Karma Frage

Moderator: void

333 Beiträge
Wenn das nicht bewußt war kann ich das verstehen obwohl
das ja so klingt als würde das für einen Heiligen dann nicht
mehr zutreffend sein. Müßte also heißen:
Niemand, auch kein Heiliger hat so ein Selbst.
*schmunzel*

Manche glauben, dass das Ich-Selbst herbeigedacht wird und wenn es weggedacht wird ist es weg.
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Ja, und warum schreibst du sowas verblendetes dann?

Um es bewusst zu machen.

Wenn das nicht bewußt war kann ich das verstehen obwohl
das ja so klingt als würde das für einen Heiligen dann nicht
mehr zutreffend sein. Müßte also heißen:
Niemand, auch kein Heiliger hat so ein Selbst.



Zeugt dieser Satz dann von Verblendung ?
Fast alle Sätze von Verblendeten zeugen auch von Verblendung. :)
Was nun mehr oder weniger verblendet und erwacht daher kommt kannst du nur grob einschätzen, es sei denn du bist mehr oder weniger "erwacht". Obgleich empfiehlt es sich nicht einen Erwachten zu geben, sondern den Meistern zu lauschen. Widerborsten ist doch unnütz, denn es ist nicht die Leerheitsansicht die befreit. "Der Finger, der zum Mond zeigt, ist nicht der Mond." 'Logisch'.
Morpho hat geschrieben:
Fast alle Sätze von Verblendeten zeugen auch von Verblendung. :)
Was nun mehr oder weniger verblendet und erwacht daher kommt kannst du nur grob einschätzen, es sei denn du bist mehr oder weniger "erwacht". Obgleich empfiehlt es sich nicht einen Erwachten zu geben, sondern den Meistern zu lauschen. Widerborsten ist doch unnütz, denn es ist nicht die Leerheitsansicht die befreit. "Der Finger, der zum Mond zeigt, ist nicht der Mond." 'Logisch'.


Ich denke
weder ist der Finger, der zum Mond zeigt, der Mond...noch ist er es nicht...weder ist er es und ist es nicht zugleich...noch ist er beides nicht zugleich....
Auch wenn die rechte Ansicht nicht gleichbedeutend mit " Erwachen" ist. So ist sie doch eine Bedingung, ohne die es kein " Erwachen" gibt. Insofern ist es weder das Selbe, noch verschieden....
Hi buddhis,
ich will nichts erklären und nur zitieren: "Es gibt ein Diesseits und ein Jenseits und einen Lohn für gute und böse Taten.
Es gibt zweiunddreißig körperliche Merkmale, die den Stand des positiven Karmas anzeigen.
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.
kesakambalo hat geschrieben:
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.


Kannst du bitte mitteilen wo du das her hast? Nachdem du oft den Palikanon empfiehlst - steht das da drinnen und wenn ja, wo? Es würde mich wirklich interessieren.
kesakambalo hat geschrieben:
Es gibt zweiunddreißig körperliche Merkmale, die den Stand des positiven Karmas anzeigen.


Könntest Du die bitte auflisten, damit wir alle die Chance haben, Menschen mit einem besonders positiven Karma zu erkennen und ihrem Vorbild zu folgen?
Ist über die Jahre schon x mal gepostet worden:
"Merkmale eines grossen Mannes". Jibet gar ein Wiki zu.
mukti hat geschrieben:
kesakambalo hat geschrieben:
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.

Kannst du bitte mitteilen wo du das her hast? Nachdem du oft den Palikanon empfiehlst - steht das da drinnen und wenn ja, wo? Es würde mich wirklich interessieren.

Da kannst du bestimmt lange auf eine erklärende Antwort warten fürchte ich.
accinca hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
kesakambalo hat geschrieben:
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.

Kannst du bitte mitteilen wo du das her hast? Nachdem du oft den Palikanon empfiehlst - steht das da drinnen und wenn ja, wo? Es würde mich wirklich interessieren.

Da kannst du bestimmt lange auf eine erklärende Antwort warten fürchte ich.


Du mußt Dich einfach an die Richtigen wenden :mrgreen:
Frage nach einem evangelikalen oder katholischen Pfaffen und Dir wird geholfen. Ein paar Sprüche, Weihwasser oder manchmal etwas Öl** und die Sache ist geritzt.. :angel:

Viel besser als nicht wieder geboren werden - ewiges Leben ohne alle Probleme! Je nach Richtung bekommst Du sogar noch Flügel dazu. Cool :hug:




** mit dem Öl bin ich da nicht ganz so sicher, aber irgendwer wird bestimmt was dazu schreiben..
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.

Wobei ich nicht sagen wollte, das es nicht stimmt, wenn
man es nur richtig verstanden wird. Und zwar so:

Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma kümftig loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.

Also nicht das schlechte kamma das schon getan wurde, aber
das schlechte Kamma und dessen Wirkungen die man noch getan
hätte wenn man diese Untaten nicht bereut hätte.

Und natürlich kann dann das gute Kamma (das sonst nicht getan
worden wäre) das schon getane schlechte Kamma abmildern.

Auch gibt es nach der Lehre Kamma mit ausgemachter Wirkung
die nicht völlig abgemildert werden kann. Dazu gehört z.B.
Vater oder Muttermord. Daher ist das betreten des edlen Pfades
nach solchen Taten auch nicht mehr in diesem Leben möglich,
denn der Weg nach abwärts ist ja für einen solchen versperrt.
Er kann also keine Tat mehr tun, die notwendig nach abwärts
führen würde.
accinca hat geschrieben:
Wer seine Untaten richtig bereut,kann sein schlechtes Karma kümftig loswerden und das noch in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens.

Also nicht das schlechte kamma das schon getan wurde, aber
das schlechte Kamma und dessen Wirkungen die man noch getan
hätte wenn man diese Untaten nicht bereut hätte.

Und natürlich kann dann das gute Kamma (das sonst nicht getan
worden wäre) das schon getane schlechte Kamma abmildern.

Auch gibt es nach der Lehre Kamma mit ausgemachter Wirkung
die nicht völlig abgemildert werden kann. Dazu gehört z.B.
Vater oder Muttermord. Daher ist das betreten des edlen Pfades
nach solchen Taten auch nicht mehr in diesem Leben möglich,
denn der Weg nach abwärts ist ja für einen solchen versperrt.
Er kann also keine Tat mehr tun, die notwendig nach abwärts
führen würde.


Das scheint mir doch alles etwas vage zu sein. Wieso gäbe es eine Garantie dafür, dass man keine schlechten Taten mehr macht nur weil man vergangene schlechte Taten bereut hat.
Und dass Reaktionen auf schlechtes Kamma abnehmen, wenn man danach gutes Kamma macht, ist irgendwie mysteriös, logischer wäre dass es schlechtes Vipaka gibt für das Schlechte, und gutes für das Gute.
Und was bedeutet der Weg nach abwärts ist nach Vater- oder Muttermord versperrt, das wird doch gerade den Weg nach abwärts ebnen, oder was meinst du mit "abwärts"? Wo steht das alles im PK, ich erinnere mich nur dass ein Vater- oder Muttermörder für immer aus dem Orden ausgeschlossen wird.
Aber vielleicht stimmt das ja so, man weiß halt fast gar nichts über diese Vorgänge.
mukti hat geschrieben:
Das scheint mir doch alles etwas vage zu sein. Wieso gäbe es eine Garantie dafür, dass man keine schlechten Taten mehr macht nur weil man vergangene schlechte Taten bereut hat.

Von einer Garantie war auch nicht die Rede, aber wenn man
getane schlechte Taten nicht bereut, gibt es wohl auch
keinen Grund nicht so weiter zu machen. Sogar bei ganz
normalen Gerichtsurteilen wirkt es sich auf das Strafmaß
aus ob ein Täter seine Taten bereut oder nicht.

mukti hat geschrieben:
Und dass Reaktionen auf schlechtes Kamma
abnehmen, wenn man danach gutes Kamma macht, ist irgendwie
mysteriös, logischer wäre dass es schlechtes Vipaka gibt
für das Schlechte, und gutes für das Gute.

Sagte der Buddha nicht, wenn es so wäre, dann wäre eine
Erlösung nicht möglich? Jedenfalls gute und schlechte
Taten können sich aufheben oder abmildern. Das zeigt auch
das Beispiel des Buddha mit dem Salz/Wasser (A III, 101 Die Kammawirkung)

mukti hat geschrieben:
Und was bedeutet der Weg nach abwärts ist
nach Vater- oder Muttermord versperrt, das wird doch gerade
den Weg nach abwärts ebnen, oder was meinst du mit "abwärts"?

Das scheint ein Mißverständnis zu sein.
Der abwärts führende Weg gehört zu den Dingen die
versperrt sind für einen der den edlen Pfad betreten hat.
Wer aber bestimmte Taten getan hat wie z.B. Vater- oder Muttermord
für dem ist es nicht mehr möglich die Geburt in niederen Dasein
zu verhindern, egal wie sehr er seine Tat bereuen würde. Es kann
nur noch Unterschiede in der Dauer geben. Daher kann ein solcher
auch nicht den edlen Pfad betreten. Das geht auch hervor aus der
Lehrrede in der der Buddha mit dem König redet der seinen Vater
und seine Mutter, um der Macht wegen umgebracht hatte.
Der Buddha sagte dort: Wenn dieser König seine Eltern nicht
umgebracht hätte, so würde dieser König bei dieser Unterredung
das Verständnis für den edlen Pfad gewonnen haben. Da aber einer
der so ein Kamma getan hat wie das Umbringen der Eltern nicht
mehr den abwärts führenden Pfad umgehen kann, konnte er auch
nicht mehr den hohen Pfad betreten der ja den Weg nach abwärts ausschließt.

mukti hat geschrieben:
Wo steht das alles im PK, ich erinnere mich nur dass ein Vater- oder Muttermörder für immer aus dem Orden ausgeschlossen wird.
Aber vielleicht stimmt das ja so, man weiß halt fast gar nichts über diese Vorgänge.

Läßt sich aber finden.
Ich finde, dass sich heilsames und unheilsames Karma gegenseitig nicht neutralisieren können.
Da hilft auch kein bereuen, was m.E. nur nach einer unheilsamen Handlung sinnvoll ist, noch ein sonstiges Sündenbekenntnis, um Vergebung zu erlangen.
Das zyklische Dasein überdauernde Karma (Kontinuum) kann allerdings durch vermehrtes begehen von heilsamem Handlungen/Karma in der Gegenwart, früher begangene unheilsame Handlungen in den Hintergrund stellen, diese aber nicht beseitigen, oder ersetzen.

Am Beispiel des Salzwassers, A III, 101, wird dies deutlich gemacht: der Salzgehalt des Salzwassers wird durch Zugabe von neutralen Wasser in seiner Substanz nicht weniger, aber der anteilige Gehalt an Salz an der Gesamtmenge (Kontinuum) wird dadurch verringert.

Ablasshandel ist nicht…………….!
Für mich stellt sich das so dar:

Wenn ich rauche, dann schädige ich meinen Körper.
Sobald ich dieser Gewohnheit entsage, hört die Fortdauer der Schädigung auf.
Die Gewohnheit, also der Drang zur Zigarette zu greifen, kann zu 100% aufhören.
Damit ist das Karma, also das Gewohnheitsmuster mit dem ganzen Drumherum beendet.
Dennoch hinterlässt die ehemalige Gewohnheit im Körper gewisse Schädigungen.
Ich kann auch nach Jahrzehnten, ohne dass auch nur die Spur der Sucht noch vorhanden ist, eine Krankheit entwickeln, die auf die ehemalige Sucht zurückgeht.

Ähnlich verhält es sich mit den Auswirkungen auf andere Menschen.
Wenn jemand mal ein Einbrecher war, und sein Verhalten komplett bereut, sich völlig von seinem früheren Verhalten gelöst hat, so bedeutet das nicht, dass damit auch seine Opfer davon erlöst wurden. Auf sie kann sich das immer noch negativ auswirken. Das wirkt also in ihnen weiter, und vielleicht auch auf den Ex-Einbrecher, weil er mit negativer Konfrontation seiner Taten rechnen muss, z.B. in Form von Vorurteilen, Misstrauen, zerbrochenen Beziehungen, Schwierigkeiten einen Arbeitsplatz zu finden.
Ich glaube nicht an die Wiedergeburt, aber an die Auswirkung aller Taten auf die Wesen, auch den nachfolgenden.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Für mich stellt sich das so dar: .......
:like: :like:
@accinca, danke für die Antworten, muss mich noch eingehender mit dieser Sache befassen.

hedin02 hat geschrieben:
Ich finde, dass sich heilsames und unheilsames Karma gegenseitig nicht neutralisieren können.
Da hilft auch kein bereuen, was m.E. nur nach einer unheilsamen Handlung sinnvoll ist, noch ein sonstiges Sündenbekenntnis, um Vergebung zu erlangen.
Das zyklische Dasein überdauernde Karma (Kontinuum) kann allerdings durch vermehrtes begehen von heilsamem Handlungen/Karma in der Gegenwart, früher begangene unheilsame Handlungen in den Hintergrund stellen, diese aber nicht beseitigen, oder ersetzen.

Am Beispiel des Salzwassers, A III, 101, wird dies deutlich gemacht: der Salzgehalt des Salzwassers wird durch Zugabe von neutralen Wasser in seiner Substanz nicht weniger, aber der anteilige Gehalt an Salz an der Gesamtmenge (Kontinuum) wird dadurch verringert.

Ablasshandel ist nicht…………….!


Unheilsames Kamma durch Heilsames in den Hintergrund stellen würde wohl auch ein Abmildern bedeuten. Die Kamma-Wirkung ist ja "vedanīyam" (das zu empfindende) und je weniger Gier, Hass und Verblendung bestehen bzw. je mehr Wissen, Sittlichkeit und Sammlung kultiviert wird, desto geringer ist die Leidempfindung.

So wie man die gleiche Menge Salz in einem See wesentlich weniger schmeckt als in einem Becher.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Für mich stellt sich das so dar:
Wenn ich rauche, dann schädige ich meinen Körper.
Sobald ich dieser Gewohnheit entsage, hört die Fortdauer der Schädigung auf.
Die Gewohnheit, also der Drang zur Zigarette zu greifen, kann zu 100% aufhören.
Damit ist das Karma, also das Gewohnheitsmuster mit dem ganzen Drumherum beendet.
Dennoch hinterlässt die ehemalige Gewohnheit im Körper gewisse Schädigungen.
Ich kann auch nach Jahrzehnten, ohne dass auch nur die Spur der Sucht noch vorhanden ist, eine Krankheit entwickeln, die auf die ehemalige Sucht zurückgeht.


Das Rauchen aufzugeben ist nicht so einfach.
Warum wohl? spielt da das Begehren und in dessen Folge, ein sich einstellendes befriedigendes Gefühl eine Rolle, oder sind es die Gewohnheitsmuster, die das Rauchen so begehrenswert machen?
Beides zugleich geht nicht.....

Karma an Sich hinterlässt Muster von heilsamen oder unheilsamen Handlungen, die sich aber erst dann als Karma vipaka (angenehm, unangenehm oder neutral) in Gefühlen bemerkbar machen, wenn Kontakt zwischen Sinnenorgan und Sinnenobjekt zustande kommt.
Es ist also nicht so, dass heilsame oder unheilsame Handlungen, bzw. deren mentalen Begleiter in jedem Fall, also automatisch und ohne Bedingungen als Karma vipaka zum Ausdruck kommen.
Die Bedingung, dass Gefühl entsteht ist wie schon gesagt: der Kontakt, als einer der 7 universellen Geistfaktoren.

Auf die samsarische Praxis bezogen bedeutet dies: Ein früher notorischer Verbrecher kann in der Gegenwart durchaus zu einem ordentlichen Mitglied der Gesellschaft werden, wenn sich derjenige in einer Umgebung aufhält, die seine früher angehäuften negativen Verhaltensmuster nicht wieder in Erinnerung bringt.
hedin02 hat geschrieben:
Am Beispiel des Salzwassers, A III, 101, wird dies deutlich gemacht: der Salzgehalt des Salzwassers wird durch Zugabe von neutralen Wasser in seiner Substanz nicht weniger, aber der anteilige Gehalt an Salz an der Gesamtmenge (Kontinuum) wird dadurch verringert.

Ja genau. Du kannst ja mal zum Bodensee fahren und einen
Löffel Salz rein werfen und hier den Unterschied zu vorher mitteilen.

»Wenn aber ein Mann einen Klumpen Salz in den Gangesstrom wirft, was meint ihr da, o Mönche, würde dann das Wasser des Gangesstromes durch jenen Salzklumpen salzig und ungenießbar werden?« -
»Das wohl nicht, o Herr.« -
»Und warum nicht?« -
»Es befindet sich ja, o Herr, eine gewaltige Menge Wasser im Gangesstrom; das würde durch jenen Klumpen Salz nicht salzig und ungenießbar werden.« -
@accinca

Ich teile eben deine Ansicht nicht, dass sich Karma durch neueres Karma wieder auflösen könnte. :wink:
hedin02 hat geschrieben:
@accinca
Ich teile eben deine Ansicht nicht, dass sich Karma durch neueres Karma wieder auflösen könnte. :wink:

Macht nichts.
Allerdings funktioniert es auch umgekehrt.
Was für guten Taten gilt, das gilt natürlich auch
für schlechte Taten. Daher kann man
die Wirkung einer guten Tat durch eine schlechte Tat
wieder versauen.
Aber wie du schon sagst, du glaubst das ja nicht.
Auch kann man die Wirkung einer unweisen Tat durch
eine weise Tat neutralisieren. Aber da du das nicht
glaubst solltest du dich auch gar nicht darum bemühen - warum auch?
hedin02 hat geschrieben:
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Für mich stellt sich das so dar:
Wenn ich rauche, dann schädige ich meinen Körper.
Sobald ich dieser Gewohnheit entsage, hört die Fortdauer der Schädigung auf.
Die Gewohnheit, also der Drang zur Zigarette zu greifen, kann zu 100% aufhören.
Damit ist das Karma, also das Gewohnheitsmuster mit dem ganzen Drumherum beendet.
Dennoch hinterlässt die ehemalige Gewohnheit im Körper gewisse Schädigungen.
Ich kann auch nach Jahrzehnten, ohne dass auch nur die Spur der Sucht noch vorhanden ist, eine Krankheit entwickeln, die auf die ehemalige Sucht zurückgeht.


Das Rauchen aufzugeben ist nicht so einfach.
Warum wohl? spielt da das Begehren und in dessen Folge, ein sich einstellendes befriedigendes Gefühl eine Rolle, oder sind es die Gewohnheitsmuster, die das Rauchen so begehrenswert machen?
Beides zugleich geht nicht.....


Ich habe mit dem Rauchen aufgehört. Daher weiß ich, wie das ist, sowohl was das Rauchen anbelangt als auch das Beenden des Rauchens.

Es sind Begehren und Gewohnheitsmuster gleichzeitig.
Das Rauchen ist mit einem Erlebnis verbunden, das als positiv gewertet wird. Daraus entsteht das Begehren, dieses Erlebnis zu wiederholen. Das wird dann zum Gewohnheitsmuster. Z.B. kann man die Erfahrung gemacht haben, dass Rauchen vom Stress ablenkt. Dann wird bei der nächsten Stresssituation nach einer Wiederholung der Erfahrung gesucht, und das wird dann zur Gewohnheit.
Das Begehren, durch Rauchen den Stress abzubauen, weil man das so gewohnt ist, kann dann durchbrochen werden, indem man dann z.B. Atemübungen macht.
accinca hat geschrieben:
hedin02 hat geschrieben:
@accinca
Ich teile eben deine Ansicht nicht, dass sich Karma durch neueres Karma wieder auflösen könnte. :wink:

Macht nichts.
Allerdings funktioniert es auch umgekehrt.
Was für guten Taten gilt, das gilt natürlich auch
für schlechte Taten. Daher kann man
die Wirkung einer guten Tat durch eine schlechte Tat
wieder versauen.
Aber wie du schon sagst, du glaubst das ja nicht.
Auch kann man die Wirkung einer unweisen Tat durch
eine weise Tat neutralisieren. Aber da du das nicht
glaubst solltest du dich auch gar nicht darum bemühen - warum auch?


Ai ja ich glaub das ist richtig. Und dann wäre ja noch Sati-Dharma Karma so nenn ich das, da löst sich Karma sogar ganz auf oder der Abdruck verfängt nicht. Und bei Entfaltung Brahmavihara löst sich dunkles Karma auf. Sogar Vipaka.
Das ist dann eigentlich von großem praktischen Nutzen. Jeder Mensch hat ja heilsame und unheilsame Tendenzen in sich. Wenn nun etwas unheilsames so tief eingewurzelt ist dass es nicht wegzukriegen ist, kann man es einfach lassen und sich darauf verlegen soviel wie nur möglich heilsames zu tun.
mukti hat geschrieben:
Das ist dann eigentlich von großem praktischen Nutzen. Jeder Mensch hat ja heilsame und unheilsame Tendenzen in sich. Wenn nun etwas unheilsames so tief eingewurzelt ist dass es nicht wegzukriegen ist, kann man es einfach lassen und sich darauf verlegen soviel wie nur möglich heilsames zu tun.

Richtig und bei entsprechend heilsamen tun ist es
dann irgendwann doch wegzukriegen, weil ja durch das tun
des heilsamen die positiven Kräfte/Eigenschaften (bala) zunehmen.
accinca hat geschrieben:
Richtig und bei entsprechend heilsamen tun ist es
dann irgendwann doch wegzukriegen, weil ja durch das tun
des heilsamen die positiven Kräfte/Eigenschaften (bala) zunehmen.


.....sag ich doch so lange verdünnen, bis nichts mehr zu finden ist...
.....ob das überhaupt geht :?
@accinca

Ich befürchte du hältst "vipaka Karma" als eine bloße Rekonstruktion von früher erzeugtem Karma (Handlungen, Formationen, Gestaltungen). So kommen wir aber nicht weiter; wir stecken mitten im Karma Dilemma.
Vipaka "Wirkung" ist nichts anderes, als das Gefühl, also niemals körperlicher, sondern ausschließlich geistiger Art und hat mit unheilsamen oder heilsamen Handlungen nur insofern etwas zu tun, als dass diese richtungsweisend dafür sind, ob die Gefühle (Karma vipaka) als angenehm, unangenehm oder neutral empfunden werden.

Gefühle sind immer anwesend, sie können nicht abgeschafft werden, sie können allenfalls durch Achtsamkeit in andere (angenehmere) Bahnen gelenkt werden......
hedin02 hat geschrieben:
@accinca
Ich befürchte du hältst "vipaka Karma" als eine bloße Rekonstruktion von früher erzeugtem Karma (Handlungen, Formationen, Gestaltungen). So kommen wir aber nicht weiter; wir stecken mitten im Karma Dilemma....

Ich weiß nicht was du damit sagen willst.
Es gibt keine heilsamen und unheilsamen Taten?

.
accinca hat geschrieben:
Es gibt keine heilsamen und unheilsamen Taten?


Wenn das eine Frage sein soll und die sich zudem auf „Karma vipaka“ bezieht, dann kann ich diese Frage mit ja beantworten.

Dazu folgendes:
Es gibt zunächst nur Handlungen, die im Grunde genommen als „Neutral“ einzuordnen sind.
Allerdings besitzt aberjede Handlung eine mentale Wertigkeit (heilsam oder unheilsam) in Qualität und Intensität.
Diese mentale Wertigkeit und nicht die deren zugrunde liegenden Handlungen sind der Gradmesser für die durch den „Kontakt“ hervorgerufene karmische Wirkung (vipaka), ausgedrückt in angenehmen, unangenehmen oder Neutralen Gefühlen.
Die früheren Handlungen selbst, die ja die mentalen Wertigkeiten liefern, dienen lediglich als eine Art Platzhalter, damit den „aktuellen Geschehnissen“, eingeleitet durch den „Kontakt“, analog der früheren Handlungen die entsprechenden mentalen Wertigkeiten zugeordnet werden können.

In diesem Zusammenhang komme ich noch einmal auf eine Äußerung Nagarsunas zurück:

„Es muss zuerst eine Wirkung eintreten bevor man deren Ursache finden kann."
Wo trägt man, so wie ihr es versucht zu erklären, nur seinen karma-Abakus? :clown:

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