Insekten töten

Moderator: void

Holzklotz hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Also hast Du noch nie ein Lebewesen getötet?
Respekt!
War das jetzt Spott oder ernst gemeint?

Eher Ironie :)
Also in diesem Thread unangemessen!
Holzklotz hat geschrieben:
jianwang hat geschrieben:
Also hast Du noch nie ein Lebewesen getötet?
Respekt!

Doch, natürlich, bin auf nem Bauernhof gross geworden ... doch ich spekuliere nicht darüber.
Wenn es geschieht in der Gegenwart werden sich meine Gefühle zeigen.
Entweder :Es tut mir leid" oder "Da, nun hast du's, du..." (die zwei möglichen Extreme)

_()_

@Ellviral, ich fand seine Worte interessant. Wie mal ein Chan-Meister sagte: welch herrlicher Gifthauch.
@Ellviral
wie meinst Du das?
jianwang hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
jianwang hat geschrieben:
Also hast Du noch nie ein Lebewesen getötet?
Respekt!

Doch, natürlich, bin auf nem Bauernhof gross geworden ... doch ich spekuliere nicht darüber.
Wenn es geschieht in der Gegenwart werden sich meine Gefühle zeigen.
Entweder :Es tut mir leid" oder "Da, nun hast du's, du..." (die zwei möglichen Extreme)

_()_

@Ellviral, ich fand seine Worte interessant. Wie mal ein Chan-Meister sagte: welch herrlicher Gifthauch.
Ich doch auch. :)
Sherab Yönten hat geschrieben:
Steht aber nicht im Palikanon auch geschrieben, dass eine Person Fleisch essen darf, solange es nicht explizit für sie getötet wurde? Man würde es hier den Schlachtern überlassen, das Fleisch zu töten und könnte trotzdem das Fleisch essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.


Das ist eine Mönchsregel, wobei das Annehmen von Fleisch nicht erlaubt ist, wenn sich auch nur vermuten lässt, dass das Tier für den Mönch geschlachtet wurde. Ansonsten essen Mönche nur einmal am Tag um den Körper zu erhalten und sollten nicht wählerisch sein bei dem was sie bekommen. Für einen Laien, besonders heutzutage in den Industrieländern, ist die Auswahl geradezu gigantisch. Imho eine Selbstverständlichkeit die Tierfabriken nicht zu unterstützen.

Sherab Yönten hat geschrieben:
Ein ähnliches Problem hatte ich mit den Wespen (um wieder zu den Insekten zu kommen). Ich habe tatsächlich einen Kammerjäger kommen lassen. Der hat die Wespen zwar nicht direkt getötet, sondern Schaum vor deren Eingang gesprüht - dadurch konnten die Wespen, die im Nest waren aber nicht mehr raus und die, die draußen waren, waren von ihrer Königin abgeschnitten. Ich habe das damals als eine Art "Notwehr" empfunden, weil das Wespennest direkt vor unserem Schlafzimmer war, aber im Grunde war es auch nichts anderes wie ein "Auftragsmord".


Naja "Mord" bezieht sich eher auf das Töten von Menschen, aber ein Auftrag für das Töten von Lebewesen war es schon, auf eher grausame Art würde ich sagen. Aber jetzt ist es nun mal geschehen, im nächsten Frühling könnt ihr ja eine Generalinspektion machen ob sich wo ein Nest bildet. Entfernt man es ganz am Anfang, bauen sie sich anderswo ein neues.
mukti hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ein ähnliches Problem hatte ich mit den Wespen (um wieder zu den Insekten zu kommen). Ich habe tatsächlich einen Kammerjäger kommen lassen. Der hat die Wespen zwar nicht direkt getötet, sondern Schaum vor deren Eingang gesprüht - dadurch konnten die Wespen, die im Nest waren aber nicht mehr raus und die, die draußen waren, waren von ihrer Königin abgeschnitten. Ich habe das damals als eine Art "Notwehr" empfunden, weil das Wespennest direkt vor unserem Schlafzimmer war, aber im Grunde war es auch nichts anderes wie ein "Auftragsmord".


Naja "Mord" bezieht sich eher auf das Töten von Menschen, aber ein Auftrag für das Töten von Lebewesen war es schon, auf eher grausame Art würde ich sagen. Aber jetzt ist es nun mal geschehen, im nächsten Frühling könnt ihr ja eine Generalinspektion machen ob sich wo ein Nest bildet. Entfernt man es ganz am Anfang, bauen sie sich anderswo ein neues.


Ok :mrgreen: "Auftragsmord" war ja auch deutlich in Hochkommata gesetzt :wink:

Aber es ist trotzdem richtig. Die Versieglung einer Wespenkolonie mit Bauschaum im Sommer scheint zwar das Übliche zu sein, aber es ist bestimmt nicht sehr ökologisch. Es ist aber effektiv. Die Vormieter meiner Wohnung hatten das gleiche Problem vor 20 Jahren und haben die gleiche Lösung gewählt und bis heute gab es keine vergleichbaren Probleme.

Es ist fast schade drum. Ich mag das Krabbelzeugs und hätte vielleicht einen schönen Fotoblog draus gemacht und dann den Bau erst im Winter, wenn kaum Leben darin ist schließen lassen. Aber ich habe auch wenig direkte Verantwortung für andere und meinen Balkon (wo das Nest war) benutze ich auch nur selten.

Eine ganz merkwürdige Geschichte am Rand: Ich wohne hier etwa 2.5km von der Stadtmitte Hamburgs entfernt in einem recht dicht besiedelten Gebiet. Auf einem nicht mehr genutzten Nebengelände eines geschlossenen Museums (direkt neben einer Hochbahnlinie, deshalb wegen des Lärms wirtschaftlich ohne Interesse) hat irgendwer eine Reihe von modernen Bienenkörben aufgestellt, natürlich zur Straße hin mit Hinweisschildern auf potentielle Gefahren etc.

Die meisten gehen ganz einfach dran vorbei, ohne es zu bemerken. Die, die es bemerken scheinen sich über den Anteil an Natur in der Innenstadt eher zu freuen. Auf jeden Fall hat noch keiner meiner Nachbarn etwas negatives gesagt und die hätten garantiert keine Probleme damit, wenn sie etwas stören würde :lol:
Es ist interessant, Wespen zu beobachten. Sie sind ziemlich clever - wenn sie gegen eine Scheibe fliegen, suchen sie so lange bis sie den Ausgang finden. Manch andere Insekten begreifen nicht dass es da nicht durch geht und versuchen es immer wieder bis sie vor Erschöpfung sterben. Staatenbildende Insekten haben eine genaue Arbeitsteilung, wo alles dem Wohl des Ganzen dient, ausgelegt auf Nachkommenschaft. Die Wespen schaben an altem Holz und machen Papier draus zum Nestbau. Wenn eine im Nest ankommt mit einem Kügelchen, vermutlich Holzmasse, wird sie empfangen und es wird ihr abgenommen. Dabei berühren sie sich ausgiebig mit den Fühlern - das ist ihre Sprache, die Verständigung. Am Nestrand stehen immer Wächter, die mich aufmerksam beobachten wenn ich in die Nähe komme. Und sie werden nie Beute einer Spinne, weil sie kräftig genug sind sich von dem Klebstoff des Spinnennetzes zu befreien. Ja das ist eine eigene kleine Welt.
mukti hat geschrieben:
im nächsten Frühling könnt ihr ja eine Generalinspektion machen ob sich wo ein Nest bildet. Entfernt man es ganz am Anfang, bauen sie sich anderswo ein neues.


Das ist ja leider auch nicht immer möglich, denn sie bauen manchmal Nester an den unmöglichsten Stellen. Diese werden manchmal erst dann bemerkt, wenn es zu spät ist, wie in unserem Fall.

Eine Freundin von mir hat Ratten im Garten. DAS ist noch ein ganz anderes Problem. Sie versuchen sie, mit Ultraschall zu vertreiben...

fotost hat geschrieben:
Die Versieglung einer Wespenkolonie mit Bauschaum im Sommer scheint zwar das Übliche zu sein, aber es ist bestimmt nicht sehr ökologisch


Ich bin mir nicht sicher, ob es Bauschaum war (meine Frau war währenddessen vor Ort). Die Kammerjäger achten heutzutage auch auf "ökologische Verträglichkeit"...
Bild
Quelle mit vielen weiteren nützlichen Informationen: http://www.aktion-wespenschutz.de/Startseite/START.HTM

()
Die Feuerwehr ist wohl eine gute Lösung.
Vor Jahren hatten wir ein Nest auf dem Balkon. Die Feuerwehr kam, packte das Nest ein und setzte es im Wald aus.
Ansonsten tun einem Wespen nichts. Auch nicht, wenn sie einem den Kuchen vom Teller beissen oder vor dem Gesicht herumschwirren. Einfach ruhig verhalten. Mund geschlossen halten, damit sie nicht versehentlich hineinfliegen. Wenn es lästig wird, einfach eine Schüssel mit Kuchen oder Zuckerwasser in einiger Entfernung aufstellen.

Was das Fleischessen bei Mönchen anbelangt …
Ich bin nun mal keine Nonne und habe mir daher auch keine Vinaya-Belehrungen angehört. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann erscheint mir das ganz einfach.
Wenn ich eine Speise, die mir angeboten wird ablehne (wenn sie jetzt nicht gerade schädlich für mich ist), dann denke ich dualistisch. Ich setze meine Gelübde, nämlich kein Fleisch zu essen, vor anderen Gelübden, die wichtiger sind. So lehne ich damit Dana ab, das Menschen in der Absicht sich im Geben zu üben, mir schenken. Vielleicht haben sie gerade nichts anderes zu Essen und sie wissen gar nicht, dass ich kein Fleisch esse? Dann wäre das geradezu eine Beleidigung ihr Essen zu verschmähen. Man stösst die Leute vor den Kopf. Außerdem kann das dazu führen, dass extra für mich gekocht werden muss. Ich würde also eine Extrawurst verlangen. :mrgreen: Das schafft ein hierarchisches Gefälle.
Im übrigen wissen die Leute in buddhistischen Ländern, dass die Ordinierten kein Fleisch essen. Sie geben als nur vegetarische Speisen. Aber wenn man gerade beim Essen ist und so ein Wandermönch kommt mit seiner Schale vor die Hütte und man hat gerade nur ein Gericht mit Fleisch … Ich denke, für solche Situationen ist die Regel gedacht.

Es geht also nicht darum sich durch eigenhändiges Töten die "heiligen Hände" schmutzig zu machen und dieses Geschäft anderen zu überlassen. Auch wenn das bisweilen so gehandhabt wird, auch in Tibet.

Was mich selbst anbelangt, nach einer kleinen Unterbrechung bin ich wieder Vegetarierin, wenn ich eingeladen bin, dann esse ich das, was mir angeboten wird. Das Fleisch lasse ich dann u.U. weg. Aber das ist situationsbedingt und hängt vom Gericht ab, oder ob die Leute das von mir wussten, wer mich eingeladen hat, usw. Nichts finde ich gruseliger, als in einem angebotenen Gulasch die Fleischbrocken rauszupulen und die anderen müssen das mitansehen.
mukti hat geschrieben:
Mahr hat geschrieben:
Ich will nicht töten, weil ich alle fühlende Wesen als nicht-getrennt von mir erlebe und umgekehrt. Für mich ist es wichtiger es zu schaffen diese Verbundenheit so stark zu empfinden, dass ich vom Fahrrad stürzen würde um die Schlange nicht zu überfahren. Das ist Mitgefühl.


Ist das eine Reaktion auf mein Erlebnis mir der Schlange, von dem ich hier erzählt habe? Jedenfalls ist mir klar geworden, dass ich soweit noch nicht bin. Kommt aber auch auf Tempo, Steigung und das Alter drauf an.


Ja war es. Aber nicht auf dich bezogen, weil ich nicht das recht habe dich da zu kritisieren und das auch gar nicht will. Ich weiß auch nicht ob ich das könnte, ich kann es nur vermuten. Bisher habe ich nur instinktiv sehr viel Zeit dafür hergegeben mich mit dem Leben oder nicht Leben von Tieren auseinander zu setzen und keine Schrammen und Beulen.
Mahr hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Ist das eine Reaktion auf mein Erlebnis mir der Schlange, von dem ich hier erzählt habe? Jedenfalls ist mir klar geworden, dass ich soweit noch nicht bin. Kommt aber auch auf Tempo, Steigung und das Alter drauf an.


Ja war es. Aber nicht auf dich bezogen, weil ich nicht das recht habe dich da zu kritisieren und das auch gar nicht will. Ich weiß auch nicht ob ich das könnte, ich kann es nur vermuten. Bisher habe ich nur instinktiv sehr viel Zeit dafür hergegeben mich mit dem Leben oder nicht Leben von Tieren auseinander zu setzen und keine Schrammen und Beulen.


Für mich ist es immer erfreulich wenn sich jemand mit Gewaltlosigkeit auch gegenüber Tieren auseinandersetzt ! In der Praxis ist es halt manchmal nicht so einfach.

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