Befreiung und der natürliche Zustand des Seins

Moderator: void

Aus folgendem Thread: Fundamentalkritik (in) Allgemeines zum Buddhismus

Da es dort zu OffTopic wäre, habe ich mal einen Thread dazu eröffnet.

von Spock » 03.08.2017, 12:39 hat geschrieben:
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Du meinst, es würde vorausgesetzt werden, man müsse nun aber dieses oder jenes denken? Und alles, was dem nicht entspräche, wäre irgendwie "daneben" aka "verblendet" und eine Art Krankheit, also bedingt, während hingegen die "Rechte Ansicht" nicht bedingt wäre und automatisch erscheine? Verstehe ich Dich richtig?

Ja. So liest sich das für mich teilweise. Das is der ¨ganz natürliche¨ Zustand des Seins, aber bei mir is das nich so. Ich hab das gelesen, gehört und verglichen, dass das so is und egoistisch bin ich iwie immernoch. Also das is für mich nicht mühelos einfach so.


Hallo ihr Lieben.

Also so wie ich die Buddhalehre verstehe ist dieser "ganz natürliche" Zustand des Seins für alle Nichtarahants Gier, Hass und Verblendung. Auch wenn diese drei unheilsamen Wurzeln oder Geistesgifte noch so subtil da sind, sie sind da. Deswegen ist es wichtig diese bis auf die Wurzel zu beseitigen, wenn einem die nachhaltige und endgültige Befreiung von Dukkha, wie es Buddha der Überlieferungen nach lehrte, wichtig ist.

Das geht aber nicht von heute auf morgen bei den Meisten. Deswegen ist der erste Schritt ersteinmal mit sich und der Welt so wie es jetzt in diesem Moment ist, einigermaßen in Frieden zu kommen. Mit all den Unzulänglichkeiten und Charakterschwächen die man hat. Frieden mit der Welt heißt meiner Meinung nach nicht, alles in der Welt mitmachen zu müssen. Fehlentwicklungen dürfen benannt oder bearbeitet werden. Aber man sollte daran auch nicht kaputtgehen. Der Weg der Befreiung nach Buddha braucht den ganzen Menschen und vor allem auch einen geistig gesunden und ausgeglichenen Menschen.

Das heißt nicht, dass man sich nicht mit der Buddhalehre beschäftigen darf bevor man vollkommen gesund ist. Im Gegenteil, auch schon bei der normalen weltlichen Gesundung kann die Buddhalehre sicher hilfreich sein.

Mir fallen da zum Beispiel das Prinzip von Dana (Geben, Abgeben,Teilen) ein oder die 5 Sila. Aber sicher auch alles andere am edlen achtfachen Pfad kann hilfreich sein.

Aber die endgültige Befreiung eines Arahant ist meiner Meinung nach nocheinmal etwas ganz anderes als nur weltliche Gesundheit des Geistes. Sie baut darauf auf.

Man kann natürlich sagen, dass auch der Arahant in einer Art natürlichem Sein lebt. Aber es ist für den Arahant nur natürlich, weil er alle Fesseln überwunden hat.

Man sagt beim Arahant: "Geburt ist zu Ende gebracht, das heilige Leben ist gelebt, es ist getan, was getan werden mußte, darüber hinaus gibt es nichts mehr.". (Nachzulesen zum Beispiel am Ende von MN7, MN37, MN73 - MN = Mittlere Sammlung im Palikanon)

Trotzdem ist es meiner Meinung nach nicht korrekt bei einem Arahant von "Sein" oder "Natürlichem Sein" zu sprechen, da ein Arahant weder "ist" noch "nicht ist". Es gibt in Bezug auf ihn weder "Sein" noch "Nichtsein". Sein würde subtiles "Haben-Wollen" repräsentieren, Nichtsein subtiles "Nicht-Haben-Wollen".

Majjhima Nikāya 72
An Vacchagotta über das Feuer - Aggivacchagotta Sutta

...

"Die spekulative Ansicht, daß ein Tathāgata nach dem Tode existiere, ist ein Dickicht von Ansichten, eine Wildnis von Ansichten, eine Verzerrung von Ansichten, ein Wankelmut von Ansichten, eine Fessel von Ansichten. Sie ist von Dukkha umzingelt, von Verdruß, von Verzweiflung und Fieber, und sie führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna."

"Die spekulative Ansicht, daß ein Tathāgata nach dem Tode nicht existiere, ist ein Dickicht von Ansichten, eine Wildnis von Ansichten, eine Verzerrung von Ansichten, ein Wankelmut von Ansichten, eine Fessel von Ansichten. Sie ist von Dukkha umzingelt, von Verdruß, von Verzweiflung und Fieber, und sie führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna."

"Die spekulative Ansicht, daß ein Tathāgata nach dem Tode sowohl existiere, als auch nicht existiere, ist ein Dickicht von Ansichten, eine Wildnis von Ansichten, eine Verzerrung von Ansichten, ein Wankelmut von Ansichten, eine Fessel von Ansichten. Sie ist von Dukkha umzingelt, von Verdruß, von Verzweiflung und Fieber, und sie führt nicht zur Lossagung, zum Verschwinden, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna."

"Die spekulative Ansicht, daß ein Tathāgata nach dem Tode weder existiere, noch nicht existiere, ist ein Dickicht von Ansichten, eine Wildnis von Ansichten, eine Verzerrung von Ansichten, ein Wankelmut von Ansichten, eine Fessel von Ansichten. Sie ist von Dukkha umzingelt, von Verdruß, von Verzweiflung und Fieber, und sie führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna. Weil ich diese Gefahr sehe, nehme ich keine dieser Arten von Ansichten an."

15. "Hat dann Meister Gotama überhaupt irgendeine spekulative Ansicht?"

"Vaccha, 'spekulative Ansicht' ist etwas, was vom Tathāgata beseitigt worden ist. Denn der Tathāgata, Vaccha, hat dies gesehen: 'So ist Form, so ihr Ursprung, so ihr Verschwinden; so ist Gefühl, so sein Ursprung, so sein Verschwinden; so ist Wahrnehmung, so ihr Ursprung, so ihr Verschwinden; so sind Gestaltungen, so ihr Ursprung, so ihr Verschwinden; so ist Bewußtsein, so sein Ursprung, so sein Verschwinden.' Daher, sage ich, mit der Vernichtung, dem Lossagen, dem Aufhören, dem Aufgeben und Loslassen aller Vorstellungen, aller Gedankengebäude, allen Ich-Machens, allen Mein-Machens und der zugrundeliegenden Neigung zum Ich-Dünkel, ist der Tathāgata durch Nicht-Anhaftung befreit."

...

Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m072z.html - Majjhima Nikāya 72 - An Vacchagotta über das Feuer - Aggivacchagotta Sutta

Es sind Vorstellungen die alle überwunden werden müssen. Jegliche Vorstellung, am Ende auch die Vorstellung jede Vorstellung zu überwinden.

Majjhima Nikāya 74
An Dīghanakha - Dīghanakha Sutta

1. So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Rājagaha auf dem Geiersberg in der Wildschwein-Höhle auf.

2. Da ging der Wanderasket Dīghanakha zum Erhabenen und tauschte Grußformeln mit ihm aus [1]. Nach diesen höflichen und freundlichen Worten stand er zur Seite und sagte zum Erhabenen: "Meister Gotama, meine Lehrmeinung und Ansicht ist dies: 'Für mich ist nichts annehmbar [2].'"

"Diese deine Ansicht, Aggivessana, 'Für mich ist nichts annehmbar' - ist nicht zumindest jene Ansicht für dich annehmbar?"

"Wenn diese meine Ansicht für mich annehmbar wäre, Meister Gotama, würde es sich damit genauso verhalten, würde es sich damit genauso verhalten [3]."

3. "Nun, Aggivessana, es gibt viele in der Welt, die sagen: 'Es würde sich damit genauso verhalten, es würde sich damit genauso verhalten', und doch überwinden sie jene Ansicht nicht und sie nehmen noch manche andere Ansicht an. Von jenen gibt es wenige in der Welt, die sagen: 'Es würde sich damit genauso verhalten, es würde sich damit genauso verhalten', und die jene Ansicht überwinden und keine andere Ansicht annehmen."

4. "Aggivessana, es gibt einige Mönche und Brahmanen, deren Lehrmeinung und Ansicht dies ist: 'Für mich ist alles annehmbar.' Es gibt einige Mönche und Brahmanen, deren Lehrmeinung und Ansicht dies ist: 'Für mich ist nichts annehmbar.' Und es gibt einige Mönche und Brahmanen, deren Lehrmeinung und Ansicht dies ist: 'Einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar.' Unter diesen ist die Ansicht jener Mönche und Brahmanen, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'für mich ist alles annehmbar', nahe der Begierde, nahe dem Gefesseltsein, nahe dem Ergötzen, nahe dem Festhalten, nahe dem Anhaften. Die Ansicht jener Mönche und Brahmanen, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'für mich ist nichts annehmbar', ist nahe der Nicht-Begierde, nahe dem Nicht-Gefesseltsein, nahe dem Nicht-Ergötzen, nahe dem Nicht-Festhalten, nahe dem Nicht-Anhaften [4]."

5. Nach diesen Worten bemerkte der Wanderasket Dīghanakha: "Meister Gotama heißt meine Art von Ansicht gut, Meister Gotama empfiehlt meine Art von Ansicht."

"Aggivessana, was jene Mönche und Brahmanen betrifft, die die Lehrmeinung und Ansicht vertreten 'einiges ist für mich annehmbar, einiges ist für mich nicht annehmbar' - ihre Ansicht ist bezüglich dessen, was für sie annehmbar ist, nahe der Begierde, nahe dem Gefesseltsein, nahe dem Ergötzen, nahe dem Festhalten, nahe dem Anhaften, während ihre Ansicht bezüglich dessen, was für sie nicht annehmbar ist, nahe der Nicht-Begierde, nahe dem Nicht-Gefesseltsein, nahe dem Nicht-Ergötzen, nahe dem Nicht-Festhalten, nahe dem Nicht-Anhaften ist."

...

Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m074z.html - Majjhima Nikāya 74 - An Dīghanakha - Dīghanakha Sutta

So wie man einen Dorn benutzen kann um einen anderen Dorn aus dem Fuß zu entfernen. Ist der Dorn aus dem Fuß entfernt, kann man auch den Dorn in der Hand wegwerfen. Er wird nichtmehr gebraucht. Genauso braucht auch ein Arahant keine Lehre und keine Vorstellung mehr. Er hat die Lehre und Vorstellungen als Floß ans andere Ufer benutzt. Jetzt ist er am anderen Ufer und braucht auch die Lehre und Vorstellungen nicht mehr.

http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m022z.html - Majjhima Nikāya 22 - Das Gleichnis von der Schlange - Alagaddūpama Sutta - (Das Gleichnis vom Floß)

Das Problem scheint zu sein, dass die Meisten oder sogar fast Alle das Floß zu früh verlassen, weil sie irrtümlicherweise glauben schon am anderen Ufer zu sein. Dann lieber das Floß etwas länger als nötig herumtragen, als in den Fluten zu versinken.

Einen Hinweis zum Prüfen ob man ein Arahant sein könnte gibt es hier:

Majjhima Nikāya 76
An Sandaka - Sandaka Sutta

...

"Sandaka, wenn ein Bhikkhu ein Arahant ist, mit vernichteten Trieben, der das heilige Leben gelebt hat, getan hat, was getan werden mußte, die Bürde abgelegt hat, das wahre Ziel erreicht hat, die Fesseln des Werdens zerstört hat und durch letztendliche Erkenntnis vollständig befreit ist, ist er unfähig, Übertretungen in fünf Fällen zu begehen. Ein Bhikkhu, dessen Triebe vernichtet sind, ist unfähig, absichtlich einem Lebewesen das Leben zu nehmen; er ist unfähig zu nehmen, was nicht gegeben wurde, das heißt zu stehlen; er ist unfähig, sich dem Geschlechtsverkehr hinzugeben; er ist unfähig, wissentlich die Unwahrheit zu sprechen; er ist unfähig, Sinnesvergnügen zu genießen, indem er sie ansammelt, wie er es früher im Laiendasein getan hat [4]. Wenn ein Bhikkhu ein Arahant ist, mit vernichteten Trieben, der das heilige Leben gelebt hat, getan hat, was getan werden mußte, die Bürde abgelegt hat, das wahre Ziel erreicht hat, die Fesseln des Werdens zerstört hat und durch letztendliche Erkenntnis vollständig befreit ist, ist er unfähig, Übertretungen in diesen fünf Fällen zu begehen."

52. ...


Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m076z.html - Majjhima Nikāya 76 - An Sandaka - Sandaka Sutta

Der edle achtfache Pfad macht also Sinn und sollte wirklich erst endgültig losgelassen werden, wenn man auch wirklich angekommen ist. Schaut lieber zweimal nach.

Oder man hat keine Lust mehr auf vollkommenes Erwachen. Gibt es sicher auch oft.

Deswegen macht es für mich auch Sinn, dass man Dharma auch als "Ding" bezeichnet, weil Dharma zum Beispiel als edler achtfacher Pfad auch ein Ding ist. Aber ein hilfreiches Ding. Und deswegen ist am Ende auch Dharma loszulassen, weil es ein Ding ist und jedes Ding letztendlich leidhaft, unbefriedigend, vergänglich ist und mir nicht gehört. Aber erst am Ende.

Ich argumentiere hier natürlich vor allem aus Sicht des Palikanon wie ich ihn zur Zeit verstehe, garniert mit Theravada.

Und alles nur eine unvollkommene, vergängliche Meinung, die mir nicht gehört und die ich nicht bin.

Glaubt mir kein Wort. Könnte auch völliger Quatsch sein.

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Glaubt mir kein Wort. Könnte auch völliger Quatsch sein.

Also das hätte jetzt nicht sein müssen.
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Glaubt mir kein Wort. Könnte auch völliger Quatsch sein.

Also das hätte jetzt nicht sein müssen.


Warum lieber accinca?

Liebe Grüße
Das gefällt mir! Das einzige was ich korrigieren würde an deinem Text wäre, dass ich den 8fachen Pfad überhaupt nie verlassen würde :)... Danke für diese Gedanken.
Nuovo hat geschrieben:
Das gefällt mir! Das einzige was ich korrigieren würde an deinem Text wäre, dass ich den 8fachen Pfad überhaupt nie verlassen würde :)... Danke für diese Gedanken.


Gerne liebe Nuovo.

Ja genau, lese den Text so wie es für dich am besten passt.

Ich hatte in der Vergangenheit auch immer wieder Phasen wo ich eine zeitlang nichts von Buddha oder Buddhismus hören wollte. Scheinbar brauche ich manchmal solche Pausen um klarer denken zu können oder so.

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Aus folgendem Thread: Fundamentalkritik (in) Allgemeines zum Buddhismus

Da es dort zu OffTopic wäre, habe ich mal einen Thread dazu eröffnet.

von Spock » 03.08.2017, 12:39 hat geschrieben:
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Du meinst, es würde vorausgesetzt werden, man müsse nun aber dieses oder jenes denken? Und alles, was dem nicht entspräche, wäre irgendwie "daneben" aka "verblendet" und eine Art Krankheit, also bedingt, während hingegen die "Rechte Ansicht" nicht bedingt wäre und automatisch erscheine? Verstehe ich Dich richtig?

Ja. So liest sich das für mich teilweise. Das is der ¨ganz natürliche¨ Zustand des Seins, aber bei mir is das nich so. Ich hab das gelesen, gehört und verglichen, dass das so is und egoistisch bin ich iwie immernoch. Also das is für mich nicht mühelos einfach so.



Es wird nicht vorrausgesetzt dass man dieses oder jenes denken müsste! Sondern es wird infrage gestellt ob man die Wirklichkeit erfassen kann, wenn man ungeprüft davon ausgeht, dass es ein denkendes Subjekt und die Objekte des Denkens gibt. Und beides voneinander getrennt sei. Nach eingehender Prüfung ergibt sich, dass die Trennung in das denkende Subjekt und das gedachte Objekt ein Konstrukt/ Konzept ist. Es wird dann trainiert das Konzeptualisieren zu unterlassen. Dann zeigt sich der natürliche Zustand des Seins.

Das, was der Wahrheit nicht entspricht, was eine Verblendung ist, eine Art Krankheit ist, ist die Behauptung, es gäbe das denkende Subjekt und die vom Subjekt getrennt existierenden wahrgenommenen Objekte, über die gedacht wird.

Der Glaube, man könne auf diese falsche Vorraussetzung betreffend des Aktes des Erkennens bauend, die Wahrheit erkennen, ist die Verblendung.

Aus diesem Grund sind sämtliche Ideen, die als Basis den Geisteszustand des naiven Realismus ( Trennung in Subjekt und Objekt) haben, fehlerbehaftet.
Das is etwas aus dem Kontext gerissen. Mein Post davor war dieser:

Für mich ist es eine Umkonditionierung, dh. von einer Konditionierung zu einer anderen (= ¨Haltung¨). Und dann wird immer gesagt, wie lange die Leute brauchten und gleichzeitig wie natürlich das ¨eigentlich¨ sei und nun wird auch so getan, als sei das eben nicht ¨bedingt¨, aber das musste eben erst vermittelt werden. Das is für mich wiedersprüchlich.


Dann kommt das Zitat aus dem Eingangspost von Raphy
von Spock » 03.08.2017, 12:39 hat geschrieben:
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Du meinst, es würde vorausgesetzt werden, man müsse nun aber dieses oder jenes denken? Und alles, was dem nicht entspräche, wäre irgendwie "daneben" aka "verblendet" und eine Art Krankheit, also bedingt, während hingegen die "Rechte Ansicht" nicht bedingt wäre und automatisch erscheine? Verstehe ich Dich richtig?

Ja. So liest sich das für mich teilweise. Das is der ¨ganz natürliche¨ Zustand des Seins, aber bei mir is das nich so. Ich hab das gelesen, gehört und verglichen, dass das so is und egoistisch bin ich iwie immernoch. Also das is für mich nicht mühelos einfach so.


und danach schrieb ich das hier:

Ich weiss schon was gemeint is (bilde ich mir ein), aber dafür sind eben bei mir Lehrmittel nötig. Bevor der Vorwurf kommt: damit meine ich nicht nur Bücher, sondern auch ¨Praxis¨. Und diese Mittel sind nicht zeitlos und auch nich der vermittelte Inhalt, der die Orientierung vorgeben soll.


Wobei es mir um den Wandel der Lehre ging. Aber ich will jetzt hier nich den ganzen Thread rüberkopieren. Ich will auch die Diskussion nicht unterbrechen, sondern das nur ergänzen.


Nur so: In dem Thread wurde auch eine Seite reingelinkt in der Verdinglichung und Objekt-Subjekt unterschieden wird. Falls jemand mag:

http://www.thezensite.com/ZenEssays/Phi ... dhism.html

Viele Grüsse
Raphy hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Glaubt mir kein Wort. Könnte auch völliger Quatsch sein.

Also das hätte jetzt nicht sein müssen.

Warum lieber accinca?

Weil dafür keine Notwendigkeit bestand.
Hallo liebe Spock.

Du kannst hier in diesem Thread gern frei von der Leber weg schreiben, falls dir ein bestimmter Punkt wichtig ist.

Liebe Grüße
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Also das hätte jetzt nicht sein müssen.

Warum lieber accinca?

Weil dafür keine Notwendigkeit bestand.


Warum bestand dafür keine Notwendigkeit? :)
Ich gehe mal davon aus du meinst die Worte die du zitiert hast und nicht meinen ganzen Text.

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Hallo liebe Spock.

Du kannst hier in diesem Thread gern frei von der Leber weg schreiben, falls dir ein bestimmter Punkt wichtig ist.

Liebe Grüße

Du hast immer so ein freundliches Gemüt... Es ist total schön hier Gast in diesem Thread zu sein. Ich fühle mich flauschig! :sunny:
Raphy hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus du meinst die Worte die du zitiert hast und nicht meinen ganzen Text.

Ich dachte deine Äußerung bezog sich auf deinen eigenen Text.
Spock hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Hallo liebe Spock.

Du kannst hier in diesem Thread gern frei von der Leber weg schreiben, falls dir ein bestimmter Punkt wichtig ist.

Liebe Grüße

Du hast immer so ein freundliches Gemüt... Es ist total schön hier Gast in diesem Thread zu sein. Ich fühle mich flauschig! :sunny:


Das freut mich. :)

Liebe Grüße
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus du meinst die Worte die du zitiert hast und nicht meinen ganzen Text.

Ich dachte deine Äußerung bezog sich auf deinen eigenen Text.


Ja genau und deine Äußerung bezog sich worauf?

Accinca du sprichst für mich leider in Rätseln. Sag doch einfach klar und deutlich was du sagen willst. Versuche es doch wenigstens. :)

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Ich dachte deine Äußerung bezog sich auf deinen eigenen Text.

Ja genau und deine Äußerung bezog sich worauf?

Auf deinen letzten Satz in deinem Text.
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Ich dachte deine Äußerung bezog sich auf deinen eigenen Text.

Ja genau und deine Äußerung bezog sich worauf?

Auf deinen letzten Satz in deinem Text.


Ok. Und warum bestand deiner Meinung nach für meinen letzten Satz in meinem Text, keine Notwendigkeit? :)

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Ok. Und warum bestand deiner Meinung nach für meinen letzten Satz in meinem Text, keine Notwendigkeit? :)

Weil er keinen Sinn macht.
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Ok. Und warum bestand deiner Meinung nach für meinen letzten Satz in meinem Text, keine Notwendigkeit? :)

Weil er keinen Sinn macht.


Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Liebe Grüße
Raphy hat geschrieben:
Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Wenn du das so siehst nehme ich meine Aussage zurück.
Entweder du stehst zu dem was du vor diesem Satz geschrieben
hast oder du läßt es.
Raphy hat geschrieben:

Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Liebe Grüße


Während das mit dem Quatsch im Bezug auf deine eigenen Meinungen bescheiden rüberkommt, zitiert du ja auch viel aus dem Palikanon. Von daher kommt das so rüber wie: "Der Erhabene sagt das und das, was aber vielleicht völliger Quatsch ist!"
Hallo Raphy, ich finde es nervtötend, dass Du nicht begreifst, was Accinca meint. Aber ich glaube, dass Du es schon begreifst. Wenn dem denn so ist und Du Deinen eigenen Beitrag nicht ernst nimmst, dann wird das ganze Thema unsinnig. Dann fühle ich mich hier verarscht.
_()_ Monika
void hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:

Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Liebe Grüße


Während das mit dem Quatsch im Bezug auf deine eigenen Meinungen bescheiden rüberkommt, zitiert du ja auch viel aus dem Palikanon. Von daher kommt das so rüber wie: "Der Erhabene sagt das und das, was aber vielleicht völliger Quatsch ist!"


Ich habe das so gelesen, dass Raphy meint, seine Interpretation, seine Schlüsse usw. könnten auch völliger Quatsch sein. Ist doch angenehm, wenn einer seine Schreiberei prinzipiell in Frage stellen kann. Da könnten sich andere eine Scheibe von abschneiden.
Außerdem mag ich persönlich das spielerische und offene Herangehen.
accinca hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:
Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Wenn du das so siehst nehme ich meine Aussage zurück.
Entweder du stehst zu dem was du vor diesem Satz geschrieben
hast oder du läßt es.


Ich stehe zu dem was ich vorher schrieb.

Du kannst mich gerne dazu etwas fragen und ich antworte darauf so gut ich kann.

Trotzdem ist es nur eine Meinung von vielen. Ich bin nicht vollkommen erleuchtet und vermutlich noch nichteinmal Stromeingetretener. Es kann also theoretisch ganz viel falsch sein bei dem was ich schrieb. Deswegen könnte alles was ich schreibe völliger Quatsch sein.

Ein anderer Aspekt ist, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele oft eine Meinung oder Ansicht einfach so übernehmen. Ohne sich eigene Gedanken dazu zu machen und ohne eigene Erfahrung dazu. Der Hinweis dass meine Worte auch totaler Quatsch sein können, soll dem etwas entgegenwirken.

Ein dritter Aspekt ist, wenn ich schreibe ihr sollt mir nichts glauben, dann sollt ihr mir auch nicht glauben, dass ihr mir nichts glauben sollt. :)

Ich hoffe das wird so etwas deutlicher.

Liebe Grüße
void hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:

Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Liebe Grüße


Während das mit dem Quatsch im Bezug auf deine eigenen Meinungen bescheiden rüberkommt, zitiert du ja auch viel aus dem Palikanon. Von daher kommt das so rüber wie: "Der Erhabene sagt das und das, was aber vielleicht völliger Quatsch ist!"


Hallo lieber void.

Nein so ist das nicht gemeint. Tut mir leid falls das so rüber kommt.

Ich meine damit das was ich schrieb und interpretierte und nicht was ich zitierte.

Obwohl ich persönlich natürlich auch die überlieferten Worte Buddhas kritisch hinterfrage und nicht einfach alles übernehme, nur weil es aus der Quelle Palikanon kommt.

Aber als Quatsch würde ich die Worte Buddhas nicht bezeichnen, so wie ich die Worte anderer auch nicht als Quatsch bezeichnen würde. Das wäre Respektlos. Meine Worte dagegen kann ich ohne Probleme als potentiellen Quatsch bezeichnen, weil es für mich zur Zeit am nähesten an der Wahrheit ist.

Ansonsten vielleicht auch meine Antwort an accinca über dieser hier lesen.

Liebe Grüße
Lieber Raphy,

Du stehst damit in der Tradition.
Die früheren Autoren haben stets davon gesprochen:
"So habe ich gehört", "Mit meinem unvollständigen Verständnis" usw.
Monikadie4. hat geschrieben:
Hallo Raphy, ich finde es nervtötend, dass Du nicht begreifst, was Accinca meint. Aber ich glaube, dass Du es schon begreifst. Wenn dem denn so ist und Du Deinen eigenen Beitrag nicht ernst nimmst, dann wird das ganze Thema unsinnig. Dann fühle ich mich hier verarscht.
_()_ Monika


Hallo liebe Monika.

Ist ja schön, dass du mich besser kennst als ich selbst und deswegen beurteilen kannst was ich begreife und was nicht.

Dass du es nervtötend findest tut mir leid. Ich weiß nicht was wir da machen könnten. Auch tut es mir sehr leid, wenn du dich verarscht fühlst.

Ich nehme meinen Beitrag sehr ernst. So ernst dass ich das was ich schrieb auch in Frage stellen muß, da ich nicht vollkommen erleuchtet und wahrscheinlich nichteinmal Stromeingetretener bin.

Es könnte theoretisch alles falsch sein was ich schrieb.

Du kannst auch gerne Fragen zu meinen Beiträgen stellen und dann versuche ich zu antworten so gut ich kann. Trotzdem sind auch diese Antworten immer unter dem Vorbehalt, dass sie auch falsch sein könnten. Das heißt nicht, dass ich mutwillig Falsches sage, sondern ich weiß es nicht besser und eine Möglichkeit wäre dass manches daran falsch ist.

Woher willst du überhaupt wissen wie ich das alles meine ohne mich vorher zu fragen?

Findest du es in Ordnung einfach so aus dem Blauen heraus, in meinen Augen, aggressiv auf meine Beiträge einzugehen ohne vorher wenigstens ein einziges Mal mich zu fragen wie ich es meine?

Ist das gelebte rechte Rede?

Nur mal so als Gedanken dazu.

Ansonsten vielleicht auch meine letzte Antwort an accinca lesen.

Würde es denn helfen wenn ich das Wort Quatsch mit "potentiell falsch" ersetze?

Liebe Grüße
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
void hat geschrieben:
Raphy hat geschrieben:

Warum macht er denn keinen Sinn? :)
Ich finde der Satz ist das Wichtigste am ganzen Text.

Liebe Grüße


Während das mit dem Quatsch im Bezug auf deine eigenen Meinungen bescheiden rüberkommt, zitiert du ja auch viel aus dem Palikanon. Von daher kommt das so rüber wie: "Der Erhabene sagt das und das, was aber vielleicht völliger Quatsch ist!"


Ich habe das so gelesen, dass Raphy meint, seine Interpretation, seine Schlüsse usw. könnten auch völliger Quatsch sein. Ist doch angenehm, wenn einer seine Schreiberei prinzipiell in Frage stellen kann. Da könnten sich andere eine Scheibe von abschneiden.
Außerdem mag ich persönlich das spielerische und offene Herangehen.


Hallo liebe Doris.

Ja genau so war es gemeint. :)

Liebe Grüße
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Lieber Raphy,

Du stehst damit in der Tradition.
Die früheren Autoren haben stets davon gesprochen:
"So habe ich gehört", "Mit meinem unvollständigen Verständnis" usw.


Meine ich auch.

Was ich mir noch vorstellen kann ist, dass manche das Wort "Quatsch" als provozierend empfinden.
Ich habe deshalb Monika den Vorschlag gemacht das Wort "Quatsch" durch "potentiell falsch" zu ersetzen.

Liebe Grüße
Wir neigen gerne mal dazu, einer Emotion, die ein bestimmtes Wort bei uns auslöst, allzuviel Vertrauen zu schenken. :D
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Wir neigen gerne mal dazu, einer Emotion, die ein bestimmtes Wort bei uns auslöst, allzuviel Vertrauen zu schenken. :D


Ja, kenne ich auch von mir sehr gut. :mrgreen:

Liebe Grüße

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