das ist eine verblendete Reaktion). Ich kann es also gar nicht richtig machen.

Richtig. Man kann es bloß machen.

Wenn wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten, dann impliziert das auch stets die Schülerposition. Wenn ich in Dir gerade die Lehrerin sehe, dann bin ich automatisch gerade in der Position der Schülerin.

Ich habe mich mal vor Jahren dazu entschlossen, auf der sicheren Seite zu bleiben und mich ausschließlich als Schüler zu sehen.

Noch was hierzu:
Wenn z.B. jemand in seinem Leben viel Gewalt erfahren musste, dann kann er was daraus lernen. Aber das macht die Taten nicht besser und ist kein Grund, dem Täter das durchgehen zu lassen. Denn nicht seine Tat war eine Lehre, sondern das was der andere aus dem Erlittenen für sich gezogen hat. Wär es anders, müssten wir uns bei einigen Leuten tief verneigen, z.B. vor Stalin. Denn natürlich gibt es Leute, die haben was Nützliches daraus erlernt.


Man kann nur aus Erfahrung lernen - aus Gewalterfahrung lernt man mit Gewalt umzugehen und man lernt, dass es immer eine größere Gewalt gibt, die einen zwingt sich zu unterwerfen - oder lieber gleich zu sterben. Es wird dann immer enger unter der Gewalt.
Tychiades hat geschrieben:
Wenn wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten, dann impliziert das auch stets die Schülerposition. Wenn ich in Dir gerade die Lehrerin sehe, dann bin ich automatisch gerade in der Position der Schülerin.

Ich habe mich mal vor Jahren dazu entschlossen, auf der sicheren Seite zu bleiben und mich ausschließlich als Schüler zu sehen.

Wie ist das denn gemeint?
Warum ist das "sicher"?
Dass man immer gleichzeitig Schüler und Lehrer ist hat für mich erstmal nichts mit der Entscheidung zu tun eine gewisse Rolle einzunehmen, sondern ich empfinde das eher als schlicht gegeben. Die Rollen erfinden wir dann dazu.
Ich habe mich mal vor Jahren dazu entschlossen, auf der sicheren Seite zu bleiben und mich ausschließlich als Schüler zu sehen.

Auch wenn Du das tust, kannst Du nicht verhindern, dass Deine Äußerungen als Lehren betrachtet werden.
Ich meine das in dem Sinne, dass sich jemand das ansieht und was daraus lernt.
Nach meiner Ansicht, ist das halt eine menschliche Grundkondition. Wir lernen von den Anderen. Im Guten wie im Schlechten.
Deshalb das Forum hier und deshalb bin ich hier.

Vor einigen Jahren, als ich Anfängerin war und mich erstmals getraut habe in einem Forum öffentlich zu äußern, gab es jemand, der eine wundervolle Weise hatte, mit den Foristen und den auftauchenden Konflikten umzugehen. Ich habe mich auf die Fersen der Userin geheftet und beobachtet und analysiert, wie sie das macht, was da zum Ausdruck kommt und wie ich das integrieren könnte. Was mir bis heute nicht so gelingt, wie ich es gerne hätte, und allzu oft gar nicht. Das ist keine Lehrerin und sie ist sicher nicht mit diesem Anspruch unterwegs. Dennoch sehe ich sie als Lehrerin.
Weil ich nicht bestimmen kann, wer mich als Lehrer sieht und wer nicht, so wie die Userin das nicht kontrollieren kann, sehe ich mich in der Verantwortung, mich mit einem gewissen Anstand zu benehmen, weil ich nicht weiß, was ich vermittle. Man möge mir verzeihen, dass ich dem Anspruch nicht gerecht werden kann.

Es gab und gibt immer wieder Leute, an denen ich mich lange gerieben habe. Und immer wieder geschieht es, dass mir genau das die Augen über etwas geöffnet hat oder ich die Posts plötzlich in einem anderen Licht sehen konnte. Du erinnerst Dich sicher, dass ich früher auch Dir gegenüber eine andere Einstellung hatte.

Das Forum ist für mich also, nebst vorzüglicher Unterhaltung, eine Lernplattform, in der jeder beide Positionen innehält. Sogar ein dämlicher Streit um den Bart des Buddhas ist eine Lernsituation, die ich annehmen kann oder nicht. Vordergründig geht es um Sachthemen, darunter aber um mich. Beides halte ich für wichtig.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Vor einigen Jahren, als ich Anfängerin war und mich erstmals getraut habe in einem Forum öffentlich zu äußern, gab es jemand, der eine wundervolle Weise hatte, mit den Foristen und den auftauchenden Konflikten umzugehen. Ich habe mich auf die Fersen der Userin geheftet und beobachtet und analysiert, wie sie das macht, was da zum Ausdruck kommt und wie ich das integrieren könnte. Was mir bis heute nicht so gelingt, wie ich es gerne hätte, und allzu oft gar nicht.

Das ist doch die Aufgabe der Moderation. Wieso meinst Du eigentlich, da was befrieden zu müssen?
Holzklotz hat geschrieben:
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Vor einigen Jahren, als ich Anfängerin war und mich erstmals getraut habe in einem Forum öffentlich zu äußern, gab es jemand, der eine wundervolle Weise hatte, mit den Foristen und den auftauchenden Konflikten umzugehen. Ich habe mich auf die Fersen der Userin geheftet und beobachtet und analysiert, wie sie das macht, was da zum Ausdruck kommt und wie ich das integrieren könnte. Was mir bis heute nicht so gelingt, wie ich es gerne hätte, und allzu oft gar nicht.

Das ist doch die Aufgabe der Moderation. Wieso meinst Du eigentlich, da was befrieden zu müssen?

Wie kommst Du darauf, dass ich das so gemeint haben könnte?

Aber selbst wenn, was spräche dagegen, wenn wir das uns Mögliche beitragen würden in Konflikten vermittelnd und beruhigend einzugreifen? Bräuchte es dazu eine Moderatoren-Funktion, oder im Real-Life die Funktion eines Polizisten und Richters?
Machen wir das nicht ab und an ohnehin so? Also wenn jemand was schreibt und ein anderer sich empört, wie oft schreiben dann andere, sie hätten das anders gelesen und nicht aggressiv aufgefasst?
Mir fällt da das Mäh-Beispiel ein :mrgreen:
Holzklotz hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Wenn wir uns gegenseitig als Lehrer betrachten, dann impliziert das auch stets die Schülerposition. Wenn ich in Dir gerade die Lehrerin sehe, dann bin ich automatisch gerade in der Position der Schülerin.

Ich habe mich mal vor Jahren dazu entschlossen, auf der sicheren Seite zu bleiben und mich ausschließlich als Schüler zu sehen.

Wie ist das denn gemeint?
Warum ist das "sicher"?
Dass man immer gleichzeitig Schüler und Lehrer ist hat für mich erstmal nichts mit der Entscheidung zu tun eine gewisse Rolle einzunehmen, sondern ich empfinde das eher als schlicht gegeben. Die Rollen erfinden wir dann dazu.


Das ist eine Einstellung den Dingen und den Personen gegenüber. Sicher ist das insofern, als es der "letzte" Platz in einer Hierarchie ist und den macht einem niemand streitig. Schüler ist keine Rolle, so wie Kind auch keine Rolle ist, die man einnimmt. Es ist wie schon gesagt eine Haltung dem Dharma gegenüber.
Der Punkt ist der, dass ich als Erwachsener diese Haltung bewusst einnehmen kann und mich darin üben kann.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Wie kommst Du darauf, dass ich das so gemeint haben könnte?

In Kombination damit, dass Du in diesem Thread und auch schon an anderen Stellen gerne etwas an den Tag legst, was man als "moralischen Zeigefinger" verstehen könnte. Ich finde es auch gut, wenn man situationsbedingt mal schlichtet, aber da sollte halt auch das Prinzip der gleichen Augenhöhe gelten (es sei denn, man ist Moderator(in)).
Man kann ja nicht nur beim "Lehrer spielen" seine Kompetenzen überschreiten, sondern auch beim "Polizei spielen".
(Nicht als Vorwurf gemeint, sondern nur mal als Gegendarstellung)
Ich schaue auf den Anfang des threads, dann auf das, was daraus wurde und kann nur noch schreiben:
q.e.d.
Gemach, denn "... welche Klänge kann man süßer finden als den Vortrag einer angemessenen Rede?" (Cicero) :wink:
nyalaana hat geschrieben:
Ich habe mir angewöhnt immer zu schauen in welchem Bereich des Forums ein Thread steht auf den ich antworte. Wenn ich von mir Dinge berichte, oder von Dingen schreibe, bei denen es mich stören würde wenn sie ein anderer ins Gegenteil verkehrt oder falsch versteht/zitiert oder verdreht, dann poste ich sie nicht. Weil das fast überall im Forum geschehen kann. Im geschlossenen Bereich der Tibeter habe ich das noch nicht erlebt, da kann ich anders schreiben, auch offen über mich.
Die verschiedenen Sichtweisen der verschiedenen buddhistischen Religionen, derjenigen die an ihrer "Bibel" kleben und nichts anderes gelten lassen, oder die meinen mal kräftig rumgerüpelt sei angebrachter "direkter Stil", oder derjenigen die meinen sie müssen hier anderen einen "Spiegel vorhalten", das birgt einfach viel potential für Verletzung und bösse Worte, oder zumindest Missverständnisse oder ewiges aneinander-Vorbeireden.

Ich habe schon einige hier erlebt, die sehr entusiastisch hier im Forum angefangen haben, und die öffensichtlich Spass daran hatten hier in einen Austausch mit Buddhisten zu treten. Die dann aber zu viel persönliches geschrieben haben, dass dann verdreht wurde, über dass dann schlecht geschrieben wurde, und die dann weggeblieben sind. Ich mutmasse, weil sie es als Verletzung empfunden haben, weil sie es sich nicht länger antun wollten. Und auch weil sie vielleicht ausser Acht gelassen haben, dass die Dinge auf die sie Wert legen, bei Anderen eben aus den oben genannten Gruppen weil sie halt eine andere Sichtweise haben, nicht wertgeschätzt werden oder gar attackiert werden.


Grüss Dich nyalaana

wir beide sind ja schon einige Zeit Mitglieder in diesem Forum,
haben dementsprechend viel gelesen, gehört kann ich ja in dem Zu-
sammenhang nicht sagen.

An mir prallt persönliche Anmache oder übler Umgang ab;
da ist mir noch Dorje Sema in Erinnerung; der konnte ganz doll
reinklotzen oder einige Nerds, what ever . . .

Ich begebe mich ja freiwillig in dieses Netz, da muß ich auf
einiges gefaßt sein ! Denn generell hat sich der gesellschaftliche
Umgang der Menschheit miteinander sehr zum Üblen und Schlechten
verändert und dies bei persönlichen Begegnunen. Fake News, üble
Nachrede , Rufmord , von Totschlag will ich gar nicht anfangen.
Jeder der User- und Userinnen kennt wohl den neuen populistischen Ton.

Je älter ich werde, desto gelassener. An mir perlt Shit ab,
solange ich noch einem EGO krass unterliegt gräbt mich so ziemlich
alles an. Verschwindet dieses, wird immer kleiner und mein innerer Grund
ist felsenfest, dann bedaure ich die "arme Menschheit" ob ihres
gemeinsamen hypnotischen Schlafes.

Gruß Gitte
jianwang hat geschrieben:
Ich schaue auf den Anfang des threads, dann auf das, was daraus wurde und kann nur noch schreiben:
q.e.d.

Kannst Du das näher erläutern?

Für den Fall, dass Du mich meinst:
Ich erlebe meinen Austausch mit Tychiades keinesfalls als Streit, sondern als sehr wichtigen Austausch, für mich jedenfalls. Da ist keinerlei Feinseligkeit von meiner Seite, und so wie ich sie erfahre, auch nicht von ihrer Seite. Ich schätze die Gespräche mit ihr. Und der kleine Hauch Ironie, den ich bisweilen mitschicke, ist auch freundlich gemeint. Ich vermute, den kann sie auch gut einordnen.

Ganz allgemein zum Thread:
Ich sehe den ganzen Thread als eine Annäherung von vielen Seiten aus und da kommen dann eben verschiedene Erlebnis- und Interpretationswelten zusammen. Das Thema taucht immer wieder auf, daher gehe ich davon aus, dass wir es noch nicht gefressen haben (in beiderlei Sinn).
Brigitte:
Jeder der User- und Userinnen kennt wohl den neuen populistischen Ton.
:like:


Manchmal denke ich da ist auch sowas a-religiöses drin, halt was ganz liebloses. In Game of Thrones wird das auf die Spitze getrieben. Bloßes Kalkül, Berechnung und stete Versuche der Manipulation, sehr subtil, medial, hupft das von einem zum anderen. Keiner bleibt unschuldig.
Alles dreht sich nur noch um Macht. Das Religiöse da hat in dieser Serie auch so gar nichts mehr Metaphysisches, was ich "interessant" finde. Das greift den "Zeitgeist" auf oder es ist auch dem Autor geschuldet. Weiß ich nicht. Es ist zwar nicht durch und durchrationalisiert, aber tot, starr, wie ein dunkler Spiegel.
That actually is not religion, but religious institution. Religion, real religion, means love. Even animal(s) appreciate love. So nobody can (be) against religion, or love.

Auch Wahrheitsliebe...ich denke, ist was tiefgründiges. Was den Pfad betrifft sicher unabkömmlich.
@Doris

Ich meine nicht Dich :kiss:

Aber wenn man den Anfang sieht und die Entwicklung des threads ist das zu erkennen, was (leider) auch oft bei Anderen Themen zu erkennen ist - ein Abdriften in Dinge, die der Thread eröffnet nie vorhatte.
jianwang hat geschrieben:
@Doris

Ich meine nicht Dich :kiss:

Aber wenn man den Anfang sieht und die Entwicklung des threads ist das zu erkennen, was (leider) auch oft bei Anderen Themen zu erkennen ist - ein Abdriften in Dinge, die der Thread eröffnet nie vorhatte.


Es ist hilfreich, wenn du die Beiträge mal kennzeichnest, auf die sich deine Anmerkung bezieht. Ansonsten ist das eine viel zu allgemeine Kritik, die dann auch nichtssagend ist.
Im übrigen ist es völlig natürlich, dass so ein thread mäandert, aber mit etwas Geduld kommt er dann entweder wieder zum Hauptfluss zurück oder endet einfach so.
Grüß Dich morpho,

bin ein totaler Fan von Game of Thrones 8)

aber da gleite ike doch vom Thema ab.

Dein Beitrag fand ich aber sehr treffend.

LG, brigitte
Meine Meinung dazu: Ich bin hier, weil es mir das aktiviste deutschsprachige Forum zum Thema Buddhismus zu sein scheint. Ich war allerdings erstaunt, weil der Umgangston teilweise recht ruppig ist. Find ich an sich nicht schlimm, es erstaunt mich aber wirklich, weil dieser Sarkasmus und mehr oder minder umschriebene "Du bist blöd" Kommentare von Leuten stammen, die laut eigener Angabe seit Jahren einen Weg praktizieren, dessen Regel lautet "Rechte Rede", also entweder hilfreiches sprechen oder Klappe halten :mrgreen: In irgendeiner Sutra sagt der Buddha "Hilfreiche Worte spricht er, die verbinden und das Herz erfreuen". Gleichzeitig erstaunt mich nicht minder, wie leicht Leute hier beleidigt sind und trotzig reagieren - ebenfalls vor dem Hintergrund eines Weges, der besagt "Selbst wenn Räuber mit scharfer Säge Deine Gliedmaßen abtrennen, soll sich Dein Geist nicht ändern". Hab ich mir gemerkt, weil es so ein ungewöhnliches Bild ist :mrgreen:

Kurz: Wenn ich einen Kommentar ruppig oder unhöflich finde, versuche ich mich in Gleichmut zu üben. :)
Ich habe dieses Forum als Axt gesehen. Da ich keine Persönlichkeit habe wurden mir die von mir eingebildeten Personen die auf Buddhismus bestanden immer in wunderbarer Weise klein gehackt. Das ist inzwischen richtig Arbeit eine Person zu schaffen denn meist zerhack ich sie schon bevor sie veröffentlicht wird. Je unpersönlicher ich werde je un-buddhistischer ist das. Problem ich kann auch viel buddhistisches nicht mehr verstehen, da bin ich sprachlos geworden, still und in Gespräch mit dem Forum, angezeigt durch "Beitrag löschen", für das Forum unsichtbar doch Das Forum weiss es und lächelt. Das Forum hat mich gelehrt das ich mit dem was ich erschaffe auch leben muss und nicht mehr spielen kann, entweder bist es Du oder schweige. Hilfreich und höflich muss das nicht sein einfach nur echt da was da jetzt ist.

Wer ist online?

Insgesamt sind 7 Besucher online. Im Detail: 2 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 1 unsichtbares Mitglied und 4 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 214 Besuchern, die am 27.02.2017 23:21 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: mukti und 4 Gäste