Anhaftung: immer unheilsam?

Moderator: Jojo

accinca hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
void hat geschrieben:
Ich finde es interessant, dass Buddha ja nachdem er erwachte eben nicht "frei und ungebunden" blieb sondern sich tief dafür verplfichtete, für andere da zu sein.

Das ist eine Eigenschaft, die einen Bodhisattva auszeichnet!


Eigentlich eine Eigenschaft die nur einen sammāsambuddho auszeichnet.
Im Gegensatz zu einem paccekasambuddho.


wie wäre es mit "auch" anstatt... "Im Gegensatz zu" ?

Ich vermute allerdings, dass ein "paccekasambuddho" nicht identisch ist mit einem Bodhisattva nach dem Mahayana Verständnis.
void hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Anhaftungen sind immer dann unheilsam wenn sie von Gier, Hass, Verblendung und der Ausblendung(nicht wissen wollen) der drei Daseinsmerkmale gehandelt werden.


Ich denke, das Wort "Anhaftung" ist so definiert, dass es von Ich und Mein durchdrungen ist. Die Frage ist, ob sich auch Bezihungen stiften lassen, die nciht von Ich und Mein durchdrungen sind.

Es ist irritierend, dass das Wort "Liebe" sowohl genau für Beziehungen der Selbstlosigkeit verwendet werden, wo der andere (ohne ich und mein ) so sein darf wie er ist, und eben auch für Beziehungen der tiefen Anhaftung. Das Wort ist runiniert.

Ich finde es interessant, dass Buddha ja nachdem er erwachte eben nicht "frei und ungebunden" blieb sondern sich tief dafür verplfichtete, für andere da zu sein. Anstatt in die Unverbindlichkeit zu entschweben, war er für jeden da, der ihn brauchte und nahm es auf sich, zu orgnanisieren, zu schlichten und zu belehren.

Da geht jemand in die Hauslosigkeit verlässt Eltern, Frau und Kind und am Ende ist er in einer Situation, wo er für tausende etwas übernimmt, was eine Elternrolle nicht so unaähnlich sind. Und alle sind sie da: Sein Vater, seine Stiefmutter, sein Sohn, seine Frau, aber ohne aus der Masse der anderen Ordinierten herauszusetchen. Und auch mit seinen Mönchen hatte ja Buddha tiefe Beziehungen ( spirituelle Freundschaft) , die aber frei von Ego ist.
Befreit sein heißt von Person sein (Glauben Person zu sein) befreit zu sein, nicht davon einfach nur Mensch sein. Das wird ja erst durch das Befreit sein erkannt. Da wird ja erst die Last, Belastung, nicht Arbeit sondern tätig sein, nicht Leiden, Mensch zu sein erkannt. Ohne Ego wird das Leben mit den Egos schwieriger aber auch befreit von unangemessenem Respekt gegenüber Egos. Ich beleidige immer Egos den Menschen taste ich nie an.
Hallo void,
void hat geschrieben:
Verhackstückelt zu werden und dabei liebevoll und geduldig zu sein, ist ja wirklich eine schwer zu erlangende nahezu "unmenschliche" Haltung, Wo sich die Mönche noch wohl zu üben haben, und die die keine sind, erst recht weit entfernt sind.

dieser Teil der Lehrrede ist der extremste. Es beginnt ja damit, wie andere Menschen einem im Alltag begegnen. Nämlich wohlwollend oder ablehnend. Die Übung soll sein, sich da nicht von den persönlichen Tendenzen zu der Zuneigung/Ablehnung anderer und wie sie dieses ausdrücken leiten zu lassen, sondern beim Kultivieren des von einem ausgehenden selbst ausgehenden Wohlwollens zu bleiben. Loslassen, entspannen und nett bleiben. Da ist unsere Übung im Alltag anzusiedeln. Und das ist machbar.

LG
Hallo accinca,
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Es ist aber wichtig, dass man Achtsam ist, damit ein Anhaften auch bemerkt werden kann, um es loszulassen.

Richtig, deshalb sollte man auch die Daseinsmerkmale bei allen Dingen bedenken.
Die Dinge immer so zu durchschauen ist allerdings Übungssache.

das sehe und verstehe ich anders. Nicht sollte jemand die Daseinsmerkmale bei allen Dingen bedenken. Die Daseinsmerkmale werden einem unmittelbar ohne Anstrengung in allem erkennbar, wenn Bedingtes Entstehen erkannt wurde. Es ist ein Frucht, keine Übung.

LG
Mirco hat geschrieben:
Hallo accinca,
accinca hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Es ist aber wichtig, dass man Achtsam ist, damit ein Anhaften auch bemerkt werden kann, um es loszulassen.

Richtig, deshalb sollte man auch die Daseinsmerkmale bei allen Dingen bedenken.
Die Dinge immer so zu durchschauen ist allerdings Übungssache.

das sehe und verstehe ich anders. Nicht sollte jemand die Daseinsmerkmale bei allen Dingen bedenken. Die Daseinsmerkmale werden einem unmittelbar ohne Anstrengung in allem erkennbar, wenn Bedingtes Entstehen erkannt wurde. Es ist ein Frucht, keine Übung.

Schön das du mir zustimmst.
Ja, und wenn das Das Wort "wenn" nicht wäre.
Da sollte man dann doch die Daseinsmerkmale bedenken.
Wenn es bei dir aber "ohne Anstrengung" funktioniert, um so besser.
wenn anatta erkannt wurde.
wenn Vergänglichkeit erkannt wurde.
wenn das Leiden erkannt wurde.
wenn bedingtes Entstehen erkannt wurde.
Je nach Schwerpunkt.
Monikadie4. hat geschrieben:
Um Buddhas Lehre zu verstehen und umzusetzen, muss ich an seinen Worten anhaften. Bin ich weit genug gegangen, kommt das Beispiel vom Floß zum Tragen, man braucht es nur solange, wie man auf dem Wasser ist. Ist man am anderen Ufer angekommen, braucht man das Floß nicht mehr und lässt es liegen.

Das ist eine gute Metapher. Sich nicht an das Floß klammern. Es ist ein Hilfsmittel und nur im Wasser eine Hilfe. Ist es überquert geht es weiter. Wie oft hält man an Dingen fest, die man nicht mehr braucht?
Ellviral hat geschrieben:
Anhaftung ist immer unheilsam wenn sie mit Verlangen verbunden sind.

Gut, dass mir das jemand sagt. Mir war das ehrlich gesagt nicht wirklich klar. Ich habe oft gelesen, dass Gier, Anhaftung, Wut/Ärger Geistesgifte sind, aber nicht, dass Anhaftung bedingt wird durch Verlangen/Begehren.
Sunu hat geschrieben:
Es wäre schädlich da ein krampfhaftes Nichtanhaften zu praktizieren, nur weil man denkt, man müsste an nichts anhaften. Das wäre dann ein anhaften, an das Nichtanhaften, bzw. ein anhaften an angeblich buddhistischen Lehrinhalte.

Jep, gut gesagt. Immer mit Augenmaß die Dinge betrachten ;-).

Die Mutter gibt die Hoffnung nicht auf. Sie hätte auch sagen können, dass immer hoffen Dukkha ist und die Sache begraben können. Aber das würde in ein Wegdrücken von Mitgefühl für ihr Kind und sich selbst führen und eine schlechte Rückwirkung haben. Als bettelarmer Mensch kann sie nicht viel machen. Sie muss jeden Tag in den Steinbruch, weil nur so das Geld geraden reicht. Tage freinehmen um nach ihn zu suchen, kann sie sich nicht leisten. Womöglich hat sie das Richtige getan, indem sie ihr Kind nie vergessen hat und immer in dem Ort wohnengeblieben ist, damit das Kind sie wiederfinden kann, falls es noch am Leben ist und irgendwann nach Hause findet.

Die Szenen in dem Film als das kleine Kind ganz alleine in Kalkutta um das Überleben kämpft hat mir irgendwie für kurze Zeit ein Verständnis für Anatta gegeben. Das Kind hat überhaupt nichts: keine Schule besucht, weiß den Namen des Wohnortes nicht, hat der Welt, in der es irgendwie schauen muss, dass es dort überleben kann, nichts zu bieten. Das gab mir die Einsicht, dass nichts wirklich Substanz hat worauf ich vertraue. Die Idee der Substanzhaftigkeit ist eine Täuschung. Vielleicht ist es eine Idee wert mal nach Indien zu reisen. In einem Land mit so vielen Gegensätzen kommen vielleicht noch viele Erkenntnisse.

Gruß, Anandasa
anandasa:
Die Idee der Substanzhaftigkeit ist eine Täuschung.

Der Unvergänglichkeit. "Das Leben ist letztlich leidhaft".
Indien: krasse Eindrücke, Thailand: interessant, Südamerika: spannend. usf. Gefühle. Phänomene. Vergänglich.
Selbstanalyse:
Erster Gedanke: Anandasa will mich veräppeln.
Noch mal gelesen:
Das ist nur dann daraus zu lesen wenn ich interpretiere. Das steht da nicht.

Die Entscheidung ist so das ich das was Du geschrieben hast so nehme wie es das steht.

Das Ding mit der Anhaftung konnte ich bisher überhaupt nicht anders sehen als das da ein Wille sein muss um überhaupt anhaften zu können. Ich muss einverstanden sein mit dem Risiko das ich an etwas anhafte oder etwas an mir anhaftet, wenn ich in Gier oder Hass oder Glauben Wollen einen Willen, ein Wollen durchsetze. Das führt immer zur Anhaftung, denn das durchsetzen eines Willen braucht immer nachfolgende Handlungen die den Willen weiterhin stützen. Das kann im Falle von Gewinnen Wollen zu einer massiven Sucht führen und auch zum persönlichen Ruin. Ich hafte am Gewinn und genau das bringt mich um.
Das Begehren das es anderen Menschen besser gehen soll und ich somit zu einem Spender werde ist keine Anhaftung wenn es keinerlei Bedingungen, keinen Willen gibt der mit der Spende verbunden ist. Mir muss es gleichgültig sein wofür die Spende verwendet wird ab dem Zeitpunkt der Gabe. Aus den Augen aus dem Sinn/Geist/Herz.
See and realize that this world is not permanent. Neither late nor early flowers will remain.
– Ryokan
Ellviral hat geschrieben:
Das Begehren das es anderen Menschen besser gehen soll und ich somit zu einem Spender werde ist keine Anhaftung wenn es keinerlei Bedingungen, keinen Willen gibt der mit der Spende verbunden ist. Mir muss es gleichgültig sein wofür die Spende verwendet wird ab dem Zeitpunkt der Gabe. Aus den Augen aus dem Sinn/Geist/Herz.


Muss es nicht ! :wink:
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Das Begehren das es anderen Menschen besser gehen soll und ich somit zu einem Spender werde ist keine Anhaftung wenn es keinerlei Bedingungen, keinen Willen gibt der mit der Spende verbunden ist. Mir muss es gleichgültig sein wofür die Spende verwendet wird ab dem Zeitpunkt der Gabe. Aus den Augen aus dem Sinn/Geist/Herz.


Muss es nicht ! :wink:
Wenn es nicht so ist ist da Anhaftung.
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Das Begehren das es anderen Menschen besser gehen soll und ich somit zu einem Spender werde ist keine Anhaftung wenn es keinerlei Bedingungen, keinen Willen gibt der mit der Spende verbunden ist. Mir muss es gleichgültig sein wofür die Spende verwendet wird ab dem Zeitpunkt der Gabe. Aus den Augen aus dem Sinn/Geist/Herz.


Muss es nicht ! :wink:
Wenn es nicht so ist ist da Anhaftung.


Wenn da Anhaftung ist, dann ist sie durch Wahrnehmung bedingt.
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Muss es nicht ! :wink:
Wenn es nicht so ist ist da Anhaftung.


Wenn da Anhaftung ist, dann ist sie durch Wahrnehmung bedingt.
Bei nur Wahrnehmung keine Anhaftung doch nur eine Gedankenverknüpfung schafft Anhaftung.
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Wenn es nicht so ist ist da Anhaftung.


Wenn da Anhaftung ist, dann ist sie durch Wahrnehmung bedingt.
Bei nur Wahrnehmung keine Anhaftung doch nur eine Gedankenverknüpfung schafft Anhaftung.


Dadurch das etwas wahrgenommenes für wahr genommen wird, anstatt es als etwas bedingt entstandenes zu erkennen ,ensteht Anhaftung. Ist etwas das als bedingt entstanden erkannt wurde, dann noch als wahrgenommen zu bezeichnen? Von mir aus.... schließlich ist etwas nicht unwahr, nur weil es bedingt entstanden ist....
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Wenn da Anhaftung ist, dann ist sie durch Wahrnehmung bedingt.
Bei nur Wahrnehmung keine Anhaftung doch nur eine Gedankenverknüpfung schafft Anhaftung.


Dadurch das etwas wahrgenommenes für wahr genommen wird, anstatt es als etwas bedingt entstandenes zu erkennen ,ensteht Anhaftung. Ist etwas das als bedingt entstanden erkannt wurde, dann noch als wahrgenommen zu bezeichnen? Von mir aus.... schließlich ist etwas nicht unwahr, nur weil es bedingt entstanden ist....
Die Sinne nehmen wahr, Anhaftung wird es wenn es als Wahrgenommenes identifiziert und katalogisiert wird. Einen Namen erhält den es mir nicht gesagt hat, den ich nicht wahrgenommen habe, den ich als Wahr nehme ohne zu merken das das, die Benennung, das als Wahr genommene ist und nicht das ist was die Sinne wahrgenommen haben.
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Bei nur Wahrnehmung keine Anhaftung doch nur eine Gedankenverknüpfung schafft Anhaftung.


Dadurch das etwas wahrgenommenes für wahr genommen wird, anstatt es als etwas bedingt entstandenes zu erkennen ,ensteht Anhaftung. Ist etwas das als bedingt entstanden erkannt wurde, dann noch als wahrgenommen zu bezeichnen? Von mir aus.... schließlich ist etwas nicht unwahr, nur weil es bedingt entstanden ist....
Die Sinne nehmen wahr, Anhaftung wird es wenn es als Wahrgenommenes identifiziert und katalogisiert wird. Einen Namen erhält den es mir nicht gesagt hat, den ich nicht wahrgenommen habe, den ich als Wahr nehme ohne zu merken das das, die Benennung, das als Wahr genommene ist und nicht das ist was die Sinne wahrgenommen haben.


Schon die Sinne täuschen Grenzen vor, indem das Verbindende von der Wahrnehmung übergangen wird. Durch reine Beobachtung und durch Gedankenverknüpfung, kann diese Lücke aber geschlossen werden, bzw. die Verbindungen die nicht unmittelbar von den Sinnen erkannt werden, kann hergestellt werden. Das unterscheidet den Menschen vom Tier, welches dieses Vermögen wenn überhaupt nur verhältnismäßig eingeschränkt besitzt. Reine sinnliche Wahrnehmung, wäre reine animalische Wahrnehmung. Das ist der Tierbereich, der aus einer buddhistischen Perspektive aus gesehen, nicht frei von Leiden ist.
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Dadurch das etwas wahrgenommenes für wahr genommen wird, anstatt es als etwas bedingt entstandenes zu erkennen ,ensteht Anhaftung. Ist etwas das als bedingt entstanden erkannt wurde, dann noch als wahrgenommen zu bezeichnen? Von mir aus.... schließlich ist etwas nicht unwahr, nur weil es bedingt entstanden ist....
Die Sinne nehmen wahr, Anhaftung wird es wenn es als Wahrgenommenes identifiziert und katalogisiert wird. Einen Namen erhält den es mir nicht gesagt hat, den ich nicht wahrgenommen habe, den ich als Wahr nehme ohne zu merken das das, die Benennung, das als Wahr genommene ist und nicht das ist was die Sinne wahrgenommen haben.


Schon die Sinne täuschen Grenzen vor, indem das Verbindende von der Wahrnehmung übergangen wird. Durch reine Beobachtung und durch Gedankenverknüpfung, kann diese Lücke aber geschlossen werden, bzw. die Verbindungen die nicht unmittelbar von den Sinnen erkannt werden, kann hergestellt werden. Das unterscheidet den Menschen vom Tier, welches dieses Vermögen wenn überhaupt nur verhältnismäßig eingeschränkt besitzt. Reine sinnliche Wahrnehmung, wäre reine animalische Wahrnehmung. Das ist der Tierbereich, der aus einer buddhistischen Perspektive aus gesehen, nicht frei von Leiden ist.
Du redest von Namen, Gedankenverbindungen, beobachten. Ich rede von Gedanken als Bereich der Sinne wie Buddha es erkannt hat. Du fällst auf die Wirklichkeit der Gedankenverbindungen rein und hältst diese für Wahrnehmungen es ist aber nur das Wahrnehmen deines Ego das Gedankengebäude erkennt. Ich betrachte doch Du glaubst das die reinen Sinnesobjekte tierische Unmenschlichkeiten sind. Buddha ruft die Erde als Zeuge an um Mara/Ego zu vertreiben den der alle Sinnesobjekte mit seinen Gedankenverbindungen verunreinigt.
Ellviral hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Die Sinne nehmen wahr, Anhaftung wird es wenn es als Wahrgenommenes identifiziert und katalogisiert wird. Einen Namen erhält den es mir nicht gesagt hat, den ich nicht wahrgenommen habe, den ich als Wahr nehme ohne zu merken das das, die Benennung, das als Wahr genommene ist und nicht das ist was die Sinne wahrgenommen haben.


Schon die Sinne täuschen Grenzen vor, indem das Verbindende von der Wahrnehmung übergangen wird. Durch reine Beobachtung und durch Gedankenverknüpfung, kann diese Lücke aber geschlossen werden, bzw. die Verbindungen die nicht unmittelbar von den Sinnen erkannt werden, kann hergestellt werden. Das unterscheidet den Menschen vom Tier, welches dieses Vermögen wenn überhaupt nur verhältnismäßig eingeschränkt besitzt. Reine sinnliche Wahrnehmung, wäre reine animalische Wahrnehmung. Das ist der Tierbereich, der aus einer buddhistischen Perspektive aus gesehen, nicht frei von Leiden ist.
Du redest von Namen, Gedankenverbindungen, beobachten. Ich rede von Gedanken als Bereich der Sinne wie Buddha es erkannt hat. Du fällst auf die Wirklichkeit der Gedankenverbindungen rein und hältst diese für Wahrnehmungen es ist aber nur das Wahrnehmen deines Ego das Gedankengebäude erkennt. Ich betrachte doch Du glaubst das die reinen Sinnesobjekte tierische Unmenschlichkeiten sind. Buddha ruft die Erde als Zeuge an um Mara/Ego zu vertreiben den der alle Sinnesobjekte mit seinen Gedankenverbindungen verunreinigt.


Die Sinnesobjekte sehe ich nicht als Unmenschlichkeiten, im Gegenteil sie sind Bedingung für das Menschsein...genauso, wie die Gedankenverbindungen die du Verunreinigungen nennst.
Das ist eben ein Wahrnehmen der Gedankenverbindungen als Verunreinigung. Erst durch diese Wahrnehmung, durch dieses Anhaften bedingt, werden die Gedankenverbindungen beschmutzt
und die Sinnesobjekte zu "reinen" Sinnesobjekten.



"Ihr Bhikkhus, worüber auch immer ein Bhikkhu häufig nachdenkt und nachsinnt, das wird seine Herzensneigung werden. Wenn er häufig über Gedanken der Sinnesbegierde nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken der Entsagung aufgegeben, um den Gedanken der Sinnesbegierde zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken der Sinnesbegierde. Wenn er häufig über Gedanken des Übelwollens nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken des Nicht-Übelwollens aufgegeben, um den Gedanken des Übelwollens zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken des Übelwollens. Wenn er häufig über Gedanken der Grausamkeit nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken der Nicht-Grausamkeit aufgegeben, um den Gedanken der Grausamkeit zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken der Grausamkeit."

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Ihr Bhikkhus, worüber auch immer ein Bhikkhu häufig nachdenkt und nachsinnt, das wird seine Geistesneigung werden. Wenn er häufig über Gedanken der Entsagung nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken der Sinnesbegierde aufgegeben, um den Gedanken der Entsagung zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken der Entsagung. Wenn er häufig über Gedanken des Nicht-Übelwollens nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken des Übelwollens aufgegeben, um den Gedanken des Nicht-Übelwollens zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken des Nicht-Übelwollens. Wenn er häufig über Gedanken der Nicht-Grausamkeit nachdenkt und nachsinnt, hat er den Gedanken der Grausamkeit aufgegeben, um den Gedanken der Nicht-Grausamkeit zu pflegen, und dann neigt sein Geist zu Gedanken der Nicht-Grausamkeit

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