Abwertung der Theravada Schule

Moderator: void

251 Beiträge
Holzklotz hat geschrieben:
@Raphy
nochmal ganz kurz und knapp:
mMn sollte die Übung ins Leben führen und damit meine ich das ganz normale Leben.
Hat eine Übung die Tendenz, sich erfolgreich vor dem Leben zu drücken und jenseits davon einen Zustand irgendeiner Art zu gewährleisten, dann führt sie nicht in, sondern aus dem Leben hinaus. So eine Praxis hat etwas unlebendiges (oder auch Totes). Deshalb der Strick. Wenn man sich mittels der Übung also aus dem Leben hinaus stehlen will, dann will man das Leben in gewisser Weise beenden, anstatt sich ihm zu stellen und sich ihm zu nähern. Es ist also ein Stück weit im übertragenen Sinn wie komplizierter Selbstmord, anstatt das Leben neu zu entdecken.

Längere Abgeschiedenheit muss nicht aus dem Leben hinaus führen, aber sie sollte halt nicht dauerhaft nur den Zweck einer Flucht haben.

:rose: :heart: :rose: :heart: :rose: :sunny: :rainbow: :heart: :rose: :rose: :rose: :heart: :heart: :heart: :rose: :rose: :rose: :sunny: :moon: :star: :star: DutziDutzi
:)


Danke dir. Jetzt ist mir das nochmal etwas klarer was du meinen könntest. Scheinbar. :)

Ich kann das schon nachvollziehen. Habe ich früher auch so gedacht. Ist denke ich eine ganz gesunde Einstellung zum Leben.

Ist vielleicht auch charakter- und lebensgeschichte-abhängig welche Herangehensweise einem mehr liegt.
Die Menschen sind verschieden.

Ganz viel Licht und Liebe dir.

:) :star: :rose: :heart: :rainbow: :sunny: :dao: :sunny: :rainbow: :heart: :rose: :star: :)
Moosgarten hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Gibt es bei den Mahayanas so viele Hinayanas?
Und hast du schon mal einen Hinayana gesehen?

Offensichtlich gab es viele, sonst wäre das nicht immer wieder Thema in den Mahayana-Sutras. Und es gibt keinen Grund anzunehmn, da hätte sich was in den letzten 2000 Jahren was geändert. Wir hatten erst letztens bei uns ein "Seminar" über Shobogenzo Zuimonki 6.11 ff (gut, auch schon 700 Jahre her) aber das wird bei uns immer auf unsere Gegenwart bezogen. Also ja, Hinayana-Denke ist allgegenwärtig und überall anzutreffen - aber es ist wie mit "atta", jeder "gute Buddhist" schwört bei der Glatze des Buddhas, das er diesen Gedanken längst überwunden hätte, tatsächlich ist allermeist das Gegenteil der Fall.
Komischerweise juckt aber auch das niemanden so recht, erst wenn man mal etwas sprachliche Phantasie walten läßt, fühlen sich plötzlich ne Menge Leute angesprochen, obwohl tatsächlich niemand hier persönlich angesprochen war (Lest das bitte nach!).

Ich hatte die Frage ja auch deswegen gestellt weil es
diese "Hinnayana" im Theravada überhaupt nicht zu geben scheint.
Jedenfalls ist dort nie davon die Rede. Da könnte man sich wundern
wo diese im Mahayana denn so plötzlich herkommen.Merkwürding.
accinca hat geschrieben:
Ich hatte die Frage ja auch deswegen gestellt weil es
diese "Hinnayana" im Theravada überhaupt nicht zu geben scheint.
Jedenfalls ist dort nie davon die Rede. Da könnte man sich wundern
wo diese im Mahayana denn so plötzlich herkommen.Merkwürding.

Was nicht vorkommt, ist allein der spezielle Begriff. Ob aber ein Begriff vorkommt oder nicht, bedeutet ja nicht gleichsam zwingend, dass die damit bezeichnete Sache auch existiert oder nicht existiert.
Moosgarten hat geschrieben:
Was nicht vorkommt, ist allein der spezielle Begriff. Ob aber ein Begriff vorkommt oder nicht, bedeutet ja nicht gleichsam zwingend, dass die damit bezeichnete Sache auch existiert oder nicht existiert.

Da hat du sicher recht, aber genau deswegen meine Frage welcher Begriff
das wohl sein könnte wenn es denn so wäre.
accinca hat geschrieben:
Da hat du sicher recht, aber genau deswegen meine Frage welcher Begriff
das wohl sein könnte wenn es denn so wäre.

Also ich zieh mich manchma schon zurück , wenn ich verpeilt bin, bevor ich noch mehr Chaos mache, um mich erstma zu sammeln. Is das schon Hinayana?
accinca hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Was nicht vorkommt, ist allein der spezielle Begriff. Ob aber ein Begriff vorkommt oder nicht, bedeutet ja nicht gleichsam zwingend, dass die damit bezeichnete Sache auch existiert oder nicht existiert.

Da hat du sicher recht, aber genau deswegen meine Frage welcher Begriff
das wohl sein könnte wenn es denn so wäre.

Der Begriff "Hinayana" steht im Mahayana, sehr kurz gesagt, für eine Ich-bezogene (atta), oberflächliche Praxis die nur dem Wortlaut, nicht aber dem Sinn des Dharma folgt - und deshalb auch nicht zum Erwachen führt.
Du wirst doch nicht behaupten wollen, dass es dazu im PK nicht hinreichend viele Belehrungen passender Thematik gibt?
accinca hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Soweit zur Phantasie.

Warum? Dass es im Buddhismus tendenziell eher um geistige Dinge (also um Bewusstsein) geht wie um materielle Dinge, sollte doch keinen großen Widerspruch hervorrufen. Da gib es genügend Zitate z.B. im Dhammapada als auch in der tibetisch buddhistischen Literatur, die diese Aussage bestätigen würden!

Das wollte ich damit auch nicht anzweifeln, zumal Phantasie ja auch
ein geistiges Ding ist, nur deine Schlußfolgerung das man alles
haben könnte (Spielcasino, Bar usw) und doch alles losgelassen haben könnte, stimme ich nicht zu.
Das Problem ist, das man den Kuchen nicht essen und loslassen kann.
Andererseits wenn alles losgelassen wurde ist kein Kuchen der Welt
mehr so lecker, das er verlocken könnte.


Eben, da ist keine Verlockung mehr. Man kann es immer noch lustig finden, Dinge schön und anziehend, aber es treibt einen nicht hin und schon gar nicht dazu die Dinge zu tun, haben usw. Wenn man eingeladen wird und einen Kuchen serviert bekommt, dann kann man den brav essen, den Wohlgeschmack genießen, den Bäcker für die Leckerei loben – und das war es. Sollte der wohlschmeckende Kuchen allerdings nicht schmecken, dann würde ich schleunigst einen Arzt aufsuchen, das ist ein Krankheitssymptom.

Aber auch ein Voll-Buddha muss vielleicht mal in eine Bar, und sei es, weil es die einzige Pinkel-Möglichkeit weit und breit ist oder er Durst hat. Vielleicht muss er eines seiner Schäfchen in einem Casino abholen. Vielleicht nimmt er die Einladung an und wirft eine Münze in einen Banditen, und dann sieht er wie es funktioniert, er staunt womöglich sogar über das ganz Bling Bling. Aber weder muss er gewinnen, noch will er eine neue Münze. Es ist einfach eines der Phänomene dieser Welt.
Er kann da hin gehen, er muss gar nix mehr meiden, weil da nichts mehr zu meiden ist.

Jeder von uns hat da das eine oder andere Ding, bei dem es ihm genauso geht. Sind halt nur noch viel zu wenige. In einem Casino wäre ich ein Buddha, auch in einer Bar, in einem Sportstadion auch. Aber ich bin kein Buddha. Mich juckt das trotzdem nicht.
Interessant wird es als nicht, wo jemand hingeht, sondern wie dieser das erlebt.
Moosgarten hat geschrieben:
Der Begriff "Hinayana" steht im Mahayana, sehr kurz gesagt, für eine Ich-bezogene (atta), oberflächliche Praxis die nur dem Wortlaut, nicht aber dem Sinn des Dharma folgt - und deshalb auch nicht zum Erwachen führt.
Du wirst doch nicht behaupten wollen, dass es dazu im PK nicht hinreichend viele Belehrungen passender Thematik gibt?

Doch, die gibt es schon, allerdings ist es ja
ganz normal, das es auch solche gibt, welche
die Lehre noch nicht recht verstanden bzw. in
manchen Dingen noch keine ausreichende Klarheit
gewonnen haben wodurch auch immer. Einen Begriff
wie "Hinnayana" gibt es für solche aber wohl nicht.
Aber es gibt den normalen "Weltling" oder auch den
gewöhnlichen Menschen oder auch falsche nicht der Lehre entsprechende Ansicht.
accinca hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Der Begriff "Hinayana" steht im Mahayana, sehr kurz gesagt, für eine Ich-bezogene (atta), oberflächliche Praxis die nur dem Wortlaut, nicht aber dem Sinn des Dharma folgt - und deshalb auch nicht zum Erwachen führt.
Du wirst doch nicht behaupten wollen, dass es dazu im PK nicht hinreichend viele Belehrungen passender Thematik gibt?

Doch, die gibt es schon, allerdings ist es ja
ganz normal, das es auch solche gibt, welche
die Lehre noch nicht recht verstanden bzw. in
manchen Dingen noch keine ausreichende Klarheit
gewonnen haben wodurch auch immer. Einen Begriff
wie "Hinnayana" gibt es für solche aber wohl nicht.
Aber es gibt den normalen "Weltling" oder auch den
gewöhnlichen Menschen oder auch falsche nicht der Lehre entsprechende Ansicht.



Was hier gemeint ist, sind als Mönche getarnte Weltlinge.
Moosgarten hat geschrieben:
Was hier gemeint ist, sind als Mönche getarnte Weltlinge.

Das gibt es sicher auch mal aber in der Lehre des Buddha
gab es auch zu seiner Zeit viele Mönche die zunächst einmal
natürlicher Weise "Weltlinge" wahren. Ganz ungetarnt.
"Weltling" ist man ja in der Lehre solange man noch nicht
Stromeintritt erlangt hat und daher die Ziele noch in irgend
einer Weise in einer Welt liegen.
accinca hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Was hier gemeint ist, sind als Mönche getarnte Weltlinge.

Das gibt es sicher auch mal aber in der Lehre des Buddha
gab es auch zu seiner Zeit viele Mönche die zunächst einmal
natürlicher Weise "Weltlinge" wahren. Ganz ungetarnt.
"Weltling" ist man ja in der Lehre solange man noch nicht
Stromeintritt erlangt hat und daher die Ziele noch in irgend
einer Weise in einer Welt liegen.


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