Die Pioniere des Buddhismus im deutschsprachigen Raum

Moderator: void

Hatten oder haben die Pioniere des Buddhismus in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum (die vor allem zu Ende des 19., Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts lebten und wirkten) für Euch noch irgendeine Bedeutung?

Habt Ihr Euch mit ihnen schon mal auseinandergesetzt? Wie seht Ihr deren Interpretation des Buddhismus?

Ich meine damit Menschen wie Paul Dahlke, Hermann Oldenberg, Karl Seidenstücker, Max Ladner, Kurt Schmidt, u.U. Georg Grimm. Oder aus der zweiten Generation, Nyanatiloka, ggfs. auch noch Nyanaponika?

Gruss

W.
Sie sind tot - wieso an ihnen hangen? Meine ganz persönliche Meinung.

_()_
jianwang hat geschrieben:
Sie sind tot - wieso an ihnen hangen? Meine ganz persönliche Meinung.

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Der Buddha ist auch tot....

Ich schrieb ja, was Ihr von deren Interpretation haltet...
Sagte ich das nicht schon?
Jeder geht seinen eigenen Weg.

"Was man zur Tür hereinträgt kann nicht des Hauses eigen sein"
Waldler hat geschrieben:
Hatten oder haben die Pioniere des Buddhismus in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum (die vor allem zu Ende des 19., Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts lebten und wirkten) für Euch noch irgendeine Bedeutung?

Habt Ihr Euch mit ihnen schon mal auseinandergesetzt? Wie seht Ihr deren Interpretation des Buddhismus?

Ich meine damit Menschen wie Paul Dahlke, Hermann Oldenberg, Karl Seidenstücker, Max Ladner, Kurt Schmidt, u.U. Georg Grimm. Oder aus der zweiten Generation, Nyanatiloka, ggfs. auch noch Nyanaponika?

Gruss

W.


Mehr Bedeutung als die Erstgennannten haben für mich Nyanatiloka und Nyanaponika, weil sie als praktizierende Mönche in einer Sangha meines Erachtens mehr praktische Erfahrung hatten.
Ich bin allen Pionieren sehr dankbar für ihre Bemühungen, ihren persönlichen Einsatz und ihre außerordentlichen Leistungeṇ: http://www.buddha-dhamma.de/pioniers.htm

Ich denke, Ihr alle wisst, dass es gewiss nicht leicht war, eine (religiöse) Lehre, "importiert aus einem rückständigen, barbarischen Heidenland", im "Land der kultivierten Dichter und Denker" salọnfähig zu machen, (und dann auch noch mit der Absicht, sie zu etablieren).

LG mkha'
So sehe ich das auch, mkha'. Man muss sich mal vorstellen, dass die meisten vom Buddha und seiner Lehre bis dato nur über das wenige, das Schopenhauer über sie geschrieben hat, etwas wussten, mehr gab es ja in den westlichen Sprachen nicht oder nur sehr sehr vereinzelt. Ohne diese Pioniere gäbe des den Buddhismus im Westen nicht in der Form wie er heute existiert.
Für mich sind diese Pioniere auch deshalb wichtig, weil ich als Nachgeborener an ihnen (besonders Grimm) anschaulich gelernt habe, dass in jeder Übersetzung/Interpretation/Lehrbuch auch eine ganze Menge Zeitgeist des jeweiligen Pioniers mit drinsteckt. Seither bin ich mit dem Begriff 'reine Lehre' vorsichtig.
K-Dorje hat geschrieben:
Für mich sind diese Pioniere auch deshalb wichtig, weil ich als Nachgeborener an ihnen (besonders Grimm) anschaulich gelernt habe, dass in jeder Übersetzung/Interpretation/Lehrbuch auch eine ganze Menge Zeitgeist des jeweiligen Pioniers mit drinsteckt. Seither bin ich mit dem Begriff 'reine Lehre' vorsichtig.

Grimm war doch ein Christ und konnte garnicht anders denken.
Er glaubte die Lehre des Buddha assimilieren zu müssen.
Er glaube ein ewiger puggala zu sein.
Hi,
ich habe mir deine Übersicht angeschaut und festgestellt, dass einer fehlt.
Das ist Rudolf Steiner mit seinen Anthroposophen. Dahinter steckt der tibetische
Buddhismus. Tagtäglich zu sehen bei den Produkten der Firma Weleda und Waldorfschulen.
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
ich habe mir deine Übersicht angeschaut und festgestellt, dass einer fehlt.
Das ist Rudolf Steiner mit seinen Anthroposophen.

Steinerlinge und Buddhismus ein Widerspruch in sich selbst.
Eher hatte die Theosophie eine Beziehung zum Buddhismus, etwa Blavatsky mit ihren angeblichen unsichtbaren Meistern aus Tibet. Ihr Gefährte Colonel Olcott hat u.a. "Grundlagen der Buddhalehre" verfasst, das für den Schulunterricht in Sri Lanka benutzt wurde. Er war dort beteiligt an der Gründung buddhistischer Schulen und Universitäten womit er sich gegen das Kolonialsystem und die christliche Missionierung gestellt hat.
accinca hat geschrieben:
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
ich habe mir deine Übersicht angeschaut und festgestellt, dass einer fehlt.
Das ist Rudolf Steiner mit seinen Anthroposophen.

Steinerlinge und Buddhismus ein Widerspruch in sich selbst.


So sehe ich das auch.

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