Dukkha / Sukha

Moderator: Jojo

Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Die Wesen sind weder gleich noch verschieden...Noch beides zugleich....noch sind sie keines von beiden.


Und woher weißt du das? Kannst Du in andere Wesen reinschauen?


Es reicht "drauf" zu schauen...


Woher weißt Du, dass nicht der Solipsismus die richtige Weltanschauung ist?
Hallo Same,
Der Buddha lehrt zweifelsfrei Anatta. Oder?

Buddha galt als anattā-vādī, als Verkünder der Unpersönlichkeit, daher wird er diese Lehre darlegt haben. ... Ich gehe davon aus, dass Dir dies bekannt ist, und Du Inhalte seiner diesbezüglichen Lehrreden Deinen Schlussfolgerungen zugrunde legst.

Die buddhistische Philosophie ist sehr komplex und vielschichtig. Sie ist eine Anleitung zur Arbeit mit dem eigenen Geist, ... das setzt zum einen das Einschalten desselben voraus, zum anderen das eigenständige Erarbeiten der Lehrinhalte, nicht nur lineares, auch divergentes Denken, das Kontemplieren, Meditieren, ... (Das funktioniert mit oder ohne Lehrer - zumal ein guter Lehrer manchmal nur schweigend zuhört, lächelt und evtl. noch sagt: "ja, ja, Du hast gute Fragen gestellt.")...

Nun, Anatta bedeutet lediglich, dass dem Menschen keine dauerhafte Essenz innewohnt, die als "Ich" oder "Selbst" bezeichnet werden könnte, keineswegs jedoch, dass die Person überhaupt nicht existiert, nichts wahrnähme, etc..

Zum tieferen Verständnis des Dharma ist es stets zuträglich, den Geist zu öffnen, um neuen Erkenntnissen zugänglich zu sein.

Solltest Du neben den Antworten der Theravada-Schule weitere Erklärungen heranziehen wollen, informiere Dich z.B. über die Aussagen des Mahayana-, Vajrayana-, Dzogchen, Zen/Chan, etc..

...

Vielleicht erweckt diese Abhandlung Dein Interesse (findet sich im WWW): "A Comparative Analysis of Nāgārjuna’s Śūnyatā Doctrine and Its Connection with Early Buddhism" - By Sanjoy Barua Chowdhury[1] - Masters of Arts in Buddhist Studies - International Buddhist College, Thailand

... oder, (auch im WWW vorhanden): "Die Leerheit, Flugbahn ins Unendliche" - Stephen Batchelor und Hans Gruber - http://buddha-heute.de/rubrik-06/leerheit.php

Meine besondere Empfehlung: "Buddhismus: Handbuch und kritische Einführung" - Prof. Dr. Oliver Freiberger, Professor Dr. Christoph Kleine - nicht billig, aber sachlich u. ohne Schönfärberei
....

Hast Du allerdings vor, bei Deiner einmal gewonnenen Auffassung zu bleiben, ist das auch ok - (aber was gäbe es dann noch zu diskutieren? :wink: )

LG mkha´
mkha' hat geschrieben:
Hast Du allerdings vor, bei Deiner einmal gewonnenen Auffassung zu bleiben, ist das auch ok - (aber was gäbe es dann noch zu diskutieren? :wink: )

LG mkha´


Nein, dass habe ich nicht vor. Ich bin auf der Suche nach der Wahrheit. Ich hatte neulich mitten in der Nacht etwas wie einen geistigen Orgasmus. Verstehe den Buddhismus aber nicht vollständig. Daher bin ja hier und stelle Fragen. Wovon ich berichte sind meine bisher verinnerlichten "Erkenntnisse".

Zum Beispiel zum Nicht-Selbst. Ich kann da kein dauerhaftes Selbst finden, da alles was ich beobachte, bzw. ich weiß nicht einmal, ob da etwas beobachtet, oder ob da nicht einfach nur Wahrnehmung ist, sich verändert. So das gleiche habe ich nun für mein Gegenüber antizipiert. Ob es ein Gegenüber gibt weiß ich nicht. Nehme es aber an. Ist das erlaubt, bei der Suche nach Wahrheit? Wahrscheinlich nicht. Also ich erlebe Annata. Und die bisher erlebten gewohnheitsmäßigen Tendenzen lösen sich immer mehr auf. Wenn ich nun aber mal antizipiere dass mein Gegenüber genauso erlebt, wie ich es zuvor beschrieben habe. Dann anerkenne ich zwar, dass er andere Erfahrungen durchlebt, diese aber auch dem Wechsel unterworfen sind und wir daher dem Wesen nach, eben gerade dem Nicht-Wesenhaft sein, gleich sind. Also unterschiedliche Erfahrung/Wahrnehmung/Momente des Seins/Erlebens aber da nichts Substanzhaftes da ist, ist er prinzipiell in dieser Eigenschaft gleich. Daher nicht identität aber auch nicht verschieden.

Wenn dann gepostet wird:
Die Wesen sind weder gleich noch verschieden...Noch beides zugleich....noch sind sie keines von beiden.
Kann ich das so (siehe Ausführungen oben) nicht nachvollziehen.

Danke für Deine Literatur-Hinweise. Für antworten bin ich weiterhin dankbar.

Eine Frage noch:
Gibt es Nirvana außerhalb von Samsara?
mkha:

Nun, Anatta bedeutet lediglich, dass dem Menschen keine dauerhafte Essenz innewohnt, die als "Ich" oder "Selbst" bezeichnet werden könnte, keineswegs jedoch, dass die Person überhaupt nicht existiert, nichts wahrnähme, etc..


Buddha galt als anattā-vādī, als Verkünder der Unpersönlichkeit
,

gut ausgedrückt-

@ same:

du hast da noch eine leerheitsansicht, die der verstand anfänglich auch auf wesenheiten überträgt und diese dann wie eine täuschung ansieht. nagarjuna sagt, dass das selbst nicht nicht-existent, sondern etwas in abhängigkeit entstandenes ist.
Same hat geschrieben:
mkha' hat geschrieben:
Hast Du allerdings vor, bei Deiner einmal gewonnenen Auffassung zu bleiben, ist das auch ok - (aber was gäbe es dann noch zu diskutieren? :wink: )

LG mkha´


Nein, dass habe ich nicht vor. Ich bin auf der Suche nach der Wahrheit. Ich hatte neulich mitten in der Nacht etwas wie einen geistigen Orgasmus. Verstehe den Buddhismus aber nicht vollständig. Daher bin ja hier und stelle Fragen. Wovon ich berichte sind meine bisher verinnerlichten "Erkenntnisse".

Zum Beispiel zum Nicht-Selbst. Ich kann da kein dauerhaftes Selbst finden, da alles was ich beobachte, bzw. ich weiß nicht einmal, ob da etwas beobachtet, oder ob da nicht einfach nur Wahrnehmung ist, sich verändert. So das gleiche habe ich nun für mein Gegenüber antizipiert. Ob es ein Gegenüber gibt weiß ich nicht. Nehme es aber an. Ist das erlaubt, bei der Suche nach Wahrheit? Wahrscheinlich nicht. Also ich erlebe Annata. Und die bisher erlebten gewohnheitsmäßigen Tendenzen lösen sich immer mehr auf. Wenn ich nun aber mal antizipiere dass mein Gegenüber genauso erlebt, wie ich es zuvor beschrieben habe. Dann anerkenne ich zwar, dass er andere Erfahrungen durchlebt, diese aber auch dem Wechsel unterworfen sind und wir daher dem Wesen nach, eben gerade dem Nicht-Wesenhaft sein, gleich sind. Also unterschiedliche Erfahrung/Wahrnehmung/Momente des Seins/Erlebens aber da nichts Substanzhaftes da ist, ist er prinzipiell in dieser Eigenschaft gleich. Daher nicht identität aber auch nicht verschieden.

Wenn dann gepostet wird:
Die Wesen sind weder gleich noch verschieden...Noch beides zugleich....noch sind sie keines von beiden.
Kann ich das so (siehe Ausführungen oben) nicht nachvollziehen.

Danke für Deine Literatur-Hinweise. Für antworten bin ich weiterhin dankbar.

Eine Frage noch:
Gibt es Nirvana außerhalb von Samsara?
Gibt es mit violetten Elfen tanzende rosa Elefanten auf der Rückseite des Mondes?
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:

Und woher weißt du das? Kannst Du in andere Wesen reinschauen?


Es reicht "drauf" zu schauen...


Woher weißt Du, dass nicht der Solipsismus die richtige Weltanschauung ist?


Es einfach nur eine Ansicht ist. Sie ist da und hat da dadurch ihre Berechtigung, so wie alle anderen Ansichten auch...Auch wenn man sie nicht teilen muss.
Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Es reicht "drauf" zu schauen...


Woher weißt Du, dass nicht der Solipsismus die richtige Weltanschauung ist?


Es einfach nur eine Ansicht ist. Sie ist da und hat da dadurch ihre Berechtigung, so wie alle anderen Ansichten auch...Auch wenn man sie nicht teilen muss.


Reicht es dann drauf zu schauen, oder antizipierst du?
warum lässt du eigentlich nicht das was mkha sagte, es ist weise, und sie hat sich "mühe gemacht", einfach wirken ? du musst hier niemandem was beweisen.
Ellviral hat geschrieben:
Gibt es mit violetten Elfen tanzende rosa Elefanten auf der Rückseite des Mondes?


Warum schreibt dann Buddhadassa Bhikkhu im Kernholz des Boddhibaums über das Üben im Moment des Todes und dem rückstandlosen Erlöschen?
Morpho hat geschrieben:
warum lässt du eigentlich nicht das was mkha sagte, es ist weise, und sie hat sich "mühe gemacht", einfach wirken ? du musst hier niemandem was beweisen.


Versteh Deinen Post nicht.

Was willst Du mir mitteilen?
Same hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Gibt es mit violetten Elfen tanzende rosa Elefanten auf der Rückseite des Mondes?


Warum schreibt dann Buddhadassa Bhikkhu im Kernholz des Boddhibaums über das Üben im Moment des Todes und dem rückstandlosen Erlöschen?
Woher soll ich das wissen? Wenn ich dereinst dem Tode nahe bin werde ich wissen warum er das getan hat.
Ellviral hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Gibt es mit violetten Elfen tanzende rosa Elefanten auf der Rückseite des Mondes?


Warum schreibt dann Buddhadassa Bhikkhu im Kernholz des Boddhibaums über das Üben im Moment des Todes und dem rückstandlosen Erlöschen?
Woher soll ich das wissen? Wenn ich dereinst dem Tode nahe bin werde ich wissen warum er das getan hat.


Okay. Deine Frage nach den violetten Elfen hörte sich halt nach Ironie und nicht nach: ich weiß es nicht an. Und Buddhadassa Bhikkhu hört sich halt nach: ich weiß es an.
nirvana ist nicht "außerhalb" von samsara.
Same hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Same hat geschrieben:

Warum schreibt dann Buddhadassa Bhikkhu im Kernholz des Boddhibaums über das Üben im Moment des Todes und dem rückstandlosen Erlöschen?
Woher soll ich das wissen? Wenn ich dereinst dem Tode nahe bin werde ich wissen warum er das getan hat.


Okay. Deine Frage nach den violetten Elfen hörte sich halt nach Ironie und nicht nach: ich weiß es nicht an. Und Buddhadassa Bhikkhu hört sich halt nach: ich weiß es an.
Wenn er es weiß ist er wahrscheinlich tot und kann keine Antwort mehr geben oder er lacht sich tot darüber das da irgendjemand glaubt es wissen zu können.
Hallo Same,

Same schrieb:
Eine Frage noch: Gibt es Nirvana außerhalb von Samsara?

Die Theravada-Lehrmeinung besagt meines Wissens, Nirvana sei völlige Leidfreiheit. Nirvana sei nicht mit dem Tod gleichzusetzen, Nirvana sei der absolute Frieden. Ich gehe davon aus, dass dieser Zustand inmitten Samsaras eintritt.

Genaueres und die Feinheiten mag Dir vorzugsweise ein waschechter Theravadin beantworten.

………………………………………

Obwohl die grundlegenden Lehren („Die Vier Edlen Wahrheiten“, „Der Edle Achtfache Pfad“) in allen Schulen des Buddhismus anerkannt werden, differieren die Ansichten in Bezug auf manch andere Inhalte ihrer jeweiligen Lehrmeinungen. Insofern ist es nur selten möglich, auf eine Frage eine allgemein gültige Antwort zu geben.

LG mkha´
mkha' hat geschrieben:
Hallo Same,

Eine Frage noch: Gibt es Nirvana außerhalb von Samsara?

Die Theravada-Lehrmeinung besagt meines Wissens, Nirvana sei völlige Leidfreiheit. Nirvana sei nicht mit dem Tod gleichzusetzen, Nirvana sei der absolute Frieden. Ich gehe davon aus, dass dieser Zustand inmitten Samsaras eintritt.

Genaueres und die Feinheiten mag Dir vorzugsweise ein waschechter Theravadin beantworten.

………………………………………

Obwohl die grundlegenden Lehren („Die Vier Edlen Wahrheiten“, „Der Edle Achtfache Pfad“) in allen Schulen des Buddhismus anerkannt werden, differieren die Ansichten in Bezug auf manch andere Inhalte ihrer jeweiligen Lehrmeinungen. Insofern ist es nur selten möglich, auf eine Frage eine allgemein gültige Antwort zu geben.

LG mkha´
Na das sichert ja dann eine weitere Runde, nein Millionen Runden, im Eiertanz mit vollkommen unwirklichen, mir der Wirklichkeit des Lebens nichts zu tun habenden Vorstellungen. Das würde anders werden wenn endlich Worte in der Sprache verwendet werden die in einem Deutschen Forum jeder sofort versteht und nicht mit Begriffen operiert wird die mit hunderten Bedeutungen daherkommen und alles immer schön im Irrentanz halten.
Lieber Ellviral,

was genau verstehst Du denn an dem, was ich schrieb, nicht? Vielleicht kann ichs ja präzisieren.

LG mkha´
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:

Woher weißt Du, dass nicht der Solipsismus die richtige Weltanschauung ist?


Es einfach nur eine Ansicht ist. Sie ist da und hat da dadurch ihre Berechtigung, so wie alle anderen Ansichten auch...Auch wenn man sie nicht teilen muss.


Reicht es dann drauf zu schauen, oder antizipierst du?


... Wenn ich eine Sockenpuppe
sehe, dann sehe ich eine Sockenpuppe... Was interessiert es da noch, wer oder was drin steckt ? Und darin und darin und darin und darin und darin.....
Nirvana (Nibbana) bedeutet wörtlich verlöschen bzw. erlöschen eines Feuers. Gemeint ist damit das verlöschen des Feuers aller Leidenschaften wie Gier, Hass, Neid, Missgunst, Eifersucht und Unwissenheit. Hat eine Person wirklich alle diese Leidenschaften in seinem Geist überwunden und aufgelöst, so tritt ein Zustand ein, der "samma sambodhi" genannt wird und die Person wird "samma sambuddha" genannt. Die letzte Person, die dies zu Lebzeiten erreichte, war der historische Shakyamuni Buddha Siddhartha Gautama.

Dukkha unterteilt sich im Buddhismus in 3 Arten:
1. dukkha-dukkhata, das ist das unmittelbare Leiden, sind die körperlichen Schmerzen und Beschwerden, wie Halsweh, Magenschmerzen usw.
2. sankhara-dukkhata, das sind die Leiden, die Körper und Geist betreffen, äußere und innere Beschwerden und Gefahren. Von außen besteht die ständige Gefahr eines Unfalls oder plötzlicher Krankheit; unsere Unkenntnis, ob und wann uns so etwas widerfährt, führt zu Unsicherheit und Angst. So leiden Geist und Körper durch Sorgen und Angst vor drohenden Gefahren.
3. viparinama-dukkhata, das sind die Leiden, die durch bedingte Phänomene, die nicht von Dauer sind, entstehen. Diese Form des Leidens ist auch ein Teil unseres Lebens, aber es ist uns fremd und wir wollen es nicht wahrhaben. Ausgestattet mit der Illusion des "Ich", will dieses "Ich" dieses und jenes, - Güter, Zuwendung, Beachtung - erhalten und besitzen. Wir gieren danach. Wenn wir es nicht bekommen, leiden wir; bekommen wir es, haften wir daran, wollen es behalten. Sobald das Erhaltene verloren geht, sich auflöst, uns genommen wird, leiden wir sehr unter seinem Verlust.
http://www.palikanon.com/english/wtb/b_f/dukkhataa.htm
http://www.panyasara.de/dukkha.htm
http://www.buddhaproject.de/about_this_ ... efung.html
verrückter-narr hat geschrieben:
Nirvana (Nibbana) bedeutet wörtlich verlöschen bzw. erlöschen eines Feuers. Gemeint ist damit das verlöschen des Feuers aller Leidenschaften wie Gier, Hass, Neid, Missgunst, Eifersucht und Unwissenheit. Hat eine Person wirklich alle diese Leidenschaften in seinem Geist überwunden und aufgelöst, so tritt ein Zustand ein, der "samma sambodhi" genannt wird und die Person wird "samma sambuddha" genannt. Die letzte Person, die dies zu Lebzeiten erreichte, war der historische Shakyamuni Buddha Siddhartha Gautama.


Nach dem Theravada ist "Samma Sambuddha" die Bezeichnung für jemanden der Nibbana bzw. den Weg der zu Nibbana führt aus sich selber heraus wieder entdeckt hat, nachdem er verloren gegangen war (Samma Sambodhi). Das findet einmal in einem Weltzeitalter statt, aber nicht in jedem. In unserem Fall ist das Gautama Siddharta. Das Verlöschen von Gier, Hass und Verblendung und damit Nibbana ist aber auch von seinen Schülern erreicht worden (Savakha Bodhi bzw. Arahat).
Als Drittes gibt es noch Pratyeka Buddhas (Einzelerwachte), die zwar auch ohne Hilfe eines Lehrers Nibbana erreicht haben, aber keine oder nur wenig Fähigkeit haben zu lehren.
Same hat geschrieben:
Zunächst aber muss ich doch wissen, wie Leiden entsteht, was es überhaupt ist, bevor ich etwas beenden kann.


Leiden entsteht durch nicht loslassen.


Deine Antwort zeigt Deine Ignoranz, denn dass Du das weißt und umsetzen kannst, daran zweifel ich ja nicht.
Ich lass jetzt los. :mrgreen:
_()_
Sunu hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Sunu hat geschrieben:

Es einfach nur eine Ansicht ist. Sie ist da und hat da dadurch ihre Berechtigung, so wie alle anderen Ansichten auch...Auch wenn man sie nicht teilen muss.


Reicht es dann drauf zu schauen, oder antizipierst du?


... Wenn ich eine Sockenpuppe
sehe, dann sehe ich eine Sockenpuppe... Was interessiert es da noch, wer oder was drin steckt ? Und darin und darin und darin und darin und darin.....


Ich frage mich nur, wie Du zu dieser:
Sunu hat geschrieben:
Die Wesen sind weder gleich noch verschieden...Noch beides zugleich....noch sind sie keines von beiden.

aussage kommst, ohne zu antizipieren. Sunu nimmt Dinge wahr? Wenn ein Tiger da ist, kann Sunu's Körper den Tiger sehen? Ja? Woher will Sunu wissen, ob eine Sockenpuppe sehen kann? Woher will Sunu wissen, ob ein anderer Mensch sehen kann?
Kann er das wissen?, ist meine Frage.
Wenn Sunu es nicht wissen kann. Wieso kann Sunu ohne zu antizipieren sagen: die Wesen sind nicht verschieden. Wie kann Sunu ohne zu antizipieren überhaupt eine Aussage treffen? Weiß Sunu, oder glaubt Sunu.

Anders gefragt: gibt es eine Erkenntnismöglichkeit, welcher ich nicht gewahr bin, um wahre Aussagen über etwas anderes als Nicht-Ich (Anatta) zu treffen?
Sunu, kennst Du persönlich einen anderen Weg? Wenn Ja, dann erkläre mir bitte diesen Weg!
Wenn nein, warum sollte es verkehrt sein zu sagen, dass alles Anatta bzw. Shunyata ist?

Warum sollte man dann trauern und sagen meine Frau ist gestorben?
Dann könntest du dauerhaft leiden, weil jede Sekunde überall Tod ist? Ja oder Nein?
Ist Leiden oder das Ende von Leiden das Ziel des Buddhismus?
Oder man akzeptierst dies und versuchst sein Leben und das Leben der lebenden Menschen zum Beispiel durch Liebe zu bereichern.
Ja, Nein oder vielleicht?
Monikadie4. hat geschrieben:
Same hat geschrieben:
Zunächst aber muss ich doch wissen, wie Leiden entsteht, was es überhaupt ist, bevor ich etwas beenden kann.


Leiden entsteht durch nicht loslassen.


Deine Antwort zeigt Deine Ignoranz, denn dass Du das weißt und umsetzen kannst, daran zweifel ich ja nicht.
Ich lass jetzt los. :mrgreen:
_()_


Warum willst Du mich in meiner Ignoranz belassen?
Das scheint unedel zu sein.

Im übrigen habe ich Deine Frage bzgl. des Jesus Zitat beantwortet. Da kam aber von Dir nicht mehr viel. Wie deutest Du das Zitat? Warum hast Du mir das Zitat geschrieben?
Du hast eine sehr merkwürdige Art zu kommunizieren und ich erkenne nicht was Du bezwecken willst?
Willst Du helfen meine Ignoranz zu durchbrechen, oder nicht?
Wenn Du mir nicht helfen möchtest, dann bitte ich Dich ein eigenes Thema zu eröffnen und dort weiter zu machen. Ansonsten, wenn ich Dich missverstehe, dann sieh mir das bitte nach und gib weiterhin dein Bestes, bis ich weise geworden bin.
Morpho hat geschrieben:
mkha:

Nun, Anatta bedeutet lediglich, dass dem Menschen keine dauerhafte Essenz innewohnt, die als "Ich" oder "Selbst" bezeichnet werden könnte, keineswegs jedoch, dass die Person überhaupt nicht existiert, nichts wahrnähme, etc..


Buddha galt als anattā-vādī, als Verkünder der Unpersönlichkeit
,

gut ausgedrückt-

@ same:

du hast da noch eine leerheitsansicht, die der verstand anfänglich auch auf wesenheiten überträgt und diese dann wie eine täuschung ansieht. nagarjuna sagt, dass das selbst nicht nicht-existent, sondern etwas in abhängigkeit entstandenes ist.


Okay. Das sehe ich genauso. Wenn da aber das sein nur ein in Abhängigkeit entstandenes Sein ist. Ist dies bei allen so, oder? Darin sind alle Menschen gleich? Warum sollte man dann um einen Menschen trauern und um einen anderen Menschen nicht? Weil diese Person edlere Qualitäten verwirklicht hat? Einen edleren Bewusstseinstrom erschaffen hat.
Sagt Jesus deswegen vielleicht: Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? (Matthäus 10.37) (Lukas 2.49) Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! (Hebräer 2.11) 50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.
Macht das Sinn?
In diesem Thread habe ich viel über Dukkha gelesen. Weniger etwas über Sukha. Was genau ist denn nun Sukha? Ist es wirklich nur ein Glücksgefühl (wenn ja, ein Glückgsgefühl worüber?), das vergänglich ist (im Unterschied zu Nirvana) oder gibt es da einen Zusammenhang zwischen Sukha und Nirvana?
@same:

naja, du bist ja kein heiliger welcher sich und die welt auf eine andere art und weise wahrnimmt und so aussagen tätigt. das problem mit nihilistischer leerheitsansicht ist, dass diese sehr oft auch die sg. 'ansicht von der wirkungslosigkeit der taten'( karma) und die 'fatalistische ansicht von der ursachlosigkeit des daseins' ( alles schicksal, gleichgültig ) beeinhaltet. nihilismus wurde von buddha als 'unheilsame wirkensfährte' und 'verkehrte ansicht' zurückgewiesen; beruht eben auf 'unwissenheit'.
Sherab Yönten hat geschrieben:
In diesem Thread habe ich viel über Dukkha gelesen. Weniger etwas über Sukha. Was genau ist denn nun Sukha? Ist es wirklich nur ein Glücksgefühl (wenn ja, ein Glückgsgefühl worüber?), das vergänglich ist (im Unterschied zu Nirvana) oder gibt es da einen Zusammenhang zwischen Sukha und Nirvana?



Ich hab keine Ahnung.
Für mich persönlich ist aber Sukha: die Abwesenheit von Dukkkha. Die Freude am reinen Dasein, wenn ein klarer, entspannter Geist ist. Das im Moment sein. Nichts Wollen, nichts Ablehnen. Einfach sein. Das ist für mich Sukha. Und wenn man dann einem Kind in die Augen schaut, oder sogar liebt, dann entsteht Sukha Sukha. Deswegen habe ich ja auch die Frage nach Dukkha gestellt und warum es im Vipassana heißt, dass im jeden Daseinsmoment die drei Merkmale erkennbar seien.
Aber wie gesagt, ich weiß nicht was die Allgemeine Definition ist. Ich berichte nur aus meiner eigenen Erfahrung. Und ja, auch ich habe die letzten 10 Jahre Dukkha erfahren, sehe aber, dass es daher kam, dass ich nicht einfach war, sondern immer etwas wollte....
Same hat geschrieben:
die Abwesenheit von Dukkkha.


Gut, also demnach: Sukha = Nirvana :)
Morpho hat geschrieben:
@same:

naja, du bist ja kein heiliger welcher sich und die welt auf eine andere art und weise wahrnimmt und so aussagen tätigt.

Heiliger und Weiser sollten man denke ich schon einmal unterscheiden. Für mich ist ein Arahant z.B. weise und ein Boddhisatva ist weise und heilig. Und woher Du jetzt wissen willst, ob ich das eine oder das andere bin ist mir rätselhaft. Drum verstehe ich den Sinn dieser Aussage nicht.
Morpho hat geschrieben:
das problem mit nihilistischer leerheitsansicht ist,

Aus welche Aussage beziehst Du Dich. Wo spreche ich von Nihilismus?
Morpho hat geschrieben:
dass diese sehr oft auch die sg. 'ansicht von der wirkungslosigkeit der taten'( karma)

Wenn man absichtslos handelt entsteht meiner Meinung nach kein Karma. Ich glaube nicht an ein Karma Konto. Wo sollte dieses Konto sein? Vielmehr glaube ich, dass Taten die aus Gier getan werden neuronale Leitungsbahnen im Gehirn bestärken/vertsärken und dadurch sich Tendenzen entwickeln, die zu widerholten Taten führen. Genauso verhält es sich mit Haß etc. Also allen egoverhafteten Taten. Wenn ich aber absichtslos im Moment mich mit einem klaren Geist von liebe und Mitgefühl leiten lasse. Wo ist dann Karma. Wenn ich nicht aus dem ego handel entsteht kein Karma.
Wie gesagt alles nur meine Meinung und eigene Feststellungen.
Morpho hat geschrieben:
und die 'fatalistische ansicht von der ursachlosigkeit des daseins' ( alles schicksal, gleichgültig ) beeinhaltet.

Wo spreche ich von einem Determinismus? Wenn ich bewusst bin, dann kann ich Ja oder Nein sagen. Je häufiger ich bewusst zu meinem Ego nein sage bzw. mich nicht von ihm leiten lasse, sondern einfach beobachte und loslasse, umso schwächer werden die Verknüpfungen im Gehirn und damit auch das "Ego". Und irgendwann ist das Ego dann komplett weg vermute ich. Ab dann kann ich wahrhaft frei handeln.

Gerne lasse ich mich eines besseren belehren und erwarte Deine Antworten.
Sherab Yönten hat geschrieben:
In diesem Thread habe ich viel über Dukkha gelesen. Weniger etwas über Sukha. Was genau ist denn nun Sukha? Ist es wirklich nur ein Glücksgefühl (wenn ja, ein Glückgsgefühl worüber?), das vergänglich ist (im Unterschied zu Nirvana) oder gibt es da einen Zusammenhang zwischen Sukha und Nirvana?


Sukha ist ein körperliches oder geistiges Glücksgefühl und gehört also zu vedana khandha. Es betrifft auch das geistige Glücksgefühl der jhanas, welches vom Glücksgefühl loslöst, das durch die fünf Sinne erreicht werden kann. Nirvana ist jenseits von sukha und dukkha.

Das habe ich gehört. Einstmals weilte der ehrwürdige Sāriputta bei Rājagaha, an der Fütterungsstätte der Eichhörnchen. Dort wandte sich der ehrwürdige Sāriputta an die Mönche und sprach:

"Ein Glück, ihr Brüder, ist das Nibbāna! Ein Glück, o Brüder, ist das Nibbāna!«
Auf diese Worte sprach der ehrwürdige Udāyi zum ehrwürdigen Sāriputta:
»Wie kann denn, o Bruder, ein Glück dort bestehen, wo es keine Gefühle mehr gibt?«
-»Darin, o Bruder, besteht ja gerade das Glück, daß es dort keine Gefühle mehr gibt.« A.IX.34

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