Gibt es ein Selbst?

1541 Beiträge
Jon hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Die wahrscheinlich größte Entdeckung in der Geschichte der Menschheit war Siddarthas Erkenntnis, dass das Ich nicht unabhängig existiert. dass es eine reine Bezeichnung ist und an ihm festzuhalten daher Unwissenheit bedeutet. Doch so unbegründet die Bezeichnung Ich auch sein mag, es zu zerstören ist keine leichte Aufgabe. Von allen Konzepten, die es zu zerstören gilt, ist diese Bezeichnung namens "Ich" das störrischste


"Weshalb Sie kein Buddhist sind" (Dzongsar Jamyang Khyentse)


Es stimmt schon, dass dieses "sogenannte" und immer wieder zitierte und für echt gehaltene Ich eben nicht das ist, was ich im KERN bin.
Ich ist meistens ein Konglomerat an Dingen, die uns widerfahren und aufgrund wir dann Muster-Ichs, Ich-Zustände und Verhaltensweisen etablieren, von denen wir meinen das es Ich wäre.
Das sogenannte Ich besteht auch nicht unabhängig. Ich bin Launen, Wünsche, Vorstellungen .... , die Teil meines Seins sind. Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein, dass da ständig und beständig Tag für Tag mit mir durchs Leben tänzelt.
Ein SELBST wird es abseits, ausserhalb dieses abhängigen Ich,s geben. "ICH" .. wer bin ICH.
ICH und ICH zu unterscheiden ist ja schon schwer genug.
Ein SELBST .. ich find, der Gedanke daran schmeckt schon köstlich. Der Gedanke daran, einen Zustand zu erreichen, wo ich bei mir bin. Wo ich weiss, was ich tu, warum ich es tu, was ich fühle und warum ich fühle, warum ich so bin, wie ich bin.

Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST.


Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein
Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST.

Das ist eine interessante Bemerkung. Ist das so?
Mit Roboter meine ich den handelnden Körper
Erde hat geschrieben:
"Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST."

Das ist eine interessante Bemerkung. Ist das so?

Zumindest kann man sich das einbilden.
mukti hat geschrieben:
Erde hat geschrieben:
Und wenn es kein Täter , sondern nur die Tat gibt, dann sind wir echt alle Roboter ohne Selbst in purer geistige Aktivität?

Wenn es kein Selbst gibt wer sollte dann ein Roboter sein?

Gute Frage! Wer will schon ein Roboter sein? ICH doch nicht.
ICH will doch was besseres sein. Am besten was ätherisches. :wink:
accinca hat geschrieben:
Erde hat geschrieben:
"Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST."

Das ist eine interessante Bemerkung. Ist das so?

Zumindest kann man sich das einbilden.



Ha, ha. ja genau, bei allem was ich jetzt gelesen habe, glaube ich das auch! :)
Erde hat geschrieben:
Mit Roboter meine ich den handelnden Körper
Wie verirrt ist das denn? Der handelnde Körper ist ein Roboter? Nur ein Mensch geschaffener Körper mit Programm vom Menschen kann Roboter genannt werden. Ein Programm haben heiß doch nicht Geist/Denkendes zu haben.
Naja, dann war der Begriff "Roboter" falsch gewählt, das habe ich jetzt so salopp gesagt. Sollte man nicht in diesem Forum, wird alles fein auseinanderseziert, wie sich das gehört. :oops:

Ich möchte jetzt auch gar keine Einwände mehr machen. Ich habe sehr viel Hilfreiches erfahren und möchte das jetzt erstmal in mir arbeiten lassen. Vielen Dank an Alle! :like:
Sorry, Posts kann man nur ändern, aber nicht selbst löschen, das ist schade, denn ich sah gerade, meine Frage wurde schon beantwortet
Jon hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Die wahrscheinlich größte Entdeckung in der Geschichte der Menschheit war Siddarthas Erkenntnis, dass das Ich nicht unabhängig existiert. dass es eine reine Bezeichnung ist und an ihm festzuhalten daher Unwissenheit bedeutet. Doch so unbegründet die Bezeichnung Ich auch sein mag, es zu zerstören ist keine leichte Aufgabe. Von allen Konzepten, die es zu zerstören gilt, ist diese Bezeichnung namens "Ich" das störrischste


"Weshalb Sie kein Buddhist sind" (Dzongsar Jamyang Khyentse)


Es stimmt schon, dass dieses "sogenannte" und immer wieder zitierte und für echt gehaltene Ich eben nicht das ist, was ich im KERN bin.
Ich ist meistens ein Konglomerat an Dingen, die uns widerfahren und aufgrund wir dann Muster-Ichs, Ich-Zustände und Verhaltensweisen etablieren, von denen wir meinen das es Ich wäre.
Das sogenannte Ich besteht auch nicht unabhängig. Ich bin Launen, Wünsche, Vorstellungen .... , die Teil meines Seins sind. Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein, dass da ständig und beständig Tag für Tag mit mir durchs Leben tänzelt.
Ein SELBST wird es abseits, ausserhalb dieses abhängigen Ich,s geben. "ICH" .. wer bin ICH.
ICH und ICH zu unterscheiden ist ja schon schwer genug.
Ein SELBST .. ich find, der Gedanke daran schmeckt schon köstlich. Der Gedanke daran, einen Zustand zu erreichen, wo ich bei mir bin. Wo ich weiss, was ich tu, warum ich es tu, was ich fühle und warum ich fühle, warum ich so bin, wie ich bin.

Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST.


Nur dass das Sein eben auch leer ist und die Bedingungen für das sein auch! Wollte auch mal einen auf schlau machen. :-D
mukti hat geschrieben:
Sprite hat geschrieben:

Dem interessierten Leser empfehle ich zu diesem Thema die indischen Denker Gaudapada und Shankara, sowie das Yoga Vasishta in der Komplettfassung. Dann wird auch klar werden, was ich mit Selbst meine. Denn das kann ich schwerlich Buddhisten klar machen, die die buddhistische Argumentation gegen Seelenglauben und ewiges Leben hervorbringen oder im Kopf haben. Das ist absolut nicht das, was Selbst meint. Aber dies genauer auszuführen macht keinen Sinn, da ich dies momentan nicht begreifbar machen kann. Für mich ist dies ganz normal und bedarf eigtl. keiner Argumentation - aber ich habe auch schon die ganzen Traktate hinter mir und musste mich da durch kämpfen, darüber meditieren, mit buddhistischen und anderen Schriften abgleichen usw. Irgendwann geht es dann einem auf und die buddhistische Lehre wird in genau diesem Moment einfach absurd, weil sie etwas bestreitet, was ganz offensichtlich da ist. In dem Sinne ist Buddhismus einfach nicht zu Ende gedacht. Die Vedanta Lehre hat dies getan. Denn die ganzen Strategien, die der Buddhismus benutzt, gab es auch schon vorher, die hat Buddha ja auch gelernt (er baut vor allem auf die Technik "Neti Neti") auf um den Leerheitsaspekt zu erkennen und zu erforschen. So kommt er zu anatta, was im Grunde richtig ist. Denn die "Seele" ist im Vedanta nur eine Projektion des Selbst, darum auch leer. Ohne "Selbst-Verständnis" bleibt man auf der Stufe der Leere stecken und arbeitet widersinnigerweise weiter mit buddh. Techniken.


Als Anhänger des Advaita -Vedanta bist du hier im falschen Forum. Den kenne ich übrigens auch und das Selbst bzw. Atman wird dort als Sein, Wissen und Glückseligkeit beschrieben (sat-cit-ananda). Es ist eins mit brahman, dem unveränderlichen ewigen Urgrund, das ursachlose Eine ohne ein Zweites. Aham brahmasmi - ich bin brahman. Es ist unzerstörbar, unerkennbar, unbenennbar, nicht wahrnehmbar. Yajnalkya sagt in der Brihadaranyaka Upanishad (3.5.1.) schreibt: „Nicht kannst du den, der das Sehen ausführt, sehen; nicht den, der das Hören ausführt, hören; nicht den, der das Denken ausführt, denken; nicht den, der das Erkennen ausführt, erkennen.“

Sie benennen es, beschreiben es, versehen es mit Eigenschaften, behaupten dass es das Ausführende wäre. Aufgrund dieses Widerspruchs ziehe ich die Lehre des Buddha vor. Nichts wahrnehmen und erkennen ist Erlöschen - Nibbana. Wie kann man von etwas sprechen von dem man nicht sprechen kann, etwas beschreiben das unbeschreiblich ist.

"Ich bin" das Unbegreifliche aber ihr begreift das nicht - ach bleib mir fern mit sowas. Aber was sich hier nicht alles an Unbuddhisten, Rationalisten, Vedantisten, Säkularisten und was noch alles herumtreibt und jeder weiß es besser als der andere und alle wissen es besser als der Buddha, was natürlich in einem buddhistischen Forum unbedingt verkündet werden muss. Am Besten steht es noch mit denjenigen unter ihnen die sich hier nur darüber klar werden wollen dass die Buddhalehre nicht ihr Ding ist und sich dann verabschieden.


"Ohne Selbstverständnis, bleibt man in der Leere stecken" das ist vielleicht eine falsche Vorstellung von Leerheit? Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Wenn man in der Leerheit stecken geblieben ist, ist man dann nicht eher im weltlichen dualistischen Denken stecken geblieben? Leerheit ist ja nicht "entweder- oder", sonder "sowohl als auch", aber eben auch leer davon. Es gibt also keine Leerheit, ohne Fülle und keine Fülle ohne Leerheit. Wer aber von einem ewigen Selbst spricht, ohne die Leerheit darin zu erkennen, vielleicht hat der nicht zu Ende gedacht? Im Grunde sind wir alle verdammt dazu durch unsere Sprache in die Welt der Erscheinungen einzutreten, deshalb mag es in deinem Vokabular ein ewiges Selbst geben, dass trotzdem auf einer anderen Ebene leer ist. Sind wir nicht alle gefangen in der Illusion?

Eine interessante Frage ist allerdings wirklich und die habe ich in meinem Thread "Traum oder Wirklichkeit" gestellt, in wie fern Buddha Psychose von anderen Vorstellungen unterscheidet. Bisher habe ich darauf nur ausweichende Antworten bekommen.
Jon hat geschrieben:
WENN da kein Selbst ist, kein Etwas, das wirklich mein Sein ausmacht, definiert und so weiter, ja, wer dann bin ich denn im Endeffekt.
Wer bin Ich? Irgendwo im Inneren, wenn nicht ich selbst.
Wenn ich all die Dinge kenne, die mich nicht ausmachen, die nicht wirklicher und wahrer Teil meines Seins sind, dann bin ich Selbst. Dann ist da nur ein Punkt, von dem Alles entsteht.
Wenn ich quasi an der Quelle stehe, wo all das hervorsprudelt aus dem brodelnden Urschlamm = Leben, dann seh ich, wie ich bin und wenn ich weiss aufgrund des Sehens, wie ich bin, weiss ich, wie ich bin und bin SELBST und keinem Bedingten Entstehen mehr unterworfen.

Ihr habt doch nur Angst, euren wahren Wesens-Kern zu finden !! Ich meine damit all Jene, die meinen, dass da kein Selbst, kein Kern, keine Soheit ist.


Buddha hat nie gesagt, dass es kein Selbst gibt, ebenso wenig wie er gesagt hat, dass es ein Selbst gibt. Und Inneres und Äußeres gibt es auch nicht, das ist auch nur Erscheinung, aber nötig um hier überhaut miteinander zu kommunizieren. Trotzdem wirst du wenn du tiefer schaust keine Grenzen mehr erkennen können. Wenn du erkennst, was du nicht bist, bist du Selbst, aber auch dieses Selbst ist leer von Selbst! :-) Entstehen tut nichts aus sich selbst heraus, sondern braucht Bedingungen dass ist das Nichtselbst, dass du in den Dingen sehen kannst und auch das Nicht-Selbst ist leer. Im Grunde gibt es überhaupt kein "Selbst" oder "Nicht-Selbst", solange es das noch etwas gibt, gibt es Vorstellungen und Täuschung. Der brodelnde Urschlamm von dem Du sprichts, ist ein schöner Begriff, weil er auf den getrübten Geist hindeutet, der an ein Selbst der Erscheinungen glaubt, ohne näher hingesehn zu haben :-) Leben ist voll von leerer Natur :-) Wie bist du denn? Unveränderlich? Oder leer? :-D
Erde hat geschrieben:
Jon hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:

"Weshalb Sie kein Buddhist sind" (Dzongsar Jamyang Khyentse)


Es stimmt schon, dass dieses "sogenannte" und immer wieder zitierte und für echt gehaltene Ich eben nicht das ist, was ich im KERN bin.
Ich ist meistens ein Konglomerat an Dingen, die uns widerfahren und aufgrund wir dann Muster-Ichs, Ich-Zustände und Verhaltensweisen etablieren, von denen wir meinen das es Ich wäre.
Das sogenannte Ich besteht auch nicht unabhängig. Ich bin Launen, Wünsche, Vorstellungen .... , die Teil meines Seins sind. Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein, dass da ständig und beständig Tag für Tag mit mir durchs Leben tänzelt.
Ein SELBST wird es abseits, ausserhalb dieses abhängigen Ich,s geben. "ICH" .. wer bin ICH.
ICH und ICH zu unterscheiden ist ja schon schwer genug.
Ein SELBST .. ich find, der Gedanke daran schmeckt schon köstlich. Der Gedanke daran, einen Zustand zu erreichen, wo ich bei mir bin. Wo ich weiss, was ich tu, warum ich es tu, was ich fühle und warum ich fühle, warum ich so bin, wie ich bin.

Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST.


Nur dass das Sein eben auch leer ist und die Bedingungen für das sein auch! Wollte auch mal einen auf schlau machen. :-D
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.
Ellviral hat geschrieben:
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.


Solche Vorstellungen über Eigentum, Sein und Bedingungen mag es je auch geben...
-
accinca hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.


Solche Vorstellungen über Eigentum, Sein und Bedingungen mag es je auch geben...
-
Sie sind aber eben allesamt ohne Eigen, Selbst, nicht weil es das nicht gibt, aber sie sind alle, die Bedingungen und das Selbst, vergänglich. Eigentlich sind sie nur durch anderes Erscheinen des bedingten Entstehen da-seiende Dinge die sich duch das bedingte Entstehen dauernd verändern. Eigentum, Sein und Bedingungen gibt es!!! Doch ist zu beachten das sie ausschließlich als Vorstellungen im Gedanken-machen des Menschen wirklich sind.
Ellviral hat geschrieben:
Erde hat geschrieben:
Jon hat geschrieben:

Es stimmt schon, dass dieses "sogenannte" und immer wieder zitierte und für echt gehaltene Ich eben nicht das ist, was ich im KERN bin.
Ich ist meistens ein Konglomerat an Dingen, die uns widerfahren und aufgrund wir dann Muster-Ichs, Ich-Zustände und Verhaltensweisen etablieren, von denen wir meinen das es Ich wäre.
Das sogenannte Ich besteht auch nicht unabhängig. Ich bin Launen, Wünsche, Vorstellungen .... , die Teil meines Seins sind. Jedoch bin ich nicht das Sein an sich, sondern ich bin in meinem Sein, dass da ständig und beständig Tag für Tag mit mir durchs Leben tänzelt.
Ein SELBST wird es abseits, ausserhalb dieses abhängigen Ich,s geben. "ICH" .. wer bin ICH.
ICH und ICH zu unterscheiden ist ja schon schwer genug.
Ein SELBST .. ich find, der Gedanke daran schmeckt schon köstlich. Der Gedanke daran, einen Zustand zu erreichen, wo ich bei mir bin. Wo ich weiss, was ich tu, warum ich es tu, was ich fühle und warum ich fühle, warum ich so bin, wie ich bin.

Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann bin ich SELBST.


Nur dass das Sein eben auch leer ist und die Bedingungen für das sein auch! Wollte auch mal einen auf schlau machen. :-D
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.


Sag ich doch :-) Nur was soll mit MIR im Einklang sein, wenn es kein MIR gibt? Es ist weder mit MIR noch ohne MIR etwas im Einklang, das ist der mittlere Weg und das ist Leerheit. :-)
Ellviral hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.


Solche Vorstellungen über Eigentum, Sein und Bedingungen mag es je auch geben...
-
Sie sind aber eben allesamt ohne Eigen, Selbst, nicht weil es das nicht gibt, aber sie sind alle, die Bedingungen und das Selbst, vergänglich. Eigentlich sind sie nur durch anderes Erscheinen des bedingten Entstehen da-seiende Dinge die sich duch das bedingte Entstehen dauernd verändern. Eigentum, Sein und Bedingungen gibt es!!! Doch ist zu beachten das sie ausschließlich als Vorstellungen im Gedanken-machen des Menschen wirklich sind.


wir sind uns wenigstens einig, so husch, Zeit zu leben. :)
Erde hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Erde hat geschrieben:

Nur dass das Sein eben auch leer ist und die Bedingungen für das sein auch! Wollte auch mal einen auf schlau machen. :-D
Das Sein, die Bedingungen für das Sein, sind leer von deinen Vorstellungen. Alle deine Vorstellungen sind Deine und nur Deine, das Sein, die Bedingungen des Sein, sind nur mit Dir im Einklang niemals mit deinen Vorstellungen.


Sag ich doch :-) Nur was soll mit MIR im Einklang sein, wenn es kein MIR gibt? Es ist weder mit MIR noch ohne MIR etwas im Einklang, das ist der mittlere Weg und das ist Leerheit. :-)
Mehr ist nicht zu finden weil es nichts zu suchen gibt. Das muss man erstmal ein wenig selbst erleben. Es macht viel Freude. :like:
Hi,
das sehe ich auch so. Dieses Selbst existiert vor seiner Menschwerdung schon und nach dem Tod des Menschen existiert das Selbst immer noch. Im Buch des Patikakaputto, Längere Sammlung, wird dieses Selbst Leucht- oder Lichtwesen genannt.
Ein separates Selbst? Du kannst danach forschen und Du wirst es nicht finden. Es ist eine Illusion..
Eine beständige, unwandelbare Identität gibt es im Buddhismus jedenfalls nicht.
mukti hat geschrieben:
Eine beständige, unwandelbare Identität gibt es im Buddhismus jedenfalls nicht.


Im Kontext der Buddha-Lehre ist das eindeutig so, allerdings, wie mans nimmt:
wenigstens eine Differenzierung wäre m.E. hierbei schon anzumerken.

Würde „Ich, Mein, Selbst“ im Samsara verweigert, oder kompromisslos ausgeschaltet, ich meine die Zuweisung der Objekte von Namen, Funktionen und Eigenschaften, dann wäre unter den Individuen ein kollektives Miteinander kaum möglich. Aber auch das einzelne Individuum käme mit seiner Umgebung nicht zurecht.
Vielleicht könnte man das „Ich, Mein, Selbst“ in dem Sinne als ein notwendiges und praktisches „Übel“ bezeichnen.

Selbst ein Arahat, der anatta bzw. atta innerlich durchschaut hat, bedient sich der Zuweisung konzeptioneller Erinnerungen, Errungenschaften/Karma, der ihm erscheinenden Dinge/Situationen/Umstände; auch wenn der Arahat diese benannten Dinge unter anderen Gesichtspunkten als der Samsarianer betrachten mag.
hedin02 hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Eine beständige, unwandelbare Identität gibt es im Buddhismus jedenfalls nicht.

Im Kontext der Buddha-Lehre ist das eindeutig so, allerdings, wie mans nimmt:
wenigstens eine Differenzierung wäre m.E. hierbei schon anzumerken....

Ja, und in der Tat die gibt es auch!
Sie liegt in den Worten "beständig, unwandelbar".
Die Bezeichnung von unbeständigen Dingen als "Ich und Mein"
ist kein Problem.
Wenn davon die Rede ist, das es kein "Ich" und "mein Eigentum" gibt,
dann soll das bedeuten das es nichts dauerhaftes gibt und daher diese
Dinge nur flüchtige Einteilungen sind an die nicht zu sehr angehaftet
werden sollte und im Hinblick auf die völlige Befreiung vom Leiden
gar nicht mehr angehaftet werden darf.
Ich sehe in Eurem Schreiben oft noch ein "Suchen nach einem Ziel".

_()_
jianwang hat geschrieben:
Ich sehe in Eurem Schreiben oft noch ein "Suchen nach einem Ziel".

_()_


Willst du uns damit irgendwas sagen?
@mukti
:lol:
"Wer sucht?"
Da war mal einer, das sah so aus wie der im Spiegel.

"Wer findet?"
Ja, wo isser denn?

_()_
Immer der, der fragt.
mukti hat geschrieben:
Immer der, der fragt.


Bist Du Dir da sicher?
Eventuell körperlich (vielleicht bischen älter), aber ist es wirklich der, der fragte?

Wenn Ja, was für einen Sinn hätte es dann, das Fragen?

_()_
Wer liest das?
mukti hat geschrieben:
Wer liest das ?


Du bestätigst - die Bohrspuren von Borkenkäfern sehen auch fast aus wie Schrift.
jianwang hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Wer liest das ?


Du bestätigst - die Bohrspuren von Borkenkäfern sehen auch fast aus wie Schrift.


Der war gut, aber da war noch was Anderes: "Nimm einen spitzen Stein, lege ihn in deinen Schuh, morgen reden wir dann weiter über Anatta."
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