Dukkha / Sukha

Moderator: void

Same hat geschrieben:
Und ja, auch ich habe die letzten 10 Jahre Dukkha erfahren, sehe aber, dass es daher kam, dass ich nicht einfach war, sondern immer etwas wollte....


Ja, Same, das ist sicher eine wichtige Erfahrung und Erkenntnis. Und das meinte ich auch damit, dass "man" erstmal wissen muss, was Dukkha eigentlich ist.

Im übrigen habe ich Deine Frage bzgl. des Jesus Zitat beantwortet. Da kam aber von Dir nicht mehr viel. Wie deutest Du das Zitat? Warum hast Du mir das Zitat geschrieben?
Du hast eine sehr merkwürdige Art zu kommunizieren und ich erkenne nicht was Du bezwecken willst?


In diesem Zitat "lass die Toten ihre Toten begraben" wird für mich deutlich, wenn es nicht aus dem Zusammenhang gerissen ist, sondern die Hintergründe bekannt sind, dass die Liebe Jesu auch eine ganz "trockene" Qualität hatte. Genau so wie das Zitat, das Morpho brachte: "Wer sind meine Mutter und meine Brüder ..."

Mein Gedankengang bezog sich auf folgende Äußerungen:

Same hat geschrieben:
... Allerdings verstehe ich bei Vipassana nicht, warum Dukkha eines der Daseinsmerkmale sein sollte. Wenn ich Liebe zum Beispiel, wo ist da Dukkha? Die Selbsterforschungsmethode von Ramana Maharshi, oder die Lehren Jesu sind mir da einleuchtender und sprechen mein Herz mehr an. ...


Jesus hat bekanntlich sehr gelitten, wenn man den Überlieferungen glauben darf, z.B.
"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden.…"
Matthäus 23:37

Darüber geht die Lehre Buddhas bezüglich der Ursachen des Leidens weit hinaus, und auch die Befreiung, von der Du ja immer wieder schreibst.

Entschuldige meine merkwürdige Art zu kommunizieren.
_()_ Monika
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:

Reicht es dann drauf zu schauen, oder antizipierst du?


... Wenn ich eine Sockenpuppe
sehe, dann sehe ich eine Sockenpuppe... Was interessiert es da noch, wer oder was drin steckt ? Und darin und darin und darin und darin und darin.....


Ich frage mich nur, wie Du zu dieser:
Sunu hat geschrieben:
Die Wesen sind weder gleich noch verschieden...Noch beides zugleich....noch sind sie keines von beiden.

aussage kommst, ohne zu antizipieren. Sunu nimmt Dinge wahr? Wenn ein Tiger da ist, kann Sunu's Körper den Tiger sehen? Ja? Woher will Sunu wissen, ob eine Sockenpuppe sehen kann? Woher will Sunu wissen, ob ein anderer Mensch sehen kann?
Kann er das wissen?, ist meine Frage.
Wenn Sunu es nicht wissen kann. Wieso kann Sunu ohne zu antizipieren sagen: die Wesen sind nicht verschieden. Wie kann Sunu ohne zu antizipieren überhaupt eine Aussage treffen? Weiß Sunu, oder glaubt Sunu.

Anders gefragt: gibt es eine Erkenntnismöglichkeit, welcher ich nicht gewahr bin, um wahre Aussagen über etwas anderes als Nicht-Ich (Anatta) zu treffen?
Sunu, kennst Du persönlich einen anderen Weg? Wenn Ja, dann erkläre mir bitte diesen Weg!
Wenn nein, warum sollte es verkehrt sein zu sagen, dass alles Anatta bzw. Shunyata ist?

Warum sollte man dann trauern und sagen meine Frau ist gestorben?
Dann könntest du dauerhaft leiden, weil jede Sekunde überall Tod ist? Ja oder Nein?
Ist Leiden oder das Ende von Leiden das Ziel des Buddhismus?
Oder man akzeptierst dies und versuchst sein Leben und das Leben der lebenden Menschen zum Beispiel durch Liebe zu bereichern.
Ja, Nein oder vielleicht?


Überall wo ich drauf schaue, sehe ich bedingtes Entstehen dh. leere Dinge..D.h. In Abhängigkeit aus welcher Perspektive ich schaue, sehe ich das oder jenes..Deshalb kann ich dir nicht sagen, dass ist so....oder so....gleich oder verschieden.... Oder beides zusammen....und ich kann auch nicht sagen das sie es nicht sind.
Wenn du mehr über Solipsismus erfahren willst und mehr erfahren willst, was dabei rauskommt wenn man sein "ureigenes Ego zum Mittelpunkt" macht....dann solltes du dich vlt. mit Stero im Freidenkerbereich unterhalten... :)
mukti hat geschrieben:
Sukha ist ein körperliches oder geistiges Glücksgefühl und gehört also zu vedana khandha. Es betrifft auch das geistige Glücksgefühl der jhanas, welches vom Glücksgefühl loslöst, das durch die fünf Sinne erreicht werden kann. Nirvana ist jenseits von sukha und dukkha.


Könnte man sagen, dass bei Sukha noch Anhaftung ist, während Nirvana komplett frei ist von Anhaftung? Ich stelle mir den geistigen Zustand von Nirvana irgendwie auch als eine Art "überweltliches Glücksgefühl" vor.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Könnte man sagen, dass bei Sukha noch Anhaftung ist, während Nirvana komplett frei ist von Anhaftung? Ich stelle mir den geistigen Zustand von Nirvana irgendwie auch als eine Art "überweltliches Glücksgefühl" vor.


Ja, so sehe ich das auch. Und wer dies erlebt, erlebt danach auch, dass es wieder verschwindet. Und eben das ist ja mit Dukkha gemeint: Bedingtes Entstehen - und Vergehen.

"Wenn Nirvana und Samsara eins werden, dann ist Befreiung erreicht." So Geshe Thubten Ngawang Ende der 90er Jahre im tibetischen Zentrum Hamburg Berne.

Solange ich noch von hier nach da luge und Sukha suche, anstatt Dukkha zu akzeptieren, solange bin ich noch in Samsara gefesselt.
_()_ Monika
Sherab Yönten hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Sukha ist ein körperliches oder geistiges Glücksgefühl und gehört also zu vedana khandha. Es betrifft auch das geistige Glücksgefühl der jhanas, welches vom Glücksgefühl loslöst, das durch die fünf Sinne erreicht werden kann. Nirvana ist jenseits von sukha und dukkha.


Könnte man sagen, dass bei Sukha noch Anhaftung ist, während Nirvana komplett frei ist von Anhaftung? Ich stelle mir den geistigen Zustand von Nirvana irgendwie auch als eine Art "überweltliches Glücksgefühl" vor.
Es ist leere Weite und ich weiß es nicht. Da ist nichtmal Glücksgefühl, das erscheint nach dem verlassen von Nirvana, im Nivana ist auch nicht Nirvana. Nirvana ist sein in Mitten aller Sinnesobjekte ohne Namen der Sinnesobjekte. Nirvana ist der Endpunkt des Rückweges durch die Kette es bedingten Entstehens, über die Unwissenheit hinaus. Es ist eine Illusion das der Startpunkt durch die Kette des bedingten Entstehens vor der Unwissenheit ist beim durchlaufen der Kette, erst der Rückweg von 12-1 lässt das Nirvana zu. Lass uns darüber hinaus gehen und über dieses hinaus. Nirvana ist die Null die keinen Wert hat aber alle Wert enthält. Nirvana ist das Sinnfeld der Sinnfelder.
Sherab Yönten hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Sukha ist ein körperliches oder geistiges Glücksgefühl und gehört also zu vedana khandha. Es betrifft auch das geistige Glücksgefühl der jhanas, welches vom Glücksgefühl loslöst, das durch die fünf Sinne erreicht werden kann. Nirvana ist jenseits von sukha und dukkha.


Könnte man sagen, dass bei Sukha noch Anhaftung ist, während Nirvana komplett frei ist von Anhaftung? Ich stelle mir den geistigen Zustand von Nirvana irgendwie auch als eine Art "überweltliches Glücksgefühl" vor.


Nirvana ist jedenfalls frei von Anhaftung, sonst kann ich mangels Verwirklichung nichts darüber sagen und stelle mir eigentlich auch nichts darunter vor. Außer dass vollkommene Freiheit von dukkha bestimmt das Allerbeste ist.
Sukha ist vergänglich und daher macht es im Grunde keinen Sinn daran anzuhaften. Auf dem Weg kann es aber sehr hilfreich sein:

"Sogar wenn ein edler Schüler der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit deutlich gesehen hat, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; solange er nicht die Verzückung und Glückseligkeit (pītisukhaṃ) erlangt, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, so lange mag er noch zu Sinnesvergnügen hingezogen werden." M.N.14
Hi,
ich kann dir da nur zum Teil recht geben. Das ich oder auch unser Körper ist dem Zerfall unterworfen. Neben diesem Körper gibt es noch ein sogen. reales Selbst oder es wird auch als Leuchtwesen bezeichnet, das während des Lebens bei uns ist und nach dem Leben, sich wieder ins
Jenseits verzieht. So steht es in der Längeren Sammlung des Pali-Kanons im Buch Patikaputo: Voranfang, Uranfang.

kesakambalo
Hallo,

kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
ich kann dir da nur zum Teil recht geben. Das ich oder auch unser Körper ist dem Zerfall unterworfen. Neben diesem Körper gibt es noch ein sogen. reales Selbst oder es wird auch als Leuchtwesen bezeichnet, das während des Lebens bei uns ist und nach dem Leben, sich wieder ins
Jenseits verzieht. So steht es in der Längeren Sammlung des Pali-Kanons im Buch Patikaputo: Voranfang, Uranfang.

kesakambalo


Das hat sakko schon öfter geschrieben, so ziemlich genau gleich, als wäret ihr beiden dieselbe Person. Darauf habe ich geantwortet, dass dieses Leuchtwesen aus dem Palikanon nicht ewig ist bzw. kein "reales Selbst" sondern auch eine vergängliche Daseinsform. Da gab es aber keine weitere Erwiderung darauf.
Same hat geschrieben:
Wo soll dieses Dukkha sein?

Kannst Du in den Lehrreden des Palikanon nachelesen:

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit von Dukkha? Geburt ist Dukkha; Altern ist Dukkha; Tod ist Dukkha; Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung sind Dukkha; nicht bekommen, was man sich wünscht, ist Dukkha; kurz, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, sind Dukkha."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Viele Grüße
Elliot
Elliot hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Wo soll dieses Dukkha sein?

Kannst Du in den Lehrreden des Palikanon nachelesen:

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit von Dukkha? Geburt ist Dukkha; Altern ist Dukkha; Tod ist Dukkha; Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung sind Dukkha; nicht bekommen, was man sich wünscht, ist Dukkha; kurz, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, sind Dukkha."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Viele Grüße
Elliot


kurz, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, sind Dukkha.
Danke. Also tatsächlich, so wie ich es gesagt habe, das Anhaften ist das Problem und nicht das Leben selbst. Loslassen ist also der Schlüssel?!

So geht der Weg zum Nirvana?:
Glück ist, wenn man glücklich ist.
Glücklich ist man, wenn man ist.
Wollen und Ablehnen sind werden und daher nicht sein.
Aber alles sein ist werden und daher ist festhalten auch nicht sein.
Loslassen ist sein.
Wenn man zulässt und loslässt kommt Glück.
Ich glaube,dass man erst wirklich loslassen kann,wenn man verstanden hat warum man festhält.
Die Anhaftung an die eigenen Erwartungen an uns selbst und an andere,sowie auch das polarisierende bewerten von uns selbst und anderen ist einer der Auslöser für Leid .
Solange man das nicht verinnerlicht hat kann man dem Rat "Lass einfach los was dich ins Leid führt" nicht folgen.
Sangmo hat geschrieben:
Ich glaube,dass man erst wirklich loslassen kann,wenn man verstanden hat warum man festhält.
Die Anhaftung an die eigenen Erwartungen an uns selbst und an andere,sowie auch das polarisierende bewerten von uns selbst und anderen ist einer der Auslöser für Leid .
Solange man das nicht verinnerlicht hat kann man dem Rat "Lass einfach los was dich ins Leid führt" nicht folgen.


Der Buddha würde wahrscheinlich sagen, dass der Grund die Verblendung ist.
D.h. das nicht-wissen von der Lehre über anatta, bzw. der Glaube an ein unveränderliches, seperates Ich. Wenn ich das wirklich tief durchdrungen habe/ verinnerlicht habe, dann gibt es kein Grund an einem Selbstbild festzuhalten, weil es kein festes Selbstbild in einer sich stetig wandelnden Welt geben kann. Hier kommt auch wieder das Konzept(die Wahrheit) ins Spiel, dass Form Leere ist und Leere Form. Dafür muss ich allerdings achtsam sein, weil wenn ich in Gedanken verfangen bin, und mich mit ihnen identifiziere, dann stecke ich im Labyrinth fest. Deswegen ist Achtsamkeit eines der Glieder des achtfachen Pfades. :rose:
Wenn ich jeden Moment meines wachen Lebens achtsam bin, dann kann ich jeden Moment loslassen. Dann ist Samsara Nirvana.

An die Profis unter Euch: ist die Lehre so richtig wiedergegeben?
Achtsamkeit: ist ein Modewort geworden - ich kann nicht immer achtsam sein
Würde eher sagen - jetzt in diesem Augenblick da sein - das schließt auch ein das man unachtsam ist.
An die Profis unter Euch: ist die Lehre so richtig wiedergegeben?


Wer sollte hier Profi sein? - es kommt einzig auf Dich an und was ein "Profi" sagt muß für
Dich nicht stimmen.
Piti hat geschrieben:
Achtsamkeit: ist ein Modewort geworden - ich kann nicht immer achtsam sein
Würde eher sagen - jetzt in diesem Augenblick da sein - das schließt auch ein das man unachtsam ist.
An die Profis unter Euch: ist die Lehre so richtig wiedergegeben?


Wer sollte hier Profi sein? - es kommt einzig auf Dich an und was ein "Profi" sagt muß für
Dich nicht stimmen.


Gott :lol: sei Dank ist Achtsamkeit in Mode! Yeah gerechte und wahrheaft aufgeklärte Gesellschaft wir kommen!

Wieso kann ich nicht immer achtsam sein? Hast Du da wissenschaftliche Studien zu oder belege aus dem Palikanon oder stützt sich diese Aussage nur auf eigene Erfahrung? (wenn ja, bist du erleuchtet?)

Wie kannst Du nicht im Augenblick sein? Wenn Du z.B. in Gedanken bist? Wie willst Du das bemerken, ob Du im Augenblick/in Gedanken/Wünschen etc. bist, wenn du nicht achtsam bist?

Wieso kommt es einzig auf mich an. Ich bin dankbar, dass es spirituelle Lehren gibt und ich das Rad nicht neu erfinden muss. Und hier gibt es bestimmt welche, die sich deutlich mehr mit den Lehrreden des Buddha beschäftigt haben, als ich.
Wieso kann ich nicht immer achtsam sein? Hast Du da wissenschaftliche Studien zu oder belege aus dem Palikanon oder stützt sich diese Aussage nur auf eigene Erfahrung, wenn ja, bist du erleuchtet?


wissenschaftliche Studien? ob ich erleuchtet bin?
Sawaki würde Dir den Kopf waschen ;-)
Piti hat geschrieben:
Wieso kann ich nicht immer achtsam sein? Hast Du da wissenschaftliche Studien zu oder belege aus dem Palikanon oder stützt sich diese Aussage nur auf eigene Erfahrung, wenn ja, bist du erleuchtet?


wissenschaftliche Studien? ob ich erleuchtet bin?
Sawaki würde Dir den Kopf waschen ;-)


Also Deine Aussage lautet nur: ich persönlich / Piti kann nicht? Alles klar. Irgendwie klang das für mich anders.

Wenn du unachtsam bist, woher willst Du wissen, ob du im Moment bist?

Weißt Du, ob man Achtsamkeit an Hand von Hirnwellen nachweisen kann?

Und wer ist und was hat Sawaki hier zu suchen. Entweder du wäschst mir den Kopf oder es wird hier absurd.
Ich wäre dankbar, wenn mich jemand erleuchten könnte :angel:

Diesen Gedanken verstehe ich nicht :?:

Leben ist das Leben selbst,
Wie es ist, ohne Zutat.
Jetzt in diesem Augenblick
Ab wann ist man ein Profi?
Meiner Erfahrung nach ist es nicht mal so,dass zwei Menschen mit ein und demselben Satz das gleiche meinen.
Ich kann also gar nicht wissen oder prüfen wer ein Profi ist und wer wirklich verstanden hat.
Je länger ich mich im Dharma schule um so klarer ist mir,dass ich nur dann lerne ,wenn ich innerlich Schüler bleibe mit allem Respekt und in aller Bescheidenheit.

Ich finde das wirklich wichtig.
Zum einen um Erkenntnisse zu gewinnen und zum anderen um in einer wertschätzenden und achtsamen Geisteshaltung zu bleiben.
Piti hat geschrieben:
Ich wäre dankbar, wenn mich jemand erleuchten könnte :angel:

Diesen Gedanken verstehe ich nicht :?:

Leben ist das Leben selbst,
Wie es ist, ohne Zutat.
Jetzt in diesem Augenblick


Dies hat auch schon Sudhana auf Seite zwei in den falschen Hals bekommen.
Dies war ein Scherz. Ich wäre froh wenn mir jemand meine gestellten Fragen bzgl. Dukkha beantworten könnte wollte ich damit zum Ausdruck bringen, drum das Smiley.
Und zwar lautete meine konkrete Frage, ob bei Vipassana man in jedem Moment Dukkha erkennen soll. D.h. ob der Buddha tatsächich gelehrt hat, dass ALLES Dukkha ist. Ingram scheibt zumindest in seinem Buch Mastering the Core Teachings of the Buddha, dass man jeden Moment auf Dukkha untersuchen soll. Ich persönlich allerdings kann, wenn ich Freude empfinde, oder wenn ich liebe kein Dukkha finden.
Jetzt im durchlesen seines Textes, um zu zitieren, wird es mir allerdings schon wieder klarer.

Die gesamte Lehre läuft eigentlich darauf hinaus, dass alles vergänglich ist.
Die Schlußfolgerung von Ingram
So what could last for even the blink of an eye to satisfy?
Nothing!
kann ich demnach nicht vollständig nachvollziehen. Meinem Verständnis nach ist die Aussage so für sich stehend in die irre führend. Denn es geht wieder mal um dauerhafte Befriedigung. Und es geht um ein dauerhaftes Selbst. Er macht das auch im Gesamt-Kontext klar. Ich war nur zu beschränkt das beim ersten mal lesen zu checken.........bzw. bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn ganz fasse
Sangmo hat geschrieben:
Ab wann ist man ein Profi?
Meiner Erfahrung nach ist es nicht mal so,dass zwei Menschen mit ein und demselben Satz das gleiche meinen.

Bring bitte 1 Banane mit, wenn Du einkaufen gehst. Ich kaufe 1 Banane. Bring den Müll raus. Ich bringe den Müll raus. 1plus1=2. Sage mir was ist 1plus1. Kinder geht nur bei grün über die Ampel. Der Vogel zwitschert..............................................

Es lassen sich sehr wohl Aussagen treffen. Zum Beispiel alles ist vergänglich. Was gibt es bei dieser Aussage unterschiedliches zu meinen?

Sangmo hat geschrieben:

Ich kann also gar nicht wissen oder prüfen wer ein Profi ist und wer wirklich verstanden hat.

Siehe oben

Sangmo hat geschrieben:

Je länger ich mich im Dharma schule um so klarer ist mir,dass ich nur dann lerne ,wenn ich innerlich Schüler bleibe mit allem Respekt und in aller Bescheidenheit.

Ja aber die Aufgabe des Schülers ist es irgendwann Meister zu werden.

Sangmo hat geschrieben:
zum anderen um in einer wertschätzenden und achtsamen Geisteshaltung zu bleiben.

Da stimme ich Dir zu und gelobe Besserung. tschaka
Ich meinte damit,dass auch ein Meister innerlich Schüler sein kann und bleiben sollte.
Ein wahrer Meister sollte sich dessen bewusst sein,dass er/sie bis zur Erleuchtung immer ein Lernender sein wird.
Sangmo hat geschrieben:
Ein wahrer Meister sollte sich dessen bewusst sein,dass er/sie bis zur Erleuchtung immer ein Lernender sein wird.

Es gibt kein Ende fürs Lernen.

Aber ein wahrer Meister ist erleuchtet und muss daher die Unwissenheit von der der Buddha spricht beseitigt haben. Und damit das Dharma vollständig erfasst haben.
Ich meine mit der Umschreibung "wahrer Meister" kein vollständig erleuchtetes Wesen.
Ein erleuchtetes Wesen,dass Unwissenheit beseitigt hat und den Dharma vollständig erfasst hat ist ein Buddha.
Wenn jemand Buddhaschaft erlangt hat,dann lernt er/sie nicht mehr.Er oder sie weiss um die wahre Natur der Dinge .
Darum widerspreche ich der Behauptung,dass das Lernen nie aufhört.
Sangmo hat geschrieben:
Ich meine mit der Umschreibung "wahrer Meister" kein vollständig erleuchtetes Wesen.
Ein erleuchtetes Wesen,dass Unwissenheit beseitigt hat und den Dharma vollständig erfasst hat ist ein Buddha.
Wenn jemand Buddhaschaft erlangt hat,dann lernt er/sie nicht mehr.Er oder sie weiss um die wahre Natur der Dinge .
Darum widerspreche ich der Behauptung,dass das Lernen nie aufhört.
und ich sage das das Unsinn ist, Buddhaschaft erlangen ist einfach nur Buddhaschaft erlangen und befreit nicht aus dem bedingten Entstehen von Erscheinungen die erlernt werden müssen.
So what could last for even the blink of an eye to satisfy?
Nothing!

Debes sagte: kein Ding ist der Mühe Wert. Alles ist Leiden - aber warum sich einen Kopf machen, nö, einfach machen und im Moment voll da zu sein - ist sehr, sehr viel

kann ich demnach nicht vollständig nachvollziehen. Meinem Verständnis nach ist die Aussage so für sich stehend in die irre führend. Denn es geht wieder mal um dauerhafte Befriedigung. Und es geht um ein dauerhaftes Selbst. Er macht das auch im Gesamt-Kontext klar. Ich war nur zu beschränkt das beim ersten mal lesen zu checken.........bzw. bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn ganz fasse


verstehe das Geschriebene nicht ? Es gibt nichts dauerhaftes.
Piti hat geschrieben:
So what could last for even the blink of an eye to satisfy?
Nothing!

Debes sagte: kein Ding ist der Mühe Wert. Alles ist Leiden - aber warum sich einen Kopf machen, nö, einfach machen und im Moment voll da zu sein - ist sehr, sehr viel

kann ich demnach nicht vollständig nachvollziehen. Meinem Verständnis nach ist die Aussage so für sich stehend in die irre führend. Denn es geht wieder mal um dauerhafte Befriedigung. Und es geht um ein dauerhaftes Selbst. Er macht das auch im Gesamt-Kontext klar. Ich war nur zu beschränkt das beim ersten mal lesen zu checken.........bzw. bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn ganz fasse


verstehe das Geschriebene nicht ? Es gibt nichts dauerhaftes.


Richtig. Deswegen gibt es auch keine dauerhafte Befriedigung.

Aber ist deswegen alles leidhaft? Ist das tatsächlich die Lehre?

Weil laut Ingram - wenn ich ihn richtig verstehe - soll man in jedem Moment die drei Daseinsmerkmale: 1. impermanence = unbeständigkeit; 2. suffering = dukkha; 3. No-Self = anatta wahrnehmen können.

It can be found to
some degree in every instant regardless of whether it is pleasant,
unpleasant or neutral. S.27

Even the most pleasant
sensations have a tinge of unsatisfactoriness to them, so look for it at the
level of bare experience. S.28


Ist das korrekt? Ist das die Lehre? Oder ist das nur ein kunstvolles Hilfsmittel? Wenn ich liebe, kann ich kein Suffering, kein dukkha entdecken.

Ich muss das Buch noch einmal lesen. Tut mir leid ich drehe mich hier im Kreis.
Same hat geschrieben:
Wenn ich liebe, kann ich kein Suffering, kein dukkha entdecken


Gehst Du davon aus, dass Liebe sich nicht ändern kann? Was verstehst Du unter Liebe? Liebe im Sinne von liebender Güte oder Liebe im Sinne von "einen anderen Menschen lieben"?

Same hat geschrieben:
Aber ist deswegen alles leidhaft?


Wer sagt, dass ALLES Leidhaft ist? Leidhaft ist ein Phänomen "nur" dann, wenn man geistige Gifte entfaltet und daran anhaftet! Haftet man nicht daran, ist man voller Gleichmut und frei von Gier und Hass, dann ist nicht alles leidhaft. Aber das haben hier, wenn ich mich richtig erinnere, auch schon mehrere geschrieben. Und da Du vermutlich nur das lesen möchtest, was Du lesen willst, ist es kein Wunder, dass Du Dich im Kreis drehst:

Same hat geschrieben:
Tut mir leid ich drehe mich hier im Kreis.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Aber ist deswegen alles leidhaft?


Wer sagt, dass ALLES Leidhaft ist? Und da Du vermutlich nur das lesen möchtest, was Du lesen willst, ist es kein Wunder, dass Du Dich im Kreis drehst:


Bitte meinen zuvor gemachten Post noch einmal aufmerksam durchlesen. Insbesondere die Zitate von Daniel Ingram. Das zitierte Buch befindet sich unter: http://static.squarespace.com/static/5037f52d84ae1e87f694cfda/t/5055915f84aedaeee9181119/1347785055665/
Same hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Aber ist deswegen alles leidhaft?


Wer sagt, dass ALLES Leidhaft ist? Und da Du vermutlich nur das lesen möchtest, was Du lesen willst, ist es kein Wunder, dass Du Dich im Kreis drehst:


Bitte meinen zuvor gemachten Post noch einmal aufmerksam durchlesen. Insbesondere die Zitate von Daniel Ingram. Das zitierte Buch befindet sich unter: http://static.squarespace.com/static/5037f52d84ae1e87f694cfda/t/5055915f84aedaeee9181119/1347785055665/


Sorry, mein Englisch ist leider nicht so gut!
Sherab Yönten hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:


Wer sagt, dass ALLES Leidhaft ist? Und da Du vermutlich nur das lesen möchtest, was Du lesen willst, ist es kein Wunder, dass Du Dich im Kreis drehst:


Bitte meinen zuvor gemachten Post noch einmal aufmerksam durchlesen. Insbesondere die Zitate von Daniel Ingram. Das zitierte Buch befindet sich unter: http://static.squarespace.com/static/5037f52d84ae1e87f694cfda/t/5055915f84aedaeee9181119/1347785055665/


Sorry, mein Englisch ist leider nicht so gut!


Das Buch in großen Teilen auf deutsch:
http://static.squarespace.com/static/5037f52d84ae1e87f694cfda/t/5055944ce4b0ddb0f5373d68/1347785804533/ Merkmal des Leidens wird ab S.32 beschrieben.

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