Was sind eigentlich Karma und Wiedergeburt?

Moderator: void

332 Beiträge
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
...Buddha selbst ist so eine ursachenlose Ursache dafür, dass wir uns hier Unterhalten...


Awa, was du nicht sagst. Wo hast du denn das gelesen?
Du solltest vielleicht nicht alles Glauben was du in
irgend welchen Büchern ließt. Der liebe Gott persönlich. :roll:


:wink: vlt. solltest Du nicht alles glauben nur weil du denkst, dass hätte " der Buddha" gesagt.
Sunu hat geschrieben:
irgend welchen Büchern ließt. Der liebe Gott persönlich. :roll:
:wink: vlt. solltest Du nicht alles glauben nur weil du denkst, dass hätte " der Buddha" gesagt.[/quote]
Tue ich nicht ich beziehe mich nur auf die
älteste von ihm überlieferte Lehre und nicht
auf neumodische Interpreten die ihre eigene
Lehre sich zurecht denken.
Hi,
mir ist aufgefallen, dass bei fast jedem Beitrag, nur einen ganz speziellen Bereich beleuchten will.
Es leidet der Mensch so lange er lebt. Er leidet an der sich ständig verändernden Matiere, die Leiden
verursacht. Auch Körper und Umwelt.
Mit dem Praktizieren der Lehre Gotamo Buddhos kann man dem Leiden entgehen indem man nicht mehr wiedergeboren wird.
In der Lehre gibt es Maro Dusi, Brahma, Diesseits und Jenseits, der Verdienst durch gute Taten und das stagnieren durch böse Taten.
Die Lehre Gotamo Buddhos ist traszentdental.
Die Kenntnis der Wiedergeburten ist heute schon quantenwissenschaflich nachweisbar.
Das ist nicht nur Theorie. Was ich da geschrieben habe, gründet sich auf meine Erfahrung.
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
mir ist aufgefallen, dass bei fast jedem Beitrag, nur einen ganz speziellen Bereich beleuchten will.
Es leidet der Mensch so lange er lebt. Er leidet an der sich ständig verändernden Matiere, die Leiden
verursacht. Auch Körper und Umwelt.
Mit dem Praktizieren der Lehre Gotamo Buddhos kann man dem Leiden entgehen indem man nicht mehr wiedergeboren wird.
In der Lehre gibt es Maro Dusi, Brahma, Diesseits und Jenseits, der Verdienst durch gute Taten und das stagnieren durch böse Taten.
Die Lehre Gotamo Buddhos ist traszentdental.
Die Kenntnis der Wiedergeburten ist heute schon quantenwissenschaflich nachweisbar.
Das ist nicht nur Theorie. Was ich da geschrieben habe, gründet sich auf meine Erfahrung.


Hallo kesakambalo,
bitte differenzier Deine Aussagen bzw stelle sie als Möglichkeit dar und nicht als letztendliche Wahrheit. Vielleicht passen Deine Aussagen in spezifische Bereiche wie Theravada etc...alls allgemeingültige Aussage würde ich da vorsichtig sein.. Ich bringe meine Sicht der Dinge mal mit rein um da etwas gegenzustellen, damit eine weitere der diversen Ansichtsweisen mal dargestellt wird:
1. Nach meiner Ansicht wird Leid nicht durch Materie, welche sich verändert erschaffen, sondern in diesem Zusammenhang das Anhaften an Vorstellungen, wie etwas zu sein hat.
2. Das Thema Wiedergeburt wurde erst kürzlich diskutiert, ich glaube nicht an ein Jenseits, an Brahma, an eine spätere Wiedergeburt (m)eines "Selbst", denn es gibt kein individuelles festes Selbst. Das sind alles Vorstellungen, gedankliche Konzepte - Erscheinungen des Geistes.
3. Und Stagnation ist das Anhalten/Stoppen einer Entwicklung, welche es letztendlich nicht gibt. Jede Entwicklung ist illusionär, da sie ein Selbstkonzept voraussetzt, welches sich entwickelt. Das ist Illusion..
accinca hat geschrieben:
Tue ich nicht ich beziehe mich nur auf die
älteste von ihm überlieferte Lehre und nicht
auf neumodische Interpreten die ihre eigene
Lehre sich zurecht denken.


Eigene Lehren sind mir bisher noch nie untergekommen. Möge über sie gedacht werden, was will.
Sunu hat geschrieben:
Eigene Lehren sind mir bisher noch nie untergekommen. Möge über sie gedacht werden, was will.

Es merkt ja auch nicht jeder alles.
Wenn Karma und Wiedergeburt offensichtlich wären, würden es alle Menschen sehen. Das ist aber bei Weitem nicht der Fall, es ist eine Lehre unter vielen Anderen. Erscheint sie einem richtig, muten alle anderen Lehren und Ansichten falsch an. Das kann zu der Vorstellung verführen im Gegensatz zu Anderen die Wahrheit zu kennen, obwohl man sie nicht wirklich sehen kann, und zur Abwertung und offenen Geringschätzung anderer Lehren, zur Verteidigung der Eigenen, zu Divergenz und Streit.
Das nennt man Fundamentalismus, ein dogmatisches Festhalten an Lehrinhalten um jeden Preis, ohne zu berücksichtigen dass man nicht hundertprozentig weiß ob sie der Wirklichkeit entsprechen - das ist auch eine Grundlage für Fanatismus.
Wer sich im Besitz der absoluten Wahrheit sieht, dem erscheint Relativierung als ein Sakrileg, hat heimlich Angst diesen Besitz zu verlieren und bekämpft alles, was ihm den wegnehmen könnte.

Man kann sich auch offen halten: Wenn nach gründlicher Abwägung aller Fakten Karma und Wiedergeburt am Wahrscheinlichsten von allen Darstellungen erscheint, hängt man dieser Anschauung an, bis man entweder eines Besseren belehrt wird, oder eben für immer, wenn das nicht stattfindet. Man bleibt der Suche nach der Wahrheit treu und nicht einem Dogma oder einem Meister. So kennt der Buddhismus auch keine lebenslang bindenden Gelübde, man kann kommen und gehen wann immer man möchte, und wird umso eher bleiben, je mehr sich seine Verheißungen erfüllen: "Komm und sieh".
Das hast du schön gesagt was immer auch jemand glauben sollte.
Es gibt ja keine Heilslehre in der es nach dem Tode nicht in
dieser oder jener Weise (Wiedergeburt) weiter geht.
Wäre sie ja auch andernfalls völlig Sinnlos.
accinca hat geschrieben:
Es gibt ja keine Heilslehre in der es nach dem Tode nicht in
dieser oder jener Weise (Wiedergeburt) weiter geht.
Wäre sie ja auch andernfalls völlig Sinnlos.


Bis auf die Lehre des Materialismus, die den Sinn im größtmöglichen Lustgewinn sieht. Ist ja heute ziemlich verbreitet und war damals bei Epikur relativ vernunftgemäß ausgestaltet.
mukti hat geschrieben:
Wenn Karma und Wiedergeburt offensichtlich wären, würden es alle Menschen sehen. Das ist aber bei Weitem nicht der Fall, es ist eine Lehre unter vielen Anderen. Erscheint sie einem richtig, muten alle anderen Lehren und Ansichten falsch an.


Das liegt aber auch daran das es die verschiedensten Ansichten über Karma und Wiedergeburt gibt... Oder Vostellungen wie genau das auszusehen hat.
Offensichtlich ist aber wenn man nur ein wenig Achtsam hinsieht, dass in der Natur Quasi jeder Körper recycled wird.... Er wird zur Grundlage für das nächste Leben. Und selbst wenn er verbrannt werden sollte, gerät die Asche wieder in den Kreislauf des Lebens.....
Und so ist es doch auch mit Ansichten...das ist gut, das ist falsch....das ist zu erstreben und jenes abzulehnen. Auch die Ansichten sind Grundlage für weitere Ansichten...wandern von Körper zu Körper....verändern sich...entfalten ihre Wirkungen... das geht immer so weiter....aber was geschieht nun, wenn jemand jegliche Ansicht Adapter legt ?

Ein "echter" Wesenskern der von Körper zu Körper springt, der ist aber tatsächlich nicht offensichtlich...das ist ein Dünkel, eine Ansicht...die wiederum Ansichten hervorbringt...
Das Materie nicht einfach "verschwindet" ist imho eine Binse.
Und bei der Wiedergeburt geht es auch kaum um eben diese Materie.

Jeder mag glauben, das es ein "anderes Leben" gibt oder man glaubt es nicht.
Ist das nicht egal?
Ich finde ja, ausser wenn die eigenen Handlungen "wenn ich jetzt Mist mache, dann bin ich halt im nächsten Leben besser" sind.

_()_
jianwang hat geschrieben:
Das Materie nicht einfach "verschwindet" ist imho eine Binse.
Und bei der Wiedergeburt geht es auch kaum um eben diese Materie.

Jeder mag glauben, das es ein "anderes Leben" gibt oder man glaubt es nicht.
Ist das nicht egal?
Ich finde ja, ausser wenn die eigenen Handlungen "wenn ich jetzt Mist mache, dann bin ich halt im nächsten Leben besser" sind.

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Wenn ich nicht will das ich morgen mir schlechtem Gewissen in mein neues Leben starte, sollte ich alle Probleme vor dem Schlafengehen in der Reihe haben, oder wenigstens wissen wie ich sie morgen löse. Besser ist es natürlich das Leben das ich jetzt lebe so zu leben das ich es mit Ruhe beenden kann. Schlaf ist des Todes Bruder.
jianwang hat geschrieben:
Das Materie nicht einfach "verschwindet" ist imho eine Binse.
Und bei der Wiedergeburt geht es auch kaum um eben diese Materie.

Jeder mag glauben, das es ein "anderes Leben" gibt oder man glaubt es nicht.
Ist das nicht egal?
Ich finde ja, ausser wenn die eigenen Handlungen "wenn ich jetzt Mist mache, dann bin ich halt im nächsten Leben besser" sind.

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Nicht nur die Materie verschwindet nicht einfach so, sondern auch die Ansichten nicht und die Taten die bedingt durch diese Ansichten folgen nicht. Egal ist es im Bezug auf das Leiden nicht, denn bedingt durch Gier, Hass und Verblendung ensteht das Leiden. Und ein gieriges Klammern wollen an das "Ich...ich...ich" trägt entscheidend zum Leiden bei.
@Sunu
Deswegen schrieb ich den "ausser"-Satz.

Doch selbst dukkha erlebt man Hier und Jetzt und nicht in einem "zukünftigen Leben". Das unsre Hanldungen/Taten, unser Karma nach dem physischen Tod nicht verschwinden ... ja, dies ist so.
Ich werde/wurde beeinflusst durch eben dieses Karma meiner verstorbenen Eltern.
Selbst Menschen, die nicht so eng zu mir standen, haben durch ihr Karma, also ihr Handeln, mich irgendwie beeinflusst/verändert.

Dies mechanistisch zu sehen ist imho falsch, da es nur minimale Einflüsse sind und letztendlich ist es mein Karma, welches mein heutiges Leben bestimmt.
Elviral schrieb so schön ... jeden Tag beginnt es neu - der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes.

_()_
jianwang hat geschrieben:
Selbst Menschen, die nicht so eng zu mir standen, haben durch ihr Karma, also ihr Handeln, mich irgendwie beeinflusst/verändert.

Dies mechanistisch zu sehen ist imho falsch, da es nur minimale Einflüsse sind und letztendlich ist es mein Karma, welches mein heutiges Leben bestimmt.
Elviral schrieb so schön ... jeden Tag beginnt es neu - der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes.

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Selbst Menschen die Du gar nicht kennst, haben letztendlich ihren Teil dazu beigetragen, dass du bist wer du bist....hier ein Fetzen und da ein Fetzen...zu etwas neuem kombiniert.
Und so ist es ja auch mit der Materie....da kommt ein Atom dazu und hier ein Atom, welches vorher noch in einem anderen Körper steckte...
@Sunu
Habe ich etwas Anderes geschrieben?

_()_
jianwang hat geschrieben:
@Sunu
Habe ich etwas Anderes geschrieben?

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...ich formulierte es nur nochmal in meinen Worten.... bringt mir nochmal Klarheit..
So mantramäßig :wink:
Sunu hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Wenn Karma und Wiedergeburt offensichtlich wären, würden es alle Menschen sehen. Das ist aber bei Weitem nicht der Fall, es ist eine Lehre unter vielen Anderen. Erscheint sie einem richtig, muten alle anderen Lehren und Ansichten falsch an.


Das liegt aber auch daran das es die verschiedensten Ansichten über Karma und Wiedergeburt gibt... Oder Vostellungen wie genau das auszusehen hat.


Ja, im Forum haben wir auch immer wieder Diskussionen über verschiedene Ansichten darüber.

Sunu hat geschrieben:
Offensichtlich ist aber wenn man nur ein wenig Achtsam hinsieht, dass in der Natur Quasi jeder Körper recycled wird.... Er wird zur Grundlage für das nächste Leben. Und selbst wenn er verbrannt werden sollte, gerät die Asche wieder in den Kreislauf des Lebens.....
Und so ist es doch auch mit Ansichten...das ist gut, das ist falsch....das ist zu erstreben und jenes abzulehnen. Auch die Ansichten sind Grundlage für weitere Ansichten...wandern von Körper zu Körper....verändern sich...entfalten ihre Wirkungen... das geht immer so weiter....


Klar, der Körper verwest oder verfault und wird zu Humus für neues Wachstum, wie auch die Asche eine Rolle im chemischen Haushalt der Natur eine Rolle spielt, die Gase, Wärme usw.
Ansichten bilden sich über Generationen und bestimmen z.B. die Kultur. Das Gegenwärtige hängt ab vom Vorigen und das Nächste vom Gegenwärtigen, schon immer und immer so weiter.

Sunu hat geschrieben:
aber was geschieht nun, wenn jemand jegliche Ansicht Adapter legt ?


Das ist eine schwierige Frage bei der zu klären wäre was eine Ansicht genau ist. Z.B. der Buddha hatte keine Ansicht bezüglich einer Meinung die auf Spekulation oder Theorie gründet. Dennoch hatte er eine gesamtheitliche Sicht auf die Dinge, die als eine Meinung erscheinen mag für diejenigen, die diese Sicht nicht haben.
Wie bei dem Beispiel der Blinden mit dem Elefanten: Sie sind der Ansicht dass er ein Wedel oder eine Säule ist usw., je nachdem welchen Teil sie grade ertasten. Wenn ein Sehender behauptet dass das ein Elefant ist, werden sie es zunächst als eine weitere Ansicht nicht gelten lassen, bis sie sich selber davon überzeugt haben. Alle Teilansichten können erst verschwinden, wenn das Ganze gesehen wird. Ob also nun eine Teilansicht oder eine Ganzheitliche überliefert wird, die Nachgeborenen werden sie nur soweit aufnehmen, soweit sie in ihre Wahrnehmung oder ihren Glauben passt.

Sunu hat geschrieben:
Ein "echter" Wesenskern der von Körper zu Körper springt, der ist aber tatsächlich nicht offensichtlich...das ist ein Dünkel, eine Ansicht...die wiederum Ansichten hervorbringt...


Ebenso ist Stromeintritt nicht offensichtlich, das Erreichen der Erleuchtung nach sieben oder drei Leben und die Nichtwiederkehr. Nicht offensichtlich ist die Geburt in verschiedenen Daseinsbereichen nach dem Tod, nicht die Auswirkungen von Karma aus vorigen Leben. Es ist gewöhnlich nicht wahrnehmbar wie Wesen, von Begehren getrieben, von Geburt zu Geburt wandern, ebenso wie jemand ein Haus verlässt und ein anderes betritt, und alles was bezüglich Karma und Wiedergeburt sonst noch überliefert ist.
Wir machen daraus eine Ansicht die unserer Wahrnehmung entspricht oder dem Vertrauen in die vollkommene Sicht des überlieferten Buddha oder einer Mischung der beiden Faktoren, weil wir das Ganze nicht sehen können.
Was aber die Lehre des Buddha betrifft geht es auch
zunächst überhaupt nicht darum keine Ansicht zu haben,
sondern für den rechten Nachfolger des Buddha geht es
immer erst einmal darum sich die rechte Ansicht
zu erwerben und flache Ansicht zu verlieren.
Da ist man eifrig bemüht falsche Anschauung zu
verlieren, rechte Anschauung zu gewinnen:
das gilt einem als rechtes Mühen.
Besonnen lässt man falsche Anschauung hinter sich,
besonnen gewinnt und erreicht man rechte Anschauung:
das gilt einem als rechte Achtsamkeit.
So haben sich einem diese drei Dinge um die rechte
Anschauung aneinandergereiht, aneinandergeschlossen,
nämlich rechte Anschauung, rechtes Mühen, rechte Achtsamkeit.
accinca hat geschrieben:
Was aber die Lehre des Buddha betrifft geht es auch
zunächst überhaupt nicht darum keine Ansicht zu haben,
sondern für den rechten Nachfolger des Buddha geht es
immer erst einmal darum sich die rechte Ansicht
zu erwerben und flache Ansicht zu verlieren.
Da ist man eifrig bemüht falsche Anschauung zu
verlieren, rechte Anschauung zu gewinnen:
das gilt einem als rechtes Mühen.
Besonnen lässt man falsche Anschauung hinter sich,
besonnen gewinnt und erreicht man rechte Anschauung:
das gilt einem als rechte Achtsamkeit.
So haben sich einem diese drei Dinge um die rechte
Anschauung aneinandergereiht, aneinandergeschlossen,
nämlich rechte Anschauung, rechtes Mühen, rechte Achtsamkeit.


schon...irgendwie... erstmal ist da vlt. eine Behauptung und dann prüft man diese Behauptung anstatt es einfach nur blind zu glauben...das ist dann das Bemühen....und schließlich erkennt man ggf. Das diese Behauptung korrekt und nachvollziehbar ist. Das ist dann Einsicht....
Jetzt gibt es noch die Möglichkeit, dass mir eine Ansicht nicht korrekt erscheint also falsch...Auch das ist eine Einsicht..warum sollte ich an einer offensichtlich falschen Behauptung festhalten und sie trotzdem glauben ?
Und dann gibt es noch die Möglichkeit, dass ich zu keinem Ergebniss komme....dann stehe ich erstmal vor einem Rätsel und ich kann durch Bemühen versuchen es zu lösen oder ich lege es beiseite.... ich bin dann (noch) nicht zu einer Einsicht gelangt....aber glauben muss ich da nix. Vlt. gibt es ja auch gar keine Lösung dafür...Auch das kann ja eine Einsicht sein, dass es für etwas keine Lösung gibt.
Und auch das die Einsicht die ich gestern hatte, nicht unbedingt morgen noch die selbe Einsicht ist, ist so eine Einsicht... Würde ich nämlich wider besseren Wissens an einer "Einsicht von gestern" haften, dann wäre das ja nur, weil ich nicht einsehen will, dass ich falsch lag. Also so ein Ego Ding...aber damit das passieren kann, muss ich erstmal an ein Ego glauben...
Hi,
ich habe dazu einen mir unvergesslichen Satz im Kopf, der mich auch nicht verlassen wird: "Es gibt ein Diesseits und ein Jenseits und einen Lohn für gut und böse Taten." Quelle nicht mehr zugänglich
In früheren Jahrtausenden verstand man noch viel weniger, als wir heute verstehen.
die Sache mit der Wiedergeburt ist auf physikalischer Ebene fast schon geklärt, durch die Quanten der Quantenphysik und ihre Verschränkung. Das steht auch auch in You Tube.
Deshalb sollte man vorsichtig sein, bei Phänomenen, die wohl in unserer Zeit noch nicht empirisch, naturwissenschaftlich aufgeklärt werden können, vielleicht aber doch später.
Ob das jetzt aufgeklärt ist oder nicht, es funktioniert doch.
Quelle neben anderen PK-Stellen M.41

"Und wie, Bürger, ist das wahre, rechte Leben in Gedanken dreifach verschieden?

Da ist einer, ihr Bürger, nicht lüstern. Was ein anderer an Hab und Gut besitzt, danach giert er nicht: 'Ach wenn doch sein Eigen das meine wäre!'
Dann ist er frei von Gehässigkeit, frei von Übelwollen: 'Mögen diese Wesen ohne Haß, ohne Schmerz, ohne Qual glücklich ihr Dasein bewahren!'
Und er hat rechte Ansichten, hegt keine verkehrten Meinungen: 'Almosengeben, Verzichtleisten, Spenden ist kein Unsinn; es gibt eine Saat und Ernte guter und böser Werke; das Diesseits ist vorhanden und das Jenseits ist vorhanden; Eltern gibt es und geistige Geburt gibt es; die Welt hat Asketen und Priester, die vollkommen und vollendet sind, die sich den Sinn dieser und jener Welt begreiflich machen, anschaulich vorstellen und erklären können.'
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
ich habe dazu einen mir unvergesslichen Satz im Kopf, der mich auch nicht verlassen wird: "Es gibt ein Diesseits und ein Jenseits und einen Lohn für gut und böse Taten." Quelle nicht mehr zugänglich


Damit meinst du wahrscheinlich das A.III 66 Kesamutti sutta:

Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kālāmer, möget ihr sie euch zu eigen machen. Was ich so gesagt habe, wurde eben mit Bezug hierauf gesagt.

Derart von Begierde und Übelwollen befreit, unverwirrt, wissensklar und achtsam, durchdringt der edle Jünger mit einem von Güte - von Mitleid - von Mitfreude - von Gleichmut erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte. So durchdringt er oben, unten, quer inmitten, überall, allerwärts, die ganze Welt mit einem von Güte, Mitleid, Mitfreude oder Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten.

Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten vierfacher Trost gewiß:

'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' -dieses ersten Trostes ist er gewiß.

'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß.

'Wenn nun einem Übeltäter Übles widerfährt, ich aber gegen niemanden Übles im Sinne habe wie kann da wohl mir, der ich nichts Übles tue, Unheil widerfahren?' - dieses dritten Trostes ist er gewiß.

'Wenn aber einem Übeltäter nichts Übles widerfährt, so weiß ich mich hier eben beiderseits rein' - dieses vierten Trostes ist er gewiß.

Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten dieser vierfache Trost gewiß.« -


Buddha hat sich nie über metaphysische Vorstellungen eindeutig geäussert. Ob es ein Jenseits resp. jenseitiges Leben, eine Wiedergeburt, Karma oder was auch immer gibt war im gleichgültig. Für die Lehre Buddhas (Buddhadhamma) sind solche Vorstellungen irrelevant.

Glaube, Vorstellung und diesbezügliche Phantasien sind nicht nur unnötig, entsprechen nicht der Lehre Buddhas sonder führen von der Lehre weg in die Irre, weg vom 8-fachen Pfad geradewegs in die Verblendung.

Ich bin mir bewusst, dass solche Phantasien im Buddhismus existieren. Deshalb gelange ich zur Einsicht, dass die Lehre Buddhas (=Buddhadhama) heute nicht mehr richtig gelehrt wird, wie es Buddha übrigens vorhergesagt hat.

Damit will ich weder behaupten es gäbe keine jenseitige Welt noch will ich damit behaupten es gäbe eine jenseitige Welt. Ich will damit lediglich aufzeigen, dass es in der Lehre Buddhas absolut irrelevant ist, ob eine Solche existiert oder nicht.

Die Lehre Buddhas funktioniert mit und ohne solche Vorstellungen. Das Anhaften oder besser der Glaube, es gäbe keine jenseitige Welt behindert Befreiung in gleichem Maße wie der Glaube es gäbe eine jenseitige Welt. Beides lenkt von der eigentlichen Aufgabe ab.
Bakram hat geschrieben:
Ob es ein Jenseits resp. jenseitiges Leben, eine Wiedergeburt, Karma oder was auch immer gibt war im gleichgültig. Für die Lehre Buddhas (Buddhadhamma) sind solche Vorstellungen irrelevant.

Und warum sollte das so sein?
Ist es nicht im Gegenteil für die Lehre von
existenzieller Bedeutung?
Wovon sollte man sich auch befreien wenn die
Befreiung von Alter und Tod sowieso eintreten würde?
Die Zielsetzung der ganzen Lehre wäre völlig sinnlos.
accinca hat geschrieben:
Bakram hat geschrieben:
Ob es ein Jenseits resp. jenseitiges Leben, eine Wiedergeburt, Karma oder was auch immer gibt war im gleichgültig. Für die Lehre Buddhas (Buddhadhamma) sind solche Vorstellungen irrelevant.

Und warum sollte das so sein?
Ist es nicht im Gegenteil für die Lehre von
existenzieller Bedeutung?
Wovon sollte man sich auch befreien wenn die
Befreiung von Alter und Tod sowieso eintreten würde?


Von Gier, Hass und Verblendung ... so gut es geht ... auf dem achtfachen Pfad ... in diesem Leben.

Es ist tatsächlich ein Irrtum zu glauben, der achtfache Pfad sei irrelevant ohne die Idee einer Wiedergeburt von personalen Wesenskernen.
Bakram hat geschrieben:
Buddha hat sich nie über metaphysische Vorstellungen eindeutig geäussert. Ob es ein Jenseits resp. jenseitiges Leben, eine Wiedergeburt, Karma oder was auch immer gibt war im gleichgültig. Für die Lehre Buddhas (Buddhadhamma) sind solche Vorstellungen irrelevant.

Das werde ich nie verstehen wie man zu so einer Meinung kommen kann. Da gibt es so viele Lehrreden in denen steht in welches Dasein jemand "bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode" gelangen kann, man braucht nur mal auf palikanon.com "bei der Auflösung des Körpers" in die Suche eingeben, zig Lehrreden. Und noch viele Andere die damit in Zusammenhag stehen oder dasselbe anders ausdrücken. Wie kann man dann behaupten, der Buddha habe sich darüber nicht eindeutig geäußert, kamma wäre ihm gleichgültig gewesen, das wäre irrelevant für die Lehre. Es muss wohl so sein dass ein starker Widerwille gegen diese Lehre besteht so dass immer wieder alle möglichen Argumente gegen das Samsara als fortgesetzte Geburten und Tode in den fünf Daseinsbereichen vorgebracht werden, gegen kamma-vipaka, gegen Befreiung als das Ende der Geburten und Tode.
Ich wusste nicht dass das Buddha-Dhamma da sosehr in Frage gestellt wird und habe es auch nie so erlebt, bevor ich in dieses Forum gekommen bin.
mukti hat geschrieben:
Wie kann man dann behaupten, der Buddha habe sich darüber nicht eindeutig geäußert, kamma wäre ihm gleichgültig gewesen, das wäre irrelevant für die Lehre. Es muss wohl so sein dass ein starker Widerwille gegen diese Lehre besteht so dass immer wieder alle möglichen Argumente gegen das Samsara als fortgesetzte Geburten und Tode in den fünf Daseinsbereichen vorgebracht werden, gegen kamma-vipaka, gegen Befreiung als das Ende der Geburten und Tode.
Ich wusste nicht dass das Buddha-Dhamma da sosehr in Frage gestellt wird und habe es auch nie so erlebt, bevor ich in dieses Forum gekommen bin.

Weil hier nicht sein kann was nicht sein darf.
So ein Ignoranz und wie hier ist absolut erstaunlich.
Erinnert irgendwie an Honecker, Schröder nach der Wahl und Putin.
Frieden-und-Freude hat geschrieben:
Von Gier, Hass und Verblendung ... so gut es geht ... auf dem achtfachen Pfad ... in diesem Leben.
Es ist tatsächlich ein Irrtum zu glauben, der achtfache Pfad sei irrelevant ohne die Idee einer Wiedergeburt von personalen Wesenskernen.

Das hier ist auch so ein völlig unverständliches Ding.
Es gibt keinen rechten achtfachen Pfad für einen
Vernichtungsgläubigen. Was sollte auch ein rechter Pfad
ohne Ziel sein? Um die Zielsetzung geht es ja.
Und diese Zielsetzung ist das Ende des Leidens.
Wozu bräuchte jemand einen Pfad wenn diese Ziel
mit dem Tode sowieso automatisch eintreten würde?
Und weil man das nicht bräuchte wäre ein Buddha
und seine Lehre doch völlig überflüssig.
-
accinca hat geschrieben:
...
Wozu bräuchte jemand einen Pfad wenn diese Ziel
mit dem Tode sowieso automatisch eintreten würde?
Und weil man das nicht bräuchte wäre ein Buddha
und seine Lehre doch völlig überflüssig.
-


Vielleicht um die Resultate des Wandels auf diesem Pfad hier und jetzt zu erfahren?
Vielleicht als Vorbild für andere? Wird das bei Mönchen nicht manchmal erwähnt, bei einigen Regeln für das Verhalten in der Öffentlichkeit deutlich?


Stellen wir den Inhalt der Frage mal auf den Kopf. Falls Du nach reiflicher Überlegung zu der Einsicht kommen würdest, daß das Konzept Wiedergeburt nur symbolhaft zu verstehen ist - wäre dann für Dich der achtfache Pfad erledigt?
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