Verdrängungs- und Weltflucht-Buddhismus

Moderator: void

Moderation:
Dieser thread wurde nich vom Unbuddhist eröffnet. Ich habe ihn aus dem Thread
Zen-Priester unter Missbrauchsverdacht hierher verschoben.



Erst, wenn die Sache auffliegt, und unter dem Druck des Prozesses fließen Reue und Entschuldigungen. Und die Institutionen, die solches Handeln, zumindest nach seinem Bekanntwerden, interessieren könnte? Viel ist da nicht zu hören.


So heisst es in einem Text auf Buddhismus aktuell. Die erste Institution um die es hier geht ist die DBU, da sie für sich in Anspruch nimmt, den Buddhismus in Deutschland zu repräsentieren. Dass diese Institution aber nicht beim Namen genannt wird, zeigt wie verhalten man bei Buddhismus aktuell, dem Publikationsorgan der DBU, in solchen Fällen immer noch sprechen muss.

Diese Tatsache verweist wiederum auf den Befund, dass die DBU und Buddhismus aktuell Teil des Problems sind und mehr noch: dass sie mit verantwortlich sind für derartige Geschehnisse. Die DBU und Buddhismus aktuell repräsentieren nämlich keineswegs den Buddhismus in Deutschland sondern lediglich denjenigen Teil den man als Verdrängungs- und Weltflucht-Buddhismus bezeichnen könnte.

Drei Beispiele für diesen Verdrängungs- und Weltflucht-Buddhismus aus den vergangen Jahren:

1. Buddha, Sex und Leidenschaft, Buddhismus Aktuell 1/2012. Bei genauer Analyse dieses Heftes wird deutlich, dass Sexualität hier überwiegend, im psychoanalytischen Sinne, verdrängt wird. Das Ergebnisse einer solche Verdrängung ist die Neurose – die Realitätsverzerrung. Nichts anderes ist die Unfähigkeit vieler Buddhisten einen „Super-Narzissten“ der sich als erleuchteter Meister ausgibt als solchen zu sehen.

2. Made in Dresden. Die Aktion des Künstlers Han Chon im Jahr 2013 in München ist als Kritik des „symbolischen Kapitals“ zu werten, welches Machtmissbrauch durch supererleuchtete Super-Narzissten möglich macht. Die DBU war 2013 nicht nur nicht in der Lage diese Kritik zu sehen, sondern sie hat auch noch vehement gegen diese Aktion protestiert – bis hin zu dem Punkt an dem der damalige DBU-Rat Ralf Boeck sich genötigt sieht persönliche Attacken zu reiten und von Münchens „künstlerisch impotenten Kulturbürokraten“ zu sprechen. Auch hier das übliche Bild das im Prinzip durchaus jeder Sekte eigen ist: Kritik wird nicht zugelassen, der Kritiker wird diffamiert und für krank erklärt.

3. Buddhismus Aktuell 1/2016, Themenheft Achtsamkeit. Die Redaktion bringt es fertig ein ganzes Heft buddhistischer Ethik zu widmen, ohne mit auch nur einem einzigen Wort das grosse damalige Problem zu erwähnen. Anstatt sich in praktischer Anwendung an die vielen Menschen zu wenden die damals die Chance hatten vor Mord und Totschlag nach Deutschland zu flüchten, müht sich die Institution DBU mit diesem Heft damit ab, ihr angebliches Alleinstellungsmerkmal gegen über dem Modetrend Achtsamkeit herauszustellen. Auch hier wieder: Verdrängung.

Kann die DBU etwas anderes als Verdrängen? Sicherlich nicht solange sie sich nicht ihren eigenen Widersprüchen stellt. Ein Themenheft Machtmissbrauch wäre ein Anfang. Allerdings nur wenn darin offen darüber geredet würde, was z.B. an Buddhisten wie Sogyal von Lakar oder Ole Nydahl falsch ist. Dass diese nämlich Formen des Buddhismus repräsentieren in denen Hörigkeit, Kritiklosigkeit, passive Aggressivität etc., und wenn's nicht anders geht, siehe Made in Dresden, Diffamierung, Mittel der Wahl sind um eine vermeintlich superiore Gemeinschaft zu festigen – eine, die letztlich erst Exzesse wie im Fall Genpo D. möglich macht.

Besser noch wäre ein Themenheft, das sich in dieser Hinsicht gänzlich der Sicht von aussen stellt und nur Autoren zu Wort kommen lässt, die nicht zur DBU oder sonstwelchen vermeintlich spirituellen Gemeinschaften gehören.
Fällt Dir nichts Neues mehr ein, dass Du meinst, ausgerechnet hier die ollen Kamellen Deines Blogs recyceln zu müssen? Kann ich auch - da Du diese vier Jahre alte Schote jetzt zum 3. Mal meinst, in diesem Thread erwähnen zu müssen.
Der Unbuddhist hat geschrieben:
2. Made in Dresden. Die Aktion des Künstlers Han Chon im Jahr 2013 in München ist als Kritik des „symbolischen Kapitals“ zu werten, welches Machtmissbrauch durch supererleuchtete Super-Narzissten möglich macht. Die DBU war 2013 nicht nur nicht in der Lage diese Kritik zu sehen, sondern sie hat auch noch vehement gegen diese Aktion protestiert – bis hin zu dem Punkt an dem der damalige DBU-Rat Ralf Boeck sich genötigt sieht persönliche Attacken zu reiten und von Münchens „künstlerisch impotenten Kulturbürokraten“ zu sprechen. Auch hier das übliche Bild das im Prinzip durchaus jeder Sekte eigen ist: Kritik wird nicht zugelassen, der Kritiker wird diffamiert und für krank erklärt.
Wenn Kritik mit künstlerischen Mitteln legitim ist, dann gilt gleiches erst recht für die Kritik der Kunst bzw. der künstlerischen Mittel - und natürlich auch für die Kritik einer Kulturbürokratie, die zuständig für die Finanzierung von Kunst aus öffentlichen Mitteln ist. Kunstkritik ist nun nicht Aufgabe der DBU, aber sehr wohl Kritik daran, wenn eine staatliche Behörde gegen das im Grundgesetz garantierte Gebot weltanschaulicher Neutralität verstößt. Genau dagegen richtete sich der Protest der DBU, artikuliert in zwei offenen Briefen an den Träger und Finanzier der Kunstaktion. Hier - verbunden mit einer persönlichen Kritik von Herrn Han Chongs (so schreibt sich der Mann korrekt) Aktion - sind sie zitiert: http://zensplitter.blogspot.de/2013/07/ ... esden.html
Von dieser Klarstellung abgesehen gedenke ich nicht, die Diskussion über 'Made in Dresden' (die hier ohnehin offtopic ist) wieder aufzuwärmen. Abschließend der Hinweis, dass der Protest zumindest dazu geführt hat, dass die Figur nach Ende der Aktion einen angemesseneren Platz gefunden hat: http://bodhicharya.de/die-buddha-statue.html

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P.S.: Wer die Stelle findet, wo Han Chong "diffamiert und für krank erklärt" wird, bitte melden.
Sudhana hat geschrieben:
P.S.: Wer die Stelle findet, wo Han Chong "diffamiert und für krank erklärt" wird, bitte melden.


Das Zitat lautet vollständig:

Kulturbürokraten […], die künstlerisch impotent sind, aber dafür dann wenigstens ersatzweise Kunstgeschichte studiert haben […].


und stammt von deiner Website (genauen Link habe ich nicht, damals anscheinend versehentlich nur Deine generelle Website als Quelle verlinkt).

Im Übrigen kann man dir nicht abnehmen, dass du den Zusammenhang nicht verstehst und deswegen das zum ollen Offtopic-Kamellen machen willst. Es ist nur immer wieder die gleiche Strategie unliebsame Kritik auszuschalten. In dem Zusammenhang gerät natürlich Deine, durchaus richtige, Darlegung des "symbolischenn Kapitals" in den Ruch der Heuchelei. Entweder Du kanntest damals schon den Begriff und seine Bedeutung, dann war ihn zu verschweigen Doppelmoral, oder Du hast ihn erst später kennengelernt, dann müsstest Du die Aktion von damals anders bewerten oder zumindest ergänzen – und wenn das nicht geschieht: Wieder Doppelmoral.

Fazit. Entweder Du sagst jetzt was dazu oder wir haben wieder, wieder, wieder und immer wieder bis zum Überdruss den Fakt, dass deutsche Buddhisten keine Widersprüche ihres Tuns sehen wollen.

Und um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Es gibt ein Kontinuum von den kleinen Verweigerungen wie hier bis hin zu den wirklich harten Sachen wie im Fall Genpo D. Wer sich der Diskussion der Widersprüche verweigert ist Mittäter durch Schweigen.
Auch die BuBB(Mittäter durch Schweigen)?
Zur Erinnerung

https://static.twoday.net/tgregenbogen/ ... en-doc.pdf

Der Künstler und Buddhist TGR hat dazu damals was geschrieben und hier besonders sei die S. 6 erwähnt.
Der Unbuddhist hat geschrieben:
Das Zitat lautet vollständig:

Kulturbürokraten […], die künstlerisch impotent sind, aber dafür dann wenigstens ersatzweise Kunstgeschichte studiert haben […].
Vollständig lautet das Zitat vielmehr:
Überhaupt - Kulturbürokraten. Häufig (so jedenfalls meine Erfahrungen) Leute, die künstlerisch impotent sind, aber dafür dann wenigstens ersatzweise Kunstgeschichte studiert haben und nun das Geld anderer Leute ausgeben dürfen
Das ist 1. kein generelles Urteil über Kulturbürokraten (man beachte das "häufig"). 2. ist es keine Diffamierung - wer anderer Ansicht ist, möge als Gegenargument ruhig ein paar künstlerisch hervorgetretene (idealerweise im Kulturreferat München tätige) Kulturbürokraten nennen. Schon gar nicht erklärt es sie für krank - es sei denn, man stuft künstlerische Impotenz als Krankheit ein. 3. und letzlich ist das eine an Kulturbürokraten gerichtete Kritik, keine Kritik von Kunst oder Künstlern.

Daraus macht Herr Steingass dann - auf den Künstler Han Chong und seine Arbeit 'Made in Dresden' bezogen - kurzerhand:
Kritik wird nicht zugelassen, der Kritiker wird diffamiert und für krank erklärt.
Dies in aller Ausführlichkeit hier nur analysiert um exemplarisch den Charakter von Herrn Steingass' öffentlichen Äußerungen aufzuzeigen. Das ist nicht mehr nur polemisch, das ist intellektuell unredlich. So disqualifiziert sich - auch durchaus angebrachte - Kritik selbst.

Da hier offtopic, von meiner Seite EOD. Und dem 'Unbuddhist' ein herzliches Willkommen auf meiner Ignorierliste.

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Tychiades hat geschrieben:
Der Künstler und Buddhist TGR hat dazu damals was geschrieben und hier besonders sei die S. 6 erwähnt.
Herr TGR äußert sich da sehr wortreich auch über die DBU, hat sich aber offensichtlich gar nicht die Mühe gemacht, die beiden offenen Briefe der DBU zu lesen sondern schwadroniert von einem frei erfundenen "Fundamentalismus". Auf den dort geäußerten Kern der Kritik - Verstoß der Stadt München gegen die grundgesetzlich garantierte weltanschauliche Neutralität des Staates und seiner Organe - geht er mit keinem Wort ein. Von aktuellen Tendenzen, gerade diese weltanschauliche Neutralität durch ein Hierarchisierungsmodell - natürlich zugunsten der christlichen Religion - zu relativieren, hat er offensichtlich auch keine Kenntnis. Zur Einführung in die Problematik s. hier, insbesondere Abschnit III. Herr TGR ist halt Künstler, die verfassungsrechtlichen und religionspolitischen Aspekte nimmt er schlicht nicht wahr oder sie gehen ihm am Allerwertesten vorbei. Was ja in Ordnung ist, aber keine Option für einen religiösen Dachverband. Genausowenig geht er übrigens auf das in beiden offenen Briefen explizit erklärte Bekenntnis der DBU zur ebenfalls durch das Grundgesetz garantierten Kunstfreiheit ein.

Es geht ja nicht darum, ob Kunst religionskritisch sein darf - natürlich darf sie das. Es geht darum, ob staatliche Organe Kritik an einer speziellen Religion - insbesondere der einer gesellschaftlichen Minderheit - finanzieren und sie im öffentlichen Raum präsentieren dürfen. Wenn es sich bei der betreffenden Religion um die christliche gehandelt hätte, wären mit ziemlicher Sicherheit im Münchner Kulturreferat Köpfe gerollt.

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Sudhana hat geschrieben:
Es geht ja nicht darum, ob Kunst religionskritisch sein darf - natürlich darf sie das. Es geht darum, ob staatliche Organe Kritik an einer speziellen Religion - insbesondere der einer gesellschaftlichen Minderheit - finanzieren und sie im öffentlichen Raum präsentieren dürfen. Wenn es sich bei der betreffenden Religion um die christliche gehandelt hätte, wären mit ziemlicher Sicherheit im Münchner Kulturreferat Köpfe gerollt.

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Da stimme ich Dir absolut zu, wenn auch meine "Ablehnung" des institutionellen Buddhismus andere Hintergründe hat als die gerade OT diskutierten Gründe.

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Sudhana hat geschrieben:
Es geht ja nicht darum, ob Kunst religionskritisch sein darf - natürlich darf sie das. Es geht darum, ob staatliche Organe Kritik an einer speziellen Religion - insbesondere der einer gesellschaftlichen Minderheit - finanzieren und sie im öffentlichen Raum präsentieren dürfen. Wenn es sich bei der betreffenden Religion um die christliche gehandelt hätte, wären mit ziemlicher Sicherheit im Münchner Kulturreferat Köpfe gerollt.

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OT - und ich hör damit auch auf - letztes Wort dazu.

Wenn man schon so wortreich wie die DBU das ans Kulturreferat schreibt, dann sollte man doch auch einfach eine Klage anstreben, um das mal festzustellen. Die Stadt München darf ihren Kulturetat durchaus nach Abstimmung im Rat, der ja das Programm und Etat abgesegnet hat, frei ausgeben.Da war bestimmt eine Ausschreibung mit verbunden und man wollte evtl. auch junge Künstler fördern. Die DBU hatte schlecht Karten. Aber schade - ich hätte es gern gesehen, wenn sie das Blatt ausspielt.

Mich hat das seinerzeit sehr verwundert - sowohl die Argumentation, als auch der Grund - aber ich habe ja auch nichts gegen gekreuzigte Frösche oder Hühner - und die wären auf dem Viktualienmarkt auch nicht schlecht gewesen. Allerdings wäre da der Tierschutz aufmarschiert und das geht ja nun garnicht.
Der Protest, der da organisiert war, einschließlich der ehemaligen Bodybuilderin und heutigen Nonne - sah mir sehr gesteuert aus.

Gustav Gans als Ratsvorsitzender ist eben doch kein Glücksfall.
Ignorierliste? Lächerlich. Wegreden tut der Pfaffe unliebsame Einsichten in Zusammenhänge die eine Fall Genpo D. möglich machen.
Ich würde dich am liebsten melden, aber ich fürchte der Mod sieht noch nicht durch was deine Anspielungen im Endeffekt bedeuten.
Ich erinnere mich an eine Person auf dem Vesakh die auch der anwesenden Dr. Marianne Wachs eine Mittäterschaft an den Missbrauchsfällen ( "Mittäterin durch Schweigen") vorwarf. Deswegen meine Nachfrage.
Die Reaktionen fand ich übrigens interessant.
Mein Optimismus weiter oben war wohl verfrüht: Wir sind wieder bei dem Spiel angelangt, bei dem der Kritiker der Widersprüche aufzeigt diffamiert wird. Und ja: Das trägt zu solchen Unsäglichkeiten wie dem Fall Genpo D. bei.
Tychiades hat geschrieben:
Wenn man schon so wortreich wie die DBU das ans Kulturreferat schreibt

"Wortreich" ist ein relativer Begriff. Selbst, wenn man mal außer acht lässt, dass die Zahl der Worte, die man macht, zum Gehalt der Aussage in einer angemessenen Relation stehen sollte. Wer nachzählt, wird den Wortreichtum der beiden offenen Briefe der DBU mit zusammen 782 Wörtern recht exakt benennen können. Das von Dir verlinkte (was wohl heisst, zur Lektüre empfohlene) Dokument von Herrn TGR zählt hingegen schon respektable 3564 Wörter.
Tychiades hat geschrieben:
, dann sollte man doch auch einfach eine Klage anstreben, um das mal festzustellen.
Bis zur Verhandlung wäre der Anlass der Klage aller Voraussicht nach längst beseitigt gewesen - die Kunstaktion war ja zeitlich begrenzt. Deswegen einen Musterprozess - ggf. bis hin zu Bundesverwaltungsgericht - anzustrengen, wäre deutlich überzogen gewesen. Wer die beiden offenen Briefe einigermaßen nüchtern liest wird auch sehen, dass es sich nicht um juristische Schriftsätze handelt, sondern um einen (nicht ohne Ironie) formulierten Protest. Zielgruppe war neben dem Kulturreferat die Öffentlichkeit über die Presse, die sich in ihrer Berichterstattung dann ja auch teilweise auf die offenen Briefe bezogen hat.
Tychiades hat geschrieben:
Die Stadt München darf ihren Kulturetat durchaus nach Abstimmung im Rat, der ja das Programm und Etat abgesegnet hat, frei ausgeben.
So "frei" durchaus nicht. In unserem Staat ist Verwaltungshandeln - und dazu gehört nicht zuletzt die Vergabe von Aufträgen, die mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden - immer noch an Recht und Gesetz gebunden und nicht "frei". Was "Programm absegnen" betrifft - genau da hat sich das Kulturreferat ja beharrlich hinter der Behauptung versteckt, man hätte halt Elmgreen&Dragset mit der Kuratierung beauftragt und sei in keiner Weise dafür verantwortlich, was die mit den ihnen zur Verfügung gestellten 1,2 Millionen anfangen. Klassisches ass-covering.
Tychiades hat geschrieben:
Die DBU hatte schlecht Karten. Aber schade - ich hätte es gern gesehen, wenn sie das Blatt ausspielt.
Die DBU hatte und hat insofern schlechte Karten, als sie es sich finanziell schlicht nicht leisten kann, wegen jedem SchXXXdreck einen Musterprozess anzustrengen. Wenn es sich um eine Dauerinstallation und nicht um eine zeitlich begrenzte Aktion gehandelt hätte, wäre das ggf. eine Diskussion wert gewesen. So nicht. Der Rat der DBU hat seinerzeit diesem ganzen Unsinn deutlich weniger Gewicht beigemessen als die ganzen selbsternannten Verteidiger der Kunstfreiheit (die seitens der DBU überhaupt nicht zur Debatte stand). Selbst die Aufforderung "diese Aktion schnellstmöglich zu beenden" war seitens der DBU nicht mit irgendeinem 'Sakrileg' oder einem rechtswidrigen Handeln des Münchener Kulturreferats begründet, sondern mit dem so sicherlich auch seitens der Stadt München nicht gewünschten Effekt dieser Art Selbstdarstellung. Anders gesagt: mit einem Appell an die Vernunft. Zitat von der Webseite der Stadt München zur Kunstaktion: "Die zahlreichen Touristen – nicht nur aus Asien - und die Münchnerinnen und Münchner werden mit Han Chongs temporärer Installation vielleicht einen neuen Blick auf den traditionsreichen Viktualienmarkt werfen." Dazu das DBU-Schreiben: "Was die Touristen angeht, so sollten Sie sich vielleicht doch besser vorrangig Gedanken über Touristen aus Asien machen. Bitte machen Sie sich doch einmal kundig, wie etwa buddhistische Besucher aus Sri Lanka oder Thailand (um nur zwei Beispiele zu nennen) eine solche Installation empfinden. Bestenfalls als ignoranten Umgang mit einer fremden Kultur, eher als typisch postkoloniale Arroganz wenn nicht gar – ungeachtet der Nationalität des Künstlers - als 'typisch deutsch' mit allen negativen Konnotationen. Wir denken nicht, dass dies im Sinn einer positiven Selbstdarstellung Münchens als einer weltoffenen Kulturstadt ist und fordern Sie daher auf, diese Aktion schnellstmöglich zu beenden."

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Morpho hat geschrieben:
Auch die BuBB(Mittäter durch Schweigen)?

Die BuBB wurde durch die DBU dazu aufgefordert, auf ihrer Webseite nicht länger für Dr. Zernickow zu werben oder doch zumindest deutlich und unmissverständlich darauf hinzuweisen, dass dessen Organisation nicht zur DBU gehört. Die BuBB bzw. der Betreiber der Webseite zog es stattdessen vor, sich dort nicht länger als Regionalverband der DBU zu bezeichnen. Der einschlägige Schriftwechsel wurde den Mitgliedsverbänden der BuBB, die auch Mitglied der DBU sind, zur Kenntnis gegeben - ohne, dass von ihnen eine Reaktion erfolgt wäre.

Die BuBB ist nicht nur "Mittäter durch Schweigen" - sie macht nach wie vor aktiv Reklame für Dr. Zernickows Mumon-Kai.

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Das meine ich nicht. Siehe oben.

@ unbuddhist:
die reaktion war deswegen bemerkenswert da sie plus minus gleich null war. mir sagte das die person ist allseits bekannt.
da ich selber zufällig (wirklich zufällig) interagiert wurde, sah ich mich einfach mal genauer um.

Ps: mumon kai besteht nicht ausschliesslich aus dr. zernikow. ich wüsste nicht was dafür sprechen sollte eine ganze sangha auszugrenzen.
Sudhana hat geschrieben:
Bis zur Verhandlung wäre der Anlass der Klage aller Voraussicht nach längst beseitigt gewesen - die Kunstaktion war ja zeitlich begrenzt. Deswegen einen Musterprozess - ggf. bis hin zu Bundesverwaltungsgericht - anzustrengen, wäre deutlich überzogen gewesen. Wer die beiden offenen Briefe einigermaßen nüchtern liest wird auch sehen, dass es sich nicht um juristische Schriftsätze handelt, sondern um einen (nicht ohne Ironie) formulierten Protest. Zielgruppe war neben dem Kulturreferat die Öffentlichkeit über die Presse, die sich in ihrer Berichterstattung dann ja auch teilweise auf die offenen Briefe bezogen hat.


Ich dachte da zunächst an eine einstweiligen Verfügung. Aber das hätte vllt. auch keinen Erfolg gehabt, da die Kunstfreiheit doch bei uns - und auch in Bayern - sehr hoch gehalten wird. Man kneift nur dann, wenn Gewalt droht, wie bei den Muslimen. Was ich sehr interessant fand, war die offen fundamentalistische Haltung, die von Thailand hierher rüber gebracht wurde.
Die Presseberichte haben dem Kunstprojekt geholfen ziemlich bekannt zu werden. Das war richtig gut von der DBU. Nennt sich Streisand-Effekt.
Tychiades hat geschrieben:
Nennt sich Streisand-Effekt.
Eher nicht. Das Projekt sollte ja gerade in der Öffentlichkeit (und nicht nur im Feuilleton Münchener Lokalblätter) diskutiert werden - nicht totgeschwiegen. Randalierend durch die Straßen zu ziehen und Fahnen zu verbrennen, wie es in solchen Fällen bei der Konkurrenz ja durchaus gelegentlich vorkommt, hätte zwar für noch mehr Aufmerksamkeit und evt. auch vorzeitige Beendigung des (Teil)Projektes 'Made in Dresden' gesorgt. War aber keine Option - da hätte auch keine "Steuerung" geholfen ... :)

Es gab übrigens einen durchaus ernstgemeinten Vorschlag einer Gruppe, die Buddhafigur in einer Nachtaktion aus der liegenden in die angemessene Sitzposition zu bringen. Das hätte man dann zwar durchaus als Teil der Kunstaktion deklarieren können (als aktive Beteiligung der Öffentlichkeit bei der künstlerischen Gestaltung des öffentlichen Raums, als gelebte Basisdemokratie gewissermaßen), praktisch wäre es jedoch wohl auf eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ('Vandalismus') hinausgelaufen. So weit geht die Kunstfreiheit im öffentlichen Raum ja nun auch wieder nicht ...

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Um das hier noch mal thematisch zu ergänzen: ich denke schon, dass es da einen Zusammenhang gibt zu dem Fall von Genpo und dem allgemeinen Missbrauch von Macht. Die DBU hat hier auf das Kunstprojekt wie eine klassische Interessenorganisation gewirkt - will man sich als religiöse Einrichtung z.B. für das Dauerprojekt Körperschaft des öR engagieren, dann muss man auch die religiösen Belange der Mitglieder, wie der Wat Thai e.V. bedienen. Und für diese ist Religion was politisches und öffentliches. Genau wie Nydahl die DBU für seine Interessen nutzt, da sie ja ihm das buddhistische Mäntelchen belässt und ihn nicht offen kritisiert, aber auch damit seine Spiele stützt, weil sie ja auch durch ihn finanziert wird, genauso nutzten die Thais und nutzt die DBO-Nonne die DBU für Aktionen. Und auch die CSU nutzte das - denn wir hatten ja im September 2013 Landtagswahl in Bayern und im März 2014 Kommunalwahl in MÜnchen. Aber auch das Kunstprojekt nutzte diesen Protest, denn das war ja praktisch so gewollt.
Auch die Berliner hatten einen Nutzen davon, denn sie bekamen eine monströse Buddhastatue für ihren Sandkasten für lau oder nen Appel und ein Ei. Und der Künstler war auch mit der Resonanz und der eleganten Entsorgung seines Kunstprojekts zufrieden.

Dabei ist ein ebenso schöner Protestbrief einer neu-religiösen Organisation zu einem schönen Kunstprojekt in München aus dem Blick geraten, aber ich will ihn hier mal vorstellen:

David Shrigleys Arbeit „Bubblesplatz“ im Rahmen des Projektes „A Space Called Public / Hoffentlich Öffentlich“ auf dem Promenadeplatz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
unser gemeinnütziger Verein „MJ’s Legacy Association International e.V.“ kümmert sich zusammen mit anderen Michael-Jackson-Fans nun seit vier Jahren ehrenamtlich um die von Fans errichtete und selbst finanzierte Gedenkstätte für Michael Jackson am Fuße des Orlando di Lasso-Denkmals auf dem Promenadeplatz.
Täglich ist jemand von uns vor Ort, um die Gaben dort zu arrangieren und für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Dieser Platz hat für die Fans aus aller Welt inzwischen zentrale Bedeutung erlangt, da er nicht nur die Möglichkeit bietet, der Trauer Ausdruck zu verleihen, sondern auch dazu dient, sich dort zu treffen (er ist mittlerweile internationaler Anlaufpunkt geworden), andere über Michael Jackson zu informieren und die Wohltätigkeitsarbeit, die für ihn zeitlebens im Mittelpunkt stand, fortzuführen.
Unser Ziel ist es, Michael Jackson zu ehren, sein künstlerisches und humanitäres Andenken zu erhalten und Kinder-Hilfs-Projekte vor Ort und weltweit zu fördern. Die Gedenkstätte hat sich zum regelrechten Touristenmagnet entwickelt und ist Teil von Stadtführungen und Reiseführern.
Seit Beginn legen wir große Mühe, Ernsthaftigkeit und Herzblut in dieses Projekt, deshalb sind wir auch der Stadt München und ihren Bürgern sehr dankbar für die Toleranz und die Anerkennung, die sie uns dafür entgegenbringen.

Nun installierte Mitte April 2013 der schottische Künstler David Shrigley seine Arbeit im Rahmen des Projektes „A Space Called Public / Hoffentlich Öffentlich“ direkt am benachbarten Denkmal. Diese Arbeit bereitet uns seitdem große Sorgen und viel Kopfzerbrechen. Sie ist nicht durch ein deutlich sichtbares Hinweisschild oder Ähnliches als „Kunstprojekt“ gekennzeichnet und wird somit von Passanten fast durchwegs als „Erweiterung“ der Gedenkstätte für Michael Jackson bzw. (s)einen Affen wahrgenommen und dies wird auch negativ kommentiert. Es wird uns unterstellt, immer mehr Raum zu beanspruchen und es wird sich darüber lustig gemacht, dass wir jetzt auch noch eine Gedenkstätte für einen Affen errichtet hätten. Wir empfinden das Kunstwerk deshalb als Herabsetzung unserer Mühen und unseres karitativen Engagements und als Verunglimpfung unseres gesamten Projektes. Dazu tragen auch die bisher dazu veröffentlichten Presseberichte bei. Es wurde uns zwar von Seiten des Kulturreferates versichert, dass dies nicht beabsichtigt sei, aber wenn man sich die Fotos ansieht, kann man sicherlich nachempfinden, wie das Ganze nach außen hin wirkt.
Auch glauben wir nicht, dass der Künstler gegenüber Michael Jackson keine negative Haltung besitzt, denn es gibt frühere Zeichnungen von ihm, die dies durchaus veranschaulichen. Ebenfalls ist es für uns nicht zu verstehen, wie die indirekten Spendenaufrufe für den Affen Bubbles, die David Shrigley in seine Arbeit integriert hat, mit Ihrem Kunstprojekt in Einklang stehen und fragen uns, inwieweit das noch unter den Kunstbegriff fallen kann. Soweit wir informiert sind, geht es dem Tier sehr gut und viele Fans tragen finanziell zu seiner Versorgung bei, deshalb müssen wir leider vermuten, dass der Künstler absichtlich den Eindruck erwecken möchte, dass Michael Jackson ihn „vergessen“ oder „vernachlässigt“ hat, oder dass er damit unsere Spendenaktionen lächerlich machen möchte.
Bitte verstehen Sie unsere Ausführungen nicht als Kritik oder Intoleranz gegenüber Kunstprojekten im öffentlichen Raum Münchens, wir stehen dem insgesamt positiv gegenüber. Dennoch möchten wir Sie bitten, unsere Bedenken und Einwände gegenüber David Shrigleys äußerst provokative Installation, die die Stadt München auch sehr viel Geld kostet (das Gesamtkonzept kostet 1, 2 Millionen Euro!), insbesondere auf diesem Platz und in dieser Form auf sich wirken zu lassen und uns eine Stellungnahme dazu zukommen zu lassen. Welche Intention hat die Stadt München ein "Denkmal" für einen Affen zu installieren? Wie lange wird das Projekt aufrecht erhalten?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
(...)
Vorsitzende „MJ’s Legacy Association International e.V.“
Die Thai sind nicht Mitglied.
Und von welcher DBO Nonne sprichst du eigentlich ?
Und warum.nennst du sie so ?
Ach ja, und der Transport der Statue kostete soweit ich mich erinnere 6 oder 8000 Euro, und Spender haben das refinanziert.
Morpho hat geschrieben:
Die Thai sind nicht Mitglied.

Richtig.
Und von welcher DBO Nonne sprichst du eigentlich ?
Und warum.nennst du sie so ?


Moderation:
Name der Nonne auf Wunsch entfernt.void


Ach ja, und der Transport der Statue kostete soweit ich mich erinnere 6 oder 8000 Euro, und Spender haben das refinanziert.

Richtig.
Tychiades hat geschrieben:
Um das hier noch mal thematisch zu ergänzen: ich denke schon, dass es da einen Zusammenhang gibt zu dem Fall von Genpo und dem allgemeinen Missbrauch von Macht.
Dann mal Butter bei die Fische - wo genau siehst Du hier einen "Missbrauch von Macht"?
Tychiades hat geschrieben:
Die DBU hat hier auf das Kunstprojekt wie eine klassische Interessenorganisation gewirkt
ja, natürlich. Wie sonst? Die DBU ist eine klassische Interessenorganisation und hat da schlicht ihren Job gemacht. Ob gut oder schlecht, darüber kann man zweifellos streiten - wie immer. Ob dieser Streit jetzt - vier Jahre später - irgendeinen Sinn hat, ist eine andere Frage.
Tychiades hat geschrieben:
dann muss man auch die religiösen Belange der Mitglieder, wie der Wat Thai e.V. bedienen.
Wie schon richtig angemerkt wurde, ist und war der Wat Thai e.V. kein DBU-Mitglied und er gehörte nach meiner Erinnerung auch nicht zu den Gruppen, die sich an die DBU gewandt haben. Aber es ist schon anzunehmen, dass die das nach Thailand berichtet haben und das dann die dortigen Proteste ausgelöst hat. Was ich absolut legitim finde.
Tychiades hat geschrieben:
Und für diese ist Religion was politisches und öffentliches.
Religion, die in sozialen Verbänden (einem Kultverband) tradiert und ausgeübt wird, ist immer auch "was politisches und öffentliches". Nicht nur für Thai. Übrigens - auf der Schiene, auf der Du da reitest, bewegte sich anfänglich auch das Kultureferat, dessen Pressesprecherin die Kritik an der Kunstaktion als Protest "mittelalter Männer mit asiatischen Ehefrauen" abtat. Nur ein Beispiel für die herablassende Arroganz der Münchener Kulturbürokraten - nach dem Motto 'die rückständigen Asiaten wissen es halt nicht besser' und mittelalte Männer, die Asiatinnen heiraten sind eh nicht ernst zu nehmen. An die DBU hatten sich jedenfalls zunächst (hauptsächlich, aber nicht nur) Buddhisten aus dem Münchner Raum gewandt, und zwar Biodeutsche - falls das denn tatsächlich irgendwie von Belang sein sollte.
Tychiades hat geschrieben:
Genau wie Nydahl die DBU für seine Interessen nutzt, da sie ja ihm das buddhistische Mäntelchen belässt und ihn nicht offen kritisiert, aber auch damit seine Spiele stützt, weil sie ja auch durch ihn finanziert wird,
Eine bemerkenswert simple Weltsicht. Ich habe mir gerade im hier zur Debatte stehenden Jahr 2013 mal die Mühe gemacht (sie war nicht allzu groß), das nachzurechnen. Der Mitgliedsbeitrag des Diamantweg e.V. Ole Nydahls machte da gerade mal 0,8% der Einnahmen der DBU aus. Ein bißchen wenig, um so eine Organisation zu "kaufen" - etwas komplizierter ist das schon. Dass das im Sinne einer Kosten / Nutzen - Relation für die DBU ein äußerst schlechtes Geschäft ist, steht freilich auf einem anderen Blatt. Ich habe damals in einer offenen Mail an meine DBU-Kontakte geraten, sich genau anzuschauen, was man sich für diesen Kleckerbetrag einhandelt - weil es gerade die Nydahl-Truppe war und ist, die wie Du gerne mit ihrem Mitgliedsbeitrag argumentiert.
Tychiades hat geschrieben:
genauso nutzten die Thais und nutzt die DBO-Nonne die DBU für Aktionen.
Auch hier - mal Butter bei die Fische. Wie genau soll das denn funktioniert haben? Die DBU hat unabhängig von Wat Thai und auch von Tenzin Wangmo gehandelt, auch wenn u.a. auch Tenzin Wangmo die DBU auf die Kunstaktion aufmerksam gemacht hat. Zumindest der damalige Rat hat hier und in anderen Fällen gerade nicht einfach auf Zuruf einzelner Personen oder Gruppen gehandelt bzw. sich von diesen benutzen lassen, sondern selbstständig Erwägungen zur Sachlage getroffen und danach sein Handeln bestimmt. So nimmt man in einer "Interessenorganisation" verantwortlich ein Mandat wahr.
Tychiades hat geschrieben:
Und auch die CSU nutzte das - denn wir hatten ja im September 2013 Landtagswahl in Bayern und im März 2014 Kommunalwahl in MÜnchen.
Natürlich - für die war das unsensible und unprofessionelle Agieren des Kulturreferats ein gefundenes Fressen, vom Schaden dieser 'Imagewerbung' für das Ansehen Münchens z.B. in Thailand mal ganz abgesehen. Bezeichnenderweise hat OB Ude (die offenen Briefe der DBU gingen auch an ihn) da sein Kulturreferat auch alleine im Regen stehen lassen und einfach toter Mann gespielt. "Aussitzen" nennt man das wohl.
Tychiades hat geschrieben:
Aber auch das Kunstprojekt nutzte diesen Protest, denn das war ja praktisch so gewollt.
Natürlich - genau wie die diversen Schreihälse im Internet, die der DBU mit abstrusen Argumenten talibanöse Bilderstürmerei unterstellen wollten. Wenn die DBU das - eine Zensur - gewollt hätte, dann hätte sie einfach Strafanzeige wegen Verstoß gegen §166 StGB (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen) stellen können. Genau das - sich nach dem Vorbild der katholischen Kirche dieses sog. 'Gotteslästerungsparagraphen' bedienen - wollte der damalige DBU-Rat gerade nicht. Nicht zuletzt aus Achtung vor dem Rechtsgut der Freiheit von Kunst und Wissenschaften, aber auch, um die Sache nicht höher zu hängen, als sie es verdiente.

Der "Nutzen" für die DBU lag dann auch in der angestoßenen Debatte über den Umgang mit religiösen Symbolen 'fremder' Religionen. Womöglich hat die dem Einen oder Anderen ja tatsächlich zu einem etwas bewussteren Umgang mit den hierzulande so weit verbreiteten Fengshui-Gartenzwergen verholfen. Eine öffentliche Debatte über die weltanschauliche Neutralität des Staates und seiner Organe im Bereich Kultur und Kulturförderung wäre noch wünschenswerter gewesen, aber damit, diese Problematik überhaupt wahrzunehmen, waren offensichtlich Viele schon überfordert. Das Kulturreferat wohl eher nicht, aber das ist - aus seiner Sicht verständlich - dem Vorwurf, diese gebotene Neutralität verletzt zu haben, natürlich beharrlich ausgewichen.

Wenn sich die Intention der DBU, wenigstens einen Diskurs über den respektvollen Umgang mit religösen Symbolen zu führen (wobei es nicht um Respekt vor Symbolen, sondern um den vor Menschen geht, denen das betreffende Symbol etwas bedeutet) mit der von Han Chong traf - wunderbar. Wenn dessen ohnehin außerordentlich nebulöse Intention eine andere war, so schadete es auch nicht. Wie Du richtig schreibst, hat nicht zuletzt der Künstler von der so entstandenen Aufmerksamkeit profitiert - das sei ihm gegönnt und dass das so läuft war selbstverständlich auch dem DBU-Rat von Anfang an bewusst. Etwas Federn gelassen hat lediglich das Kulturreferat, das sich zu diversen Beschwichtigungsveranstaltungen veranlasst sah. Aber die werden für so etwas ja auch gut bezahlt. Und die buddhistischen wie nichtbuddhistischen Selbstprofilierer, die sich zur Verteidigung der Werte der Aufklärung bemüßigt fühlten, haben ihr Ding hat auf eigene Rechnung durchgezogen. Die Sorte Trittbrettfahrer ist immer dabei.

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P.S.: Da ich Tychiades' Ansicht, das sei hier ontopic, nicht teile, bitte ich den MOD, diesen Teilthread abzutrennen und nach 'Allgemeines' zu verschieben.
Sudhana hat geschrieben:
P.S.: Da ich Tychiades' Ansicht, das sei hier ontopic, nicht teile, bitte ich den MOD, diesen Teilthread abzutrennen und nach 'Allgemeines' zu verschieben.


Nö - weiter oben hatte ich von Off-topic was geschrieben. Ich bin auch für eine Abtrennung, und zwar schon dort, wo das mit der Kunst anfängt.
Tychiades @ Re: Zen-Priester unter Missbrauchsverdacht (in) Allgemeines zum Buddhismus

Ich würde da als threadthema "Kunst und religiöse Gefühle" vorschlagen.

Und mit der Butter bei die Fische brauche ich etwas Zeit - außerdem hatte ich mich da geirrt, was die unmittelbaren Verbindungen der Thais anbelangt. Klar doch auch - mit Nydahl - aber sind da nicht die einzelnen Zentren evtl auch Mitglied und Einzelpersonen aus dem Diamantweg?
Tychiades hat geschrieben:
Klar doch auch - mit Nydahl - aber sind da nicht die einzelnen Zentren evtl auch Mitglied und Einzelpersonen aus dem Diamantweg?
DBU-Mitglied ist der Buddhistische Dachverband Diamantweg e.V. (BDD), in dem die acht Regionalvereine und die einzelnen Zentren organisiert sind. Und deren Mitgliedsbeitrag hat die DBU-Mitgliederversammlung - zweifellos von Weisheit und Mitgefühl getrieben - bei 3500,- € gedeckelt. Was konkret heisst, dass der BDD pro Mitglied weniger als 0,70 € beiträgt, während es bei einer typischen mittelgroßen Gemeinschaft (z.B. Altbäckersmühle) 4,50 € pro Mitglied und bei einer kleinen schon einmal 15,00 € pro Mitglied sind. Auch so eine Sache, wo die Mehrheit der DBU-Delegierten den Rat, der für mehr Beitragsgerechtigkeit sorgen wollte, auf massives Betreiben der BDD-Delegierten hin, desavouiert hat. Die Mehrheit der DBU lässt sich auch so vom BDD am Nasenring durch die Arena führen - ohne dass das den BDD sonderlich viel kosten würde. Man ist halt nett zueinander, und wenn dem BDD das sooo wichtig ist ...

Wie viele BDD-Mitglieder zusätzlich auch Mitglieder der Buddhistischen Gemeinschaft (BG) in der DBU sind, in der die sog. Einzelmitglieder zusammengefasst sind, ist - wie auch bei anderen DBU-Mitgliedsgemeinschaften - unbekannt. Ich bezweifle, dass es eine nennenswerte Anzahl ist. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass jemals ein Diamantwegler als einer der drei Delegierten der BG kandidiert hätte. Eine zusätzliche Einflussmöglichkeit, die bei hinreichender Mitgliederzahl innerhalb der BG sicherlich genutzt worden wäre.

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Danke, Sudhana.
Ich bitte noch um etwas Geduld - aber es läuft ja nichts weg.
Ob nun Buddhas erscheinen oder nicht, diese Sittlichkeit existiert sowieso in der Welt. Wenn Buddhas erscheinen, dann spornen sie und ihre Schüler die Leute in dieser Sittlichkeit an. Wenn Buddhas nicht erscheinen, dann sind es die Einzelerleuchteten (Paccekabuddha), die karmagläubigen und gerechten Einsiedler und Geistlichen, der große Kaiser Cakkavatti und die Mahābodhisattas, die sie anspornen. Einsiedler, weise Männer und Geistliche übernehmen diese Sittlichkeit aus sich selbst heraus. Alle diese Menschen, die diese karmisch-heilsamen Regeln erfüllt haben, genießen Seligkeit unter Göttern und Menschen.


Die Sittlichkeit aber durch die Selbstbeherrschung gemäß dem Hauptregelwerk (pātimokkha-saŋvara-sīlaŋ) heißt höhere Sittlichkeit (adhi-sīla), weil wie unter den Glühwürmchen die Sonne und unter den Bergen, 'Sineru' 4 die höchsten sind, so ist von allen weltlichen Sittlichkeiten diese die höchste. Sie kommt nur während der Existenz eines Buddhas vor, nicht ohne eine solche Erscheinung, weil kein anderes Wesen sie erlassen und sie unter den Menschen festigen kann. Nur die Buddhas, die den Strom des schlechten Benehmens durch das Tor des Körpers und der Rede ganz und gar zum Versiegen bringen, erlassen für dieses oder jenes Fehlverhalten diese – maßgeschneiderte – Sittlichkeit zur Selbstbeherrschung." (Smps 173)
Was hat also dieser Fall Genpo D mit dem Kunstprojekt „Made in Dresden“ gemeinsam und was meint dann der Verweis auf Machtmissbrauch?

Nun – die Klammer ist hier die DBU, ihr Bestreben als Körperschaft des öR anderen Religionsgemeinschaften gleichgestellt zu werden und so in eitler Verblendung zu glauben, man könne die Guten – das sind die Buddhisten – von den Bösen – das sind andere, die mit den Kreuzen oder die mit den Bärten sortieren. Das verstellt den Blick für die inneren Prozesse und so konnte es dann wohl auch geschehen, ja es ist der DBU geradezu naturgewaltig zugestoßen, dass das Ehrenmitglied wegen sexuellem Kindesmissbrauch zunächst verdächtigt, dann angeklagt und jetzt verurteilt wurde.

Die Selbstgefälligkeit ist immer eine Form des Machtmissbrauchs, denn sie führt letztlich zur Überhebung, in dem anderen ein Recht abgesprochen oder manchmal auch zugesprochen wird. Grade wie es einem passend erscheint. Und das sollte ergänzt werden, niemand ist letztlich davon frei. Auch dieser Beitrag von mir trägt diesen Makel des Selbstgefälligkeit, aber ich hatte mich da leider in die Debatte verwickelt und muss dazu nun stehen.

Als Beispiel ist das hier im Zusammenhang mit dem Kunstprojekt „Made in Dresden“ zu nennen:
Aber das Kulturreferat München hat nicht das Recht, eine solche Aktion, die sich über die Buddhismusrezeption in Deutschland mit dem Mittel des provozierenden Missbrauchs eines religiösen Symbols lustig macht, zu finanzieren und ihr den Viktualienmarkt als öffentliche Bühne zur Verfügung zu stellen. Dabei ist es unerheblich, wer sich nun provoziert fühlt und wer nicht, ob deutsche Buddhisten, ob Touristen aus Sri Lanka oder Thailand - oder Münchner Bürger gleich welchen religiösen Bekenntnisses, die sich für ihre Stadt schämen müssen. Fakt ist jedenfalls, dass sich Buddhisten provoziert und in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt haben (wie es auf Juristendeutsch heißt) und sich in dieser Angelegenheit an die DBU gewandt haben.


http://zensplitter.blogspot.de/search/label/DBU
Was mich damals an deinem Beitrag wirklich zum Staunen gebracht hat, dass du hier geradezu virtuos auf den Tasten der Argumentationen spielst und von der Münchner Szene nichts kennst.

Das war dann eher ein „fake-fact“, denn zunächst hat der Vorsitzende der Interessengemeinschaft München sich an die DBU gewandt. Und der ist einer, der sich für alles schämt, weil nicht die CSU im Rat die Mehrheit hat. Herr Josef Strauss dürfte als Grantler stadtbekannt sein und organisiert ein paar Münchner Geschäftsleute um den Stachus und außerdem kennt er die ehrenwerte Frau Riepl, Honorarkonsulin von Thailand. Diese wiederum hat sich um die Wat Thai e.V. Gemeinde gekümmert und so wurden ein paar arme Mönche und Thai-Frauen mit Plakaten vor das Machwerk plaziert und die mussten dann da eine Weile ausharren. Dann machte man noch eine facebook-Seite und meinte, man könne da jetzt Protest generieren. In Bangkog waren es grade mal 15 Leute, die vor der Botschaft aufliefen. Alles organisiert von den „Buddha-Wächtern“. Und weil die damalige Schatzmeisterin der DBO Frau Tenzin Wangmo auch die Wat Thai Mönche kennt, hat sie den tibetischen Protest verkörpert am Ort des Grauens.Dann kamen noch so Anhänger der “Lotus Sangha – Deutscher Buddhismus der Yun Hwa Denomination of World Social Buddhism e.V.” hinzu.
Es war dann eine richtig malerische Sache und die Leute hatten da ihren Spass.

Wenn man diesen Protest aber mit dem zähen Schweigen um den Fall Genpo D vergleicht, fragt man sich schon – wo bleibt das Mahnschreiben an die Hakuin-Gemeinschaft und auch an die japanische Muttergesellschaft. Da sollte doch die DBU einen Brief nach Japan schicken und um Stellungnahme bitten. Schließlich ist der Schaden hier für die „Buddhismusrezeption“ in Deutschland weitaus erheblicher und wird tiefe Spuren hinterlassen.

Hier geschieht Machtmissbrauch durch Unterlassung.


Abschließend noch was zur Kunst und dem Recht der Kommunen Kunst im öffentlichen Raum zu plazieren. Der Rat der Stadt München hatte beschlossen für eine Summe X – 1,2 Millionen Euro – eine Kunstaktion durchzuführen und damit eine international renommierte Gruppe als Kurator beauftragt. Die haben ein Konzept gehabt und darüber wurde auch abgestimmt – das ist alles Rechtens. Und ganz sicher war es die legitime Absicht, wie das ja bei dem Bubble-Platz sichtbar wird, hier mit Kunst auch zu irritieren.

Die DBU hat allein schon deshalb nicht gegen die Kunstaktion geklagt, weil es Null Erfolg gehabt hätte. Was man aber der DBU und seinem schlauen Ratsmitglied vorhalten kann, das ist die Ignoranz gegenüber dem Missbrauch des Buddhismus in Thailand. Und es sieht so aus, als hänge doch beides irgendwie eng zusammen: Religion und sexuelle Gewalt und Unterdrückung des gläubigen Volkes. Da wünscht man sich doch Aufklärung in einem Land, das eine so wissenschaftliche Buddhismusrezeption vorweisen kann. Hätte man nicht die Gelegenheit dafür nutzen können, als die paar Mönche vor dem gefallenen Buddha rum hockten? Aber vielleicht sprachen die gar kein Deutsch.

Wie notwendig das aber ist hat schon 2009 Herbert Rusche, ehemaliges Ratsmitglied in der DBU, in seinem Blog geschrieben:
Es scheint so, dass auch in den buddhistischen Ländern selbst eine beachtliche Verdrängung der sexuellen Realität stattfindet, so dass wir nicht hoffen können von dort allzu viel Beispielhaftes zu lernen. In einem Gespräch das ich vor kurzem mit einem thailändischen Buddhisten führte, wurde mir von einer Umfrage erzählt, deren Ergebnis war, dass fast die Hälfte aller männlicher Jugendlichen ihre erste sexuelle Erfahrung in einem Tempel machten. Ob die sexuellen Kontakte mit Personen aus dem Kloster stattfanden oder unter den Jugendlichen während einer temporären Ordination konnte mein Freund nicht beantworten, da die Fragestellung nicht auf dieses Ergebnis eingestellt war. Die Initiatoren der Umfrage waren sehr überrascht und haben sie erstmal nicht veröffentlicht.


Und zu dem grottenmiesen Buddhismus in Thailand gibt es ja inzwischen schon ein paar Veröffentlichungen.
http://blog.buddhistische-sekten.de/die ... hammakaya/

Da wünsche ich mir auch Unterstützung von der DBU und einen Dialog mit dem Wat Thai. :)
Ich habe zwar keine Ahnung von diesem Buddha oder vom DBU oder BDD ...aber für mich klingt das ganze einfach nach einer gelungenen Kunstaktion... Es wurde viel drüber geredet, geschrieben und diskutiert und alle durften mal in die Zeitung.... Vlt. hat sich dadurch der ein oder andere sogar auch mal etwas ausführlichere Gedanken über den Plastikbuddha, in seiner Wohnzimmerecke gemacht, der dort bis dahin nur eine Oberflächliche Funktion hatte...
Alle haben mitgespielt, selbst der Unbuddhist hat seinen Senf dazu geben. Genau das ist es, was einen umgekippten Buddha zur Kunst macht.

Wer auch immer sich darüber hinaus noch ernsthaft aufregt, der ist wohl im tiefsten Innern erzkatholisch geblieben.
Meines Wissens hat die Mitgliedschaft des BDD aber auch eine wesentliche Klausel: da die Mitglieder des BDD einzeln genommen mehr wären, als die gesamte restliche DBU zusammen, würde sie bei vollem Mitspracherecht sozusagen die DBU sprengen. So hat der BDD aber nur begrenzt Mitspracherecht und sendet nur einen Vertreter. So gesehen ist dann auch der gedeckelte Beitrag m.E. angemessen. Das so zu handhaben ging wiederum meines Wissens auch vom BDD aus, der eigentlich nur begrenztes Interesse hatte, Teil der DBU zu sein. Soweit meine persönliche Meinung.

Moderation:
Ich möchte bei diesen Themen dringend darum bitten, ab sofort Kritik nur noch generell zu äußern und nicht einzelne Vertreter oder Lehrer zu "bashen". Das steht auch in den Regeln des BL. Man kann grundsätzliche Verhaltensweisen kritisieren, ohne sie einer bestimmten Person zuzuweisen. Das sollte die Diskussion wesentlich entschärfen und wird daher ggfls. auch konsequent von der Moderation eingefordert.

Grund: was Einzelne besonders aus einer Aussenperspektive für die Wahrheit halten, ist trotzdem nur eine persönliche Meinung und nicht zwangsläufig allgemeiner Fakt. Oft wird es aber so dargestellt.

Werden keine Personen genannt sondern nur an einer Verhaltensweise Kritik geübt, kann jeder nach eigener Sicht schauen, ob die Kritik dem eigenen Gefühl nach auf eine Person zutrifft.
kilaya hat geschrieben:
Meines Wissens hat die Mitgliedschaft des BDD aber auch eine wesentliche Klausel: da die Mitglieder des BDD einzeln genommen mehr wären, als die gesamte restliche DBU zusammen, würde sie bei vollem Mitspracherecht sozusagen die DBU sprengen. So hat der BDD aber nur begrenzt Mitspracherecht und sendet nur einen Vertreter. So gesehen ist dann auch der gedeckelte Beitrag m.E. angemessen. Das so zu handhaben ging wiederum meines Wissens auch vom BDD aus, der eigentlich nur begrenztes Interesse hatte, Teil der DBU zu sein. Soweit meine persönliche Meinung.

Moderation:
Ich möchte bei diesen Themen dringend darum bitten, ab sofort Kritik nur noch generell zu äußern und nicht einzelne Vertreter oder Lehrer zu "bashen". Das steht auch in den Regeln des BL. Man kann grundsätzliche Verhaltensweisen kritisieren, ohne sie einer bestimmten Person zuzuweisen. Das sollte die Diskussion wesentlich entschärfen und wird daher ggfls. auch konsequent von der Moderation eingefordert.

Grund: was Einzelne besonders aus einer Aussenperspektive für die Wahrheit halten, ist trotzdem nur eine persönliche Meinung und nicht zwangsläufig allgemeiner Fakt. Oft wird es aber so dargestellt.

Werden keine Personen genannt sondern nur an einer Verhaltensweise Kritik geübt, kann jeder nach eigener Sicht schauen, ob die Kritik dem eigenen Gefühl nach auf eine Person zutrifft.


Auf das eigene Gefühl sollte man sich nicht verlassen - es ist bedauerlicherweise sehr irrtumsanfällig.
Da du aber keine Namen genannt haben willst, braucht es keine Kritik des Ungefähren.
Das war mein letzter Beitrag in diesem thread.
Du hast doch schon mal ein Forum tot geritten. Mach' nur so weiter.
Tychiades hat geschrieben:
Wenn man diesen Protest aber mit dem zähen Schweigen um den Fall Genpo D vergleicht, fragt man sich schon – wo bleibt das Mahnschreiben an die Hakuin-Gemeinschaft und auch an die japanische Muttergesellschaft. Da sollte doch die DBU einen Brief nach Japan schicken und um Stellungnahme bitten. Schließlich ist der Schaden hier für die „Buddhismusrezeption“ in Deutschland weitaus erheblicher und wird tiefe Spuren hinterlassen.

Touché.

Hier kann man übrigens selbst einfach aktiv werden, ohne auf die DBU und ihren internen Verstrickungen warten zu müssen:

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