Zielgruppe für "Buddhismus"

Moderator: void

Tsu Mie hat geschrieben:
...
Wie sieht eigentlich die Zielgruppe aus? Für wen ist der "säkulare" Buddhismus ein (willkommenes) Angebot? Werden eher Buddhismus-Neulinge angesprochen oder versammeln sich dort die "Enttäuschten" der unterschiedlichen Traditionen?


Super Frage!

Wie sieht die Zielgruppe für "Buddhismus" überhaupt aus?

In Asien scheint sich der überzeugte Kern der Anhänger ziemlich schnell zu verringern. In Europa und den USA sind es wohl eher die älteren oder die wirklich Alten, die noch irgendwie echtes Interesse zeigen.

Wie alt ist das Durchschnittsalter hier im Forum? Buddhaland hat vielleicht 20 Leute, die wirklich regelmäßig etwas beitragen. Buddhaland ist dabei in Deutschland (im deutschsprachigen Raum) wahrscheinlich eines der größten Foren zum Thema. Jedenfalls, wenn ich die Google Suche benutzen kommt kaum ein anderes Portal so oft zu unseren Themen hoch wie BL.
Ich weiss zwar nicht, ob ich mich zu den "säkularen Buddhisten" zählen sollte, oder ob ich überhaupt "Buddhist" "bin", aber mein Interesse am säkularen Buddhismus resultiert bei mir sicherlich nicht aus Enttäuschung heraus.

Eher ist es so, dass ich gewisse Dinge einfach stärker infrage stelle. Vielleicht ist das altersbedingt. Mit 65 Jahren sollte man zumindest für sich selbst Klarheit schaffen, und manchmal fehlt es mir an Klarheit in dem, was ich zum Buddhismus im Westen sehe und lese.

Gewisse Dinge, die "man" glauben muss, nur weil der Buddha sie so gesagt hat, wie er es vor 2500 Jahren sagte, nein, das kann ich nicht. Undr auch gewisse Rituale und tja, wie nenne ich es?, Sonderbarkeiten, sind mir immer fremder geworden, z.B. die Tendenz, sich einen buddhistischen Namen zu nehmen oder geben zu lassen, sich ordinieren zu lassen (was immer man darunter auch verstehen mag), Kleidung zu tragen, die ich in Ostasien nicht bemerkenswert finde, die mich aber hier irritieren. Auch diese grosse Bezogenheit auf Meister und Theras ist mir immer fremder geworden, nein, ich glaube sogar, sie waren mir immer schon fremd.

Da ich aber die Grundlehren des Buddha nach wie vor sehr hilfreich finde (also sagen wir mal grob: Die Drei Daseinsmerkmale durchschauen, Gier, Hass und Verblendung durchschauen und an ihrer Beseitigung arbeiten, nach den vier Wahrheiten und dem Achtpfad leben, die fünf Sîlas beachten), denke ich, dass ich zumindest "buddhistisch angehaucht" bin.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich glaube durchaus, dass viele Menschen im Westen eine Zielgruppe des Buddhismus sein könnten. Aber ich glaube auch, dass, wenn der Buddhismus eine wirkliche Chance haben will, er aus der Exoten- oder gar Esoterik-Ecke raus muss, sich im Alltag zeigen muss, ein Teil des Alltags werden muss und auch der Alltag muss ein Teil des Buddhismus werden.

Es möge sich bitte niemand angegriffen fühlen. Ich habe das Gefühl, hier sind einige sehr ernst praktizierende Menschen unter uns. Wenn ihr Weg der ist, den sie gehen, ist das wunderbar. Ich habe hier ganz subjektiv geschrieben, warum ich Teil einer Zielgruppe des Buddhismus sein kann oder bin, und warum ich manche Zielgruppenaspekte für mich eben NICHT mehr sehen/anerkennen kann.

LG

W.
fotost hat geschrieben:
In Asien scheint sich der überzeugte Kern der Anhänger ziemlich schnell zu verringern.


Das ist eine gewagte These. Hast Du Statistiken, die das belegen?

fotost hat geschrieben:
In Europa und den USA sind es wohl eher die älteren oder die wirklich Alten, die noch irgendwie echtes Interesse zeigen.


Das hängt ganz davon ab, was man unter "alt" versteht :lol:
Aber generell gebe ich Dir recht wenn ich die Altersstruktur in unserem buddhistischen Zentrum sehe: Es gibt leider kaum Jugendliche, die sich für den Buddhismus interessieren.

fotost hat geschrieben:
Wie alt ist das Durchschnittsalter hier im Forum?


Schätze mal so um die 50 8)
Wenn ich bei den Leuten, die ich kenne umschauen, dann sind relativ viele so ungefähr 55-60 Jahre alt und waren damals so spätere 68 ziger, die durch die populären Werke ( z.B D.T.Suzuki, Chögyam Trungpa ) zum Buddhismus kamen und dann da tiefer einstiegen.

Und wenn man nach dem sozialen Hintergrund fragt, dann wäre das - jetzt auch wieder rein nach der persönlichen Beobachtung - so ein liberal-akademisches Bildungsbürgertum. Diejenigen, die eher "bewusst" leben wolle, auf Demos gegen Rechts gehen, Bio-Lebensmittel essen und oft Vegetarier sind, Yoga machen, weltoffen sind und tibetische Gebetsfahnen im Vorgarten haben. Was natürlich durchaus mit einer Ersthaftigkeit einhergehen kann.
void hat geschrieben:
Wenn ich bei den Leuten, die ich kenne umschauen, dann sind relativ viele so ungefähr 55-60 Jahre alt und waren damals so spätere 68 ziger, die durch die populären Werke ( z.B D.T.Suzuki, Chögyam Trungpa ) zum Buddhismus kamen und dann da tiefer einstiegen.

68 war vor 49 Jahren. Selbst die Leute, die in den Endzuckungen der 68' erst 17 waren sind heute eher 65 als 55 :kiss:

void hat geschrieben:
Und wenn man nach dem sozialen Hintergrund fragt, dann wäre das - jetzt auch wieder rein nach der persönlichen Beobachtung - so ein liberal-akademisches Bildungsbürgertum. Diejenigen, die eher "bewusst" leben wolle, auf Demos gegen Rechts gehen, Bio-Lebensmittel essen und oft Vegetarier sind, Yoga machen, weltoffen sind und tibetische Gebetsfahnen im Vorgarten haben. Was natürlich durchaus mit einer Ersthaftigkeit einhergehen kann.

Ok. Danach wäre ich der absolute Nicht-Buddhist :rofl: :rofl:

Aber es ist ja Deine persönliche Erfahrung und ich vermute, das die das Klientel nicht einmal schlecht beschreibt..
Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
In Asien scheint sich der überzeugte Kern der Anhänger ziemlich schnell zu verringern.

Das ist eine gewagte These. Hast Du Statistiken, die das belegen?

Nein. Es gibt dazu wenig Belastbares. Besonders aus China, wo wahrscheinlich die größte buddhistische Gemeinde existiert gibt es kaum Daten.

Was ich kenne sind irgendwie zusammengestellte Gesamtzahlen, die bei 350-500 Millionen liegen und sich seit Jahrzehnten fast nicht verändern. Da die Gesamtbevölkerung insgesamt rasant angestiegen ist kann man nur schlußfolgern, daß der Anteil sinkt.

Vielleicht könnten die Forumsmitglieder, die häufiger in den Kernländern des Buddhismus sind dazu besseres beitragen. Ich habe 'scheint' geschrieben. Es handelt sich um einen sehr subjektiven Eindruck. Es wäre schön, wenn der überzeugte Kern der Anhänger stetig wachsen würde.

Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
In Europa und den USA sind es wohl eher die älteren oder die wirklich Alten, die noch irgendwie echtes Interesse zeigen.


Das hängt ganz davon ab, was man unter "alt" versteht :lol:
Aber generell gebe ich Dir recht wenn ich die Altersstruktur in unserem buddhistischen Zentrum sehe: Es gibt leider kaum Jugendliche, die sich für den Buddhismus interessieren.

Alt sind immer die anderen :mrgreen: . Aber ich denke, Deine Antwort zeigt, daß wir beiden zu diesem Thema ähnliches sehen und empfinden

Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Wie alt ist das Durchschnittsalter hier im Forum?


Schätze mal so um die 50 8)

:angel:
fotost hat geschrieben:
Tsu Mie hat geschrieben:
...
Wie sieht eigentlich die Zielgruppe aus? Für wen ist der "säkulare" Buddhismus ein (willkommenes) Angebot? Werden eher Buddhismus-Neulinge angesprochen oder versammeln sich dort die "Enttäuschten" der unterschiedlichen Traditionen?


Super Frage!

Wie sieht die Zielgruppe für "Buddhismus" überhaupt aus?

In Asien scheint sich der überzeugte Kern der Anhänger ziemlich schnell zu verringern. In Europa und den USA sind es wohl eher die älteren oder die wirklich Alten, die noch irgendwie echtes Interesse zeigen.

Wie alt ist das Durchschnittsalter hier im Forum? Buddhaland hat vielleicht 20 Leute, die wirklich regelmäßig etwas beitragen. Buddhaland ist dabei in Deutschland (im deutschsprachigen Raum) wahrscheinlich eines der größten Foren zum Thema. Jedenfalls, wenn ich die Google Suche benutzen kommt kaum ein anderes Portal so oft zu unseren Themen hoch wie BL.


Die Ausgangsfrage von Tsu Mie war eigentlich spezifisch die nach der Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus. Ich hatte mit der eher rhetorischen Gegenfrage nach der Zielgruppe für Buddhismus (im Westen) generell geantwortet.

Ich versuche mich mal an der Ausgangsfrage:

Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben, von Beginn an säkular denken oder säkularem Denken zugeneigt sind und meist Grundkenntnisse der buddhistischen Lehre besitzen. Also eine recht kleine Gruppe.

Menschen, die sich bei einigen Elementen der buddhistischen Lehre unangenehm an theistische Ideen erinnern fühlen, vollkommen gleichgültig wie korrekt diese Assoziationen sind.

Menschen, die sich durch Äußerlichkeiten bestehender älterer Schulen eher abgestoßen fühlen, als daß sie den Wunsch fühlen, etwas Neues auszuprobieren.

Es sind wirklich nicht viele...
fotost hat geschrieben:
Ich versuche mich mal an der Ausgangsfrage:

Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben, von Beginn an säkular denken oder säkularem Denken zugeneigt sind und meist Grundkenntnisse der buddhistischen Lehre besitzen. Also eine recht kleine Gruppe.

Menschen, die sich bei einigen Elementen der buddhistischen Lehre unangenehm an theistische Ideen erinnern fühlen, vollkommen gleichgültig wie korrekt diese Assoziationen sind.

Menschen, die sich durch Äußerlichkeiten bestehender älterer Schulen eher abgestoßen fühlen, als daß sie den Wunsch fühlen, etwas Neues auszuprobieren.


Du fasst das m.M.n. sehr zutreffend zusammen.
Da Buddha vermutlich jeden anders unterrichtet hat, sehe ich kein Problem darin Textstellen herauszupicken die für jeden selbst am besten ins Konzept passen.

42, um das Durchschnittsalter etwas zu drücken 8)
keks hat geschrieben:
Da Buddha vermutlich jeden anders unterrichtet hat, sehe ich kein Problem darin Textstellen herauszupicken die für jeden selbst am besten ins Konzept passen.

42, um das Durchschnittsalter etwas zu drücken 8)



Ich bin 37 Jahre alt und habe mit 20 Zuflucht genommen.
fotost hat geschrieben:
Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben,


...und dann feststellen müssen, dass der Buddhismus davon ausgeht dass es so etwas wie ein Selbst, das "verwirklicht" werden soll, gar nicht gibt :lol:
Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben,


...und dann feststellen müssen, dass der Buddhismus davon ausgeht dass es so etwas wie ein Selbst, das "verwirklicht" werden soll, gar nicht gibt :lol:


:)
Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben,


...und dann feststellen müssen, dass der Buddhismus davon ausgeht dass es so etwas wie ein Selbst, das "verwirklicht" werden soll, gar nicht gibt :lol:


Shit happens :mrgreen:

Ganz grundsätzlich - die Einschätzung dürfte richtig sein.

Wer verzweifelt nach dem nächsten bißchen Essen sucht (und dabei meine ich nicht den nächsten Supermarkt in Europa, sondern die Halbwüste in Somalia) wird sich weder für Buddhismus noch für eine säkulare Variante davon interessieren,

Säkularer Buddhismus scheint etwas ein Luxus-Produkt zu sein.

War der Buddha nicht auch irgendwie ein Luxus Produkt (Hervorbringung) der Gesellschaft seiner Zeit? Wie hätte ein 'normaler' Prinz eines kleineren Königreichs seiner Zeit, seiner Region reagiert?

Sherab Yönten hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Zielgruppe für einen säkularen Buddhismus dürften Leute sein, die ganz grundsätzlich Kapazität und persönliche Neigung an Selbstverwirklichung haben,

...und dann feststellen müssen, dass der Buddhismus davon ausgeht dass es so etwas wie ein Selbst, das "verwirklicht" werden soll, gar nicht gibt :lol:

Schade, da´sie es über diesen Weg feststellen müssen. Aber bestimmt besser, als wenn sie es nie verstehen würden.. 8) 8)
Apropos Luxusgut...
Wenn man sich z.b. mal die ganzen Buddhastatuen anguckt, die es mitlerweile an jeder Ecke zu kaufen gibt, dann scheint es irgendwie schon ein breites Interesse am Buddhismus zu geben. Auch wenn es sich dabei vlt. um ein eher oberflächliches Interesse handelt.
Aber das eher Oberflächliche findet man ja eigentlich überall. Ein grundsätzliches Interesse am Buddhismus besteht irgendwie schon, denke ich....und wer legt da eigentlich fest, ab wann ein " echtes" Interesse beginnt und ab wann es nur oberflächlich vorhanden ist?...
Ich bin ( noch bis zum Monatsende) 38 Jahre alt/ jung.
Sunu hat geschrieben:
Wenn man sich z.b. mal die ganzen Buddhastatuen anguckt, die es mitlerweile an jeder Ecke zu kaufen gibt, dann scheint es irgendwie schon ein breites Interesse am Buddhismus zu geben.


Das sehe ich nicht so. In unserem Gartencenter gibt es Buddhastatuen; bei Weltbild gibt es Buddhafiguren als Kerzenhalter und Tischlampe. Und ein grosser deutscher Drogerie-Discounter erblödet sich nicht, Kosmetiktücher in eine Schachtel zu packen, auf der das Gesicht eines entrückten Buddha zu sehen ist...
Hatten die Kolonialisten in China echtes Interesse am Buddhismus, als sie denen dort die Statuen klauten, die heute im British Musuem stehen? Nö. Exotik war gefragt. Heute heisst das "Lifestyle" Ich denke eher, dass das das alles was mit Fengshui-Schickimicki zu tun hat, eben mit "Lifestyle" und nicht mit Interesse, noch nicht einmal mit oberflächlichem.

Gruss

W.
Waldler hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Wenn man sich z.b. mal die ganzen Buddhastatuen anguckt, die es mitlerweile an jeder Ecke zu kaufen gibt, dann scheint es irgendwie schon ein breites Interesse am Buddhismus zu geben.


Das sehe ich nicht so. In unserem Gartencenter gibt es Buddhastatuen; bei Weltbild gibt es Buddhafiguren als Kerzenhalter und Tischlampe. Und ein grosser deutscher Drogerie-Discounter erblödet sich nicht, Kosmetiktücher in eine Schachtel zu packen, auf der das Gesicht eines entrückten Buddha zu sehen ist...
Hatten die Kolonialisten in China echtes Interesse am Buddhismus, als sie denen dort die Statuen klauten, die heute im British Musuem stehen? Nö. Exotik war gefragt. Heute heisst das "Lifestyle" Ich denke eher, dass das das alles was mit Fengshui-Schickimicki zu tun hat, eben mit "Lifestyle" und nicht mit Interesse, noch nicht einmal mit oberflächlichem.


Schönes Beispiel mit den Buddha Statuen im britischen Museum. Das ist gut vergleichbar mit dem immer wieder auflebenden Früh-Ägypten Fieber im Museen und Ausstellungen..

Viel gesehen - wenig verstanden 8) :lol:
Ich kenne viele Leute in meinem Umfeld die sich zumindest etwas mit Buddhismus beschäftigen...Arbeitskollegen, Freunde, Bekannte.... Die unter 25 Jährigen Gruppe kann ich da nicht so beurteilen, weil da habe ich momentan nicht soviel Kontakt...aber sonst, gibt es da schon einige , die Interesse zeigen ( wie gesagt...was heißt " echtes" Interesse?). Die finden z.b. den Dalai Lama cool...und interessieren sich für seine Aussagen.... Bei den Jüngeren sind es z.b. oft Leute aus der "Veganecke" usw....
Es ist halt so ein Mischmasch an Ideen entstanden...und da buddhistische Ideen auch verhältnismäßig häufig für Künstler, Philosophen und überhaupt gesellschaftsprägende Menschen im Westen ein Thema war und ist, hat sich da auch schon etwas einigermaßen ideenmäßig etabliert.
Auch wenn letztendlich ein Stempel ala Buddhismus fehlt..... Und sich die meisten sicher nicht als Buddhisten bezeichnen werden.... Aber solche Stempel sind halt auch nur oberflächlich....
fotost hat geschrieben:
Schönes Beispiel mit den Buddha Statuen im britischen Museum. Das ist gut vergleichbar mit dem immer wieder auflebenden Früh-Ägypten Fieber im Museen und Ausstellungen..

Viel gesehen - wenig verstanden 8) :lol:


Heute habe ich einen Bericht über Gran Canaria gesehen. Unter anderem ging es um den Karneval. Da trug ein sexy weiblich verkleideter Karnevalist einen mehrstöckigen Hut auf dem Kopf, rund herum Buddhastatuen und obendrauf eine spanische Schönheit. Er war tief ergriffen von seinem Auftritt. Ich fand's scheußlich. Aber so ist es eben, alles wird verwässert. Wer weiß denn heute noch von den sogenannten Christen, was Ostern bedeutet, ganz abgesehen von Pfingsten.

Ich gehöre zu den 68ern, war damals 20. All meine Freundinnen sind dem Buddhismus zugewandt, wir haben viel experimentiert, aber letztlich uns nicht an Schulen gebunden.
Monikadie4. hat geschrieben:
..
Ich gehöre zu den 68ern, war damals 20. All meine Freundinnen sind dem Buddhismus zugewandt, wir haben viel experimentiert, aber letztlich genau wie ich nicht an Schulen gebunden.


Ich hoffe nur, ihr habt nicht zuviel mit den anderen Geschichten die zu den 69ern gehörten experimentiert 8)

Und letztlich - niemand ist hängen geblieben :kiss:

Der Kern der Lehre für mich ist am Ende immer wieder das nicht-Hängenbleiben, das nicht-Anhaften..
:rofl:

Der Kern der Lehre für mich ist am Ende immer wieder das nicht-Hängenbleiben, das nicht-Anhaften..


Ja!
Vlt. haben die 68er auch wirklich in der BuddhismusKiste wühlen müssen....
Drumherum war da ja nicht so viel... deutsche Ordnung halt....

Da hat man die Kiste ausgeräumt und alles im Zimmer verteilt und auch andere Kisten wurden aufgemacht.....
und nun muss man in gar keine Kiste mehr gucken....weil alles wild herumliegt...jeder nimmt sich halt das vom Boden was ihm gefällt. Und wenn nu jemand ne Buddhastatue vom Boden aufhebt, dann gilt das als oberflächlich....weil der hat ja nicht tief genug gewühlt :mrgreen:
Sunu hat geschrieben:
Vlt. haben die 68er auch wirklich in der BuddhismusKiste wühlen müssen....
Drumherum war da ja nicht so viel... deutsche Ordnung halt....

Da hat man die Kiste ausgeräumt und alles im Zimmer verteilt und auch andere Kisten wurden aufgemacht.....
und nun muss man in gar keine Kiste mehr gucken....weil alles wild herumliegt...jeder nimmt sich halt das vom Boden was ihm gefällt. Und wenn nu jemand ne Buddhastatue vom Boden aufhebt, dann gilt das als oberflächlich....weil der hat ja nicht tief genug gewühlt :mrgreen:

Das mach ich auch: Kisten auf, alles auskippen - naja das vielleicht nicht - aber schon mal gucken was drin ist, und dann das mitnehmen was man gerade braucht. Meditationsfrosch ja, Robe nein, Feng Shui Buch ja - wem war das gleich nochmal nur Lifestyle? Egal.

68er hab ich noch nicht erlebt, bin 43. :mrgreen:
Carneol hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Vlt. haben die 68er auch wirklich in der BuddhismusKiste wühlen müssen....
Drumherum war da ja nicht so viel... deutsche Ordnung halt....

Da hat man die Kiste ausgeräumt und alles im Zimmer verteilt und auch andere Kisten wurden aufgemacht.....
und nun muss man in gar keine Kiste mehr gucken....weil alles wild herumliegt...jeder nimmt sich halt das vom Boden was ihm gefällt. Und wenn nu jemand ne Buddhastatue vom Boden aufhebt, dann gilt das als oberflächlich....weil der hat ja nicht tief genug gewühlt :mrgreen:

Das mach ich auch: Kisten auf, alles auskippen - naja das vielleicht nicht - aber schon mal gucken was drin ist, und dann das mitnehmen was man gerade braucht. Meditationsfrosch ja, Robe nein, Feng Shui Buch ja - wem war das gleich nochmal nur Lifestyle? Egal.

68er hab ich noch nicht erlebt, bin 43. :mrgreen:


Ja Klar...aber die Kisten stehen da schon überall parat...Die hat also irgendwer schon ausm Keller geholt...vlt. hundertmal ausgekippt und wieder eingeräumt....was hat der Meditationsfrosch in der Kiste vom Feng Shui Buch verloren.... Da meinte halt einer, der gehört da rein....
und man selbst packt sich dann sein eigenes Kistchen, worüber der nächste nur den Kopf schüttelt.... Was für ein Chaos....! Aber ich fühl mich da zu hause....bin ja auch 78er BJ.....antiautoritär erzogen und so :P
Aber manchmal verlier ich auch total den Überblick, muss ich gestehen...
Monikadie4. hat geschrieben:

Ich gehöre zu den 68ern, war damals 20. All meine Freundinnen sind dem Buddhismus zugewandt, wir haben viel experimentiert, aber letztlich uns nicht an Schulen gebunden.


Ich gehöre auch (noch) zu den 68ern, bin 65 Jahre alt, und damals als 16-, 17jähriger Schüler aktiv in der linken Schülerbewegung. Aber niemand, wirklich NIEMAND, aus meinem Schul-, Jugend- oder später Studiums-Umkreis hatte und hat je etwas mit Buddhismus zu tun. Ich kam 1987 zum Buddhismus (um das mal so locker zu sagen), aus einer inneren Not und aus Zufall gleichzeitig.
Sunu hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Vlt. haben die 68er auch wirklich in der BuddhismusKiste wühlen müssen....
Drumherum war da ja nicht so viel... deutsche Ordnung halt....

Da hat man die Kiste ausgeräumt und alles im Zimmer verteilt und auch andere Kisten wurden aufgemacht.....
und nun muss man in gar keine Kiste mehr gucken....weil alles wild herumliegt...jeder nimmt sich halt das vom Boden was ihm gefällt. Und wenn nu jemand ne Buddhastatue vom Boden aufhebt, dann gilt das als oberflächlich....weil der hat ja nicht tief genug gewühlt :mrgreen:

Das mach ich auch: Kisten auf, alles auskippen - naja das vielleicht nicht - aber schon mal gucken was drin ist, und dann das mitnehmen was man gerade braucht. Meditationsfrosch ja, Robe nein, Feng Shui Buch ja - wem war das gleich nochmal nur Lifestyle? Egal.

68er hab ich noch nicht erlebt, bin 43. :mrgreen:


Ja Klar...aber die Kisten stehen da schon überall parat...Die hat also irgendwer schon ausm Keller geholt...vlt. hundertmal ausgekippt und wieder eingeräumt....was hat der Meditationsfrosch in der Kiste vom Feng Shui Buch verloren.... Da meinte halt einer, der gehört da rein....
und man selbst packt sich dann sein eigenes Kistchen, worüber der nächste nur den Kopf schüttelt.... Was für ein Chaos....! Aber ich fühl mich da zu hause....bin ja auch 78er BJ.....antiautoritär erzogen und so :P
Aber manchmal verlier ich auch total den Überblick, muss ich gestehen...

Dass Meditationsfrosch und Feng Shui Buch aus unterschiedlichen Kisten stammen ist mir schon klar. Ich kombiniere aber gern unterschiedliche Sachen, versuche Brücken zu bauen und schau was dabei Neues herauskommt. :D
Das Neue gehört dann in meine Kiste, auch wenn andere darüber den Kopf schütteln. Sein eigenes 'Chaos' überblickt man wohl nur selbst. :)
Waldler hat geschrieben:
Monikadie4. hat geschrieben:

Ich gehöre zu den 68ern, war damals 20. All meine Freundinnen sind dem Buddhismus zugewandt, wir haben viel experimentiert, aber letztlich uns nicht an Schulen gebunden.


Ich gehöre auch (noch) zu den 68ern, bin 65 Jahre alt, und damals als 16-, 17jähriger Schüler aktiv in der linken Schülerbewegung. Aber niemand, wirklich NIEMAND, aus meinem Schul-, Jugend- oder später Studiums-Umkreis hatte und hat je etwas mit Buddhismus zu tun.


Das wundert mich nicht. Es waren ja auch meistens Frauen in den buddhistischen Gruppen.
Monikadie4. hat geschrieben:
Waldler hat geschrieben:
Monikadie4. hat geschrieben:

Ich gehöre zu den 68ern, war damals 20. All meine Freundinnen sind dem Buddhismus zugewandt, wir haben viel experimentiert, aber letztlich uns nicht an Schulen gebunden.


Ich gehöre auch (noch) zu den 68ern, bin 65 Jahre alt, und damals als 16-, 17jähriger Schüler aktiv in der linken Schülerbewegung. Aber niemand, wirklich NIEMAND, aus meinem Schul-, Jugend- oder später Studiums-Umkreis hatte und hat je etwas mit Buddhismus zu tun.


Das wundert mich nicht. Es waren ja auch meistens Frauen in den buddhistischen Gruppen.


Nun, meine Mitschüler und Mitstudenten waren ja nicht nur Männer.
"Säkularer Buddhismus scheint etwas ein Luxus-Produkt zu sein."

Durch Freizeit entstehen Hobbys*. Wer Hobbys regelmässig pflegen kann hat keine ernsthaften Probleme sondern sucht Probleme die man dann wieder umständlich besetigen muss.

*z.b. Beten oder Meditation :clown:
keks hat geschrieben:
"Säkularer Buddhismus scheint etwas ein Luxus-Produkt zu sein."

Durch Freizeit entstehen Hobbys*. Wer Hobbys regelmässig pflegen kann hat keine ernsthaften Probleme sondern sucht Probleme die man dann wieder umständlich besetigen muss.

*z.b. Beten oder Meditation :clown:

Oder das sich hier anmelden...
Waldler hat geschrieben:
Nun, meine Mitschüler und Mitstudenten waren ja nicht nur Männer.


Es kommt vielleicht auch auf die Gegend an, aber wer weiß das schon genau. Alles Spekulatius.

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